Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Erkennung
von Radarzielen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und einer Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 7.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar auf die
Erkennung von Seezielen mittels einer Radaranlage,
insbesondere von Schiffen bei gleichzeitigem Auftreten von Clutter.
Dieser kann sowohl von einer Wellenbewegung als auch vom
Wetter, insbesondere Wolken, verursacht werden.
Für eine solche Auswertung werden die von einer Radarantenne
empfangenen Echosignale zunächst in den Videobereich umgesetzt
(herabgemischt) und dort ausgewertet, beispielsweise durch eine Darstellung des
Videosignals auf einem Bildschirm und anschließender Auswertung des dargestellten
Radarbildes durch einen Beobachter. Dieser kann aufgrund seiner Erfahrung ein
Seeziel von Clutter unterscheiden.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß zu
detektierende Radarziele, insbesondere größere Schiffe, die in der
Handelsschiffahrt verwendet werden, ein gutes
Radar-Reflexionsvermögen besitzen und einer Zusammensetzung aus
mehreren Radarpunktzielen entsprechen. Ein Radarpunktziel ist
ein (Radar-)Ziel, das während des Schwenkens des Antennenrichtdiagramms
(Antennenkeule) innerhalb der gesamten
Breite der Empfangskeule mit einer vorgebbaren minimalen
zeitlichen Wahrscheinlichkeit Echosignale erzeugt. Das heißt,
während des Schwenkens der Empfangskeule entstehen von
einem Punktziel in Azimutrichtung mehrere benachbarte
Radarauflösungszellen, in denen jeweils ein Echosignal vorhanden
ist. Alle von einem Punktziel herrührenden Echosignale
werden als Cluster bezeichnet. Es ist ersichtlich, daß die
Anzahl der zu einem (Punktziel-)Cluster gehörenden
Echosignale von verschiedenen Parametern abhängt, beispielsweise der
sogenannten Breite der Empfangskeule, der Entfernung des
Punktziels vom Ort der Antenne sowie von der Größe der
Radarauflösungszelle am Ort des Punktzieles.
Dagegen entsteht beispielsweise von einer an sich gut
reflektierenden Meereswelle im allgemeinen kein derart
ausgeprägter Cluster, da sich das Reflexionsverhalten der
Meereswelle anders verhält, weil die azimutal benachbarten
Echos nicht so stark korreliert sind wie die eines
Punktzieles. Dadurch entsteht in Azimutrichtung nicht in allen
Radarauflösungszellen, die zu der Breite der Empfangskeule
gehören, jeweils ein relevantes Echosignal.
Die Erfindung beruht weiterhin auf der Erkenntnis, daß ein
zu detektierendes (See-)Ziel im allgemeinen von Clutter
umgeben ist. Das heißt, ein zu detektierendes (Radar-)Ziel
besitzt immer eine so große Umgebung, daß darin in
relevanter Weise die Clutterverteilung ermittelt werden kann und
daraus ein dieser Verteilung entsprechender Schwellwert.
Bei zu detektierenden (See-)Zielen, insbesondere auf einem
Schiffahrtsweg, ist aus Sicherheitsgründen im allgemeinen
ein großer Abstand, bezogen auf die Größe eines Zieles,
zwischen den einzelnen Zielen vorhanden. Daraus folgt, daß
bei einem weitreichenden Überwachungsradar (maximale Reichweite
beispielsweise 50 km), insbesondere zur Überwachung
eines Seegebietes, lediglich mit einem geringen Anteil von
Zielechosignalen, die von zu detektierenden Seezielen, z. B.
Schiffe, Bojen sowie Baken, herrühren, gerechnet werden
muß.
Bei der Erfindung wird nun in Abhängigkeit von der Größe
der Radarauflösungszelle, die von der Bauart des Radars und
der Entfernung von dem Radar abhängt, ein zu überwachendes
(See-)Gebiet so groß gewählt, daß einerseits zu
detektierende (See-)Ziele, im allgemeinen Schiffe, noch Cluster
bilden und andererseits der zu erwartende maximale Anteil
der Zielechosignale einen vorgebbaren Wert nicht
überschreitet.
Für das nachfolgend erläuterte Beispiel wird ein zu
überwachendes Gebiet, das vorzugsweise durch einen Azimut-
sowie einen Entfernungsbereich gekennzeichnet wird, so
gewählt, daß der darin zu erwartende maximale Anteil der
Zielechosignale klein ist, beispielsweise ungefähr 1%,
bezüglich aller Signale (Clutter- und Zielechos), die von der
Radaranlage in einem vorgegebaren Zeitraum, beispielsweise
während eines viertel Antennenumlaufs, überhaupt
verarbeitet werden kann.
Mit den vorstehend beschriebenen Eigenschaften von zu
detektierenden Radarzielen ist eine erhebliche Reduktion der
Datenmenge möglich, die von einem Signalprozessor
verarbeitet werden muß.
