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Dokumentenidentifikation DE10226230A1 23.01.2003
Titel Zahnräderzug für eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Görbing, Christian, 69121 Heidelberg, DE;
Richter, Ivo, 69126 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 13.06.2002
DE-Aktenzeichen 10226230
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/008
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Zahnräderzug für eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Rotationsdruckmaschine, mit einer zum Auftrennen und Schließen des Zahnräderzuges ausgebildeten Kupplung, die Verzahnungen aufweisende Rotationskörper umfasst, deren Verzahnungen im geschlossenen Zustand des Zahnräderzuges in gegenseitigem Eingriff und im aufgetrennten Zustand außer Eingriff sind. Zur Verfeinerung der Winkelauflösung beim Verstellen der Phasenlage zweier bei geöffneter Kupplung vorliegender Teilstränge des Zahnräderzuges ist vorgesehen, dass die Rotationskörper (12.1, 12.2., 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) mehrfach vorgesehen und zu Paaren zusammengefasst sind und die Verzahnungen (12.1', 12.2'; 120.1', 120.2') eines der Rotationskörperpaare eine von den Verzahnungen (12.2'', 12.3'; 120.2'', 120.3') eines jeweils anderen der Rotationskörperpaare abweichende Zahnverteilung aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zahnräderzug für eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Rotationsdruckmaschine, mit einer zum Auftrennen und Schließen des Zahnräderzuges ausgebildeten Kupplung, die Verzahnungen aufweisende Rotationskörper umfasst, deren Verzahnungen im geschlossenen Zustand des Zahnräderzuges in gegenseitigem Eingriff und im aufgetrennten Zustand außer Eingriff sind, sowie eine damit ausgestattete flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine.

Ein Zahnräderzug der eingangs genannten Art ist aus der Patentschrift DE 44 47 862 C2 bekannt. Die dort offenbarte Kupplung dient dazu, einen durch Auftrennen des Zahnräderzuges ausgekuppelten Teil desselben mit veränderter Phasenlage wieder einzukuppeln. Die hierzu vorgesehene formschlüssige Kupplung erhöht zwar gegenüber vergleichbaren reibschlüssigen Kupplungen die Funktionssicherheit einer im gekuppelten Zustand drehfesten Verbindung zweier Zahnräder; es sind jedoch lediglich Verdrehwinkel einstellbar, die einem Vielfachen der Teilung der Verzahnungen an den Stirnseiten der Kupplungsteile entsprechen, das heißt der Verdrehwinkel eines der beiden Zahnräder gegenüber dem anderen ist nur in Stufen veränderbar, die der Teilung der Verzahnungen entsprechen. Aus Festigkeits- und Fertigungsgründen ist der Größe der Teilung jedoch eine untere Grenze gesetzt, die bei einer konstruktiv noch vertretbaren Größe des Durchmessers der Kupplung zur positionsgerechten Einstellung des genannten Verdrehwinkels nicht hinreichend klein sein kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten Zahnräderzug so weiterzubilden, dass bei noch vertretbarer Größe des Durchmessers der Kupplung eine feine Winkelauflösung zur gegenseitigen Verdrehung der Zahnräder möglich ist und dass das mit der Kupplung übertragbare Drehmoment einen hinlänglich großen Betrag aufweist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß unter Heranziehung der Merkmale gelöst, dass die Rotationskörper mehrfach vorgesehen und zu Paaren zusammengefasst sind und dass die Verzahnungen eines der Rotationskörperpaare eine von den Verzahnungen eines jeweils anderen der Rotationskörperpaare abweichende Zahnteilung aufweisen.

Mit dem Erfindungsgegenstand lässt sich die genannte Winkelauflösung um ein Vielfaches von jener der bekannten Kupplung verfeinern, und zwar insbesondere nicht auf Kosten der Festigkeit der Verzahnungen der die Kupplung bildenden Rotationskörper. Die minimale Schrittweite zur Veränderung der gegenseitigen Phasenlage zweier Zahnräderzugabschnitte wird bei erfindungsgemäßer Ausbildung eines Zahnräderzuges nämlich nicht durch die Teilung der Verzahnungen eines Paares der Rotationskörper nach unten begrenzt sondern im Falle zweiter Rotationskörperpaare durch den Teilungsunterschied von deren Verzahnungen, sodass hoch belastbare Verzahnungen vorgesehen werden können. Bei der Ausbildung der Verzahnungen in Form von Hirthverzahnungen ergeben sich überdies die Vorteile der selbsttätigen Zentrierung der Rotationskörper und der Spielfreiheit.

