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Dokumentenidentifikation DE69431105T2 13.03.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0690889
Titel LICHTSTABILISATORSÄTZE ZUR TEILWEISEN FARBAUFTRAGUNG
Anmelder Solvay Engineered Polymers, Grand Prairie, Tex., US
Erfinder LAU, Kwok-Leung, Edmund, Arlington, US;
EDGE, K., David, Livonia, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69431105
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.03.1994
EP-Aktenzeichen 949128482
WO-Anmeldetag 23.03.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/US94/03152
WO-Veröffentlichungsnummer 0009422946
WO-Veröffentlichungsdatum 13.10.1994
EP-Offenlegungsdatum 10.01.1996
EP date of grant 31.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.03.2003
IPC-Hauptklasse C08K 5/34
IPC-Nebenklasse C08K 5/35   C08L 23/02   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft lichtstabilisierte Zusammensetzungen, die mit organischen Materialien abgemischt werden können, wie beispielsweise thermoplastischen olefinischen Elastomer- Verbindungen (TPO), um diesen Materialien Widerstandsfähigkeit gegen Abbau durch ultraviolettes Licht zu vermitteln. Zusammensetzungen dieser organischen Materialien und lichtstabilisierender Komponenten lassen sich zu Formartikeln pressen, die lichtbeständig sind, während sie gleichzeitig aufnahmefähig für Beschichtungen aus Säurekatalysator-aktivierten Einkomponenten-Lacksystemen (Einkomponenten-Lack) sind. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung Artikel, die aus diesem verpressbaren und lichtstabilisierten Zusammensetzungen erzeugt werden. Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Nutzung einer lichtstabilisierten Zusammensetzung.

BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK

Organische Materialien verfügen im Allgemeinen und speziell synthetische Polymere trotz ihrer verbreiteten Anwendung über eine relativ schlechte Lichtbeständigkeit. Beispielsweise neigen olefinische Elastomer-Verbindungen zu einem starken Abbau, wenn sie an Licht exponiert werden, wie beispielsweise Sonnenlicht oder ultraviolette Strahlen. Lichtschutzmittel, die bisher zur Erhöhung der Beständigkeit derartiger olefinischer Elastomer-Verbindungen gegen Licht zur Anwendung gekommen sind, schließen Absorptionsmittel für ultraviolettes Licht ein, wie beispielsweise Benzotriazol-Verbindungen und Benzophenon-Verbindungen. Später ist festgestellt worden, dass N-substituiertes Polyalkylpiperidin als "Hindered Amine Light Stabilizers" (nachfolgend bezeichnet als HALS) ((sterisch gehinderte Amin- Lichtstabilisiermittel)), wie sie beispielsweise in der US-P-4241208 von Murayama et al. offenbart wurden im Vergleich zu den Absorptionsmitteln für ultraviolettes Licht den olefinischen Elastomer-Verbindungen gegen photoinduzierten Abbau einen überlegenen Schutz vermitteln. Gegenwärtig wird der photoinduzierte Abbau von olefinischen Elastomer-Verbindungen wie den TPO's durch Zusetzen von HALS zu den auf eine olefinische Elastomer-Verbindung aufgetragenen Beschichtungen bekämpft und ansonsten ohne jedes Stabilisiermittel angesetzt, oder unter Einbeziehung von basischen HALS in die olefinische Elastomer- Zubereitung.

Sofern eine HALS-Substanz zu einer Beschichtung zugesetzt wird, die auf einen formgepressten TPO-Artikel aufgetragen wird, muss der gesamte Artikel beschichtet werden, um alle Teile des Artikels gegen ultravioletten Abbau zu stabilisieren. Ein Beispiel für eine HALS-Zusammensetzung, die einer Beschichtung zugesetzt wird, die auf einen TPO-Artikel aufgetragen werden kann, ist in der Broschüre beschrieben, die von der Ciba-Geigy Corporation unter dem Titel "Tinuvin® 440 UV Light Stabilizer for Acid Catalyzed Coatings" vertrieben wird, worin eine Zusammensetzung von 1,0% bis 2,0 Gew.-% Tinuvin® 440 bezogen auf den Harz-Feststoff der Beschichtung sowie 2,0% bis 4,0 Gew.-% Tinuvin® 1130 bezogen auf den Harz-Feststoff der Beschichtung offenbart wird.

Darüber hinaus ist festgestellt worden, dass, wenn eine basische HALS-Verbindung als Bestandteil einer TPO-Zubereitung zur Gewährung von Lichtstabilität für ein TPO einbezogen wird, die TPO entweder ohne Lackierung verbleiben muss oder lediglich mit Zweikomponenten-Lacksystemen lackiert werden kann. Es ist festgestellt worden, dass, wenn eine basische HALS-Verbindung einer TPO-Zubereitung zur Vermittlung von Lichtstabilität für ein TPO zugesetzt wird, die TPO nicht mit einem Einkomponenten- Lacksystem wirksam beschichtet werden kann, da derartige Lacksysteme mit der Verbindung reagieren, so dass der Lack nicht ausreichend aushärtet und an dem Substrat schlecht haftet. Darüber hinaus könnte bei einkomponentigen Klarlacksystemen die lichtstabilisierende Wirkung der HALS-Verbindung neutralisiert werden was einen Photo-Abbau der TPO zur Folge hätte. Als Ursache für diese Reaktion wird angenommen, dass basische HALS-Verbindungen mit den sauren organischen Pigmenten und Härtungsmitteln der Einkomponenten-Lacksysteme reagieren. Andere Faktoren, die die Lackhaftung beeinträchtigen, sind das Affinitätsverhalten der Komponenten der TPO-Zubereitung, die Merkmale der Migration der Additive in die TPO-Zubereitung, die Flüchtigkeit der Additive in die TPO-Zubereitung und die thermische Beständigkeit des Gesamtsystems. Das gleiche Problem ist nicht bei Zweikomponenten- Lacksystemen beobachtet worden, da diese Systeme nicht sauer sind.