Bei der Erfindung wird von einem zu überwachenden Gebiet,
beispielsweise einem 90°-Azimutsektor mit vorgebbarem
Entfernungsbereich, im Videobereich immer nur ein vorgebbarer
Anteil, beispielsweise maximal 10%, aller dem Gebiet zuzuordnenden
Echoamplituden ausgewertet und daraus die in dem
Gebiet möglicherweise vorhandenen Radarziele bestimmt.
Dieses wird im folgenden anhand eines Beispiels unter
Bezugnahme auf schematisch dargestellte Figuren näher
erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein schematisch dargestelltes Blockbild zur
Erläuterung des Beispiels
Fig. 2 bis 4 schematisch dargestellte Diagramme zur
Erläuterung der Erfindung.
Entsprechend Fig. 1 gelangt das in den Videobereich
herabgemischte Eingangssignal EI, das bei einem hochauflösenden
Radargerät beispielsweise eine Bandbreite von ungefähr 20 MHz
besitzt und das sowohl Clutter als auch zu
detektierende Ziel-Echosignale enthält, an den Eingang eines
Analog/Digital-Wandlers ADC. Dieser erzeugt daraus
beispielsweise digitale 8-bit-Amplitudenwerte in zeitlichen
Abständen von jeweils 25 ns entsprechend einer Abtastfrequenz von
40 MHz (Abtasttheorem). Dieses digitalisierte
Rohvideosignal wird, lediglich zu Überwachungszwecken, über ein
sogenanntes Display-Interface D_INTF einem Sichtgerät SIG,
beispielsweise einem Raster-Scan-Sichtgerät, zugeführt. Das
digitalisierte Rohviedosignal wird außerdem über eine
möglicherweise vorhandene Videomaske VM einer in der
Radartechnologie üblichen CFAR-Anordnung CFAR ("Constant False
Alarm Rate") zugeführt. Mittels der Videomaske VM, die
beispielsweise über einen Ladeeingang LE aus einem nicht
dargestellten Maskenspeicher geladen werden kann, ist
vorteilhafterweise eine erste Datenreduktion (Reduktion der zu
berarbeitenden Abtastwerte) möglich. Denn mit der
Videomaske VM können beispielsweise bedarfsweise nicht zu detektierende
Festziele ausgeblendet werden, beispielsweise
sogenannter Festziel-Clutter, der von dem Ufer- und/oder
Küstenbereich herrührt, welcher einen zu überwachenden
Schiffahrtsweg begrenzt. Mit einer solchen Videomaske VM
kann aber allgemein ein nicht zu überwachendes Gebiet
ausgeblendet werden. Solche Videomasken sind in der
Radartechnologie üblich.
Mit der CFAR-Anordnung CFAR, die an sich aus der
Radartechnologie bekannt ist, erfolgt vorteilhafterweise eine
zweite Datenreduktion. Dazu ist die CFAR-Anordnung CFAR
vorzugsweise als schnelle, an die zu erwartende Datenrate
angepaßte Schaltungsanordnung ("Hardware-Anordnung")
ausgebildet. In der CFAR-Anordnung werden sogenannte
Blockechos dekorreliert, insbesondere sogenannter Wolkenclutter.
In der CFAR-Anordnung wird mittels eines vorgebbaren CFAR-
Fensters immer ein relativ kurzer vorgebbarer
Sweep-Ausschnitt des Empfangssignals ausgewertet. Beispielsweise
kann zu einer Radarauflösungszelle unter Test immer
lediglich deren Umgebung berücksichtigt werden, welche in einem
Entfernungsbereich von ungefähr ±1 km liegt. Damit ist
beispielsweise mit einer vorgebbaren
Detektionswahrscheinlichkeit ein gut reflektierendes Radarziel von einer dieses
umgebenden Wolkenformation, beispielsweise ebenfalls gut
reflektierenden Cumuluswolken und/oder Regen,
unterscheidbar. Die CFAR-Anordnung CFAR erzeugt also ein
Ausgangssignal, das einen vorgebbaren CFAR-Schwellwert
überschreitet.
Mit der nachfolgend beschriebenen Anordnung wird nun
geprüft, ob in dem Ausgangssignal der CFAR-Anordnung CFAR die
eingangs erwähnten Cluster, die lediglich zu detektierenden
Zielen zuzuordnen sind, vorhanden sind. Diese Cluster
enthalten Echo-Amplitudenwerte in benachbarten (Azimut-
und/oder Entfernungsrichtung) Radar-Auflösungszellen. Es
ist nun ersichtlich, daß die Größe eines Clusters im
wesentlichen von der Größe des Radar-Ziels und dessen
Entfernung zu der Radarantenne abhängt. Mit der nachfolgend
beschriebenen Anordnung wird nun in vorteilhafter Weise
erreicht, daß selbst kleinere Ziele, beispielsweise
Seezeichen (Bojen, Tonnen) und/oder kleine Schiffe (Fischerboote)
in unmittelbarer Nachbarschaft von großen Radarzielen,
beispielsweise hochseetüchtigen Handelsschiffen, gut
detektierbar sind, und zwar im wesentlichen unabhängig von der
Entfernung zu der Radarantenne.
