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Dokumentenidentifikation DE10124061A1 27.02.2003
Titel Kunststoffschaumplatten großer Dicke
Anmelder Gefinex Jackon GmbH, 29416 Mechau, DE
Erfinder Willetal, Jürgen, 29462 Wustrow, DE;
Schulze, Ulfried, 29416 Klein Gartz, DE;
Platel, Mark, 29410 Salzwedel, DE
Vertreter Kaewert, K., Rechtsanw., 40593 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 16.05.2001
DE-Aktenzeichen 10124061
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B29C 65/56
IPC-Nebenklasse C08J 9/228   B29C 37/00   E04C 2/20   E04B 1/78   B32B 5/32   B29D 9/00   B29C 65/00   
Zusammenfassung Nach der Erfindung werden extrudierte Schaumstoffplatten großer Dicke durch Verbinden mehrerer Ausgangsplatten mit Hilfe des Quellschweißens hergestellt, wobei eine Diffusionsoffenheit für Wasserdampf an der Berührungsstelle erzeugt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine extrudierte Kunststoffschaumplatte großer Dicke, insbesondere Polystyrolschaumplatten.

Neue Energiesparverordnungen verlangen vom Bauherrn immer bessere Wärmedämmungen. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der nicht erneuerbaren Energieträger (Kohle, Gas, Erdöl) sind alle Verbraucher angewiesen, Energie zu sparen. Dies kann im starken Maße durch eine bessere Hausisolierung geschehen. Vor dem Hintergrund sind in der Vergangenheit Kunststoffschaumplatten mit einer Dicke von mehr als 100 mm, sogar mit einer Dicke von 200 mm und mehr entstanden. Das ist mit den HFCKW-haltigen Treibmitteln für Extruderschaumplatten ohne weiteres möglich. Die HFCKW-haltigen Treibmittel werden jedoch wegen ihrer schädigenden Wirkung auf die Ozonschicht durch alternative Treibmittel ersetzt.

Mit dem Einsatz von alternativen Treibmitteln haben sich bei der Herstellung dieser Kunststoffschaumplatten erhebliche Schwierigkeiten ergeben. Ab einer Dicke von 60/70 mm nehmen diese Schwierigkeiten stark zu.

Außerdem verschlechtern sich die Isoliereigenschaften mit dem Einsatz der meisten alternativen Treibmittel beim Extrudieren von Dämmplatten. Im folgenden wird das an Polystyrolschaumplatten (XPS) erläutert.

Die Isoliereigenschaft des XPS hängt sehr stark von der Zellstruktur des Schaums ab. Diese wird auch bestimmt durch das Verhältnis von Dämmstoffdicke zu Düsenspalt. Zugleich muß durch Verengung des Düsenspaltes ein notwendiger Schmelzedruck vor dem Düsenspalt aufgebaut werden. Das zwingt zur Einhaltung bestimmter Düsenspaltgrenzen. Das heißt, der Düsenspalt kann nicht beliebig weit geöffnet werden, da mit seiner Hilfe der Druck in der Düse erzeugt wird, durch den gewährleistet wird, daß das Treibmittel nicht bereits in der Düse zum Aufschäumen der Schmelze führt.

Bei größer werdender Plattendicke ergibt sich dadurch eine Vergrößerung des Verhältnisses von Dämmstoffdicke zu Düsenspalt. Je größer dieses Verhältnis wird, um so schlechter wird die Zellstruktur und umso schwieriger ist die Herstellung eines Schaumes mit guten Isoliereigenschaften.

In der Vergangenheit ist mit der DE 44 21 016 A1 vorgeschlagen worden, die oben erläuterten Schwierigkeiten durch Herstellung von Platten mit sicher erreichbarer Dicke und Doppelung der Platten zu überwinden. Dabei war eine thermische Verbindung zwischen den Platten vorgesehen. Eine Bearbeitung der Platten an den Berührungsflächen war nicht vorgesehen. Dieser Vorschlag wurde aber nicht umgesetzt, da beim Verschweißen durch thermisches Anschmelzen der Oberflächen von zwei Platten an der Schweißnaht eine Sperrschicht gegen Wasserdampfdiffusion entsteht und diese für die meisten Anwendungen des XPS als Wärmedämmstoff im Bauwesen erhalten bleiben muß. Die Sperrschicht wird durch die Extrusionshäute an den Berührungsflächen der Platten und die aus der thermischen Verbindung entstehende zusätzliche Verhautung gebildet.

Es ist auch bekannt, extrudierte Platten miteinander zu verkleben. Dabei besteht gleichfalls eine Sperrschicht zwischen den miteinander verbundenen Platten. Die Sperrschicht besteht wiederum aus den Extrusionshäuten, zusätzlich aus der Kleberschicht.

Seit Jahren bemüht sich die Fachwelt um eine ausreichende Produktqualität von XPS-Platten. Auch die Erfindung hat sich diese Aufgabe gestellt. Dabei wendet sich die Erfindung der nicht aufgenommenen Technik der Doppelung zu. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die bisherigen Negativ-Erfahrungen durch die Sperrschicht zwischen den miteinander verbundenen Platten begründet sind.

Nach der Erfindung wird bei eine Diffusionsfähigkeit zwischen mindestens zwei Polystyrolschaumplatten hergestellt, indem

  • a) extrudierte Ausgangsplatten verwendet werden, die spätestens unmittelbar vor der Verbindung an der Berührungsfläche durch Bearbeitung von der Extrusionshaut befreit werden und
  • b) die thermoplastischen Polystyrolschaumplatte durch Quellschweißung verbunden werden..

Die Quellschweißung von Polystyrolschaumplatten ist nicht naheliegend, weil thermoplastische Platten durch thermischen Verschweißung, miteinander verbunden werden können. Bei dem erfindungsgemäß vorgesehenen Quellschweißen werden die Schweißflächen mit Hilfe eines Lösungsmittels angelöst, jedoch nicht aufgelöst. Das richtige Maß der Lösungsmittelzugabe und der Einwirkungsdauer kann vor der serienmäßigen Anwendung mit wenigen Versuchen sehr genau bestimmt werden.

