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Dokumentenidentifikation DE69805011T2 12.12.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0853265
Titel Mit photovoltaischer Zelle funktionierendes elektronisches Gerät, insbesondere Zeitmesswerk
Anmelder Asulab S.A., Marin, CH
Erfinder Farine, Pierre-Andre, 2003 Neuchâtel, CH;
Wattenhofer, Jean-Pierre, 2000 Neuchâtel, CH
Vertreter Sparing . Röhl . Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69805011
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 07.01.1998
EP-Aktenzeichen 981001134
EP-Offenlegungsdatum 15.07.1998
EP date of grant 24.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.12.2002
IPC-Hauptklasse G04G 1/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein unabhängiges elektrisches Gerät mit geringem Energieverbrauch, das mit einer Versorgungsvorrichtung versehen ist, die eine Energiequelle, die mit photovoltaischer Umwandlung arbeitet, einen elektrischen Akkumulator sowie eine Spannungserhöhungseinrichtung, die zwischen die Energiequelle und den Akkumulator geschaltet ist, umfaßt.

Genauer betrifft die Erfindung die Versorgung von schwachen Energieverbrauchern mit elektrischer Energie mit Hilfe einer Quelle, die eine photovoltaische Zelle verwendet, wie beispielsweise von Zeitmeßgeräten, insbesondere von einer Uhr oder von einem Wecker, von einem Taschenrechner, einem Miniatur-Rundfunkempfänger, einer Infrarot- oder Radiowellen-Fernbedienung, einem schnurlosen Telephon, einem GPS-Empfänger usw., und im allgemeinen jede unabhängige elektrische Versorgungsvorrichtung, die einen Akkumulator für elektrische Energie umfaßt, der von einer photoelektrischen Energiequelle im geladenen Zustand gehalten wird.

Die photovoltaischen Zellen oder Quellen, die derzeit verwendet werden, um die Versorgung dieser schwachen Energieverbraucher sicherzustellen, liefern typisch eine Spannung von ungefähr 0,3 bis 0,5 V pro Element, je nachdem, ob sie vom Halbleitertyp oder vom photochemischen Typ sind. Außerdem benötigen die elektronischen Schaltungen eine Versorgungsspannung, die kaum unter 1 V sein kann, so daß gewöhnlich mehrere dieser Zellen in Reihe geschaltet werden, um die Versorgung sicherzustellen.

Nun wird aber heutzutage aus Gründen der Ästhetik, des Platzbedarfs, des Preises usw. (Kriterien, die vor allem für die Herstellung von Zeitmeßgeräten entscheidend sind), nach konstruktiven Lösungen gesucht, in denen eine einzige photovoltaische Zelle genügt, um die Versorgung des Geräts sicherzustellen.

Es ist demnach deutlich, daß im Prinzip eine Inkompatibilität zwischen einerseits der geringen Spannung, die von einer einzigen photovoltaischen Zelle geliefert wird, und andererseits dem Bedarf der üblichen integrierten Schaltungen, die notwendig sind, damit die Geräte der hier betrachteten Art funktionieren, an elektrischer Spannung, vorliegt.

Um diese Inkompatibilität zu beseitigen, ist vom Anmelder der vorliegenden Patentanmeldung bereits vorgeschlagen worden (siehe die internationale Patentanmeldung Nr. PCT(CH97/00052 vom 17. Februar 1997), die fraglichen Geräte mit einer Schaltung auszustatten, die mit Hilfe einer Spannungserhöhungseinrichtung den Akkumulator aus einer einzigen photovoltaischen Zelle auflädt, wobei die Spannungserhöhungseinrichtung beispielsweise vom Zerhackertyp ist.

Der Akkumulator kann von jedem Typ sein, der derzeit auf dem Markt erhältlich ist, wie die chemischen Akkumulatoren, vorzugsweise Lithium-Ionen- Akkumulatoren, und elektrochemische Kapazitäten, insbesondere diejenigen, die gewöhnlich mit dem Ausdruck "Superkondensatoren" oder "Superkapazitäten" bezeichnet werden.