Aufgrund dieser Eigenschaften werden nun zunächst aus dem
Ausgangssignal der CFAR-Anordnung CFAR immer lediglich
diejenigen Auflösungszellen ausgewählt, denen ein vorgebbarer
Abtastwertebereich, beispielsweise maximal 10%, der
größten Abtastwerte innerhalb des vorgebbaren zu überwachenden
Gebietes zuzuordnen ist. Diese Auswahl der größten
Abtastwerte erfolgt in der Reduktions-Schwellen-Anordnung RED_S,
die vorteilhafterweise als schnelle Hardware-Schaltung
ausgebildet ist und die beispielsweise einen Maximumdetektor
für die Abtastwerte enthält. Der Abtastwertebereich wird
ermittelt und eingestellt durch die mit RED_MM bezeichnete
Reduktions-Schwellen-Mangement-Anordnung. Da nun zwischen
den ausgewählten größten Abtastwerten relativ große
zeitliche Lücken, bezogen auf die Abtastwerte, auftreten können,
werden die Ausgangs-Abtastwerte und die zugehörigen Radar-
Auflösungszellen der Reduktions-Schwellen-Anordnung RED_S
zwischengespeichert in einem sogenannten FIFO-Speicher FIFO
("First In First Out", z. B. einem Schieberegister), mit
vorgebbarer Speicherkapazität, die beispielsweise an die
maximal zu erwartende Menge der Radarziele innerhalb der zu
überwachenden Gebiete angepaßt ist. In Abhängigkeit von der
Speicherplatzbelegung des FIFO-Speichers FIFO, beispielsweise
bei einem zu erwartenden sogenannten Überlauf,
erfolgt eine Rückmeldung an die
Reduktions-Schwellen-Management-Anordnung RED_MM, worauf die Reduktions-Schwelle (RED
_-S) dementsprechend angepaßt wird.
Die Ausgangssignale des FIFO-Speichers FIFO werden nun
einem in der Radartechnologie üblichen
Sweep-to-Sweep-Korrelator SWC zugeführt, in welchem geprüft wird, ob in jeweils
zwei aufeinander folgenden Sweeps im jeweils selben
Entfernungs-Inkrement Radarechos vorhanden sind. Bejahendenfalls
werden diese "zeitlich stabilen" Abtastwerte als
Ausgangssignal ausgegeben. Andernfalls werden die Radarechos des
älteren Sweeps unterdrückt.
Das Ausgangssignal des Sweep-to-Sweep-Korrelators SWC
enthält lediglich derartige zeitlich stabile Abtastwerte sowie
die zugehörigen Auflösungszellen. Es ist ersichtlich, daß
die Anzahl der hier vorhandenen und noch weiter zu
verarbeitenden Abtastwerte erheblich verringert ist,
beispielsweise auf einen Wert von kleiner ungefähr 10%, bezogen auf
die Anzahl der Abtastwerte am Ausgang des Analog/Digital-
Wandlers ADC.
Das Ausgangssignal des Sweep-to-Sweep-Korrelators SWC wird
einer Clustererkennung CLST zugeführt, in welcher mittels
einer vorgebbaren Schwelle offensichtliche Cluster, die
beispielsweise eine vorgebbare Minimalgröße besitzen,
unmittelbar über einem mit "JA" bezeichneten Ausgang einer
Treffererkennung TRE zugeführt werden. An dem mit "NEIN"
bezeichneten Ausgang sind lediglich Abtastwerte vorhanden,
welche entweder Clutter oder kleinen Radar-Zielen, die
keine Clustermarkierung besitzen, zuzuordnen sind. Mittels der
Clustererkennung CLST erfolgt also vorteilhafterweise
bereits im sogenannten Rohvideobereich eine Ausblendung der
zu Clustern gehörenden Abtastwerte. Diese Cluster können
zunächst lediglich angeblichen Radar-Zielen zugeordnet
werden. Eine genaue Bestimmung der Zugehörigkeit zu einem zu
detektierenden Radar-Ziel erfolgt in der Treffererkennung
TRE, welcher eine Zielerkennung ZIE nachgeschaltet ist. Zu
dem Rohvideobereich gehören alle Abtastwerte, die
unmittelbar während eines Antennenumlaufs entstanden sind. Im
Rohvideobereich erfolgt insbesondere kein Vergleich derjenigen
Abtastwerte, die zu unterschiedlichen Antennenumläufen
gehören.
Mit der nachfolgend beschriebenen Anordnung wird nun
ermittelt, ob die an dem NEIN-Ausgang der Clustererkennung
CLST vorhandenen Abtastwerte zu Clutter oder kleinen
Radarzielen gehören. Diese Entscheidung wird auch bei der
Treffer- sowie der Zielerkennung TRE bzw. ZIE berücksichtigt.
