Diese Erfindung betrifft strukturierte Schleifmittel auf Substraten in einer Form, wie sie zum
feinen Glätten von Substraten wie etwa Metallen, Holz, Kunststoff und Glas verwendbar ist,
sowie deren Herstellung.
Das Dokument US-A-5,437,754 offenbart ein Verfahren bzw. ein strukturiertes beschichtetes
Schleifmittel gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 12.
Der Vorschlag, im allgemeinen isolierte Strukturen wie etwa Inseln oder Grate eines
Gemisches aus einem Bindemittel und einem Schleifmittelmaterial auf ein Trägermaterial
aufzubringen, um so genannte "strukturierte Schleifmittel" zu bilden, ist seit vielen Jahren bekannt.
Wenn die Inseln oder Grate sehr ähnliche Höhen über dem Träger haben und außerdem
hinreichend beabstandet sind, wird die Verwendung des Produkts (eventuell nach einem
geringfügigen Abrichtvorgang) zu einem reduzierten Zerkratzen der Oberfläche und einer
verbesserten Oberflächenglätte führen. Außerdem stellen die Räume zwischen den Inseln einen Weg
bereit, auf dem die durch das Abschleifen erzeugten Späne von der Werkfläche weggeführt
werden können und das Kühlmittel zirkulieren kann.
Die Untersuchung der Schleifoberfläche bei einem herkömmlich beschichteten Schleifmittel
zeigt, dass eine vergleichsweise geringe Anzahl der Oberflächen-Schleifkörner in einer aktiven
abschleifenden Zone mit dem Werkstück gleichzeitig in Kontakt ist. Während sich die
Oberfläche abnutzt, steigt diese Zahl, aber in gleichem Maße kann die Brauchbarkeit einiger
dieser Schleifkörner durch Abstumpfen vermindert werden. Die Verwendung strukturierter
Schleifmittel hat den Vorteil, dass sich die gleichförmigen Inseln im wesentlichen mit der
gleichen Geschwindigkeit abnutzen, so dass eine gleichbleibende Schleifgeschwindigkeit für
längere Zeiträume aufrechterhalten werden kann. Die Schleifarbeit wird gewissermaßen unter
einer größeren Anzahl an Schleifpunkten gleichmäßiger verteilt. Da die Inseln viele kleinere
Schleifpartikel umfassen, legt des weiteren die Abnutzung einer Insel, neue, unbenutzte
Schleifpartikel, die noch nicht abgestumpft sind, frei.
Ein Verfahren zur Bildung solch einer Anordnung isolierter Inseln oder Punkte, das
beschrieben worden ist, ist das des Rotationstiefdrucks. Das Verfahren des Rotationstiefdrucks
verwendet eine Walze, auf deren Oberfläche eine Anordnung von Hohlräumen eingraviert
worden ist. Die Hohlräume werden mit der Formulierung gefüllt und die Walze wird gegen eine
Oberfläche gepresst und die Formulierung in den Hohlräumen wird auf die Oberfläche
übertragen.
In US-A-5,014,468 wird ein Verfahren zur Herstellung strukturierter Schleifmittel
beschrieben. In dem Verfahren wird eine Bindemittel/Schleifmittel-Formulierung von den auf einer
Walze befindlichen Rotationstiefdruck-Hohlräumen in der Weise aufgetragen, dass die
Formulierung in einer Reihe von Strukturen abgesetzt wird, die eine Fläche ohne Schleifmittel
umgibt. Es wird angenommen, dass dies das Resultat dessen ist, dass weniger als das gesamte
Hohlraumvolumen und nur in dem Umkreis jedes Hohlraums aufgetragen wird, was die
beschriebenen Ringbildungen hinterlassen würde.
Das Problem mit der Rotationstiefdruck-Methode lag deshalb immer darin, der Insel eine
nützliche Form zu verleihen. Es hat sich als sehr schwierig erwiesen, eine
Schleifmittel/Bindemittel-Mischung zu formulieren, die ausreichend fließfähig ist, um aufgetragen zu werden
und dennoch ausreichend nicht-fließfähig ist, so dass sie sich nicht zu einer im wesentlichen
gleichmäßigen Schicht absetzt, wenn sie auf ein Substrat aufgetragen wird.
Chasman et al. offenbarten in US-A-4,773,920, dass es unter Verwendung einer
Rotationstiefdruck-Beschichtungsanlage, möglich ist, der Bindemittelzusammensetzung eine gleichmäßige
Anordnung an Graten und Tälern zu verleihen, die, wenn sie ausgehärtet sind, als Kanäle für
die Entfernung von Schmiermittel und Spänen dienen können. Jedoch werden außer der
bloßen Behauptung dieser Möglichkeit keine Einzelheiten angegeben, die lehren könnten, wie
diese ausgeführt werden könnte.