Wie vorstehend ausgeführt wurde, muss, wenn eine TPO mit einer HALS-enthaltenden Beschichtung beschichtet wird, der gesamte TPO-Formpressartikel beschichtet werden, um einen UV- Abbau irgendeines Teils davon zu verhindern. Darüber hinaus sind die gegenwärtigen TPO- Stabilisiersysteme unter Einbeziehung als Teil einer TPO-Zubereitung nur dann voll funktionsfähig, wenn formgepresste TPO-Artikel nicht mit Einkomponenten-Lacksystemen lackiert werden müssen. Oftmals ist es bei den aus derartigen TPO-Zubereitungen formgepressten Artikeln wünschenswert, dass sie bei dekorativen oder ästhetischen Effekten teilweise lackiert werden müssen. Beispielsweise ist der äußere Teil von Autostoßdämpfern bei bestimmten Modellen aus formgepressten TPO-Zusammensetzungen gefertigt, in die konventionelle Stabilisiermittel einbezogen sind und die bis zu der gewünschten Farbe pigmentiert sind. Aus den vorstehend erklärten Gründen können diese Stoßdämpfer mit Einkomponenten-Lacksystemen nicht zufriedenstellend beschichtet werden. Designer von Automobilen würden jedoch gern das Aussehen derartiger Stoßdämpfer verbessern, indem auf Teilen davon eine Einkomponenten-Beschichtung vorgesehen wird, während gleichzeitig das geringe Gewicht und das Rückstellvermögen der TPO bewahrt bleiben. Dieses kann mit konventionellen TPO-Zubereitungen nicht erreicht werden.

Zur Zeit sind für dieses Problem zwei Lösungen bekannt. Erstens ist es möglich, diese Artikel mit Zweikomponenten-Systemen zu lackieren, wie beispielsweise einem Polyurethan, was jedoch zu zusätzlichen Verarbeitungsschritten für das Beschichten des Artikels führt, sowie zu höheren Kosten für die Beschichtungsmasse selbst. Alternativ ist es möglich, die TPO ohne irgendwelche Stabilisiermittel anzusetzen, was jedoch ein Beschichten des gesamten Artikels mit einer Beschichtung erforderlich machen würde, die eine HALS-Substanz enthält, oder es würden andererseits die nicht beschichteten Flächen im Verlaufe der Zeit bei Exponierung an ultraviolettem Licht abgebaut werden.

Dementsprechend besteht ein Bedarf nach einem Stabilisiermittel-System, das einer TPO- Zubereitung zugesetzt werden kann, um den TPO-Zubereitungen Widerstandsfähigkeit gegen ultraviolettes Licht zu vermitteln, während derartige Zubereitungen auch in die Lage versetzt werden, gegenüber Einkomponenten-Lacksystemen reaktionsunfähig zu bleiben, so dass Teile der Artikel, die aus den TPO's gefertigt sind, lackiert werden können.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird gewährt:

Verbesserte lichtstabilisierte, polymere Zusammensetzung, die nicht nachteilig in säurehärtende Beschichtungssysteme eingreift, aufweisend:

(a) thermoplastisches Polyolefin;

(b) monomeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa- Wert von nicht größer als 7, das in einer Menge von 0,1% bis 1 Gewichtsprozent vorliegt;

(c) polymeres, gehindertes Amin-Lichtschutztüittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7, das in einer Menge von 0,1% bis 0,8 Gewichtsprozent vorliegt;

(d) ultraviolettes Licht absorbierendes Mittel, das in einer Menge von 0,1% bis 1 Gewichtsprozent vorliegt;

wobei das monomere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel, das polymere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel und das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel der Zusammensetzung in Kombination Lichtschutz vermitteln und damit Beständigkeit gegenüber Abbau der Zusammensetzung durch UV-Licht.

Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird gewährt:

Verfahren zum Herstellen eines teilweise lackierten thermoplastischen Polyolefin-Artikels, das nicht in ein säurehärtendes Beschichtungssystem eingreift, welches Verfahren die Schritte umfasst:

Einarbeiten einer Lichtschutzmittelpackung in ein thermoplastisches Polyolefin, wobei die Lichtschutzmittelpackung ein monomeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7 aufweist, ein polymeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7 sowie ein ultraviolettes Licht absorbierendes Mittel, wobei das monomere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel, das polymere, das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel sowie das gehinderte Amin-Lichtschutzmittel jedes in einer Menge von mindestens etwa 0,1% vorliegen, um der Zusammensetzung Lichtschutz zu vermitteln und damit Beständigkeit gegen Abbau durch UV-Licht; sowie

Lackieren mindestens eines Teils des stabilisierten thermoplastischen Polyolefins mit einem mit Säurekatalysator aktivierten, einkomponentigen Lacksystem, um einen stabilen, teilweise lackierten thermoplastischen Polyolefin-Artikel zu erzeugen.

Die Erfindung betrifft eine Lichtschutzmittelkomponente für TPO's. Die Erfindung betrifft ebenfalls einen Artikel und ein Verfahren unter Nutzung einer Lichtschutzmittelkomponente. Die Komponente weist eine monomere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert nicht größer als 7 auf, ein ultraviolettes lichtabsorbierendes Mittel und eine polymere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von kleiner als 7. Vorzugsweise ist das monomere Lichtschutzmittel ein Piperidin-Derivat oder ein Piperazinon mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6. Das UV-Licht absorbierende Mittel ist vorzugsweise eine Benzotriazol- oder Benzophenon-Verbindung. Bevorzugt ist die polymere HALS-Substanz ein Piperidin-Polymer mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6,5 oder kleiner. Bevorzugt ist das monomere Lichtschutzmittel in einer Menge zwischen etwa 30 und 65% vorhanden, das UV-Licht absorbierende Mittel liegt in einer Menge zwischen etwa 25 und 45% vor und das polymere Licht-Absorptionsmittel in einer Menge zwischen etwa 10 und 35%. Vorzugsweise liegt das monomere Lichtschutzmittel in einer Menge vor, die gleich oder größer ist als die des UV-Licht absorbierenden Mittels oder des polymeren Lichtschutzmittels. Die drei Komponenten können weitgehend in der gleichen Menge vorliegen.

