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Dokumentenidentifikation DE10138056A1 13.02.2003
Titel Turbomaschine
Anmelder Atlas Copco Energas GmbH, 50999 Köln, DE
Erfinder Bosen, Werner, Dipl.-Ing., 51143 Köln, DE
Vertreter Honke und Kollegen, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 03.08.2001
DE-Aktenzeichen 10138056
Offenlegungstag 13.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.2003
IPC-Hauptklasse F01D 3/04
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist eine Turbomaschine mit Gehäuse (1), Rotorwelle (2), einem an einem Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad (3) einer zentripetal durchströmten Expansionsturbinenstufe (4), einem an dem anderen Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad (5) einer radial durchströmten Verdichterstufe (6), einer Messeinrichtung (7) zur direkten Erfassung eines Achsschubes der in Wälzlagern (8) gelagerten Rotorwelle (2) und mindestens zwei von einem Regler (9) gesteuerten Druckregelventilen (10, 11) in Steuerleitungen (12, 13). Über die Steuerleitungen (12, 13) ist eine gegen das Gehäuse abgedichtete Rotorkolbenfläche (14) an der Rückseite z. B. des Verdichterlaufrades (5) mit dem am Eintritt in die Verdichterstufe herrschenden Druck (p1) und dem Druck (p2) am Austritt der Verdichterstufe (6) beaufschlagbar. Der Regler (9) betätigt nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil (10) in der von dem Verdichtereintrittsdruck (p1) beaufschlagten Steuerleitung (12) oder das Druckregelventil (11) in der unter dem Verdichteraustrittsdruck (p2) stehenden Steuerleitung (13), um einen außerhalb eines vorgegebenen Sollwertbereiches liegenden Achsschub durch Druckerhöhung oder Druckminderung an der Rotorsteuerfläche (14) zu beseitigen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Turbomaschine mit Gehäuse, Rotorwelle, einem an einem Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad einer zentripetal durchströmten Expansionsturbinenstufe und einem an dem anderen Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad einer radial durchströmten Verdichterstufe.

Turbomaschinen des beschriebenen Aufbaus, die auch als Turboexpander bezeichnet werden, werden im industriellen Einsatz bevorzugt auf einem hohen Druckniveau betrieben, wobei häufig der in Achsrichtung der Rotorwelle gerichtete Turbinenaustrittsdruck von dem ebenfalls axial gerichteten Verdichtereintrittsdruck stark abweicht. Durch den Differenzdruck zwischen der Verdichterstufe und der Expansionsturbinenstufe werden große Achsschubkräfte auf die mit hoher Drehzahl betriebene Rotorwelle ausgeübt. Der Achsschub kann zwar durch ein ausreichend dimensioniertes Axiallager komplett aufgenommen werden, doch erzeugen Axiallager, die zur Aufnahme hoher Betriebsachsschübe und Stöße ausgelegt sind, erhebliche Verlustleistungen. Die Verlustleistung der für den ungünstigsten Betriebsfall ausgelegten Axiallager kann 5 bis 10% der Turbinenexpansionsleistung betragen. Entsprechend vermindert sich die an der Verdichterstufe zur Verfügung stehende Antriebsleistung, was den Gesamtwirkungsgrad einer Anlage, z. B. einer Kälteanlage, in der die Turbomaschine zum Einsatz kommt, reduziert.

Vorteilhaft erscheint die Verwendung von Hochgenauigkeits- Schrägkugellagern, die auch bei sehr hohen Drehzahlen nur geringe Verluste erzeugen. Sie können in speziellen Ausführungen mit einem Drehzahl-Durchmesser-Produkt von bis zu 2,5.106 mm/min betrieben werden. Dieser Wert reicht aus, um beispielsweise einen Kälte-Turboexpander mit einem Expansionsdruckverhältnis pEin/pAus = 10 an der Expansionsturbinenstufe zu betreiben. Hochgenauigkeits-Wälzlager erreichen allerdings nur dann eine akzeptable Lebensdauer, wenn die Wälzlager im Dauerbetrieb geringen Kräften, insbesondere geringen Axialkräften, ausgesetzt sind. Die zulässigen Werte reichen im Regelfall nicht aus, um die beim Betrieb eines Turboexpanders auftretenden Achsschübe und Stöße aufzunehmen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Turboexpander eine Achsschubkompensation vorzusehen, die automatisch regelbar ist und sich selbsttätig an unterschiedliche Betriebsbedingungen des Turboexpanders anpasst.

Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Turbomaschine mit

Gehäuse,

Rotorwelle,

einem an einem Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad einer zentripetal durchströmten Expansionsturbinenstufe,

einem an dem anderen Wellenende der Rotorwelle fliegend angeordneten Laufrad einer radial durchströmten Verdichterstufe,

einer Messeinrichtung zur direkten Erfassung eines Achsschubes der in Wälzlagern gelagerten Rotorwelle und

mindestens zwei von einem Regler gesteuerten Druckregelventilen in Steuerleitungen,

wobei über die Steuerleitungen eine gegen das Gehäuse abgedichtete Rotorkolbenfläche an der Rückseite eines der Laufräder mit den am Eintritt und Austritt der Stufe herrschenden Drücken beaufschlagbar ist und wobei der Regler nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil in der von dem höheren druckbeaufschlagten Steuerleitung oder das Druckregelventil in der unter dem niedrigeren Druck stehenden Steuerleitung betätigt, um einen außerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches liegenden Achsschub durch Druckerhöhung oder Druckminderung an der Rotorkolbenfläche zu beseitigen.

Die Rotorkolbenfläche kann beispielsweise an der Rückseite des Verdichterlaufrades vorgesehen sein. Über die Steuerleitungen ist die mit dem am Eintritt in die Verdichterstufe herrschenden Druck und dem Druck am Austritt der Verdichterstufe beaufschlagbar, wobei der Regler nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil in der von dem Verdichtereintrittsdruck beaufschlagten Steuerleitung oder das Druckregelventil in der unter dem Verdichteraustrittsdruck stehenden Steuerleitung betätigt. Im Rahmen der Erfindung liegt aber auch eine Ausführung gemäß Anspruch 3, bei der die Rotorkolbenfläche an der Rückseite des Laufrades der Expansionsturbinenstufe vorgesehen ist.

Für die Wälzlagerung der Rotorwelle wird ein zulässiger Achsschub festgelegt. Beim Betrieb der Turbomaschine vergleicht der Regler die von der Messeinrichtung aufgenommenen Achsschubmesswerte mit dem vorgegebenen Sollwertbereich. Liegt der gemessene Achsschub außerhalb des Sollwertbereiches, wird eines der beiden Druckregelventile zum Zwecke der Korrektur des Achsschubes angesteuert. Durch die Druckregelventile kann der Druck an der Rotorkolbenfläche feinfühlig geregelt werden. Je nach dem, in welcher Richtung der Achsschub korrigiert werden muss, wird der Druck an der Rotorkolbenfläche erhöht oder vermindert.

In weiterer Ausgestaltung lehrt die Erfindung, dass Zusatzsteuerleitungen mit jeweils einem Ventil vorgesehen sind, wobei über die Zusatzsteuerleitungen eine weitere, gegen das Gehäuse abgedichtete Rotorkolbenfläche an der Rückseite des anderen Laufrades mit den am Eintritt dieser Stufe herrschenden Druck und dem Druck am Austritt dieser Stufe beaufschlagbar ist.

