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Dokumentenidentifikation DE10129124A1 02.01.2003
Titel Fahrzeugsitz
Anmelder Grammer AG, 92224 Amberg, DE
Erfinder Kohl, Josef, 92242 Hirschau, DE;
Meier, Manfred, 93133 Burglengenfeld, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 16.06.2001
DE-Aktenzeichen 10129124
Offenlegungstag 02.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.01.2003
IPC-Hauptklasse B60N 2/50
Zusammenfassung Es wird ein Fahrzeugsitz (10) mit einer auf einer Basis (16) angeordneten Sitzplatte (12) und mit einer zur Gewichtseinstellung vorgesehenen Federeinrichtung (40) beschrieben, die mit einer Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung (44) verbunden ist. Zur Anzeige der Einstellung der Sitzplatte (12) auf das dem Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers in Bezug auf den Federweg (48) der Sitzplatte (12) optimal entsprechende Sitzplattenniveau ist eine Niveau-Anzeigeeinrichtung (46) vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einer auf einer Basis angeordneten Sitzplatte und mit einer zur Gewichtseinstellung vorgesehenen Federeinrichtung, die mit einer Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung verbunden ist.

Solche Fahrzeugsitze kommen beispielsweise bei Lastkraftwagen, Traktoren, Baumaschinen usw. zum Einsatz. Diese Fahrzeugsitze sind beispielsweise zwischen 50 und 130 kg Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers mit Hilfe der Gewichtseinstell- Betätigungseinrichtung einstellbar. Dabei wird die Gewichtseinstellung des Fahrzeugsitzes jedoch nur dem geschätzten Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers entsprechend eingestellt. Hat sich das Gewicht des Sitzbenutzers durch Gewichtszu- oder abnahme oder infolge der Kleidung des Sitzbenutzers jedoch geändert, so erfolgt bislang keine optimale Gewichtseinstellung des Fahrzeugsitzes. Das bedeutet, daß die Federung des Fahrzeugsitzes, d. h. der Sitzplatte, in bezug auf die Basis nicht optimal eingestellt ist. Die Federung des Fahrzeugsitzes erfolgt also nicht im optimalen Schwingbereich des Fahrzeugsitzes. Entweder ist die Federung des Fahrzeugsitzes mittels der zur Gewichtseinstellung vorgesehenen Federeinrichtung zu hart eingestellt, so daß der Schwing- bzw. Federweg über dem optimalen Schwing- bzw. Federweg liegt und die Schwenkamplitude klein ist, oder die zur Gewichtseinstellung vorgesehene Federeinrichtung wird zu weich eingestellt, so daß der Schwing- bzw. Federweg unterhalb des optimalen Schwing- bzw. Federweges des Fahrzeugsitzes liegt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine optimale Einstellung auf das jeweilige Gewicht eines Sitzbenutzers und somit eine optimale Federung des Fahrzeugsitzes ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einem Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Anzeige der Einstellung der Sitzplatte auf das dem Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers in bezug auf den Federweg der Sitzplatte optimal entsprechende Sitzplattenniveau eine Niveau-Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist.

Mit Hilfe der Niveau-Anzeigeeinrichtung ist es einfach und zuverlässig möglich, die zur Gewichtseinstellung vorgesehene Federeinrichtung genau passend derartig zu verstellen, daß eine genaue Anpassung der Federung des Fahrzeugsitzes auf das tatsächliche Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers möglich ist. Dabei wird die Gewichtseinstell- Betätigungseinrichtung vom jeweiligen Sitzbenutzer gezielt derartig betätigt, bis die Niveau-Anzeigeeinrichtung das in bezug auf den Federweg der Sitzplatte optimale Sitzplattenniveau anzeigt. In diesem Falle führt die Sitzplatte des Fahrzeugsitzes im Betrieb des Fahrzeuges eine Federung im optimalen Federwegbereich aus.

Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Niveau-Anzeigeeinrichtung ein mittels eines Federelementes zwischen der Basis und der Sitzplatte mechanisch vorgespannt angeordnetes längliches flexibles Element und einen dem länglichen flexiblen Element zugeordneten Anzeigekörper aufweist. Das längliche flexible Element kann einen Zeiger und der Anzeigekörper kann eine Sichtöffnung aufweisen, in die der Zeiger hineinsteht. Das längliche flexible Element kann hierbei von einem Draht, einem Seil, einer Schnur o. dgl. gebildet sein. Der Zeiger ist am länglichen flexiblen Element fixiert. Die Sichtöffnung des Anzeigekörpers, in die der Zeiger hineinsteht, ist an ihrem Rand zweckmäßigerweise mit einer Markierung versehen, die gleichsam eine Skalierung bildet. Diese Markierung kann von Farbbereichen unterschiedlicher Farbe, von Symbolen in Kombination mit Farbmarkierungen o. dgl. gebildet sein. Beispielsweise kann der optimale Sitzplattenniveau-Bereich grün oder gelb markiert sein. An diesen optimalen Sitzplattenniveau-Bereich kann sich rechts und links ein rotes Feld anschließen, um einen einfachen Hinweis darauf zu geben, daß der Fahrzeugsitz nicht optimale eingestellt ist, wenn der Zeiger sich in einem der beiden roten Bereiche befindet. Die außerhalb des optimalen Sitzplattenniveau-Bereiches befindlichen Bereiche können beispielsweise auch durch das Symbol eines kleinen Mannes bzw. eines großen Mannes verdeutlicht sein. Selbstverständlich sind auch andere Markierungen bzw. Symbole denkbar. Erfindungsgemäß kann der Anzeigekörper also eine Markierung für das dem jeweiligen Sitzbenutzer in bezug auf den Federweg optimal entsprechende Sitzniveau aufweisen. Desgleichen ist es möglich, daß das längliche flexible Element eine Markierung für das dem jeweiligen Sitzbenutzer in bezug auf den Federweg optimal entsprechende Sitzniveau und daß der Anzeigekörper eine relativ kleine Sichtöffnung für das längliche flexible Element aufweist. Während bei der weiter oben genannten Ausbildung der Niveau-Anzeigeeinrichtung mit einem Zeiger die Sichtöffnung des Anzeigekörpers eine ausreichende Längenerstreckung besitzt, ist bei der zuletzt genannten Ausbildung, bei der das längliche flexible Element eine Markierung für das den jeweiligen Sitzbenutzer in bezug auf den Federweg optimal entsprechende Sitzniveau aufweist, die Sichtöffnung relativ kurz dimensioniert, um eine entsprechend genaue Anzeige zu realisieren.

Bei einem Fahrzeugsitz der zuletzt genannten Art ist das längliche flexible Element vorzugsweise von einem Band gebildet, wobei der Anzeigekörper eine Sichtöffnung für das Band aufweist. Ein solches Band ist einfach mit entsprechenden Markierungen in Gestalt von farbigen Flächenbereichen oder in Gestalt von Piktogrammen, geometrischen Figuren o. dgl. gestaltbar.

Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz der Anzeigekörper am Vorderrand der Sitzplatte mittig vorgesehen ist. Ein solchermaßen ausgebildeter Fahrzeugsitz weist den Vorteil auf, daß der Sitzbenutzer während der Gewichtseinstellung auf dem Fahrzeugsitz gerade sitzt und nach vorne unten zum Anzeigekörper blickt, so daß auf dem Fahrzeugsitz tatsächlich das jeweilige Gewicht des Sitzbenutzers gleichmäßig, symmetrisch wirksam ist. Aus demselben Grunde ist es bevorzugt, wenn die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung dem Anzeigekörper am Vorderrand der Sitzplatte zugeordnet vorgesehen, d. h. mittig angeordnet ist, weil dann auch während der Betätigung der Betätigungseinrichtung zur Einstellung des Fahrzeugsitzes auf das Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers der Sitzbenutzer aufrecht und den Fahrzeugsitz gleichmäßig belastend sitzt.