Die Verbindung kann durch Andrücken der zu verbindenden Platten unterstützt werden. Teilweise ist es ausreichend, wenn nur eine Seite der Schweißverbindung angelöst wird.

Als Lösungsmittel kommen organische Lösungsmittel mit einem Siedepunkt unter 150 Grad Celsius in Betracht. Es kommen auch Gemische verschiedener Lösungsmittel und Gemische mit Wasser in Betracht. Dabei kann die Anzahlung der Mischungskompenenten auh größer 2 sein.

Bewährt hat sich in Versuchen ein Gemisch aus Aceton und Wasser. Der Wasseranteil lag bei 10 Vol% bezogen auf die gesamte Lösungsmittelmenge. In anderen Beispielen liegt der Wasseranteil zwischen 2 bis 30 Vol%.

Das Quellschweißen kann auch als chemisches Verschweißen bezeichnet werden.

Der Prozeß kann wie folgt beschrieben werden.

  • 1. die Lösungsmittelmolekküle dringen zwischen die Polymerketten.
  • 2. Dadurch bekommen die Polymerketten mehr Bewegungsfreiheit(vergleichbar mit dem geschmolzenen Polymer)
  • 3. Die Polymerketten der einen Platten können so zwischen die Polymerketten der zweiten Platte eindringen.
  • 4. Nach dem Wegdiffundieren der Lösungsmittelelmoleküle verhaarken die Polymerketten der einen Platte mit den Polymerketten der zweiten Platte.

Die Wasserdampfdiffusion wird durch aus der erfindungsgemäßen Verschweißung entstehende Granzschicht nicht unwesentlich bis gar nicht behindert.

In diesem Prozeß ist eine Vorbereitung/Anpassung der zu verbindenden Platten Voraussetzung. Die Ausgangsplatten werden dazu bearbeitet

  • a) an den Berührungsflächen und den gegenüberliegenden Schweißflächen oder
  • b) einseitig an den Berührungsflächen und durch zusätzliche Maßnahmen, welche die sich ergebende Plattenkrümmung verhindern oder kompensieren.

Die Anpassung der Schweißflächen vor dem Verbinden der Platten verhindert, daß an der Verbindungsstelle Hohlräume oder Kanäle entstehen, so daß eine 100%ige Verbindungsfläche entsteht und sich deshalb kein Wasser in der Grenzschicht einlagern kann. Das Wasser würde die Isoliereigenschaften des Dämmstoffes herabsetzen.

Wenn eine gleichmäßige Bearbeitung an beiden gegenüberliegenden Flächen der Ausgangsplatten erfolgt, wird eine Plattenkrümmung verhindert.

Die Plattenkrümmung kann bei nur einseitiger Bearbeitung der Ausgangsplatten auch durch Wärmebehandlung der nicht bearbeiteten, gegenüberliegenden Fläche ausgeglichen werden. Denkbar ist auch eine Verbindung der Ausgangsplatten mit ausreichendem Druck, der eine Krümmung aufhebt. Nach der Verbindung halten sich die einseitig bearbeiteten Ausgangsplatten insbesondere bei gleicher Dicke gegenseitig in der gewünschten ebenen Form.

Eine Plattenkrümmung läßt sich auch verhindern, indem zwei extrudierte Schaumstränge einseitig an den Berührungsflächen im erfindungsgemäßen Sinne oberflächenbearbeitet werden und anschließend, vorzugsweise sofort miteinander verbunden werden. Aufgrund ihrer Länge legen sich die Schaumstränge leicht aneinander an und kann ein ebener Verlauf der Stränge gewahrt werden.

Nach ihrer erfindungsgemäßen Verbindung werden die Schaumstränge zu den gewünschten Platten abgelängt.

Durch die Oberflächen-Bearbeitung werden je nach Qualität der Ausgangsplatten 1 bis 10 mm der Plattendicke entfernt.

Als Bearbeitung eignet sich zum Beispiel ein Schneiden durch Fräsen, Hobeln, Schneiden oder Sägen.

Durch die Bearbeitung werden vorzugsweise plane Schweißflächen erzeugt. Es können aber auch gekrümmt verlaufende Schweißflächen erzeugt werden.

Zum Auftragen von Lösungsmittel eignen sich Walzen oder Düsen, aus denen das Lösungsmittel gesprüht wird. Mit den Walzen läßt sich jede gewünschte Verteilung (sowohl hinsichtlich der flächenmäßigen Ausdehnung als auch hinsichtlich der Dicke des Auftrages) des Lösungsmittels auf die Berührungsflächen herbeiführen. Der Auftrag kann dabei wie ein Farbauftrag gehandhabt werden. In dem Sinne sind anstelle der Walzen auch Auftragsplatten nach dem Vorbild von Druckplatten geeignet.

Wahlweise ist zusätzlich zur Quellschweißung eine mechanische Verbindung der Platten vorgesehen. Die aneinander liegenden bzw. sich berührenden Platten werden durch mechanische Verbindung aneinander gehalten.

Die mechanische Verbindung wird durch Verbindungselemente bewirkt, die an den Plattenseiten in die Platten greifen und/oder die Platten umgreifen. Diese Verbindung kann punktförmig und/oder linienförmig und/oder flächenweise erfolgen. Die Befestigungsmöglichen mit Verbindungselementen können den Verbindungsmöglichkeiten mit dem Quellschweißen nachgebildet werden und umgekehrt.

Die Befestigungspunkte haben eine der flächigen Ausdehnung der Befestigungselemente entsprechende Ausdehnung. Die Bezeichnung als Punkte entspricht der Fachsprache, obwohl es sich um Flächen handelt.