Die Ventile der Zusatzsteuerleitungen können als Druckregelventile ausgebildet sein, die ebenfalls von dem Regler angesteuert werden. Die Steuerung der Druckregelventile in den Steuerleitungen sowie den Zusatzsteuerleitungen erfolgt dabei so, dass die Druckänderungen an den Rotorkolbenflächen des Verdichterlaufrades und des Turbinenlaufrades sich so ergänzen, dass die Kompensationskraft für die Achsschubkompensation verstärkt wird. Insofern sind die Druckregelventile beispielsweise so geschaltet, dass eine Erhöhung des Druckes an der Rotorkolbenfläche der Verdichterstufe mit einer Druckminderung an der Rotorkolbenfläche des Turbinenlaufrades kombiniert ist. Entsprechend wird eine Druckminderung an der Rotorkolbenfläche des Verdichterlaufrades mit einer Druckerhöhung einer Rotorkolbenfläche des Turbinenlaufrades kombiniert. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung können sehr große Kompensationskräfte aufgebracht und präzise geregelt werden, so dass der Achsschub der Rotorwelle in einem engen, für Hochgenauigkeitswälzlager zulässigen Sollwertbereich bleibt.

Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, dass die Ventile der Zusatzsteuerleitungen schnell öffnende Schaltventile, z. B. Magnetventile, sind. Die Verwendung von schnell öffnenden Schaltventilen bietet sich an, um stoßartige Achsschubänderungen schnell zu korrigieren. Dabei wird die zusätzliche Rotorkolbenfläche schnell mit jeweils dem niedrigeren oder höheren Druck in voller Stärke beaufschlagt.

Die Messeinrichtung weist gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung einen ringförmigen Kraftaufnehmer auf, der zwischen einem vom Achsschub der Rotorwelle belasteten gehäuseseitigen äußeren Lagerring eines Wälzlagers und der entsprechenden Anschlagfläche des Gehäuses angeordnet ist. Der Kraftaufnehmer kann Dehnungsmessstreifen aufweisen und misst damit zeitunabhängig auch unveränderte Achsschübe, wie etwa eine axiale Lagervorspannkraft im Stillstand, ohne Druckbeaufschlagung der Turbomaschine.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Turbomaschine mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung zur Achsschubkompensation,

Fig. 2 und 3 weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die in den Figuren dargestellte Turbomaschine besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem Gehäuse 1 und einem wälzgelagerten Rotor mit einer Rotorwelle 2, einem an einem Wellenende der Rotorwelle 2 fliegend angeordneten Laufrad 3 einer zentripetal durchströmten Expansionsturbinenstufe 4 sowie einem an dem anderen Wellenende der Rotorwelle 2 fliegend angeordneten Laufrad 5 einer radial durchströmten Verdichterstufe 6. Die Turbomaschine ist mit einer Messeinrichtung 7 zur direkten Erfassung eines Achsschubes der in Wälzlagern 8 gelagerten Rotorwelle 2 ausgerüstet und weist mindestens zwei von einem Regler 9 gesteuerte Druckregelventile 10, 11 auf. Ein Druckregelventil 10 ist in einer Steuerleitung 12 angeordnet, die an den Eintritt der Verdichterstufe 6 angeschlossen ist. Das andere Druckregelventil 11 ist in einer Steuerleitung 13 angeordnet, die mit der Austrittsseite der Verdichterstufe 6 verbunden ist.

Über die Steuerleitungen 12, 13 ist eine gegen das Gehäuse 1 abgedichtete Rotorkolbenfläche 14 an der Rückseite des Verdichterlaufrades 5 mit dem am Eintritt in die Verdichterstufe herrschenden niedrigerem Druck p1 und dem höheren Druck p2 am Austritt der Verdichterstufe 6 mehr oder weniger beaufschlagbar. Der Regler 9 betätigt nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil 10 in der von dem Verdichtereintrittsdruck p1 beaufschlagten Steuerleitung 12 oder das Druckregelventil 11 in der unter dem Verdichteraustrittsdruck p2 stehenden Steuerleitung 13, um einen außerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches liegenden Achsschub durch Druckerhöhung oder Druckminderung an der Rotorkolbenfläche 14 zu beseitigen. Den Figuren entnimmt man, dass die Steuerleitungen 12, 13 an der Rückseite des Verdichterlaufrades 5 an die Verdichterstufe 6 angeschlossen sind und dass die Rotorkolbenfläche 14 im Ausführungsbeispiel von einer gegen das Gehäuse 1 abgedichteten Rückenfläche des Verdichterlaufrades 6 gebildet wird.

