PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19637612C2 03.04.2003
Titel Doppelzahnrad einer Wendeeinrichtung an Druckmaschinen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Becker, Willi, 69245 Bammental, DE
DE-Anmeldedatum 16.09.1996
DE-Aktenzeichen 19637612
Offenlegungstag 22.05.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/008
IPC-Nebenklasse B41F 21/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Doppelzahnrad einer Wendeeinrichtung an Druckmaschinen, bei der ein Verstellzahnrad in seiner Drehlage kraftschlüssig über einen Kegelsitz und einen Klemmkörper enthaltende Spannmittel mit einem Festzahnrad kuppelbar ist.

Die DE 38 20 026 C2 zeigt ein Doppelzahnrad, bei dem ein Verstellzahnrad in seiner Drehlage zu einem Festzahnrad veränderbar ist. Diese Verstellmöglichkeit ist erforderlich, um z. B. bei Schön- und Widerdruck die Greifer auf das jeweils zu verarbeitende Bogenformat einstellen zu können.

Hierbei ist es wesentlich, daß die beiden Zahnräder während des Betriebs der Maschine so verspannt sind, daß kein gegenseitiges Verdrehen möglich ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß bei Maschinen mit einer Vielzahl von Druckwerken die Verspannung eine hohe Antriebsleistung übertragen muß. Die bekannte Ausführung verwendet hierfür eine aufwendige Reibscheibenkupplung, um einen guten Reibschluß für die Übertragung des hohen Drehmoments zu erhalten.

Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform gemäß DE 24 19 747 C2 werden einzelne Klemmkörper verwendet, die die Gefahr eines gegenseitigen Verdrehens zwischen den beiden Zahnrädern nicht mit Sicherheit verhindern können.

Die EP 0 635 364 zeigt ein Doppelzahnrad, bei dem das Verspannen des Festzahnrades mit dem zugehörigen Verstellzahnrad über einen am Verstellzahnrad gebildeten Kegelsitz und ein eine keilförmige Umfangsfläche aufweisendes Eingriffselement, welches in axialer Richtung verschiebbar im Körper des Festzahnrades gelagert ist, erfolgt. Durch den Einsatz des eine kegelförmige Umfangsfläche aufweisenden zusätzlichen Eingriffselements ergeben sich bei der beschriebenen Vorrichtung aufgrund der unvermeidbaren Rundlauftoleranzen bei der Herstellung der Bauteile erhöhte Anforderungen an die Genauigkeit der eingesetzten Teile. Weiterhin wirkt bei der beschriebenen Vorrichtung die Klemmkraft mit der das Verstellzahnrad verspannt wird in erster Linie in radialer Richtung vom Zentrum weg, so daß beim Spannvorgang die Gefahr besteht, daß das Verstellzahnrad aufgeweitet wird und die Verzahnung bzw. deren Durchmesser sich nachteilig verändern können.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Doppelzahnrad für die Wendeeinrichtung einer Druckmaschine zu schaffen, welches einfach und mit hoher Präzision herzustellen ist, und welches bei einem einfachen und kompakten Aufbau ohne zusätzliche Mittel einen Reibschluß herstellt, der das gegenseitige Verdrehen der beiden Zahnräder beim Betrieb der Druckmaschine auch bei Druckmaschinen mit einer größeren Anzahl von Druckwerken zuverlässig verhindert.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale von Anspruch 1 und 5 gelöst. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Gemäß der Erfindung ist am Verstellzahnrad ein Kegelsitz gebildet, der in eine Ausnehmung eingreift, die unmittelbar am Festzahnrad gebildet ist. Hierdurch ergibt sich nicht nur eine kompakte und einfache Bauweise, sondern es ergibt sich auch weiterhin der Vorteil, daß bei einer entsprechenden Anordnung der Kegelsitze ein Spannen des Verstellzahnrades radial nach innen hin, d. h. zum Zentrum des Verstellzahnrades erfolgt. Durch die Verwendung eines Kegelsitzes können bei gleichen Spannmitteln wesentlich höhere Drehmomente übertragen werden, ohne daß ein gegenseitiges Verstellen der beiden Zahnräder zueinander zu befürchten ist, selbst wenn die Antriebsleistung einer Vielzahl von Druckwerken übertragen werden muß.

Durch die Ausbildung des Kegelsitzes mit einem solchen Winkel, daß er nicht selbsthemmend ist, ist gewährleistet, daß beim Lösen der Spannmittel eine einfache Verstellung möglich ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist auf der dem Kegelsitz gegenüberliegenden Seite des Verstellzahnrades ein weiterer Ringvorsprung mit einem weiteren Kegelsitz gebildet, welcher in eine am Klemmkörper gebildete weitere kegelförmige Ausnehmung eingreift.

Eine weitere Abwandlung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper gegenüber dem Festzahnrad durch Zapfen gesichert ist.

Weiterhin kann es vorgesehen sein, daß der Kegelsitz durch eine im Verstellzahnrad gebildete kegelförmige Innenbohrung und einen in die Innenbohrung sich hineinerstreckenden, am Festzahnrad gebildeten kegelförmigen Ansatz gebildet wird und daß der Klemmkörper auf der dem Festzahnrad gegenüberliegenden Seite des Verstellzahnrades angreift um die Zahnräder in Achsrichtung zu verspannen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt.

Es zeigt:

Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch das Doppelzahnrad,

Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch eine abgewandelte Ausführung des Doppelzahnrads,

Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch ein Doppelzahnrad mit einem Kegelsitz.

