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Dokumentenidentifikation DE10123271A1 27.02.2003
Titel Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel
Anmelder Ingenieurbüro Emil Stark, Götzis, AT
Erfinder Stark, Emil, Götzis, AT
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Anmeldedatum 12.05.2001
DE-Aktenzeichen 10123271
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B23Q 3/10
Zusammenfassung Es wird eine Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel zur Spannung von Werkstücken tragenden Paletten oder zur Kupplung zweier miteinander zu verbindender Teile beschrieben, wobei der Hohlnippel aus einem topfförmigen Teil mit einer inneren, nach unten offenen, zentralen Ausnehmung besteht, an deren Innenumfang Schrägflächen für die Anlage entsprechender Wälzkörper ausgebildet sind, die mit einer unter der Wirkung eines Druckmediums arbeitenden Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken. Um auch die zentrale Ausnehmung der Vorrichtung nutzen zu können, ist vorgesehen, daß die dem Hohlnippel zugeordnete Verriegelungsvorrichtung radial auswärts der zentralen Ausnehmung angeordnet ist und im Wesentlichen in axialer Richtung auf die Wälzkörper wirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Derartige Schnellspann-Einrichtungen werden zur Spannung von Werkstück tragenden Paletten verwendet, auf denen die Werkstücke zwecks Bearbeitung eingespannt sind. Ebenso kann eine derartige Schnellspann-Vorrichtung für sämtliche Kupplungs- und Verriegelungszwecke verwendet werden, bei denen es darum geht, zwei voneinander getrennte Teile schnell lösbar und fest verriegelbar miteinander zu verbinden.

Mit dem Gegenstand der US 5190 272 ist es bekannt, einen so genannten Hohlnippel mit der Spanneinrichtung schnell lösbar und formschlüssig zu verbinden. Der Hohlnippel besteht hierbei aus einem topfförmigen Teil mit einer inneren, nach unten offenen zentralen Ausnehmung, an deren Innenumfang ein gehärteter Ring angeschraubt ist, der Schrägflächen für die Anlage entsprechender Verriegelungskörper ausbildet.

Die dazugehörende Verriegelungsvorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem zentralen unter Einwirkung eines Druckmediums verschiebbar in einem zentralen Innengehäuse angeordneten Kolben, der federbelastet in seiner hochgefahrenen und verriegelten Stellung gehalten ist.

Die der Verriegelung dienenden Wälzkörper sind in einem Kugelkäfig gehalten.

Nachteil der bekannten Schnellspann-Einrichtung ist, dass der Innenraum der Spanneinrichtung nicht von Einbauten frei ist. Vielmehr ist bei dieser Druckschrift der gesamte Innenraum durch die zentral angeordnete Schnellspann-Einrichtung verlegt. Damit besteht aber der Nachteil, dass eine mittlere Durchführung für durchgehende, zu bearbeitende Werkstücke nicht vorhanden ist. Ferner besteht der Nachteil, dass eine derartige Anordnung nicht als Mediumskupplung verwendet werden kann, weil eine zentrale Durchgangsbohrung, durch welche die zu kuppelnden Medien geführt werden könnte, fehlt.

Neben der Verwendung vieler unterschiedlicher Teile, welche die Herstellung und den Unterhalt der bekannten Spann-Einrichtung aufwändig macht, besteht der weitere Nachteil, dass der Hohlnippel nur ungenügend auf der zentralen Spanneinrichtung gespannt ist.

Dies liegt zum einen daran, dass relativ kleine Wälzkörper als Sperrverriegelungsmittel verwendet werden. Es können deshalb nur relativ klein dimensionierte Wälzkörper verwendet werden, weil ein Kugelkäfig zur Halterung dieser Wälzkörper notwendig ist und dieser Kugelkäfig die maximal verwendete Größe der zu verwendenden Wälzkörper bei gegebenem Einbauraum begrenzt.

Damit besteht aber der weitere Nachteil, dass wegen der Verwendung nur kleindimensionierter Wälzkörper auf diese Wälzkörper (insbesondere Kugeln) eine sehr hohe Flächenpresskraft wirkt. Die Kugeln müssen daher in sich durchgehärtet sein und sind beispielsweise als Kugellagerkugeln ausgebildet, was mit einem hohen Herstellungspreis erkauft werden muss.

Wegen der Verwendung derartig klein dimensionierter Kugeln besteht der weitere Nachteil, dass auch die entsprechenden Kugelbahnen, mit denen die Kugeln zusammenwirken, durchgehärtete Bahnen sein müssen. Dies gilt insbesondere für den die Schräge aufweisenden Ring am Innenumfang des Hohlnippels bei der US 5,190,272. Dieser Ring muss aus gehärtetem Werkzeugstahl sein und als gesondertes Teil am Innenumfang des zu spannenden Hohlnippels angeschraubt werden. Damit besteht der Nachteil, dass wegen der Verbindung dieser beiden Teile ein Fertigungsfehler und evtl. auch zusätzlich ein Montagefehler entstehen kann, der zu einer unpräzisen Spannung des Hohlnippels auf der zentralen Spanneinrichtung führt.

Im übrigen ist bei dieser bekannten Schnellspann-Einrichtung der Nachteil gegeben, dass der verwendete Kraftspeicher (eine Schraubendruckfeder) nicht ausreicht, die Verriegelungskraft auf die entsprechenden Wälzkörper und die zugeordneten Schrägen am gegenüberliegenden Teil des Hohlnippels aufzubringen. Es ist vielmehr ein im zentralen Innenteil ein unter der Wirkung eines Druckmediums verschiebbarer Kolben vorhanden, der sowohl in der verriegelten Stellung unter Druckmittel verriegelt gehalten wird als auch mit dem entgegengesetzt eingeleiteten Druckmittel entriegelt werden kann. Dies ist mit dem Nachteil verbunden, dass sich im verriegelten Zustand bei Wegfall des Druckmittels die Verriegelung unbeabsichtigt löst und zu schweren Beschädigungen der auf dem Hohlnippel evtl. gehalterten Teile führen kann, wenn diese Teile gerade bearbeitet werden.