Die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung kann einen Handgriff aufweisen, der zwischen einer den Anzeigekörper umgebenden bzw. eng umschließenden Inaktivstellung und einer vom Anzeigekörper beabstandeten Aktivstellung hin und her verstellbar ist. Diese Verstellung kann durch eine lineare Bewegung oder durch eine Schwenkbewegung um eine sitzfeste Schwenkachse erfolgen. In der Inaktivstellung macht sich der Handgriff der Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung am Fahrzeugsitz nicht störend bemerkbar. In der vom Anzeigekörper beabstandeten Aktivstellung kann der Handgriff beispielsweise um eine horizontale Schwenkachse um einen definierten Schwenkwinkel pumpend auf und abgeschwenkt werden, um hierbei die Federeinrichtung des Fahrzeugsitzes passend schrittweise zu verstellen. Das kann sowohl in Richtung eines leichtgewichtigen Sitzbenutzers als auch in Richtung eines schwergewichtigen Sitzbenutzers, d. h. beispielsweise in einem Gewichtsbereich zwischen 50 und 130 kg geschehen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung verdeutlichten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes. Es zeigen

Fig. 1 in einer Seitenansicht schematisch eine Ausbildung des Fahrzeugsitzes,

Fig. 2 eine Diagrammdarstellung des Schwingweges der Sitzplatte in bezug auf die Basis des Fahrzeugsitzes gemäß Fig. 1 sowie des in der Mitte dieses gesamten Schwingweges befindlichen optimalen Einstellbereiches der Federeinrichtung des Fahrzeugsitzes gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines Fahrzeugsitzes, wie er in Fig. 1 schematisch, stark abstrahiert, dargestellt ist,

Fig. 4 abgeschnitten eine perspektivische schematische Ansicht einer Ausbildung der Niveau-Anzeigeeinrichtung des Fahrzeugsitzes gemäß Fig. 1 bzw. 3,

Fig. 5 eine der Fig. 4 ähnliche abgeschnittene räumliche Darstellung einer anderen Ausbildung der Niveau-Anzeigeeinrichtung des Fahrzeugsitzes gemäß den Fig. 1 oder 3, und

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten Ausbildung der Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung des Fahrzeugsitzes gemäß den Fig. 1 oder 3 mit der Niveau-Anzeigeeinrichtung, wie sie in Fig. 4 schematisch verdeutlicht ist.

Fig. 1 zeigt schematisiert in einer Seitenansicht eine Ausbildung des Fahrzeugsitzes 10, der eine Sitzplatte 12 und eine Rückenlehne 14 aufweist. Der Fahrzeugsitz 10 weist außerdem eine Basis 16 auf. Zwischen der Basis 16 und der Sitzplatte 12 ist ein Scherengestell 18 vorgesehen. Das Scherengestell 18 weist ein Paar seitliche erste Scherenelemente 20 und ein Paar seitliche zweite Scherenelemente 22 auf. Die ersten und die zweiten Scherenelemente 20 und 22 sind miteinander mittels einer Verbindungsachse 24 schwenkbeweglich verbunden. Die ersten Scherenelemente 20 sind mit ihrem einen Ende 26 an der Sitzplatte 12 schwenkbeweglich befestigt. Die zweiten Scherenelemente 22 sind mit ihrem ersten Ende 28 an der Basis 16 schwenkbeweglich befestigt. Die zweiten Enden 30 der ersten Scherenelemente 20 sind entlang Linearführungen 32 linear beweglich geführt, die an der Basis 16 vorgesehen sind. Die zweiten Enden 34 der zweiten Scherenelemente 22 sind entlang Linearführungen 36 linear beweglich geführt, die an der Sitzplatte 12 vorgesehen sind.

