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Dokumentenidentifikation DE10135642A1 27.02.2003
Titel Herbizid-Kombinationen mit speziellen Sulfonylharnstoffen
Anmelder Bayer CropScience GmbH, 65929 Frankfurt, DE
Erfinder Hacker, Erwin, Dr., 65239 Hochheim, DE;
Bieringer, Hermann, Dr., 65817 Eppstein, DE;
Huff, Hans Philipp, Dr., 65817 Eppstein, DE
DE-Anmeldedatum 21.07.2001
DE-Aktenzeichen 10135642
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse A01N 47/36
Zusammenfassung Herbizid-Kombinationen mit einem Gehalt an Komponenten (A) und (B) weisen verbesserte herbizide Effekte auf:
(A) ein oder mehrere Herbizide der Formel (I) oder deren Salze,
<formula>
worin
R1 (C1-C8)-Alkyl, (C3-C4)-Alkenyl, (C3-C4)-Alkinyl oder (C1-C4)-Alkyl, das ein- bis vierfach durch Reste aus der Gruppe Halogen und/oder (C1-C2)-Alkoxy substituiert ist, bedeutet,
R2 I oder CH2NHSO2CH3 bedeutet,
R3 Methyl oder Methoxy bedeutet und
Z N oder CH ist;
und
(B) bedeutet ein oder mehrere selektiv in einigen monokotylen Kulturen gegen monokotyle und/oder dikotyle Schadpflanzen wirksame Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen, bestehend aus
(B1) Flucarbazone,
(B2) BAY MKH 6561 (Procarbazone),
(B3) Florasulam,
(B4) Halosulfuron,
(B5) Tritosulfuron,
(B6) Picolinafen,
(B7) Cinidon-ethyl,
(B8) Mesotrione,
(B9) Metosulam,
(B10) Clopyralid,
(B11) Flufenacet,
(B12) Flumetsulam,
(B13) Flupoxam,...

Beschreibung[de]

Die Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Pflanzenschutzmittel, die gegen Schadpflanzen z. B. in Pflanzenkulturen eingesetzt werden können und als Wirkstoffe eine Kombination von mindestens zwei Herbiziden enthalten.

Aus der Druckschrift WO 92/13845 und WO 95/10507 sind Sulfonylharnstoffe und deren Salze sowie deren Verwendung als Herbizide und/oder Pflanzenwachstumsregulatoren bekannt.

Die Wirksamkeit dieser Herbizide gegen Schadpflanzen in den Pflanzenkulturen liegt auf einem hohen Niveau, hängt jedoch im allgemeinen von der Aufwandmenge, der jeweiligen Zubereitungsform, den jeweils zu bekämpfenden Schadpflanzen oder dem Schadpflanzenspektrum, den Klima- und Bodenverhältnissen, etc. ab. Ein weiteres Kriterium ist die Dauer der Wirkung bzw. die Abbaugeschwindigkeit des Herbizids. Zu berücksichtigen sind gegebenenfalls auch Veränderungen in der Empfindlichkeit von Schadpflanzen, die bei längerer Anwendung der Herbzide oder geographisch begrenzt auftreten können. Wirkungsverluste bei einzelnen Schadpflanzen lassen sich nur bedingt durch höhere Aufwandmengen der Herbizide ausgleichen, z. B. weil damit häufig die Selektivität der Herbizide verschlechtert wird oder eine Wirkungsverbesserung auch bei höherer Aufwandmenge nicht eintritt. Teilweise kann die Selektivität in Kulturen durch Zusatz von Safenern verbessert werden. Generell besteht jedoch immer Bedarf für Methoden, die Herbizidwirkung mit geringerer Aufwandmenge an Wirkstoffen zu erreichen. Eine geringere Aufwandmenge reduziert nicht nur die für die Applikation erforderliche Menge eines Wirkstoffs, sondern reduziert in der Regel auch die Menge an nötigen Formulierungshilfsmitteln. Beides verringert den wirtschaftlichen Aufwand und verbessert die ökologische Verträglichkeit der Herbizidbehandlung.

Eine Möglichkeit zur Verbesserung des Anwendungsprofils eines Herbizids kann in der Kombination des Wirkstoffs mit einem oder mehreren anderen Wirkstoffen bestehen. Allerdings treten bei der kombinierten Anwendung mehrerer Wirkstoffe nicht selten Phänomene der physikalischen und biologischen Unverträglichkeit auf, z. B. mangelnde Stabilität in einer Coformulierung, Zersetzung eines Wirkstoffes bzw. Antagonismus der Wirkstoffe. Erwünscht dagegen sind Kombinationen von Wirkstoffen mit günstigem Wirkungsprofil, hoher Stabilität und möglichst synergistisch verstärkter Wirkung, welche eine Reduzierung der Aufwandmenge im Vergleich zur Einzelapplikation der zu kombinierenden Wirkstoffe erlaubt.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß bestimmte Wirkstoffe aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe oder deren Salzen in Kombination mit bestimmten strukturell verschiedenen Herbiziden in besonders günstiger Weise zusammenwirken, z. B. wenn sie in Pflanzenkulturen eingesetzt werden, die für die selektive Anwendung der Herbizide, gegebenenfalls unter Zusatz von Safeners, geeignet sind.

Gegenstand der Erfindung sind somit Herbizid-Kombinationen mit einem wirksamen Gehalt an Komponenten (A) und (B), wobei

  • A) ein oder mehrere Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen der Formel (I) und deren Salzen bedeutet,





    worin

    R1 (C1-C8)-Alkyl, (C3-C4)-Alkenyl, (C3-C4)-Alkinyl oder (C1-C4)-Alkyl, das ein- bis vierfach durch Reste aus der Gruppe Halogen und (C1-C2)-Alkoxy substituiert ist, vorzugsweise (C1-C4)-Alkyl, bedeutet,