Im übrigen ist eine derartige Einrichtung für eine drehende Bearbeitung (drehendes Spannfutter) nicht geeignet, denn bei Wegfall der Druckölversorgung für die Verriegelung würde dann dieses Teil abgeschleudert und zu schweren Beschädigungen in der Umgebung führen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde eine Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass der zentrale Innenraum von Einbauten freigehalten wird.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hohlnippel zugeordnete Verriegelungsvorrichtung radial auswärts einer zentralen Ausnehmung angeordnet ist und sich im Wesentlichen axial unterhalb der der Verriegelung dienenden Wälzkörper befindet.

Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich also der wesentliche Vorteil, dass auf eine zentrale Spannvorrichtung nach dem Gegenstand der US 5 190 272 verzichtet wird und statt dessen die gesamte Verriegelungsvorrichtung nun radial auswärts außerhalb einer freigehaltenen Ausnehmung verlegt wird.

Hierbei wird es bevorzugt, wenn die gesamte Verriegelungsvorrichtung im Zwischenraum zwischen zwei miteinander verbundenen Teilen angeordnet ist, nämlich einem Unterteil und einem oberen, mit dem Unterteil lösbar verbundenen Zentrierteil.

Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Es kann auch vorgesehen sein, dass das besagte Zentrierteil mit dem Unterteil fest und werkstoffeinstückig miteinander verbunden ist oder dass die beiden Teile in irgendeiner anderen Weise eine miteinander verbindbare Trennlinie aufweisen.

Wesentlich ist hierbei nur, dass insgesamt die Verriegelungsvorrichtung nun radial auswärts einer zentralen Ausnehmung nach außen hin verlegt ist und mit Wälzkörpern zusammenarbeitet, die bevorzugt ohne Kugelkäfig arbeiten.

Damit besteht der weitere Vorteil, dass relativ großdimensionierte Wälzkörper verwendet werden können, weil ein entsprechender Einbauraum, der für die Anordnung eines Kugelkäfigs notwendig wäre, erfindungsgemäß entfällt.

Als Wälzkörper können alle beliebigen rotationssymmetrischen Körper verwendet werden, wie z. B. auch Sechskantkörper, tonnenförmige Körper, Ellipsoide und dergleichen mehr. Wenn also in der folgenden Beschreibung der Einfachheit halber der Wälzkörper als Kugel beschrieben wird, ist dies nicht einschränkend zu verstehen.

Bei der Verwendung derartiger Kugeln besteht der Vorteil, dass wegen der Verwendung großdimensionierten Kugeln diesen nun aus einem kostengünstigen Material hergestellt werden können. Auf die Verwendung von hochwertigen und teuren Kugellagerkugeln kann verzichtet werden. Es reicht aus, relativ kostengünstige Kugeln mit gehärteter Oberfläche zu verwenden. Auf ein durchgehärtetes, teures Material kann verzichtet werden.

Weiterer Vorteil der Verwendung großdimensionierter Wälzkörper ist, dass auch die gegenüberliegenden Bahnen, auf denen die Kugeln zur Anlage kommen ebenfalls nicht als separate Teile durchgehärtet ausgebildet sein müssen, sondern es können die in der Konstruktion vorhandenen Bahnen verwendet werden, ohne dass es der Montage separater, durchgehärteter Laufbahnen bedarf, wie es bei der US 5 190 272 der Fall war.

Damit reicht es aus, beispielsweise die im Unterteil angeordnete Bahn, welche die Schrägfläche die lastübertragende Anlage des Wälzkörper bildet, nur mit einer Oberflächenhärtung auszubilden, während das übrige Material dieses Unterteils aus einem kostengünstigen Metallmaterial ausgebildet sein kann.

Gleiches gilt im übrigen auch für das Zentrierteil, das der besagten, unten liegenden Bahn im Unterteil eine entsprechende - relativ horizontal ausgebildete Laufbahn - gegenüberstellt. Auch diese Laufbahn muss nur in der Oberfläche gehärtet sein und es kann auf eine Durchhärtung des gesamten Zentrierteils verzichtet werden.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung relativ groß dimensionierter Kugeln, die frei auf Laufbahnen im Zwischenraum zwischen dem Zentrierteil, dem Unterteil und einem im Unterteil verschiebbar angeordneten Kolben geführt sind, ist, dass nun derartige Kugeln dicht an dicht am Umfang verteilt auf diesen Laufbahnen angeordnet sein können und daher eine große Anzahl von Kugeln verwendet werden kann, weil diese käfiglos geführt sind.

Bei der Führung von Kugeln in Käfigen ist es nicht möglich, eine derartig große Anzahl von Kugeln auf dem gleichen Außendurchmesser anzuordnen wie vergleichsweise bei der Erfindung, so dass wegen der Möglichkeit der Verwendung von mehr und größer dimensionierten Kugeln auch eine entsprechend höhere Klemmkraft auf den Hohlnippel erzielt wird.

Bei der US 5 190 272 bestand im übrigen der Nachteil, dass die gesamte Klemmkraft über den Kugelkäfig übertragen wurde, nämlich von einer innenliegenden Schräge des zentralen Innenkolbens über den Kugelkäfig auf eine außen liegende Schräge im Hohlnippel, was mit einer dementsprechenden ungünstigen Lastübertragung über den Kugelkäfig verbunden ist.

Die größte Klemmkraft wird also über den schwächsten Teil (nämlich den Kugelkäfig) übertragen.