In US-A-4,644,703 benutzten Kaczmarek et al. eine Rotationstiefdruck-Walze in einer
herkömmlicheren Art, um eine Schleifmittel/Bindemittel-Formulierung in einer Schicht
aufzutragen, die dann geglättet wird, bevor eine zweite Schicht mittels eines
Rotationstiefdruckverfahrens auf die Oberseite der geglätteten, ersten Schicht aufgetragen wird. Es wird jedoch
nichts über die Natur der endgültig ausgehärteten Oberfläche gelehrt.
In US-A-5,014,468 (Ravipati et al.) wurde vorgeschlagen, eine Schleifmittel/Bindemittel-
Mischung zu benutzen, die keine Newtonschen Fließeigenschaften hat, und diese Mischung
mittels eines Rotationstiefdruckverfahrens auf einen Film aufzutragen. Bei diesem Verfahren
wurde die Mischung von den Kanten der Rotationstiefdruck-Hohlräume aufgetragen, um
außergewöhnliche Strukturen mit Ablagerungen reduzierter Dicke in einem Abstand von der
die Oberfläche umgebenden Flächen, die frei von dieser Mischung sind, herzustellen. Wenn
die Hohlräume ausreichend nahe beieinander liegen, können die Oberflächenstrukturen als
miteinander verbunden erscheinen. Dieses Produkt hat sich als sehr nützlich erwiesen,
insbesondere in ophthalmischen Feinschliffarbeiten. Das Verfahren ist sehr nützlich, aber es hat
ein potenzielles Problem mit der steigenden Anhäufung von Material in den Hohlräumen der
Rotationstiefdruck-Walze, so dass sich das Auftragungsmuster während eines längeren
Produktionslaufes geringfügig ändern kann. Ferner ist das Verfahren derart, dass es auf
Formulierungen beschränkt ist, die verhältnismäßig feine Schleifkörner (gewöhnlich weniger als 20
um) enthalten.
Ein anderer Ansatz, strukturierte Schleifmittel herzustellen, liegt darin, dass eine
Schleifmittel/Bindemittel-Mischung auf eine Substratoberfläche aufgetragen und dann der Mischung ein
Muster verliehen wird, das eine Anordnung isolierter Strukturen umfasst, indem das
Bindemittel während des Kontakts mit einer Gießform, die das entgegengesetzte Muster der
erwünschten strukturierten Oberfläche hat, ausgehärtet wird. Dieser Ansatz wird in US-A-
5,437,754; 5,378,251; 5,304,223 und 5,152,917 beschrieben. Es gibt verschiedene
Abwandlungen dieses Ansatzes, doch alle haben das gemeinsame Merkmal, dass jede Struktur in dem
Muster dadurch angebracht wird, dass das Bindemittel aushärtet, während der Verbundstoff
mit der Gießformoberfläche in Kontakt ist.
Die vorliegende Erfindung gibt ein Verfahren zur Herstellung strukturierter Schleifmittel mit
besonders attraktiven Möglichkeiten an, das zu aggressiveren Schleifmitteln führt, die sehr
gut zur Behandlung eines weiten Bereichs an Substraten geeignet sind, während sie angepasst
sind, feine Oberflächen über längere Produktionszeiträume bei einer im wesentlichen
gleichbleibenden Schleifgeschwindigkeit zu ergeben.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Es ist nun gefunden worden, dass ein strukturiertes Schleifmittel, das ein an die Oberfläche
haftendes funktionelles Pulver aufweist, einen weiten Bereich an Vorteilen gegenüber dem
bloßen strukturierten Schleifmittel zeigt.
In der vorliegenden Anmeldung wird der Begriff "funktionelles Pulver" verwendet, um ein
feinverteiltes Material zu bezeichnen, das die Schleifmittelqualitäten der strukturierten
Schleifmittel, auf die es aufgetragen wird, modifiziert. Dies kann einfach darin liegen, dass
das strukturierte Schleifmittel als aggressiver schneidend ausgestaltet wird oder die Bildung
von Spänen oder statischer Aufladung auf der Oberfläche vermindert wird. Einige
funktionelle Pulver können zusätzlich als Trennmittel oder als Barriere zwischen der Harzformulierung
und dem Prägewerkzeug dienen, wodurch Haftungsprobleme vermindert und eine verbesserte
Freisetzung ermöglicht wird. Unter den Oberbegriff der "funktionellen Pulver" fallen feine
Schleifkörner, Schleifhilfsstoffe, antistatische Zusatzstoffe, Schmiermittelpulver und
ähnliches. Mit "feinverteilt" ist gemeint, dass die einzelnen Pulverteilchen eine mittlere
Teilchengröße (D&sub5;&sub0;) von weniger als etwa 250 um, wie etwa von 1 bis 150 um und bevorzugter von 10
bis 100 um haben.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines strukturierten
Schleifmittels, wie es in dem Anspruch 1 definiert ist.