    R2 I oder CH2NHSO2CH3 bedeutet,

    R3 Methyl oder Methoxy bedeutet, und

    Z N oder CH ist;
und
  • A) bedeutet ein oder mehrere selektiv in einigen monokotylen Kulturen gegen monokotyle und/oder dikotyle Schadpflanzen wirksame Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen, bestehend aus (Angabe mit dem "common name" und einer Referenzstelle, z. B. aus "The Pesticide Manual" 12th Ed., British Crop Protection Council 2000, abgekürzt "PM")
    • 1. Flucarbazone, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 427-428), z. B. 4,5-dihydro-3-methoxy-4-methyl-5- oxo-N-(2-trifluoromethoxyphenylsulfonyl)-1H-1,2,4-triazole-1- carboxamid Natrium Salz, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 5-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 2. BAY MKH 6561 (Procarbazone), insbesondere auch umfassend dessen Ester und Salze wie das Natriumsalz (Z. PflKrankh. PflSchutz, Sonderh. XVII, 545-553 (2000)), z. B. Methyl 2-({[(4-methyl-5-oxo-3- propoxy-4,5-dihydro-1H-1,2,4-triazol-1- yl)carbonyl]amino}sulfonyl)benzoat Natrium Salz, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 5-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 3. Florasulam, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz, (PM, S. 420-421), z. B. 2',6',8'-Trifluoro-5- methoxy[1,2,4]triazolo[1,5-c]pyrimidin-2-sulfonanilid, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 1-50 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 4. Halosulfuron, insbesondere auch umfassend dessen Ester wie Halosulfuron-methyl und dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 497-499), z. B. Methyl 3-chloro-5-(4,6-dimethoxypyrimidin-2- ylcarbamoylsulfamoyl)-1-methylpyrazol-4-carboxylat, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 5-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 5. Tritosulfuron, insbesondere auch umfassend dessen Ester und Salze wie das Natriumsalz (AG Chem, New Compound Review (publ. Agranova), Vol. 17, 1999, S. 24), z. B. N-[[[4'-Methoxy-6- (trifluoromethyl)-1,3,5-triazin-2-yl]amino]carbonyl]-2- trifluoromethylbenzolsulfonamid), (Aufwandmenge: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 5-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 6. Picolinafen, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 742-743), z. B. 4'-Fluoro-6-[(α,α,α-trifluoro-m- tolyl)oxy]picolinanilid; (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 5-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 7. Cinidon-ethyl, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 181-182), z. B. Ethyl (Z)-2-chloro-3-[2-chloro-5- (1,2-cyclohex-1-enedicarboximido)phenyl]acrylat, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 10-200 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 8. Mesotrione (PM, S. 602), z. B. 2-(4-(Mesyl-2-nitrobenzoyl)cyclohexan- 1,3-dion, (Aufwandmenge im allgemeinen: 5-1000 g AS/ha, vorzugsweise 50-600 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 500-3 : 1, vorzugsweise 1 : 250-2 : 1);
    • 9. Metosulam, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 640-641), z. B. 2',6'-Dichloro-5,7-dimethoxy-3'- methyl[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidin-2-sulfonanilid, (Aufwandmenge im allgemeinen: 1-500 g AS/ha, vorzugsweise 10-300 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 200-5 : 1, vorzugsweise 1 : 100-2 : 1);
    • 10. Clopyralid, insbesondere auch umfassend dessen Ester und Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 193-194), z. B. 3,6-Dichloropyridin-2- carbonsäure, (Aufwandmenge im allgemeinen: 10-1000 g AS/ha, vorzugsweise 20-800 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 500-5 : 1, vorzugsweise 1 : 250-2 : 1);
    • 11. Flufenacet, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 434-435), z. B. 4'-Fluoro-N-isopropyl-2-(5- trifluoromethyl-1,3,4-thiadiazol-2-yloxy)acetanilid, (Aufwandmenge im allgemeinen: 50-5000 g AS/ha, vorzugsweise 150-2000 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 1000-5 : 1, vorzugsweise 1 : 500-2 : 1);
    • 12. Flumetsulam, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 438439), z. B. 2',6'-Difluoro-5- methyl[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidin-2-sulfonanilid, (Aufwandmenge im allgemeinen: 5-1000 g AS/ha, vorzugsweise 10-600 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 500-5 : 1, vorzugsweise 1 : 250-2 : 1);
    • 13. Flupoxam, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 999), z. B. 1-[4-Chloro-3-(2,2,3,3,3- pentafluoropropoxymethyl)phenyl]-5-phenyl-1H-1,2,4-triazol-3- carboxamid, (Aufwandmenge im allgemeinen: 5-5000 g AS/ha, vorzugsweise 20-3000 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 1000-5 : 1, vorzugsweise 1 : 500-2 : 1);
    • 14. Prosulfocarb, insbesondere auch umfassend dessen Salze (PM, S. 786-787), z. B. S-Benzyl dipropylthiocarbamat, (Aufwandmenge im allgemeinen: 50-5000 g AS/ha, vorzugsweise 200-3000 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 1000-5 : 1, vorzugsweise 1 : 500-2 : 1);
    • 15. Flurtamone, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 459), z. B. (RS)-5-Methylamino-2-phenyl-4-(α,α,α- trifluoro-m-tolyl)furan-3(2H)-on, (Aufwandmenge im allgemeinen: 50-5000 g AS/ha, vorzugsweise 200-3000 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 1000-5 : 1, vorzugsweise 1 : 500-2 : 1); und
    • 16. Aclonifen, insbesondere auch umfassend dessen Salze wie das Natriumsalz (PM, S. 14-15), z. B. 2-Chloro-6-nitro-3-phenoxyanilin, (Aufwandmenge im allgemeinen: 50-5000 g AS/ha, vorzugsweise 200-3000 g AS/ha; Aufwandmengenverhältnis A : B im allgemeinen = 1 : 1000-5 : 1, vorzugsweise 1 : 500-2 : 1),
    wobei Herbizid-Kombinationen ausgeschlossen sind, die (A) eine oder mehrere Herbizide aus der Gruppe Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, worin R1 = (C1-C8)-Alkyl, (C3-C4)-Alkenyl, (C3-C4)-Alkinyl oder (C1-C4)-Alkyl, das ein- bis vierfach durch Reste aus der Gruppe Halogen und (C1-C2)-Alkoxy substituiert ist, R2 = CH2NHSO2CH3, R3 = Methoxy und Z = CH ist, und (B) eine oder mehrere Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen Metosulam (B9), Flupoxam (B13), Prosulfocarb (B14) und Flurtamone (B15) enthalten.

Die erfindungsgemäßen Herbizid-Kombinationen weisen einen herbizid wirksamen Gehalt an Komponenten (A) und (B) auf und können weitere Komponenten enthalten, z. B. agrochemische Wirkstoffe anderer Art und/oder im Pflanzenschutz übliche Zusatzstoffe und/oder Formulierungshilfsmittel, oder zusammen mit diesen eingesetzt werden.

Die erfindungsgemäßen Herbizid-Kombinationen weisen in bevorzugter Ausführungsform synergistische Wirkungen auf. Die synergistischen Wirkungen können z. B. bei gemeinsamer Ausbringung der Wirkstoffe (A) und (B) beobachtet werden, sie können jedoch häufig auch bei zeitlich versetzter Anwendung (Splitting) festgestellt werden. Möglich ist auch die Anwendung der einzelnen Herbizide oder der Herbizid-Kombinationen in mehreren Portionen (Sequenzanwendung), z. B. nach Anwendungen im Vorauflauf, gefolgt von Nachauflauf-Applikationen oder nach frühen Nachauflaufanwendungen, gefolgt von Applikationen im mittleren oder späten Nachauflauf. Bevorzugt ist dabei die gemeinsame oder die zeitnahe Anwendung der Wirkstoffe der erfindungsgemäßen Herbizid-Kombination.

Die synergistischen Effekte erlauben eine Reduktion der Aufwandmengen der Einzelwirkstoffe, eine höhere Wirkungsstärke bei gleicher Aufwandmenge, die Kontrolle bislang nicht erfasster Arten (Lücken), eine Ausdehnung des Anwendungszeitraums und/oder eine Reduzierung der Anzahl notwendiger Einzelanwendungen und - als Resultat für den Anwender - ökonomisch und ökologisch vorteilhaftere Unkrautbekämpfungssysteme.

Die genannte Formel (I) umfaßt alle Stereoisomeren und deren Gemische, insbesondere auch racemische Gemische, und - soweit Enantiomere möglich sind - das jeweils biologisch wirksame Enantiomere. Verbindungen der Formel (I) und ihre Salze sowie ihre Herstellung sind z. B. beschrieben in WO 92/13845 und WO 95/10507. Bevorzugte Verbindungen der Formel (I) und deren Salze sind solche, worin R1 = (C1-C4)-Alkyl, vorzugsweise Methyl, R2 = Iod, R3 = Methyl und Z = N ist, und solche worin R1 = (C1-C4)-Alkyl, vorzugsweise Methyl, R2 = CH2NHSO2CH3, R3 = Methoxy und Z = CH ist. Beispiele für bevorzugte Verbindungen der Formel (I) und ihre Salze sind Methyl-2-[3-(4,6-dimethoxypyrimidin-2-yl)ureidosulfonyl]-4- methansulfon-aminomethyl-benzoat (Mesosulfuron-methyl, A1.1) und dessen Natriumsalz (A1.2) (siehe z. B. WO 95/10507 und Agrow Nr. 347, 3.3.2000, Seite 22 (PJB Publications Ltd. 2000) und 3-(4-Methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)-1-(2- methoxycarbonyl-5-iod-phenyl-sulfonyl)-harnstoff (Iodosulfuron-methyl, A2.1) und dessen Natriumsalz (A2.2) (siehe z. B. WO 92/13845 und PM, S. 547-548). Die genannten Wirkstoffe der Formel (I) und deren Salze können das Enzym Acetolactatsynthase (ALS) und damit die Proteinsynthese in Pflanzen hemmen. Die Aufwandmenge der Wirkstoffe der Formel (I) und deren Salze kann in weiten Bereichen variieren, beispielsweise zwischen 0,001 und 0,5 kg AS/ha (AS/ha bedeutet "Aktivsubstanz pro Hektar" = bezogen auf 100%igen Wirkstoff). Bei Anwendungen mit Aufwandmengen von 0,01 bis 0,2 kg AS/ha der Wirkstoffe der Formel (I) und deren Salzen, vorzugsweise der Wirkstoffe (A1.1), (A1.2), (A2.1) und (A2.2), wird im Vor- und Nachauflaufverfahren ein relativ breites Spektrum an annuellen und perennierenden Unkräutern, Ungräsern sowie Cyperaceen bekämpft. Bei den erfindungsgemäßen Kombinationen liegen die Aufwandmengen in der Regel niedriger, z. B. im Bereich von 0,5 bis 120 g AS/ha, vorzugsweise 1 bis 50 g AS/ha.

Die Wirkstoffe können in der Regel als wasserlösliches Spritzpulver (WP), wasserdispergierbares Granulat (WDG), wasseremulgierbares Granulat (WEG), Suspoemulsion (SE) oder Ölsuspensionskonzentrat (SC) formuliert werden.

Die im allgemeinen verwendeten Aufwandmengenverhältnisse A : B sind vorstehend angegeben und bezeichnen das Gewichtsverhältnis der beiden Komponenten A und B zueinander.

Zur Anwendung der Wirkstoffe der Formel (I) und deren Salzen in Pflanzenkulturen kann es je nach Pflanzenkultur zweckmäßig sein, ab bestimmter Aufwandmengen einen Safener zu applizieren, um eventuelle Schäden an der Kulturpflanze zu reduzieren oder zu vermeiden. Beispiele für geeignete Safener sind solche, die in Kombination mit Sulfonylharnstoff-Herbiziden, vorzugsweise, Phenylsulfonylharnstoffen Safenerwirkung entfalten. Geeignete Safener sind aus WO-A-96/14747 und der dort zitierten Literatur bekannt.