Die Führungsbohrung im Kugelkäfig nach der US 5 190 272 muss im übrigen hochpräzise geschliffen werden, um eine genaue, lastübertragende Zuordnung von Kugelkäfig, Schräge im Hohlnippel und Schräge am zentralen Kolben zu ermöglichen. Wird nur geringfügig von dieser gegenseitigen Zuordnung der drei Teile abgewichen, greifen ein oder mehrere Kugeln nicht mehr und in diesem Umfangsbereich wird eine Klemmwirkung nicht mehr erzielt. Daher besteht der Nachteil, dass eventuell in bestimmten Umfangsbereichen die Klemmwirkung auf den Hohlnippel aufgehoben oder stark beeinträchtigt ist, wodurch die Klemmung des Hohlnippels insgesamt unsicher, azentrisch und ungenau wird.

Hier greift die Erfindung ein, die aufgrund der Verwendung von frei geführten Wälzkörpern, die auf Laufbahnen angeordnet sind, eine hohe Klemmkraft auf kleinem Raum erzielt. Die hochgenaue Zuordnung von drei unterschiedlichen Teilen entfällt nun, weil sich die Wälzkörper auf einander zugeordneten Schrägen zwischen dem Unterteil, dem Verriegelungskolben und dem Zentrierteil selbsttätig zentrieren, ohne dass es einer besonderen Führung bedarf.

Die Kugeln zentrieren sich in ihren Laufbahnen selbsttätig zu den drei genannten Schrägen.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht darauf beschränkt, die Kugeln dicht an dicht, zum Beispiel mit einem geringen Spiel von einem Millimeter am Umfang verteilt anzuordnen; es können auch abstandshaltende Mittel zwischen den Kugeln verwendet werden. Die Kugeln können beispielsweise mit dazwischenliegenden Stiften auf Abstand gehalten werden oder sie können auch auf einem Draht, auf einem Federring oder dergleichen angeordnet werden, um ebenfalls hierdurch einen bestimmten Abstand in Umfangsrichtung zu halten.

Ebenso kann es vorgesehen sein, dass die Kugeln in einem elastomeren Ring einvulkanisiert sind, wobei dieser Ring die Kugeln selbst auf Abstand hält, selbst aber keine Kraft überträgt. Die Kugeln haben dann ein in radialer Richtung weisendes Spiel und zusätzlich noch ein Spiel in Umfangsrichtung.

Die Kugeln können im übrigen auch durch Schraubenfedern auf Abstand gehalten werden, die jeweils in den Kugelzwischenräumen angeordnet sind und die sich zwischen jeweils benachbarten Kugeln abstützen.

Im übrigen war bei der US 5 190 272 die Zentrierung des Hohlnippels zu der zentralen Spanneinrichtung ungünstig, weil der Hohlnippel eine radial einwärts gerichtete Schräge aufweist, an der die Verriegelungskugel anliegt. Im Verriegelungszustand neigt daher der topfförmige Rand des Hohlnippels dazu, radial nach außen verdrängt zu werden. Dadurch wölbt sich jedoch die Deckfläche des Hohlnippels in unerwünschter Weise nach innen, was zu einer verminderten Bearbeitungsgenauigkeit der auf dem Hohlnippel angeordneten und zur Bearbeitung vorgesehenen Werkstücke führt.

Es fehlt im übrigen an einer stabilen, lastübertragenden Fläche zwischen dem Hohlnippel und der zentralen Einspanneinrichtung, was bei hohen, auf den Hohlnippel wirkenden Bearbeitungskräften zu einer unerwünschten Durchbiegung des Hohlnippels führen kann.

Weiterhin ist nachteilig, dass die Auflagefläche zwischen dem Hohlnippel und der zentralen Einspanneinrichtung radial nach außen abgeschrägt ist. Wenn also durch die Einspannung des Hohlnippels der ohnedies topfförmige Rand sich nach außen verwölbt und radial nach außen verdrängt wird, führt die schräg nach außen gerichtete Auflagefläche zwischen dem umlaufenden Rand des Hohlnippels und dem zugeordneten Rand der zentralen Einspanneinrichtung noch zusätzlich zu einer Verstärkung der Aufwölbung.

Eine entsprechende zentrale Druckkraft auf die Deckfläche des Hohlnippel führt also zu einer unerwünschten Durchbiegung der Mittenwandung des Hohlnippels und zu einer radial auswärts gerichteten Aufspreizung des topfförmigen Randes. Damit besteht aber auch das Problem, dass der Hohlnippel sich nicht ordentlich auf der zentralen Einspannvorrichtung zentrieren kann, weil die Aufwölbung des umlaufenden Randes in unterschiedlichen Umfangsbereichen durchaus unterschiedlich sein kann.

Diese Aufweitung wird insbesondere durch den Reibungskoeffizienten zwischen den aufeinanderliegenden Flächen des umlaufenden Randes und dem zugeordneten, umlaufenden Rand der zentralen Einspannvorrichtung bestimmt. Sind einige Umfangsbereiche durch Öl verschmutzt und andere nicht, entsteht ein unterschiedlicher Reibungskoeffizient, wodurch sich der gesamte Hohlnippel verkantet auf der zentralen Einspannvorrichtung zentriert.

Die schräg aufeinanderliegenden Flächen haben also in unerwünschter Weise eine Gleitlagerwirkung, die dazu führt, dass sich der Hohlnippel entsprechend den Bearbeitungskräften, die auf ihn wirken, verkantet und ungleichmäßig auf der zentralen Einspannvorrichtung zentriert.

Weil bei der US 5 190 272 der Innenraum nicht von Einbauten freigehalten werden kann, besteht der Nachteil, dass eine derartige Anordnung auch nicht für die Kupplung von Schläuchen verwendet werden kann, bei denen es darum geht, zwei Medienströme flüssigkeitsleitend miteinander zu verbinden.