Der Schlüsselschritt dieses Verfahrens ist die Anhaftung des funktionellen Pulvers an die
Oberfläche des strukturierten Schleifmittels. Dies kann erreicht werden, indem das Pulver auf
die Oberfläche des strukturierten Schleifmittels aufgetragen wird, bevor die Aushärtung des
Bindemittels abgeschlossen worden ist und sich das Bindemittel immer noch in einem
Zustand befindet, in dem ein darauf aufgetragenes Pulver fest haften bleiben wird, wenn die
Aushärtung abgeschlossen worden ist. Alternativ kann eine Klebebeschichtung auf die
Oberfläche eines vollständig ausgehärteten strukturierten Schleifmittels aufgetragen werden, um
ein Mittel zur Haftung eines funktionellen Pulvers an die Oberfläche des strukturierten
Schleifmittels bereitzustellen.
Das Pulver kann in Form einer einzelnen Schicht auf die Oberseite des
Schleifmittel/Bindemittel-Verbundstoffs oder in mehreren Schichten mit Zwischenschichten aus Klebstoff
aufgetragen werden, um die Pulver in ihrer Lage zu halten. Beispielsweise könnte eine
Schicht ein feines Schleifmittelpulver und die zweite Schicht ein Schleifhilfsstoff sein.
Das Pulver selbst kann ein Schleifmittel oder eine Vielzahl an pulverisierten Materialien oder
eine Mischung der vorhergehenden sein, die vorteilhafte Eigenschaften verleihen.
Schleifkörner, die als funktionelles Pulver verwendet werden können, können aus Schleifkorn jeder
beliebigen Art und Korngröße bestehen, die sich in einigen Fällen von der Art des Korns
unterscheiden kann, die in der Klebstoffformulierung verwendet wird, und zu einzigartigen
Schleifmerkmalen führen können. Das funktionelle Pulver kann auch aus jeder beliebigen
Gruppe von Schleifhilfsstoffen, antistatischen Zusatzstoffen, jeder beliebigen Klasse von
Füllstoffen und Schmiermitteln bestehen.
Das Auftragen der funktionellen Pulver-Schicht(en) kann unter Anwendung einer Vielzahl an
herkömmlichen Auftragungsverfahren erfolgen. Diese Verfahren umfassen die
Gravitationsbeschichtung, elektrostatische Beschichtungen, Sprühen, Vibrationsbeschichtungen, etc. Das
Auftragen der verschiedenen Pulver kann gleichzeitig oder in einer bestimmten Reihenfolge
erfolgen, um eine Verbundstoffstruktur vor der Prägung zu erzeugen. Wenn ein Klebstoff
verwendet wird, kann er von der gleichen oder einer verschiedenen Art sein, wie er in der
Schleifmittel/Bindemittel-Formulierung vorliegt.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Die Bildung der strukturierten Schleifmitteloberfläche kann jegliche, die aus dem Stand der
Technik bekannte sein, bei der eine aufgeschlämmte Mischung aus Schleifmittel und einer
Bindemittelvorstufe ausgehärtet wird, während sie mit einem Träger und einem
Produktionswerkzeug in Kontakt ist, so dass sie auf eine Oberfläche des Trägers geklebt wird und auf der
anderen Oberfläche die exakte Form der inneren Oberfläche des Produktionswerkzeugs aufweist.
Solch ein Verfahren wird beispielsweise beschrieben in US-A-5,152,917; 5,304,223;
5,378,251 und 5,437,254. Alternative Herstellungsverfahren einschließlich
Rotationstiefdruck-Beschichtung werden beschrieben in US-A-5,014,468 und 4,773,920.
Die Oberfläche des strukturierten Schleifmittels kann jedes beliebige erwünschte Muster
haben und dieses wird größten Teils durch den beabsichtigten Verwendungszweck des
beschichteten Schleifmittelprodukts bestimmt. Es ist beispielsweise möglich, dass die
Oberfläche mit alternierenden Graten und Tälern, die in jede beliebige Richtung orientiert sind,
gebildet wird. Wahlweise kann die Oberfläche mit einer Vielzahl an hervorstehenden
Verbundstoffformen, die getrennt oder verbunden und entweder identisch oder verschieden
gegenüber benachbarten Formen sein können, zur Verfügung gestellt werden. Typischerweise
haben die strukturierten Schleifmittel im wesentlichen identische Formen in festgelegten
Anordnungen über der Oberfläche des beschichteten Schleifmittels. Solche Formen können in
Form von Pyramiden mit quadratischer oder dreieckiger Basis sein oder sie können mehr
abgerundete Formen ohne deutliche Kanten haben, an denen die angrenzenden Flächen
zusammentreffen. Die abgerundeten Formen können abhängig von den Auftragungsbedingungen
und der beabsichtigten Verwendung kreisförmig im Querschnitt oder länglich sein. Die
Anordnung der Formen hängt zu einem gewissen Grad von der beabsichtigten Verwendung ab.
