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Dokumentenidentifikation DE69622733T2 03.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0855938
Titel LANDWIRTSCHAFTLICHE UND ANDERE SPRÜHSYSTEME
Anmelder Benest Engineering Ltd., St. Lawrence, Jersey, Channel Islands, GB
Erfinder BENEST, Sidney, Roger, St. Lawrence, Jersey, GB
Vertreter Schaumburg und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69622733
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GR, IE, IT, LI, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.10.1996
EP-Aktenzeichen 969351352
WO-Anmeldetag 31.10.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/GB96/02664
WO-Veröffentlichungsnummer 0009716257
WO-Veröffentlichungsdatum 09.05.1997
EP-Offenlegungsdatum 05.08.1998
EP date of grant 31.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.2003
IPC-Hauptklasse B05B 7/04
IPC-Nebenklasse B05B 7/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zur Verwendung bei landwirtschaftlichen und ackerbaulichen Sprühsystemen. Die Erfindung ist besonders bei solchen Sprühsystemen zu verwenden, wie sie in unseren älteren Patenten und Patentanmeldungen, die Ausleger-Sprühgeräte mit Sprühdüsen tragenden Klapparmen betreffen, offenbart sind. Jedoch ist die Erfindung nicht nur für Klapparm-Sprühgeräte zu verwenden, sondern kann gleichermaßen bei herkömmlichen Sprühgeräten der von oben sprühenden Art eingesetzt werden. Es ist ohne weiteres möglich, daß die Erfindung zum Versprühen von Flüssigkeiten eingesetzt wird, die eine erheblich höhere Viskosität als Wasser und dergleichen haben.

Ein Problem, das gewöhnlich in Verbindung mit Sprühgeräten auftritt, betrifft das wirksame Durchdringen der zu besprühenden Pflanzen, oder eines anderen zu besprühenden Materials, durch den von dem Sprühgerät erzeugten Tropfenstrahl. Herkömmlicherweise werden verschiedene Arten von Sprühdüsen verwendet, bei denen einen Tropfenstrahl nur durch die Energie erzeugt wird, die aus der unter Druck stattfindenden Flüssigkeitszufuhr abgeleitet wird.

Solche herkömmlichen Anordnungen erreichen jedoch nicht den wünschenswerten Durchdringungsgrad der Pflanzen.

Verschiedene Versuche wurden unternommen, die Planzendurchdringung zu verbessern, unter anderem durch Verwendung von einem Luftstrom erzeugenden Mitteln in Verbindung mit herkömmlichen Sprühdüsen. Eine derartige Anordnung wurde jedoch für zu sperrig und relativ unwirksam befunden.

Auch wurden Versuche unternommen, den Effekt elektrostatischer Ladungen zu auszunutzen, um zu bewirken, daß die versprühten Tropfen an das Pflanzenmaterial angezogen und darauf abgelagert werden. Auch dies stellte sich als relativ unwirksam heraus und wurde kaum angewendet.

Es hat sich erwiesen, daß die Verwendung von Klapparmen, die das Besprühen der Pflanzen von einer niedrigen, allgemein unter dem Blätterdach liegenden Position erlauben, bei Pflanzen wie beispielsweise Kartoffeln das Vermögen, die Unterseiten von Pflanzen abzudecken gegenüber herkömmlichen Sprühanordnungen, bei denen die Tropfen von oben auf das Blätterdach abgegeben werden, erheblich verbessert.

Ein weiterer den Anmeldern bekannter früherer Vorschlag verwendet eine Luftzufuhr in Verbindung mit einer Flüssigkeitszufuhr. Jedoch ist die Flüssigkeitszufuhr über eine Drossel auf eine Ablenkplatte gerichtet, wo eine erste Zerstäubung stattfindet, bevor die Flüssigkeit mit der Druckluft vermischt wird. Dann preßt die Druckluft die so erzeugten Tropfen durch einen runden Kanal auf eine Innenseite einer Flutdüse. Dort findet die zweite Zerstäubung statt, bevor der Strahl in einem flachen fächerartigen Muster austritt. Dieser zweistufige Zerstäubungsprozeß führt, so wird behauptet, zur Erzeugung relativ großer Tropfen, in denen Luftblasen eingeschlossen sind und die aufgrund ihrer Größe weniger anfällig für unerwünschtes Abdriften des Tropfenstrahls sind. Es wurde nachgewiesen, daß die so erzeugte Tropfengröße nicht wirkungsvoll ist, um die Pflanze zu überziehen. Was in der praktischen Anwendung besonders erwünscht ist, ist die Erzeugung einer Tropfengröße ähnlich derjenigen, die unter atmosphärischen Bedingungen erzeugt wird, z. B. an einem nebligen Morgen bei feuchtem Klima über Nacht, wo die Tropfen, die auf den Oberflächen - wie beispielsweise der Oberfläche eines geparkten Kraftfahrzeugs - kondensieren, eine solche Größe haben, daß sie kaum dazu neigen, über die Fläche zu rollen und somit dort bleiben, wo sie abgelagert sind. In Kombination mit diesem Ziel besteht daher ein entsprechender Bedarf, in der Lage zu sein, derartige Tropfen zu erzeugen, die sich mit einer ausreichend hohen Geschwindigkeit fortbewegen, um die Pflanze ausreichend zu durchdringen.

