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Dokumentenidentifikation DE10155340C1 12.12.2002
Titel Außentürgriffanordnung für eine Fahrzeugtür
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Kölle, Rudi, 71067 Sindelfingen, DE;
Lindmayer, Martin, 72172 Sulz, DE
DE-Anmeldedatum 10.11.2001
DE-Aktenzeichen 10155340
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.12.2002
IPC-Hauptklasse E05B 5/02
IPC-Nebenklasse E05B 65/20   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Außentürgriffanordnung für eine Tür eines Fahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, mit einer Tragplatte und mit einem daran um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerten Handgriff. Der Handgriff ist bei an der Fahrzeugtür montierter Außentürgriffanordnung an einer vom Fahrzeug abgewandten Außenseite der Fahrzeugtür angeordnet und manuell zwischen einer zur Tragplatte hin verschwenkten Schließstellung und einer von der Tragplatte weg verschwenkten Öffnungsstellung schwenkverstellbar. Es sind Rückstellmittel vorgesehen, welche den Handgriff in die Schließstellung antreiben. Des weiteren sind Dämpfungsmittel vorgesehen, welche die Rückstellbewegung des Handgriffs in die Schließstellung dämpfen.
Um eine Geräuschentwicklung bei der Rückstellbewegung des Handgriffs zu reduzieren, weisen die Dämpfungsmittel eine Magnetanordnung auf, die wenigstens ein am Handgriff befestigtes erstes Magnetelement und wenigstens ein damit zusammenwirkendes, an der Tragplatte befestigtes zweites Magnetelement umfaßt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Außentürgriffanordnung für eine Tür eines Fahrzeugs, insbesondere für einen Personenkraftwagen.

Eine derartige Außentürgriffanordnung weist üblicherweise eine Tragplatte und einen Handgriff auf, der an der Tragplatte um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Bei an der Fahrzeugtür montierter Außentürgriffanordnung ist der Handgriff an einer vom Fahrzeug abgewandten Außenseite der Fahrzeugtür angeordnet und manuell zwischen einer zur Tragplatte hin verschwenkten Schließstellung und einer von der Tragplatte weg verschwenkten Öffnungsstellung schwenkverstellbar. Ein derartiger Handgriff dient üblicherweise zum Öffnen einer Fahrzeugtür, wobei durch die Schwenkverstellung des Handgriffs in seine Öffnungsstellung in herkömmlicher Weise eine Öffnungseinrichtung eines Türschlosses zum Öffnen bzw. zur Freigabe der Tür betätigt wird. Eine solche Außentürgriffanordnung kann Rückstellmittel aufweisen, die den Handgriff in die Schließstellung antreiben. Ebenso können Dämpfungsmittel vorgesehen sein, welche die Rückstellbewegung des Handgriffs in die Schließstellung dämpfen. Grundsätzlich ist es möglich, derartige Dämpfungsmittel durch Anschläge aus Gummi oder dergleichen zu realisieren, um so den Aufprall des durch die Rückstellmittel in seine Schließstellung angetriebenen Handgriffs bei Erreichen der Schließstellung zu dämpfen. Hierbei kann es dennoch zu einer Geräuschentwicklung kommen, die insbesondere bei komfortbetonten Personenkraftwagen als störend empfunden wird.

Aus der DE-OS 17 08 398 ist eine Schutzvorrichtung bekannt, mit der um einen Drehpunkt bewegliche Teile, wie z. B. ein Fenster bei Winddurchzug in einem Haus, gegen Zu- oder Aufschlagen gesichert werden. Die Schutzvorrichtung arbeitet unter anderem mit abstoßenden Magneten, die das jeweilige drehbewegliche Teil in eine vorbestimmte Offenstellung antreiben.

Die DE 32 02 641 A1 zeigt eine Dämpfungseinrichtung auf der Basis gleichpoliger Magnete, die zwei topfförmige Körper aufweist, die im Bereich ihrer offenen Enden teleskopierbar ineinander gesteckt sind. Die einander zugewandten Topfböden tragen jeweils ein permanentmagnetisches oder elektromagnetisches Magnetelement, die so gepolt sind, daß sie sich gegenseitig abstoßen.

In der DE 296 22 577 U1 wird ein Türstopper vorgestellt, der ebenfalls mit einander abstoßenden Magneten arbeitet. Ein Grundkörper des Türstoppers ist an einem Boden befestigt und trägt einen ersten Magneten. Ein Tragelement des Türstoppers ist an der zu stoppenden Tür befestigt und trägt einen zweiten Magneten. Die Magnete sind dabei so positioniert und gepolt, daß sich die beiden Magnete beim Annähern der Tür an den Grundkörper des Türstoppers abstoßen, wodurch die Annäherungsbewegung gebremst bzw. gedämpft wird.