Die mit dichterem Abstand angeordneten Formen, beispielsweise mehr als etwa 1000 pro
Quadratzentimeter, sind für das feine Glätten oder für das Polieren bevorzugt, während
aggressiveres Schleifen durch mit weiterem Abstand angeordnete Formen begünstigt wird.
Die Schleifmittelkomponente der Formulierung kann jedes beliebige verfügbare aus dem
Stand der Technik bekannte Material sein, wie etwa alpha-Aluminiumoxid (geschmolzene
oder gesinterte Keramik), Siliziumkarbid, geschmolzenes Aluminiumxid/Zirkoniumoxid,
kubisches Bornitrid, Diamant und ähnliches wie auch Mischungen davon. Die für die
Erfindung nützlichen Schleifmittelteilchen haben typischerweise und vorzugsweise eine mittlere
Teilchengröße von 1 bis 150 um und mehr bevorzugt von 1 bis 80 um. Im allgemeinen macht
jedoch die Menge an vorliegendem Schleifmittel etwa 10 bis etwa 90% und vorzugsweise
etwa 30 bis etwa 80% des Gewichts der Formulierung aus.
Die andere Hauptkomponente der Formulierung ist das Bindemittel. Dieses ist eine härtbare
Harz-Formulierung, ausgewählt aus durch Strahlung härtbaren Harzen, wie etwa solche, die
durch Anwendung eines Elektronenstrahls, UV-Strahlung oder sichtbares Licht härtbar sind,
wie etwa acrylierte Oligomere von acrylierten Epoxidharzen, acrylierte Urethane und
Polyesteracrylate und acrylierte Monomere einschließlich monoacrylierte, multiacrylierte
Monomere, sowie durch Wärme härtbare Harze wie etwa Phenolharze, Harnstoff/Formaldehyd-
Harze und Epoxidharze, wie auch Mischungen aus solchen Harzen. Allerdings ist es oftmals
vorteilhaft, eine durch Strahlung härtbare Komponente in der Formulierung zu haben, die
dann verhältnismäßig schnell ausgehärtet werden kann, nachdem die Formulierung
aufgetragen worden ist, um auf diese Weise die Stabilität der aufgetragenen Form zu erhöhen. In
dem Zusammenhang dieser Anmeldung ist es so zu verstehen, dass der Begriff "durch
Strahlung härtbar" die Verwendung von sichtbarem Licht, ultraviolettem (UV) Licht und
Elektronenstrahlung als das die Härtung herbeiführende Mittel umfasst. In einigen Fällen können die
durch Wärme herbeigeführten Aushärtungsvorgänge und die durch Strahlung herbeigeführten
Aushärtungsvorgänge durch verschiedene Funktionalitäten in dem gleichen Molekül zur
Verfügung gestellt werden. Dies ist oftmals ein erwünschtes Mittel.
Die Harzbindemittelformulierung kann auch ein nicht-reaktives thermoplastisches Harz
umfassen, das die selbstschärfenden Eigenschaften der aufgetragenen
Schleifmittel-Verbundstoffe steigern kann, indem die Abtragbarkeit gesteigert wird. Beispiele für solche
thermoplastische Harze umfassen Polypropylenglycol, Polyethylenglycol und
Polyoxypropylenpolyoxyethylen-Blockcopolymere, etc.
Füllmittel können in die Schleifschlamm-Formulierung eingearbeitet werden, um die
Rheologie der Formulierung und die Härte und Zähigkeit der ausgehärteten Bindemittel zu
modifizieren. Beispiele von verwendbaren Füllmitteln enthalten: Metallcarbonate wie etwa
Calciumcarbonat, Natriumcarbonat; Silikamaterialien wie etwa Quartz, Glasperlen, Glasblasen;
Silikate wie etwa Talk, Ton, Calciummetasilikat; Metallsulfate wie etwa Bariumsulfat,
Calciumsulfat, Aluminiumsulfat; Metalloxide wie etwa Calciumoxid, Aluminiumoxid; und
Aluminiumtrihydroxid.
Die Schleifschlamm-Formulierung, mit der das strukturierte Schleifmittel gebildet wird, kann
auch einen Schleifhilfsstoff umfassen, um die Schleifeffizienz und Schleifgeschwindigkeit zu
erhöhen. Verwendbare Schleifhilfsstoffe können anorganisch-basisch, wie etwa
Halogenidsalze, z. B. Natriumkryolit, Natriumtetrafluoroborat, etc.; oder organische-basisch wie etwa
chlorierte Wachse, z. B. Polyvinylchlorid, sein. Die bevorzugten Schleifhilfsstoffe in dieser
Formulierung sind Kryolit und Natriumtetrafluoroborat mit Teilchengrößen, die von 1 bis 80
um und am meisten bevorzugt von 5 bis 30 um reichen. Der Gewichtsanteil an
Schleifhilfsstoff reicht von 0 bis 50% und am meisten bevorzugt von 10 bis 30%.
