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Dokumentenidentifikation DE69716839T2 27.03.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0826404
Titel Behälter zum Entgasen von Wasser
Anmelder Sumitomo Heavy Industries, Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Misawa, Kihachiro, Naka-gun, Kanagawa 259-01, JP;
Okumoto, Yoshio, Toride-shi, Ibaraki 302, JP
Vertreter Patentanwälte Dr. Boeters, Bauer & Kollegen, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69716839
Vertragsstaaten DE, FI, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.08.1997
EP-Aktenzeichen 971148267
EP-Offenlegungsdatum 04.03.1998
EP date of grant 06.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.03.2003
IPC-Hauptklasse B01D 19/00
IPC-Nebenklasse C02F 1/20   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Entgasungsbehälter.

Beschreibung der verwandten Technik:

Herkömmlich wird bei der Behandlung von Abwasser, d. h. Gegenstandswasser einer Behandlung (das im folgenden lediglich als Gegenstandswasser bezeichnet wird), ein organisches Koagulierungsmittel dem Gegenstandswasser hinzugegeben, das in einem Koagulierungssedimentationsbehälter enthalten ist, um suspendierte Feststoffe (SS) zu Schlamm zu koagulieren und abzusetzen, der dann entfernt wird. Wenn jedoch feine Blasen, die im Gegenstandswasser enthalten sind, an dem so gebildeten Schlamm haften, setzt sich der Schlamm nicht ab, sondern wird im Gegenstandswasser suspendiert. Als Ergebnis fließt der suspendierte Schlamm aus dem Koagulierungssedimentationsbehälter heraus in einen anschließenden Behandlungsbehälter.

Folglich werden, um feine Blasen aus dem Gegenstandswasser zu entfernen, verschiedene Vorbehandlungen durchgeführt, bevor Gegenstandswasser einer Koagulierungssedimentation unterzogen wird. Solche Vorbehandlungen umfassen ein Grobblasen-Entgasungsverfahren und ein mechanisches Rührverfahren.

Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht, die einen herkömmlichen Entgasungsbehälter zeigt, der das Grobblasen-Entgasungsverfahren einsetzt.

In Fig. 1 bezeichnet Bezugsziffer 11 einen zylindrischen oder quadratischen Behälterkörper, und Ziffer 12 bezeichnet eine Trennwand, um den Behälterkörper 11 in einen Entgasungsabschnitt 21 und einen Abflußabschnitt 22 zu unterteilen. Eine Verbindungsöffnung 23 ist zwischen dem unterem Ende der Trennwand 12 und der Bodenwand 11a des Behälterkörpers 11 ausgebildet, um dadurch eine Verbindung zwischen dem Entgasungsabschnitt 21 und dem Abflußabschnitt 22 zuzulassen. Auch ist eine Leitung L1 an den Entgasungsabschnitt 21 an einer oberen Position desselben angeschlossen, um Gegenstandswasser in den Entgasungsabschnitt 21 zuzuführen, während eine Leitung L2 mit dem Abflußabschnitt 22 an einer oberen Position desselben angeschlossen ist, um entgastes Gegenstandswasser in einen nicht dargestellten Koagulierungssedimentationsbehälter abzulassen. Es wird dem Entgasungsabschnitt 21 ein anorganisches Koagulierungsmittel hinzugegeben, so daß eine Polarität der SS neutralisiert wird, die im Gegenstandswasser enthalten sind.

Es ist eine Düse 13 zum Einspritzen von Luft in den Entgasungsabschnitt 21 innerhalb des Entgasungsabschnitts 21 in der Nähe der Bodenwand 11a angeordnet. Es ist eine Leitung L3 mit der Düse 13 verbunden, um ihr Luft zuzuführen. In der Düse 13 sind mehrere Einspritzöffnungen 13a ausgebildet.