Die Messeinrichtung 7 weist einen ringförmigen Kraftaufnehmer auf, der zwischen einem von einem Achsschub der Rotorwelle 2 belasteten gehäuseseitigen äußeren Lagerring eines Wälzlagers 8 und einer Anschlagfläche des Gehäuses 1 angeordnet ist und mit Dehnungsmessstreifen arbeitet. Liegt der von der Messeinrichtung 7 erfasste Kraftmesswert F außerhalb des vorgegebenen Sollwertbereiches ΔF, so wird eines der beiden Druckregelventile 10, 11 angesteuert. Liegt z. B. der Messwert F unterhalb ΔFsoll wird das in der von dem Verdichtereintrittsdruck p1 beaufschlagte Druckregelventil 10 angesteuert und der Druck an der Rotorkolbenfläche 14 so weit reduziert, bis der Messwert wieder im vorgegebenen Sollwertbereich liegt. Steigt der Messwert F oberhalb ΔFsoll an, wird zunächst das Druckregelventil 10 zurückgesteuert, bis es wieder geschlossen ist. Erst dann wird, falls der Messwert F immer noch oberhalb ΔFsoll liegt, das andere, in der von dem Austrittsdruck p2 beaufschlagten Steuerleitung angeordnete Druckregelventil 11 betätigt und der Druck an der Rotorkolbenfläche 14 so weit erhöht, bis der Messwert wieder in dem vorgegebenen Sollwertbereich liegt.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführung sind Zusatzsteuerleitungen 15, 16 vorgesehen, die an der Rückseite des Turbinenlaufrades 3 an die Expansionsturbinenstufe 4 angeschlossen sind und jeweils ein von dem Regler 9 gesteuertes Druckregelventil 17, 18 aufweisen. Über die Zusatzsteuerleitungen ist eine weitere, gegen das Gehäuse 1 abgedichtete Rotorkolbenfläche 19 an der Rückseite des Laufrades 3 der Expansionsturbinenstufe mit dem am Eintritt der Expansionsturbinenstufe 4 herrschenden Turbinenzuführdruck p3 und dem Turbinenaustrittsdruck p4 am Ausgang der Expansionsturbinenstufe 4 beaufschlagbar. Die zusätzliche Rotorkolbenfläche 19 wird von einer gegen das Gehäuse 1 abgedichteten Rückenfläche des Turbinenlaufrades 3 gebildet. Die in Fig. 2 dargestellte Ausführung kommt in Betracht, wenn sehr große Kompensationskräfte zum Ausgleich des Achsschubes erforderlich sind. Die Druckregelventile 10, 11 in den Steuerleitungen 12, 13 und die Druckregelventile 17, 18 in den Zusatzsteuerleitungen 15, 16 sind dabei paarweise so geschaltet, dass die Druckänderungen an den Rotorsteuerflächen 14, 19 gleichgerichtete Wirkungen entfalten. So wird beispielsweise eine Druckerhöhung an der Rotorkolbenfläche 14 des Verdichterlaufrades 5 mit einer Druckminderung an der Rotorsteuerfläche 19 des Turbinenlaufrades 3 kombiniert. Folglich werden die Druckregelventile 11 und 18 angesteuert.

Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung sind ebenfalls Zusatzsteuerleitungen 15, 16 mit jeweils einem Ventil 20, 21 vorgesehen. Die Ventile 20, 21 sind schnell öffnende Schaltventile, beispielsweise Magnetventile. Bei stoßartigen Achsschubänderungen wird je nach Achsschubrichtung das eine oder andere Schaltventil betätigt und die zugeordnete Rotorkolbenfläche 19 an der Rückseite des Turbinenlaufrades 3 mit einem niedrigeren oder höheren Druck p4, p3 in voller Stärke beaufschlagt. Es versteht sich, dass die in Fig. 2 und 3 beschriebenen Maßnahmen auch miteinander kombiniert werden können.