Die Schleifmittel/Bindemittel-Schlamm-Formulierungen, die in dieser Erfindung verwendet
werden, können des weiteren Zusatzstoffe umfassen, enthaltend: Haftmittel, wie etwa Silan-
Haftmittel, z. B. A-174 und A-1100, erhältlich von Osi Specialties, Inc.; Organotitanate und
Zirkoniumaluminate; antistatische Mittel, wie etwa Graphit, Ruß, und ähnliches;
Suspendiermittel, Mittel zur Veränderung der Viskosität wie etwa geschmolzene Silika, z. B. Cab-O-Sil
M5, Aerosil 200; das Zusetzen verhindernde Mittel, wie etwa Zinkstearat; Schmiermittel wie
etwa Wachs; Benetzungsmittel; Farbstoffe; Füllmittel; Mittel zur Veränderung der Viskosität;
Dispersionsmittel; und Entschäumer.
Abhängig von der Anwendung kann das auf die Schlammoberfläche aufgetragene
funktionelle Pulver den Schleifmittelprodukten einzigartige Schleifeigenschaften verleihen. Beispiele
von funktionellen Pulvern umfassen: 1) Schleifkörner - alle Typen und Korngrößen; 2)
Füllmittel - Calciumcarbonat, Ton, Silika, Wollastonit, Aluminiumtrihydroxid, etc.; 3)
Schleifhilfsstoffe - KBF&sub4;, Kryolit, Halogenidsalz, halogenierte Kohlenwasserstoffe, etc.; 4) das
Zusetzen verhindernde Mittel - Zinkstearat, Calciumstearat, etc.; 5) antistatische Mittel - Ruß,
Graphit, etc.; 6) Schmiermittel - Wachse, PTFE-Pulver, Polyethylenglycol,
Polypropylenglycol, Polysiloxan, etc..
Das Trägermaterial, auf das die Formulierung aufgetragen wird, kann ein Stoff (gewebt,
nicht-gewebt oder gevliest), Papier, Kunststofffilm oder Metallfolie sein. Im allgemeinen
finden die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Produkte ihre größte Verwendung
in der Herstellung feiner Schleifmaterialien und deshalb ist eine sehr glatte Oberfläche
bevorzugt. Deshalb ist feinkalandriertes Papier, Kunststofffolie oder ein Stoff mit einer glatten
Oberflächenbeschichtung gewöhnlich das bevorzugte Substrat zur Auftragung der
Verbundstoff-Formulierungen gemäß der Erfindung. Die Erfindung wird des weiteren hinsichtlich
bestimmter spezifischer Ausführungen beschrieben, die nur zum Zweck der
Veranschaulichung verstanden werden sollen.
Abkürzungen
Um die Darstellung der Daten zu vereinfachen, werden die folgenden Abkürzungen benutzt
werden:
Polymerkomponenten
Ebecryl 3605, 3700 - acrylierte Epoxyoligomere erhältlich von UCB Radcure Chemical
Corp.
TMPTA - Trimethylolpropantriacrylat erhältlich von Sartomer Company, Inc.
ICTA - Isocyanurattriacrylat erhältlich von Sartomer Co., Inc.
TRPGDA - Tripropylenglycoldiacrylat erhältlich von Sartomer Co., Inc.
Bindemittelkomponenten
Darocure 1173 - ein Photoinitiator erhältlich von Ciba-Geigy Company
Irgacure 641 - ein Photoinitiator erhältlich von Ciba-Geigy Company
2-Methylimidazol - ein Katalysator von der BASF Corp.
Pluronic 25R2 - Polyoxypropylenpolyoxyethylen-Blockcopolymer erhältlich von der BASF
Corp.
KBF&sub4; - Schleifhilfsstoff mit einer mittleren Teilchengröße von etwa 20 um erhältlich von
Solvay
Cab-O-Sil M5 - geschmolzene Silika von Cabot Corporation
Korn
FRPL - geschmolzenes Aluminiumoxid von Treibacher (P320 oder P 1000: Qualität angezeigt
durch die "P-Zahl").
Calciniertes Aluminiumoxid (40 um) von Microabrasives Corporation.
Trägermaterialen
3 mil Mylar-Folie für ophthalmische Anwendungen
5 mil Mylar-Folie für Metallbearbeitungszwecke
Surlyn-beschichteter Polyester-Stoff mit J-Gewicht
* Surlyn ist ein Ionomerharz SURLYN 1652-1 von Du Pont
Schleifmittel-SchlammformulierungenTabelle 1
Verfahren zur Herstellung der Formulierung
Die Monomere und/oder Oligomerkomponenten wurden für 5 Minuten vermischt, indem ein
Hochschermischer bei 1000 U/min verwendet wurde. Diese Bindemittelformulierung wurde
dann mit beliebigen Initiatoren, Benetzungsmitteln, Entschäumer, Dispersionsmitteln etc.
gemischt und das Mischen wurde für weitere 5 Minuten bei der gleichen Rührgeschwindigkeit
fortgesetzt. Dann wurden die folgenden Komponenten langsam und in der angegebenen
Reihenfolge zugefügt, wobei zwischen dem Zufügen 5 Minuten bei 1500 U/min gerührt
wurde: Suspensionsmittel, Schleifhilfsstoffe, Füllmittel und Schleifkorn. Nach Zugabe des
Schleifkorns wurde die Rührgeschwindigkeit auf 2000 U/min erhöht und für 15 Minuten
fortgesetzt. Während dieser Zeit wurde die Temperatur sorgfältig überwacht und die
Rührgeschwindigkeit wurde auf 1000 U/min verringert, wenn die Temperatur 40,6ºC erreichte.