Die Merkmale des Erfindungsgegenstandes und von dessen Ausgestaltungen sind den beigefügten Zeichnungen und der darauf Bezug nehmenden nachfolgenden näheren Erläuterung entnehmbar.

In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 ein Schema einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine mit in Reihenbauweise angeordneten Verarbeitungsstationen - hier beispielsweise ausschließlich in Form von Druckwerken, die mittels eines Zahnräderzuges angetrieben werden,

Fig. 2 und 3 Ausführungsbeispiele für eine in den Zahnräderzug eingesetzte Kupplung.

Das in Fig. 1 wiedergegebene Schema aneinandergereihter Druckwerke 1.x, 1.x+1 bis 1.x+4 repräsentiert beispielhaft eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, die nach dem Offsetverfahren arbeitet und welche den Transfer der Bogen von einem jeweils vorausgehen Druckwerk zu einem jeweils nachfolgenden Druckwerk mittels mit Greifersystemen versehener Trommeln bewerkstelligt. Demzufolge umfasst ein jeweiliges der Druckwerke 1.x bis 1.x+4 ein in der Fig. 1 nicht dargestelltes Farbwerk, im Falle eines Betriebes im Nassoffsetverfahren ein nicht dargestelltes Feuchtwerk, Druckwerkszylinder in Form eines Plattenzylinders 2, eines Gummituchzylinders 3 und eines Druckzylinders 4 und zwischen einem vorausgehenden der Druckwerke 1.x bis 1.x+4 und einem nachfolgenden derselben ist jeweils eine die Bogen vom Druckzylinder 4 des vorausgehenden Druckwerkes übernehmende erste Umführtrommel 5, eine die Bogen von der ersten Umführtrommel 5 übernehmende Speichertrommel 6 und eine die Bogen von der Speichertrommel 6 übernehmende zweite Umführtrommel 7 angeordnet, welche den jeweiligen Bogen an den Druckzylinder 4 des nachfolgenden Druckwerkes übergibt. Dabei ist bevorzugt wenigstens eine mittels einer ersten und einer zweiten der Umführtrommeln 5 und 7 und einer der Speichertrommeln 6 gebildete Bogentransfervorrichtung derart als eine von einem ersten in einen zweiten Betriebszustand und vom zweiten in den ersten Betriebszustand umschaltbare Wendeeinrichtung ausgestaltet, dass die zweite Umführtrommel 7 bei einer ersten Betriebsart einen jeweiligen Bogen mit vorauseilender Vorderkante desselben und bei der zweiten Betriebsart mit vorauseilender Hinterkante des Bogens und gewendet an den nachfolgenden Druckzylinder 4 übergibt.

Es versteht sich, dass die bogenführenden Trommeln und Zylinder zum Übernehmen, Führen und Übergeben der Bogen vorgesehene Greifersysteme umfassen.

Auf den Druckzylinder 4 des letzten Druckwerkes - im vorliegenden Beispiel des Druckwerke 1.x+4 - folgt eine Auslegetrommel 8, welche betriebsmäßig ein umlaufendes Greifersystem 9 antreibt, das die Bogen, die von einer in Fig. 1 nicht dargestellten Anlegetrommel betriebsmäßig an den Druckzylinder eines ersten Druckwerkes übergeben werden, aus der Rotationsdruckmaschine austrägt.

Zur Beschickung der Anlegetrommel mit den Bogen ist des weiteren eine hier nicht dargestellte schwingende Vorgreifervorrichtung vorgesehen, die mittels einer Vereinzelungsvorrichtung einzeln von einem Anlegestapel abgezogene und an Vorder- und Seitenmarken eines hier nicht dargestellten Anlegetisches mittels einer Ausrichtvorrichtung ausgerichtete Bogen vom Anlegetisch abnimmt und an die Anlegetrommel übergibt.