Weitere frühere Vorschläge sind in den Dokumenten GB 952,457 und GB 1,378,190 sowie US 4,465,832 und US 4,179,068 offenbart. Diese Vorschläge betreffen Systeme zum Mischen von Flüssigkeit und Luft zwecks Einbinden der Flüssigkeit und/oder Tropfenbildung. Das hinsichtlich der vorliegenden Erfindung relevanteste von diesen ist die letztgenannte Schrift US '068 (NRDC), die eine Flüssigkeitssprühvorrichtung offenbart, bei der eine Flüssigkeit in eine Wirbelkammer eintritt, und zwar in allgemein radial nach innen gerichteter Art und Weise, um sich nachfolgend unter Einwirkung eines Gasstroms, die am offenen Ende der Wirbelkammer abgegeben wird, durch dieses offene Ende hindurch weiter zu bewegen und schließlich aus einer beabstandeten Öffnung abgegeben zu werden - siehe Fig. 2. Wir haben festgestellt, daß ein System, bei dem der Luftstrom und der Flüssigkeitsstrom nicht über eine Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit verlaufen, die eine geschlossene Endwand oder ein Auftreffplatte und eine oder mehrere zugehörige Ausgänge gemäß den Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung hat, nicht in der Lage ist, die vorteilhaften Ergebnisse der vorliegenden Erfindung zu erreichen; das System dieser früheren Offenbarung arbeitet auf völlig andere Art und Weise, die im wesentlichen axiale Tropfenströmung (bezüglich der Richtung der Flüssigkeitszufuhr) umfaßt, im Gegensatz zu der im wesentlichen radial oder nach außen gerichteten Strömung des Systems der vorliegenden Erfindung (oder bis zu 45º auf jeder Seite). Zudem arbeitet das System dieser älteren Schrift US '068 auf dem Wirkungsprinzip, die Tropfengröße bei unterschiedlichen Luftzufuhrdrücken beizubehalten, während die beschriebenen Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung so arbeiten, daß die Tropfengröße sich mit Änderungen im Systemdruck ändert.

In den US-Patenten 4,828,182 und 4,899,937 (Spraying Systems Co) sind Sprühdüsenbaugruppen offenbart, die zur Verwendung bei landwirtschaftlichen Sprühsituationen vertrieben werden. Die US-Schrift '182 offenbart eine Sprühdüsenbaugruppe, die besonders in Anwendungen der Befeuchtung und Verdampfungskühlung Verwendung findet, bei denen es besonders wünschenswert ist, daß ein Strahl in einem breiten und relativ flachen Sprühmuster abgegeben wird, das dort vielen nach dem Stand der Technik arbeitenden Düsen gegenübergestellt wird, bei denen die Abgabe mit einem relativ engen runden Sprühmuster erfolgt.

Das offenbarte System erleichtert die Vorzerstäubung von Flüssigkeiten mittels eines Einsatzelements, das ein längliches Auftreffelement mit einem in Querrichtung verlaufenden runden Loch hat, das von der druckbeaufschlagten Flüssigkeit getroffen wird, um diese aufzuspalten. Ein druckbeaufschlagter Luftstrom wird in die Vorrichtung geleitet, und eine Seitenfläche bildet eine Auftrefffläche, die den Luftstrom ablenkt und spaltet, und eine beträchtliche Turbulenz zum Vorzerstäuben des Flüssigkeitsstroms wird erzeugt. Dadurch, daß der Luftstrom in Querrichtung in den in Längsrichtung strömenden Flüssigkeitsstrom injiziert wird, wird eine Flüssigkeitsströmung stromabwärts in Richtung auf eine Ausgangsdüse zu erzeugt, und zwar in Form von fein geteilten vorzerstäubten Teilchen. Dieser vorher zerstäubte Flüssigkeitsstrom wird dann in axialer Richtung durch eine Abgabeöffnung am offenen Ende der Vorrichtung gerichtet, und ein externer Ablenkflansch, der quer zur Bewegungslinie der Flüssigkeit ausgerichtet ist, leitet denselben durch eine End-Abgabeöffnung, wo die vorzerstäubten Tropfen in extrem feine Flüssigkeitsteilchen gespaltet werden, die dann in einem flachen, breiten Sprühmuster in einer Art und Weise abgelenkt werden, die sie der Umgebungsluft maximal aussetzt. Eine becherförmige Aussparung soll Druckwellen oder akustische Energie erzeugen, die zum Aufspalten der Flüssigkeit beiträgt. Die Düsenbaugruppe ist besonders für Anwendungen der Befeuchtung und Verdampfungskühlung nützlich.

Das Patent US '937 offenbart die Verwendung der gleichen Düsenbaugruppe in einer Art und Weise, bei der sie leicht von dem Düsenkörper entfernt werden kann, um die Verwendung der Düse als Wasserdüse zu ermöglichen.