Auftragung der Formulierung
Die Harzformulierung wurde auf eine Vielzahl von herkömmlichen vorstehend aufgeführten
Substraten beschichtet. In den zitierten Fällen wurde der Schleifschlamm aufgetragen, indem
ein Beschichten mit Rakel mit einem Abstand, der auf die erwünschten Werte eingestellt
wurde, verwendet wurde. Die Beschichtung wurde bei Raumtemperatur durchgeführt.
Auftragung der funktionellen Pulver und Prägung
Vor der Prägung wurde die Oberflächenschicht des Schlamms mit Schleifkörnern mit der
gleichen oder einer feineren Teilchengröße als in der Formulierung verwendet, modifiziert. Es
wurde genügend aufgetragen, um eine einzelne Schicht zu bilden, die durch die ungehärtete
Bindemittelkomponente haftete. Überschüssiges Pulver wurde durch Schwingung von der
Schicht entfernt. Die Auftragung des Pulvers erfolgte durch ein herkömmliches Vibrations-
Sieb-Verfahren.
Sobald das Substrat mit der ungehärteten Schlamm-Formulierung beschichtet und das
funktionelle Pulver aufgetragen worden war, wurde ein Prägewerkzeug mit dem erwünschten
Muster verwendet, um dem Schleifmittelharz und der Kornformulierung die erwünschte Gestalt
zu verleihen. Die Prägungsvorrichtung enthielt eine Stützwalze aus Stahl, die die erforderliche
Unterstützung während der Druckanwendung durch die stählerne Prägewalze gab. Eine
Drahtbürstenvorrichtung wurde verwendet, um jegliche trockenen Reste oder ungebundene
Körner, die in den Zellen verblieben waren, nachdem das Werkzeug der
viskositätsmodifizierten Formulierung seinen Abdruck verliehen hatte, zu entfernen.
Aushärtung
Nachdem das Muster in die viskositätsmodifizierte Schicht eingeprägt wurde, wurde das
Substrat von dem Prägewerkzeug entfernt und zu einer Aushärtungsstation geführt. Wenn die
Aushärtung durch Wärme erfolgt, werden geeignete Mittel verwendet. Wenn die Aushärtung
mittels Photoinitiatoren aktiviert wird, kann eine Strahlungsquelle verwendet werden. Wenn
UV-Härtung verwendet wird, werden zwei 300 Watt Lichtquellen verwendet: Eine D-Röhre
und eine H-Röhre mit einer Strahlendosis, die durch die Geschwindigkeit, mit der das
strukturierte Substrat unter den Lichtquellen vorbeigeführt wird, bestimmt wird. In dem Fall der
Matrix aus den in Tabelle 2 aufgeführten Experimenten erfolgte die Aushärtung durch UV-Licht.
Im Fall der Formulierung I jedoch folgte der UV-Härtung sofort eine Härtung durch Wärme.
Dieses Härtungsverfahren war angemessen, um eine endgültige Formbeständigkeit
sicherzustellen.
In dem ersten Beispiel wurde die Schicht mittels einer Walze geprägt, die Hohlräume besaß,
die in diese in einem 17 Hexagonalmuster eingraviert waren. Damit wurde die Anordnung
von hexagonal geformten Inseln hergestellt. In allen Fällen wurde die Oberfläche mit einem
Schleifkorn bestäubt, um als funktionelles Pulver zu dienen. In einem ersten Beispiel war das
auf die Oberfläche gestäubte Schleifmittel, P1000 und in einem zweiten war es P320. In
jedem Fall entsprach die Schleifmittel/Bindemittel-Formulierung der Formulierung I.
In dem zweiten Beispiel war die Prägewalze mit einer 25 trihelicalen Walzenoberfläche mit
Rillenmuster graviert. Das gleiche Beschichtungsverfahren wurde verwendet.
In einem dritten Beispiel war die in die Prägewalze eingravierte Anordnung 45 pyramidal,
was mit der Formulierung I eine Anordnung von isolierten Pyramiden mit quadratischer
Grundfläche ergab. Die Oberfläche wurde durch Auftragung von P1000-Korn über die
gleiche Formulierung, die in den ersten und zweiten Beispielen verwendet wurde, verändert.
In allen drei Experimenten blieben die Strukturen auf der geprägten Oberfläche in der Zeit
von der Prägung bis zu der Zeit, in der die Bindemittelkomponente vollständig ausgehärtet
wurde, im wesentlichen unverändert.
