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Dokumentenidentifikation DE69711369T2 19.12.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0893859
Titel Modularer Kammverbinder für Schnittstellenrelais
Anmelder Finder S.p.A., Nichelino, Turin/Torino, IT
Erfinder Giordanino, Piero, 10040 Almese, IT
Vertreter Säger & Partner Patent- und Rechtsanwälte GbR, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69711369
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.10.1997
EP-Aktenzeichen 972033898
EP-Offenlegungsdatum 27.01.1999
EP date of grant 27.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse H01R 31/08
IPC-Nebenklasse H01R 9/26   H01R 9/24   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen modularen Kammverbinder zum gegenseitigen Verbinden von Relais-unterstützenden Buchsen für Relais-Zwischenstücke und auf ein Relais-Zwischenstück mit einem solchen modularen Kammverbinder.

Muss eine Mehrzahl an Relais 1 zwischengeschaltet werden, zum Beispiel mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung (PLC) wie am besten in Fig. 1 gezeigt, werden bei modernen industriellen Relaisantrieben diese Relais 1 auf geeigneten Zwischenstückbuchsen 3 angebracht, und diese Buchsen 3 werden durch (nicht gezeigte) gebräuchliche Sicherungsmittel an den Stützmitteln S. wie den sogenannten DIN-Leisten, befestigt, welche danach auf geeignete industrielle Konsolen zu setzen sind.

Die Mehrzahl an Buchsen 3 muss dann durch ihre jeweiligen Paare von Spulen-steuernden Endstellen 7 und 9 in einer Menge, welche gemeinhin acht oder einer Mehrzahl von acht entspricht, wirksam verbunden werden: zu diesem Zweck sind die verschiedenen Endstellen 7 zum Beispiel durch die Leiter 11 mit den PLC-Ausgängen verbunden, während die verschiedenen Endstellen 9 durch den Verbinder 13 zueinander parallel und dann mit einer gemeinsamen Stelle, zum Beispiel dem Boden, zu verbinden sind.

Um diese parallele Verbindung zu einer gemeinsamen Stelle auszuführen, wurden bisher zwei Verfahren im Stand der Technik angewendet. Das erste besteht im manuellen Überbrücken einer Endstelle zu den folgenden mittels an die verschiedenen Endstellen geschweißter kurzer Verbinder: wie klar ersichtlich, ist dieses Verfahren neben seiner Fehleranfälligkeit sehr langwierig und kostspielig, und es ist absolut ungeeignet für elektrische industrielle Konsolen, wo diese Tätigkeit sehr oft wiederholt werden muss. Das zweite Verfahren des Stands der Technik besteht im Anordnen einer Verbindungsleiste vom "Kamm"typ, welche mit einer Mehrzahl an aus leitendem Material hergestellten Zähnen ausgestattet ist, wobei die Zähne miteinander verbunden sind und im rechten Winkel aus der Leiste herausstehen: die Zähne der Leiste werden jeweils in eine Endstelle eingesetzt und darin durch Schrauben festgeklemmt, wodurch unverzüglich die parallele Verbindung zwischen den verschiedenen Endstellen hergestellt ist.

Diese Leisten besitzen jedoch eine fixierte Länge oder bestehen, wie im Dokument US 5,372,521 geoffenbart, aus Metallsegmenten, welche mit die Überbrückung zwischen den Segmenten bildenden Schlaufen lateral zusammengefügt sind. Die Segmente können getrennt werden, aber die Länge jedes Segments ist zuvor in der Herstellungsphase festzulegen. Im Dokument US 4,582,377 ist eine Endstellenleiste vom modularen Typ geoffenbart. Ein Streifen mit einer Mehrzahl an Antriebsblättern kann in kleinere Leisten getrennt werden, wobei die Trennung durch Vorhandensein von vorbestimmten Bruchlinien erleichtert wird. Nach der Trennung muss jede einzelne Leiste zwecks Berührungsschutz von isolierendem Material bedeckt werden, wobei eine Plastikleiste eine geeignete Länge hat.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Lösung der obenstehenden Probleme des Stands der Technik durch Bereitstellung eines modularen Kammverbinders, welcher eine unmittelbare parallele Verbindung der Endstellen bei jeglicher Anzahl an Buchsen für Relaisschnittstellen ermöglicht, wobei ein derartiger Verbinder an unterschiedliche Arten von Schnittstellen angepasst werden kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Kammverbinders, welcher, obwohl er nach Belieben moduliert werden kann, ein Schutzmaß gemäß der Standards garantiert, indem er keine unbedeckten stromführenden Teile aufweist, welche daher für den Verwender potentiell gefährlich sind.