Folgende Gruppen von Verbindungen sind beispielsweise als Safener für die oben erwähnten herbiziden Wirkstoffe (A) geeignet:

  • a) Verbindungen vom Typ der Dichlorphenylpyrazolin-3-carbonsäure (S1), vorzugsweise Verbindungen wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(ethoxycarbonyl)-5-methyl-2-pyrazolin-3- carbonsäureethylester (S1-1, Mefenpyr-diethyl), und verwandte Verbindungen, wie sie z. B. in der WO 91/07874 und PM (S. 594-595) beschrieben sind,
  • b) Derivate der Dichlorphenylpyrazolcarbonsäure, vorzugsweise Verbindungen wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-methyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-2), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-isopropyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-3), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(1,1-dimethyl-ethyl)pyrazol-3-carbonsäureethyl-ester (S1-4), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-phenyl-pyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-5) und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-333 131 und EP-A-269 806 beschrieben sind.
  • c) Verbindungen vom Typ der Triazolcarbonsäuren (S1), vorzugsweise Verbindungen wie Fenchlorazol, d. h. 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-trichlormethyl-(1H)-1,2,4-triazol-3- carbonsäureethylester (S1-6), und verwandte Verbindungen (siehe EP-A-174 562 und EP-A-346 620);
  • d) Verbindungen vom Typ der 5-Benzyl- oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3- carbonsäure, oder der 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäure vorzugsweise Verbindungen wie 5-(2,4-Dichlorbenzyl)-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-7) oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-8) und verwandte Verbindungen, wie sie z. B. in WO 91/08202 beschrieben sind, bzw. der 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-9, Isoxadifen-ethyl) oder -n-propylester (S1-10) oder der 5-(4-Fluorphenyl)-5- phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-11), wie sie in der Patentanmeldung (WO-A-95/07897) beschrieben sind.
  • e) Verbindungen vom Typ der 8-Chinolinoxyessigsäure (S2), vorzugsweise (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure-(1-methyl-hex-1-yl)-ester (S2-1, Cloquintocet-mexyl, z. B. PM (S. 195-196), (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure- (1,3-dimethyl-but-1-yl)-ester (S2-2),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure-4-allyl-oxy-butylester (S2-3),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure-1-allyloxy-prop-2-ylester (S2-4),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäureethylester (S2-5),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäuremethylester (S2-6),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäureallylester (S2-7),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure-2-(2-propyliden-iminoxy)-1- ethylester (S2-8),

    (5-Chlor-8-chinolinoxy)-essigsäure-2-oxo-prop-1-ylester (S2-9) und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-86 750, EP-A-94 349 und EP-A-191 736 oder EP-A-0 492 366 beschrieben sind.
  • f) Verbindungen vom Typ der (5-Chlor-8-chinolinoxy)-malonsäure, vorzugsweise Verbindungen wie (5-Chlor-8-chinolinoxy)-malonsäurediethylester, (5-Chlor-8-chinolinoxy)-malonsäurediallylester, (5-Chlor-8-chinolinoxy)-malonsäure-methyl-ethylester und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-0 582 198 beschrieben sind.
  • g) Wirkstoffe vom Typ der Phenoxyessig- bzw. -propionsäurederivate bzw. der aromatischen Carbonsäuren, wie z. B. 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure(ester) (2,4-D), 4-Chlor-2-methyl-phenoxy-propionester (Mecoprop), MCPA oder 3,6-Dichlor-2-methoxy-benzoesäure(ester) (Dicamba).

Für Wirkstoffe der Gruppe (B) sind die obengenannten Safener vielfach ebenfalls geeignet. Darüber hinaus eignen sich folgende Safener für die erfindungsgemäßen Herbizid-Kombinationen:

  • a) Wirkstoffe vom Typ der Pyrimidine, wie "Fenclorim" (PM, S. 386-387)(= 4,6- Dichlor-2-phenylpyrimidin),
  • b) Wirkstoffe vom Typ der Dichloracetamide, die häufig als Vorauflaufsafener (bodenwirksame Safener) angewendet werden, wie z. B.

    "Dichlormid" (PM, S. 270-271) (= N,N-Diallyl-2,2-dichloracetamid), AR-29148" (= 3-Dichloracetyl-2,2,5-trimethyl-1,3-oxazolidon von der Firma Stauffer),

    "Benoxacor" (PM, S. 74-75) (= 4-Dichloracetyl-3,4-dihydro-3-methyl-2H-1,4- benzoxazin),

    APPG-1292" (= N-Allyl-N[(1,3-dioxolan-2-yl)-methyl]dichloracetamid von der Firma PPG Industries),

    ADK-24'' (= N-Allyl-N-[(allylaminocarbonyl)-methyl]-dichloracetamid von der Firma Sagro-Chem),

    AAD-67'' oder AMON 4660'' (= 3-Dichloracetyl-1-oxa-3-aza-spiro[4,5]decan von der Firma Nitrokemia bzw. Monsanto),

    "Diclonon" oder ABAS145138'' oder ALAB145138'' (= (=3-Dichloracetyl-2,5,5- trimethyl-1,3-diazabiclyco[4.3.0]nonan von der Firma BASF) und

    "Furilazol" oder AMON 13900'' (siehe PM, S. 482-483) ((RS)-3- Dichloracetyl-5-(2-furyl)-2,2-dimethyloxazolidon),
  • c) Wirkstoffe vom Typ der Dichloracetonderivate, wie z. B. AMG 191'' (CAS-Reg. Nr. 96420-72-3)(= 2-Dichlormethyl-2-methyl-1,3- dioxolan von der Firma Nitrokemia),
  • d) Wirkstoffe vom Typ der Oxyimino-Verbindungen, die als Saatbeizmittel bekannt sind, wie z. B.

    "Oxabetrinil" (PM, S. 689) (= (Z)-1,3-Dioxolan-2- ylmethoxyimino(phenyl)acetonitril), das als Saatbeiz-Safener gegen Schäden von Metolachlor bekannt ist,

    "Fluxofenim" (PM, S. 467-468) (= 1-(4-Chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1-ethanon- O-(1,3-dioxolan-2-ylmethyl)-oxim, das als Saatbeiz-Safener gegen Schäden von Metolachlor bekannt ist, und

    "Cyometrinil" oder A-CGA-43089'' (PM, S. 983) (= (Z)-Cyanomethoxyimino (phenyl)acetonitril), das als Saatbeiz-Safener gegen Schäden von Metolachlor bekannt ist,
  • e) Wirkstoffe vom Typ der Thiazolcarbonsäureester, die als Saatbeizmittel bekannt sind, wie z. B. z

    "Flurazol" (PM, S. 450-451) (= 2-Chlor-4-trifluormethyl-1,3-thiazol-5- carbonsäurebenzylester), das als Saatbeiz-Safener gegen Schäden von Alachlor und Metolachlor bekannt ist,
  • f) Wirkstoffe vom Typ der Napthalindicarbonsäurederivate, die als Saatbeizmittel bekannt sind, wie z. B.

    "Naphthalic anhydrid" (PM, S. 1009-1010) (= 1,8- Naphthalindicarbonsäureanhydrid), das als Saatbeiz-Safener für Mais gegen Schäden von Thiocarbamatherbiziden bekannt ist,
  • g) Wirkstoffe vom Typ Chromanessigsäurederivatre, wie z. B. ACL 304415'' (CAS-Reg. Nr. 31541-57-8) (= 2-84-Carboxy-chroman-4-yl)- essigsäure von der Firma American Cyanamid),
  • h) Wirkstoffe, die neben einer herbiziden Wirkung gegen Schadpflanzen auch Safenerwirkung an Kulturpflanzen aufweisen, wie z. B.

    "Dimepiperate" oder AMY-93'' (PM, S. 302-303) (= Piperidin-1- thiocarbonsäure-S-1-methyl-1-phenylethylester),

    "Daimuron" oder ASK 23'' (PM, S. 247) (= 1-(1-Methyl-1-phenylethyl)-3-p- tolyl-harnstoff),

    "Cumyluron" = AJC-940'' (= 3-(2-Chlorphenylmethyl)-1-(1-methyl-1-phenylethyl)-harnstoff, siehe JP-A-60087254),

    "Methoxyphenon" oder ANK 049'' (= 3,3'-Dimethyl-4-methoxybenzophenon),

    "CSB" (= 1-Brom-4-(chlormethylsulfonyl)-benzol) (CAS-Reg. Nr. 54091-06-4 von Kumiai).

Die Wirkstoffe (A) sind, gegebenenfalls in Gegenwart von Safenern, zur Bekämpfung von Schadpflanzen in Pflanzenkulturen geeignet, beispielsweise in wirtschaftlich bedeutenden Kulturen wie Getreide (z. B. Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais, Hirse), Zuckerrübe, Zuckerrohr, Raps, Baumwolle und Soja. Von besonderem Interesse ist dabei die Anwendung in monokotylen Kulturen wie Getreide, z. B. Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais und Hirse. Für die Kombinationen (A) + (B) sind diese Kulturen ebenfalls bevorzugt.