Die Erfindung betrifft ferner eine lichtstabilisierte Zusammensetzung, die eine TPO und eine Lichtschutzmittelkomponente aufweist. Bevorzugt weist die Lichtschutzmittelkomponente ein monomeres HALS-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht mehr als 7 in Kombination mit einem UV-Licht absorbierenden Mittel auf.

Bevorzugt ist das Lichtschutzmittel ein Piperidin-Derivat mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6 oder kleiner. Bevorzugt ist das Lichtschutzmittel ein Piperidin-Derivat mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6 oder kleiner. Bevorzugt ist das UV-Licht absorbierende Mittel eine Benzotriazol- oder Benzophenon-Verbindung. Vorzugsweise liegt das Lichtschutzmittel in einer Menge von etwa 40 bis 90% der Lichtschutzmittelkomponente und das UV-Licht absorbierende Mittel in einer Menge zwischen 10 und 60% der Lichtschutzmittelkomponente vor.

Bevorzugt liegt das Lichtschutzmittel in einer Menge gleich oder größer als die des UV-Licht absorbierenden Mittels vor. Die Komponente weist außerdem eine polymere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert kleiner als 7 auf. Bevorzugt ist die polymere HALS-Substanz ein Piperidin- Polymer mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6,5 oder kleiner. Vorzugsweise liegt in diesem dreikomponentigen Satz das monomere Lichtschutzmittel in einer Menge zwischen etwa 30 und 80% der Lichtschutzmittelkomponente vor, das Licht-Absorptionsmittel liegt in einer Menge zwischen etwa 10 und 45% der Lichtschutzmittelkomponente vor und das polymere Licht-Absorptionsmittel liegt in einer Menge zwischen etwa 10 und 35% der Lichtschutzmittelkomponente vor. Bevorzugt liegt das monomere Lichtschutzmittel in einer Menge vor, die gleich oder größer ist als die des polymeren Lichtschutzmittels. Alle drei Komponenten können weitgehend in der gleichen Menge vorliegen.

Die Lichtschutzmittelkomponente kann in einer Menge von etwa 0,4% bis 2 Gew.-% der lichtstabilisierten Zusammensetzung vorliegen.

Die Erfindung betrifft ferner einen Artikel mit einer Außenfläche, die eine formgepresste, lichtstabilisierte polymere Zusammensetzung entsprechend der vorstehenden Beschreibung aufweist sowie auf einen Teil der Außenfläche davon eine Beschichtung. Vorzugsweise weist die Zusammensetzung eine TPO und eine Lichtschutzmittelkomponente vor. Die Lichtschutzmittelkomponente kann eine monomere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert nicht größer als 7 in Kombination mit einem UV- Licht absorbierenden Mittel aufweisen. In die Komponente kann außerdem eine polymere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert kleiner als 7 einbezogen sein. Bevorzugt ist die Beschichtung eine Einkomponenten-Beschichtung und mehr bevorzugt weist sie ein Acrylharz-, Alkydharz-, Melaminharz-, Polyesterharz-, thermoplastisches oder elastomeres Material auf. Die Lichtschutzmittelkomponente kann in einer Menge von etwa 0,4% bis 2 Gew.-% der Zusammensetzung vorliegen. Bevorzugt weist die TPO ein Homopolymer und ein Copolymer von CH&sub2;=C-(R)&sub2; auf, worin R H ist oder ein C&sub1;-C&sub6;-gradkettiger oder verzweigter Alkyl-Teil. Bevorzugt weist die TPO ein Blend von mindestens einem Homopolymer und einem Copolymer auf. Mehr bevorzugt weist die TPO kristallines Polypropylen oder Polyethylen und amorphen Ethylen/Propylen-Copolymerkautschuk auf oder Ethylen/Propylen-Terpolymerharz oder Mischungen davon entweder aus einem intensiven Mischprozess oder einer nachfolgenden Polymerisation in Reaktoren auf.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFiNDUNG

Die Lichtschutzmittelkomponenten der vorliegenden Erfindung gewähren den TPO- Zusammensetzungen, die diese erhalten, einen Lichtschutz und sind darüber hinaus mit Säure-katalysierten Einkomponenten-Lacksystemen nicht reaktionsfähig. Der Satz ist ein dreikomponentiger Satz und weist eine monomere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem kPa-Wert von nicht mehr als 7 auf, ein UV- Licht absorbierendes Mittel und eine polymere HALS-Substanz mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von weniger als 7.

Eine TPO ist ein polyolefinisches Harz, das unzählige Male erhitzt und plastifiziert werden kann, ohne irgendwelche grundlegenden Veränderungen der Eigenschaften zu erfahren. Ein Polyolefin ist ein Polymer oder Vereinigung von Verbindungen, bei denen es sich um ungesättigte und chemisch aktive Kohlenwasserstoffe mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung handelt. Beispiele für Olefine schließen Polyethylen, Polypropylen, usw. ein. Polyolefine ergeben sich aus der Vereinigung derartiger Olefine. Polyolefine können das Ergebnis eines Compoundierens gleicher oder verschiedener Olefine sein. Beispiele für thermoplastische polyolefinische Zubereitungen und ihre Rezepturen finden sich beispielsweise in den US-P-4945005 und 4997720.