Vorzugsweise sind die Befestigungspunkte gleichmäßig über der Berührungsfläche verteilt. Wahlweise verteilen sich die Befestigungspunkte auch entsprechend der Verteilung der Zugkräfte in den Platten. Die erwarteten Zugkräfte resultieren aus der Belastung der Platten und/oder aus den belastungsunabhängigen Plattenverformungen.

Die Befestigungslinien haben eine der flächigen Ausdehnung der Befestigungselemente entsprechende Ausdehnung. Die Bezeichnung als Linien entspricht der Fachsprache, obwohl es sich um Flächen handelt.

Die linienförmige Befestigung kann geradlinig und/oder gekrümmt verlaufen. Vorzugsweise verlaufen die Befestigungslinien geradlinig und quer übeh die gesamte Berührungsfläche. Die Befestigungslinien können entsprechend den oben beschriebenen Befestigungspunkte verteilt sein.

Für die Verteilung der Befestigungslinien gilt das gleiche wie für die Verteilung der Befestigungspunkte.

Wahlweise haben die Verbindungselemente die Form von Ankern. Dabei finden sich an den Verbindungselementen verdickte Stellen, die den Verbindungselementen die notwendige Ausreißfestigkeit im Schaum geben.

Die Ausreißfestigkeit kann auch auf andere Weise als durch Verdickung erzielt werden. Z. B. besitzen verschiedene gegensätzlich geneigte Verbindungselemente aufgrund ihrer gegensätzlichen Neigung bereits eine vorteilhafte Ausreißfestigkeit.

Vorzugsweise finden lang gestreckte, auf ihrer Länge unprofilierte Verbindungselemente für die Verbindungsvariante mit gegensätzlicher Neigung Anwendung. Dabei können die Verbindungselemente aus durch Ablängen einfacher Profilstränge oder durch Ausschneiden aus Platten gewonnen werden.

Wahlweise werden die Verbindungselemente außerdem in den Platten verklebt oder verschweißt. Das erhöht die Ausreißfestigkeit.

Für die Verbindungselemente werden Ausnehmungen in die Platten eingearbeitet. Die Ausnehmungen werden den Verbindungselemente angepaßt oder umgekehrt.

Günstig ist die Verwendung von Fräsern für die Herstellung von Ausnehmungen. Geeignet sind sowohl Scheibenfräser als auch Fingerfräser und Stirnfräser.

Mit Fräsern kann seitlich in kürzester Zeit eine Ausnehmung hergestellt werden. Die Fräserbewegung kann CNC-gesteuert oder mittels Schablonen gesteuert sein. Einfache Bewegungen lassen sich auch mit Endschaltern steuern.

Mit dem Fräser lassen sich auch flache Ausnehmungen für Verbindungselemente in den Schaum einarbeiten, in welche die Verbindungselemente seitlich eingelegt werden. Hier kann die Form der Verbindungselemente und der Ausnehmungen noch weiter variieren.

Wahlweise werden sogar seitliche Formen mit seitlichen Kurven und/oder Geraden mit solchen Formen zur Plattenmitte hin an den Verbindungselementen kombiniert.

Die verschiedenen Fräser haben in Bezug auf die Platte unterschiedliche Arbeitshaltungen, zum Teil aber auch charakterische Arbeitshaltungen. Der Fingerfräser kann unterschiedlich stehen. Der Scheibenfräser verläuft mit seiner Arbeitsebene/Richtung entsprechend den Ausnehmungen regelmäßig quer zur Plattenlängsrichtung und geneigt zur Plattenebene, gegebenenfalls auch geneigt zur Plattenlängsrichtung. Der Stirnfräser steht mit seiner Arbeitsrichtung wie der Scheibenfräser.

Neben der spanabhebenden Bearbeitung durch Fräser besteht die Möglichkeit Nutzen, Ausnehmungen usw. durch CNC gesteuerte Glühdratschneidetechnik herzustellen.

Wahlweise werden die Ausgangsplatten einzeln (vor Aufeinanderlegen) bearbeitet oder werden die Kunststoffschaumplatten mit aufeinander gelegten Ausgangsplatten bearbeitet.

Für die Verbindungselemente ist vorzugsweise der gleiche Kunststoff wie für die Ausgangsplatten vorgesehen, bei XPS-Platten also XPS. Durch unterschiedliche Extrusion können unterschiedliche Raumgewichte anfallen. Vorzugsweise soll das Raumgewicht der Verbindungselemente und der Platten nicht mehr als 20 kg pro Kubikmeter, besser nicht mehr als 5 kg pro Kubikmeter voneinander abweichen.

Die Verbindungselemente werden wahlweise nach seitlicher Bearbeitung der Platten eingesetzt. Dann ist eine ausreichende Maßhaltigkeit vorgesehen.

Wahlweise werden die Verbindungselemente nach der Bearbeitung eingesetzt. Dann ist ein Übermaß der Verbindungselemente vorgesehen, so daß die Verbindungselemente von der seitlichen Bearbeitung erfaßt werden.

Die Verbindung ist oben an zwei Ausgangsplatten beschrieben. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich aber auch 3 und mehr Platten miteinander verbinden

Das erfindungsgemäße Verbinden hat überraschender Weise noch weitere Vorteile, denn es reduziert sich die Anzahl der zu extrudierenden Dickenformate. Z. B. lassen sich aus 60iger Platten (die Zahl bezeichnet im folgenden die Dicke in mm) eine 120iger Platte oder eine 180iger Platte oder eine 240iger Platte herstellen; aus einer 50iger Platte eine 100eter Platte, eine 150iger Platte, eine 200eter Platte oder eine 250iger Platte. In den beschriebenen Fällen ergeben sich aus einem einzigen Dickenformat durch Doppelung/Verbindung bereits drei bzw. vier weitere handelsübliche Dickenformate. Es können auch unterschiedlich dicke Platten miteinander kombiniert werden, z. B. 50iger und 60iger Platen oder 40iger und 50iger Platten, wenn keine Gefahr eine Plattenkrümmung verursacht wird.