Aus der EP 0 585 559 A1 geht ein Haltegriff für den Innenraum eines Fahrzeugs hervor, der aus einem U-förmig ausgebildeten Griffbügel besteht. Der Griffbügel weist einen Steg und zwei Schenkel auf und trägt an den freien Schenkelenden daran mittels Lagerachsen angelenkte Lagerböcke. Diese Lagerböcke sind an einer Fahrzeugkarosserie im Übergangsbereich zwischen einem Fahrzeugdach und einer Seitenwand befestigt. Der Griffbügel ist dann aus einer eng an einer Befestigungsfläche anliegenden Nichtgebrauchslage gegen die Kraft eines Rückstellmittels in eine von der Befestigungsfläche abstehende Gebrauchslage schwenkbar. Beim bekannten Innenraumhaltegriff besteht das genannte Rückstellmittel aus wenigstens einem Magneten. Als Magnet kommt dabei in erster Linie ein relativ starker Dauermagnet in Frage. Alternativ kann aber auch ein Elektromagnet zum Einsatz gelangen, der über die Fahrzeugelektrik mit elektrischem Strom versorgt wird. Zweckmäßig besteht der Magnet aus einem stabförmigen Innenmagneten und einem diesen umgreifenden Außenmagneten, wobei der Innenmagnet eine der Lagerachsen bildet oder mit einer der Lagerachsen drehfest verbunden ist.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Außentürgriffanordnung der eingangs genannten Art einen Weg aufzuzeigen, die Geräuschentwicklung beim Zurückstellen des Handgriffs in dessen Schließstellung zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

Dieses Problem wird durch eine Außentürgriffanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Dämpfung der Rückstellbewegung des Handgriffs mit Hilfe einander abstoßender magnetischer Kräfte zu bewirken. Der erfindungsgemäße Vorschlag nutzt dabei die Erkenntnis, daß es mit magnetischen Kräften grundsätzlich möglich ist, berührungslos Kräfte zu übertragen, so daß die Magnete auch in der Schließstellung des Handgriffs nicht miteinander in Kontakt treten müssen. Unter Ausnutzung dieser Erkenntnis kann somit besonders einfach eine Geräuschentwicklung bei der Rückstellbewegung des Handgriffs reduziert bzw. vermieden werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann wenigstens eines der Magnetelemente als steuerbarer und/oder schaltbarer Elektromagnet ausgebildet sein, wobei dann eine Steuerungseinrichtung vorgesehen ist, die den wenigstens einen Elektromagneten zum Dämpfen der Rückstellbewegung des Handgriffs aktiviert. Bei dieser Bauweise können die wirksamen Dämpfungskräfte besonders günstig an die Gegebenheiten einer Außentürgriffanordnung angepaßt werden.

Von besonderer Bedeutung ist eine Ausführungsform, bei der Anschlagmittel vorgesehen sind, die ein am Handgriff fest angeordnetes erstes Anschlagelement und in der Schließstellung des Handgriffs damit zusammenwirkendes, an der Tragplatte fest angeordnetes zweites Anschlagelement aufweisen. Mit Hilfe derartiger Anschlagmittel kann die Schließstellung in einer vorbestimmten Weise definiert werden, um so den Handgriff beispielsweise in einer aerodynamisch und/oder ästhetisch vorteilhaften Relativlage zu positionieren. Des weiteren können bei dieser Ausführungsform die Rückstellmittel so angeordnet und ausgebildet sein, daß sie in der Schließstellung des Handgriffs die beiden Anschlagelemente mit einer Vorspannung aneinander andrücken. Diese Bauweise stellt sicher, daß im üblichen Fahrbetrieb die Anschlagmittel nicht kurzzeitig voneinander abheben und wieder aneinander zur Anlage kommen. Dementsprechend wird durch diese Maßnahme eine störende Geräuschentwicklung vermieden. Des weiteren ist bei dieser Ausführungsform die Steuereinrichtung so ausgebildet, daß sie den wenigstens einen Elektromagneten nur während der Rückstellbewegung des Handgriffs zum Dämpfen betätigt und bei Erreichen der Schließstellung deaktiviert. Durch diese Bauweise wird gewährleistet, daß die Rückstellmittel in der Schließstellung die beiden Anschlagelemente mit der gewünschten Vorspannung aneinander andrücken können.

Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Steuerungseinrichtung auch so ausgebildet sein, daß sie den wenigstens einen Elektromagneten so betätigt, daß die beiden Anschlagelemente am Ende der Rückstellbewegung des Handgriffs im wesentlichen geräuschlos aneinander zur Anlage kommen. Diese Bauweise ergibt eine besonders komfortable Ausführungsform für die Außentürgriffanordnung, da der Handgriff geräuschlos seine Schließstellung erreicht. Beispielsweise kann der Elektromagnet so betätigt werden, daß die Relativgeschwindigkeit, mit der sich die beiden Anschlagelemente am Ende der Rückstellbewegung aneinander annähern, in der Endphase der Rückstellbewegung minimiert wird und im Extremfall beim Kontaktieren der beiden Anschlagelemente den Wert "0" aufweist, das heißt, daß die beiden Anschlagelemente quasi kraftfrei aneinander zur Anlage kommen. Dabei kann diese Steuerung der Dämpfungskräfte in so kurzen Zeiten durchgeführt werden, daß ihre Auswirkungen auf den sich zurückstellenden Handgriff vom menschlichen Auge in der Regel nicht erkennbar sind. Für den Anwender ergibt sich dadurch der verblüffende Effekt, daß der Handgriff in gewohnter Weise in seine Schließstellung zurückschnellt, dort jedoch ohne Aufprallgeräusch abrupt zum Stillstand kommt.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Die einzige Fig. 1 zeigt eine stark vereinfachte, teilweise geschnittene Teilansicht auf eine Außentürgriffanordnung nach der Erfindung.

Entsprechend Fig. 1 weist eine nur teilweise dargestellte erfindungsgemäße Außentürgriffanordnung 1 einer ebenfalls nur teilweise dargestellten Tür 2 eines im übrigen nicht gezeigten Fahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, eine Tragplatte 3 und einen Handgriff 4 auf. Bei an der Fahrzeugtür 2 montierter Außentürgriffanordnung 1 befindet sich die Tragplatte 3 im Inneren 5 der Fahrzeugtür 2, während der Handgriff 4 in üblicher Weise an einer vom Fahrzeug abgewandten Außenseite 6 der Fahrzeugtür 2 angeordnet ist. Der Handgriff 4 ist dabei um eine Schwenkachse 7 schwenkbar an der Tragplatte 3 gelagert.

In der hier gezeigten Ausführungsform verläuft die Schwenkachse 7 senkrecht zur Zeichnungsebene und bei am Fahrzeug angebrachter Außentürgriffanordnung 1 im wesentlichen vertikal. Grundsätzlich sind auch andere Außentürgriffanordnungen 1 möglich, bei denen die Schwenkachse 7 des Handgriffs 4 bei am Fahrzeug montierter Außentürgriffanordnung 1 im wesentlichen horizontal verläuft.

Der Handgriff 4 ist manuell zwischen einer mit durchgezogener Linie dargestellten, zur Tragplatte 3 hin verschwenkten Schließstellung und einer mit unterbrochenen Linien angedeuteten, von der Tragplatte 2 weg verschwenkten Öffnungsstellung verschwenkbar. Die Außentürgriffanordnung 1 weist Rückstellmittel 8 auf, die hier durch eine Rückstellfeder 9 gebildet sind und die den Handgriff 4 in seine Schließstellung antreiben. Die Rückstellfeder 9 ist hierbei als Schenkelfeder ausgebildet und im Bereich der Schwenkachse 9 angeordnet. Ebenso ist jede beliebige andere geeignete Anordnung und Ausführungsform der Rückstellmittel 8 möglich. Des weiteren sind Dämpfungsmittel vorgesehen, die erfindungsgemäß eine Magnetanordnung 10 umfassen. Zusätzlich zur Magnetanordnung 10 können die Dämpfungsmittel auch weitere, insbesondere auch herkömmliche Dämpfermittel umfassen.

Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist das erste Magnetelement 11 an einem Mitnehmer 19 befestigt, der seinerseits einen festen Bestandteil des Handgriffs 4 bildet, so daß das erste Magnetelement 11 insoweit auch am Handgriff 4 befestigt ist. In entsprechender Weise ist hier das zweite Magnetelement 12 an einem Fortsatz 20 befestigt, der seinerseits einen festen Bestandteil der Tragplatte 3 bildet, so daß das zweite Magnetelement 12 insoweit auch an der Tragplatte 3 befestigt ist.