Dazu werden die am NEIN-Ausgang der Clustererkennung
vorhandenen Abtastwerte einem in der Radartechnoligie üblichen
Antennenumlauf-Korrelator SSC ("Scan to Scan Correlator")
zugeführt. In diesem wird innerhalb des
Überwachungsgebietes für alle vorhandenen Radarzellen eine Umlaufkorrelation
("Scan to Scan Correlation") durchgeführt. Dazu werden die
jeweils aktuellen Abtastwerte mit den jeweils zugehörigen
des vorhergehenden Antennenumlaufs verglichen, welche in
einem Umlaufspeicher USP gespeichert sind. Ist eine
vorgebbare Übereinstimmung zwischen einem aktuellen Abtastwert
und dem zugehörigen gespeicherten vorhanden, so wird der
aktuelle Abtastwert an die Treffererkennung TRE
weitergeleitet. Ist dieser Vergleich für eine Radarzelle beendet,
so wird der zugehörige aktuelle Abtastwert im
Umlaufspeicher USP gespeichert. Das heißt, die vom vorhergehenden
Umlauf vorhandenen Abtastwerte werden fortlaufend durch die
aktuellen Abtastwerte ersetzt.
Der Umlaufspeicher USP wird vorzugsweise als relativ
kleiner, und daher kostengünstiger, listenförmig organisierter
Speicher ausgebildet. Das heißt, der Umlaufspeicher USP ist
an sich sättigbar bezüglich der von einem Antennenumlauf an
sich zu erwartenden und zu speichernden Menge der
Abtastwerte. Eine Sättigung wird aber mit einer Art
Füllstandsmessung, mit welcher fortlaufend die Anzahl der
belegten Speicherplätze ermittelt wird, dadurch vermieden,
daß bei einem Überschreiten eines vorgebbaren Füllstandes
(Anzahl belegter Speicherplätze) ein entsprechendes
Füllstandssignal an die
Reduktions-Schwellen-Mangement-Anordnung RED_MM ausgegeben wird. Die veranlaßt daraufhin in der
Reduktions-Schwellen-Anordnung RED_S eine Verringerung der
Anzahl der zu berücksichtigenden Abtastwerte,
beispielsweise dadurch, daß ausgehend von dem maximalen
Abtastwert der prozentuale Anteil der berücksichtigten
Abtastwerte gesenkt wird.
Die in dem Umlaufspeicher USP gespeicherten Abtastwerte
werden außerdem einem Clutter-Detektor CLD zugeführt.
Dieser erzeugt daraus für ein vorgebbares Cluttermeßgebiet,
das beispielsweise die Umgebung eines Clusters umfaßt, eine
Treffer-Erkennungsschwelle TEK_S, welche der
Treffererkennung TRE zugeführt wird, sowie eine Ziel-Erkennungsschwelle
ZEK_S, welche der Zielerkennung ZIE zugeführt wird. Diese
Erkennungsschwellen gelten einheitlich für das ausgewählte
Cluttermeßfeld. Diese Erkennungsschwellen können bestimmt
werden mittels in der Radartechnologie geläufiger
Verfahren, vorzugsweise einem Clutter-Statistik-Verfahren unter
Verwendung einer sogenannten geordneten Statistik ("ordered
statistic"). Bei Verwendung einer solchen geordneten
Statistik werden die in dem Cluttergemßgebiet vorhandenen
Amplitudenwerte, die keine Cluster-Kennung haben, von dem
Clutter-Detektor CLD in einer mit diesem verbundenen Clutter-
Statistik-Liste CSL, die als Datenspeicher ausgebildet ist,
abgespeichert, beispielsweise geordnet entsprechend der
Größe der Amplitudenwerte und einschließlich der
zugehörigen Häufigkeit (Anzahl der Abtastwerte, die zu einem
vorgebbaren Amplitudenwert gehören). Es entsteht eine
Häufigkeitsverteilung, aus welcher die genannten
Erkennungsschwellen ermittelt werden.
In der Treffer-Erkennung TRE werden sowohl die von der
Cluster-Erkennung CLST (JA-Ausgang) als auch die von der
Umlauf-Korrelation SSC herrührenden Amplitudenwerte
(Ausgangssignale) mit der Treffer-Erkennungsschwelle TEK_S
verglichen und lediglich die Amplitudenwerte, die größer als
die Treffer-Erkennungsschwelle TEK_S sind, an die
Zielerkennung ZIE weitergeleitet. Dort wird nach an sich
bekannten Verfahren, beispielsweise mittels eines
Wanderfenster-Detektors, eine genaue Zielerkennung durchgeführt. Zur
Kontrolle wird das Ausgangssignal der Treffer-Erkennung TRE
außerdem über das Display-Interface D_INTF dem Sichtgerät
SIG zugeleitet.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen Diagramme zur Erläuterung der
Funktion der beschriebenen Anordnung und zur Wirkungsweise der
dort auftretenden Amplitudenschwellen.