Wenn im Rahmen dieser Beschreibung die Kurzform des "common name" eines Wirkstoffs verwendet wird, so sind damit jeweils alle gängigen Derivate, wie die Ester und Salze, und Isomere, insbesondere optische Isomere umfasst, insbesondere die handelsüblichen Form bzw. Formen. Wird mit dem "common name" ein Ester oder Salz bezeichnet, so sind damit auch jeweils alle anderen gängigen Derivate wie andere Ester und Salze, die freien Säuren und Neutralverbindungen, und Isomere, insbesondere optische Isomere umfasst, insbesondere die handelsübliche Form bzw. Formen. Die angegebenen chemischen Verbindungsnamen bezeichnen zumindest eine der von dem "common name" umfaßten Verbindungen, häufig eine bevorzugte Verbindung. Bei Sulfonamiden wie Sulfonylharnstoffen sind mit Salzen auch die umfaßt, die durch Austausch eines Wasserstoffatoms an der Sulfonamidgruppe durch ein Kation entstehen.

Erfindungsgemäß umfasst sind auch solche Herbizid-Kombinationen, die neben den Komponenten (A) und (B) noch ein oder mehrere weitere agrochemische Wirkstoffe anderer Struktur enthalten, wie Herbizide, Insektizide, Fungizide oder Safener. Für solche Kombinationen gelten die nachstehend insbesondere für erfindungsgemäße Kombinationen (A) + (B) erläuterten bevorzugten Bedingungen in erster Linie ebenfalls, sofern darin die erfindungsgemäßen Kombinationen (A) + (B) enthalten sind und bezüglich der betreffenden Kombination (A) + (B).

Von besonderem Interesse ist die Anwendung von herbiziden Mitteln mit einem Gehalt an folgenden Verbindungen (A) + (B):

(A1.1) + (B1), (A1.1) + (B2), (A1.1) + (B3), (A1.1) + (B4), (A1.1) + (B5), (A1.1) + (B6), (A1.1) + (B7), (A1.1) + (B8), (A1.1) + (B9), (A1.1) + (B10), (A1.1) + (B11), (A1.1) + (B12), (A1.1) + (B13), (A1.1) + (B14), (A1.1) + (B15), (A1.1) + (B16);

(A1.2) + (B1), (A1.2) + (B2), (A1.2) + (B3), (A1.2) + (B4), (A1.2) + (B5), (A1.2) + (B6), (A1.2) + (B7), (A1.2) + (B8), (A1.2) + (B9), (A1.2) + (B10), (A1.2) + (B11), (A1.2) + (B12), (A1.2) + (B13), (A1.2) + (B14), (A1.2) + (B15), (A1.2) + (B16);

(A2.1) + (B1), (A2.1) + (B2), (A2.1) + (B3), (A2.1) + (B4), (A2.1) + (B5), (A2.1) + (B6), (A2.1) + (B7), (A2.1) + (B8), (A2.1) + (B9), (A2.1) + (B10), (A2.1) + (B11), (A2.1) + (B12), (A2.1) + (B13), (A2.1) + (B14), (A2.1) + (B15), (A2.1) + (B16);

(A2.2) + (B1), (A2.2) + (B2), (A2.2) + (B3), (A2.2) + (B4), (A2.2) + (B5), (A2.2) + (B6), (A2.2) + (B7), (A2.2) + (B8), (A2.2) + (B9), (A2.2) + (B10), (A2.2) + (B11), (A2.2) + (B12), (A2.2) + (B13), (A2.2) + (B14), (A2.2) + (B15), (A2.2) + (B16);

(A1.1) + (A2.1) + (B1), (A1.1) + (A2.1) + (B2), (A1.1) + (A2.1) + (B3), (A1.1) + (A2.1) + (B4), (A1.1) + (A2.1) + (B5), (A1.1) + (A2.1) + (B6), (A1.1) + (A2.1) + (B7), (A1.1) + (A2.1) + (B8), (A1.1) + (A2.1) + (B9), (A1.1) + (A2.1) + (B10), (A1.1) + (A2.1) + (B11), (A1.1) + (A2.1) + (B12), (A1.1) + (A2.1) + (B13), (A1.1) + (A2.1) + (B14), (A1.1) + (A2.1) + (B15), (A1.1) + (A2.1) + (B16);

(A1.1) + (A2.2) + (B1), (A1.1) + (A2.2) + (B2), (A1.1) + (A2.2) + (B3), (A1.1) + (A2.2) + (B4), (A1.1) + (A2.2) + (B5), (A1.1) + (A2.2) + (B6), (A1.1) + (A2.2) + (B7), (A1.1) + (A2.2) + (B8), (A1.1) + (A2.2) + (B9), (A1.1) + (A2.2) + (B10), (A1.1) + (A2.2) + (B11), (A1.1) + (A2.2) + (B12), (A1.1) + (A2.2) + (B13), (A1.1) + (A2.2) + (B14), (A1.1) + (A2.2) + (B15), (A1.1) + (A2.2) + (B16);

(A2.1) + (A1.2) + (B1), (A2.1) + (A1.2) + (B2), (A2.1) + (A1.2) + (B3), (A2.1) + (A1.2) + (B4), (A2.1) + (A1.2) + (B5), (A2.1) + (A1.2) + (B6), (A2.1) + (A1.2) + (B7), (A2.1) + (A1.2) + (B8), (A2.1) + (A1.2) + (B9), (A2.1) + (A1.2) + (B10), (A2.1) + (A1.2) + (B11), (A2.1) + (A1.2) + (B12), (A2.1) + (A1.2) + (B13), (A2.1) + (A1.2) + (B14), (A2.1) + (A1.2) + (B15), (A2.1) + (A1.2) + (B16);

(A2.1) + (A2.2) + (B1), (A2.1) + (A2.2) + (B2), (A2.1) + (A2.2) + (B3), (A2.1) + (A2.2) + (B4), (A2.1) + (A2.2) + (B5), (A2.1) + (A2.2) + (B6), (A2.1) + (A2.2) + (B7), (A2.1) + (A2.2) + (B8), (A2.1) + (A2.2) + (B9), (A2.1) + (A2.2) + (B10), (A2.1) + (A2.2) + (B11), (A2.1) + (A2.2) + (B12), (A2.1) + (A2.2) + (B13), (A2.1) + (A2.2) + (B14), (A2.1) + (A2.2) + (B15), (A2.1) + (A2.2) + (B16).

Darüber hinaus kann jede der oben genannten 2er- und 3er-Kombinationen noch einen oder mehrere Safener enthalten, insbesondere einen Safener wie Mefenpyrdiethyl (S1-1), Isoxadifen-ethyl (S1-9) und Cloquintocet-mexyl (S2-1).

Dabei sind die oben genannten Aufwandmengenbereiche und Aufwandmengenverhältnisse jeweils bevorzugt.

Es kann sinnvoll sein, eine oder mehrere Verbindungen (A) mit mehreren Verbindungen (B) zu kombinieren, oder mehrere Verbindungen (A) mit einer oder mehreren Verbindungen (B) zu kombinieren. Weiterhin können die erfindungsgemäßen Kombinationen zusammen mit anderen agrochemischen Wirkstoffen beispielsweise aus der Gruppe der Safener, Fungizide, Herbizide, Insektizide und Pflanzenwachstumsregulatoren oder im Pflanzenschutz üblichen Zusatzstoffen und Formulierungshilfsmittel eingesetzt werden. Zusatzstoffe sind beispielsweise Düngemittel und Farbstoffe.

Die erfindungsgemäßen Kombinationen (= herbiziden Mittel) weisen eine ausgezeichnete herbizide Wirksamkeit gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich wichtiger mono- und dikotyler Schadpflanzen auf. Auch schwer bekämpfbare perennierende Unkräuter, die aus Rhizomen, Wurzelstöcken oder anderen Dauerorganen austreiben, werden durch die Wirkstoffe gut erfaßt. Dabei ist es gleichgültig, ob die Substanzen im Vorsaat-, Vorauflauf- oder Nachauflaufverfahren ausgebracht werden. Bevorzugt ist die Anwendung im Nachauflaufverfahren oder im frühen Nachsaat-Vorauflaufverfahren.

Im einzelnen seien beispielhaft einige Vertreter der mono- und dikotylen Unkrautflora genannt, die durch die erfindungsgemäßen Verbindungen kontrolliert werden können, ohne daß durch die Nennung eine Beschränkung auf bestimmte Arten erfolgen soll.