Die Rotorwelle 2 ist in den Ausführungsbeispielen in Hochgenauigkeits-Schrägkugellagern gelagert. Diese Lager können mit einem Drehzahl-Durchmesser-Produkt von bis zu 2,5.106 mm/min betrieben werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Turbomaschine mit

    Gehäuse (1),

    Rotorwelle (2),

    einem an einem Wellenende der Rotorwelle (2) fliegend angeordneten Laufrad (3) einer zentripetal durchströmten Expansionsturbinenstufe (4),

    einem an dem anderen Wellenende der Rotorwelle (2) fliegend angeordneten Laufrad (5) einer radial durchströmten Verdichterstufe (6),

    einer Messeinrichtung (7) zur direkten Erfassung eines Achsschubes der in Wälzlagern (8) gelagerten Rotorwelle (2) und

    mindestens zwei von einem Regler (9) gesteuerten Druckregelventilen in Steuerleitungen,

    wobei über die Steuerleitungen eine gegen das Gehäuse (1) abgedichtete Rotorkolbenfläche (14 oder 19) an der Rückseite eines der Laufräder (5 oder 3) mit den am Eintritt und Austritt der Stufe herrschenden Drücken (p1, p2 bzw. p3, p4) beaufschlagbar ist und wobei der Regler (9) nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil in der von dem höheren druckbeaufschlagten Steuerleitung oder das Druckregelventil in der unter dem niedrigeren Druck stehenden Steuerleitung betätigt, um einen außerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches liegenden Achsschub durch Druckerhöhung oder Druckminderung an der Rotorkolbenfläche zu beseitigen.
  2. 2. Turbomaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorkolbenfläche (14) an der Rückseite des Verdichterlaufrades (5) über die Steuerleitungen (11, 12) mit dem am Eintritt in die Verdichterstufe herrschenden Druck (p1) und dem Druck (p2) am Austritt der Verdichterstufe (6) beaufschlagbar ist und dass der Regler (9) nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil (10) in der von dem Verdichtereintrittsdruck (p1) beaufschlagte Steuerleitung (12) oder das Druckregelventil (11) in der unter dem Verdichteraustrittsdruck (p2) stehenden Steuerleitung (13) betätigt.
  3. 3. Turbomaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorkolbenfläche (19) an der Rückseite des Laufrads (3) der Expansionsturbinenstufe (4) über die Steuerleitungen (16, 15) mit dem am Eintritt in die Expansionsturbinenstufe herrschenden Druck (p3) und dem Druck (p4) am Austritt der Expansionsturbinenstufe beaufschlagbar ist und dass der Regler (9) nach Maßgabe des gemessenen Achsschubes entweder das Druckregelventil (17) in der von dem Eintrittsdruck (p3) beaufschlagte Steuerleitung (16) oder das Druckregelventil (18) in der unter dem Austrittsdruck (p4) stehenden Steuerleitung (15) beaufschlagt.
  4. 4. Turbomaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Zusatzsteuerleitungen mit jeweils einem Ventil vorgesehen sind, wobei über die Zusatzsteuerleitungen eine weitere, gegen das Gehäuse abgedichtete Rotorkolbenfläche an der Rückseite des anderen Laufrades mit den am Eintritt dieser Stufe herrschenden Druck und dem Druck am Austritt dieser Stufe beaufschlagbar ist.
  5. 5. Turbomaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile der Zusatzsteuerleitungen von dem Regler (9) gesteuerte Druckregelventile (17, 18) sind.
  6. 6. Turbomaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile der Zusatzsteuerleitungen schnell öffnende Schaltventile (20, 21) sind.
  7. 7. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (7) einen ringförmigen Kraftaufnehmer aufweist, der zwischen einem von einem Achsschub der Rotorwelle (2) belasteten gehäuseseitigen äußeren Lagerring eines Wälzlagers (8) und einer Anschlagfläche des Gehäuses (1) angeordnet ist.
  8. 8. Turbomaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftaufnehmer Dehnungsmessstreifen aufweist.
  9. 9. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorwelle (2) in Hochgenauigkeits-Schrägkugellagern gelagert ist.






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