Ebenso kann diese Anordnung nicht für eine drehende Bearbeitung verwendet werden, bei der es darum geht, durch die zentrale, offene und durchgehende Ausnehmung ein zu bearbeitendes Werkstück, einen Stangenlader oder dergleichen hindurchzuführen.

Aus den genannten Gründen - wegen der überlegenen Vorteile gegenüber dem Stand der Technik - ist deshalb die erfindungsgemäße Einspannvorrichtung auch für die Kupplung von beliebigen zueinander gehörenden Teilen geeignet, wie zum Beispiel auch zur Kupplung von Raumfahrzeugen, von Land-, Luft- oder Wasserfahrzeugen oder allgemein für die Kupplung von schweren Gegenständen, bei denen es auf eine sehr präzise Zuordnung der zu kuppelnden Teile ankommt.

Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.

Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

Fig. 1 Schematisiert eine erste Ausführungsform einer Einspannvorrichtung nach der Erfindung im gespannten Zustand

Fig. 2 Eine leicht gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform bei entferntem Hohlnippel im entspannten Zustand

Fig. 3 Eine gegenüber Fig. 1 und Fig. 2 abgewandelte Ausführungsform mit einer doppelten Spannvorrichtung

Fig. 4 Ein Detail der Abwandlung einer Ausbildung nach Fig. 1

Fig. 5 Eine weitere Ausführungsform einer Verriegelungsvorrichtung ohne Sperrkolben.

In Fig. 1 soll allgemein ein topfförmiger Hohlnippel 1 durch Verriegelung über eine entsprechende Verriegelungsvorrichtung 2 mit einem Unterteil 5 gekuppelt werden. Das Unterteil 5 ist hierbei zweiteilig ausgebildet und ist mit einem Zentrierteil 3 über einen Sicherungsring 56 lösbar verbunden.

Im Zwischenraum zwischen dem Zentrierteil 3 und dem Unterteil 5 ist ein umlaufender Verriegelungskolben 6 angeordnet, auf dessen Oberfläche radial nach außen gerichtete Laufbahnen ausgebildet sind, auf denen am Umfang gleichmäßig verteilt Wälzkörper 7 angeordnet sind.

Entsprechend der Verriegelungs- oder Entriegelungsstellung nach den Fig. 1 und 2 werden die Wälzkörper 7 entweder radial einwärts - bei abgesenktem Verriegelungskolben 6 - in die Ausnehmung 11 zurückgeführt oder sie werden bei hochgefahrenem Verriegelungskolben 6 radial nach außen verdrängt und legen sich an zugeordnete Schrägen 8, 9, 10 an, so dass eine passgenaue und formschlüssige Verriegelung zwischen dem Hohlnippel 1 und dem Innenteil 3, 5 besteht.

Die Verriegelung erfolgt hierbei unter der Kraft eines Kraftspeichers 24, der im gezeigten Ausführungsbeispiel als Schraubendruckfeder ausgebildet ist.

Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Statt einer Schraubendruckfeder können auch mehrere, geschichtete Schraubendruckfedern in Form des Kraftspeichers 34 gemäß Fig. 2 verwendet werden, wobei zwei Federn 36, 37 ineinander geschichtet sind und unterschiedliche Federkraft und Hub entfalten.

Statt der hier gezeigten Kraftspeicher 24, 34 können auch Tellerfedern verwendet werden, oder elastomer verformbare Kunststoffkörper, Schenkelfedern, Biegefedern und dergleichen mehr.

Es kann auch selbstverständlich entsprechend der Offenbarung der US 5 190 272 der Raum, in dem die Kraftspeicher 24, 34 angeordnet sind, als Druckraum ausgebildet sein, in den ein entsprechendes Druckmedium eingeführt wird, das den Verriegelungskolben 6 nach oben in seiner verriegelten Stellung gemäß Fig. 1 hält.

Wichtig bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 ist, dass die Verriegelungsvorrichtung 2 außerhalb einer mittigen Ausnehmung 4 angeordnet ist, die sich etwa axial unterhalb der Wälzkörper 7 befindet.

Die Fig. 1 und 2 zeigen als Beispiel, dass die mittige Ausnehmung 4 durchaus unterschiedlich ausgebildet sein kann. Sie kann beispielsweise als Sackbohrung oder als Durchgangsbohrung ausgebildet sein.

Die Fig. 3 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel, dass die mittige Ausnehmung 4 auch für die Anordnung einer zusätzlichen Verriegelungsvorrichtung 42 genutzt werden kann, wodurch eine doppelte Spannvorrichtung erreicht wird.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 besteht also der Vorteil, dass neben der radial außen liegenden Verriegelungsvorrichtung 2 zur Einspannung des Hohlnippels 1 auch noch eine mittige, zentrale, weitere Verriegelungsvorrichtung 42 vorgesehen ist.

Dies ist ein Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, weil gemäß Fig. 3 zwei unterschiedliche und gegebenenfalls auch getrennt voneinander ansteuerbare Verriegelungsvorrichtungen 2, 42 verwendet werden können.

Es besteht demgemäss der Vorteil, dass eine noch bessere Lastübertragung von Kräften vom Hohlnippel 1 auf das Unterteil 3, 5 möglich ist, weil eine doppelte Verriegelung vorhanden ist.

Der in Fig. 3 dargestellte Hohlnippel ist dann bevorzugt als Lochrasterpalette ausgebildet und trägt eine Reihe von Bohrbüchsen 57, in die hochgenaue Schulterpassschrauben für die Befestigung von zu bearbeitenden Werkstücken eingeschraubt werden.