Wenn in dem so aufgebauten Entgasungsbehälter dem Entgasungsabschnitt 21 durch die Leitung L1 Gegenstandswasser zugeführt wird, und der Düse 13 durch die Leitung L3 Luft zugeführt wird, wird die zugeführte Luft durch die Einspritzöffnungen 13a der Düse 13 in den Entgasungsabschnitt 21 eingespritzt.

Die so eingespritzte Luft steigt im Gegenstandswasser in der Form grober Blasen auf und wird dann von der Oberfläche des Gegenstandswassers freigesetzt.

Während des Anstiegs der groben Blasen im Entgasungsabschnitt 21 ziehen durch den Kontakt mit dem Gegenstandswasser grobe Blasen feine Blasen an, die im Gegenstandswasser enthalten sind, so daß das Gegenstandswasser entgast wird. Das so entgaste Gegenstandswasser sinkt innerhalb des Entgasungsabschnitts 21 ab und tritt durch die Verbindungsöffnung 23 in den Abflußabschnitt 22 ein. Dann steigt das entgaste Gegenstandswasser innerhalb des Abflußabschnitts 22 auf und wird durch die Leitung L2 in den Koagulierungssedimentationsbehälter abgelassen.

Wenn jedoch im oben beschriebenen herkömmlichen Entgasungsbehälter die Luftmenge, die nicht zu groben Blasen geworden ist, verhältnismäßig groß ist, bleiben einige der feinen Blasen, die ursprünglich im Gegenstandswasser enthalten sind, intakt, ohne von den groben Blasen angezogen zu werden.

Als Ergebnis wird das Gegenstandswasser nicht ausreichend entgast.

Auch steigt die Luft, die nicht zu groben Blasen geworden ist, im Gegenstandswasser mit einer langsameren Geschwindigkeit als jene des Gegenstandswassers auf, das im Entgasungsabschnitt 21 sinkt. Folglich sinkt solche Luft zusammen mit feinen Blasen, die im Gegenstandswasser enthalten sind, im Entgasungsabschnitt 21 ab, wobei sie dem absinkenden Strom des Gegenstandswassers folgt, tritt dann durch die Verbindungsöffnung 23 in den Abflußabschnitt 22 ein und wird schließlich durch die Leitung L2 in den Koagulierungssedimentationsbehälter abgelassen.

Um das Problem zu lösen, wird der Abstand der Bodenwand 11a und der Düse 13 mindestens 500 mm größer als der Abstand zwischen der Bodenwand 11a und dem unterem Ende der Trennwand 12 gemacht, oder die Zufuhrrate des Gegenstandswassers in den Entgasungsabschnitt 21 wird reduziert, um die Sinkgeschwindigkeit des Gegenstandswassers zu reduzieren, wodurch verhindert wird, daß Luft und feine Blasen zusammen mit dem Gegenstandswasser durch die Verbindungsöffnung 23 in den Abflußabschnitt 22 eintreten.

Wenn jedoch der Abstand zwischen der Bodenwand 11a und der Düse 13 mindestens 500 mm länger als der Abstand zwischen der Bodenwand 11a und dem unterem Ende der Trennwand 12 gemacht wird, nimmt die Größe des Entgasungsbehälters entsprechend zu. Auch nimmt, wenn die Zufuhrrate des Gegenstandswassers in den Entgasungsabschnitt 21 reduziert wird, die Behandlungsfähigkeit des Entgasungsbehälters entsprechend ab.