Zum Antrieb der Druckwerkszylinder, der Trommeln, der Bogentransfervorrichtungen, desjenigen Teiles der Farb- und Feuchtwerkswalzen, der nicht über Friktion angetrieben wird, der Auslegetrommel, der Anlegetrommel, der Vorgreifervorrichtung, der Ausrichtvorrichtung und der Vereinzelungsvorrichtung ist im vorliegenden Beispiel ein zusammenhängendes Getriebe vorgesehen, welches in der Hauptsache von miteinander kämmenden Zahnrädern dargestellt ist, während lediglich zum Antrieb von Umlenkrädern 10 des Greifersystems 9 seitens der Auslegetrommel 8 und der Vereinzelungsvorrichtung seitens der Anlegetrommel Kettentriebe vorgesehen sind.

Die miteinander kämmenden Zahnräder stellen sich - soweit in Fig. 1 wiedergegeben - dar als ein jeweiliges einem jeweiligen der Plattenzylinder 2 zugeordnetes Zahnrad 2', ein jeweiliges einem jeweiligen der Gummituchzylinder 3 zugeordnetes Zahnrad 3', ein jeweiliges einem jeweiligen der Druckzylinder 4 zugeordnetes Zahnrad 4', ein jeweiliges einer jeweiligen der ersten Umführtrommeln 5 zugeordnetes Zahnrad 5', ein jeweiliges einer jeweiligen der Speichertrommeln 6 zugeordnetes Zahnrad 6', ein jeweiliges einer jeweiligen der zweiten Umführtrommeln 7 zugeordnetes Zahnrad 7' und als ein der Auslegetrommel 8 zugeordnetes Zahnrad 8'.

Es versteht sich, dass zwischen einem jeweiligen der Zylinder bzw. einer jeweiligen der Trommeln einerseits und den diesen wie dargelegt zugeordneten Zahnrädern 2' bis 8' andererseits jeweils eine drehfeste Verbindung besteht. Bei dem in Fig. 1 wiedergegebenen Schema stellt sich ein jeweiliges der Zahnräder 2' bis 8' in gleicher Weise dar wie der jeweilige Zylinder bzw. die jeweilige Trommel.

Die Gesamtheit der genannten Zahnräder bildet einen zusammenhängenden Zahnräderzug mit einem Hauptstrang, der sich im dargestellten Beispiel nach Fig. 1 von dem als Auslegedruckwerk ausgebildeten Druckwerk 1.x+4 über alle vorausgehenden Druckwerke erstreckt, und mit Seitensträngen, die vom jeweiligen einen der Druckzylinder 4 antreibenden Zahnrad 4' abzweigen und jeweilige Druckwerkszylinder in Form eines jeweiligen der Gummituchzylinder 3 und eines jeweiligen der Plattenzylinder 2, sowie hier nicht dargestellte Farbwerkswalzen und gegebenenfalls Feuchtwerkswalzen antreiben. Das Druckwerk 1.x+4 ist hier deshalb als Auslegedruckwerk bezeichnet, weil sich hieran ein der Auslage der bedruckten Bogen dienendes Greifersystem 9 anschließt, welches mittels des mit dem Zahnrad 4' des Druckzylinders 4 des Druckwerkes 1.x+4 kämmenden Zahnrades 8' der Auslegetrommel 8 angetrieben wird.

Im vorliegenden Beispiel bildet das Druckwerk 1.x+2 ein sogenanntes Antriebsdruckwerk, das heißt die Einspeisung der Antriebsleistung zum Betrieb der Rotationsdruckmaschine erfolgt über ein dem Druckwerk 1.x+2 zugehöriges Zahnrad, hier über dasjenige eine der ersten Umführtrommeln 5 antreibende der Zahnräder 5', welches insbesondere mit dem dem Druckzylinder 4 des Druckwerkes 1.x+2 zugeordneten der Zahnräder 4' sowie mit demjenigen der Zahnräder 6', welches der auf das Druckwerk 1.x+2 in Richtung auf das Druckwerk 1.x+3 folgenden der Speichertrommeln 6 zugeordnet ist, und mit einem Antriebsritzel 11 kämmt, welches über einen nicht dargestellten Antrieb, bevorzugt einen Riementrieb, angetrieben ist.