Vorzugsweise beschränkt sich in dem Sinne die erfindungsgemäße Herstellung auf die Verwendung 30iger bis 70iger Platten. Noch weiter bevorzugt beschränkt sich die Plattenherstellung auf die Verwendung von 40iger, 50iger und 60iger Ausgangsplatten. Bis zu der 60iger Plattendicke lassen sich zudem noch bessere Lambdawerte zuverlässig erreichen. Dadurch ergibt sich an der erfindungsgemäß hergestellten Platte noch eine weitere Verbesserung.

Vorzugsweise entsteht durch die erfindungsgemäße Verbindung eine neue Platte mit einer Mindestdicke von 70 mm.

Wahlweise werden zur Herstellung von Platten mit Nut und Feder drei Ausgangs-Platten im erfindungsgemäßen Sinne gedoppelt, wobei die mittlere Ausgangs-Platte gegenüber den beiden anderen Ausgangs-Platten(die in liegender Anordnung oben und unten liegen) so versetzt wird, daß sie an zwei Plattenseiten zurückspringt und eine Nut bildet und an den beiden Plattenseiten vorspringt und eine Feder bildet. So hergestellte Platten können schließend verlegt werden, wobei Federn der einen Platte in die Nuten angrenzender anderer Platten greifen.

Wahlweise werden zur Herstellung von Platten mit Stufenfalz zwei Ausgangs-Platten erfindungsgemäß gedoppelt, wobei die eine Ausgangs-Platte gegenüber der anderen Ausgangs-Platte versetzt ist. Das heißt, die eine Ausgangsplatte springt an zwei Seiten zurück und an den verbleibenden anderen Seiten vor. Dadurch können die entstandenen Platten gleichfalls schließend verlegt werden, indem sich die Platte an allen Seiten mit dem Stufenfalz der angrenzenden anderen Platten überlappt.

Bei der Herstellung von Nut und Feder bzw. Herstellung von Stufenfalz mit der erfindungsgemäßen Dopplung ergibt sich zusätzlich eine Einsparung an Schaum, weil die herkömmliche Konfektionierung des Schaumstranges ein Ausfräsen von Nut/Feder und Stufenfalz vorsieht, verbunden mit einem entsprechend hohen Verzehr des Schaumstrangrandes.

Die erfindungsgemäße Verbindung kann auf verschiedene Kunststoffe Anwendung finden. Dazu gehören Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen, Ehtylen und Propylencopolymere. In dem Schema gemäß Fig. 1 und einer Zeichnung nach Fig. 2 sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.

Ausgangsplatten für das Ausführungsbeispiel sind herkömmlich hergestellte Polystyrolschaum-Platten mit einem Raumgewicht von 30 bis 45 kg pro Kubikmeter. Dabei ist im Ausführungsbeispiel zunächst mittels einer Tandern-Extrusionsanlage ein Endlos- Schaumstrang erzeugt worden. Die Tandern-Extrusionsanlage besteht aus einem Primärextruder und einem Sekundärextruder. In dem Primärextruder wird das Kunststoffgranulat mit den üblichen verschiedenen Additiven und Verarbeitungshilfen aufgeschmolzen und zu einer homogenen Schmelze vermischt. Die entstehende Schmelze wird mit Kohlendioxid als Treibmittel versetzt und das Gemisch auf dem weiteren Weg durch den Extruder weiter homogenisiert. Daran schließt sich eine Abkühlung der Schmelze auf Extrusionstemperatur im Sekundärextruder.

Im Sekundärextruder herrscht ein erheblicher Druck. Beim Austragen der Schmelze durch die Düse des Extruders findet eine Entspannung der Schmelze statt. Infolgedessen expandiert das Treibmittel und bildet in der Schmelze entsprechend seiner feinen Verteilung eine Vielzahl gleichmäßig verteilter Blasen/Zellen.

In einem anderen Ausführungsbeispiel wird der anstelle einer Tandemanlage eine Extrusionsanlage mit einem einzigen Extruder eingesetzt. Es kann sich um Extruder verschiedener Bauart handelt, z. B. Einschneckenextruder oder Doppelschneckenextruder.

Die Schmelze wird in einen sogenannten Kalibrator geschäumt. Es handelt sich um Metallplatten, welche dem entstehenden Schaumstrang seine Dicke geben.

Nach ausreichender Abkühlung wird der entstehende Schaumstrang an einer Seite oder an beiden Flachseiten durch Oberflächenbearbeitung von der Extrusionshaut befreit. Das kann inline mit der Schaumherstellung oder nach Ablängen des Schaumstranges zu Platten ohne vorhergehende Oberflächenbearbeitung erfolgen. Es können auch Platten verwendet werden, die in bekannter Weise aus einem Schaumstrang abgelängt werden, der vor dem Ablängen an beiden gegenüberliegenden Flachseiten bearbeitet worden ist. Die bearbeiteten und abgelängten Platten können ohne Zwischenlagerung oder nach vorheriger Lagerung weiterverwendet werden, d. h. in erfindungsgemäßer Weise verbunden werden.

Die Oberflächenbearbeitung erfolgt im Ausführungsbeispiel mittels Fräsen. In anderen Ausführungsbeispielen kann eine andere Oberflächenbearbeitung Anwendung finden.

Die Oberflächenbearbeitung nur einer Flachseite und inline findet vorzugsweise Anwendung, wenn parallel ein gleicher Schaumstrang hergestellt und an der Oberfläche bearbeitet wird, so daß diese Schaumstränge miteinander verbunden werden können.