Die Magnetanordnung 10 weist wenigstens ein am Handgriff 4 ortsfest angebrachtes erstes Magnetelement 11 sowie ein zweites Magnetelement 12 auf, das mit dem ersten Magnetelement 11 zusammenwirkt und ortsfest an der Tragplatte 3 angeordnet ist. Grundsätzlich können beide Magnetelemente 11, 12 durch Permanentmagnete gebildet sein. Ebenso ist es möglich, beide Magnetelemente 11 und 12 durch Elektromagnete auszubilden. Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist exemplarisch das ortsfest an der Tragplatte 3 angebrachte zweite Magnetelement 12 als Elektromagnet ausgebildet, der über eine Steuerleitung 13 mit einer Steuerungseinrichtung 14 verbunden ist. Im Unterschied zu Permanentmagneten können mit Hilfe von Elektromagneten relativ beliebige Dämpfungskennlinien realisiert werden.

Außerdem weist die hier gezeigte Außentürgriffanordnung 1 Anschlagmittel 15 auf, die ein am Handgriff 4 ortsfest angebrachtes erstes Anschlagelement 16 und ein an der Tragplatte 3 angebrachtes zweites Anschlagelement 17 umfassen. In der Schließstellung des Handgriffs 4 wirken die beiden Anschlagelemente 16 und 17 zusammen, in dem sie aneinander anliegen.

Erfindungsgemäß sind die beiden Magnetelemente 11 und 12 so gepolt, daß sie während einer durch einen Pfeil symbolisierten Rückstellbewegung 18 des Handgriffs 4 eine dieser Rückstellbewegung 18 entgegenwirkende Dämpfungskraft von der Tragplatte 3 auf den Handgriff 4 berührungslos übertragen. Je mehr sich dabei der Handgriff 4 seiner Schließstellung annähert, desto kleiner wird dabei auch der Abstand zwischen den beiden Magnetelementen 11 und 12. Mit abnehmendem Abstand zwischen den beiden Magnetelementen 11 und 12 nehmen aber die zwischen den Magnetelementen 11 und 12 wirksamen Abstoßungskräfte zu, so daß die Dämpfungskraft mit fortschreitender Rückstellbewegung 18, insbesondere progressiv, zunimmt. Da die eigentliche Dämpfungswirkung durch die Magnetelemente 11 und 12 erzielt wird, kann eine störende Geräuschentwicklung bei der Kontaktierung der beiden Anschlagelemente 16 und 17 vermieden oder zumindest reduziert werden. Entsprechend der hier gezeigten Ausführungsform kann es zweckmäßig sein, die Anschlagelemente 16 und 17 so zu positionieren, daß die beiden Magnetelemente 11 und 12 in der Schließstellung des Handgriffs 4 nicht miteinander in Kontakt stehen. Hierdurch kann zum einen eine zusätzliche Geräuschquelle im Bereich der Magnetelemente 11 und 12 vermieden werden. Zum anderen können dadurch Lagetoleranzen relativ großzügig gewählt werden. Die Anschlagelemente 16 und 17 definieren die Schließstellung des Handgriffs 4 nach ästhetischen und/oder aerodynamischen Kriterien.

Sofern wenigstens eines der Magnetelemente 11 und 12, hier das zweite Magnetelemente 12, als Elektromagnet ausgebildet ist, kann dieser Elektromagnet 12 mit Hilfe der Steuerungseinrichtung 14 geschaltet und/oder gesteuert werden. Zweckmäßig erfolgt die Beschaltung des Elektromagneten 12 so, daß die Rückstellbewegung 18 des Handgriffs 4 nach vorbestimmten Kriterien bedämpft wird. Beispielsweise können die Rückstellmittel 8 so angeordnet bzw. ausgebildet sein, daß sie bei deaktiviertem Elektromagneten 12 die Anschlagelemente 16 und 17 mit einer vorbestimmten Vorspannung aneinander andrücken, wenn sich der Handgriff 4 in seiner Schließstellung befindet. Die Steuerungseinrichtung 14 ist dann zweckmäßig so ausgebildet, daß sie den Elektromagneten 12 so schaltet, daß sich nur während der Rückstellbewegung 18 des Handgriffs 4 die erwünschte Dämpfungswirkung einstellt und daß der Elektromagnet 12 deaktiviert wird, sobald der Handgriff 4 seine Schließstellung erreicht. Dies hat zur Folge, daß die von den Rückstellmitteln 8 erzeugte Rückstellkraft bei deaktiviertem Elektromagneten 12 voll wirksam ist und die gewünschte vorgespannte Anlage der beiden Anschlagelemente 16 und 17 aneinander ermöglicht. Diese vorgespannte Anlage verhindert Relativbewegungen zwischen den Anschlagelementen 16 und 17 und insoweit auch zwischen Handgriff 4 und Tragplatte 3, die bei im Fahrbetrieb auftretenden Erschütterungen zu einer unerwünschten Geräuschbildung führen können.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann die Steuerungseinrichtung 14 so ausgebildet sein, daß sie den Elektromagneten 12 bei der Rückstellbewegung des Handgriffs 4 so betätigt, daß die beiden Anschlagelemente 16 und 17 am Ende der Rückstellbewegung 18 im wesentlichen geräuschlos aneinander zur Anlage kommen. Beispielsweise wird die Bestromung des Elektromagneten 12 so gesteuert, daß die Geschwindigkeit, mit der die beiden Anschlagelemente 16 und 17 aneinander zur Anlage kommen, im Kontaktzeitpunkt quasi auf Null reduziert ist oder zumindest einen so geringen Wert aufweist, daß ein gegebenenfalls entstehendes Kontaktgeräusch für einen außen stehenden Anwender in der Regel nicht mehr hörbar ist.