Bei der bereits angedeuteten Ausgestaltung einer der Bogentransfervorrichtungen - gebildet aus einer ersten Umführtrommel 5, einer zweiten Umführtrommel 7 und einer zwischen diesen angeordneten Speichertrommel 6 - als Wendeeinrichtung ist beispielsweise die zweite Umführtrommel 7 in der Weise als Wendetrommel ausgebildet, dass deren Greifersystem im Fall des Schöndruckes einen von der Speichertrommel 6 geführten Bogen an dessen Vorderkante übernimmt und an den auf die Wendetrommel folgenden Druckzylinder 4 übergibt, während dasselbe Greifersystem bei Schön- und Wiederdruck den Bogen an dessen Hinterkante von der Speichertrommel 6 übernimmt. Die hierzu jeweils unterschiedliche Phasenlage der Wendetrommel 7 zur Speichertrommel 6 wird durch Auftrennen des den genannten Hauptstrang umfassenden Zahnräderzuges, Verdrehen eines dabei entstandenen Teilstranges gegenüber dem anderen und abschließendes Schließen des Zahnräderzuges eingestellt. Es versteht sich, dass ein entsprechendes einen jeweiligen Bogen führendes Greifersystem der Speichertrommel 6 im Schön- und Wiederdruckbetrieb den Bogen gegenüber dem Schöndruckbetrieb zur Übernahme der Bogenhinterkante seitens der Wendetrommel 7 phasenverschoben verspätet freigibt, wobei das Bogenmaß der Phasenverschiebung im Wesentlichen der Erstreckung des Bogenformates in Umfangsrichtung der Speichertrommel 6 entspricht. Hierzu sind bekanntermaßen verstellbare Mittel zum Öffnen des genannten Greifersystems vorgesehen.

Die Fig. 2 gibt einen aus den Zahnrädern 4', 7' und 6' gebildeten Abschnitt des in Fig. 1 erkennbaren Zahnräderzuges wieder, und zwar beispielsweise jenen Abschnitt, dessen Zahnrad 4' dem Druckzylinder 4 des Druckwerkes 1.x+1 zugeordnet ist. In diesem Falle gehen diesem Druckwerk bevorzugt vier Druckwerke voraus, so dass die Bogen im Schön- und Wiederdruckbetrieb beidseitig vierfarbig bedruckbar sind.

Folgt ein entsprechender Druckauftrag auf eine Maschineneinstellung für Schöndruck, so erfolgt insbesondere die erwähnte Verstellung der Phasenlage des Greifersystems der Wendetrommel 7 des Druckwerkes 1.x+1 zu jener des Greifersystems der vorgeordneten Speichertrommel 6.

Der in Fig. 2 wiedergegebene Abschnitt des Zahnräderzuges umfasst eine zu diesem Zweck vorgesehene Kupplung 12, in deren gelöstem Zustand der Zahnräderzug aufgetrennt ist und die genannte Verstellung der Phasenlage durch entsprechendes Verdrehen eines der genannten Teilstränge gegenüber dem anderen erfolgen kann.

Die hier im gelösten Zustand wiedergegebene Kupplung 12 umfasst eine Mehrzahl von hier insgesamt koaxial angeordneten Rotationskörpern - im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Rotationskörper 12.1, 12.2 und 12.3 -, die funktionell zu Paaren zusammengefasst sind. Ein erstes Paar wird von den Rotationskörpern 12.1 und 12.2 und ein zweites Paar von den Rotationskörpern 12.2 und 12.3 gebildet. Der Rotationskörper 12.2 ist den beiden Paaren gemeinsam.

An einander zugewandten Stirnseiten der Rotationskörper weisen diese Verzahnungen 12.1', 12.2', 12.2" und 12.3' auf, die hier in Form von Hirthverzahnungen ausgebildet sind.