Folglich ist zu erkennen, daß diese älteren US-Patente keine Offenbarung enthalten, die in irgendeiner Weise für das Konzept relevant ist, eine Kammer vorzusehen, in die Flüssigkeit und Luft zugeführt werden, wobei die Flüssigkeitszufuhr in unzerstäubter Form erfolgt, und die Kammer eine Wand oder ein geschlossenes Ende hat, auf die/das die zugeführte Luft und Flüssigkeit gerichtet sind, und wobei die zugeführte Luft und Flüssigkeit aus der Kammer bezüglich des geschlossenen Endes durch einen Auslaß in einer Seitenwand der Kammer in Form eines Luftstroms mit darin eingebundenen Flüssigkeitstropfen nach außen abgegeben werden.

Die US 51 29 583 (Bailey) offenbart einen Zerstäuber zum Abgeben eines Strahls eines Fluids in ein anderes Fluid. Der Zerstäuber enthält einen Zerstäuberkopf, der im wesentlichen fluchtend mit der Richtung angeordnet ist, in der das Wasser zugeführt wird, und der Kopf ist mit zumindest einer Düsenöffnung ausgebildet, um den Strahl durch den Kopf und im wesentlichen vorwärts und nach außen abzugeben. Die Düsenöffnung ist so geformt, daß Ablagerung auf dem Zerstäuber reduziert wird, wenn er zum Sprühen in staubhaltiges Rauchgas verwendet wird. Das Düsenprofil ist dazu geeignet, Turbulenz zu reduzieren. Die allgemeine Richtung der Strömung von Wasser und Luft durch den Zerstäuber ist in Längsrichtung des Zerstäubers und weiter durch den offenen Zerstäuberkopf, wobei eine leicht nach außen gerichtete Bewegungskomponente hinzukommt, die sich aus der leicht geneigten Lage der Düsenöffnung ergibt.

In der US 3,096,023 (Thomas) ist ein System zum Verteilen von Schmiermittel oder Öl auf Ketten, Zahnräder oder andere Maschinenteile offenbart. Das System kann für nahezu alle Arten von Öl gut verwendet werden, ohne daß Viskositäten, veränderliche Temperatur und Feuchtigkeit berücksichtigt werden müßten. Das System hat mehrere beabstandete Auslässe zum Anwenden auf das Teil der Maschine, das das Schmiermittel erhalten soll. Bezüglich der Drücke, die zum Erzeugen der erforderlichen Strömungen notwendig sind, werden keine Daten genannt. Düseneinheiten bringen einen Strahl direkt auf die zu schmierenden Lager auf, oder sie können mit Rohr- oder Schlauchverbindungen versehen sein, um einen derartigen Strahl zu einer Lagereinheit zu befördern, so daß der Strahl so schmal ist wie ein solches Rohr oder ein solcher Schlauch. In den Ausführungsbeispielen, die nicht die Fig. 4 und 7 betreffen, verläuft der Materialfluß in axialer Richtung durch die Düseneinheiten, weshalb diese selbst nicht in der Lage sind, gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung zu arbeiten, während das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 eine oberflächliche Ähnlichkeit mit letzterer aufweist, jedoch in einem System verwendet wird, durch das es eng ausgerichtete Strahlen von Schmier- oder Kühlmittel erzeugt, die punktgenau auf bestimmte Bereiche der Ketten, Zahnräder oder anderer Maschinenteile zu richten sind. Wenn ein Kühlmittel angewendet wird, besteht das Ziel darin, einen konzentrierten Strahl eines ausreichenden Flüssigkeitsvolumens aufzubringen, um die erforderliche Kühlwirkung zu erzielen. Dies ist eine Umkehr der Anforderungen an die vorliegende Erfindung, in der bei einem Ausleger-Sprühgerät versucht wird, einen gleichmäßigen Flüssigkeitsüberzug aus Tropfen aufzubringen, wie hier offenbart ist, wobei das absolute Minimum an Flüssigkeit pro Flächeneinheit verwendet wird, während ein derartiger Überzug gleichmäßig auf Flächen von Pflanzen aufgebracht wird, die in Hektar pro Zeiteinheit anstelle von Quadratzentimeter pro Zeiteinheit gemessen werden können.

Folglich besteht ein starker Bedarf, zumindest in Verbindung mit landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Ausleger-Sprühgeräten, an Verbesserungen hinsichtlich der Tropfenerzeugung, wie oben angesprochen, unter Berücksichtigung von Pflanzendurchdringung, Teilchengröße und Minimierung der Anforderungen an die Wasserführung und eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, die Verbesserungen in Verbindung mit einem oder mehreren dieser Aspekte oder allgemeine Verbesserungen bietet.

Gemäß der Erfindung werden ein Verfahren und eine Einrichtung zum Sprühen angegeben, wie in den zugehörigen Ansprüchen definiert.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist ein Tropfengenerator vorgesehen, der eine Zuführkammer für Luft und Wasser hat, mit der eine Flüssigkeitszufuhr und eine Luftstromzufuhr verbunden sind, um Luft und Flüssigkeit in Richtung auf eine Innenwand oder eine durch ein geschlossenes Ende der Kammer gebildete Auftreffplatte zuzuführen. Der Tropfengenerator umfaßt ferner eine Struktur, die eine Kante oder eine Begrenzung eines externes Auslasses aus der Kammer definiert, und das Flüssigkeitszuführmittel ist geeignet, die Flüssigkeit durch die Kammer über das geschlossene Ende der Kammer dem Auslaß zuzuführen.

Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Luftstromzuführmittel und die Flüssigkeitszuführmittel dazu geeignet, bezüglich der Kammer Luft und Flüssigkeit zu dem geschlossenen Kammerende hin zuzuführen, um den Tropfenstrahl aus dem Kammerauslaß durch Einbinden der Flüssigkeit in den Luftstrom zu erzeugen. Durch diese Merkmale ergeben sich einige beträchtliche Vorteile. Dazu gehört eine besonders nützliche Art der Tropfenbildung, bei der die Tropfengröße gut dazu geeignet ist, es dem Luftstrom zu ermöglichen, die Tropfen einzubinden und in die Pflanze zu tragen. Somit ist die Anordnung zunächst in der Lage, eine geeignete oder optimale Tropfengröße zu erzeugen, die den Anforderungen eines sehr geringen Flüssigkeitsvolumens genügt, während eine zufriedenstellende oder bessere Pflanzendurchdringung erreicht wird. Außerdem werden durch die Art der Tropfenerzeugung die Tropfen in die Lage versetzt, wirksam von dem Luftstrom in einer erforderlichen Richtung in die Pflanze getragen zu werden, z. B. aus einem Klapparm.

Indem also die allgemeine Anordnung aus Luftstrom- und Flüssigkeitszuführmitteln vorgesehen wird, um die Zufuhr von Luft und Flüssigkeit auf eine Innenwand oder ein im wesentlichen geschlossenes Kammerende hin vorzunehmen, und indem für entsprechendes Ausströmen durch einen Auslaß gesorgt wird, wobei Flüssigkeit in dem Luftstrom eingebunden wird, ergibt sich der Vorteil, daß der Strom der Luft und der eingebundenen Tropfen die erforderlichen physikalischen und dynamischen Eigenschaften hat und in jegliche erforderliche Richtung gerichtet werden kann. Zudem ist bei einer gegebenen Geräteausführung eine beträchtliche Flexibilität vorhanden, was die Gestaltung von Richtung und Breite der Strahlabgabe betrifft. Soll zum Beispiel eine relativ breite und fächerartige Strahlabgabe in eine bestimmte Richtung erzeugt werden, so hat das Gerät eine Reihe von in einem geeigneten Abstand angeordneten Öffnungen mit geeigneten Richtungen, entsprechend der geforderten fächerartigen Abgabe. Die Tatsache, daß beispielsweise sechs Öffnungen statt nur einer vorgesehen sind, erhöht nicht das erforderliche Flüssigkeitsvolumen des Sprühkopfs, in dem die Öffnungen ausgebildet sein müssen. Während das Bereitstellen einer entsprechenden Zahl herkömmlicher Sprühdüsen einen entsprechenden, gegenüber dem Gerät mit nur einer Düse um ein Sechsfaches größeren Bedarf an Flüssigkeitsströmung zu dem Gerät bewirken würde, trifft dies bei den unten beschrieben Ausführungsbeispielen nicht zu. Für einen Sprühkopf mit mehreren Öffnungen kann das gleiche Volumen der zu versprühenden Flüssigkeit zugeführt werden, und alles, was zum Erzeugen des geforderten Sprühmusters notwendig ist, ist das Beibehalten des mäßigen Luftdrucks an allen Öffnungen, der für die Schritte des Einbindens der Flüssigkeit und der Tropfenbildung erforderlich ist. Mit anderen Worten: Mehr Öffnungen können bei dem gleichen Volumen der zugeführten Flüssigkeit vorgesehen werden, indem lediglich die Luftzufuhr erhöht wird.

Anders ausgedrückt: Die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung ermöglichen es, das zugeführte Flüssigkeitsvolumen beliebig auf ein Niveau zu reduzieren, das weit unter dem liegt, das für herkömmliche Sprühdüsen notwendig ist, vorausgesetzt, die Luftzufuhr ist immer ausreichend für die notwendigen Schritte des Einbindens und der Tropfenbildung.

Zudem ist die eine Öffnung bzw. sind die mehreren Öffnung bei den Ausführungsbeispielen in einer Kammer oder einem Gang ausgebildet, der/dem die Flüssigkeit in Form eines unzerstäubten Strahls zugeführt wird, der auf ein geschlossenes Ende der Kammer gerichtet ist, der einen zugehörigen Auslaß hat, durch den der Flüssigkeitsstrom und der Luftstrom, die der Kammer zugeführt werden, weiter verlaufen. Es ist nicht bekannt, ob ein Teil der Tropfenbildung oder die gesamte Tropfenbildung an der geschlossenen Wand der Kammer oder später im Strömungsweg der Materialien durch die Kammer erfolgt. Möglicherweise wird eine Oberflächenschicht aus Flüssigkeit in der Kammer erzeugt, die sich zu der Auslaßöffnung bewegt und in diesem Bereich zu Tropfen geformt wird.