Zwischen den beiden ersten Scherenelementen 20 ist ein Flächenelement 38 fixiert, das zur Sitzplatte 12 parallel orientiert ist. Zwischen der Sitzplatte 12 und dem Flächenelement 38 ist eine Federeinrichtung 40 angeordnet, die zur Gewichtseinstellung des Fahrzeugsitzes 10 in Sitzlängsrichtung hin und her verstellbar ist. Das ist durch den Doppelpfeil 42 angedeutet.

Nimmt auf dem Fahrzeugsitz 10 ein leichtgewichtiger Sitzbenutzer Platz, so wird die Federeinrichtung 40 zum ersten Ende 26 hin verstellt. Nimmt auf dem Fahrzeugsitz 10 ein schwergewichtiger Sitzbenutzer Platz, so verstellt dieser die Federeinrichtung 40 vom ersten Ende 26 weg, um den Fahrzeugsitz 10 auf sein Gewicht passend einzustellen. Zur Verstellung der Federeinrichtung 40 in Richtung des Doppelpfeiles 42 ist die Federeinrichtung 40 mit einer Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung 44 verbunden, die weiter unten in Verbindung mit Fig. 6 noch ausführlicher beschrieben wird.

Damit der auf dem Fahrzeugsitz 10 sitzende Sitzbenutzer den Fahrzeugsitz 10 bezüglich des Schwingverhaltens wirklich optimal auf sein tatsächliches Gewicht einstellt, weist der Fahrzeugsitz 10 zur Anzeige der Einstellung der Sitzplatte auf das dem Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers in bezug auf den Federweg der Sitzplatte 12 optimal entsprechende Sitzplattenniveau eine Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 auf. Zwei Ausbildungen der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 sind in den Fig. 4 und 5 schematisch dargestellt; die Fig. 6 verdeutlicht eine - im Prinzip der Ausbildung gemäß Fig. 4 entsprechende - Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 in Verbindung mit der genannten bevorzugten Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung 44.

Fig. 2 verdeutlicht in einer Diagrammdarstellung den durch einen Doppelpfeil 48 angedeuteten Gesamt-Schwingweg der Sitzplatte 12 in bezug auf die Basis 16 des Fahrzeugsitzes 10 (sh. Fig. 1). In der Mitte dieses Gesamt-Schwingweges befindet sich ein optimaler Einstellbereich 50 der Federeinrichtung 40. Dieser optimale Einstellbereich 50 ist durch einen Doppelpfeil bzw. durch eine Schraffur verdeutlicht.

Fig. 4 zeigt schematisch abschnittweise die Sitzplatte 12 und die Basis 16 des Fahrzeugsitzes 10 sowie eine Ausbildung der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46. Die Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 weist ein längliches flexibles Element 52 auf, das mit einem Federelement 54 verbunden ist. Das längliche flexible Element 52 ist von einem Draht 56 gebildet, der mit seinem einen Ende 58 an der Basis 16 fixiert ist. Das zweite Ende 60 des Drahtes 56 ist mit dem Federelement 54 verbunden. Das Federelement 54 ist mit seinem vom Ende 60 entfernten Ende 62 an der Sitzplatte 12 fixiert. Das längliche flexible Element 52, d. h. der Draht 56 und das Federelement 54 sind derartig dimensioniert, daß das Federelement 54 im zusammengebauten Zustand der Niveau- Anzeigeeinrichtung 46 mechanisch gespannt ist. Der Draht 56 ist um ein an der Sitzplatte 12 vorgesehenes Umlenkelement 64 umgelenkt.

Am Draht 56 ist ein Zeiger 66 fixiert, der in eine Sichtöffnung 68 eines Anzeigekörpers 70 hineinsteht. Der Anzeigekörper 70, der also gleichsam einen Skalenkörper bildet, ist am Rand 72 der Sichtöffnung 68 mit einer Markierung 74 versehen. Die Markierung 74 weist einen beispielsweise grün oder gelb gefärbten Mittelbereich 76 auf. An diesen Mittelbereich 76 schließt sich rechts und links jeweils ein Außenbereich 78 an, der z. B. rot gefärbt ist. Der Mittelbereich 76 entspricht dem optimalen Einstellbereich 50 (sh. Fig. 2). Befindet sich der Zeiger 66 im Mittelbereich 76, dann hat der Sitzbenutzer den Fahrzeugsitz 10 auf das seinem Gewicht optimal entsprechende Sitzplattenniveau eingestellt. Diese Einstellung erfolgt mit Hilfe der Gewichtseinstell- Betätigungseinrichtung 44, wie sie in Fig. 1 schematisch verdeutlicht ist.