Die beiden endständigen Rotationskörper 12.1 und 12.3 bilden jeweils insofern ein Zahnrad des Zahnräderzuges aus als sie zum Zahneingriff mit jeweils einem Zahnrad desselben ausgebildet sind, so dass der Rotationskörper 12.1 mit dem Zahnrad 4' des Druckzylinders 4 und der Rotationskörper 12.3 mit dem Zahnrad 6' der Speichertrommel 6 kämmt. Der Rotationskörper 12.1 stellt dabei überdies das der Wendetrommel 7 drehfest zugeordnete Zahnrad 7' dar und ist hierzu mittels einer Schraubverbindung 7.1' an einem Achszapfen 7.1 der Wendetrommel 7 befestigt.

An dem das Zahnrad 7' ausbildenden Rotationskörper 12.1 ist ein dem Achszapfen 7.1 abgewandter Ansatz 12.1" ausgebildet, auf welchen nacheinander der Rotationskörper 12.2 und der Rotationskörper 12.3 aufgeschoben sind, die im gelösten Zustand der Kupplung 12 gegenüber dem Rotationskörper 12.1 verdrehbar sind. Zwischen jeweiligen einander zugewandten Stirnseiten der Rotationskörper 12.1, 12.2 und 12.3 sind jeweils an diesen abgestützte Druckfedern 12.4 angeordnet, welche gewährleisten, dass die Verzahnungen 12.1' und 12.2' und die Verzahnungen 12.2" und 12.3' im gelösten Zustand der Kupplung 12 außer Eingriff sind.

Zum Schließen der Kupplung 12 dient eine Andrückscheibe 12.5, die an eine dem Achszapfen 7.1 abgewandte Stirnseite des Rotationskörpers 12.3 angestellt ist. Die Andrückscheibe 12.5 trägt an ihrer dem Achszapfen 7.1 zugewandten Seite ein Federgehäuse 12.5', in welchem ein Tellerfederpaket 12.5" hier koaxial zum Achszapfen 7.1 angeordnet ist. Zum Spannen des Tellerfederpaketes 12.5" und damit zum Schließen der Kupplung 12 und dem damit einhergehenden Schließen des Zahnräderzuges ist in den Achszapfen 7.1 stirnseitig und mittig eine Spannschraube 12.6 eingesetzt, welche die Andrückscheibe 12.5, das Tellerfederpaket 12.5", das Federgehäuse 12.5' und einen an das Tellerfederpaket 12.5" angestellten und mittels der Spannschraube 12.6 betätigbaren Druckring 12.6' durchdringt. Unter Einschrauben der Spannschraube 12.6 in den Achszapfen 7.1 - ausgehend von dem in Fig. 2 dargestellten gelösten Zustand der Kupplung 12 - verschiebt das Tellerfederpaket 12.5" die Andrückscheibe 12.5 in Richtung auf den Achszapfen 7.1 und bringt zunächst die Verzahnungen 12.1' und 12.2' eines ersten Paares der Rotationskörper 12.1, 12.2, 12.3 und die Verzahnungen 12.2" und 12.3' eines zweiten Paares derselben gegen die Rückstellwirkung der Druckfedern 12.4 im gegenseitigen Eingriff und bewirkt nach erfolgtem Formschluss dieser Verzahnungen eine axiale Verspannung der Rotationskörper 12.1, 12.2 und 12.3.

Die Verzahnungen 12.1' und 12.2' des aus den Rotationskörpern 12.1 und 12.2 gebildeten Rotationskörperpaares weisen eine Teilung auf, die von jener der Verzahnungen 12.2" und 12.3' des aus den Rotationskörpern 12.2 und 12.3 gebildeten Rotationskörperpaares abweicht. Die Verzahnungen 12.1', 12.2', 12.2" und 12.3' sind dabei bei vorliegender Ausgestaltung insgesamt als Hirthverzahnungen ausgebildet.

Wie sich aus nachfolgendem Beispiel ergibt, kann aufgrund des genannten Teilungsunterschiedes die Schrittweite einer gegenseitigen Verdrehung der endständigen Rotationskörper 12.1 und 12.3 um das Mehrfache einer Zehnerpotenz gegenüber einer aus dem Stand der Technik bekannten Kupplung mit einer einzigen Trennstelle verkleinert werden.