US 5,207,875 A beschreibt einen Meerwasser-Entgaser, der im Prinzip einen etwas ähnlichen Aufbau aufweist. Meerwasser tritt in eine flache zylindrische Entgasungskammer von unten um den Rand eines scheibenförmiges Ablenkblechs ein. Längs des Umfangs der Kammer oder des scheibenförmigen Ablenkblechs ist ein kreisförmiges Feld von porösen Belüftungssteinen angebracht, um kleine Luftblasen einzuleiten. Von der oberen Wand der Kammer öffnet sich eine Anzahl von Verdampfungssprudlern in einem Entspannungsverdampfer. In einer Ausführungsform ist zusätzlich ein kranzförmiges Ablenkblech um den Bereich der Verdampfungssprudler angeordnet, um die ansteigenden Blasen vom Wasserabfluß zu trennen. Gemäß diesem Dokument sind die Kammer eingeleiteten Blasen absichtlich kleine Blasen und es wird insbesondere Meerwasser als das zu behandelnde Medium gewählt, da Meerwasser infolge der besonderen Beziehungen elektrischer Ladungen, Oberflächespannung und Viskosität eine Neigung der kleinen Blasen unterdrücken würde, sich zu größeren Blasen zusammenzuballen. Folglich ist dieser Entgaser nicht mit dem der Fig. 1 zu vergleichen, wo grobe Blasen in das Gegenstandswasser eingespritzt werden, das Abwasser ist, wie oben definiert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, wie beansprucht, ist es folglich, die obenerwähnten Probleme des herkömmlichen Entgasungsbehälters der Fig. 1 zu lösen, das heißt, einen Entgasungsbehälter bereitzustellen, der Gegenstandswasser ausreichend entgasen kann, in seiner Größe verkleinert ist und eine hohe Behandlungsfähigkeit aufweist.

Dadurch, daß der Entgasungsbehälter, wie beansprucht, ein Blasenausspülungsglied im Abflußkanal aufweist, um feine Blasen auszuspülen, die noch im Gegenstandswasser enthalten sind, das die Entgasungskammer verläßt, und daß sich der gesamte Abflußkanal in einer höheren Position als die Lufteinspritzungseinrichtung befindet, kann die Größe des Entgasungsbehälters reduziert werden oder andernfalls der Durchsatz des Wassers erhöht werden.

Eine Gasblaseausspülungseinrichtung, die mehrere parallele Platten aufweist, ist hauptsächlich aus US 3,488,926 A bekannt, jedoch sind in diesem Fall die Platten parallel zur Hauptrichtung des Stroms innerhalb einer einfachen Aufweitung eines Fließkanals für insbesondere Öl angeordnet, das aus einem Tanker gepumpt wird. Die Platten sind seitwärts geneigt, um es zuzulassen, daß die Blasen in einen Blasensammlungsraum direkt über dem Plattenfeld aufsteigen. Es gibt keine Einleitung irgendwelcher zusätzlicher Blasen zur Sammlung der Gasblasen, die in der zu behandelnden Flüssigkeit, das heißt Öl, enthalten sind, wie es bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist.

Eine strukturell etwas ähnliche Vorrichtung, wie jene der vorliegenden Erfindung ist auch aus US 4,390,364 A bekannt, jedoch zum Entfernen feiner Teilchen aus geschmolzenen Metall. In diesem Fall ist ein Behälter durch Trennwände, die sehr ähnlich zur Trennwand 12 der Fig. 1 der vorliegenden Anmeldung sind, in drei aufeinanderfolgende Behälterabschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt enthält eine Packung aus Verblockungssätteln oder Raschig-Ringen und einen Gasdispergierer darunter. Der zweite Abschnitt kann abgesehen vom darin enthaltenen geschmolzenen Metall und einem Feld paralleler Platten leer sein, die sich in diesen Abschnitt von seinem Ausgang in einer aufwärts geneigten Weise hinein erstrecken. Die geneigten Platten dienen dazu, schwimmende Teilchen zu sammeln und weiter zu koagulieren, um eine agglomerierte Phase zu bilden, die zur Oberfläche in diesem Abschnitt ansteigt. Unabhängig davon, daß diese Vorrichtung auf keinen Fall einen Entgasungsbehälter bildet, und das eingeleitete Gas auf keinen Fall Luft ist, unterscheidet sie sich strukturell vom Entgasungsbehälter der vorliegenden Erfindung darin, daß der Gasdispergierer normalerweise in einem getrennten Behälterabschnitt außerhalb von dem angeordnet ist, der die geneigten Platten an seinem Auslaß aufweist, und auf jedem Fall unter einer Packung, wie oben erwähnt.