Die Anordnung der einen Auslaßöffnung bzw. der mehreren Auslaßöffnungen relativ zu dem geschlossenen Ende oder der Wand der Kammer, auf das/die der Flüssigkeitsstrahl gerichtet ist, ist relativ wichtig. Allgemein gesagt ist die Aulaßöffnung relativ zu der Wand der Kammer so angeordnet, daß die Richtung der Materialströmung von dem Auftreffort des unzerstäubten Flüssigkeitsstrahls zu dem Auslaß hin im wesentlichen aus der Kammer nach außen verläuft. In dem Ausführungsbeispiel sind der Weg der Luftzufuhr und der der Flüssigkeitszufuhr zu der Kammer im wesentlichen axial zu dieser und in Längsrichtung der Kammer zu ihrem gegenüberliegenden geschlossenen Ende, doch muß die Luftzuführrichtung nicht zwingend genau axial sein. Zudem kann die Position der einen Öffnung oder der mehreren Öffnungen relativ zu der Kammer am Außenumfang der Wand oder Aufprallplatte sein, auf die die Flüssigkeitszufuhr gerichtet ist; dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. So sind in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die Auslässe leicht in axialer Richtung (der Kammer) von dieser Wand versetzt, und die Anordnung ist derart, daß der Auslaß/die Auslässe so angeordnet ist/sind, daß eine gleichmäßige und wirksame Strömung der Materialien von der Endwand der Kammer in Richtung aus dieser heraus möglich ist.

Auch ist in den Ausführungsbeispielen der Strahl oder Strom der der Kammer zugeführten Flüssigkeit im wesentlichen symmetrisch zu zwei oder mehr Öffnungen in der Kammer ausgerichtet, so daß jede Öffnung eine im wesentlichen gleiche Flüssigkeitszufuhr an ihrer Einbindkante oder -begrenzung empfängt.

Ferner ist in den Ausführungsbeispielen nicht nur für eine im wesentlichen mittige und somit gleichmäßige Zufuhr von Flüssigkeit in die Kammer mit den Einbindöffnungen gesorgt, sondern auch für eine relativ gleichmäßige Verteilung von Luft zu der Kammer und somit zu den Öffnungen. Zu diesem Zweck sind axial ausgerichtete Luftströmungskanäle oder -bohrungen in der Zuleitung vorgesehen, die zu der Zuführkammer für Luft und Wasser führt, wobei die Kanäle oder Bohrungen gleichmäßig um ein Strahl- oder Flüssigkeitszuführlement in der Zuleitung verteilt sind.

Zu den weiteren beachtenswerten Merkmalen des Ausführungsbeispiels gehört die Funktion der Luftzuführanordnungen, bezüglich der Flüssigkeitszufuhr als eine Venturidüse oder Pumpe zu wirken.

Die Fläche oder die Wand oder Auftreffplatte, auf die der Strahl oder Strom der Flüssigkeit hin in die Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit zugeführt wird, kann so konstruiert sein, daß sie eine gleichmäßige Verteilung von Flüssigkeit an die Einbindkante oder -begrenzung der zugehörigen Öffnungen bzw. des zugehörigen Auslasses bewirkt. So kann diese Fläche eine konvexe und nach außen breiter werdende Form haben, deren Scheitelpunkt zu der Quelle des Flüssigkeitsstrahls oder -stroms gerichtet ist, und wobei die Form der konvexen Struktur derart ist, daß sie die Erzeugung eines gleichmäßigen nach außen gerichteten Flüssigkeitsstroms zu der einen Öffnung bzw. den mehreren Öffnungen in der Kammer hin bewirkt. Alternativ kann eine flache Fläche wie in Fig. 7 dargestellt vorgesehen sein. Auch eine konkave Fläche (wie in Fig. 2 dargestellt) führt zu nützlichen Ergebnissen. Es hat sich gezeigt, daß ohne eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr an zwei oder mehr beabstandete Öffnungen in der Kammer eine Gravitationswirkung auf die Verteilung der Flüssigkeit an diese Öffnungen auftreten kann, wodurch es zu einer ungleichmäßigen Tropfenstrahlerzeugung kommen kann.

Es sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung einen Ansatz zur Tropfenbildung verwendet, der einige technische Grundlagen mit der Vergasertechnik gemeinsam hat. Die Luftzufuhr liefert in der Sprühwolke die Energie, die Pflanze zu durchdringen. Die Tropfenbildung kann, wie oben erwähnt, entweder an der Kammerwand, die die Flüssigkeitszufuhr schneidet und/oder in dem Bereich der Kante oder Begrenzung stattfinden, die die Auslaßöffnung oder -öffnungen der Kammer definiert. In Tests wurde beobachtet, daß die durch das Gerät erzeugte Sprühwolke einen inneren Teil enthält, der beispielsweise 10 bis 20 Zentimeter lang ist, und daß in diesem Bereich der Wolke die Luft und eingebundene Flüssigkeit relativ gesehen beträchtlich weniger sichtbar ist als in dem äußeren Teil der Wolke, wo sie die charakteristische nebelartige Form annimmt. Es ist nicht bekannt, welcher Effekt diese Änderung im Aussehen bewirkt, die für herkömmliche Sprühdüsen nicht charakteristisch ist.

Ein wichtiger Aspekt der unten beschriebenen Ausführungsbeispiele ist der relativ geringe Energieverbrauch des Luftzuführsystems. Während derzeit erhältliche sogenannte Luftkissen-Sprüher gewöhnlich eine Energiezufuhr an den Lüfter in der Größenordnung von 80 Kilowatt benötigen, braucht das Luftzuführsystem der unten beschriebenen Ausführungsbeispiele nur ungefähr 10 bis 15 Kilowatt für einen Sprühausleger von 12 Metern.