Das obenstehende und andere Ziele und Vorteile der Erfindung werden, wie aus folgender Beschreibung ersichtlich, mit einem modularen Kammverbinder für Relaisschnittstellen, wie im Anspruch 1 beschrieben, erzielt.

Die vorliegende Erfindung ist besser mittels einiger bevorzugter Ausführungsformen, welche als nicht einschränkende Beispiele dienen, beschrieben, und zwar unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen:

- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist, welche in eine Relaisschnittstelle von der Art mit acht Buchsen eingesetzt ist;

- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen modularen Verbinders in der Ausführungsform ist, welche zum Verbinden von fünf Buchsen geeignet ist;

- Fig. 3 eine Ansicht von oben des erfindungsgemäßen modularen Verbinders ist;

- Fig. 4 eine entlang der Linie IV-IV in Fig. 3 durchgeführte Schnittansicht ist;

- Fig. 5 und 6 seitliche Schnittansichten des Verbinders in Fig. 3 sind, welche dessen Anordnung für die Verbindungszähne zeigen;

- Fig. 7 eine Seitenansicht des Schutzsteckers für den erfindungsgemäßen modularen Verbinder ist; und

- Fig. 8 eine Ansicht von oben des Schutzsteckers in Fig. 7 ist.

Wie bereits erwähnt, zeigt Fig. 1 eine Relaisschnittstelle, welche mit acht Relais ausgestattet ist, die an verschiedenen Arten von Buchsen 3 angebracht und beispielsweise mit einer PLC verbunden sind. Wie klar aus Fig. 1 ersichtlich, wird die Verbindung der jeweiligen Endstellen 9 der verschiedenen Buchsen 3 durch einen Verbinder durchgeführt, welcher in dem Beispiel ein erfindungsgemäßer modularer Kammverbinder 15 ist.

Der modulare Verbinder 15 ist aus einem länglichen Hauptteil 17 aus isolierendem Material zusammengesetzt, welcher anders als bei der herkömmlichen Ausführungsform des Stands der Technik keine einzelne, im wesentlichen als Dreieck geformte, einmalige Leiste ist, sondern aus einer Mehrzahl an Abschnitten 19 zusammengesetzt ist (für die Verbindung einer acht- Buchsen-Schnittstelle sind zum Beispiel sechs Abschnitte 19 vorgesehen), welche durch im Hauptteil 17 selbst vorhandene jeweilige Kerben 21 und Ausnehmungen 23 voneinander getrennt sind. Wie aus Fig. 3 und 4 klar ersichtlich, besteht das Ziel dieser Kerben 21 und dieser Ausnehmungen 23 in der Reduktion der Höhe des Hauptteils 17 des Verbinders 15, wodurch die Tätigkeit des Unterbrechens des modularen Verbinders 15 erleichtert wird, um einen reduzierten modularen Verbinder 15' (wie in Fig. 2 gezeigt) zu erhalten, welcher dazu geeignet ist, Schnittstellen mit einer niedrigeren Anzahl an Buchsen (zum Beispiel fünf für den Verbinder 15' in Fig. 2) zu verbinden.

Das eigentliche Verbindungsglied 25 ist im Hauptteil 17 eingesetzt, welcher, wie im Stand der Technik gut bekannt und am besten in Fig. 4, 5 und 6 gezeigt, aus einer aus leitendem Material (beispielsweise Messing) hergestellten länglichen Leiste 25' zusammengesetzt ist, welche sich über die gesamte Länge des Hauptteils 17 erstreckt. Aus dieser Leiste 25' steht eine Mehrzahl an Armen 27 heraus, von denen jeder für eine der Buchsen 3 zu verbinden ist. Aus jedem der Arme 27 stehen wiederum die jeweiligen Verbindungszähne 29 im rechten Winkel heraus, wobei die Zähne jene sind, die in die verschiedenen, parallel zu verbindenden Endstellen 9 eingesetzt werden.