Die in dem oben angeführten Dokument beschriebene Schaltung ist in der Lage, den Ladezustand des Akkumulators auf einer Spannung zu halten, die für die verwendete elektronische Schaltung ausreicht, wobei sie mit einer einzigen Solarzelle arbeiten kann, die nur eine Spannung im Bereich von 0,3 bis 0,5 V liefert.

Ein besonderes Problem, daß sich für die Geräte stellt, die von einer Gesamtheit, die sich aus einer photovoltaischen Zelle, einem Akkumulator und einer Spannungserhöhungseinrichtung zusammensetzt, versorgt werden, besteht darin, daß das Gerät während eines langen Zeitraums in völliger Dunkelheit gelassen werden könnte. Wenn der Betrieb des Geräts in der Dunkelheit weiterhin aufrechterhalten wird, was beispielsweise bei einem Zeitmeßgerät der Fall sein könnte, wird die Ladung des Akkumulators verbraucht, ohne erneuert zu werden, so daß das Gerät zu einem bestimmten Zeitpunkt den Betrieb einstellt, da der Akkumulator nur noch eine Restladung enthält, die zu schwach ist, um die erforderliche Spannung zu liefern.

Jedoch geht diese Restladung des Akkumulators durch Selbstentladung ebenfalls verloren, so daß, wenn die Zeit der Dunkelheit andauert, die Spannung des Akkumulators den Wert 0 erreichen kann.

Wenn der Anwender später das Gerät aus der Dunkelheit hervorholt, wird die Zelle erneut Energie liefern, jedoch nur mit ihrer eigenen Spannung von höchstens 0,5 V. Da die Bauteile, die für das Funktionieren des Geräts unabdingbar sind, und insbesondere diejenigen, die für die Steuerung der Spannungserhöhungseinrichtung verantwortlich sind, nicht bei einer derartigen Versorgungsspannung arbeiten können, wird das Gerät nicht mehr in Gang kommen und muß dann, wenn es nicht weggeworfen wird, zumindest einer Reparaturwerkstatt anvertraut werden, damit der Akkumulator mit einer Ladevorrichtung, die sich außerhalb des Geräts befindet, geladen werden kann.

Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist in der angeführten früheren Patentanmeldung vorgesehen, die Energie verbrauchenden Schaltungen des Geräts zu sperren, damit der Akkumulator stets wenigstens zwischen 10% und 20% seiner Ladung hält. Auf diese Weise wird das Gerät, wenn es aus der Dunkelheit geholt wird, ohne Schwierigkeiten mit Hilfe der in dem Akkumulator gespeicherten Energie anlaufen, so daß dieser letztere anschließend mittels der photovoltaischen Zelle während des normalen Betriebs wieder geladen werden kann.

Angenommen, das Gerät bleibt sehr lange in der Dunkelheit, dann gehen jedoch durch das Phänomen der Selbstentladung selbst die 10% bis 20% der Ladung des Akkumulators verloren. Es tritt dann ein Zeitpunkt ein, zu dem die Spannung über den Akkumulator auf jeden Fall kleiner als der Grenzwert für den Betrieb des Geräts sein wird, so daß die in dem erwähnten Dokument empfohlene Lösung, was das Anlaufen anbelangt, nicht alle auftretenden Fälle lösen kann.

Die Erfindung hat zum Ziel, eine elektrische Vorrichtung des oben angegebenen Typs zu schaffen, deren Anlaufen unter allen Umständen trotz der Verwendung einer photovoltaischen Quelle, die eine Spannung liefert, die kleiner als die minimale Betriebsspannung der Bauteile, die die Funktionserfüllung unterstützen, möglich ist.

Die Erfindung hat folglich ein unabhängiges elektrisches Gerät mit geringem Energieverbrauch zum Gegenstand, das mit einer Versorgungsvorrichtung versehen ist, die eine Energiequelle, die mit photovoltaischer Umwandlung arbeitet, einen elektrischen Akkumulator sowie eine Spannungserhöhungseinrichtung, die zwischen die Energiequelle und den Akkumulator geschaltet ist, um diesen aufzuladen, umfaßt, wobei die Quelle eine Spannung liefert, die nicht ausreicht, um wenigstens bestimmte Teile des Geräts, die für die Erfüllung seiner Funktion unabdingbar sind, zu betreiben, wobei die Spannungserhöhungseinrichtung von dem Typ ist, der durch ein Impulssignal mit vorgegebener Frequenz gesteuert wird, das von einem mit ihm verbundenen ersten Generator geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulssignal-Generator einen Oszillator umfaßt, der so beschaffen ist, daß er mit einer Spannung arbeitet, die gleich oder kleiner als die von der photovoltaischen Quelle gelieferte Spannung ist.