Des weiteren kann die Steuereinrichtung 14 auch so ausgestaltet sein, daß sie die mit dem Elektromagneten 12 erzeugte Dämpfungskraft in Abhängigkeit der Winkelgeschwindigkeit der Rückstellbewegung 18 erzeugt. Zweckmäßig soll die vom Elektromagneten 12 erzeugte Dämpfungskraft bzw. die zwischen den Magnetelementen 11 und 12 wirksame Abstoßungskraft umso größer sein, je höher die Winkelgeschwindigkeit der Rückstellbewegung 18 ist. Zur Realisierung einer derartigen Ansteuerung des Elektromagneten 12 kann die Steuerungseinrichtung 14 mit einem entsprechenden, hier nicht dargestellten Drehwinkelsensor verbunden sein.

Bei extremen Fahrzeugquerbeschleunigungen und/oder bei einer ungewöhnlich unebenen Fahrbahn besteht die Möglichkeit, daß die von den Rückstellmitteln 8 erzeugte vorgespannte Anlage der beiden Anschlagelemente 16 und 17 aneinander nicht mehr ausreicht, so daß die beiden Anschlagelemente 16 und 17 sich relativ zueinander bewegen, insbesondere voneinander abheben können. Entsprechend einer besonderen Weiterbildung kann die Steuerungseinrichtung 14 auch so ausgebildet sein, daß sie bei in seine Schließstellung verstelltem Handgriff 4 den Elektromagneten 12 mit umgekehrter Polarität betätigt. Dies hat zur Folge, daß mit Hilfe der Magnetanordnung 10 eine die Anschlagelemente 16 und 17 aneinander andrückende zusätzliche Haltekraft erzeugt wird. Zweckmäßig erfolgt diese Betätigung des Elektromagneten 12 in Abhängigkeit von vorbestimmten Parametern und/oder Bedingungen. Beispielsweise kann die Steuerungseinrichtung 14 den Elektromagneten 12 mit umgekehrter Polarität zur Erzeugung der zusätzlichen Haltekraft dann betätigen, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorbestimmten Schwellwert übersteigt und/oder wenn Fahrzeugquerbeschleunigungen vorbestimmte Schwellwerte übersteigen und/oder wenn die Fahrbahnbeschaffenheit in einem unzulässigen Maße von einer idealen ebenen Fahrbahn abweicht. Die Fahrbahnbeschaffenheit, z. B. Kopfsteinpflaster, kann beispielsweise mit Hilfe charakteristischer Vertikalbeschleunigungen identifiziert werden. Die Steuerungseinrichtung 14 ermöglicht dabei eine Unterstützung der Rückstellmittel 8.