Die monomere HALS-Substanz der vorliegenden Erfindung hat einen pKa-Wert von nicht größer als 7. Daher ist die monomere HALS-Substanz vorzugsweise von saurer Beschaffenheit, kann jedoch auch neutral sein. Die monomere HALS-Substanz der vorliegenden Erfindung hat vorzugsweise einen pKa-Wert von 6 oder kleiner. Der pKa-Wert kann 5 oder kleiner, 4,2 oder kleiner oder sogar 2,6 oder kleiner sein. Die monomere HALS-Substanz ist vorzugsweise ein Piperidin-Derivat oder ein Piperazinon-Derivat. Mehr bevorzugt ist die monomere HALS-Substanz ein N-substituiertes Polyalkylpiperidin- oder N-substituiertes Polyalkylpiperazinon-Derivat und am meisten bevorzugt ein sekundäres oder tertiäres N-substituiertes Polyalkylpiperidin oder ein sekundäres oder tertiäres N-substituiertes Polyalkylpiperazinon, wie beispielsweise ein N-H-Tetramethylpiperidin-Derivat oder ein o-Octyl-Analog eines N-H-Tetramethyl- Piperidin-Derivats, ein Tetramethylpiperazinon, usw. Beispiele für die monomeren HALS-Substanzen der vorliegenden Erfindung schließen Tinuvin® 440 der Ciba-Geigy Corporation ein, ein Piperidin-Derivat- HALS mit einem pKa-Wert von 2,5; Tinuvin® 123 von der Ciba-Geigy Corporation, ein o-Octyl-Analog der NH-HALS-Substanz mit einem pKa-Wert von 4,2; Goodrite 3159® von der B. F. Goodrich Co., einer Tetramethylpiperazinon-HALS mit einem pKa-Wert von 6; und Cyasorb® UV-3668 von Cytec Industries, ein Derivat eines Tetramethylpiperidins mit einem pKa-Wert von 5,0.

Bei den UV-Absorbern der vorliegenden Erfindung kann es sich um beliebige UV-Absorber handeln, die gegenwärtig bekannt sind. Gegenwärtig bekannte UV-Absorber schließen beispielsweise 2-(2'- Hydroxyphenyl)-benzotriazole, 2-Hydroxybenzophenone, usw. ein. Beispiele für Benzotriazol-UV- Absorber der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise: 2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-butyl)-5- chlorbenzotriazol, wie beispielsweise Tinuvin® 327 von Ciba-Geigy Corporation und 2-[2'-Hydroxy-3',5'- (di-tert-amyl)phenyl]-benzotriazol, wie beispielsweise Tinuvin® 328 von der Ciba-Geigy Corporation. Ein Beispiel für einen Benzophenon-UV-Absorber der vorliegenden Erfindung ist 2-Hydroxyl-4-n- octylbenzophenon, wie beispielsweise Cyasorb® UV 531 von Cytec Industries.

Die polymeren HALS-Substanzen der vorliegenden Erfindung, die eine Basizität oder einen pKa- Wert von weniger als 7 haben, werden zu dem Satz zur Erzeugung eines dreikomponentigen Lichtschutzmittel-Satzes zugefügt. Beispiele für polymere HALS-Substanzen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen Tinuvin 622 von der Ciba-Geigy Corporation ein, das einen pKa-Wert von 6,5 hat.

Die monomere HALS-Substanz wird vorzugsweise in einer Menge gleich oder größer als die sowohl des UV-Absorbers als auch der polymeren HALS-Substanz zugesetzt. In diesem dreikomponentigen Lichtschutzmittel-Satz liegt die monomere HALS-Substanz bevorzugt in einer Menge von etwa 30% bis 80% vor, der UV-Absorber bevorzugt in einer Menge von etwa 10% bis 45% der Lichtschutzmittelkomponente, und die polymere HALS-Substanz wird in einer Menge von etwa 10% bis 35% der Lichtschutzmittelkomponente zugesetzt. In einer bevorzugten Ausführungsform liegen alle drei Komponenten weitgehend in der gleichen Menge vor.

In Tabelle 1 werden die Merkmale der monomeren und polymeren HALS-Substanzen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, mit anderen HALS-Substanzen verglichen, die traditionell als Lichtschutzmittel zum Einsatz kommen.

TABELLE I GEHINDERTE AMIN-LICHTSCHUTZMITTEL

¹ Alle gehinderten Amine in der Tabelle I sind Produkte der Ciba-Geigy Corporation.

Die pKa-Werte von Tinuvin® 622 und Tinuvin® 440 machen die Lichtschutzmittelkomponente der vorliegenden Erfindung weniger basisch. Anders als beispielsweise Tinuvin® 770 und Chimassorb® 944, die stark basisch sind, wird die Lichtschutzmittelkomponente der vorliegenden Erfindung damit nicht ohne weiteres mit der Säure in den Einkomponenten-Lacksystemen reagieren. Außerdem sind die HALS- Substanzen der vorliegenden Erfindung beim Einwandern in die Oberfläche der formgepressten Teile langsamer als beispielsweise Tinuvin® 770, und diese Migration beeinträchtigt die Adhäsion des Lackes.

In Tabelle II werden Beispiele für die Prozentgehalte der Komponenten beschrieben, die in den Lichtschutzmittelkomponenten der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.