Es sei darauf hingewiesen, daß die Form der Öffnung oder des Auslasses, von der/dem die Tropfen abgegeben werden, gegenüber dem unten beschriebenen runden Profil verändert werden kann. Zu den prinzipiellen Vorteilen der beschriebenen Ausführungsform gehören der einfache Aufbau des Tropfengenerators, die geringe Neigung der Öffnungen zu verstopfen, die stark gerichtete Tropfenausbreitung und die niedrigen beteiligten Flüssigkeitsvolumina. Zudem tritt verglichen mit früheren Vorschlägen, wie den oben besprochenen, nur sehr geringe seitliche Streuung der Tropfen weg von ihrem Hauptstrahl auf, die dazu neigt, einen Nebeleffekt zu erzeugen.

Durch Reduzieren des benötigten Flüssigkeitsvolumens verkürzen die Ausführungsbeispiele die gewöhnlichen Auszeiten des Sprühgeräts erheblich, die ungefähr 40 Prozent Arbeitszeit ausmachen, die dem Auffüllen des Tanks gewidmet ist. Daher kann nahezu 40 Prozent mehr Arbeit geleistet werden. Ein weiterer Faktor ist, daß die Öffnungen oder Auslässe, aus denen die Tropfen austreten, nicht länger die bei Flüssigkeitssprühsystemen erforderlichen sehr geringen Größen haben. So können Öffnungen in der Größenordnung von 1 mm verwendet werden, statt von 0,3 mm wie bei früheren Flüssigkeitssystemen. Dies vermindert das Auftreten von Verstopfungen.

In der praktischen Anwendung hat sich gezeigt, daß die Ausführungsbeispiele der Erfindung extrem tolerant gegenüber Änderungen im Druck der Flüssigkeitszufuhr sind. So hat sich zum Beispiel gezeigt, daß der Druck der Flüssigkeitszufuhr auf ein Niveau reduziert werden kann, das sogar unter dem des Drucks der Luftstromzufuhr ist. Tatsächlich trifft offenbar zu, daß die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung keine Flüssigkeitszufuhr in Form eines Flüssigkeitsstrahls benötigen, der z. B. eine Endwand der Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit schneidet, um eine dynamische Wirkung zu erzeugen. Im Gegenteil, für die Zwecke der Erfindung scheint es ausreichend, daß lediglich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bereitgestellt wird, so daß der Vorgang des Einbindens des Tropfens fortschreiten kann, ohne daß deswegen ein Defizit der Flüssigkeitszufuhr auftritt. Folglich wird es als möglich erachtet, daß angesichts dieser Tatsache der Prozeß der Tropfenbildung und des Einbindens der Tropfen wohl zum Großteil in dem Bereich der Auslaßöffnung aus der Kammer auftritt, und nicht in der Kammer als solche, obwohl der Mechanismus je nach Art und dynamischen Eigenschaften der Flüssigkeitszufuhr etwas abweichen könnte.

Was das betrifft, zeigen Tests, daß bei dem Ausführungsbeispiel eine Modifizierung der Form der geschlossenen Endwand der Kammer, gegen die der Flüssigkeitsstrahl gerichtet ist, keine besonderen Auswirkungen auf die Leistung des Geräts hat, und dies scheint auch die Wahrscheinlichkeit zu untermauern, daß der Prozeß des Einbindens der Tropfen kaum in der Kammer als solche stattfindet.

Was den Prozeß des Einbindens der Tropfen weiter betrifft, so scheint es ein wichtiger Aspekt des Prozesses zu sein, daß der Flüssigkeits-/Luftstrom direkt vor oder während des Einbindprozesses einen Richtungswechsel durchläuft. Somit ist klar, daß der Prozeß nicht effektiv in einer Einbindkammer stattfindet, in der eine direkte axiale Vorwärtsströmng durch eine Auslaßöffnung möglich ist, fluchtend mit der allgemeinen Richtung der Materialströmung durch die Kammer, wie dies aus der Lehre der oben besprochenen älteren US-Patente zu erwarten wäre. Der Mechanismus dieses Effekts ist zur Zeit unbekannt. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß im Bereich des Kammerauslasses oder der Kammeröffnungen ein Effekt auftritt, der als Venturi- oder Siphoneffekt bezeichnet werden kann, der durch den Luftstrom erzeugt wird und dazu dient, Flüssigkeit zur der Kante oder Begrenzung der Auslaßöffnung zu bringen. Ein ähnlicher Effekt tritt dort auf, wo die Luft- und die Flüssigkeitszufuhr in die Kammer eintreten, wobei der äußere Luftstrom einen Venturieffekt auf den inneren Flüssigkeitsstrom ausübt, wodurch der benötigte Flüssigkeitsdruck in der Flüssigkeitszufuhr reduziert wird.

Ein weiterer wichtiger praktischer Aspekt der Erfindung betrifft verschiedene miteinander in Beziehung bestehende Größenparameter der Hauptbestandteile von Flüssigkeits- und Luftzuführsystem. Zu diesen Parametern gehören die Größe der Auslaßöffnungen in der Kammer für Luft- und Flüssigkeitszufuhr, der Luftzuführdruck, der Flüssigkeitszuführdruck sowie die Ausgangsleistung des Luftkompressors, der dem System Luft zuführt, usw.