Wie Fig. 1 zeigt, ist auf dem Achsschenkel 1 einer Trommel einer Wendeeinrichtung ein Festzahnrad 2 z. B. mittels Schrauben 3 befestigt, dem ein Verstellzahnrad 4 zugeordnet ist. Das Verstellzahnrad 4 läßt sich in seiner Drehlage gegenüber dem Festzahnrad 2 verstellen und ist über einen Klemmkörper 5 mit diesem kuppelbar. Zum kraftschlüssigen Verspannen beider Zahnräder dient ein Spannmittel 6, das im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer oder mehreren Spannschrauben besteht. Durch die Kraft dieses Spannmittels wird das Verstellzahnrad 4 axial mit dem Festzahnrad 2 verspannt.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist am Verstellzahnrad 4 ein Kegelsitz 7 vorgesehen, der an einem Ringvorsprung 8 des Verstellzahnrades 4 ausgebildet ist. Dem Ringvorsprung 8 gegenüber ist an dem Festzahnrad 2 eine kegelförmige Ausnehmung 9 vorgesehen, in die der Ringvorsprung 8 mit seinem Kegelsitz 7 eingreift, so daß durch ein Andrücken des Verstellzahnrades 4 in Achsrichtung der Kegelsitz, das Verstellzahnrad 4 mit dem Festzahnrad 2 verspannt, um einen hohen Reibschluß herzustellen. Diese Verspannung erfolgt im Betriebszustand der Druckmaschine, wobei zum leichten Verstellen der Kegelsitz 7 nicht selbsthemmend ausgebildet ist.

Wie in Fig. 2 wiedergegeben, kann ein Kegelsitz 10 an einem Ringvorsprung 11 am Verstellzahnrad 4 vorgesehen sein, der in eine kegelförmige Ausnehmung 12 eingreift, die an dem Klemmkörper 5 vorgesehen ist. Der Klemmkörper 5 ist vorteilhaft gegenüber dem Festzahnrad 2 durch Zapfen 13 drehgesichert. Wie Fig. 2 zeigt, können auch beiderseits des Verstellzahnrades 4 kegelförmige Ringvorsprünge 8, 11 vorgesehen sein, die in kegelförmige Ausnehmungen 9, 12 eingreifen, so daß beim Verspannen ein erhöhter Reibschluß hergestellt wird.

Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsvariante zeigt eine Lagerung des Verstellzahnrades 4' auf einer kegelförmig ausgebildeten Innenbohrung 14. An dem Festzahnrad 2 ist ein ebenfalls kegelförmiger Ansatz 15 vorgesehen, auf dem das Verstellzahnrad 4' gelagert ist. Wird auf das Verstellzahnrad 4' axial eine Kraft ausgeübt, so wird durch den Kegelsitz ein sehr hoher Reibschluß hergestellt. Diese Ausführung ist empfehlenswert, wenn das Verstellzahnrad 4' einen genügend großen Querschnitt aufweist, so daß eine Dehnung nicht erfolgen kann. Auch bei dieser Lagerung des Verstellzahnrades ist eine Spielfreiheit während des Betriebs der Maschine gewährleistet.

Vorteilhafter Weise sind bei den beschriebenen Ausführungsformen die Kegelsitze 7, 10, wie in den Zeichnungen gezeigt, in der Weise ausgebildet bzw. geneigt angeordnet, daß das Verstellzahnrad 4 zu seinem Zentrum hin gespannt wird, wenn dieses durch den Klemmkörper 5 an das Festzahnrad 2 gedrückt wird. Hierbei wird das Verstellzahnrad 4 auf seinen Führungssitz am Festzahnrad 2 gepreßt, wodurch Änderungen des Durchmessers der Verzahnung des Verstellzahnrades 4 bei hohen Klemmkräften mit Sicherheit vermieden werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Doppelzahnrad einer Wendeeinrichtung an Druckmaschinen, bei der ein Verstellzahnrad in seiner Drehlage kraftschlüssig über einen Kegelsitz und einen Klemmkörper enthaltende Spannmittel mit einem Festzahnrad kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelsitz (7) an einem Ringvorsprung (8) des Verstellzahnrades (4) gebildet ist, und daß am Festzahnrad (2) eine kegelförmige Ausnehmung (9) gebildet ist, in die der Kegelsitz (7) des Verstellzahnrades (4) eingreift.
  2. 2. Doppelzahnrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Kegelsitz (7) gegenüberliegenden Seite des Verstellzahnrades (4) ein weiterer Ringvorsprung (11) mit einem weiteren Kegelsitz (10) gebildet ist, welcher in eine am Klemmkörper (5) gebildete weitere kegelförmige Ausnehmung (12) eingreift.
  3. 3. Doppelzahnrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper (5) über Zapfen (13) gegenüber dem Festzahnrad (2) drehgesichert ist.
  4. 4. Doppelzahnrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelsitz (7, 10) in der Weise angeordnet ist, daß das Verstellzahnrad (4) in Richtung zu seinem Zentrum hin verspannt wird.
  5. 5. Doppelzahnrad einer Wendeeinrichtung an Druckmaschinen, bei der ein Verstellzahnrad in seiner Drehlage kraftschlüssig über einen Kegelsitz und einen Klemmkörper enthaltende Spannmittel mit einem Festzahnrad kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelsitz (4) durch einen am Festzahnrad (2) gebildeten kegelförmigen Ansatz (15) gebildet wird, der sich in eine im Verstellzahnrad (4') gebildete kegelförmige Innenbohrung (14) hineinerstreckt, und daß der Klemmkörper (5) auf der dem Festzahnrad (2) gegenüberliegenden Seite des Verstellzahnrades (4') angreift, um die Zahnräder (2, 4') in Achsrichtung zu verspannen.
  6. 6. Doppelzahnrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelsitz (7, 10) nicht selbsthemmend ausgeführt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com