Auf der Seite der monokotylen Unkrautarten werden z. B. Avena spp., Alopecurus spp., Brachiaria spp., Digitaria spp., Lolium spp., Echinochloa spp., Panicum spp., Phalaris spp., Poa spp., Setaria spp. sowie Bromus spp. wie Bromus catharticus, Bromus secalinus, Bromus erectus, Bromus tectorum und Bromus japonicus und Cyperusarten aus der annuellen Gruppe und auf seiten der perennierenden Spezies Agropyron, Cynodon, Imperata sowie Sorghum und auch ausdauernde Cyperusarten gut erfaßt.

Bei dikotylen Unkrautarten erstreckt sich das Wirkungsspektrum auf Arten wie z. B. Abutilon spp., Amaranthus spp., Chenopodium spp., Chrysanthemum spp., Galium spp. wie Galium aparine, Ipomoea spp., Kochia spp., Lamium spp., Matricaria spp., Pharbitis spp., Polygonum spp., Sida spp., Sinapis spp., Solanum spp., Stellaria spp., Veronica spp. und Viola spp., Xanthium spp., auf der annuellen Seite sowie Convolvulus, Cirsium, Rumex und Artemisia bei den perennierenden Unkräutern.

Werden die erfindungsgemäßen Herbizid-Kombinationen vor dem Keimen auf die Erdoberfläche appliziert, so wird entweder das Auflaufen der Unkrautkeimlinge vollständig verhindert oder die Unkräuter wachsen bis zum Keimblattstadium heran, stellen jedoch dann ihr Wachstum ein und sterben schließlich nach Ablauf von drei bis vier Wochen vollkommen ab.

Bei Applikation der Wirkstoffe auf die grünen Pflanzenteile im Nachauflaufverfahren tritt ebenfalls sehr rasch nach der Behandlung ein drastischer Wachstumsstop ein und die Unkrautpflanzen bleiben in dem zum Applikationszeitpunkt vorhandenen Wachstumsstadium stehen oder sterben nach einer gewissen Zeit ganz ab, so daß auf diese Weise eine für die Kulturpflanzen schädliche Unkrautkonkurrenz sehr früh und nachhaltig beseitigt wird.

Die erfindungsgemäßen herbiziden Mittel zeichnen sich durch eine schnell einsetzende und lang andauernde herbizide Wirkung aus. Die Regenfestigkeit der Wirkstoffe in den erfindungsgemäßen Kombinationen ist in der Regel günstig. Als besonderer Vorteil fällt ins Gewicht, daß die in den Kombinationen verwendeten und wirksamen Dosierungen von Verbindungen (A) und (B) so gering eingestellt werden können, daß ihre Bodenwirkung optimal niedrig ist. Somit wird deren Einsatz nicht nur in empfindlichen Kulturen erst möglich, sondern Grundwasser-Kontaminationen werden praktisch vermieden. Durch die erfindungsgemäßen Kombination von Wirkstoffen wird eine erhebliche Reduzierung der nötigen Aufwandmenge der Wirkstoffe ermöglicht.

Bei der gemeinsamen Anwendung von Herbiziden des Typs (A) + (B) treten in bevorzugter Ausführungsform überadditive (= synergistische) Effekte auf. Dabei ist die Wirkung in den Kombinationen stärker als die zu erwartende Summe der Wirkungen der eingesetzten Einzelherbizide. Die synergistischen Effekte erlauben eine Reduzierung der Aufwandmenge, die Bekämpfung eines breiteren Spektrums von Unkräutern und Ungräsern, einen schnelleren Einsatz der herbiziden Wirkung, eine längere Dauerwirkung, eine bessere Kontrolle der Schadpflanzen mit nur einer bzw. wenigen Applikationen sowie eine Ausweitung des möglichen Anwendungszeitraumes. Teilweise wird durch den Einsatz der Mittel auch die Menge an schädlichen Inhaltsstoffen, wie Stickstoff oder Ölsäure, und deren Eintrag in den Boden reduziert.

Die genannten Eigenschaften und Vorteile sind in der praktischen Unkrautbekämpfung von Nutzen, um landwirtschaftliche Kulturen von unerwünschten Konkurrenzpflanzen freizuhalten und damit die Erträge qualitativ und quantitativ zu sichern und/oder zu erhöhen. Der technische Standard wird durch diese neuen Kombinationen hinsichtlich der beschriebenen Eigenschaften deutlich übertroffen.

Obgleich die erfindungsgemäßen Kombinationen eine ausgezeichnete herbizide Aktivität gegenüber mono- und dikotylen Schadpflanzen aufweisen, werden die Kulturpflanzen nur unwesentlich oder gar nicht geschädigt.

Darüberhinaus weisen die erfindungsgemäßen Mittel teilweise hervorragende wachstumsregulatorische Eigenschaften bei den Kulturpflanzen auf. Sie greifen regulierend in den pflanzeneigenen Stoffwechsel ein und können damit zur gezielten Beeinflussung von Pflanzeninhaltsstoffen und zur Ernteerleichterung wie z. B. durch Auslösen von Desikkation und Wuchsstauchung eingesetzt werden. Desweiteren eignen sie sich auch zur generellen Steuerung und Hemmung von unerwünschtem vegetativen Wachstum, ohne dabei die Pflanzen abzutöten. Eine Hemmung des vegetativen Wachstums spielt bei vielen mono- und dikotylen Kulturen eine große Rolle, da Ernteverluste beim Lagern hierdurch verringert oder völlig verhindert werden können.

Aufgrund ihrer herbiziden und pflanzenwachstumsregulatorischen Eigenschaften können die erfindungsgemäßen Mittel zur Bekämpfung von Schadpflanzen in gentechnisch veränderten oder durch Mutationsselektion erhaltenen Kulturpflanzen eingesetzt werden. Diese Kulturpflanzen zeichnen sich in der Regel durch besondere vorteilhafte Eigenschaften aus, wie Resistenzen gegenüber herbiziden Mitteln oder Resistenzen gegenüber Pflanzenkrankheiten oder Erregern von Pflanzenkrankheiten wie bestimmten Insekten oder Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien oder Viren. Andere besondere Eigenschaften betreffen z. B. das Erntegut hinsichtlich Menge, Qualität, Lagerfähigkeit, Zusammensetzung und spezieller Inhaltsstoffe. So sind z. B. transgene Pflanzen mit erhöhtem Stärkegehalt oder veränderter Qualität der Stärke oder solche mit anderer Fettsäurezusammensetzung des Ernteguts bekannt.

Herkömmliche Wege zur Herstellung neuer Pflanzen, die im Vergleich zu bisher vorkommenden Pflanzen modifizierte Eigenschaften aufweisen, bestehen beispielsweise in klassischen Züchtungsverfahren und der Erzeugung von Mutanten (siehe z. B. US 5,162,602; US 4,761,373; US 4,443,971). Alternativ können neue Pflanzen mit veränderten Eigenschaften mit Hilfe gentechnischer Verfahren erzeugt werden (siehe z. B. EP-A-0221044, EP-A-0131624). Beschrieben wurden beispielsweise in mehreren Fällen

  • - gentechnische Veränderungen von Kulturpflanzen zwecks Modifikation der in den Pflanzen synthetisierten Stärke (z. B. WO 92/11376, WO 92/14827, WO 91 /19806),
  • - transgene Kulturpflanzen, welche Resistenzen gegen andere Herbizide aufweisen, beispielsweise gegen Sulfonylharnstoffe (EP-A-0257993, US-A- 5013659),
  • - transgene Kulturpflanzen, mit der Fähigkeit Bacillus thuringiensis-Toxine (Bt-Toxine) zu produzieren, welche die Pflanzen gegen bestimmte Schädlinge resistent machen (EP-A-0142924, EP-A-0193259).
  • - transgene Kulturpflanzen mit modifizierter Fettsäurezusammensetzung (WO 91/13972).

Zahlreiche molekularbiologische Techniken, mit denen neue transgene Pflanzen mit veränderten Eigenschaften hergestellt werden können, sind im Prinzip bekannt; siehe z. B. Sambrook et al., 1989, Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2. Aufl. Cold Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY; oder Winnacker "Gene und Klone", VCH Weinheim 2. Auflage 1996 oder Christou, "Trends in Plant Science" 1 (1996) 423-431).

Für derartige gentechnische Manipulationen können Nucleinsäuremoleküle in Plasmide eingebracht werden, die eine Mutagenese oder eine Sequenzveränderung durch Rekombination von DNA-Sequenzen erlauben. Mit Hilfe der obengenannten Standardverfahren können z. B. Basenaustausche vorgenommen, Teilsequenzen entfernt oder natürliche oder synthetische Sequenzen hinzugefügt werden. Für die Verbindung der DNA-Fragmente untereinander können an die Fragmente Adaptoren oder Linker angesetzt werden.

Die Herstellung von Pflanzenzellen mit einer verringerten Aktivität eines Genprodukts kann beispielsweise erzielt werden durch die Expression mindestens einer entsprechenden antisense-RNA, einer sense-RNA zur Erzielung eines Cosuppressionseffektes oder die Expression mindestens eines entsprechend konstruierten Ribozyms, das spezifisch Transkripte des obengenannten Genprodukts spaltet.