Damit besteht im der Vorteil das der Hohlnippel gleichzeitig die Werkstückpalette bildet, in der die genannten Bohrbüchsen 57 eingebaut sind, wodurch zusätzlicher Einbauplatz gespart wird. Üblicherweise wird nämlich auf einem Hohlnippel 1 nach Fig. 1 und 2 noch zusätzlich eine Werkstückpalette aufgesetzt und mit dem Hohlnippel verbunden, was nach dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entfällt. Dort ist der Hohlnippel 1 unmittelbar als die werkstücketragende Werkstückpalette ausgebildet. Nach dem die Bohrbüchsen 57 alle nullpunktorientiert angeordnet angelegt sind, ergibt sich die Möglichkeit der hochpräzisen Bearbeitung der unmittelbar auf dem Hohlnippel 1 gehalterten Werkstücke, weil der Hohlnippel nach Fig. 3 unmittelbar selbst als Werkstückpalette 58 ausgebildet ist.

Für die Ausbildung der die Werkstücke tragenden Werkstückpalette als Hohlnippel wird gesonderter Schutz unabhängig von den vorgenannten anderen Merkmalen beansprucht. Darüber hinaus wird ein weiterer Schutz dieses Merkmals in Kombination mit den anderen Merkmalen als erfindungswesentlich beansprucht.

Zurückkommend auf das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 wird erläutert, dass der Verriegelungskolben 6 neben der Schräge 10 auch ein weitere Schräge trägt, die im Bereich eines Federschenkels 12 ausgebildet ist.

Der Federschenkel 12 ist dadurch radial federnd ausgebildet, dass gemäß Fig. 1 (linke Seite) im Kolben ein etwa horizontal gerichteter Freistich 14 angeordnet ist, indem zur Abdichtung ein O-Ring 15 angeordnet ist.

Dadurch wird das Material des Kolbens in diesem Bereich von dem übrigen Material abgeteilt und es ist ein den Freistich in radialer Richtung nur teilweise durchsetzender Anschlagring 13 vorhanden.

Der Federschenkel 12 ist also radial nach außen gerichtet federnd ausgebildet und wenn er durch eine entsprechende Kraft radial einwärts belastet wird, wird dieses Federvermögen durch den im Freistich 14 angeordneten Anschlagring 13 begrenzt.

Der Federschenkel 12 hat die Aufgabe, den Wälzkörper 7 in seine Verriegelungsstellung radial auswärts zu drücken, wenn der Verriegelungskolben 6 unter Wirkung eines Druckmediums im Druckraum 21 nach oben verschoben wird.

Das Druckmedium wird über einen Anschluss 16 in einen Kanal 17 eingespeist, wo es in einen Steigkanal 18 gelangt, der wiederum mit einem Kanal 19 und einem sich daran anschließendem Steigkanal 20 verbunden ist.

Von dem Steigkanal 20 aus gelangt das Druckmedium über eine Querbohrung 22 in den Druckraum 21.

Der Raum, in dem die Kraftspeicher 24 angeordnet sind, wird als Federraum 23 bezeichnet und ist völlig frei von der Durchleitung des Druckmediums.

Bevorzugt ist der Federraum 23 als Sackbohrung ausgebildet, wobei am Umfang der rotationssymmetrischen Spannvorrichtung - dicht an dicht - eine Reihe von Sackbohrungen ausgebildet sind, in die jeweils ein Kraftspeicher 24 eingesetzt ist.

Bei gewünschter, geringerer Spannkraft kann die jeweilige Sackbohrung in einem größeren Abstand zu der benachbarten Sackbohrung angeordnet werden.

Statt der Anordnung von einzelnen, verteilt am Umfang angeordneten und voneinander beabstandeten Sackbohrungen für den Federraum 23 kann auch eine durchgehende, umlaufende Ringnut vorgesehen werden, in die z. B. eine Tellerfeder oder ein anderer Kraftspeicher eingesetzt wird.

Auch können derartige separate Druckfedern mit entsprechenden, in Umfangsrichtung wirkenden Abstandshaltern in einer derartigen, umlaufenden Ringnut angeordnet sein.

Zur Zentrierung des Hohlnippels 1 auf dem Zentrierteil 3 ist im übrigen auch der äußere, umlaufende Rand des Zentrierteils 3 mit einem Federbund 25 versehen, der radial auswärts vorgespannt ist.

Der Federbund 25 wird bevorzugt radial auswärts gerichtet konisch geschliffen, um eine entsprechende Auflaufschräge für den Innenumfang des darauf aufzusetzenden Hohlnippels 1 zu bilden und die Federwirkung des Federbundes 25 wird durch einen in etwa in horizontaler Richtung verlaufende Ringnut 26 erreicht, in die zu Abdichtungszwecken ein O-Ring 27 eingesetzt ist.

Dieser O-Ring 27 dient gleichzeitig auch als vibrationshemmendes Mittel, um eine entsprechende gedämpfte Vibrationsübertragung von dem Hohlnippel 1 auf das Zentrierteil 3 zu erreichen.

Wichtig ist im übrigen, dass der Hohlnippel 1 mit seiner inneren Stirnfläche auf einer Auflagefläche 31 satt aufliegt, so dass also die gesamte obere Aufnahmefläche des Zentrierteils 3 lastübertragend wirkt.

In einer anderen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die Auflagefläche 31 sich nicht bis zur mittigen Ausnehmung 4 streckt, sondern bereits schon vorher aufhört.

In einer anderen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass alternativ zur Auflagefläche 31 die Auflage im umlaufenden Randbereich stattfindet, nämlich im Bereich der einander zugeordneten Auflageflächen 28, 29.

Es kann selbstverständlich auch eine Überbestimmung dergestalt vorgesehen werden, dass sowohl die Auflagefläche 31 lastübertragend wirkt, als auch die einander zugeordneten Auflageflächen 28, 29.

Zu Abdichtungszwecken ist im übrigen im Bereich der Auflageflächen 28, 29 ein Dichtring 30 angeordnet.