Fig. 2 zeigt ein beispielhaft gewähltes Rohvideosignal
(ausgezogene Line), das am Eingang der
Reduktions-Schwellen-Anordnung RED_S anliegt. Dabei sind die
(digitalisierten) Amplitudenwerte (Ordinate in willkürlichen Einheiten)
in Abhängigkeit von der Entfernung oder dem Azimutwert
(Abszisse) aufgetragen. Diese Rohvideosignal enthält
Seeclutter, der von der Wellenbewegung herrührt, sowie
Cluster, die einem Schiff zugeordnet werden können, und weitere
Reflexionen, die beispielsweise keine Cluster bilden
aber kleinen Radarzielen zugeordnet werden können.
Durch die Clustererkennung CLST (Fig. 1) können
Schiffsamplituden, die aufgrund der physikalischen Ausdehnung
eines Schiffs korreliert sind und daher in Cluster auftreten,
von Clutterechos unterschieden werden, welche im
allgemeinen nicht in Clusterform auftreten. Voraussetzung dafür ist
allerdings, daß die von der Reduktions-Schwellen Anordnung
RED_S erzeugte Reduktions-Schwelle nicht zu tief liegt,
beispielsweise auf dem Amplitudenwert RED_S1 (Fig. 2),
sondern hoch genug positioniert ist, beispielsweise auf dem
Amplitudenwert RED_S2, und damit den Clutter für die
weitere Auswertung ausreichend aufreißt, das heißt, es werden
nur noch die den Amplitudenwert RED_S2 überschreitenden
Amplitudenwerte weiterverarbeitet. Bei einer zulässigen
Datenrate von 5 bis 10% (oder bedarfsweise noch weniger) kann
dies immer erreicht werden.
Sogar bei clusterähnlichen Störungen, wie vom Schiff
abgesetze Heckseen zeigte das beschriebene Verfahren der
Clusterauswertung bessere Ergebnisse an den hier
durchgeführten Beispielen als die bisher üblichen Algorithmen.
Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß die Cluster-Erkennung CLST
vorteilhafterweise bereits im Rohvideosignal durchgeführt
wird, weil da die Strukturunterschiede der verschiedenen
Echoarten noch deutlicher ausgeprägt sind, als nach einer
Scan to Scan Correlation, wo die Echos durch ein
Glättungsverfahren nivelliert worden sind. Verwischte Strukturen
könnten dann möglicherweise zu Fehlinterpretationen führen.
Schiffe liefern Echos, die im allgemeinen über der durch
den Clutterdetektor CLD (Fig. 1) bestimmten Clutterschwelle
TEK_S liegen und die in einem lückenlosen Verbund (Cluster)
zusammenhängen. Durch die Clusterstruktur unterscheiden
sich diese (Ziel-)Echos von (hohen) Clutteramplituden, die
nach Bewertung durch die Reduktions-Schwellen Anordnung
RED_S (Reduktionsschwelle RED_S2) statistisch verteilt
(aufgerissen) auftreten. Möglicherweise in Blockstruktur
auftretender ausgedehnter Wetterclutter wird durch die
vorgeschaltete CFAR-Anordnung CFAR (Fig. 1) aufgerissen und
tritt vorteilhafterweise nicht mehr in geschlossener
Blockform auf.
Die Clusterbetrachtung macht erst dann einen Sinn, wenn der
Clutter aufgrund der beschriebenen Maßnahmen in seinen
kleineren Amplituden soweit ausgedünnt worden ist, daß er
keine Cluster mehr mit den höheren Amplituden bildet, aber
Zielamplituden (Schiffe) davon unbeeinflußt bleiben
(Clutterechos, die in Fig. 2 über der Schwelle RED_S2
liegen). Die Cluster-Erkennung CLST funktioniert nicht, wenn
alle Echo-Amplituden der zugehörigen
Verteilungsdichtefunktion (VDF) verarbeitet werden würden, das betrifft alle
Amplitudenwerte, die über dem Schwellwert RED_S1 liegen.
Die Cluster-Erkennung CLST benötigt eine genügend hohe
Reduktionsschwelle RED_S2 in Verbindung mit der von der CFAR-
Anordnung CFAR erzeugten CFAR-Schwelle. Unter dieser
Voraussetzung liegt die Reduktionsschwelle RED_S2 dann bei
ungefähr 5 bis 10% der ursprünglichen Echo-Menge im oberen
(großen) Amplitudenbereich der VDF. Bei großen Clutter-
Meßgebieten kann bedarfsweise ein noch geringerer
Prozentsatz eingesetzt werden.