Wird beispielsweise angenommen, die genannte einzige Trennstelle würde mittels eines Paares von Rotationskörpern gebildet, deren im gekuppelten Zustand in Eingriff befindliche Verzahnungen eine jeweilige Zähnezahl von 36 aufweisen, so ergäbe sich als kleinste Schrittweite ein Verdrehwinkel von 10 Grad. Wird diese Zähnezahl im vorliegenden Falle der Kupplung 12 beispielsweise für die Verzahnungen 12.1' und 12.2' des Rotationskörperpaares 12.1 und 12.2 und eine Zähnezahl von beispielsweise 37 für die Verzahnungen 12.2" und 12.3' des Rotationskörperpaares 12.2 und 12.3 vorgesehen, so kann der Rotationskörper 12.3 durch alleiniges oder mit dem Rotationskörper 12.2 gemeinsames Verdrehen um eine Zahnteilung der Verzahnungen 12.1' und 12.2' in eine erste Drehrichtung und ein anschließendes Verdrehen um die der Zähnezahl 37 entsprechende Zahnteilung in eine der ersten Drehrichtung entgegengesetzte Richtung gegenüber dem Rotationskörper 12.1 verdreht und die Kupplung 12 in dieser Drehlage des Rotationskörpers 12.3 geschlossen werden. Dies ergibt insgesamt eine Verdrehung des Rotationskörpers 12.3 gegenüber dem Rotationskörper 12.1 um weniger als 20 Winkelminuten und entspricht einer mehr als das dreißigfache kleineren Schrittweite als im Falle der angenommenen einzigen Trennstelle.

Eine mit der Kupplung 12 realisierbare Verstellung der gegenseitigen Phasenlage der Wendetrommel 7 und der Speichertrommel 6 um bestimmte Verdrehwinkel stellt sich insbesondere so dar, dass die Kupplung 12 gelöst, wenigstens einer der dadurch entstandenen Teilstränge des Zahnräderzuges um ein vorbestimmtes Maß verdreht, der Rotationskörper 12.2 in eine Drehlage verbracht wird, in welcher beim anschließenden Schließen der Kupplung 12 ein Minimum an gegenseitiger Verdrehung der endständigen Rotationskörper 12.1 und 12.3 erfolgt und letztlich die Kupplung 12 geschlossen wird.

Zum Verbringen des dem ersten Rotationskörperpaar 12.1 und 12.2 und dem zweiten Rotationskörperpaar 12.2 und 12.3 gemeinsamen Rotationskörpers 12.2 in die genannte Drehlage ist an dessen Mantelfläche eine Verzahnung ausgebildet und ein mit dieser Verzahnung kämmendes, hier beispielsweise manuell verstellbares in Fig. 2 versetzt dargestelltes Stellritzel 13 vorgesehen.

Die in Fig. 3 dargestellte Ausgestaltung einer entsprechenden Kupplung 120 umfasst wiederum funktionell zu zwei Rotationskörperpaaren zusammengefasste Rotationskörper 120.1, 120.2 und 120.3, die derart mit zum gegenseitigen Eingriff im geschlossenen Zustand des hier wiederum nur ausschnittweise dargestellten und insofern lediglich die Zahnräder 4' und 6' und das vom endständigen Rotationskörper 120.1 dargestellte Zahnrad 7' wiedergebenden Zahnräderzuges ausgebildeten Verzahnungen 120.1', 120.2' und 120.2", 120.3' versehen sind, dass die Verzahnungen 120.1' und 120.2' des aus den Rotationskörpern 120.1 und 120.2 gebildeten ersten Rotationskörperpaares eine Zahnteilung aufweisen, die von jener des aus den Rotationskörpern 120.2 und 120.3 gebildeten zweiten Rotationskörperpaares abweicht. Insofern weist die Kupplung 120 das gleiche Wirkprinzip auf wie die vorab erläuterte Kupplung 12 und den beiden Rotationskörperpaaren ist wiederum einer der Rotationskörper, und zwar der Rotationskörper 120.2 gemeinsam. Dieser und der Rotationskörper 120.3 unterscheiden sich jedoch insofern von der Ausgestaltung gemäß Fig. 2 als die zum gegenseitigen Eingriff im geschlossenen Zustand des Zahnräderzuges vorgesehenen Verzahnungen nicht ausschließlich mittels Hirthverzahnungen gebildet sind. Entsprechende Hirthverzahnungen sind zwar in Form der Verzahnungen 120.1' und 120.2' zum gegenseitigen Eingriff des ersten Rotationskörperpaares vorgesehen, während das zweite Rotationskörperpaar zum gegenseitigen Eingriff im geschlossenen Zustand des Zahnräderzuges jedoch Verzahnungen in Form von Stirnradverzahnungen 120.2" und 120.3' aufweist.

