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Dokumentenidentifikation DE10001093C2 27.02.2003
Titel Sporen mit einem Haltesteg
Anmelder Meier, Reinhard, 40668 Meerbusch, DE
Erfinder Meier, Reinhard, 40668 Meerbusch, DE
DE-Anmeldedatum 13.01.2000
DE-Aktenzeichen 10001093
Offenlegungstag 28.09.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse A43C 17/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sporen mit einem Haltesteg entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs.

Reiter sollten von dem Grundgedanken geleitet werden, Pferden das Gerittenwerden so pferdefreundlich wie möglich zu gestalten. Alles, was dazu gehört, so auch bestes "Handwerkszeug", sollte in Anspruch genommen werden.

Bisher mussten sich Reiter mit dem hinderlichen Übel abfinden, dass der vorher sorgfältig und mit üblichen Sporenriemen fest geschnallte Sporen sich im Laufe der Reitstunde allmählich, aber stetig nach unten senkte. Vor allem dann, wenn sich die den Stiefelfuß umlaufende Sporenrandrundung nicht genau der Rundung der Stiefelfersenkappe anpasste. Jugendliche Reiter mit kleineren Stiefeln, aber auch Reiterinnen haben hier besonders große Probleme. Um weiterhin überhaupt mit den Sporen einen Kontakt zum Pferd herzustellen und treiben zu können, mussten Absätze hochgezogen werden. Der für pferdefreundliches Reiten so wichtige tiefe Sitz des Reiters ging durch das Hochziehen des Absatzes zwangsläufig verloren, da beim Hochziehen des Absatzes auch Knie und Gesäß ihre vorher günstige tiefe Lage aufgeben mussten. Von einer Minute zur anderen waren durch herunter gerutschte Sporen unterschiedliche Trainingssituationen vorgegeben. Da für feinfühliges Reiten ein gestreckter Sitz mit tief gehaltenem Absatz unumgänglich ist, müssen Sporen fest und so hoch wie möglich an Reitstiefeln angebracht werden. Zwar wissen das die Reiter und sie bemühen sich auch um eine feste und hohe Lage der Sporen, jedoch war das bei der bisherigen Sporenform kaum möglich, ohne sich durch extrem fest angezogene Sporenriemen das Blut im Fußgelenk abzuschnüren.

So ist zwar ein Sporen von 1914 nach der CH 68 978 mit einem Haltesteg bekannt, der aber dem heutigen Wissensstand der pferdefreundlichen modernen Reitlehre nicht entspricht, ja sogar hinderlich ist. Der Steg dieses tief am Absatz fest geklemmten Sporens soll lediglich ein Wackeln nach oben verhindern. Durch das Beibehalten seiner extrem tiefen Lage erzwingt dieser Sporen sogar ein Hochziehen von Absatz und Knie, sobald getrieben werden muss. Ansonsten käme der Reiter mit seinen Sporen nicht ans Pferd. Da jedoch beim Hochziehen von Absatz und Knie der tiefe feinfühlige Sitz des Reiters verloren geht, widerspricht die Benutzung dieses Sporens dem heutigen pferdefreundlichen Reiten. Daher wird er auch im Interesse der Pferde und des erfolgreichen Reitens nicht mehr angeboten. Dieser Sporen, wie auch der Sinn seines Stegs, hat mit dem Vorhaben des Stegsporens nichts gemein.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Sporen mit einem Haltesteg bereitzustellen, der einen festen Sitz garantiert und auch ein Verrutschen in Extremsituationen verhindert. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs gelöst.