Aufgrund dieser Merkmale kann das Gerät selbst dann anlaufen, wenn der Akkumulator vollständig entladen ist, denn der für die Steuerung der Spannungserhöhungseinrichtung erforderliche Oszillator wird von dem Zeitpunkt an arbeiten, zu dem das Gerät in einer Umgebung plaziert ist, in der die Beleuchtungsstärke hinreichend groß ist, damit die photovoltaische Energiequelle ihre Versorgungsspannung erzeugt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden im Laufe der nachfolgenden Beschreibung deutlich; die lediglich als Beispiel und mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung gegeben ist, worin

- die einzige Figur ein Beispiel eines Schaltplans für ein unabhängiges elektrisches Gerät mit geringem Energieverbrauch, genauer gesagt für ein Zeitmessgerät, wie etwa eine Uhr oder einen Wecker, zeigt.

Gemäß dem in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispiel findet die Erfindung auf ein Zeitmeßgerät PH Anwendung. Es ist anzumerken, daß es sich hierbei nur um ein Anwendungsbeispiel für die Erfindung handelt und das Gerät mit niedrigem Energieverbrauch, auf welches die Erfindung abzielt, jedes andere Gerät sein kann, das unabhängig und mit Hilfe einer photovoltaischen Energiequelle arbeiten soll, die einen Akkumulator auflädt.

Das Zeitmeßgerät PH umfaßt in herkömmlicher Weise eine Präzisionszeitmeßschaltung 1, die in der Figur als Ganzes durch ein Rechteck aus Strichpunktlinien gekennzeichnet ist. In herkömmlicher Weise umfaßt diese Schaltung einen Quarzoszillator von vorzugsweise 32768 Hz, einen Teiler 3, der hier mit zwei Teilerstufen 3a und 3b dargestellt ist, um die Frequenz des Oszillators 2 zu teilen, bis ein Impulssignal von beispielsweise 1 Hz erhalten wird. Dieses Impulssignal wird an eine Steuerschaltung 4 eines Schrittmotors 5 angelegt, der dazu bestimmt ist, ein Zeigerpaar 6 anzutreiben.

Das Zeitmeßgerät PH wird über einen Akkumulator 7 gespeist, der beispielsweise aus einem Lithium-Ionen-Akkumulator oder aus einem großen Kondensator und insbesondere aus einem Bauelement, das die Uhrmacher "Superkondensator" oder "Superkapazität" nennen, gebildet ist. Die an den Anschlüssen dieses Akkumulators 7 anliegende Spannung ist mit Vaccu bezeichnet.

Der Akkumulator 7 ist Bestandteil einer Versorgungsvorrichtung, die als Ganzes mit 8 bezeichnet ist. Diese Versorgungsvorrichtung 8 umfaßt außerdem eine photovoltaische Zelle 9, die beispielsweise aus einem einzigen Element gebildet ist, und eine Spannung Vcp im Bereich zwischen 0,3 V und 0,5 V, vorzugsweise von etwa 0,4 V, liefert. Es kann sich um eine beliebige photovoltaische Zelle vom Halbleitertyp oder vom photochemischen Typ handeln.

Zwischen die photovoltaische Zelle 9 und den Akkumulator 7 ist eine Spannungserhöhungseinrichtung geschaltet, die in Reihe eine Selbstinduktionsspule 10 und eine Schottky-Diode 11 umfaßt. Vorteilhaft kann als Selbstinduktionsspule 10 die Wicklung des Schrittmotors 5 benutzt werden.