Im Ausführungsbeispiel werden Platten, die in der oben beschriebenen bekannten Weise bearbeitet und zwischengelagert worden sind, in einer Station 1 nebeneinander und hintereinander auf einen Rollgang (bestehend aus hintereinander angeordneten Rollen) gelegt, so daß sie zwei nebeneinander und aneinanderliegende Plattenstränge bilden. Diese Plattenstränge werden auf dem Rollgang in eine Station 2 geschoben. Dort wird einer der Stränge an der Verbindungsfläche der Ausgangsplatten von oben mit Lösungsmittel besprüht. In anderen Ausführungsbeispielen werden beide Stränge mit Lösungsmittel besprüht.

Im ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel gelangen die Ausgangsplatten nach dem Lösungsmittelauftrag in eine Station 3, in der die Ausgangsplatten auf dem Rollgang aufgerichtet und gegeneinander gedrückt werden. Zugleich findet eine Zentrierung der Ausgangsplatten aufeinander bzw. ein gewünschter Versatz der Ausgangsplatten gegeneinander statt.

In einer Station 4 werden die entstandenen neuen Platten abgelegt bzw. gestapelt.

In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein einziger Strang aus hintereinander liegenden Ausgangsplatten auf einem Rollgang oder einem Transportband erzeugt und mit Lösungsmittelauftrag versehen. Die zu verbindenen weiteren Ausgangsplatten werden von Hand oder maschinell von einem Stapel genommen und auf den auf dem Rollgang oder dem Transportband liegenden Ausgangsplatten positioniert. Für die maschinelle Handhabung der Ausgansplatten eignet sich auch ein Roboter. Der Roboter kann mit einem Greifwerkzeug und/oder einer Vakuumansaugung arbeiten. Die Vakuumansaugung wird auch bei rauher Oberfläche der Ausgangsplatten möglich, wenn die Ansaugköpfe/Flächen sich mit einer breitflächigen und weichen/anschmiegsamen/elastischen Dichtung an die Ausgangsplatten anlegen.

Die erfindungsgemäße Verbindung der Ausgangsplatten kann in einem anderen Ausführungsbeispiel auch ohne Rollgang oder Transportband mittels eines Roboters erfolgen, indem der Roboter zunächst eine nach dem oben beschriebenen bekannten Verfahren bearbeitete Ausgangsplatte von einem Stapel nimmt, vor einer ortsfesten Düse oder über eine ortsfest angeordnete Walze bewegt und anschließend mit der Seite, auf der sich der sich das Lösungsmittel befindet, auf den Stapel zurücklegt bzw. auf die oben liegende Platte im Stapel drückt. Dadurch entsteht eine Verbindung von zwei Ausgangsplatten zu einer neuen Platte. Die neuen Platten können dann von dem Roboter auf einem anderen Stapel abgelegt werden. Vorteilhafterweise kann der Roboter die Ausgangsplatten beim Verbinden so positionieren, daß nach Wunsch entweder neue Platten mit Nut und Feder oder neue Platten mit Stufenfalz entstehen.

Wahlweise können auch zwei Roboter zusammenarbeiten, indem jeder Roboter eine oben beschriebene, bearbeitete Ausgangsplatte von einem Stapel nimmt. Nach Wunsch können beide Roboter für einen Lösungsmittelauftrag an ihrer Ausgangsplatte tätig werden. Wahlweise erhält aber auch nur eine der beiden zu verbindenden Ausgangsplatten einen Lösungsmittelauftrag.

Die Verbindung erfolgt dann dadurch, daß jeder Roboter seine Ausgangsplatte gegen die Ausgangsplatte des anderen Roboters drückt. Danach ist vorgesehen, daß einer der Roboter seine Ausgangsplatte frei gibt und daß der andere Roboter die entstandene neue Platte auf einen Stapel ablegt.

In einem anderen Ausführungsbeispiel wird ein Roboter mit einem Tisch zusammen, indem eine oben beschriebene Ausgangsplatte auf dem Tisch abgelegt und dort aus einer bewegten Düse mit dem Lösungsmittelauftrag versehen wird und anschließend von dem Stapel eine zweite bearbeitete Ausgangsplatte genommen und auf die mit Lösungsmittelauftrag versehene Platte gedrückt wird.

Vorteilhafterweise können die Roboter in weiteren Ausführungsbeispielen eine Oberflächenbearbeitung an einer noch mit Extrusionshaut versehenen Platte oder Schaumstrang selbst vornehmen. Dann wird von den Robotern oder dem vorgesehenen einzelnen Roboter z. B. ein Fräswerkzeug bewegt. Alternativ kann auch eine abgelängte, noch mit Extrusionshaut versehene Platte auch mittels eines Roboters an einem ortsfesten Bearbeitungswerkzeug entlang geführt werden.

Mehrere Roboter können auch in der Weise zusammenarbeiten, daß der eine Roboter die noch mit einer Extrusionshaut versehene Ausgangsplatte hält und der andere Roboter das Bearbeitungswerkzeug führt. In gleicher Weise kann das Lösungsmittel aufgebracht werden. In einer anderen Variante ist nur ein Roboter vorgesehen, der mit einem Tisch oder einem ortsfesten Spannfutter oder einer anderen Halteeinrichtung zusammenarbeitet, indem die noch mit einer Extrusionshaut versehene Ausgangsplatte mit der Halteeinrichtung gehalten wird, während der Roboter mit einem Bearbeitungswerkzeug die Extrusionshaut entfernt, anschließend mit einer Düse oder anderen Werkzeugen das Lösungsmittel aufträgt und eine Verbindung mit einer zweiten bearbeiteten Ausgangsplatte herbeiführt.

Wahlweise können dabei statt eines Roboters auch zwei Roboter Anwendung finden. Als sonstige Werkzeuge können Walzen, Streicheinrichtungen, auch Platten dienen.

Für die einseitige Bearbeitung einer Ausgangsplatte ist es von Vorteil, wenn der Roboter bzw. die Halteeinrichtung zugleich eine Krümmung der einseitig bearbeiteten Platte verhindert. Dafür eignen sich Ansaugplatten und bzw. Halteinrichtungen mit mehreren Ansaugköpfen, welche die Ausgangsplatten am Rand und mittig so belasten, daß Biegekräfte in der Ausgangsplatte auftreten, welche die Spannungen kompensieren, die sonst zu einer Krümmung der Ausgangsplatten führen können.