In einer spezifischen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Behälterkörper mittels einer Trennwand in einen Entgasungsabschnitt und einen Abflußabschnitt unterteilt, wobei der Entgasungsabschnitt als eine Entgasungskammer dient. In diesem Fall wird Gegenstandswasser in den Entgasungsabschnitt eingespeist, und entgastes Gegenstandswasser wird aus dem Abflußabschnitt abgeleitet. Der Abflußkanal ist eine Verbindungsöffnung, die in der Trennwand zur Verbindung des Entgasungsabschnitts und des Abflußabschnitts ausgebildet ist.

Auf jeden Fall werden feine Blasen, die sich infolge einer turbulenten Strömung im Gegenstandswasser oder gemäß der Brownschen Molekularbewegung bewegen, durch Adhäsion an der Oberfläche jeder Platte des Blasenausspülungsgliedes ausgespült. Da die Geschwindigkeit des Gegenstandswassers in der Nähe der Oberfläche jeder Platte im wesentlichen null ist, werden feine Blasen, die an der Plattenoberfläche haften, nicht durch den Strom des Gegenstandswassers von der Plattenoberfläche getrennt.

Da ferner die Platten, die das Blasenausspülungsglied bilden, von der Seite des Entgasungsabschnitts zur Seite des Abflußabschnitts nach unten geneigt sind, verschmelzen ausgespülte feine Blasen miteinander, so daß sie grobe Blasen werden. So gebildete grobe Blasen trennen sich von den Platten durch ihren eigenen Auftrieb, strömen in den Entgasungsabschnitt und steigen dann im Entgasungsabschnitt auf.

Andererseits koagulieren suspendierte Feststoffe, die im Gegenstandswasser enthalten sind, als Ergebnis der Zugabe eines anorganischen Koagulierungsmittels zusammen mit feinen Blasen zu feinen Flocken. Aufgrund des kleinen Unterschieds des spezifischen Gewichts zwischen den so gebildeten feinen Flocken und dem Gegenstandswasser werden feine Flocken durch die Platten beim Aufprall darauf abgestoßen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Der Aufbau und die Merkmale des erfindungsgemäßen Entgasungsbehälters werden ohne weiteres erkannt werden, wenn die Erfindung durch Bezugnahme auf die Zeichnungen besser verstanden wird. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Schnittansicht, die einen herkömmlichen Entgasungsbehälter zeigt, der ein Grobblasen-Entgasungsverfahren einsetzt;

Fig. 2 eine schematische Schnittansicht, die einen Entgasungsbehälter gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht, die den Entgasungsbehälter gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht einer Verbindungsöffnung gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 5 eine Schnittansicht, die eine Entgasungsbehälter-/Neutralisationsbehälter-Einheit gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im folgenden im Detail unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.

In den Fig. 2 bis 4, bezeichnet Bezugsziffer 11 einen zylindrischen Behälterkörper, und Ziffer 32 bezeichnet eine Trennwand zur Unterteilung des Behälterkörpers 11 in einen Entgasungsabschnitt 21 und einen Abflußabschnitt 22. Der Entgasungsabschnitt 21 definiert eine Entgasungskammer zur Entgasung von Gegenstandswasser, während der Abflußabschnitt 22 eine Abflußkammer definiert, um entgastes Gegenstandswasser zu enthalten. Ein Abflußkanal, d. h. eine Verbindungsöffnung 33, ist in der Trennwand 32 an einer höheren Position als die Mitte der Trennwand 32 ausgebildet. Die Verbindungsöffnung 33 schafft eine Verbindung zwischen der Entgasungsabschnitt 21 und dem Abflußabschnitt 22, und so entgastes Gegenstandswasser wird in den Abflußabschnitt 22 durch die Verbindungsöffnung 33 abgelassen. Anstelle des zylindrischen Behälterkörpers 11 kann ein quadratischer Behälterkörper verwendet werden. Eine Leitung L1 ist mit dem Entgasungsabschnitt 21 an dessen oberer Position verbunden, zu dem Zweck, Gegenstandswasser in den Entgasungsabschnitt 21 einzuleiten, während die Leitung L2 mit dem Abflußabschnitt 22 an dessen unterer Position verbunden ist, zu dem Zweck, entgastes Gegenstandswasser aus dem Abflußabschnitt 22 in einen nicht dargestellten Koagulierungssedimentationsbehälter abzulassen. Es wird ein anorganisches Koagulierungsmittel dem Entgasungsabschnitt 21 zugegeben, so um die Polarität der SS zu neutralisieren, die in Gegenstandswasser enthalten sind.

