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Dokumentenidentifikation DE10057984C2 27.02.2003
Titel Laufschuh sowie Schuhsohle für einen Laufschuh
Anmelder Zeitler, Josef, 92676 Speinshart, DE
Erfinder Zeitler, Josef, 92676 Speinshart, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 23.11.2000
DE-Aktenzeichen 10057984
Offenlegungstag 11.07.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse A43B 7/04
IPC-Nebenklasse A43B 13/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Laufschuh gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie auf eine Schuhsohle für einen Laufschuh gemäß Oberbegriff Patentanspruch 2.

Ein Laufschuh mit einem in der Schuhsohle vorgesehenen Generator, der beim Laufen mit dem Schuh durch die hierbei auftretende Belastung der Schuhsohle zur Abgabe einer elektrischen Energie betätigt wird, ist bekannt (DE 17 76 056 A). Bei dem bekannten Schuh ist im rückwärtigen Bereich bzw. in der Ferse der Schuhsohle eine als Luftpumpe wirkende Einrichtung vorgesehen, die über einen Luftstrom beispielsweise einen Generator antreibt. Die bekannte Konstruktion ist auf jeden Fall sehr aufwendig.

Bekannt ist weiterhin ein beheizbarer Schuh (DE 297 03 450 U1), in dessen Schuhsohle ein elektrisch betätigbares Heizgewebe vorgesehen ist, welches über einen im rückwärtigen Bereich der Schuhsohle untergebrachten und durch Belastung der Sohle betätigten Generator in Form eines Piezo-Wandlers betrieben wird.

Bekannt ist weiterhin eine elektrische Heizvorrichtung für einen Skistiefel (DE 20 24 355 A). Diese Heizvorrichtung besteht aus einem elektrisch betriebenen Heizelement und aus einem Generator, der über eine mechanische Steuereinrichtung betätigt wird, und zwar über ein Zugseil, welches sich zwischen der am Skistiefel befestigten Generatoreinheit und einem Befestigungspunkt am Ski erstreckt. Immer dann, wenn der Skistiefel in der Bindung des Skis mit seinem Schaft nach vorne bewegt wird, erfolgt über das Zugseil eine erneute Betätigung des Generators.

Bekannt ist ferner ein System zur telemetrischen Steuerübertragung mittels Zehenbewegung oder Fersendruck (DE 198 32 512 A1). Mit dieser Einrichtung, die in einer Schuhsohle angeordnet ist, werden Steuerbefehle beispielsweise an Geräte der Zahnmedizin zur Steuerung von Antriebselementen für Turbinen, Mikromotoren, Ultraschall usw. durch eine entsprechende Zehenbewegung oder einen entsprechenden Fersendruck erzeugt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schuh mit einer in der Schuhsohle vorgesehenen Vorrichtung aufzuzeigen, mit der in besonders wirksamer Weise elektrische Energie auf der beim Laufen auftretenden Trittbelastung gewonnen werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schuhsohle für einen Laufschuh entsprechend dem Patentanspruch 1 und eine Schuhsohle für einen Laufschuh entsprechend dem Patentanspruch 2 ausgebildet.

Die Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß der Wandler zur Erzeugung der elektrischen Energie aus der Trittbelastung beim Laufen zwei Kammern oder Hohlräume aufweist, die in der Sohle gebildet sind und von denen eine im vorderen Bereich und eine im rückwärtigen Bereich, nämlich im Fersenbereich der Schuhsohle vorgesehen ist. Die beiden Kammern sind über den Generator miteinander verbunden und teilweise mit Flüssigkeit derart gefüllt, daß beim Gehen oder Laufen durch die wechselweise Belastung der Sohle im vorderen und rückwärtigen Bereich die Flüssigkeit zwischen den beiden Hohlräumen und durch den Generator fließend hin- und hergedrückt wird.

Die Figuren zeigen in vereinfachter Darstellung einen Schnitt durch die Schuhsohle gemäß der Erfindung, und zwar Fig. 1 im unbelasteten Zustand, Fig. 2 bei einer Belastung der rückwärtigen Kammer unter der Ferse und Fig. 3 bei einer Belastung des vorderen Hohlraumes unter den Zehen.

In den Figuren sind 1 der Schuh, 2 die Schuhsohle, 3 der rückwärtige Hohlraum unter der Ferse, 4 der vordere Hohlraum im Zehenbereich, der zwischen den beiden Hohlräumen vorgesehene Generator.

Die Funktionsweise der Schuhsohle 2 läßt sich, wie folgt, beschreiben:

Wird der Schuh im Bereich der Ferse auf den Boden gesetzt, so wird der Hohlraum 3 durch das Körpergewicht verdichtet. Die Flüssigkeit strömt durch den Generator 5 in Richtung des Hohlraumes 4. Beim Abrollvorgang des Schuhs 1 wird dann die im vorderen Hohlraum 4 befindliche Flüssigkeit durch die Verdichtung dieses Raumes in Richtung zu dem Hohlraum 3 gedrückt. Der Generator läuft ein zweites Mal.

Der mit dem Generator 5 erzeugte Strom kann vielfältig verwendet werden, z. B. für einen Thermoanzug, den die Person trägt, oder der Strom wird auf Leitungen übertragen, die sich im Fußboden befinden. Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, in der Schuhsohle 2 einen Kondensator oder eine Batterie vorzusehen, um den erzeugten Strom dort zu speichern. Der besondere Vorteil besteht darin, daß natürliche Bewegungsabläufe wirksam zur Umwandlung in elektrische Energie verwendet werden. Weiterhin ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung auch einen gedämpften Fußauftritt.


Anspruch[de]
  1. 1. Laufschuh mit einer in einer Schuhsohle des Schuhs vorgesehenen Einrichtung zur Erzeugung von elektrischer Energie mittels eines von einem Strömungsmedium angetriebenen Generators, welches beim Gehen mit dem Schuh unter Drehen des Generators aus einem in der Schuhsohle vorgesehenen Raum im Bereich der Ferse durch Trittbelastung verdrängt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Raum (4) im vorderen Bereich der Schuhsohle (2) vorgesehen ist, daß die Räume in der Schuhsohle gebildete Hohlräume (3, 4) sind, und daß die beiden Hohlräume (3, 4) über einen den Generator (5) aufweisenden Kanal miteinander verbunden und derart teilweise mit einer das Stömungsmedium bildenden Flüssigkeit gefüllt sind, daß diese Flüssigkeit durch die Trittbelastung jeweils aus dem einen Raum in den anderen Raum gedrückt wird.
  2. 2. Schuhsohle für einen Laufschuh mit einer in einer Schuhsohle vorgesehenen Einrichtung zur Erzeugung von elektrischer Energie mittels eines von einem Strömungsmedium angetriebenen Generators, welches beim Gehen mit dem Schuh unter Drehen des Generators aus einem in der Schuhsohle vorgesehenen Raum im Bereich der Ferse durch Trittbelastung verdrängt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Raum (4) im vorderen Bereich der Schuhsohle (2) vorgesehen ist, daß die Räume in der Schuhsohle gebildete Hohlräume (3, 4) sind, und daß die beiden Hohlräume (3, 4) über einen den Generator (5) aufweisenden Kanal miteinander verbunden und derart teilweise mit einer das Stömungsmedium bildenden Flüssigkeit gefüllt sind, daß diese Flüssigkeit durch die Trittbelastung jeweils aus dem einen Raum in den anderen Raum gedrückt wird.






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