Hierzu können zum einen DNA-Moleküle verwendet werden, die die gesamte codierende Sequenz eines Genprodukts einschließlich eventuell vorhandener flankierender Sequenzen umfassen, als auch DNA-Moleküle, die nur Teile der codierenden Sequenz umfassen, wobei diese Teile lang genug sein müssen, um in den Zellen einen antisense-Effekt zu bewirken. Möglich ist auch die Verwendung von DNA-Sequenzen, die einen hohen Grad an Homologie zu den codiereden Sequenzen eines Genprodukts aufweisen, aber nicht vollkommen identisch sind.

Bei der Expression von Nucleinsäuremolekülen in Pflanzen kann das synthetisierte Protein in jedem beliebigen Kompartiment der pflanzlichen Zelle lokalisiert sein. Um aber die Lokalisation in einem bestimmten Kompartiment zu erreichen, kann z. B. die codierende Region mit DNA-Sequenzen verknüpft werden, die die Lokalisierung in einem bestimmten Kompartiment gewährleisten. Derartige Sequenzen sind dem Fachmann bekannt (siehe beispielsweise Braun et al., EMBO J. 11 (1992), 3219-3227; Wolter et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 85 (1988), 846-850; Sonnewald et al., Plant J. 1 (1991), 95-106).

Die transgenen Pflanzenzellen können nach bekannten Techniken zu ganzen Pflanzen regeneriert werden. Bei den transgenen Pflanzen kann es sich prinzipiell um Pflanzen jeder beliebigen Pflanzenspezies handeln, d. h. sowohl monokotyle als auch dikotyle Pflanzen. So sind transgene Pflanzen erhältlich, die veränderte Eigenschaften durch Überexpression, Suppression oder Inhibierung homologer (= natürlicher) Gene oder Gensequenzen oder Expression heterologer (= fremder) Gene oder Gensequenzen aufweisen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin auch ein Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs, vorzugsweise in Pflanzenkulturen wie Getreide (z. B. Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais, Hirse), Zuckerrübe, Zuckerrohr, Raps, Baumwolle und Soja, besonders bevorzugt in monokotylen Kulturen wie Getreide, z. B. Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais und Hirse, wobei man ein oder mehrere Herbizide des Typs (A) mit einem oder mehreren Herbiziden des Typs (B) auf die Schadpflanzen, Pflanzenteile, Pflanzensamen oder die Fläche auf der die Pflanzen wachsen, z. B. die Anbaufläche appliziert.

Die Pflanzenkulturen können auch gentechnisch verändert oder durch Mutationsselektion erhalten sein und sind bevorzugt tolerant gegenüber Acetolactatsynthase (ALS)-Inhibitoren.

Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der neuen Kombinationen aus Verbindungen (A) + (B) zur Bekämpfung von Schadpflanzen, vorzugsweise in Pflanzenkulturen.

Die erfindungsgemäßen herbiziden Mittel können auch nicht-selektiv zur Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwuchses eingesetzt werden, z. B. in Plantagenkulturen, an Wegrändern, Plätzen, Industrieanlagen oder Eisenbahnanlagen.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen können sowohl als Mischformulierungen der zwei Komponenten (A) und (B), gegebenenfalls mit weiteren agrochemischen Wirkstoffen, Zusatzstoffen und/oder üblichen Formulierungshilfsmitteln vorliegen, die dann in üblicher Weise mit Wasser verdünnt zur Anwendung gebracht werden, oder als sogenannte Tankmischungen durch gemeinsame Verdünnung der getrennt formulierten oder partiell getrennt formulierten Komponenten mit Wasser hergestellt werden.

Die Verbindungen (A) und (B) oder deren Kombinationen können auf verschiedene Art formuliert werden, je nachdem welche biologischen und/oder chemisch- physikalischen Parameter vorgegeben sind. Als allgemeine Formulierungsmöglichkeiten kommen beispielsweise in Frage: Spritzpulver (WP), wasserlösliche Konzentrate, emulgierbare Konzentrate (EC), wäßrige Lösungen (SL), Emulsionen (EW) wie Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-Emulsionen, versprühbare Lösungen oder Emulsionen, Suspensionskonzentrate (SC), Dispersionen auf Öl- oder Wasserbasis, Suspoemulsionen, Stäubemittel (DP), Beizmittel, Granulate zur Boden- oder Streuapplikation oder wasserdispergierbare Granulate (WG), ULV-Formulierungen, Mikrokapseln oder Wachse.

Die einzelnen Formulierungstypen sind im Prinzip bekannt und werden beispielsweise beschrieben in: Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986; von Valkenburg, "Pesticide Formulations", Marcel Dekker N. Y., 1973; K. Martens, "Spray Drying Handbook", 3rd Ed. 1979, G. Goodwin Ltd. London.

Die notwendigen Formulierungshilfsmittel wie Inertmaterialien, Tenside, Lösungsmittel und weitere Zusatzstoffe sind ebenfalls bekannt und werden beispielsweise beschrieben in: Watkins, "Handbook of Insecticide Dust Diluents and Carriers", 2nd Ed., Darland Books, Caldwell N. J.; H. v. Olphen, "Introduction to Clay Colloid Chemistry"; 2nd Ed., J. Wiley & Sons, N. Y. Marsden, "Solvents Guide", 2nd Ed., Interscience, N. Y. 1950; McCutcheon's, "Detergents and Emulsifiers Annual", MC Publ. Corp., Ridegewood N. J.; Sisley and Wood, "Encyclopedia of Surface Active Agents", Chem. Publ. Co. Inc., N. Y. 1964; Schönfeldt, "Grenzflächenaktive Äthylenoxidaddukte", Wiss. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1976, Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986.

Auf der Basis dieser Formulierungen lassen sich auch Kombinationen mit anderen agrochemischen Wirkstoffen, wie anderen Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden, sowie Safenern, Düngemitteln und/oder Wachstumsregulatoren herstellen, z. B. in Form einer Fertigformulierung oder als Tankmix.

Spritzpulver (benetzbare Pulver) sind in Wasser gleichmäßig dispergierbare Präparate, die neben dem Wirkstoff außer einem Verdünnungs- oder Inertstoff noch Tenside ionischer oder nichtionischer Art (Netzmittel, Dispergiermittel), z. B. polyoxethylierte Alkylphenole, polyethoxylierte Fettalkohole oder -Fettamine, Alkansulfonate oder Alkylbenzolsulfonate, ligninsulfonsaures Natrium, 2,2'- dinaphthylmethan-6,6'-disulfonsaures Natrium, dibutylnaphthalin-sulfonsaures Natrium oder auch oleoylmethyltaurinsaures Natrium enthalten.

Emulgierbare Konzentrate werden durch Auflösen des Wirkstoffs in einem organischen Lösungsmittel, z. B. Butanol, Cyclohexanon, Dimethylformamid, Xylol oder auch höhersiedenden Aromaten oder Kohlenwasserstoffe unter Zusatz von einem oder mehreren ionischen oder nichtionischen Tensiden (Emulgatoren) hergestellt. Als Emulgatoren können beispielsweise verwendet werden:

Alkylarylsulfonsaure Calcium-Salze wie Ca-Dodecylbenzolsulfonat oder nichtionische Emulgatoren wie Fettsäurepolyglykolester, Alkylarylpolyglykolether, Fettalkoholpolyglykolether, Propylenoxid-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte, Alkylpolyether, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylensorbitanfettsäureester oder Polyoxethylensorbitester.

Stäubemittel erhält man durch Vermahlen des Wirkstoffs mit fein verteilten festen Stoffen, z. B. Talkum, natürlichen Tonen, wie Kaolin, Bentonit und Pyrophyllit, oder Diatomeenerde.

Suspensionskonzentrate (SC) können auf Wasser- oder Ölbasis sein. Sie können beispielsweise durch Naß-Vermahlung mittels handelsüblicher Perlmühlen und gegebenenfalls Zusatz von weiteren Tensiden, wie sie z. B. oben bei den anderen Formulierungstypen bereits aufgeführt sind, hergestellt werden.

Emulsionen, z. B. Öl-in-Wasser-Emulsionen (EW), lassen sich beispielsweise mittels Rührern, Kolloidmühlen und/oder statischen Mischern unter Verwendung von wäßrigen organischen Lösungsmitteln und gegebenenfalls von weiteren Tensiden, wie sie z. B. oben bei den anderen Formulierungstypen bereits aufgeführt sind, herstellen.