Der Knoten 12 zwischen der Selbstinduktionsspule 10 und der Schottky- Diode ist mit dem Source-Drain-Pfad eines ersten Schalttransistors TR1 verbunden, der abwechselnd, mit einer Frequenz, die diejenige eines am Gate dieses Transistors TR1 anliegenden impulsförmigen Steuersignals ist, diesen Verbindungsknoten auf die Spannung des Akkumulators 7 und auf Massepotential legt. Aus dieser Operation ergibt sich, daß aufgrund der Anwesenheit der Selbstinduktionsspule 10 der Knoten 12 auf eine Spannung gebracht wird, die weit höher als die von der Zelle 9 gelieferte Spannung Vcp, ist und ausreicht, um den Akkumulator 7 zu laden.

Das Gate des Transistors TR1 ist über einen Inverter 13 an den Knoten zwischen einen Widerstand R1 und den Source-Drain-Pfad eines Transistors TR2 zur Signaltransformation geschaltet, wobei die Reihenschaltung dieser beiden Komponenten zwischen der positiven Anschlußklemme des Akkumulators 7 und Masse angeschlossen ist. Das Gate des Transistors TR2 ist an den Ausgang der Teilerstufe 3a der Präzisionszeitmeßschaltung 1 angeschlossen, wobei diese Stufe in dem hier beschriebenen Beispiel ein Signal mit einer Frequenz von 8192 Hz abgibt.

Wenn der Akkumulator 7 geladen ist und eine Spannung liefert, die ausreicht, um die Komponenten der Präzisionszeitmeßschaltung 1, die unabdingbar sind, insbesondere den Oszillator 2 und die Tellerstufe 3a zu versorgen, ist folglich der Schalttransistor TR1 abwechselnd, im Takt des Ausgangssignals der Tellerstufe 3a, leitend und gesperrt. Wenn gleichzeitig das Zeitmeßgerät PH dem Licht ausgesetzt ist, bewirkt diese Wechselfolge des Leitungszustandes des Transistors TR1 die Vervielfachung der von der photovoltaischen Zelle gelieferten Spannung Vcp, so daß die Ladung des Akkumulators 7 dauernd erneuert wird.

Gemäß der Erfindung umfaßt die Ladevorrichtung 8 außerdem einen zweiten Schalttransistor TR, dessen Source-Drain-Pfad parallel zu demjenigen des Transistors TR1 geschaltet ist. Das Gate dieses Transistors TR3 ist über einen Inverter 14 mit dem Knoten verbunden, der sich zwischen einem Widerstand R2 und einem zweiten Transistor TR4 zur Signaltransformation befindet, wobei die Reihenschaltung dieser beiden Komponenten zwischen der positiven Anschlußklemme der Zelle 9 (Vcp) und Masse angeschlossen ist.

Das Gate des Transistors TR4 zur Signaltransformation ist an den Ausgang eines Hillfsoszillators 15 angeschlossen, der an seinem Ausgang 18 ein Signal abgibt, dessen Frequenz vorzugsweise nahe oder gleich derjenigen ist, mit der das Steuersignal am Ausgang der Teilerstufe 3a erscheint. Der Oszillator 15 ist so beschaffen, daß er mit einer sehr geringen Versorgungsspannung, d. h. von einem Wert, der gleich oder gegebenenfalls niedriger als die von der photovoltaischen Zelle 9 gelieferte Spannung ist, seine Funktion erfüllen könnte. Ein solcher Oszillator könnte auf jede geeignete Weise konzipiert werden, vorzugsweise entspricht sein Konzept jedoch demjenigen, das in der europäischen Patentanmeldung Nr. 97 100 261.3 beschrieben ist. Um den Erfordernissen der vorliegenden Beschreibung zu genügen, wird angemerkt, daß der Oszillator 15 mit Hilfe von drei Invertern 16a, 16b und 16c, die einen Ring bilden, und mittels MOS-Transistoren, die im Bereich schwacher Inversion arbeiten und die Behälter, mit denen die MOS-Transistoren auf dem Substrat plaziert sind, gut polarisieren, verwirklicht werden kann.