Neben dem bereits erwähnten, das Zahnrad 7' der Wendetrommel 7 ausbildenden endständigen Rotationskörper 120.1 umfasst auch die Kupplung 120 einen zweiten, ein Zahnrad des Zahnräderzug ausbildenden Rotationskörper - hier in Form des Rotationskörpers 120.3 -, der sich als das Zahnrad 6' der Speichertrommel 6 darstellt.

Gemäß der in Fig. 3 beispielhaft wiedergegebenen konstruktiven Ausgestaltung ist der den Rotationskörperpaaren gemeinsame Rotationskörper 120.2 drehbar und axial verschieblich auf einem den Rotationskörper 120.1 tragenden Achszapfen 7.2 gelagert, und zwar auf einen Abschnitt desselben, der der Wendetrommel 7 abgewandt ist und den Rotationskörper 120.1 überragt. An einem an dem Achszapfen 7.2 befestigten Stützring 7.3 einerseits und an dem Rotationskörper 120.2 andererseits ist ein Tellerfederpaket 120.4 abgestützt, welches unter einer Vorspannung desselben die Verzahnungen 120.1 ', 120.2' bei gleichzeitigem Eingriff der Verzahnungen 120.2", 120.3' in Eingriff hält und in dem in Fig. 3 wiedergegebenen geöffneten Zustand der Kupplung 120 unter einer zusätzlichen Spannung steht.

Diese zusätzliche Spannung zum Öffnen der Kupplung 120 wird beispielsweise pneumatisch aufgebracht. Hierzu ist an der der Verzahnung 120.2' abgewandten Stirnseite des Rotationskörpers 120.2 ein zu dieser Stirnseite offener Zylinder 120.5 angeflanscht, der einen Druckraum 120.6 ausbildet, und zwar zwischen dem hierzu entsprechend abgedichteten Stützring 7.3 und einem weiteren entsprechend abgedichteten Stützring 120.7, der an der den Achszapfen 7.2 umschließenden, der Hirtverzahnung 120.2' abgewandten Stirnwand des Zylinders 120.5 über ein Axiallager 120.8 abgestützt ist. Eine zwischen den beiden Stützringen 7.3 und 120.7 eingespannte Druckfeder 120.9 hält den Stützring 120.7 in Anlage an dem Axiallager 120.8.

In dem in Fig. 3 dargestellten gelösten Zustand der Kupplung 120, also bei aufgetrenntem Zahnräderzug steht der Druckraum 120.6 unter einem Druck, unter dessen Wirkung der Zylinder 120.5 die Verzahnungen 120.2' und 120.2" des mit diesem verbundenen Rotationskörpers 120.2 unter Spannen des Tellerfederpaketes 120.4 über dessen genannte Vorspannung hinaus außer Eingriff hält.

Die in den Druckraum 120.6 mündende Bohrung 120.10 deutet den Anschluss des Druckraumes 120.6 an beispielsweise einen Drucklufterzeuger an. Hierzu ist bevorzugt am Achszapfen 7.2 eine nicht näher dargestellte Drehdurchführung vorgesehen.

Die Verstellung der gegenseitigen Phasenlage der durch Auftrennen des Zahnräderzuges mittels der Kupplung 120 entstandenen Teilstränge erfolgt auf die bereits im Zusammenhang mit Fig. 2 erläuterte Weise. Bevorzugt ist hierzu analog der dortigen Ausgestaltung dem Rotationskörper 120.2 ein mit dessen Stirnradverzahnung 120.2" kämmendes Stellritzel zugeordnet. BEZUGSZEICHENLISTE 1.x; 1.x+1 bis 1.x+4 Druckwerk