Bei der hier gezeigten Ausführungsform sind die beiden Magnetelemente 11 und 12 so an die Tragplatte 3 und Handgriff 4 angeordnet, daß sich ein Abstand zwischen den beiden Magnetelementen 11 und 12 bei der Rückstellbewegung 18 des Handgriffs 4 verkleinert. Alternativ ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der die Magnetelemente 11 und 12 konzentrisch zueinander und koaxial zur Schwenkachse 7 angeordnet sind. Eine derartige Ausführungsform kann hinsichtlich des zur Verfügung stehenden Bauraums sowie hinsichtlich der erwünschten Dämpfungskennlinie vorteilhaft sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Außentürgriffanordnung für eine Tür eines Fahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens,

    mit einer Tragplatte (3) und mit einem Handgriff (4), der an der Tragplatte (3) um eine Schwenkachse (7) schwenkbar gelagert ist,

    wobei der Handgriff (4) bei an der Fahrzeugtür (2) montierter Außentürgriffanordnung (1) an einer vom Fahrzeug abgewandten Außenseite (6) der Fahrzeugtür (2) angeordnet und manuell zwischen einer zur Tragplatte (3) hin verschwenkten Schließstellung und einer von der Tragplatte (3) weg verschwenkten Öffnungsstellung schwenkverstellbar ist,

    wobei Rückstellmittel (8) vorgesehen sind, welche den Handgriff (4) in die Schließstellung antreiben,

    wobei Dämpfungsmittel (10) vorgesehen sind, welche die Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) in die Schließstellung dämpfen,

    wobei die Dämpfungsmittel eine Magnetanordnung (10) aufweisen, die wenigstens ein am Handgriff (4) befestigtes erstes Magnetelement (11) und wenigstens ein damit zusammenwirkendes, an der Tragplatte (3) befestigtes zweites Magnetelement (12) umfaßt.
  2. 2. Außentürgriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Magnetelemente (11, 12) als steuerbarer und/oder schaltbarer Elektromagnet (12) ausgebildet ist, wobei eine Steuerungseinrichtung (14) vorgesehen ist, die den wenigstens einen Elektromagneten (12) zum Dämpfen der Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) aktiviert.
  3. 3. Außentürgriffanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

    daß Anschlagmittel (15) mit einem am Handgriff (4) fest angeordneten ersten Anschlagelement (16) und mit einem in der Schließstellung des Handgriffs (4) mit dem ersten Anschlagelement (16) zusammenwirkenden, an der Tragplatte (3) fest angeordneten zweiten Anschlagelement (17) vorgesehen sind,

    daß die Rückstellmittel (8) so angeordnet und ausgebildet sind, daß sie in der Schließstellung des Handgriffs (4) die beiden Anschlagelemente (16, 17) mit Vorspannung aneinander andrücken,

    daß die Steuerungseinrichtung (14) so ausgebildet ist, daß sie den wenigstens einen Elektromagneten (12) nur während der Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) zum Dämpfen betätigt und bei Erreichen der Schließstellung deaktiviert.
  4. 4. Außentürgriffanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (14) so ausgebildet ist, daß sie den wenigstens einen Elektromagneten (12) so betätigt, daß die beiden Anschlagelemente (16, 17) am Ende der Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) im wesentlichen geräuschlos aneinander zur Anlage kommen.
  5. 5. Außentürgriffanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (14) den wenigstens einen Elektromagneten (12) so betätigt, daß die mit dem Elektromagneten (12) erzeugte Dämpfungskraft von der Winkelgeschwindigkeit der Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) abhängt, derart, daß die Dämpfungskraft umso größer ist, je größer die Winkelgeschwindigkeit ist.
  6. 6. Außentürgriffanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (14) so ausgebildet ist, daß sie bei in seine Schließstellung verstelltem Handgriff (4) den wenigstens einen Elektromagneten (12) in Abhängigkeit vorbestimmter Parameter und/oder Bedingungen mit umgekehrter Polarität betätigt, derart, daß der Elektromagnet (12) eine die Anschlagelemente (16, 17) aneinander andrückende Haltekraft erzeugt.
  7. 7. Außentürgriffanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter und/oder die Bedingungen, in deren Abhängigkeit der wenigstens eine Elektromagnet (12) zur Erzeugung einer Haltekraft betätigt wird, durch wenigstens einen der folgenden Parameter und/oder durch wenigstens eine der folgenden Bedingungen gebildet sind:
    1. - Fahrzeuggeschwindigkeit
    2. - Fahrzeugquerbeschleunigung
    3. - Fahrbahnbeschaffenheit.
  8. 8. Außentürgriffanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetelemente (11, 12) an Tragplatte (3) und Handgriff (4) konzentrisch zueinander und koaxial zur Schwenkachse (7) des Handgriffs (4) angeordnet sind.
  9. 9. Außentürgriffanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetelemente (11, 12) so an Tragplatte (3) und Handgriff (4) angeordnet sind, daß sich ein Abstand zwischen den Magnetelementen (11, 12) bei der Rückstellbewegung (18) des Handgriffs (4) verkleinert.






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