Beim Betrachten der weiter obenbeschriebenen Schaltung wird deutlich, daß die Erhöhung der Spannung, die von der photovoltaischen Zelle 9 geliefert wird, mittels einer Änderung des Leitungszustandes entweder des Transistors TR1 oder des Transistors TR3 verwirklicht werden kann, denn beide sind in der Lage, den Knoten 12 abwechselnd auf Massepotential und auf eine Spannung zu legen, die sich aus der Summe der Spannung Vaccu und der Spannung über der Diode 11 zusammensetzt.

Gemäß einem besonders wichtigen Aspekt der vorliegenden Erfindung sind Mittel vorgesehen, um eine wahlweise Aktivierung der Schalttransistoren TR1 und TR3 in Abhängigkeit von einem Signal, das die Aktivität des Energie verbrauchenden Geräts darstellt, welches hier die Präzisionszeitmeßschaltung 1 des Zeitmeßgeräts PH ist, zu ermöglichen. In dem beschriebenen Beispiel wird das Aktivitätssignal, das die Funktion des Quarzoszillators angibt, vom Ausgang der Tellerstufe 3a abgegriffen. Jedoch könnte das Aktivitätssignal selbstverständlich auch woanders in der Präzisionszeitmeßschaltung abgegriffen werden, beispielsweise am Ausgang der Steuerschaltung 4, gegebenenfalls nachdem es entsprechend angepaßt worden ist, um die Steuerung der Schalttransistoren TR1 und TR3 zu ermöglichen.

In dem beschriebenen Beispiel zeigen der Oszillator 2 und die Tellerstufe 3a nur unter der Bedingung, daß ihre Versorgungsspannung ausreichend ist, um die Bauteile, aus denen sie gebildet sind, funktionieren zu lassen, eine Aktivität. Typisch kann diese Spannung gleich einem Volt oder höher sein, obwohl dieser Wert nicht als die Erfindung einschränkend anzusehen ist.

Um das Aktivitätssignal anzupassen, ist der Ausgang der Teilerstufe 3a mit dem Eingang einer Spannungserhöhungseinrichtung 17 verbunden, die von einer Schaltung gebildet sein kann, die unter dem Namen ihres Entwicklers Dickson bekannt ist.

Der Ausgang der Spannungserhöhungseinrichtung 17 ist mit dem Gate eines ersten Auswahltransistor TR5, mit dem Gate eines zweiten Auswahltransistors TR6, der einen Leitfähigkeitstyp besitzt, der demjenigen des Transistors TR5 entgegengesetzt ist, sowie über einen Widerstand R3 mit Masse verbunden. In dem beschriebenen Beispiel ist der Transistor TR5 vom n-Typ und der Transistor TR6 vom p-Typ.

Der Drain-Source-Pfad des Transistors TR5 ist zwischen Masse und einen Knoten 18 geschaltet, der mit dem Ausgang des Oszillators 15 sowie mit dem Gate des Transistors TR4 verbunden ist.

Der Drain-Source-Pfad des Transistors TR6 ist zwischen dem Gate des Transistors TR2 und der positiven Anschlußklemme des Akkumulators 7 angeschlossen.

Das so beschaffene Zeitmeßgerät funktioniert folgendermaßen:

Es wird angenommen, daß das Zeitmeßgerät während eines so langen Zeitraums im Dunklen gelassen worden ist, daß der Akkumulator 7 vollständig entladen ist und die Spannung Vaccu nahe oder gleich null ist. Außerdem wird angenommen, daß unter diesen Umständen der Anwender das Zeitmeßgerät wieder benutzen möchte und es deshalb wieder aus der Dunkelheit hervorholt. Da die Präzisionszeitmeßschaltung 1 nicht versorgt wird, gibt sie kein Aktivitätssignal ab, denn der Oszillator 2 und die Teilerstufe 3a sind nicht funktionsfähig. Die Spannungserhöhungseinrichtung 17 liefert an ihrem Ausgang keine Spannung, so daß der Transistor TR6 leitend ist und das Durchsteuern des Transistors TR1 verhindert, während der Transistor TR5 nicht leitend ist.