TABELLE II LICHTSCHUTZMITTELKOMPONENTEN (% des gesamten Satzes)

Wie vorstehend ausgeführt, liegt die monomere HALS-Substanz in einer Menge vor, die gleich oder größer ist als die Mengen entweder des UV-Absorbers oder der polymeren HALS-Substanz. Damit kann die monomere HALS-Substanz in einer relativen Menge zwischen etwa 30% und 80% des dreikomponentigen Satzes vorliegen. Das Licht absorbierende Mittel kann in einer Menge zwischen etwa 10 bis 45% in dem dreikomponentigen Satz vorliegen. Die polymere HALS-Substanz kann in einer Menge zwischen etwa 10% und 35% des dreikomponentigen Satzes vorliegen.

Die formpressbare, lichtstabilisierte, polymere Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung weist TPO und eine Lichtschutzmittelkomponente auf. Die Lichtschutzmittelkomponente weist auf:

(1) Ein monomeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert nicht größer als 7; (2) ein UV-Licht absorbierendes Mittel und wahlweise (3) ein polymeres gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert kleiner als 7.

Bevorzugt weist die TPO der vorliegenden Erfindung ein Homopolymer und ein Copolymer von CH&sub2;=C-(R)&sub2; auf, worin R H oder eine C&sub1;-C&sub6;-gradkettiges oder verzweigtes Alkyl-Teil ist und mehr bevorzugt ein Homopolymer von kristallinem Polypropylen. Bevorzugt ist die TPO ein Blend von kristallinem Polypropylen und amorphem Ethylen/Propylen-Copolymerkautschuk auf.

Die Lichtschutzmittelkomponente macht vorzugsweise mindestens etwa 0,4 Gewichtsprozent der lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzung aus. Mehr bevorzugt liegt die Lichtschutzmittelkomponente in einer Menge von etwa 0,4% bis 2% der lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung vor.

In diesen Zusammensetzungen, in die die dreikomponentigen Sätze einbezogen sind, können die monomeren HALS-Substanzen in einer Menge zwischen etwa 0,1% und 1% und bevorzugt zwischen etwa 0,1% und 0,5% vorliegen, das Licht absorbierende Mittel kann in einer Menge zwischen etwa 0,1% und 1% vorliegen und vorzugsweise zwischen etwa 0,1% und 0,5%, und die polymere HALS-Substanz kann in einer Menge zwischen etwa 0,1% und 0,8% und bevorzugt zwischen etwa 0,1% und 0,4% vorliegen.

In Tabelle III werden Beispiele für die Prozentanteile der Komponenten der Lichtschutzmittelsätze beschrieben, die in den lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.

TABELLE III LICHTSTABILISIERTE POLYMERE ZUSAMMENSETZUNGEN

Wie vorstehend ausgeführt, kann die monomere HALS-Substanz in einer Menge vorliegen, die gleich oder größer ist als die Mengen entweder des UV-Absorbers oder der polymeren HALS-Substanz. Damit kann die monomere HALS-Substanz in einer relativen Menge zwischen 40 und 90% des zweikomponentigen Satzes vorliegen und zwischen etwa 30% und 80% des dreikomponentigen Satzes. Das Licht absorbierende Mittel kann in einer Menge zwischen etwa 20% und 60% in dem zweikomponentigen Satz und zwischen etwa 25% bis 45% in dem dreikomponentigen Satz vorliegen. Die polymere HALS- Substanz kann in einer Menge zwischen etwa 10% und 35% des dreikomponentigen Satzes vorliegen.

Der Artikel der vorliegenden Erfindung verfügt über eine Außenfläche, die die formpressbare, lichtstabilisierte polymere Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung aufweist. Mindestens ein Teil der Außenfläche des Artikels kann mit einer einkomponentigen Beschichtung beschichtet werden, die beispielsweise ein Acrylharz-, Alkydharz-, Melaminharz-, Polyesterharz-, thermoplastisches oder elastomeres Material aufweist.

Das vorstehend ausgeführte und andere Aufgaben, Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden detaillierten und nicht einschränkenden Beispiele der vorliegenden Erfindung deutlicher.

BEISPIEL 1

In den folgenden Beispielen werden verschiedenen Lichtschutzmittelkomponenten in kommerziell verfügbare TPO's eingemischt, um lichtstabilisierte polymere Zusammensetzungen zu erzeugen. Es wurden Testplatten (10,16 cm · 15,24 cm · 0,318 cm) (4" · 6" · 1/8") durch Spritzguss erzeugt und untersucht.

BEISPIEL 2

Es wurde die in Tabelle 1 V beschriebene Lichtschutzmittelkomponente mit einem von zwei TPO's zur Erzeugung einer lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzung gemischt.

TABELLE IV LICHTSCHUTZMITTELKOMPONENTEN

Komponente / (% des Satzes)

Tinuvin® 440 47,5

Tinuvin® 327 37,5

Tinuvin® 622 25,0

Die TPO's sind entweder Dexflex® 980 von D&S Plastics Inc. oder Dexflex® 815 von D&S Plastics Inc.. Jede der zwei lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen wurde mit 3 verschiedenen Einkomponenten-Lacksystemen aufgetragen und auf TPO/Lack-Wechselwirkungen getestet. Vor dem Lackieren wurden die Testproben zuerst mit Isopropanol abgewischt und zur Entfernung des Staubes gestrahlt. Nach einem Abflammen für 5 Minuten wurden diese Proben mit Haftvermittler beschichtet, danach mit Grundlack und anschließend wahlweise mit dem Klarlack. Typische Filmdicken dieser verschiedenen Beschichtungen betrugen 2,54 · 10-4 cm bis 7,62 · 10&supmin;&sup4; cm (0,1 bis 0,3 mil) für den Haftvermittler, 1,5 · 10&supmin;³ bis 2 · 10&supmin;³ cm (0,6 bis 0,8 mil) für den Grundlack und 3 · 10&supmin;³ bis 3,8 · 10&supmin;³ cm (1,2 bis 1,5 mil) für den Klarlack. Nach dem Lackieren wurden diese Proben in einem Ofen für 30 Minuten bei 120ºC ausgehärtet. Das zur Bewertung der TPO/Lack-Wechselwirkungen angewandte Testen verlief folgendermaßen:

1. In dem ersten Hafttest wurde ein durchsichtiges Cellophan-Klebstoffband, Nichiban® Co., Ltd. verwendet, um auf einer Lackfläche mit 3 mm-Kreuzgitterschnitt abgezogen zu werden.