Zunächst wird die Größe der Auslaßöffnungen in der Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit betrachtet. Diese können einen Durchmesser im Bereich von 0,5 bis 2,0 mm haben, oder es sind Öffnungen mit ähnlicher Größe und Formen, die nicht rund sind. Größen unter 0,5 mm führen zu einer stark reduzierten Bewegung der von dem Gerät erzeugten Tropfenwolke. Ein bevorzugter Durchmesserbereich (oder Größenbereich für andere Öffnungsformen) liegt zwischen 1,3 bis 1,8 mm und vorzugsweise von 1,6 bis 1,7 mm. Diese zuletzt genannten größeren Größen haben den erheblichen Vorteil, daß die häufigen Düsenverstopfungen, die ein Merkmal herkömmlicher Sprühsystem sind, vermieden werden. Es hat sich erwiesen, daß die Tropfengröße von der Größe der Auslaßöffnung nicht sonderlich beeinflußt wird, doch mit wachsender Größe steigt die Pflanzendurchdringung aufgrund der erhöhten Geschwindigkeit der Tropfen, die durch höheren Volumendurchsatz bei abnehmendem Widerstand hervorgerufen wird.

Was den Luftzuführdruck betrifft, so steht dieser direkt mit der Kapazität des Kompressors in Zusammenhang, der zum Abgeben der Luftzufuhr vorgesehen ist. Während ein landwirtschaftlicher Traktor selbstverständlich gewöhnlich über ausreichende Energiereserven zum Antreiben eines recht großen Kompressors verfügt, machen die Kosten, die bei großen Kompressoren anfallen, diese unattraktiv, und es hat sich gezeigt, daß Luftzuführdrücke im Bereich von bis zu 0,6 Bar und von 0,6 bis 1,0 Bar (über Atmosphärendruck), und vorzugsweise zwischen 0,7 und 0,9 Bar zweckmäßig sind, wobei ein Kompressor verwendet wird, der in der Lage ist, einen Durchsatz von ungefähr 142 bis 566 Litern (5 bis 20 Kubikfuß) Luft (bei derartigem Druck gemessen) je Sprühkopf oder Klapparm pro Minute zuzuführen. Normalerweise ist ein Durchsatz im Bereich von 283 bis 425 Litern (10 bis 15 Kubikfuß) je Klapparm pro Minute ausreichend. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung von Drücken über den genannten Bereichen zur Erzeugung der Tropfen wie vorgesehen führt, nämlich derart, daß sie auf die Pflanzen oder andere Fläche zu, die sich ihnen darbietet, geschleudert werden und daran haften oder diese überziehen. So erweisen sich Tropfen einer maximalen Größe von vorzugsweise im Bereich von 80 bis 120 oder bis zu 150 Mikron als für diese Zwecke geeignet. Größere Tropfen werden zum Besprühen von Pflanzen von oben verwendet (ohne Klapparme), um das durch Wind verursachte Abdriften des Tropfenstrahls zu verhindern. Tropfen weit unter 80 Mikron erweisen sich als zu klein, um wirksam an den besprühten Flächen zu haften.

Was den Druck der Flüssigkeitszufuhr betrifft, so ist die Hauptanforderung eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu der Auslaßöffnung der Kammer, ohne einen direkt übertragenen Strahl zu verwenden, der durch die Mitte der Öffnung tritt. Jedoch haben sich Drücke von 0,6 Bar (über Atmosphärendruck) aufwärts bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen als geeignet erwiesen, und Drücke von 2,5 und bis zu 6 Bar wurden geprüft, und es wurde festgestellt, daß sie akzeptable Ergebnisse liefern, bei denen die Luftzufuhr noch in der Lage ist, zufriedenstellend durch die Öffnung/en zu treten. Die Luftzufuhr scheint effektiv dazu zu dienen die zentrale Öffnung oder Aussparung jeder Öffnung während des Betriebs beizubehalten, während die Tropfeneinbindung wahrscheinlich an der Kante oder Begrenzung der Öffnung stattfindet.

Ein Aspekt der Vielseitigkeit des Systems wird aus der Verwendung von variablen Drücken für die Flüssigkeitszufuhr deutlich. Es hat sich gezeigt, daß, während eine zufriedenstellende Tropfenbildung bei den höheren der oben erwähnten Flüssigkeitszufuhrdrücken stattfindet, die Verwendung dieser höheren Drücke erheblich größere Dosierraten erzeugt, wie beispielsweise 60 Liter oder sogar bis zu 300 Liter Flüssigkeit pro besprühtem Hektar. Folglich ist zu erkennen, daß dieser Aspekt der Erfindung es erlaubt, ein Sprühverfahren einzusetzen, bei dem die Dosierrate in Abhängigkeit der örtlichen Bedürfnisse der Pflanzen oder eines anderen zu besprühenden Materials verändert wird. Durch die Verwendung von Flüssigkeitszuführsystemen mit variablem Durchsatz, kann die Dosierrate beträchtlich verändert werden. Bei herkömmlichen Sprühsystemen sind solch beträchtliche Variationen der Dosierrate durch einfaches Ändern des Flüssigkeitszuführdrucks nicht möglich. Offenbar entsteht diese Vielseitigkeit dadurch, daß bei der vorliegenden Erfindung erheblich größere Aulaßöffnungen verwendet werden als bei herkömmlichen nur mit Flüssigkeit arbeitenden Sprühsystemen, bei denen schon die begrenzte Auslaßgröße größere Variationen der Flüssigkeitszuführrate un möglich macht, während die zentralen, mit Luft gefüllten Öffnungen der vorliegenden Erfindung eine derartige Variation leicht aufnehmen.