Die Einführung der Reduktionsschwelle RED_S2 bewirkt eine
Veränderung der Amplituden-Verteilung (VDF). Dadurch, daß
nur noch ein geringer Prozentsatz der ursprünglichen VDF
zugelassen wird, weicht diese neue VDF erheblich von der
ursprünglichen ab. Hier werden die Vorteile einer, von der
VDF unabhängigen Schwellengenerierung erkennbar.
Im folgenden wird die durch die Reduktionsschwelle RED_S2
abgeschnittene VDF als VDF_ab bezeichnet.
Das Ziel der Cluster-Erkennung CLST ist es also, Clutter-
und Zielechos möglichst frühzeitig zu trennen, um sie dann
jeweils verschiedenen Verarbeitungsalgorithmen zuzuführen.
In Fig. 3 sind verschiedene Verteilungsdichtefunktionen VDF
(Abhängigkeit der Häufigkeit (Ordinate) der Amplitudenwerte
von der Größe der Amplitudenwerte (Abszisse)) dargestellt.
Es ist ersichtlich, daß es nahezu unmöglich ist, aus einer
ursprünglichen VDF (hier: VDF (Clutter + Schiff), welche einer
Amplitudenverteilung am Ausgang des Analog/Digitalwandlers
ADC (Fig. 1) entspricht, alleine d. h., ohne weitere
Zusatzinformation, die VDFs für Schiffe und Clutter zu trennen,
da sich beide Informationen in ihren Amplituden innerhalb
der VDF vermischen und nicht getrennt zugänglich sind. Die
gemeinsame VDF aus Clutter und Schiff
(VDF (Clutter + Schiff)), wird gegenüber der VDF aus reinem
Clutter (VDF (Clutter)) an ihrem oberen Ende durch die
Schiffsamplituden (VDF (Schiff)) erweitert, d. h., es treten
zusätzlich höhere Amplituden auf, bzw. die Häufigkeit der
höheren Amplituden wird größer. In der gemeinsamen VDF ist
also keine Unterscheidung zwischen Clutter und Schiff
möglich. Dieses ist jedoch vorteilhafterweise mittels der
Cluster-Erkennung CLST möglich durch Untersuchen der
Clusterstruktur innerhalb der gemeinsamen VDF und weiterhin eine
Auflösung, bzw. Trennung der Echos von Clutter und Schiff.
Fig. 3 zeigt die gemeinsame VDF (Clutter + Schiff), die
Auflösung in ihre Komponenten VDF (Clutter) sowie VDF (Schiff) und
schließlich die "abgeschnittenen" VDFs, nämlich die gemeinsame
VDF_ab (Clutter + Schiff), sowie ebenso die zugehörigen
Komponenten VDF_ab (Clutter) und VDF_ab (Schiff).
Echoamplituden, die nach der eingangs erwähnten
Clusterdefinition nach Überschreitung der Reduktionsschwelle RED_S2
im Verbund auftreten, erhalten eine Cluster-Kennung (CLST-
K). Diese Amplituden werden als definierte Zielechos im
weiteren sowohl von der Umlaufkorrelation SSC als auch von
der Cluttermessung für die Schwellenbestimmung im Clutter-
Detektor CLD fern gehalten. Sie werden direkt der
Treffererkennung TRE zugeführt. Die separierten Echoamplituden
(fett dargestellte Kurve in Fig. 3) aus der VDF_ab (Clutter)
werden dagegen sowohl der Umlaufkorrelation SSC als auch
der Cluttermessung im Clutterdetektor CLD zugeführt
(Fig. 1).
Die Umlaufkorrelation SSC (Figur i) dekorreliert die Echos
eines Seeclutter-Elementes, das sich während des
Antennendurchgangs stationär verhält und daher korrelierte
Seeclutterechos liefert, in zwei aufeinander folgenden (Antennen-
)Umläufen. Durch Integration der dekorrelierten
Seeclutterechos wird eine Clutternivellierung mit daraus folgender
Störabstandsverbesserung für die (See-)Ziele erreicht. Die
Umlaufkorrelation SSC integriert dazu in jedem
Antennenumlauf die aktuelle Echo-Amplitude zu dem
Integrationsergebnis aus dem vergangenen Antennenumlauf für jede Radarzelle
des Überwachungsbereichs. Um die Integration zu
ermöglichen, ist ein Umlauf-Speicher USP notwendig, der das
Integrationsergebnis des vergangenen Umlaufs speichert und das
neue wieder aufnehmen kann. Zur Umlaufkorrelation SSC
werden also nur diejenigen relevanten Amplituden zugelassen,
welche die Reduktionsschwelle RED_S2 überschreiten und
welche kein Custererkennungs-Bit (CLST-K Bit) haben.
Amplituden mit CLST-K Bit werden nicht der Umlaufkorrelation SSC
unterworfen und auch nicht in dem Clutter-Detektor CLD zur
Cluttermessung zugeleitet.