In diesem Zusammenhang sei auch auf die alternative Ausführungsform in Fig. 4 verwiesen, aus der sich ergibt, dass die beiden Auflageflächen 28', 29' radial einwärts gerichtet schräg ausgebildet sein können. Damit ergibt sich der Vorteil, dass die beiden entgegengesetzt gerichteten Schrägen der Tendenz des topfförmigen umlaufenden Randes des Hohlnippels 1, in Pfeilrichtung 59 auszuweichen 28, 29', entgegenwirken, so dass es zu einer Selbstzentrierung und zu einer Einspannung des umlaufenden Ringbundes des Hohlnippels 1 in diesem Bereich der Auflageflächen 28', 29' kommt.

Damit wird die Ausweitkraft (Tendenz in Pfeilrichtung 59 radial nach außen ausgeweitet zu werden) begrenzt oder völlig neutralisiert.

Das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 im Vergleich zur Fig. 2 unterscheidet sich im übrigen auch dadurch, dass das Unterteil 5 einen radial auswärts gerichteten Anschraubbund 32 aufweist, so dass das gesamte Unterteil 5 in eine vertiefte Ausnehmung in einem Maschinentisch oder einer Aufnahmeplatte eingelassen werden kann und mit dem Anschraubbund 32 und zugeordneten Schrauben befestigt werden kann. Die Auflagefläche 33 am Anschraubbund 32 bildet dann die Lastübertragung auf den Maschinentisch.

Anders ist es beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, bei der das Unterteil 35 zum Aufsatz auf eine Aufspannplatte oder auf einen Maschinentisch vorgesehen ist und in der Art mit Anschraubbohrungen angeschraubt wird, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Dort ist das Unterteil 35 mit dem Zentrierteil 3 durch Schrauben verbunden, die in jeweiligen Anschraubbohrungen 38 eingesetzt sind.

Natürlich ist es möglich, auch die Anschraubbohrungen von der anderen Seite her vorzusehen, d. h. von der Oberseite des Zentrierteils 3 in Richtung auf das Unterteil 35.

Die Fig. 2 zeigt im übrigen die Federwirkung des Federbundes 25, der bevorzugt in Pfeilrichtung 39 federvorgespannt ist und bevorzugt auch noch konisch angeschliffen ist. Auf diese Weise kann eine ausgezeichnete Zentrierung des Hohlnippels 1 auf dem Zentrierteil 3 erreicht werden.

Wichtig bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist zunächst, dass zwei unterschiedliche Verriegelungsvorrichtungen 2, 42 getrennt voneinander betätigbar vorgesehen sind und dass damit der Hohlnippel 1 bzw. die Werkstückpalette 58 sowohl an der zentralen Innenseite als auch an dem umlaufenden, radial außenliegenden Rand gespannt wird.

Aufgrund der Tatsache, dass die zentrale Ausnehmung 4 gemäß den vorherstehenden Ausführungsbeispielen freigehalten wird, ergibt sich also nach Fig. 3 die Möglichkeit, dass in diese freigehaltene Ausnehmung 4 nun ein zentraler Einzugsnippel 41 eingesetzt werden kann, der mit der zugeordneten Verriegelungsvorrichtung 42 zusammen wirkt.

Dieser Einzugsnippel 41 ist mit der Werkstückpalette 58 mittig verbunden und hochpräzise zu dieser Werkstückpalette 58 ausgerichtet.

Neben der Möglichkeit, dass die zentrale innere Verriegelungsvorrichtung 42 unabhängig von der außenliegenden Verriegelungsvorrichtung 2 mit Drucköl versorgt werden kann, zeigt die Fig. 3 auch eine gemeinsame Druckölversorgung. Hierbei wird von dem vorher beschriebenen Anschluss 16 ausgehend das Drucköl der äußeren Verriegelungsvorrichtung 2 über eine Steigbohrung 43 über einen zugeordneten Anschluss 44 in den Druckraum 46 der inneren Verriegelungsvorrichtung 42 eingeleitet, in dem zugeordneter Kolben 49, 50 verschiebbar und abgedichtet geführt ist.

Der Kolben 49, 50 wird hierbei im Zwischenraum zwischen einem Einsetzring 45 und einem Zylinder 60 geführt, wobei in dem Zylinderraum des Zylinders 60 wiederum ein Kraftspeicher 48 angeordnet ist, der bevorzugt aus einzelnen, voneinander beabstandeten Biegestiften besteht, die in jeweils schräg aufwärts gerichtete Sackbohrungen am Innenumfang des Zylinders 60 eingesetzt sind.

Die Biegestifte wirken auf die Oberseite des Kolbens 49, wobei die Wirkungslinie bevorzugt fluchtend in vertikaler Richtung in die axial darunter angeordneten Wälzkörpern 47 ausgerichtet ist, die damit unmittelbar von der Federkraft des Kraftspeichers 48 etwa in vertikaler Linie fluchtend beaufschlagt werden.

Die Wälzkörper 47 sind hierbei auf einem umlaufenden Federring 54 gelagert, der aus einzelnen voneinander beabstandet angeordneten Federspangen 55 besteht, die sich mit ihren freien, federnden Enden an der Unterseite der Wälzkörper abstützen und diese federbelastet in die Unterseite des Kolbens 49 vorspannen. Die gleiche Lagerung kann im übrigen auch für die Wälzkörper (7) vorgesehen sein.

Auf diese Weise wird eine automatische Entriegelungsstellung der Wälzkörper 47 gewährleistet, denn beim Entriegeln werden die Wälzkörper selbsttätig durch die Federspangen 55 in ihre Entriegelungsstellung gebracht.

Der Kolben 49 ist zweiteilig ausgebildet, weil er noch mit einem Sperrkolben 50 verbunden ist, der an seinem radialen inneren Ende Sperrkugeln 51 haltert.