Eine Düse 13, die als eine Lufteinspritzungseinrichtung zum Einspritzen von Luft in den Entgasungsabschnitt 21 dient, ist innerhalb des Entgasungsabschnitts 21 in der Nähe einer Bodenwand 11a angeordnet. Eine Leitung L3 ist mit der Düse 13 verbunden, um ihr Luft zuzuführen. In der Düse 13 sind mehrere Einspritzöffnungen 13a ausgebildet.

Wenn in dem so aufgebauten Entgasungsbehälter durch die Leitung L1 dem Entgasungsabschnitt 21 Gegenstandswasser zugeführt wird, und durch die Leitung L3 der Düse 13 Luft zugeführt wird, wird die zugeführte Luft durch die Einspritzöffnungen 13a der Düse 13 in den Entgasungsabschnitt 21 eingespritzt.

Die so eingespritzte Luft steigt im Gegenstandswasser in der Form grober Blasen auf und wird dann von der Oberfläche des Gegenstandswassers freigesetzt.

Während des Anstiegs grober Blasen im Entgasungsabschnitt 21 ziehen durch den Kontakt mit dem Gegenstandswasser grobe Blasen feine Blasen an, die im Gegenstandswasser enthalten sind, so daß das Gegenstandswasser entgast wird. Das so entgaste Gegenstandswasser geht durch die Verbindungsöffnung 33 und tritt in den Abflußabschnitt 22 ein. Dann steigt das entgaste Gegenstandswasser im Abflußabschnitt 22 auf und wird durch die Leitung L2 in den Koagulierungssedimentationsbehälter abgelassen.

In diesem Ablauf steigt Luft, die nicht zu groben Blasen geworden ist, nachdem sie in das Gegenstandswasser durch die Düse 13 eingespritzt worden ist, im Gegenstandswasser mit einer Geschwindigkeit auf, die kleiner als jene des Gegenstandswassers ist, das innerhalb des Entgasungsabschnitts 21 absinkt. Wenn folglich solche Luft zusammen mit feinen Blasen, die nicht durch grobe Blasen angezogen worden sind, durch die Verbindungsöffnung 33 geht, wobei sie dem Strom des Gegenstandswassers folgt, tritt die Luft in den Abflußabschnitt 22 ein, und wird schließlich durch die Leitung L2 in den Koagulierungssedimentationsbehälter abgelassen.

Um dies zu verhindern, ist ein Blasenausspülungsglied 35 in der Verbindungsöffnung 33 angeordnet. Das Blasenausspülungsglied 35 besteht aus mehreren parallelen geneigten Platten 36, die von der Seite des Entgasungsabschnitts 21 zur Seite des Abflußabschnitts 22 abwärts geneigt sind. Es ist auch eine Lücke 37, um Gegenstandswasser durch sie hindurch gehen zu lassen, zwischen einem unterem Endabschnitt 36a jeder geneigten Platte 36 und einem Abschnitt 32a definiert, der sich diagonal vom unteren Ende der Verbindungsöffnung 33 in der Trennwand 32 in das Innere des Abflußabschnitts 22 erstreckt. Ferner ist ein Ende der Platte 38 auf jeder Seite der Verbindungsöffnung 33 angeordnet, um einen kurzen Durchlauf des Gegenstandswassers zwischen dem Entgasungsabschnitt 21 und dem Abflußabschnitt 22 zu verhindern.