Wenn allerdings nur ca. 5 bis 10% der möglichen Radarechos
zur Weiterverarbeitung zugelassen werden, macht es keinen
Sinn, für die Umlaufkorrelation SSC einen nicht sättigbaren
Umlaufspeicher (USP) für alle möglichen Radarzellen
einzusetzen.
Die Umlaufkorrelation SSC verwendet daher aus ökonomischen
Gründen einen sättigbaren Umlaufspeicher USP, der nur eine
Speicher-Kapazität für die relevanten ca. 5% bis 10% der
möglichen Radarechos (plus Reserve) aufweist, welche die
Reduktionsschwelle RED_S2 überschreiten. Dabei handelt es
sich vorwiegend um die Clutterspitzen.
Der Umlaufspeicher USP ist sättigbar. Das heißt, die
Organisation ist nicht mehr streng positionsorientiert wie die
eines nicht sättigbaren USP (dort: Adresse = Position),
sondern hat die Struktur einer sortierten Liste. Die hier
abgelegten Clutteramplituden werden lückenlos aneinander
gereiht, bzw. aufgelistet. Außerdem ist der USP nicht mehr in
einem vom einem Azimut-Geber vorgegebenen feinen AZ-Raster
organisiert, sondern in einem groberen AZ-Raster, das der
azimutalen Breite der halben 3 dB-Antennenkeule entspricht.
Dieses AZ-Raster wird im weiteren USP-Raster genannt. Im
USP wird der zuvor in der Umlaufkorrelation SSC gebildete
Maximalwert aus den in das USP-Raster fallenden Amplituden
nach Verknüpfung desselben mit dem im USP gespeicherten
Vergangenheitswert wieder im USP als geglättete Amplitude
abgelegt. Die unter einem USP-Raster abgelegten geglätteten
Amplituden haben die Struktur eines Sweeps und werden im
weiteren USP-Sweep genannt. Zu Beginn eines USP-Sweeps wird
der zugehörige USP-Raster-Azimut abgespeichert. Dahinter
werden die geglätteten Amplituden mit der zugehörigen
Entfernung lückenlos aufgelistet. Für den USP-AZ und die
dahinter aufgelisteten geglätteten Amplituden werden jeweils
verschiedene Wortkennungen verwendet. Der USP wird bei
jeder neuen Umdrehung vollständig umgewälzt. Er muß so
bemessen sein, daß seine Kapazität ungefähr 50% über der maximal
zu erwartenden Füllmenge liegt. Damit werden eventuelle
Ballungssituationen und alterungsbedingte Verweilzeiten von
Amplituden im USP berücksichtigt. Bei Neubeginn einer
(Antennen-)Umdrehung wird die erste (älteste) Amplitude des
gespeicherten (vergangenen) Umlaufs über einen Lesezeiger
(LZ) gelesen. Ein Scheibzeiger (SZ) steht auf dem ersten
freien Platz direkt nach dem Ende des gespeicherten
(vergangenen) Umlaufs. Er nimmt die, in der
Umlaufkorrelation SSC aktualisierte Amplitude wieder auf. Der USP
unterscheidet zwei unterschiedliche Verarbeitungszyklen.
Zyklus 1: Innerhalb des USP-Rasters wird der USP nur
gelesen und nur die jeweils aktuelle Einzelamplitude geglättet.
Zyklus 2: Am USP-Rasterende wird der jeweilige Maximalwert
aus Amplituden innerhalb des Rasters mit dem im USP
enthaltenen Vergangenheitswert verküpft und der USP dadurch
aktualisiert.
Der Clutter-Detektor CLD korrespondiert mit dem
Umlaufspeicher USP und der Clutter-Statistik-Liste CSL. Er erzeugt
schließlich aus den Daten der CSL für jedes
Cluttermeßgebiet die zugehörige Treffer-Erkennungs-Schwelle TEK_S und
die Ziel-Erkennungs-Schwelle ZEK_S. Für die Erzeugung der
Schwellen liest er zunächst aus dem USP die Echos, die in
dem jeweiligen Cluttermeßfeld positioniert sind, sortiert
sie nach ihrer Amplitude und bestimmt für jede Amplitude
die zugehörige Häufigkeit. Beide Werte (Amplitude und Häufigkeit)
werden in die Clutter-Statistik-Liste (CSL)
eingetragen. Da im USP und in der CSL als Folge der Cluster-
Selektion nur vermeintliche Clutteramplituden enthalten
sind, erzeugt der CLD die genannten Schwellen direkt aus
den in der CSL abgelegten Amplituden. Die Clutterschwelle
TEK_S kann dann nach Feststellung der Amplitude, bei der
eine geforderte Falsch Alarm Wahrscheinlichkeit (PFA)
erreicht wird, direkt auf den ermittelten Wert TEK_S2 (Fig. 3)
gesetzt werden. In Fig. 3 wird dies durch die
VDF_ab (Clutter) wiedergegeben. Würde keine Clusterselektion
durchgeführt, das heißt, wären die Schiffsamplituden noch
in der CSL enthalten, so wäre die Clutterschwelle TEK_S zu
hoch positioniert, z. B. an der Stelle TEK_S1 (Fig. 3).