Die beschriebenen Roboter sind auch von Vorteil, weil sich mit Ihnen Dickentoleranzen vorgefertiger Ausgangsplatten leicht kompensieren lassen.

Zum Ausgleich von Dickentoleranzen kann auch der oben beschriebene Tisch in besonderer Weise ausgerüstet werden, z. B. durch eine nachgiebige Anordnung oder eine nachgiebige Ausbildung.

Fig. 2 zeigt zwei Ausgangsplatten 10 und 20 mit einer Berührungsseite 14, einer Oberseite 3 und einer Unterseite 16. Die beiden übereinander liegenden Ausgansplatten 10 und 20 sind durch Verbindungselemente 15 miteinander verbunden. Dabei verlaufen je zwei benachbarte Verbindungselemente 15 unter 45 Grad geneigt zueinander. Bei einer Plattendicke von 50 mm haben die Verbindungselemente 15 eine Länge von 60 mm und eine Dicke von 35 mm. Die Verbindungselemente 15 besitzen die Form von langen Streifen in den Abmaßen 60 mm × 35 mm × Länge der zu verbindenden Platten.

In weiteren Ausführungsbeispielen beträgt die Dicke der Ausgangsplatten 40 oder 60 mm, die Dicke der Verbindungselemente 20 bis 50 mm und die Länge der Verbindungselemente 40 bis 80 mm, die Länge der Verbindungselemente ist gleich der Plattenlänge.

Die Verbindungselemente 15 sind aus dem gleichen Material wie die Ausgangsplatten 10 und 20 gefertigt, XPS.

Im Ausführungsbeispiel sind die Verbindungselemente aus 35 mm dicken XPS-Platten geschnitten. Zum Ausschneiden ist eine Säge verwendet worden, in anderen Ausführungsbeispielen werden Stanzen oder Fräser verwendet.

Die zu den Verbindungselementen 15 gehörenden Ausnehmungen in den Platten 10 und 20 sind mit einem Scheibenfräser erzeugt worden, der den gleichen Radius wie die Verbindungselemente 15 an deren Auswölbung hat, nämlich 30 mm.

Mit dem Scheibenfräser können die Ausnehmungen extrem schnell eingearbeitet werden. Das ist vor allem für eine Bearbeitung von Platten von Vorteil, die auf einem Rollgang kontinuierlich bewegt werden. Dann ist vorgesehen, daß die Fräse sich ein kleines Stück mit den Platten 10 und 20 mitbewegt. Je schneller die Ausnehmungen entsteht, desto geringer ist der notwendige Bewegungsraum dieser Arbeitsvariante.

In einer anderen Arbeitsvariante werden die Platten vereinzelt und für kurze Zeit zur Einarbeitung der Ausnehmungen festgehalten. Je kürzer die Bearbeitungszeit ist, desto besser wird der Arbeitsfluß mit den Platten.

Bei der mechanischen Verbindung der Platten über die gesamte Plattenlänge und -breite werden diek Platten inline kontinuierlich mit einer Nute versehen dadurch, daß die Platten mit Hilfe einer Rollenbahn unter einer Fräse hindurch geführt wird, wobei die Nutzen eingefräst werden.

Im Ausführungsbeispiel entstehen die Platten 10 und 20 dadurch, daß zunächst (über eine gewisse Arbeitsdauer) kontinulierlich zwei XPS-Stränge mittels zweier Extruder erzeugt und nach ausreichender Abkühlung übereinander gefahren werden. Diese XPS-Stränge besitzen zunächst allseitig eine Extrusionshaut. Bevor die Stränge miteinander in Berührung treten werden die XPS-Stränge an der Berührungsfläche 14 durch Fräsen von der Extrusionshaut befreit.

Anschließend kommen die XPS-Stränge aneinander zur Anlage. Dabei verhindert das Stranggewicht ein Schüsseln der XPS-Stränge. Darüber hinaus werden beide Stränge zwischen zwei Fördereinrichtungen, im Ausführungsbeispiel zwei Rollengänge, gehalten. Die oberen Rollen sind dabei verstellbar und/oder nachgiebig angeordnet, um Dickentoleranzen und Formatänderungen Rechnung tragen zu können. Auch der obere Rollengang wirkt dem Schüsseln entgegen.

Im Ausführungsbeispiel erfolgt die Einarbeitung der Ausnehmungen und das anschließende Einfügen der Verbindungselemente unmittelbar nach Aufeinanderliegen der XPS-Stränge. Im Ausführungsbeispiel werden die Verbindungselemente eingeklebt. Dazu ist eine geringe Lösungsmittelmenge ausreichend, weil sich das Lösungsmittel durch den Druck beim Einfügen gut verteilt.

Nach der Verbindung der XPS-Stränge werden diese an den Seiten bearbeitet und abgelängt. Dadurch entstehen, die Platten 10 und 20. Die Verbindungselemente sind in der entstehenden Schnittfläche kaum erkennbar, weil sie bündig abschließen und die gleiche Struktur wie die Platten besitzen.

Zur Einarbeitung der Ausnehmungen sind Scheibenfräser vorgesehen, die auf beweglichen Schlitten schwenkbeweglich gehalten werden können. Die Schwenkebene liegt parallel zur Fräsebene. D. h. der Fräser tritt durch Schwenken in Funktion. Dabei beschränkt sich sein Tätigwerden auf ein Eintauchen in den Kunststoffschaum und die anschließende Zurückbewegung. Während dieses Vorganges wird der Fräser auf dem Schlitten mit den Platten 10 und 20 mitbewegt.