Fig. 5 zeigt in einer der Fig. 4 ähnlichen perspektivischen Darstellung abschnittweise die Basis 16 und die Sitzplatte 12 des Fahrzeugsitzes 10 sowie eine andere Ausbildung der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46. Die Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 weist ein längliches flexibles Element 52 auf, das von einem Band 80 gebildet ist. Das Band 80 ist mit seinem einen Ende 82 an der Basis 16 fixiert. Das zweite Ende 84 des Bandes 80 ist mit einem Federelement 54 verbunden. Das Federelement 54 ist mit seinem vom zweiten Ende 84 entfernten Ende 62 an der Sitzplatte 12 befestigt. Das Band 80 und das Federelement 54 sind derartig dimensioniert, daß das Federelement 54 im zusammengebauten Zustand der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 mechanisch gespannt ist.

Das als Band 80 ausgebildete längliche flexible Element 52 erstreckt sich durch einen Anzeigekörper 84 hindurch, der mit einer im Vergleich zur Ausbildung gemäß Fig. 4 kurzen Sichtöffnung 86 ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform der Niveau- Anzeigeeinrichtung 46 ist nicht der Anzeigekörper 84 am Rand der Sichtöffnung 86 sondern das Band 80 mit einer Markierung 88 versehen. Diese Markierung 88 weist wiederum einen grünen, gelben oder anders gefärbten oder mit einem geeigneten Symbol versehenen Mittelbereich 90 auf, an den sich rechts und links jeweils ein Außenbereich 92 anschließt. Befindet sich in der Sichtöffnung 86 des Anzeigekörpers 84 der Mittelbereich 90 der Markierung 88, dann ist der Fahrzeugsitz 10 auf das tatsächliche Gewicht des auf dem Fahrzeugsitz 10 sitzenden Sitzbenutzers bezüglich des Schwingverhaltens optimal eingestellt. Befindet sich in der Sichtöffnung 86 einer der beiden Außenbereiche 92 der Markierung 88, dann muß der Sitzbenutzer die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung 54 (sh. Fig. 1) passend betätigen, um die Federeinrichtung 40 so zu verstellen, daß eine passende Gewichtseinstellung und optimale Federung erzielt wird.

Fig. 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Ausbildung des Fahrzeugsitzes 10 mit seiner Sitzplatte 12 und der Rückenlehne 14. Die Fig. 3 verdeutlicht außerdem, daß der Anzeigekörper 70 (sh. Fig. 4) bzw. der Anzeigekörper 84 (sh. Fig. 5) der Niveau- Anzeigeeinrichtung 46 am Vorderrand 94 der Sitzplatte 12 mittig vorgesehen ist. Dem Anzeigekörper 70 bzw. 84 der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 ist die Gewichtseinstell- Betätigungseinrichtung 44 zugeordnet. Die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung 44 weist einen bügelförmigen Handgriff 96 auf, der zwischen einer in Fig. 3 gezeichneten Inaktivstellung und einer vom Anzeigekörper 70 bzw. 84 beabstandeten Aktivstellung verstellbar ist. Diese ist in Fig. 6 verdeutlicht.

Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine bevorzugte Ausbildung der Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung 44 und eine Ausbildung der Niveau- Anzeigeeinrichtung 46, ähnlich der in Fig. 4 schematisch verdeutlichten Ausbildung. Die Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 weist einen Anzeigekörper 70 mit einer länglichen Sichtöffnung 68 auf. In die Sichtöffnung 68 steht ein Zeiger 66 hinein, der an einem Draht 56 fixiert ist. Der Draht 56 ist um zwei Umlenkelemente 64 umgelenkt, die von einem Montagekörper 98 wegstehen. Der Draht 56 ist mit seinem einen Ende an der Basis 16 des Fahrzeugsitzes 10 (sh. beispielsweise Fig. 4) fixiert. Das zweite Ende des Drahtes 56 ist mit einem Federelement 54 verbunden, das an der Unterseite des Montagekörpers 98 fixiert ist. Der Montagekörper 68 ist an der Sitzplatte 12 angebracht.

Der Montagekörper 98 ist mit Lagerausnehmungen 100 ausgebildet. Die Lagerausnehmungen 100 dienen zur schwenkbaren Lagerung einer Lagerachse 102. Von der Lagerachse 102 stehen voneinander beabstandet und zueinander parallel orientiert Hülsenelemente 104 weg. Durch die beiden Hülsenelemente 104 erstrecken sich Schenkelelemente 106 beweglich hindurch, die miteinander zu einem U-förmigen Bügel 108 verbunden sind. Am U-förmigen Bügel 108 ist der Handgriff 96 der Gewichtseinstell- Betätigungseinrichtung 44 angebracht.

Wird der Handgriff 96 in seiner Aktivstellung um die Lagerachse 102 pumpend auf und ab verschwenkt, was in Fig. 6 durch den bogenförmigen Pfeil 110 verdeutlicht ist, so wird ein mit der Lagerachse 102 durch eine Gabelverbindung 112 verbundenes Betätigungsorgan 114 linear hin und her bewegt. Das ist durch den Doppelpfeil 116 verdeutlicht. Am Betätigungsorgan 114 sind federnd Ratschenelemente 118 vorgesehen, die mit Linearverzahnungen 120 eines Verstellelementes 122 derartig zusammenwirken, daß bei einer entsprechenden oszillierenden Bewegung des Betätigungsorganes 114 das Verstellelement 122 schrittweise entweder nach links oder schrittweise nach rechts verstellt wird. Die schrittweise Verstellung des Verstellelementes 122 nach links ist durch den Pfeil 124 und die schrittweise Verstellung nach rechts durch den Pfeil 126 angedeutet. Mit dem Verstellelement 122 ist die Federeinrichtung 40 verbunden (sh. Fig. 1), so daß es durch ein oszillierendes Verschwenken des Handgriffes 96 möglich ist, die Federeinrichtung 44 zum ersten Ende 26 hin oder von diesem weg zu verstellen, um den Fahrzeugsitz 10 optimal auf das Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers einzustellen, wobei die optimale Gewichts- bzw. Federungseinstellung erreicht ist, wenn der Zeiger 66 der Niveau-Anzeigeeinrichtung 46 sich im optimalen Einstellbereich 50 (sh. beispielsweise Fig. 2), d. h. im Mittelbereich 76 der Markierung 74 befindet.

Eine Verstell-Vorrichtung der oben in Verbindung mit Fig. 6 beschriebenen Art ist in der DE 100 39 501.5 detailliert beschrieben. Bezugsiffernliste 10 Fahrzeugsitz

12 Sitzplatte (von 10)

14 Rückenlehne (von 10)

16 Basis (von 10)

18 Scherengestell (zwischen 12 und 16)

20 erste Scherenelemente (von 18)

22 zweite Scherenelemente (von 18)

24 Verbindungsachse (von 18)

26 erstes Ende (von 20)

28 erstes Ende (von 22)

30 zweites Ende (von 20)

32 Linearführung (für 30)

34 zweites Ende (von 22)

36 Linearführung (für 34)

38 Flächenelement (an 20)

40 Federeinrichtung (zwischen 12 und 38)

42 Verstellrichtung (von 40)

44 Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung (von 10)

46 Niveau-Anzeigeeinrichtung (von 10)

48 Gesamt-Schwingweg (von 10)

50 optimaler Einstellbereich (von 48)

