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Dokumentenidentifikation DE10133016A1 27.02.2003
Titel Planenhaubendach für Transportfahrzeuge, insbesondere Eisenbahngüterwagen
Anmelder ALSTOM LHB GmbH, 38239 Salzgitter, DE
Erfinder Beier, Günter, Dipl.-Ing., 38259 Salzgitter, DE;
Rudolph, Rüdiger, Dipl.-Ing., 38729 Lutter, DE;
Hesse, Gernot, Dipl.-Ing., 38118 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 06.07.2001
DE-Aktenzeichen 10133016
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B60P 7/04
IPC-Nebenklasse B61D 39/00   B60J 7/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Planenhaubendach für Transportfahrzeuge, insbesondere Eisenbahngüterwagen, bestehend aus einer Vielzahl die Planenhaube tragender Spriegeln, die derart am Chassis des Fahrzeuges montiert sind, dass diese entweder für den Zustand des Auseinanderfaltens oder des Zusammenfaltens in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar sind sowie zwischen den Spriegeln angeordneten Ausstellelementen, die über ein Gelenk und zugeordnete Lenker mit den Spriegeln gekoppelt sind, wobei zur Vermeidung der Verringerung des Ladequerschnitts zwischen den Spriegeln (1) und dem Ausstellelement (2) ein Stößel (3) vorgesehen ist, der im Wesentlichen parallel zu beiden verläuft und der einerseits in einem Drehgelenk (6) auf dem Lenker (4) und andererseits in einer im inneren Dachbereich der Plane integrierten Tasche (7) gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Planenhaubendach für Transportfahrzeuge, insbesondere Eisenbahngüterwagen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Planenhaubendächer bestehen im wesentlichen aus einer Mehrzahl die Planenhaube tragender Spriegel und jeweils einem mit der festen Stirnwand verriegelbaren Endportal, wobei Spriegel und Endportale auf einer im Fahrzeugaußenbereich, beispielsweise am Außenlangträger angeordneten Laufschiene auf Rollen verfahrbar sind. Durch Zusammenschieben der Endportale und Spriegel kann das Fahrzeug wechselseitig nach beiden Seiten hin geöffnet werden. Die Plane wird dabei gefaltet und eine zusätzliche Ausstelleinrichtung drückt die Plane während des Faltvorganges nach außen, so dass ein Mindestquerschnitt als freie Fläche unter dem zusammengeschobenen Dach freibleibt.

Ein Planenhaubendach der beschriebenen Art ist aus der EP 0 955 196 A1 bekannt. Dort sind zwischen den in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbaren Spriegeln zusätzliche Ausstellelemente angeordnet, die mit den Spriegeln über Lenker verbunden sind. Die Verbindung vom Lenker zum Ausstellelement wird durch ein dreieckiges Gelenk realisiert. In der Praxis hat sich nun gezeigt, dass beim Öffnen des Fahrzeuges und Falten der Plane die Plane zwischen die Spriegel und die Ausstellelemente fällt und den Ladequerschnitt verengt.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung der bewährten Spriegel in Verbindung mit den Ausstellelementen eine Lösung zu finden, mit der eine Verringerung des Ladequerschnitts vermieden werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Durch die erfindungsgemäße Lösung, der Anordnung eines zusätzlichen Stößels zwischen dem Spriegel und dem Ausstellelement wird eine günstigere Planenkontur im Dachbereich und damit ein verbesserter Ladequerschnitt erzielt.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand eines Planenhauben- Eisenbahngüterwagen mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 einen Laderaumquerschniit eines Planenhauben- Eisenbahngüterwagens und

Fig. 2 eine Ansicht 'A' nach der Fig. 1.

In Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Planenhaubenwagens dargestellt. Am Chassis des Wagens ist in Längsrichtung auf jeder Seite eine Laufschiene 9 angeordnet in der Spriegel 1, die auf Rollen 8 gelagert sind, geführt sind. Die Spriegel 1, an denen die Plane befestigt ist, besitzen eine äußere Kontur die den Fahrzeugquerschnitt bestimmen.

In Fig. 2 ist zu erkennen, dass zwischen jedem Spriegel 1 ein Ausstellelement 2 angeordnet ist, das im wesentlichen mit der äußeren Kontur der Spriegel 1 übereinstimmt und das über ein Gelenk 5 und Lenker 4 mit den benachbarten Spriegeln 1 gekoppelt ist. Zwischen den Spriegeln 1 und dem Ausstellelement 2 ist weiterhin ein Stößel 3 vorgesehen der im wesentlichen parallel zu beiden verläuft und der einerseits in einem Drehgelenk 6 auf dem Lenker 4 und andererseits in einer im Dachbereich der Plane integrierten Tasche 7 gelagert ist. Es ist vorteilhaft, wenn der Stößel 3 aus einem Flachstahl besteht und wenn der Stößel 3 im Wirkbereich mit der Tasche 7 gekröpft ausgeführt ist.

Beim Zusammenschieben des Planhaubendaches wird durch die zwangsgeführten Lenker 4 und das Gelenk 5 die Horizontalbewegung der Spriegel 1 in eine geradlinige Vertikalbewegung der Ausstellelemente 2 umgewandelt. Dieser geradlinigen Vertikalbewegung folgen auch die Stößel 3, bedingt durch ihre Lagerung auf dem Lenker 4. Damit ist gewährleistet, dass die Plane auch im zusammengeschobenen Zustand der Spriegel 1 nicht zwischen die Spriegel 1 fallen kann. In Fig. 1 ist dazu mit der Linie a eine Planenkontur ohne Stößel 3 und mit der Linie b eine erreichbare Planenkontur mit Stößel 3 dargestellt, womit der verbesserte Laderaumquerschnitt dokumentiert wird. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Spriegel

2 Ausstellelement

3 Stößel

4 Lenker

5 Gelenk

6 Drehgelenk

7 Tasche

8 Rolle

9 Laufschiene

a Planenkontur ohne Stößel 3

b Planenkontur mit Stößel 3


Anspruch[de]
  1. 1. Planenhaubendach für Transportfahrzeuge, insbesondere Eisenbahngüterwagen, bestehend aus einer Vielzahl die Planhaube tragenden Spriegeln, die derart am Chassis des Fahrzeuges montiert sind, dass diese entweder für den Zustand des Auseinanderfaltens oder des Zusammenfaltens in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar sind sowie zwischen den Spriegeln angeordneten Ausstellelementen, die über ein Gelenk und zugeordnete Lenker mit den Spriegeln gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Spriegeln (1) und dem Ausstellelement (2) ein Stößel (3) vorgesehen ist, der im wesentlichen parallel zu beiden verläuft und der einerseits in einem Drehgelenk (6) auf dem Lenker (4) und andererseits in einer im inneren Dachbereich der Plane integrierten Tasche (7) gelagert ist.
  2. 2. Planenhaubendach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (3) im Wirkbereich mit der Tasche (7) gekröpft ausgeführt ist.
  3. 3. Planenhaubendach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (3) aus Flachstahl besteht.






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