2. In dem Benzin-Tauchversuch wurde eine synthetische Benzinmischung aus 45% Toluol und 55% Naphthalen verwendet, um die lackierten Platten zu durchtränken. Das Abheben von Lack und Ablösen wurde alle halbe Stunde bis zu 6 Stunden kontrolliert.

3. In dem Schwitzwasserversuch wurden die lackierten Platten für 240 Stunden bei 38º ± 2ºC an einer Atmosphäre mit einer relativen Luftfeuchte von 98% ± 2% exponiert. Die Bewertung der Blasenbildung wurde durch visuelle Untersuchung nach Standard ASTM D-714 vorgenommen. Die Haftung wurde durch Abziehen auf einer 3 mm-Kreuzgitterschnittfläche mit Permacel®-Abdeckband von Permacel Corp. und alternativ mit 2,54 cm (1 inch) breitem Scotch®-Filamentband, Teil Nr. 898 der 3M Packaging Systems Division getestet. Das Ziel ist eingestellt auf keinen Verlust an Haftung und eine Bläschenbewertung von 9 und mehr als 5 Minuten nach Beendigung des Exponierungszyklus.

4. Im Wassertauchversuch wurden die lackierten Platten für 96 Stunden bei 40ºC in Wasser getränkt oder mindestens für 240 Stunden bei 38ºC. Die Bläschenbildung wurde durch visuelle Untersuchung nach Standard ASTM D-0714 bewertet. Die Haftung wurde durch Abziehen auf einer 3 mm- Kreuzgitterschnittfläche mit Permacel®-Abdeckband von Permacel Corp. und alternativ mit 2,54 cm (1 inch) breitem Scotch®-Filamentband, Teil Nr. 898 der 3M Packaging Systems Division getestet. Das Ziel ist eingestellt auf keinen Verlust an Haftung und einer Bewertung der Bläschenbildung von 9 und mehr als 5 Minuten nach Beendigung des Exponierungszyklus.

Die Testergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle V zusammengestellt.

TABELLE V EINFLUSS AUF DIE LACKIERBARKEIT

Lack-Systeme:

1. Haftung Promoter-MPP4110 ((Haftvermittler)) von PPG Indus. Inc.; BasecoatCBC hellblau, Grundlack von PPG Indus. Inc.; ClearcoatUCC1001, Klarlack von der PPG Indus. Inc.;

2. Haftung Promoter-MPP4110 ((Haftvermittler)) von PPG Indus. Inc.; Basecoat-DWB blau (Grundlack) von PPG Indus. Inc.; Clearcoat-UCC1001 (Klatlack) von PPG Indus. Inc.;

3. Haftung Promoter-MPP4110 ((Haftvermittler)) von PPG Indus. Inc.; Basecoat-Bee30 glanzarme Grundierung von Morton Paint Co.

Bewertung der Bläschenmenge: (ASTM D-714)

F = wenig; M = mittel; MD = mittel bis dicht; D = dicht

Bewertung der Bläschengröße:

10 = keine; 9 = mikro; 8 = Bleistiftspitze; 7 bis 1 = zunehmend größer

Benzintauchversuch:

In = beginnendes Versagen; CF = katastrophales Versagen; SC = leichtes kräuseln (als Versagen wird lediglich katastrophales Versagen angesehen).

Die Daten zeigen, dass die Lichtstabilität der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in Bezug auf Einkomponenten-Lacksysteme weniger reaktiv ist. Das Versagen der lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzung in dem Versuch der Anfangshaftung bei Lacksystem 3 ist auf die Aggressivität des Lacksystems zurückzuführen und weniger auf die Lichtschutzmittelkomponente. Dieses legt nahe, dass für optimale Ergebnisse ein weniger aggressives Lacksystem verwendet werden sollte.

BEISPIEL 3

Die in Tabelle VI beschriebenen Lichtschutzmittel-Sätze wurden mit Dexflex 980 TPO zur Erzeugung von lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen abgemischt.

TABELLE VI LICHTSCHUTZMITTEL-SÄTZE

Die Lackierbarkeit der lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen wurde unter Anwendung der gleichen Testprozeduren ermittelt, wie sie in Beispiel 2 für die Anfangshaftung, den Benzintauchversuch und Schwitzwasserversuche beschrieben wurden mit der Ausnahme, dass der Schwitzwasserversuch für 240 Stunden bei 38ºC ausgeführt wurde. Die Testergebnisse sind in Tabelle VII zusammengestellt.

TABELLE VII EINFLUSS AUF DIE LACKIERBARKEIT

Lacksysteme:

1. Adhesion Promoter-Bee HP-21054-4W1 von Morton Paint Co. ((Haftvermittler)); Basecoat- 872-99642 von E.I. DuPont de Nemours & Co., Inc. (Grundlack); Clearcoat-RK3939 von E.I. DuPont de Nemours & Co., Inc. (Klarlack);

2. Adhesion Promoter-MPP-4110 von PPG Indus. Inc. (Haftvermittler); Basecoat-UBC von PPG Indus. Inc. (Grundlack); Clearcoat-UCC-1000 von PPG Indus. Inc. (Klarlack);

3. Adhesion Promoter-MPP-4110 von PPG Indus. Inc. (Haftvermittler); Basecoat-Bee UR560 von Morton Paint Co. (Grundlack); Clearcoat-Bee Q65837 von Morton Paint Co. (Klarlack).