Zusätzliche Beispiele, ähnlich hinsichtlich der Form aber variierend in der Formulierung und
in dem Schleifmittelgehalt, wurden wie in Tabelle 2 aufgeführt ausgeführt. In allen Fällen ist
das Herstellungsverfahren identisch mit den ersten drei Beispielen; jedoch wurden
Veränderungen in der Harzzusammensetzung und den funktionellen Pulvern vorgenommen.
Tabelle 2
Das 17 Hexagonal-Präge-Walzenmuster umfasste Hohlräume mit 559 um Tiefe und mit
gleichen Seiten von 1000 um auf der Oberseite und 100 um auf der Unterseite.
Das 25 tri-helicale Muster bestand aus einem kontinuierlichen Kanal mit einem Winkelschnitt
von 45º zur Walzenachse, der eine Tiefe von 508 um und eine Oberseiten-Öffnungsweite
von 750 um hat.
Das 40 tri-helicale Muster bestand aus einem kontinuierlichen Kanal mit einem Winkelschnitt
von 45º zur Walzenachse, der eine Tiefe von 335 um und eine Oberseiten-Öffnungsweite
von 425 um hat.
Das 45 Pyramidal-Muster umfasste quadratisch-planare, umgekehrt pyramidal geformte
Hohlräume mit einer Tiefe von 221 um und einem Seitenmaß von 425 um.
Schleiftests
Mehrere der aufgeführten Proben wurden zwei primären Arten an Schleiftests mit den in den
Tabellen 3-5 aufgeführten Daten unterworfen. Die erste Art an Versuchen bestand aus einem
Schieffer-Test mit bis zu 600 Umdrehungen bei einer konstanten Belastung von 3,63 kg (8
lbs.) an einem hohlen Werkstück aus 304 rostfreiem Stahl mit einem Außendurchmesser von
2,794 cm (1, 1 Zoll), was einen effektiven Schleifdruck von 159,96 10³ Pa (23,2 psi) erzeugt.
Das strukturierte Schleifmittel wurde in Scheiben von 11,43 cm (4,5") Durchmesser
geschnitten und an einer Trägerplatte aus Stahl angebracht. Die Trägerplatte und das Werkstück
rotieren beide im Uhrzeigersinn, wobei die Trägerplatte mit 195 U/min rotiert und das Werkstück
mit 200 U/min rotiert. Der Gewichtsverlust des Werkstückes wurde bei jeder 50sten
Umdrehung und die Gesamtsumme am Ende von 600 Umdrehungen notiert.
Die zweite Testmethode bestand aus einer Ringprüfung eines Mikroschleifmittels. In diesem
Test wurden Kugelgusseisen-Ringe mit 4,445 cm (1,75 Inch) Außendurchmesser, 2,54 cm (1
Inch) Innendurchmesser und 2,54 cm (1 Inch) Weite, vorgefräst, indem ein herkömmliches 60
um-Folienprodukt verwendet wurde und dann bei 413,7·10³ Pa (60 psi) mit dem
strukturierten Schleifmittel geschliffen. Das Schleifmittel wurde zuerst in 2,54 cm (1") breite Streifen
geschnitten und wurde dann mittels Gummi-Gleitschuhen gegen das Werkstück gehalten. Das
Werkstück rotierte mit 100 U/min und oszillierte in der lotrechten Richtung bei einer
Geschwindigkeit von 125 Schwingungen/min. Das Schleifen wurde in einem geschmierten
OH200-Ölbad durchgeführt. Der Gewichtsverlust wurde bei jeder zehnten Umdrehung und
die Gesamtsumme am Ende des Tests protokolliert.
Tabelle 3 Schieffer-Test der strukturierten Schleifmittel mit FRPL P320 Korn in der
Schlammformulierung (500 Umdrehungen)Tabelle 4 Schieffer-Test der strukturierten Schleifmittel mit calciniertem Aluminiumoxid
40 um Körner in der Schlammformulierung (600 Umdrehungen)Tabelle 5 Ringprüfung für Mikrobearbeitungszwecke (50) Umdrehungen bei 413,7·10³
Pa (60 psi))
In Tabelle 3 wird der Effekt der Art des funktionellen Pulvers und des Musters deutlich
veranschaulicht. Mit der 45 Pyramide (P320 in der Formulierung und P 1000 als das funktionelle
Pulver) als Kontrolle führte die gleiche Harzformulierung und das gleiche funktionelle Pulver
zu einem leichten Anstieg im Gesamtschnitt, indem ein größeres 17 Hexagonal-Muster
verwendet wurde. In allen Fällen, in denen das P1000 durch ein gröbere P320-Güte ersetzt
wurde, wurde der Schnitt weiter erhöht. Außerdem übertraf das trihelicale Muster die Leistung
des hexagonalen Musters. In dem letzten Fall, in dem das funktionelle Pulver aus einer
Mischung aus KBF&sub4; und P320 bestand, wurde der Schnitt dramatisch erhöht. Aus diesem
Datensatz geht eindeutig hervor, dass der Mustertyp gekoppelt mit der Art des funktionellen
Pulvers die Schleifeigenschaften deutlich verändert.