Der neue Stegsporen verhindert ein Abrutschen des Sporens, weil sich bei ihm eine längere Auflagefläche hinten um die Stiefelfersenkappe legt. Auch wenn nun die hintere Rundung des Sporens nicht exakt mit der Rundung der Stiefelfersenkappe übereinstimmt, behält der gut verschnallte Stegsporen über die gesamte Reitstunde seine hohe, feste und pferdefreundliche Lage. Selbst stärkeres Treiben kann die günstige Stegsporenlage nicht beeinträchtigen. Durch die feste Lage des Sporens wirkt der Reiter wohl dosiert und feinfühlig ein. Alles Unruhige und sich Verändernde ist beim Reiten hinderlich und verunsichert Reiter wie Pferde.

Der neue zusätzliche Sporensteg wird genau in der Mitte der hinteren Sporenrundung - also exakt unter dem Sporenhals - fest an dem bisher üblichen Sporen angebracht. Der Sporensteg bildet zur Sporenrandrundung einen rechten Winkel. Entgegen zur waagerechten Rundung des Sporenrands verläuft er senkrecht und ist - je nach Stiefelgröße - 1,5 cm bis 2,5 cm breit und ab Unterkante Sporenrandrundung 3 cm bis 5 cm (Senkrechte) lang.

Schon im Interesse der Pferde stellt die Erfindung des Stegsporens eine für pferdefreundliches Reiten wesentliche Bereicherung dar.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den Sporen in Seitenansicht;

Fig. 2 den Sporen in Ansicht von hinten.

In Fig. 1 wird die Seitenansicht des neuen Stegsporens beschrieben. Wie bisher wird der Sporen mit den üblichen Sporenriemen 4 an den Stiefelfuß geschnallt. Um ein Herunterrutschen des Sporens 1 zu vermeiden, erhält der Sporen 1 einen zusätzlichen 1,5 cm bis 2,5 cm breiten und 3 cm bis 5 cm langen Steg 3. Dieser Haltesteg 3 wird genau unter dem Sporenhals 2, also hinten in der Mitte, im rechten Winkel zum Sporen 1 fest angebracht. Damit sich der Steg 3 wie der Sporen 1 um die runde Fersenkappe des Stiefels legt, erhält er die gleiche Rundung wie der Sporen 1.

Der Reiter setzt mit dem neuen Stegsporen 3, der stets seine einmal fixierte Lage beibehält, treibende Hilfen bei tief gehaltenem Absatz 5 kontrolliert und wirkungsvoll ein. Mit gezielten und exakt dosierten Hilfen rückt pferdefreundliches Reiten in den Vordergrund.

Fig. 2 beschreibt die Ansicht des neuen Stegsporens 3 von hinten. Wie bisher üblich wird der Sporen 1 mit Sporenriemen 4 am Stiefelfuß befestigt. Der den Sporen 1 oben haltende Steg 3 wird hinten in der Mitte, unter dem Sporenhals 2 im rechten Winkel zum Sporen 1 fest angebracht, so dass der Steg 3 senkrecht nach unten führt. Damit sich der 1,5 cm bis 2,5 cm breite und 3 cm bis 5 cm Lange Steg 3 wie der Sporen 1 um die runde Fersenkappe des Stiefelfußes legt, erhält er die gleiche Rundung wie der Sporen 1. Der Reiter wirkt mit tiefem Absatz 5 kontrolliert und wirkungsvoll ein.


Anspruch[de]
  1. Sporen mit einem Haltesteg zum Verhindern des Rutschens des Sporens beim Reiten, mit einem Sporenriemen zur Befestigung des Sporens am Stiefelfuß, sowie mit einem nach hinten weisenden Sporenhals, dadurch gekennzeichnet, dass

    der Haltesteg(3) unter dem Sporenhals(2) im rechten Winkel nach unten führend ausgebildet ist,

    der Haltesteg (3) die gleiche Rundung aufweist wie der Sporenrand im an ihn angrenzenden Bereich, um ein Anliegen des Haltestegs(3) an die Fersenkappe des Stiefelfußes zu bewirken,

    der Haltesteg(3) eine Breite im Bereich von 1,5 cm bis 2,5 cm und eine Länge im Bereich von 3 cm bis 4 cm aufweist.






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