Die Ergebnisse der Daten zeigen, dass die lichtstabilisierte polymere Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung die Tests der Anfangshaftung, den Schwitzwasserversuch und den Benzintauchversuch bestanden.

BEISPIEL 4

Die in der Tabelle VIII beschriebenen Lichtschutzmittel-Sätze wurden mit Deflex 980 TPO abgemischt, um lichtstabilisierte polymere Zusammensetzungen zu erzeugen.

TABELLE VIII LICHTSCHUTZMITTEL-SÄTZE (% des Satzes)

Die TPO/Lack-Wechselwirkungen der verschiedenen Lichtschutzmittel der Tabelle VIII wurden mit Deflex 980 TPO gemischt und im Versuch der Anfangshaftung und dem Schwitzwasserversuch unter Anwendung der gleichen Prozeduren getestet, wie sie in Beispiel 3 beschrieben wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX gezeigt.

TABELLE IX EINFLUSS AUF DIE LACKIERBARKEIT

Die Ergebnisse der Daten zeigen, dass die lichtstabilisierten Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung (Vergleichszusammensetzungen 2 und 3 und Zusammensetzung 14) den Schwitzwasserversuch bestanden, während die lichtstabilisierten Zusammensetzungen außerhalb des Geltungsbereichs der vorliegenden Erfindung (Zusammensetzungen 15, 16, 19 und 20) den Schwitzwasserversuch nicht bestanden. Die lichtstabilisierte Zusammensetzung 18, bei der es sich um eine lichtstabilisierte Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung handelt, versagte im Schwitzwasserversuch wahrscheinlich in Folge des Vorhandenseins einer zu großen Menge von Tinuvin 622, die einen pKa-Wert von 6,5 hat, im Vergleich zu den anderen Komponenten darin.

BEISPIEL 5

Die in Tabelle X beschriebenen Lichtschutzmittel-Sätze wurden mit Deflex® 826 von D&S Plastics, Inc. abgemischt, um lichtstabilisierte polymere Zusammensetzungen zu erzeugen. Die lichtstabilisierten Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung wurden mit Standardproben auf Lackierbarkeit verglichen. Die Testprozeduren waren die gleichen, wie sie in Beispiel 4 beschrieben wurden mit der Ausnahme, dass der Schwitzwasserversuch für 240 Stunden bei 38ºC ausgeführt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle XI zusammengestellt.

TABELLE X LICHTSCHUTZMITTEL-SÄTZE
TABELLE XI EINFLUSS AUF DIE LACKIERBARKEIT

Lacksystem

1. Adhesion Promoter-HP-21054-431 Morton Paint Co. (Haftvermittler); Basecoat-BAH-3 rotmetallic von der PPG Indus. Inc. (Grundlack); Clearcoat-UCC-1001 von der PPG Indus. Inc. (Klarlack);

2. Adhesion Promoter-HP-21054-4B 1 von Morton Paint Co. (Haftvermittler); Basecoat-89013-6- UR560 (weiß) von Morton Paint Co. (Grundlack).

Die Ergebnisse zeigen, dass die lichtstabilisierten Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung den Versuch der Anfangshaftung und den Schwitzwasserversuch mit der gleichen Bewertung bestanden wie die Standardproben.

BEISPIEL 6

Das Lichtschutzmittel-System der vorliegenden Erfindung wurde mit konventionellen Lichtschutzmittel-Systemen und Standard-Systemen verglichen.

Die Komponenten der Lichtschutzmittel-Sätze, die in den lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen verwendet wurden, sind in Tabelle XII beschrieben. Die Komponenten der TPO's sind in Tabelle XIII beschrieben. Die lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen sind in Tabelle XIV beschrieben.

TABELLE XII LICHTSTABILISIERTE POLYMERE ZUSAMMENSETZUNGEN
TABELLE XIII TPO

Die Wechselwirkung zwischen den lichtstabilisierten polymeren Zusammensetzungen der Tabelle XIV und der Lacksysteme wurden ermittelt.

Der Versuch der Anfangshaftung wurde genau so ausgeführt wie in Beispiel 2. Der Schwitzwasserversuch wurde genau so ausgeführt wie in Beispiel 2 mit der Ausnahme, dass die Exponierung bei 168 Stunden und 38ºC und 240 Stunden bei 38ºC erfolgte. Der Wassertauchversuch wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 mit der Ausnahme ausgeführt, dass die lackierten Platten für 168 Stunden bei 38ºC sowie für 240 Stunden bei 38ºC eingetaucht wurden.

TABELLE XIV EINFLUSS AUF DIE LACKIERBARKEIT

Lacksystem

1. Adhesion Promoter-HP-21054-4B1 von Morton Paint Co. (Haftvermittler); Basecoat- UR560CAFH zinnoberrot 1K von Morton Paint Co. (Grundlack);

2. Adhesion Promoter-HP-21054-4B 1 von Morton Paint Co. (Haftvermittler); Basecoat-89000-HC UR560CAFH wilde Erdbeere 1 von Morton Paint Co. (Grundlack); Clearcoat-Q65837 von Morton Paint Co. (Klarlack).

Die Ergebnisse zeigen, dass die lichtstabilisierten Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eine erhebliche Verbesserung des Lichtschutzes gegenüber den UV-Systemen bekannter Ausführung gewähren.

Obgleich die vorliegende Erfindung in den Einzelheiten beschrieben worden ist, gilt es als selbstverständlich, dass dieses lediglich beispielhaft erfolgte und in keiner Weise den Geltungsbereich der Erfindung beschränkt, der ausschließlich durch den Wortlaut der beigefügten Ansprüche beschränkt ist.