Wegen seiner speziellen Form kann der modulare Verbinder 15 daher auseinandergebrochen werden, sowohl mittels herkömmlicher Schneidewerkzeuge als auch mittels einer manuellen Tätigkeit, und zwar auf eine Weise, so dass er letztendlich aus so vielen elementaren Abschnitten zusammengesetzt ist, wie notwendig für die verschiedenen Arten von modularen Systemen für Relaisbuchsen, die in industriellen Antrieben zu installieren sind.

Der erfindungsgemäße modulare Verbinder 15 ist weiters mit einem Schutzstecker 31, welcher montiert in Fig. 2 und im Detail in Fig. 7 und 8 gezeigt ist, ausgestattet. Zweck dieses Schutzsteckers 31 ist es zu verhindern, dass nach Zerbrechen des Hauptteils 17 des modularen Verbinders 15 jener Teil der Leiste 25' des Verbindungsglieds 25, welcher ein stromführender Teil der Anlage ist, wie aus Fig. 6 klar ersichtlich, sichtbar und unbedeckt bleibt. In einer bevorzugten Ausführungsform davon ist der Schutzstecker 31 im wesentlichen als C geformt und mit einem Paar von Ausnehmungen 33 ausgestattet, welche dazu ausgerichtet sind, mit den an jedem Ende der verschiedenen Abschnitte 19 des Hauptteils 17 vorgesehenen jeweiligen Vorsprüngen 35 in Eingriff zu gehen.

Nach dem Zerbrechen des modularen Verbinders 15 zwecks Erreichens dessen gewünschter Länge wird daher der Schutzstecker 31 an seinem Ende, welches unbedeckt geblieben ist, fixiert (wenn der Verbinder 15 an seinen beiden Enden zerbrochen wird, wird offensichtlich ein Paar von Schutzsteckern 31 verwendet), wobei der Schutz gegen zufälligen Kontakt mit stromführenden Teilen wiederhergestellt wird, wie von den gültigen Standards gefordert, und letztendlich wird ein modularer Verbinder 15, wie in Fig. 2 gezeigt, realisiert, welcher für jede Zusammensetzung und Konfiguration von Relaisschnittstellen für verschiedene Arten von Antrieben, insbesondere für industrielle Antriebe, geeignet ist.


Anspruch[de]

1. Modularer Kammverbinder (15) für Relaisschnittstellen, umfassend:

- einen länglichen Hauptteil (17) aus isolierendem Material und

- ein Verbindungsglied (25), wobei das Verbindungsglied (2S) im Hauptteil (17) eingebettet ist und in der Form eines aus leitendem Material hergestellten Kamms ausgeführt ist, wobei das Verbindungsglied (25) aus einer länglichen Leiste (25') zusammengesetzt ist, die mit einer Mehrzahl an Armen (27) ausgestattet ist, wobei von jedem der Arme eine Mehrzahl an Verbindungszähnen (29) im rechten Winkel heraussteht, wobei der modulare Kammverbinder dadurch gekennzeichnet ist, dass der längliche Hauptteil (17) aus einer Mehrzahl an Abschnitten (19) zusammengesetzt ist, die durch Kerben (21) und Ausnehmungen (23) voneinander getrennt sind, wobei die Abschnitte darauf ausgerichtet sind, vom Hauptteil (17) abgenommen zu werden, um einen Verbinder (15) mit einer Anzahl an Verbindungszähnen (29), die geringer als vor der Abnahme ist, zur Verfügung zu stellen, und dadurch, dass er mit mindestens einem Schutzstecker (31) ausgestattet ist, der darauf ausgerichtet ist, an einem der Enden des Verbinders (15) eingesetzt zu werden, um die Teile aus leitendem Material des Verbinders (15), die nach der Abnahme unbedeckt geblieben sind, zu bedecken.

2. Modularer Kammverbinder (15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Abschnitte (19) an beiden Enden mit einem Paar Vorsprünge (35) ausgestattet ist, die dafür ausgelegt sind, in beim Schutzstecker (31) vorhandene passende Ausnehmungen (33) einzugreifen.

3. Relaisschnittstellen, die mit einer Mehrzahl an Buchsen (3) ausgestattet sind, an denen jeweilige Relais (1) angebracht sind, wobei die Buchsen (3) in einer jeweiligen Endstelle (9) ihrer Endstellen-Paare (7, 9) mittels eines modularen Kammverbinders (15) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2 miteinander verbunden sind.







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