Im Ausführungsbeispiel sind auf einem Schlitten jeweils zwei Scheibenfräser vorgesehen, die in obigem Sinne geneigt angeordnet sind. Beide Scheibenfräser werden gleichzeitig in Funktion gebracht, so daß mit jedem Arbeitsgang zwei nebeneinander und geneigt zueinander liegende Ausnehmungen entstehen.

In anderen Ausführungsbeispielen werden noch mehr Fräser oder nur ein Fräser in Tätigkeit gebracht. Die verschiedenen Fräser können über einen gemeinsamen Antrieb gekoppelt sein oder auch nur eine gemeinsame Steuerung besitzen.

Ein einziger Fräser an einer Plattenseite kann die unterschiedlich geneigten Ausnehmungen erzeugen, wenn sein Fräskopf noch eine weitere Schwenkbeweglichkeit besitzt.

Die nach Ablängen der XPS-Stränge entstandenen Platten besitzen an den Schnittflächen keine Verbindungselemente. In einem anderen Ausführungsbeispiel werden in einem zusätzlichen Arbeitsschritt dort weitere Verbindungselemente gesetzt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Verbindung von mindestens zwei Ausgangsplatten aus Kunststoffschaum zu einer neuen Platte, insbesondere von alternativ bzw. HFCKW-frei getriebenen Kunstschaumplatten als Ausgangsplatten zu neuen Platten mit einer Mindestdicke von 70 mm, insbesondere auch Polystyrolschaumplatten, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) Ausgangsplatten verwendet werden, die an der Berührungsfläche extrusionshautlos sind und
    2. b) eine Verbindung der Ausgangsplatten durch Quellschweißen erfolgt
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von organischen Lösungsmitteln zum Quellschweißen mit einem Siedepunkt kleiner 150 Grad Celsius für das Quellschweißen
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Aceton als Lösungsmittel.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch Lösungsmittelgemische.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Gemisches mit Wasser.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Aufsprühen des Lösungsmittels oder durch die Verwendung von Walzen oder Platten zum Aufdruck des Lösungsmittels.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine zusätzliche mechanische Verbindung der Platten.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Ausgangsplatten verwendet werden, die einander angepaßten Schweißflächen plan oder gekrümmt verlaufen, wobei die Anpassung der Schweißflächen
    1. a) durch mechanische Bearbeitung und/oder
    2. b) durch Wärmebehandlung und/oder
    3. c) durch Druck und/oder Biegung der korrespondierenden anderen Ausgangsplattenfläche erzeugt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten an den mit Lösungsmittel angelösten Schweißflächen gegeneinander gedrückt werden.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß extrudierte Schaumstoffstränge miteinander verschweißt werden, so daß ein neuer Strang entsteht, der zu Platten abgelängt wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Oberflächenbearbeitung der Ausgangsplatten mittels Fräsen oder Hobeln oder Schneiden oder Sägen.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch die Herstellung aller gewünschten neuen Platten durch Kombination von Ausgangsplatten mit einer Dicke von 30 bis 70 mm, vorzugsweise durch Kombination von 40iger Ausgangsplatten und 50iger Ausgangsplatten und 60iger Ausgangsplatten.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch Versetzen der Ausgangsplatten beim Verbinden zur Erzeugung von Nut und Feder bzw. eines Stufenfalzes an den neuen Platten.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen Lösungsmittelauftrag der Ausgangsplatten,
    1. a) wobei die Ausgangsplatten in zwei nebeneinander liegenden Reihen hintereinander auf einem Rollgang oder Band liegen, und gekennzeichnet durch anschließendes Aufrichten der Ausgangsplatten und deren Zusammendrücken oder
    2. b) wobei die Ausgangsplatten in einer Reihe hintereinander auf einem Rollgang oder einem Transportband oder auf einem Tisch aufliegen und für jede der Platten eine zweite Platte von einem Stapel genommen und auf die auf die zugehörende liegende Platte gedrückt wird oder
    3. c) wobei eine Ausgangsplatte von einem Stapel genommen und nach dem Lösungsmittelauftrag mit klebenden Seite auf den Stapel zurückgelegt und gedrückt wird und die entstehende neue Platte auf einen neuen Stapel gelegt wird oder
    4. d) wobei gleichzeitig zwei Ausgangsplatten von einem Stapel oder von zwei Stapeln genommen und mit einem Lösungsmittelauftrag versehen und miteinander verbunden werden.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) Ausgangsplatten verwendet werden, deren Extrusionshaut an beiden gegenüberliegenden Flachseiten entfernt ist oder
    2. b) Ausgangsplatten mit Extrusionshaut verwendet werden, deren Extrusionshaut an einer Flachseite entfernt wird oder
    3. c) Ausgangsplatten in Form von zwei Schaumsträngen verwendet werden, deren Extrusionshaut an einer Flachseite entfernt wird und die anschließend mit einem Lösungsmittelauftrag versehen und miteinander verbunden und danach abgelängt werden oder
    4. d) Ausgangsplatten in Form eines Schaumstranges verwendet werden, dessen Extrusionshaut an einer Flachseite entfernt wird und dort anschließend mit einem Lösungsmittelauftrag versehen und mit vorbereiteten anderen Platten verbunden wird oder.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß Ausgangsplatten beim Entfernen einer Schaumhaut gehalten und gegen Krümmung geschützt werden.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß abgelängte Ausgangsplatten von einem Stapel genommen werden und/oder neue Platten auf einem Stapel abgelegt werden.
  18. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch die Verwendung eines oder mehrerer Roboters zur Plattenbewegung und/oder durch die Verwendung eines Tisches oder eines Spannfutters als Halteeinrichtung für die Ausgangsplatten.
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch Vakuumplatten bzw. Saugnäpfe als Halteeinrichtungen für die Ausgangsplatten.
  20. 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch die Verwendung ortsfester Lösunsgmittelauftragvorrichtungen und/oder ortsfester Oberflächenbearbeitungswerkzeuge bei Einsatz eines Roboters für die Plattenbewegung.
  21. 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, gekennzeichnet durch eine Werkzeugbewegung mittels Roboter.