Anspruch[de]

1. Verbesserte lichtstabilisierte, polymere Zusammensetzung, die nicht nachteilig in säurehärtende Beschichtungssysteme eingreift, aufweisend:

(a) thermoplastisches Polyolefin;

(b) monomeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa- Wert von nicht größer als 7, das in einer Menge von 0,1% bis 1 Gewichtsprozent vorliegt;

(c) polymeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7, das in einer Menge von 0,1% bis 0,8 Gewichtsprozent vorliegt;

(d) ultraviolettes Licht absorbierendes Mittel, das in einer Menge von 0,1% bis 1 Gewichtsprozent vorliegt;

wobei das monomere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel, das polymere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel und das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel der Zusammensetzung in Kombination Lichtschutz vermitteln und damit Beständigkeit gegenüber Abbau der Zusammensetzung durch UV-Licht.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das monomere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel ein Piperidin- oder Piperazinon-Derivat mit einer Basizität oder einem pKa-Wert zwischen 2,5 und 5 ist.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das polymere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel ein Piperidin-Derivat mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von 6,5 oder weniger ist.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel eine Benzotriazol- oder Benzophenon-Verbindung ist.

5. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher die gehinderten Amin-Lichtschutzmittel in einer Menge gleich oder größer als diejenige des ultraviolettes Licht absorbierenden Mittels vorliegen.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das monomere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel in einer Menge zwischen etwa 30% und 80% vorliegt, das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel in einer Menge zwischen etwa 10% und 45% vorliegt und das polymere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel in einer Menge zwischen etwa 10% und 35% vorliegt, alles bezogen auf das Gewicht der Lichtschutzmittelpackung.

7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, bei welcher das monomere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel in einer Menge gleich oder größer als diejenige des ultraviolettes Licht absorbierenden Mittels vorliegt sowie in einer Menge vorliegt, die gleich oder größer ist als diejenige des polymeren, gehinderten Amin-Lichtschutzmittels.

8. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das monomere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Polyalkyl-Piperidinylacetamid- Verbindungen, Polyalkyl-Piperidinylester-Verbindungen und Triazaspiro-alkandion-Verbindungen, und bei welcher das polymere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel ein Polyalkyl-Piperidinsuccinsäure-Copolymer ist.

9. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei welcher das monomere, gehinderte Amin- Lichtschutzmittel 2,2,6,6-Tetramethyl-4-(2-dodecylsuccinamidyl)piperidinyl-acetamid; Bis(2,2,6,6- tetramethyl-1-(octyloxy)-4-piperidinyl)ester; oder 1,3,8-Triazaspiro[4.5]decan-2,4-dion ist und das polymere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel ein N-(2-hydroxyethyl)-2,2,6,6-tetramethylpiperidin-4-olsuccinsäure-Copolymer ist.

10. Artikel, aufweisend eine geformte, lichtstabilisierte; polymere Zusammensetzung nach Anspruch 1 und mit einer Außenfläche, sowie aufweisend ein säurehärtendes Beschichtungssystem auf mindestens einem Teil der Außenfläche der geformten Zusammensetzung.

11. Artikel nach Anspruch 10, bei welchem die Beschichtung eine Einkomponentenbeschichtung ist.

12. Artikel nach Anspruch 10, bei welchem die Beschichtung ein acrylisches, ein Alkyd-, Melamin-, Polyester-, thermoplastisches oder elastomeres Material aufweist.

13. Artikel nach Anspruch 10, bei welchem die Lichtschutzmittelpackung in einer Gesamtmenge zwischen etwa 0,4% und 2 Gewichtsprozent der Zusammensetzung vorliegt.

14. Artikel nach Anspruch 10, bei welchem das thermoplastische Olefin ein Homopolymer oder Copolymer von CH&sub2;=C-(R)&sub2; aufweist, worin R H ist oder ein gerader oder verzweigter C&sub1;-C&sub6;-Alkylrest ist.

15. Artikel nach Anspruch 14, bei welchem das thermoplastische Olefin ein Blend aus mindestens zwei der Homopolymere oder Copolymere aufweist.

16. Artikel nach Anspruch 14, bei welchem das thermoplastische Olefin kristallines Polypropylen oder Polyethylen aufweist sowie mindestens ein amorphes Copolymer.

17. Verfahren zum Herstellen eines teilweise lackierten thermoplastischen Polyolefin-Artikels, das nicht in ein säurehärtendes Beschichtungssystem eingreift, welches Verfahren die Schritte umfasst:

Einarbeiten einer Lichtschutzmittelpackung in ein thermoplastisches Polyolefin, wobei die Lichtschutzmittelpackung ein monomeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7 aufweist, ein polymeres, gehindertes Amin-Lichtschutzmittel mit einer Basizität oder einem pKa-Wert von nicht größer als 7 sowie ein ultraviolettes Licht absorbierendes Mittel, wobei das monomere, gehinderte Amin-Lichtschutzmittel, das polymere, das ultraviolettes Licht absorbierende Mittel sowie das gehinderte Amin-Lichtschutzmittel jedes in einer Menge von mindestens etwa 0,1% vorliegen, um der Zusammensetzung Lichtschutz zu vermitteln und damit Beständigkeit gegen Abbau durch UV-Licht; sowie

Lackieren mindestens eines Teils des stabilisierten thermoplastischen Polyolefins mit einem mit Säurekatalysator aktivierten, einkomponentigen Lacksystem, um einen stabilen, teilweise lackierten thermoplastischen Polyolefin-Artikel zu erzeugen.

18. Verfahren nach Anspruch 17, bei welchem der Artikel zu einer endgültigen Form geformt wird, bevor er teilweise mit einer säurehärtenden Einkomponentenbeschichtung eines acrylischen, Alkyd-, Melamin-, Polyester-, thermoplastischen oder elastomeren Materials lackiert wird.







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