In Tabelle 4 wurden die strukturierten Schleifmittel mit einem Vergleichsbeispiel C-1
verglichen, einem herkömmlichen 40 um-Korn Mikrobearbeitungs-Schleifmittel mit dem
Handelsnamen Q151 von Norton Co.. Bei beiden strukturierten Schleifmitteln kann beobachtet
werden, dass der Gesamtschnitt signifikant gegenüber dem herkömmlichen Produkt erhöht
wurde, wobei die Leistung mit dem 25 Trihelicalen-Muster die des feineren 40 Trihelical-
Musters übertraf.
In Tabelle 5 wurden die 40 um strukturierten Schleifmittel in einer Feinschliffanwendung
verglichen. Verglichen mit dem Vergleichsbeispiel C-1, einem herkömmlichen
Schleifmittelprodukt mit dem Handelsnamen Q151 von Norton Co., zeigt das strukturierte Schleifmittel
noch einmal eine Verbesserung in dem Gesamtschnitt. Die obigen Strukturen brachten
durchgehend sehr gute Leistungen in den Schleifmittel-Test-Anwendungen, wobei von Anfang an
ein wirksames Abschleifen erzeugt wurde.
Anspruch[de]
1. Verfahren zur Herstellung eines strukturierten beschichteten Schleifmittels, das eine
Anordnung von an ein Trägermaterial gebundenen Schleifmittel/Bindemittel-Verbundstoffen
umfasst, wobei das Verfahren das Bilden einer Anordnung von Schleifmittel-Verbundstoffen
auf einem Substratmaterial umfasst, wobei jeder Verbund ein zumindest teilweise gehärtetes
Bindemittel und darin dispergierte Schleifpartikel umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass ein funktionelles Pulver, welches ausgewählt ist aus der
Gruppe bestehend aus Schleifmitteln, Füllmitteln, Schleifhilfsstoffen, antistatischen Pulvern,
stearinisierten Pulvern oder deren Mischungen, an die Oberfläche solcher Schleifmittel-
Verbundstoffe gebunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schleifmittel-Verbundstoffe in regelmäßiger
Anordnung vorgesehen werden und ein teilweise gehärtetes Bindemittel umfassen, so dass
das auf das strukturierte Schleifmittel aufgetragene funktionelle Pulver darauf haftet und die
Aushärtung des Bindemittels anschließend abgeschlossen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein zweites Bindemittelmaterial auf die
Oberfläche des strukturierten Schleifmittels aufgetragen wird und das funktionelle Pulver auf das
zweite Bindemittel aufgetragen wird, welches anschließend gehärtet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das funktionelle Pulver eine mittlere
Teilchengröße von 1 bis 150 um hat.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bindemittel ein durch Strahlung oder durch
Wärme härtbares Harz oder eine Kombination dieser umfasst.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bindemittelharz eine nicht reaktive
thermoplastische Komponente umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Schleifmittel etwa 10 bis 90 Gew.-% der
Formulierung ausmacht.
8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schleifkörner ausgewählt sind aus der
Gruppe bestehend aus Cer, Aluminiumoxid, geschmolzenem Aluminiumoxid/Zirkoniumoxid,
Siliziumkarbid, kubischem Bornitrid und Diamant.
9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Formulierung des weiteren ein oder mehrere
Zusätze umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Schleifmittelhilfsstoffen, inerten
Füllmitteln, antistatischen Agenzien, Schmiermitteln, das Zusetzen verhindernden Mitteln
und Mischungen davon.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Formulierung einen Schleifhilfsstoff
umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kryolith, Kaliumtetrafluoroborat und
Mischungen davon.
11. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das zweite Bindemittel dasselbe ist wie das
Bindemittel, welches zur Herstellung des strukturierten Schleifmittels verwendet wird.
12. Strukturiertes beschichtetes Schleifmittel, umfassend eine Anordnung von an ein
Trägermaterial gebundenen Schleifmittel/Bindemittel-Verbundstoffen, wobei jeder Verbund
ein zumindest teilweise gehärtetes Bindemittel und darin dispergierte Schleifpartikel umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass ein funktionelles Pulver, welches ausgewählt ist aus der
Gruppe bestehend aus Schleifmitteln, Füllmitteln, Schleifhilfsstoffen, antistatischen Pulvern,
stearinisierten Pulvern oder deren Mischungen, an die Oberfläche solcher
Schleifmittel-Verbundstoffe gebunden ist.
13. Strukturiertes beschichtetes Schleifmittel gemäß Anspruch 12, wobei das
funktionelle Pulver eine mittlere Teilchengröße von 1 bis 150 um hat.