Da in diesem Fall die geneigten Platten 36 mit engen Zwischenräumen zueinander angeordnet sind, verlangsamt sich das Gegenstandswasser, das durch die Verbindungsöffnung 33 geht, wenn es zwischen den geneigten Platten 36 hindurchgeht. Zu dieser Zeit werden feine Blasen, die sich infolge einer turbulenten Strömung im Gegenstandswasser oder gemäß der Brownschen Molekularbewegung bewegen, durch Adhäsion an der Oberfläche jeder geneigten Platte 36 ausgespült. Da die Geschwindigkeit des Gegenstandswassers in der Nähe der Oberfläche jeder geneigten Platte 36 im wesentlichen null ist, werden feine Blasen, die an der Plattenoberfläche haften, nicht durch den Strom des Gegenstandswassers von der Plattenoberfläche getrennt. So ausgespülte feine Blasen verschmelzen miteinander, so daß sie grobe Blasen werden. So gebildete grobe Blasen trennen sich von den geneigten Platten 36 durch ihren eigenen Auftrieb, strömen in den Entgasungsabschnitt 21, und steigen dann im Entgasungsabschnitt 21 auf.

Wie oben beschrieben, können feine Blasen, die im Gegenstandswasser enthalten sind, mittels des Blasenausspülungsgliedes 35 ausgespült werden, so daß es keinen Bedarf gibt, den Abstand zwischen der Bodenwand 11a und der Düse 13 erhöhen. Folglich kann die Größe des Entgasungsbehälters reduziert werden. Da auch die Zufuhrrate des Gegenstandswassers in den Entgasungsabschnitt 21 erhöht werden kann, nimmt die Behandlungsfähigkeit des Entgasungsbehälters entsprechend zu.

Andererseits koagulieren suspendierte Feststoffe, die im Gegenstandswasser enthalten sind, als Ergebnis der Zugabe eines anorganischen Koagulierungsmittels zusammen mit feinen Blasen zu feinen Flocken. Aufgrund des kleinen Unterschieds des spezifischen Gewichts zwischen den so gebildeten feinen Flocken und dem Gegenstandswasser werden feine Flocken durch die geneigten Platten 36 beim Aufprall darauf abgestoßen.

Die Neigung der geneigten Platten 36 ist so festgelegt, daß sie die Trennung gebildeter grober Blasen von den geneigten Platten 36 erleichtert und verhindert, daß sich die feinen Flocken im Gegenstandswasser auf den geneigten Platten 36 ansammeln.

Als nächstes wird eine Entgasungsbehälter-/Neutralisationsbehälter-Einheit beschrieben, in der der Entgasungsbehälter und ein Neutralisationsbehälter kombiniert sind, um das Gegenstandswasser vorzubehandeln, bevor es einer Koagulierungssedimentation unterzogen wird.

Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die die Entgasungsbehälter- /Neutralisationsbehälter-Einheit gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

In Fig. 5 bezeichnet Bezugsziffer 11 einen Behälterkörper, Ziffer 13 bezeichnet Düsen, Ziffer 13b bezeichnet Halterungen, Ziffer 21 bezeichnet einen Entgasungsabschnitt, Ziffer 22 bezeichnet einen Abflußabschnitt, Ziffer 32 bezeichnet eine Trennwand, Ziffer 33 bezeichnet eine Verbindungsöffnung, Ziffer 35 bezeichnet ein Blasenausspülungsglied, Ziffer 51 bezeichnet einen Gegenstandswassereinlaß, der mit der Leitung L1 (Fig. 2) verbunden werden soll, Ziffer 52 bezeichnet einen Gegenstandswasserauslaß, der mit der Leitung L2 verbunden werden soll, und Ziffer 53 bezeichnet einen Lufteinlaß, der mit der Leitung L3 verbunden werden soll.