Es findet damit eine doppelte Verriegelung des zentralen Einzugsnippels 41 statt, weil sich einerseits die Wälzkörper 47 an der zugeordneten Schräge im Bereich der umlaufenden Ringnut 53 am Einzugsnippel 41 abstützen und zusätzlich sich die Sperrkugeln 51 in einer zugeordneten, weiteren Ringnut 52 am Außenumfang des Einzugsnippel 41 abstützen.

Mit dieser doppelten Verriegelung wird der Vorteil erreicht, dass auch im verriegelten Zustand nach wie vor eine dauernd wirkende Einzugskraft auf den Einzugsnippel 41 in Pfeilrichtung 61 ausgeübt wird, und gleichzeitig die Sperrkugeln 51 eine Formschlußverriegelung durchführen, in der Weise, dass bei in Pfeilrichtung 61 vorgespannten Einzugsnippel 41 der Einzugsnippel nicht in Gegenrichtung zu Pfeilrichtung 61 bewegt werden kann.

Die zentrale Verriegelungsvorrichtung 42 ist jedoch nicht auf diese Sonderform einer doppelten Verriegelung beschränkt, sondern es können sämtliche bekannten Verriegelungsvorrichtungen verwendet werden, weil die zentrale Ausnehmung 4 Platz lässt für jede andere, beliebige Verriegelung, die es ermöglicht, die Unterseite eines Hohlnippels 1 oder einer Werkstückpalette 58 in ihrem Mittenbereich mit einem darunter liegenden Zentrierteil 3 zu verriegeln.

Vorteil der zentralen Verriegelungsvorrichtung 42 ist, dass sie im wesentlichen als schnell wechselbare Einsatzkassette ausgebildet ist, und über die Schrauben 62 mit dem Zentrierteil und dem Unterteil verbunden wird.

Wenn die zentrale Verriegelungsvorrichtung 42 nicht verwendet wird, werden die Schrauben 62 gelöst, die zentrale Verriegelungsvorrichtung wird herausgenommen und im Bereich der Steigbohrung 43 wird ein Verschlußstück eingesetzt.

Auf diese Weise ergibt sich in einer ersten Ausführungsform eine einfach auszuwechselnde Einfachverriegelung gebildet aus der Verriegelungsvorrichtung 2 und in einer zweiten Ausführungsform eine doppelte Verriegelung in Verbindung mit der Verriegelung 42.

Weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass eine Schnellspann-Einrichtung mit außerordentlich wenig Teilen gegeben ist, und die verwendeten Teile massiv ausgebildet sein können, um hohe Kräfte zu übertragen. Die Schnellspann- Einrichtung nach der Erfindung besteht im wesentlichen nur aus dem Hohlnippel 1, der Verriegelungsvorrichtung 2, dem Zentrierteil 3 und dem Unterteil 5 in Verbindung mit dem Verriegelungskolben 6.

Bei der US 5 190 272 werden mindestens 10 unterschiedliche Teile benötigt, um die gleiche Wirkung zu erreichen.

Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einen inneren, zentralen Verriegelungsvorrichtung 2' gezeigt, aus der sich ergibt, dass die Verriegelungsvorrichtung 2 nach Fig. 1 nicht auf die gezeigte Ausführungsform mit einem Kolben und einem daran angeordneten Federschenkel 12 beschränkt ist. Statt des Federschenkels 12 kann auch ein von dem Druckmedium über den Druckraum 65 beaufschlagter Sperrkolben 63 verwendet werden, der unter der Wirkung eines Kraftspeichers 64 den Wälzkörper 7 in seine radial auswärts gerichtete Stellung gegen den umlaufenden Rand des Hohlnippels presst. Sobald über den Kanal 66 Druckmittel in den Druckraum 65 eingeschleußt wird, verschiebt sich der Sperrkolben nach unten und lässt den Wälzkörper 7 radial einwärts verschieben.

Der Sperrkolben 63 kann den gleichen Federlappen 12 ausbilden, dessen Funktion bereits schon im Zusammenhang mit dem Verriegelungskolben 6 erläutert wurde.

Der Sperrkolben 63 kann übrigens mit sämtlichen hier gezeigten Verriegelungsvorrichtungen 2, 42 verwendet werden. Auch sind die Verriegelungsvorrichtungen 2, 42 untereinander austauschbar. An die Stelle der Verriegelungsvorrichtung 2 kann die Verriegelungsvorrichtung 42 und umgekehrt eingebaut werden. Zeichnungslegende 1 Hohlnippel

2 Verriegelungsvorrichtung

3 Zentrierteil

4 Ausnehmung (mittige)

5 Unterteil

6 Verriegelungskolben

7 Wälzkörper

8 Schräge (gehärtet)

9 Schräge (gehärtet)

10 Schräge (gehärtet)

11 Ausnehmung

12 Federschenkel

13 Anschlagring

14 Freistich

15 O-Ring

16 Anschluss

17 Kanal

18 Steigkanal

19 Rand

20 Steigkanal

21 Druckraum

22 Querbohrung

23 Federraum

24 Kraftspeicher

25 Federbund

26 Ringnut

27 O-Ring

28 Auflagefläche 28'

29 Auflagefläche 29'

30 Dichtring

31 Auflagefläche

32 Anschraubbund

33 Auflagefläche

34 Kraftspeicher

35 Unterteil

36 Feder

37 Feder

38 Anschraubbohrung

39 Pfeilrichtung

40 -

41 Einzugsnippel

42, 42' Verriegelungsvorrichtung (zentral)