Die Zielerkennungs-Schwelle ZEK_S kann beispielsweise aus
der Treffererkennungsschwelle TEK_S (Clutterschwelle) und
einem angenommenen Korrelationsgrad ermittelt werden.
Außerdem ist die ZEK_S beispielsweise noch von einer
Wanderfensterlänge abhängig.
Eine Unterteilung des Cluttermeßgebietes in kleinere
Subfelder, wovon bisher üblicherweise jene Subfelder mit
Schiffsinformation für die Bestimmung des Clutterpegels
eliminiert wurden, ist nicht nötig, weil derselbe Zweck
durch die beschriebene Cluster-Selektion erfüllt wird.
Für den Fall, daß dennoch Zielamplituden und/oder
Störamplituden, die ihre Ursache in Zielen haben, in der Clutter-
Statistik-Liste CSL existieren, die bei der
Clustererkennung nicht als solche erkannt und/oder markiert werden
konnten, wird zunächst in der Clutter-Statistik-Liste CSL
geprüft, ob ein 1. Minimum in der Verteilungsdichtefunktion
VDF_ab (Clutter) existiert. Wenn das der Fall ist, wird
entsprechend Fig. 4 die Treffererkennungsschwelle TEK_S (Clutterschwelle)
auf den Wert eines in der VDF_ab (Clutter)
auftretenden ersten Minimums gesetzt. Das auf das 1. Minimum
folgende Maximum basiert dann auf zu detektierenden
Zielamplituden, die beispielsweise sogenannten Schiffsresten,
das heißt, zu einem Schiff gehörenden kleinen Radar-Zielen,
beispielsweise Schiffsaufbauten, zugeordnet werden können
und/oder kleinen und/oder weit entfernten Schiffen. Wenn
die Treffererkennungsschwelle TEK_S (Clutterschwelle)
beispielsweise entsprechend einer Falsch Alarm
Wahrscheinlichkeit PFA von 5.10-4 bestimmt werden soll, so wird in der
Clutter-Statistik-Liste CSL festgestellt, bei welcher
Amplitude die geforderte Summenhäufigkeit von 5.10-4 (bezogen
auf die Anzahl der Radarzellen innerhalb eines
Cluttermeßgebietes) erreicht wird. Die Summenhäufigkeit wird gebildet
durch Addition der Häufigkeiten, ausgehend von der höchsten
vorkommenden Amplitude in der Clutter-Statistik-Liste CSL
in Richtung kleinere Amplituden. Die Treffer Erkennungs
Schwelle TEK_S wird auf den entsprechenden Amplitudenwert
festgelegt, auch wenn die geforderte Summenhäufigkeit noch
nicht voll erreicht ist. Sie wird erst im folgenden
(Antennen-)Umlauf wirksam.
Für die Zielerkennung, beispielsweise mit Hilfe eines
Mehrbit-Wanderfensterdetektors (WFD), kann die
Zielerkennungsschwelle ZEK_S aus der Treffer Erkennungs Schwelle TEK_S,
einem angenommenen Korrelationsgrad für Zielamplituden und
der WFD-Länge (WFL) ermittelt werden.
Die Clutter-Statistik-Liste CSL wird, wie erwähnt, vom
Clutter-Detektor CLD aktualisiert. Sie enthält die
relevanten Echos aus einem genügend großen Cluttermeßfenster nach
Amplituden sortiert. Jede Amplitude wird zusätzlich
gezählt, so daß am Ende des Cluttermeßgebietes, d. h., wenn
alle Amplituden des Meßgebietes aus dem USP gelesen sind,
eine Amplituden-Statistik des Meßgebietes vorliegt. Diese
Statistik gibt von jeder Amplitude die entsprechende
Häufigkeit an. Damit enthält die CSL die VDF_ab (Clutter), wie
in Fig. 3 dargestellt. Nach Ermittlung der Clutterschwellen
für ein Meßgebiet werden die erzeugten Schwellen für den
kommenden Umlauf gespeichert. Bei Antennenumdrehungszeiten
von 2 bis 3 Sekunden ist in dieser Zeit nicht mit einer
Clutteränderung zu rechnen. Nachdem die Schwellen aus einer
aktuellen CSL berechnet sind, wird die CSL wieder gelöscht
und damit wieder für ein neues Cluttermeßgebiet
bereitgestellt.
Die Zielerkennung ZIE (Zielextraktor) erhält die, in einem
Clusterverbund aufgetretenen vermeintlichen
Schiffsamplituden als Rohradar-Information und sporadisch die wenigen
geglätteten vermeintlichen Clutteramplituden, nachdem beide
Echoarten die TEK_S überschritten haben. Für die
Zielerkennung kann beispielsweise ein Wanderfenster-Detektor
Verfahren (WFD) eingesetzt werden.