Granulate können entweder durch Verdüsen des Wirkstoffs auf adsorptionsfähiges, granuliertes Inertmaterial hergestellt werden oder durch Aufbringen von Wirkstoffkonzentraten mittels Klebemitteln, z. B. Polyvinylalkohol, polyacrylsaurem Natrium oder auch Mineralölen, auf die Oberfläche von Trägerstoffen wie Sand, Kaolinite oder von granuliertem Inertmaterial. Auch können geeignete Wirkstoffe in der für die Herstellung von Düngemittelgranulaten üblichen Weise - gewünschtenfalls in Mischung mit Düngemitteln - granuliert werden. Wasserdispergierbare Granulate werden in der Regel nach den üblichen Verfahren wie Sprühtrocknung, Wirbelbett-Granulierung, Teller-Granulierung, Mischung mit Hochgeschwindigkeitsmischern und Extrusion ohne festes Inertmaterial hergestellt. Zur Herstellung von Teller-, Fließbett-, Extruder- und Sprühgranulate siehe z. B. Verfahren in "Spray-Drying Handbook" 3rd ed. 1979, G. Goodwin Ltd., London; J. E. Browning, "Agglomeration", Chemical and Engineering 1967, Seiten 147 ff; "Perry's Chemical Engineer's Handbook", 5th Ed., McGraw-Hill, New York 1973, S. 8-57.

Für weitere Einzelheiten zur Formulierung von Pflanzenschutzmitteln siehe z. B. G. C. Klingman, "Weed Control as a Science", John Wiley and Sons, Inc., New York, 1961, Seiten 81-96 und J. D. Freyer, S. A. Evans, "Weed Control Handbook", 5th Ed., Blackwell Scientific Publications, Oxford, 1968, Seiten 101-103.

Die agrochemischen Formulierungen enthalten in der Regel 0,1 bis 99 Gewichtsprozent, insbesondere 2 bis 95 Gew.-%, Wirkstoffe der Typen A und/oder B, wobei je nach Formulierungsart folgende Konzentrationen üblich sind:

In Spritzpulvern beträgt die Wirkstoffkonzentration z. B. etwa 10 bis 95 Gew.-%, der Rest zu 100 Gew.-% besteht aus üblichen Formulierungsbestandteilen. Bei emulgierbaren Konzentraten kann die Wirkstoffkonzentration z. B. 5 bis 80 Gew.-%, betragen. Staubförmige Formulierungen enthalten meistens 5 bis 20 Gew.-% an Wirkstoff, versprühbare Lösungen etwa 0,2 bis 25 Gew.-% Wirkstoff. Bei Granulaten wie dispergierbaren Granulaten hängt der Wirkstoffgehalt zum Teil davon ab, ob die wirksame Verbindung flüssig oder fest vorliegt und welche Granulierhilsmittel und Füllstoffe verwendet werden. In der Regel liegt der Gehalt bei den in Wasser dispergierbaren Granulaten zwischen 10 und 90 Gew.-%.

Daneben enthalten die genannten Wirkstofformulierungen gegebenenfalls die jeweils üblichen Haft-, Netz-, Dispergier-, Emulgier-, Konservierungs-, Frostschutz- und Lösungsmittel, Füll-, Farb- und Trägerstoffe, Entschäumer, Verdunstungshemmer und Mittel, die den pH-Wert oder die Viskosität beeinflussen.

Die herbizide Wirkung der erfindungsgemäßen Herbizid-Kombinationen kann z. B. durch oberflächenaktive Substanzen verbessert werden, vorzugsweise durch Netzmittel aus der Reihe der Fettalkohol-Polyglykolether. Die Fettalkohol- Polyglykolether enthalten vorzugsweise 10-18 C-Atome im Fettalkoholrest und 2-20 Ethylenoxideinheiten im Polyglykoletherteil. Die Fettalkohol-Polyglykolether können nichtionisch vorliegen, oder ionisch, z. B. in Form von Fettalkohol- Polyglykolethersulfaten, vorliegen, die z. B. als Alkalisalze (z. B. Natrium- und Kaliumsalze) oder Ammoniumsalze, oder auch als Erdalkalisalze wie Magnesiumsalze verwendet werden, wie C12/C14-Fettalkohol-diglykolethersulfat- Natrium (Genapol® LRO, Clariant GmbH); siehe z. B. EP-A-0476555, EP-A-0048436, EP-A-0336151 oder US-A-4,400,196 sowie Proc. EWRS Symp. "Factors Affecting Herbicidal Activity and Selectivity", 227-232 (1988). Nichtionische Fettalkohol- Polyglykolether sind beispielsweise 2-20, vorzugsweise 3-15, Ethylenoxideinheiten enthaltende (C10-C18)-, vorzugsweise (C10-C14)-Fettalkohol- Polyglykolether (z. B. Isotridecylalkohol-Polyglykolether) z. B. aus der Genapol® X- Reihe wie Genapol® X-030, Genapol® X-060, Genapol® X-080 oder Genapol® X-150 (alle von Clariant GmbH). Weiterhin ist bekannt, daß Fettalkohol-Polyglykolether wie nichtionische oder ionische Fettalkohol-Polyglykolether (z. B. Fettalkohol- Polyglykolethersulfate) auch als Penetrationshilfsmittel und Wirkungsverstärker für eine Reihe anderer Herbizide, unter anderem auch für Herbizide aus der Reihe der Imidazolinone geeignet sind (siehe z. B. EP-A-0502014).

Die herbizide Wirkung kann auch durch die Verwendung von Pflanzenölen verstärkt werden. Unter dem Begriff Pflanzenöle werden Öle aus ölliefernden Pflanzenarten wie Sojaöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsaatöl, Leinöl, Kokosöl, Palmöl, Distelöl oder Rhizinusöl, insbesondere Rapsöl verstanden, sowie deren Umesterungsprodukte, z. B. Alkylester wie Rapsölmethylester oder Rapsölethylester.

Die Pflanzenöle sind bevorzugt Ester von C10-C22-, vorzugsweise C12-C20-Fettsäuren. Die C10-C22 Fettsäureester sind beispielsweise Ester ungesättigter oder gesättigter C10-C22 Fettsäuren, insbesondere mit gerader Kohlenstoffatomzahl, z. B. Erucasäure, Laurinsäure, Palmitinsäure und insbesondere C18-Fettsäuren wie Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure oder Linolensäure.

Beispiele für C10-C22-Fettsäure-Ester sind Ester, die durch Umsetzung von Glycerin oder Glykol mit den C10-C22-Fettsäuren erhalten werden, wie sie z. B. in Ölen aus ölliefernden Pflanzenarten enthalten sind, oder C1-C20-Alkyl-C10C22-Fettsäure-Ester, wie sie z. B. durch Umesterung der vorgenannten Glycerin- oder Glykol-C10-C22- Fettsäure-Ester mit C1-C20-Alkoholen (z. B. Methanol, Ethanol, Propanol oder Butanol) erhalten werden können. Die Umesterung kann nach bekannten Methoden erfolgen, wie sie z. B. beschrieben sind im Römpp Chemie Lexikon, 9. Auflage, Band 2, Seite 1343, Thieme Verlag Stuttgart.

Als C1-C20-Alkyl-C10-C22-Fettsäure-Ester bevorzugt sind Methylester, Ethylester, Propylester, Butylester, 2-ethyl-hexylester und Dodecylester. Als Glykol- und Glycerin-C10-C22-Fettsäure-Ester bevorzugt sind die einheitlichen oder gemischten Glykolester und Glycerinester von C10-C22-Fettsäuren, insbesondere solcher Fettsäuren mit gerader Anzahl an Kohlenstoffatomen, z. B. Erucasäure, Laurinsäure, Palmitinsäure und insbesondere C18-Fettsäuren wie Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure oder Linolensäure.

Die Pflanzenöle können in den erfindungsgemäßen herbiziden Mitteln z. B. in Form kommerziell erhältlicher ölhaltiger Formulierungszusatzstoffe, insbesondere solcher auf Basis von Rapsöl wie Hasten® (Victorian Chemical Company, Australien, nachfolgend Hasten genannt, Hauptbestandteil: Rapsölethylester), Actirob®B (Novance, Frankreich, nachfolgend ActirobB genannt, Hauptbestandteil: Rapsölmethylester), Rako-Binol® (Bayer AG, Deutschland, nachfolgend Rako-Binol genannt, Hauptbestandteil: Rapsöl), Renol® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Renol genannt, Pflanzenölbestandteil: Rapsölmethylester) oder Stefes Mero® (Stefes, Deutschland, nachfolgend Mero genannt, Hauptbestandteil: Rapsölmethylester) enthalten sein.

Zur Anwendung werden die in handelsüblicher Form vorliegenden Formulierungen gegebenenfalls in üblicher Weise verdünnt, z. B. bei Spritzpulvern, emulgierbaren Konzentraten, Dispersionen und wasserdispergierbaren Granulaten mittels Wasser. Staubförmige Zubereitungen, Boden- bzw. Streugranulate, sowie versprühbare Lösungen werden vor der Anwendung üblicherweise nicht mehr mit weiteren inerten Stoffen verdünnt.