43 Steigbohrung

44 Anschluss

45 Einsatzring

46 Druckraum

47 Wälzkörper

48 Kraftspeicher

49 Kolben

50 Sperrkolben

51 Sperrkugeln

52 Ringnut

53 Ringnut

54 Federring

55 Federspange

56 Sicherungsring

57 Bohrbuchsen

58 Werkstückpalette

59 Pfeilrichtung

60 Zylinder

61 Pfeilrichtung

62 Schraube

63 Sperrschieber

64 Kraftspeicher

65 Druckraum

66 Kanal


Anspruch[de]
  1. 1. Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel zur Spannung von Werkstücken tragenden Paletten oder zur Kupplung zweier miteinander zu verbindender Teile, wobei der Hohlnippel aus einem topfförmigen Teil mit einer inneren, nach unten offenen, zentralen Ausnehmung besteht, an deren Innenumfang Schrägflächen für die Anlage entsprechender Wälzkörper ausgebildet sind, die mit einer unter der Wirkung eines Druckmediums arbeitenden Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Hohlnippel (1) zugeordnete Verriegelungsvorrichtung (2) radial auswärts der zentralen Ausnehmung (4) angeordnet ist und im Wesentlichen in axialer Richtung auf die Wälzkörper (7) wirkt.
  2. 2. Schnellspann-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (2) im Zwischenraum zwischen einem Unterteil (5) und einem lösbar damit verbundenen Zentrierteil (3) angeordnet ist.
  3. 3. Schnellspann-Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (2) radial auswärts gerichtet gegen den umlaufenden Rand des Hohlnippels (1) wirkt.
  4. 4. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (7) käfiglos geführt sind.
  5. 5. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die im Unterteil (5) und im Zentrierteil (3) angeordneten Bahnen, welche die Schrägflächen für eine lastübertragende Anlage der Wälzkörper (7) bilden, lediglich eine Oberflächenhärtung aufweisen.
  6. 6. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wälzkörper (7) auf einander zugeordneten Schrägen (8, 9, 10) zwischen dem Unterteil, dem Verriegelungskolben (6) und dem Zentrierteil selbsttätig zentrieren.
  7. 7. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (7) in Umfangsrichtung durch abstandshaltende Mittel beabstandet sind.
  8. 8. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der den Verriegelungskolben (6) in seiner verriegelten Stellung haltende Kraftspeicher (24) als Schraubendruckfeder ausgebildet ist.
  9. 9. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der mittigen, zentralen Ausnehmung (4) eine weitere Verriegelungsvorrichtung (42) angeordnet ist.
  10. 10. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlnippel (1) gleichzeitig eine Werkstückpalette (58) bildet, in der Bohrbüchsen (57) eingebaut sind.
  11. 11. Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel zur Spannung von Werkstücken tragenden Paletten oder zur Kupplung zweier miteinander zu verbindender Teile, wobei der Hohlnippel aus einem topfförmigen Teil mit einer inneren, nach unten offenen zentralen Ausnehmung besteht, an deren Innenumfang Schrägflächen für die Anlage entsprechender Wälzkörper ausgebildet sind, die mit einer unter der Wirkung eines Druckmediums arbeitenden Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlnippel (1) gleichzeitig eine Werkstückpalette (58) für die Aufspannung von zu bearbeitenden Werkstücken bildet.
  12. 12. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskolben (49) an seinem radial einwärts gerichteten Ende einen Sperrkolben (50) trägt, der mit Sperrkugeln (51) eine weitere Verriegelung am Hohlnippel (11) ausbildet.
  13. 13. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die radial auswärts gerichtete Schräge des Verriegelungskolbens (6), die am Wälzkörper (7) anliegt, als Federschenkel (12) ausgebildet ist.
  14. 14. Schnellspann-Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das radiale Federspiel des Federschenkels (12) durch einen, einen Freistich (14) im Zylinder (3, 5) teilweise ausfüllenden Anschlagring (13) begrenzt ist.
  15. 15. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlnippel (1) auf dem Außenumfang des Zylinders (3, 5) federnd zentriert ist.
  16. 16. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlnippel (1) mit seiner inneren Stirnfläche satt und lastübertragend auf einer Auflagefläche (31) des Zylinders (3, 5) aufliegt
  17. 17. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlnippel (1) mit seinem umlaufenden, topfförmigen Rand eine radial schräg einwärts gerichtete Auflagefläche (29') ausbildet, die lastübertragend auf einer etwa gleich geneigten Auflagefläche (28') des Zylinders (3, 5) aufliegt.
  18. 18. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der die Verriegelungsvorrichtung (2, 42) in Verriegelungsstellung vorspannende Kraftspeicher (24, 48) aus ein oder mehreren Biegefedern besteht, die mit ihren freien federnden Enden auf den jeweiligen Kolben (6, 49, 50) einwirken.
  19. 19. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftspeicher (24, 48) jeweils im wesentlichen in einer vertikalen Linie fluchtend unterhalb der Kolben (6, 49) angeordnet sind.
  20. 20. Schnellspann-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die der Verriegelung dienenden Wälzkörper (7, 47) fußseitig auf den freien federnden Enden (54, 55) eines Federrings (54) gelagert sind.
  21. 21. Schnellspann-Einrichtung mit Hohlnippel zur Spannung von Werkstücken tragenden Paletten oder zur Kupplung zweier miteinander zu verbindender Teile, wobei der Hohlnippel aus einem topfförmigen Teil mit einer inneren, nach unten offenen zentralen Ausnehmung besteht, an deren Innenumfang Schrägflächen für die Anlage entsprechender Wälzkörper ausgebildet sind, die mit einer unter der Wirkung eines Druckmediums arbeitenden Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (2, 42) jeweils eine doppelte Verriegelung am zugeordneten Einzugsnippel (1, 41) ausbildet und dass auch im verriegelten Zustand eine dauernd wirkende Einzugskraft auf den Einzugsnippel (1, 41) einwirkt und zusätzlich eine Formschlußverriegelung gegeben ist.






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