52 längliches flexibles Element (von 46)

54 Federelement (an 52)

56 Draht (von 52)

58 erstes Ende (von 56)

60 zweites Ende (von 56)

62 Ende (von 54)

64 Umlenkelement (für 52)

66 Zeiger (an 56)

68 Sichtöffnung (von 70)

70 Anzeigekörper (von 46)

72 Rand (von 68)

74 Markierung (an 72)

76 Mittelbereich (von 74)

78 Außenbereiche (von 74)

80 Band (von 52)

82 erstes Ende (von 80)

84 Anzeigekörper (von 46)

86 Sichtöffnung (in 84)

88 Markierung (an 80)

90 Mittelbereich (von 88)

92 Außenbereiche (von 88)

94 Vorderrand (von 12)

96 Handgriff (von 44)

98 Montagekörper (für 44 und 46)

100 Lagerausnehmungen (in 98)

102 Lagerachse (für 96)

104 Hülsenelemente (an 102)

106 Schenkelelemente (von 44)

108 U-förmiger Bügel (von 44)

110 bogenförmiger Doppelpfeil

112 Gabelverbindung (zwischen 102 und 114)

114 Betätigungsorgan (zwischen 44 und 40)

116 Doppelpfeil

118 Ratschenelemente (an 114)

120 Linearverzahnungen (für 118)

122 Verstellelement (für 40)

124 Verstellrichtung

126 entgegengesetzte Verstellrichtung (von 122)


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugsitz mit einer auf einer Basis (16) angeordneten Sitzplatte (12) und mit einer zur Gewichtseinstellung vorgesehenen Federeinrichtung (40), die mit einer Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung (44) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige der Einstellung der Sitzplatte (12) auf das dem Gewicht des jeweiligen Sitzbenutzers in bezug auf den Federweg (48) der Sitzplatte (12) optimal entsprechende Sitzplattenniveau eine Niveau-Anzeigeeinrichtung (46) vorgesehen ist.
  2. 2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Niveau-Anzeigeeinrichtung (46) ein mittels eines Federelementes (54) zwischen der Basis (16) und der Sitzplatte (12) mechanisch vorgespannt angeordnetes längliches flexibles Element (52) und einen dem länglichen flexiblen Element (52) zugeordneten Anzeigekörper (70; 84) aufweist.
  3. 3. Fahrzeugsitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das längliche flexible Element (52) einen Zeiger (66) und daß der Anzeigekörper (70) eine längliche Sichtöffnung (68) aufweist, in die der Zeiger (66) hineinsteht.
  4. 4. Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das längliche flexible Element (52) von einem Draht (56) gebildet ist.
  5. 5. Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anzeigekörper (70) eine Markierung (74) für das dem jeweiligen Sitzbenutzer in bezug auf den Federweg (48) optimal entsprechende Sitzniveau aufweist.
  6. 6. Fahrzeugsitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das längliche flexible Element (52) eine Markierung (88) für das dem jeweiligen Sitzbenutzer in bezug auf den Federweg (48) optimal entsprechende Sitzniveau und daß der Anzeigekörper (84) eine kleine Sichtöffnung (86) für das längliche flexible Element (52) aufweist.
  7. 7. Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das längliche flexible Element (52) von einem Band (80) gebildet ist.
  8. 8. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anzeigekörper (70; 84) am Vorderrand (94) der Sitzplatte (12) mittig vorgesehen ist.
  9. 9. Fahrzeugsitz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung (44) am Vorderrand (94) der Sitzplatte (12), dem Anzeigekörper (70; 84) zugeordnet, vorgesehen ist.
  10. 10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtseinstell-Betätigungseinrichtung (44) einen Handgriff (96) aufweist, der zwischen einer den Anzeigekörper (70; 84) umgebenden Inaktivstellung und einer vom Anzeigekörper (70; 84) beabstandeten Aktivstellung verstellbar ist.






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