Wenn die Zelle 9 dem Licht ausgesetzt wird, liefert sie Energie mit einer Spannung, die einen Wert zwischen etwa 0,3 und 0,5 V besitzt. Bei dieser Spannung ist der Oszillator 15 funktionsfähig, wobei sein Betrieb aufgrund des Sperrens des Transistors TR5 zugelassen ist. Aus diesem Grund schalten die Transistoren TR4 und TR3 mit der Frequenz des Oszillators 15.

Genauer gesagt akkumuliert, wenn der Transistor TR3 leitend ist, die Selbstinduktionsspule 10 die Energie, die plötzlich mit einer Spannungsspitze freigesetzt wird, wenn der Transistor TR3 gesperrt wird. Die Spannungsspitzen ermöglichen, den Akkumulator 7 auf eine Spannung aufzuladen, die höher als diejenige ist, die von der Zelle 9 geliefert wird. Der von dem Inverter 14 gefolgte Transistor TR4 dient als Puffer zwischen dem Ausgang des Oszillators 15 und dem Transistor TR3, der verhältnismäßig groß ist und folglich eine beträchtliche Eingangskapazität aufweist. Folglich kann der Akkumulator geladen werden.

Sobald der Akkumulator 7 ausreichend geladen ist, um eine Versorgungsspannung zu liefern, die für den Oszillator 2 und die Teilerstufe 3a geeignet ist, erscheint am Ausgang dieser Stufe ein Aktivitätssignal. Die Präzisionszeitmeßschaltung läuft an, und die Spannungserhöhungseinrichtung 17 liefert eine Ausgangsspannung.

Diese letztere macht den Transistor TR5 leitend, schließt den Oszillator kurz, der dann seinen Betrieb einstellt. Hingegen ist der Transistor TR6 nichtleitend gemacht geworden, wodurch das Durchsteuern des Transistors TR1, mittels des Transistors TR2 und des Inverters 13, freigegeben wird.

Folglich tritt der Transistor TR1 an die Stelle des Transistors TR3 und das Laden des Akkumulators 7 kann fortgesetzt werden, während die Präzisionszeitmeßschaltung normal funktioniert. Es ist also ersichtlich, daß die Transistoren TR5 und TR6 als Substitutionssteuermittel funktionieren.

Die Spannungserhöhungseinrichtung 17 ist wünschenswert, um ein freies Umschalten der Transistoren TR5 und TR6 zu erhalten, sobald der Oszillator 2 ein Aktivitätssignal an die Tellerstufe 3a abgibt.

Es ist anzumerken, daß der Oszillator 2 seinen Betrieb aufnimmt, sobald er an seinen Versorgungsanschlüssen eine hinreichende Spannung erfaßt, wodurch das Erscheinen des Aktivitätssignals bewirkt wird. Dies bedeutet, daß das Umschalten zwischen den beiden Oszillatoren 15 und 2 unabhängig von konstruktiven Streuungen stattfindet, die zwischen den Schaltungen der verschiedenen Zeitmeßgeräte vorhanden sein können. Der minimale Wert der für den Betrieb des Oszillators 2 erforderlichen Spannung Vaccu des Oszillators 2 kann dann von jeder Schaltung einzeln entsprechend den Werten ihrer eigenen Bauelemente bestimmt werden.

Gemäß einer Variante, die in der Zeichnung nicht gezeigt ist, ist es möglich, den Oszillator 2 und die Teilerstufe 3a nur zum Steuern der Präzisionszeitmeßschaltung zu benutzen, wobei der Oszillator 15 zur Aufgabe hat, die Spannungserhöhungseinrichtung fortwährend zu steuern. In dieser Variante könnte dann auf die Transistoren TR1, TR2, TR5 und TR6, den Inverter 13, die Widerstände R1 und R3 sowie auf die Spannungserhöhungseinrichtung 17 verzichtet werden.