Ein Reinigungsloch 55 und eine Drainageöffnung 56 sind an der Seitenwand 11b des Behälterkörpers 11 an dessen unteren Abschnitt angeordnet.

Ein Neutralisationsbehälter 61 ist benachbart zum Behälterkörper 11 angeordnet. Der Neutralisationsbehälter 61 weist einen Gegenstandswassereinlaß 62, der mit der Leitung L2 verbunden werden soll, und einen Gegenstandswasserauslaß 63 auf, durch den das neutralisierte Gegenstandswasser abgelassen wird. Um den pH des Gegenstandswasser so einzustellen, daß er in einem vorbestimmten Bereich liegt, wird eine Säure oder Lauge in den Neutralisationsbehälter 61 hinzugegeben.

Ein Rührer 65 ist im Neutralisationsbehälter 61 zum Zwecke des Rührens des Gegenstandswassers angeordnet. Ein Motor 66 zur Betätigung des Rührers 65 ist am Neutralisationsbehälter 61 angeordnet.

Ferner sind ein Reinigungsloch 68 und eine Drainageöffnung 69 an einer Seitenwand 61b des Neutralisationsbehälters 61 an dessen unteren Abschnitt angeordnet.

Ein Inspektionslaufgang 70 ist am Behälterkörper 11 und am Neutralisationsbehälter 61 so angeordnet, daß ein Kontrolleur die Innenraumbedingungen des Behälterkörpers 11 und des Neutralisationsbehälters 61 von oben inspizieren kann.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt. Es sind zahlreiche Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung im Lichte des Geistes der vorliegenden Erfindung möglich, und sie sind nicht aus dem Rahmen der vorliegenden Erfindung ausgeschlossen.


Anspruch[de]

1. Entgasungsbehälter mit:

(a) einem Behälterkörper (11), der eine Entgasungskammer (21) definiert,

(b) einem Einlaß (L1) zum Einleiten des Gegenstandswassers, das entgast werden soll, in die Entgasungskammer (21),

(c) einer Lufteinspritzungseinrichtung (13) innerhalb der Entgasungskammer (21) nahe zu deren Boden, um verhältnismäßig grobe Luftblasen in das Gegenstandswasser einzuspritzen, um feine Luftblasen anzuziehen, die im Gegenstandswasser enthalten sind, und

(d) einem Abflußkanal (33) zum Ablassen des Gegenstandswassers aus der Entgasungskammer (21), dadurch gekennzeichnet,

(e) daß sich der gesamte Abflußkanal (33) in einer höheren Position als die Lufteinspritzungseinrichtung (13) befindet,

(f) daß ein Blasenausspülungsglied (35) in dem Abflußkanal (33) zum Ausspülen feiner Blasen angeordnet ist, die noch im Gegenstandswasser enthalten sind, das durch den Abflußkanal geht, und

(g) daß das Blasenausspülungsglied (35) mehrere parallele Platten (36) aufweist, die von der Seite der Entgasungskarnmer (21) nach unten geneigt sind und dazu angepaßt sind, daß die feinen Blasen an die Oberfläche der Platten anhaften, sich zusammenballen und dann in die Entgasungskarnmer zurückströmen.

2. Entgasungsbehälter nach Anspruch 1, wobei der Behälterkörper (11) mittels einer Trennwand (32) in die Entgasungskammer (21) und einen Abflußabschnitt (22) unterteilt ist, wobei der Abflußkanal (33) in der Trennwand vorgesehen ist.

3. Entgasungsbehälter nach Anspruch 2, wobei der Abflußkanal (33) an einer höheren Position als die Mitte der Trennwand (32) angeordnet ist.







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