2 Plattenzylinder

2' Zahnrad des Plattenzylinders 2

3 Gummituchzylinder

3' Zahnrad des Gummituchzylinders 3

4 Druckzylinder

4' Zahnrad des Druckzylinders 4

5 erste Umführtrommel

5' Zahnrad der ersten Umführtrommel 5 bzw. Triebrad

6 Speichertrommel

6' Zahnrad der Speichertrommel 6

7 zweite Umführtrommel bzw. Wendetrommel

7.1, 7.2 Achszapfen

7.3 Stützring

7.1' Schraubverbindung

8 Auslegetrommel

8' Zahnrad der Auslegetrommel 8

9 Greifersystem

10 Umlenkrad

11 Antriebsritzel

12 Kupplung

12.1, 12.2, 12.3 Rotationskörper

12.1', 12.2', 12.2", 12.3' Verzahnung

12.1" Ansatz

12.4 Druckfeder

12.5 Andrückscheibe

12.5' Federgehäuse

12.5" Tellerfederpaket

12.6 Spannschraube

12.6' Druckring

13 Stellritzel

120 Kupplung

120.1, 120.2, 120.3 Rotationskörper

120.1', 120.2, 120.2", 120.3' Verzahnung

120.4 Tellerfederpaket

120.5 Zylinder

120.6 Druckraum

120.7 Stützring

120.8 Axiallager

120.9 Druckfeder

120.10 Bohrung


Anspruch[de]
  1. 1. Zahnräderzug für eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Rotationsdruckmaschine, mit einer zum Auftrennen und Schließen des Zahnräderzuges ausgebildeten Kupplung, die Verzahnungen aufweisende Rotationskörper umfasst, deren Verzahnungen im geschlossenen Zustand des Zahnräderzuges in gegenseitigem Eingriff und im aufgetrennten Zustand außer Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationskörper (12.1, 12.2, 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) mehrfach vorgesehen und zu Paaren zusammengefasst sind und die Verzahnungen (12.1', 12.2'; 120.1', 120.2') eines der Rotationskörperpaare eine von den Verzahnungen (12.2", 12.3'; 120.2", 120.3') eines jeweils anderen der Rotationskörperpaare abweichende Zahnteilung aufweisen.
  2. 2. Zahnräderzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungen (12.1', 12.2', 12.2", 12.3'; 120.1', 120.2',120.2", 120.3') der Rotationskörper (12.1, 12.2, 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) Hirthverzahnungen umfassen.
  3. 3. Zahnräderzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungen (12.1', 12.2', 12.2", 12.3'; 120.1', 120.2',120.2", 120.3') der Rotationskörper (12.1, 12.2, 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) Stirnradverzahnungen umfassen.
  4. 4. Zahnräderzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites der Rotationskörperpaare einen beiden Paaren gemeinsamen (12.2; 120.2) der Rotationskörper (12.1, 12.2, 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) umfassen.
  5. 5. Zahnräderzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungen (12.1', 12.2', 12.2", 12.3') des ersten und des zweiten Rotationskörperpaares in Form von Hirthverzahnungen ausgebildet sind.
  6. 6. Zahnräderzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dem ersten und dem zweiten Rotationskörperpaar gemeinsame Rotationskörper (120.2) eine Hirthverzahnung und eine Stirnradverzahnung aufweist und dem gemeinsamen Rotationskörper (120.2) jeweils ein korrespondierend verzahnter (120.1, 120.3) der Rotationskörper zugeordnet ist.
  7. 7. Zahnräderzug nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweils endständiger der die Kupplung (12; 120) bildenden Rotationskörper (12.1, 12.2, 12.3; 120.1, 120.2, 120.3) ein Zahnrad des Zahnräderzuges ausbildet.
  8. 8. Zahnräderzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,

    dass der dem ersten und dem zweiten Rotationskörperpaar gemeinsame Rotationskörper (12.2; 120.2) eine eine Verzahnung ausbildende Mantelfläche aufweist

    und

    ein mit dieser Verzahnung kämmendes Stellritzel (13) vorgesehen ist, mittels welchem der gemeinsame Rotationskörper (12.2; 120.2) im aufgetrennten Zustand des Zahnräderzuges verdrehbar ist.
  9. 9. Flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, gekennzeichnet durch einen Zahnräderzug nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8.






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