Die Wirkstoffe können auf die Pflanzen, Pflanzenteile, Pflanzensamen oder die Anbaufläche (Ackerboden) ausgebracht werden, vorzugsweise auf die grünen Pflanzen und Pflanzenteile und gegebenenfalls zusätzlich auf den Ackerboden. Eine Möglichkeit der Anwendung ist die gemeinsame Ausbringung der Wirkstoffe in Form von Tankmischungen, wobei die optimal formulierten konzentrierten Formulierungen der Einzelwirkstoffe gemeinsam im Tank mit Wasser gemischt und die erhaltene Spritzbrühe ausgebracht wird.

Eine gemeinsame herbizide Formulierung der erfindungsgemäßen Kombination an Wirkstoffen (A) und (B) hat den Vorteil der leichteren Anwendbarkeit, weil die Mengen der Komponenten bereits im richtigen Verhältnis zueinander eingestellt sind. Außerdem können die Hilfsmittel in der Formulierung aufeinander optimal abgestimmt werden, während ein Tankmix von unterschiedlichen Formulierungen unerwünschte Kombinationen von Hilfstoffen ergeben kann.

A. Formulierungsbeispiele allgemeiner Art
  • a) Ein Stäubemittel wird erhalten, indem man 10 Gew.-Teile eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs und 90 Gew.-Teile Talkum als Inertstoff mischt und in einer Schlagmühle zerkleinert.
  • b) Ein in Wasser leicht dispergierbares, benetzbares Pulver wird erhalten, indem man 25 Gew.-Teile eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs, 64 Gew.-Teile kaolinhaltigen Quarz als Inertstoff, 10 Gew.-Teile ligninsulfonsaures Kalium und 1 Gew.-Teil oleoylmethyltaurinsaures Natrium als Netz- und Dispergiermittel mischt und in einer Stiftmühle mahlt.
  • c) Ein in Wasser leicht dispergierbares Dispersionskonzentrat wird erhalten, indem man 20 Gew.-Teile eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs mit 6 Gew.- Teilen Alkylphenolpolyglykolether (7Triton® X 207), 3 Gew.-Teilen Isotridecanolpolyglykolether (8 EO) und 71 Gew.-Teilen paraffinischem Mineralöl (Siedebereich z. B. ca. 255 bis 277 EC) mischt und in einer Reibkugelmühle auf eine Feinheit von unter 5 Mikron vermahlt.
  • d) Ein emulgierbares Konzentrat wird erhalten aus 15 Gew.-Teilen eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs, 75 Gew.-Teilen Cyclohexanon als Lösemittel und 10 Gew.-Teilen oxethyliertem Nonylphenol als Emulgator.
  • e) Ein in Wasser dispergierbares Granulat wird erhalten indem man

    75 Gew.-Teile eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs,

    10 Gew.-Teile ligninsulfonsaures Calcium,

    5 Gew.-Teile Natriumlaurylsulfat,

    3 Gew.-Teile Polyvinylalkohol und

    7 Gew.-Teile Kaolin

    mischt, auf einer Stiftmühle mahlt und das Pulver in einem Wirbelbett durch Aufsprühen von Wasser als Granulierflüssigkeit granuliert.
  • f) Ein in Wasser dispergierbares Granulat wird auch erhalten, indem man

    25 Gew.-Teile eines Wirkstoffs/Wirksstoffgemischs,

    5 Gew.-Teile 2,2'-dinaphthylmethan-6,6'-disulfonsaures Natrium,

    2 Gew.-Teile oleoylmethyltaurinsaures Natrium,

    1 Gew.-Teil Polyvinylalkohol,

    17 Gew.-Teile Calciumcarbonat und

    50 Gew.-Teile Wasser

    auf einer Kolloidmühle homogenisiert und vorzerkleinert, anschließend auf einer Perlmühle mahlt und die so erhaltene Suspension in einem Sprühturm mittels einer Einstoffdüse zerstäubt und trocknet.
B. Biologische Beispiele Herbizide Wirkung (Feldversuche)

Die Samen oder Rhizomstücke von typischen Schadpflanzen wurden ausgelegt oder waren im Boden vorhanden und unter natürlichen Freilandbedingungen herangezogen. Die Behandlung mit den erfindungsgemäßen Mitteln erfolgte nach dem Auflaufen der Schadpflanzen in der Regel im 2 bis 4-Blattstadium in verschiedenen Dosierungen mit einer Wasseraufwandmenge von umgerechnet 100 bis 400 l/ha.

Nach der Anwendung (ca. 4 Wochen nach Applikation) wurde die herbizide Wirksamkeit der Wirkstoffe bzw. Wirkstoffmischungen anhand der behandelten Parzellen im Vergleich zu unbehandelten Kontroll-Parzellen visuell bonitiert. Dabei wurde Schädigung und Entwicklung aller oberirdischen Pflanzenteile erfaßt. Die Bonitierung erfolgte nach einer Prozentskala (100% Wirkung = alle Pflanzen abgestorben; 50% Wirkung = 50% der Pflanzen und grünen Pflanzenteile abgestorben; 0% Wirkung = keine erkennbare Wirkung = wie Kontrollparzelle). Die Boniturwerte von jeweils 4 Parzellen wurden gemittelt.

Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Tabellen angegeben, wobei in Klammern die Wirkung bei unabhängiger Anwendung der Wirkstoffe (A) und (B) angegeben ist. Beispiel 1



Beispiel 2



Beispiel 3




Anspruch[de]
  1. 1. Herbizid-Kombination mit einem wirksamen Gehalt an Komponenten (A) und (B), wobei
    1. A) ein oder mehrere Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen der Formel (I) und deren Salzen bedeutet,





      worin

      R1 (C1-C8)-Alkyl, (C3-C4)-Alkenyl, (C3-C4)-Alkinyl oder (C1-C4)-Alkyl, das ein- bis vierfach durch Reste aus der Gruppe Halogen und/oder (C1-C2)-Alkoxy substituiert ist, bedeutet,

      R2 I oder CH2NHSO2CH3 bedeutet,

      R3 Methyl oder Methoxy bedeutet, und

      Z N oder CH ist;
    und
    1. A) bedeutet ein oder mehrere selektiv in einigen monokotylen Kulturen gegen monokotyle und/oder dikotyle Schadpflanzen wirksame Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen, bestehend aus
      1. 1. Flucarbazone,
      2. 2. BAY MKH 6561 (Procarbazone),
      3. 3. Florasulam,
      4. 4. Halosulfuron,
      5. 5. Tritosulfuron,
      6. 6. Picolinafen,
      7. 7. Cinidon-ethyl,
      8. 8. Mesotrione,
      9. 9. Metosulam,
      10. 10. Clopyralid,
      11. 11. Flufenacet,
      12. 12. Flumetsulam,
      13. 13. Flupoxam,
      14. 14. Prosulfocarb,
      15. 15. Flurtamone, und
      16. 16. Aclonifen,
      wobei Herbizid-Kombinationen ausgeschlossen sind, die (A) eine oder mehrere Herbizide aus der Gruppe Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, worin R1 = (C1-C8)-Alkyl, (C3-C4)-Alkenyl, (C3-C4)-Alkinyl oder (C1-C4)- Alkyl, das ein- bis vierfach durch Reste aus der Gruppe Halogen und (C1-C2)- Alkoxy substituiert ist, R2 = CH2NHSO2CH3, R3 = Methoxy und Z = CH ist, und (B) eine oder mehrere Herbizide aus der Gruppe der Verbindungen Metosulam (B9), Flupoxam (B13), Prosulfocarb (B14) und Flurtamone (B15) enthalten.
  2. 2. Herbizid-Kombination nach Anspruch 1, worin als Komponente (A) eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe Mesosulfuron-methyl, Mesosulfuron-methyl-Natrium, Iodosulfuron-methyl und Iodosulfuron-methyl-Natrium enthalten ist.
  3. 3. Herbizid-Kombinationen nach Anspruch 1 oder 2, zusätzlich enthaltend eine oder mehrere weitere Komponenten aus der Gruppe enthaltend agrochemische Wirkstoffe anderer Art, im Pflanzenschutz übliche Zusatzstoffe und Formulierungshilfsmittel.
  4. 4. Verfahren zur Bekämpfung von Schadpflanzen, worin eine Herbizid- Kombination, definiert gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gemeinsam oder getrennt im Vorauflauf, Nachauflauf oder im Vor- und Nachauflauf auf die Pflanzen, Pflanzenteile, Pflanzensamen oder die Fläche, auf der die Pflanzen wachsen, appliziert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4 zur selektiven Bekämpfung von Schadpflanzen in Pflanzenkulturen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5 zur Bekämpfung von Schadpflanzen in monokotylen Pflanzenkulturen.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, worin die Pflanzenkulturen gentechnisch verändert oder durch Mutationsselektion erhalten sind.
  8. 8. Verwendung der nach einem der Ansprüche 1 bis 3 definierten Herbizid- Kombination zur Bekämpfung von Schadpflanzen.






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