  22. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, gekennzeichnet durch Verwendung von Verbindungselementen, die zwei oder mehr Kunststoffschaumplatten zusätzlich mechanisch miteinander verbunden werden.
  23. 23. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch punktförmige und/oder linienförmige und/flächenweise zusätzliche Verbindung der Platten.
  24. 24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kunststoffschaumplatten bzw. in die Ausgangsplatten Ausnehmungen eingearbeitet werden, in welche die Verbindungselemente eingreifen und/oder daß die Verbindungselemente die Platten umgreifen.
  25. 25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen über die gesamte Breite und/oder Länge der Platten eingearbeitet werden..
  26. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25, gekennzeichnet durch Verwendung von langgestreckten Verbindungselementen mit zu den Kunststoffschaumplatten geneigter Anordnung oder querer Anordnung.
  27. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26, gekennzeichnet durch Verwendung stabförmiger oder plattenförmiger oder scheibenförmiger Verbindungselemente.
  28. 28. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26, gekennzeichnet durch Verwendung von Verbindungselementen, die in der Draufsicht einen Kreisabschnitt zeigen.
  29. 29. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26, gekennzeichnet durch Verwendung von Verbindungselementen, die in der Draufsicht eine Fläche mit unterschiedlicher Randkrümmung und/oder geradem Randverlauf und/oder einen teilweise gekrümmten und teilweise geraden Randverlauf zeigen.
  30. 30. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen für die Verbindungselemente in die aufeinanderliegenden Ausgangsplatten oder einzeln in die Ausgangsplatten eingearbeitet werden.
  31. 31. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen mit einem Scheibenfräser oder Stirnfräser oder Fingerfräser eingearbeitet werden, wobei die Arbeitsrichtung des Fräsers wie die Verbindungselemente verläuft.
  32. 32. Verfahren nach einem der Ansprüche 31, dadurch gekennzeichnet, daß ein Scheibenfräser verwendet wird, der einen Radius besitzt, der gleich dem Radius des Kreisabschnittes ist.
  33. 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß ein Scheibenfräser verwendet wird, dessen Radius höchstens gleich der an dem Verbindungselement vorkommenden maximalen nach außen gerichteten Krümmung ist.
  34. 34. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 33, gekennzeichnet durch die Verwendung von EDV-gesteuerten oder schablonengesteuerten Fräsern.
  35. 35. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klemmung der Verbindungselemente in den Ausnehmungen erzeugt wird.
  36. 36. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß der Fingerfräser bei einzeln liegenden Ausgangsplatten von der Berührungsfläche der Ausgangsplatten her in die Platte arbeitet.
  37. 37. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 36, gekennzeichnet durch Einkleben der Verbindungselemente und/oder die Verwendung von Verbindungselementen mit verdickten Enden.
  38. 38. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 37, gekennzeichnet durch die Verwendung von Verbindungselementen aus gleichem Kunststoffschaum, wobei das Raumgewicht der Ausgangsplatten und der Verbindungselemente nicht mehr als 20 kg pro Kubikmeter, vorzugsweise nicht mehr als 5 kg pro Kubikmeter voneinander abweicht.
  39. 39. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 38, gekennzeichnet durch die Einarbeitung von Ausnehmungen in die Plattenseiten, die vor der Oberseite oder Unterseite der liegenden Kunststoffschaumplatte enden.
  40. 40. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 39, gekennzeichnet durch die Einarbeitung von Ausnehmungen, deren Enden einen Abstand von mindestens 10 mm zur Oberseite bzw. Unterseite besitzen.
  41. 41. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) Extrudierte Platten als Ausgangsplatten Anwendung finden
    2. b) Die Plattendicke 40 bis 60 mm beträgt
    3. c) Die Verbindungselemente bei zwei übereinander liegenden Ausgangsplatten eine Dicke von 20 bis 50 mm und/oder eine Länge von 40 bis 80 mm besitzen.
  42. 42. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsselemente durch Ablängen von Profilsträngen oder Ausschneiden aus Platten gewonnen werden.
  43. 43. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß maßhaltige Verbindungselemente in die Ausnehmungen eingesetzt werden oder vor dem seitlichen Bearbeiten der Ausgangsplatten die Verbindungselemente eingesetzt werden und die seitliche Bearbeitung der Platten anschließend erfolgt.
  44. 44. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 43, gekennzeichnet durch die Verwendung von Robotern zum Fräsen oder die Verwendung von Frässtationen mit Fräsen, die auf bzw. in Geradführungen und/oder Bogenführung bewegt werden.
  45. 45. Verfahren nach Anspruch 22 bis 44, gekennzeichnet durch die Verwendung mehrerer Fräser auf einer gemeinsamen Halterung und/oder mit gemeinsamer Steuerung und/oder mit gemeinsamem Antrieb.
  46. 46. Verfahren nach Anspruch 22 bis 45, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Fräsers mit einem Schwenkkopf mit zusätzlicher Schwenkbeweglichkeit zur Umstellung auf unterschiedlich geneigte Ausnehmungen.
  47. 47. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 46, gekennzeichnet durch Fräser, die mit den Platten mitbewegt werden, oder durch ortsfeste Frässtationen, in denen die Platten ruhen.
  48. 48. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 47, gekennzeichnet durch die Verwendung von Führungen die durch Gleitschlitten und/oder Schwenklager gebildet werden.
  49. 49. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 48, gekennzeichnet durch die Verwendung von Ausgangsplatten, die bei liegender Kunststoffschaumplatte an der Oberseite und der Unterseite eine Schäumhaut besitzen und an der Berührungsfläche oberflächenbearbeitet sind.
  50. 50. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 49, gekennzeichnet durch die Verwendung von Schaumplatten aus Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen, Ethylen, Propylencopolymere.






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