Anspruch[de]

1. Unabhängiges elektrisches Gerät mit geringem Energieverbrauch, das mit einer Versorgungsvorrichtung (8) versehen ist, die eine Energiequelle (9), die durch photovoltaische Umwandlung arbeitet, einen elektrischen Akkumulator (7) sowie eine Spannungserhöhungseinrichtung (10, 11, TR1, TR3), die zwischen die Energiequelle (9) und den Akkumulator (7) geschaltet ist, um diesen aufzuladen, umfaßt, wobei die Quelle eine Spannung liefert, die nicht ausreicht, um wenigstens bestimmte Teile des Geräts, die für die Erfüllung seiner Funktion unabdingbar sind, zu betreiben, wobei die Spannungserhöhungseinrichtung von dem Typ ist, der durch ein Impulssignal mit vorgegebener Frequenz gesteuert wird, das von einem mit ihm verbundenen ersten Generator geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Impulssignal-Generator einen Oszillator (15) umfaßt, der so beschaffen ist, daß er mit einer Spannung arbeitet, die gleich oder kleiner als die von der photovoltaischen Quelle (9) gelieferte Spannung (Vcp) ist.

2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Oszillator (15) ein Ringoszillator ist.

3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungserhöhungseinrichtung eine Selbstinduktionsspule (10) umfaßt, die zwischen die photovoltaische Quelle (9) und die Reihenschaltung aus einer Diode (11) und dem Akkumulator (7) geschaltet ist, und daß der Ausgang (18) des Oszillators (15) an erste Umschaltmittel (TR3, TR4) angeschlossen ist, die den Knoten (12) zwischen der Diode (11) und der Selbstinduktionsspule (10) abwechselnd auf einem Potential, das gleich der Summe aus der Spannung (Vaccu) dieses Akkumulators (7) und aus der Spannung über der Diode (11) ist, bzw. auf Massepotential halten können.

4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Umschaltmittel einen Umschalttransistor (TR3) umfassen, dessen Source-Drain- Pfad zwischen Masse und den Knoten (12) geschaltet ist und dessen Gate mit dem Ausgang des Oszillators (15) über einen Transistor (TR4) für die Formung des vom Oszillator (15) gelieferten Signals verbunden ist.

5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Umschalttransistor (TR3) und den Formungstransistor (TR4) ein Inverter (14) geschaltet ist.

6. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eines der unabdingbaren Teile des Geräts durch zweite Impulssignal-Generatormittel (2, 3a) gebildet ist und daß es außerdem umfaßt:

- zweite Umschaltmittel (TR1, TR2), die den Knoten (12) zwischen der Reihenschaltung (7, 11) und der Selbstinduktionsspule (10) abwechselnd auf dem genannten Potential bzw. auf Massepotential halten können;

- Generatormittel (2, 3, 17) für ein Aktivitätssignal, das die Ausführung der Funktion durch das Gerät angibt; und

- Substitutionssteuermittel (TR5, TR6), die, wenn die Generatormittel das Aktivitätssignal erzeugen, anstelle des Oszillators (15) die zweiten Impulssignal-Generatormittel (2, 3) mit der Spannungserhöhungseinrichtung verbinden.

7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Impulssignal-Generatormittel (2, 3a) die Aktivitätssignal-Generatormittel bilden.

8. Gerät nach einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Substitutionssteuermittel einen ersten Steuertransistor (TR5), der den Ausgang des Oszillators (15) kurzschließen kann, und einen zweiten Steuertransistor (TR6), der die zweiten Umschaltmittel als Antwort auf das Auftreten des Aktivitätssignal aktivieren kann, umfassen.

9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Umschaltmittel einen Transistor (TR1) umfassen, dessen Source-Drain-Pfad zwischen Masse und den Knoten (12) geschaltet ist und dessen Gate so angeschlossen ist, daß es das Aktivitätssignal über einen zweiten Transistor (TR2) für die Formung dieses Signals empfängt.

10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Umschalttransistor (TR1) der zweiten Umschaltmittel und den zweiten Formungstransistor (TR2) ein Inverter (13) geschaltet ist.

11. Gerät nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Steuertransistoren (TR5, TR6) über Spannungserhöhungsmittel (17) an die Aktivitätssignal-Generatormittel angeschlossen sind.

12. Gerät nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Präzisionszeitmeßschaltung (1) umfaßt und daß die zweiten Impulssignal-Generatormittel durch einen Quarzoszillator (2) und eventuell einen Abschnitt (3a) des Teilers (3) dieser Präzisionszeitmeßschaltung gebildet sind.







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