Aus dem Vorstehenden ist zu erkennen, daß die Erfindung, und speziell ihre im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele, ihren eigenen individuellen Ansatz zur Erzeugung von Sprühtropfen liefert, die geeignet sind, die Anforderungen von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sprühgeräten, und gleichermaßen Anforderung außerhalb dieses Bereichs, zu erfüllen. Frühere Vorschläge basierten, allgemein gesagt, auf dem Ansatz, Systeme zur Tropfenerzeugung bereitzustellen, bei denen gewöhnlich ein Schritt der Vorab-Zerstäubung innerhalb des Geräts zur Tropfenerzeugung vorgesehen ist, was zwangsweise einen entsprechenden Schritt des Zusammenwirkens von Flüssigkeit und Wasser einschließt, gefolgt vom Austreten durch eine Düse und seitlicher Ablenkung unter Verwendung einer Auftreffplatte oder eines Amboß, um einen weiteren Grad der Zerstäubung und Tropfenerzeugung zu erreichen.

Dagegen basiert der Ansatz der vorliegenden Erfindung auf der Verwendung einer inneren Auftreffplatte oder Wand in einer leeren oder offenen Kammer, auf die die Luft- und die Wasserzufuhr abgegeben werden. Eine Richtungsänderung des Flüssigkeitsstroms erfolgt dann in Richtung auf einen Auslaß oder Ausgang zu, der nicht direkt mit der Flüssigkeitsströmung durch die Kammer fluchtet. Die Flüssigkeits- und die Luftströmung durch den Auslaß oder die Öffnung erzeugen einen Strahl von in Luft eingebundenen Tropfen, die bei leicht festlegbaren Luftdrücken eine Tropfengröße erzeugen, die zum wirksamen Überziehen von Pflanzen und anderen Flächen geeignet ist. Es gibt keine inneren oder äußeren Strukturen, die den Durchfluß von Flüssigkeit und Luft durch die Öffnungen beeinträchtigen. Zudem hat sich herausgestellt, daß durch geeignete Wahl der Größe und Anordnung der Auslaßöffnung eine Richtung und ein Grad der Durchdringung von Pflanzen oder anderem durch den Strahl je nach den Anforderungen erreicht werden kann.

Ohne Verwendung von technisch ausgereifter Ausrüstung ist der Mechanismus der Tropfenerzeugung nicht leicht zu bestimmen. Doch wird aus den Unterschieden der Bauweise des Tropfengenerators der Erfindung und derjenigen nach dem Stand der Technik deutlich, daß es einen Unterschied im Mechanismus gibt, der sich, einfach ausgedrückt, darauf beläuft, daß die vorliegende Erfindung eine Auftreffplatte oder eine Wand, gefolgt von einer uneingeschränkten Auslaßöffnung verwendet, während der Stand der Technik allgemein gesagt die umgekehrte Anordnung verwendet.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, daß die vorliegende Erfindung eine Art Umkehr der existierenden Technik auf dem Gebiet des Lufteinsatzes zur Tropfenerzeugung für landwirtschaftliche und gartenbauliche sowie verwandte Anwendungen darstellt, die von der verbesserten Erzeugung der Tropfen einer Größe profitieren kann, die ein gleichmäßiges Überziehen eines Substrats fördert, und das unter Verwendung minimaler Volumina einer Trägerflüssigkeit zum Zwecke der Verdünnung eines aktiven Mediums zur Oberflächenbehandlung. Die Technik verwendet Luft als Mittel zum Ersetzen der verdünnenden Trägerflüssigkeit. Die Technik ist zu einem beträchtlichen Maß unabhängig von dem Druck der Flüssigkeitszufuhr. Was den Luftzuführdruck betrifft, so wird dieser in Abhängigkeit des Bereichs der erforderlichen Tropfengrößen gewählt. Der Bereich und der Grad der Durchdringung, den die Tropfenwolke oder der Tropfenstrahl erreicht, ist zu einem großen Maß durch die Größe der Aulaßöffnungen der Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit gegeben, zusammen mit dem entsprechenden erforderlichen Volumen des Luftstroms bei dem gewählten Luftzuführdcuck (letzterer hängt von der verlangten Tropfengröße ab). Diese technischen Merkmale und Vorteile bietet die relativ einfache Kombination aus Merkmalen, die in den in den beschriebenen Ausführungsbeispielen dargestellten Zuführkammern für Luft und Wasser zu finden sind, wobei besonders zu beachten ist, daß in der Kammer mit der freien Mitte eine Wand oder Auftreffplatte vorgesehen ist, der der Flüsigkeitsstrom zugeführt wird und die mit einer Änderung der Strömungsrichtung ermöglicht, daß die Flüssigkeit die erforderliche Zahl der Auslässe oder Öffnungen zusammen mit dem notwendigen Luftstrom durch diese Öffnungen erreicht, wodurch Tropfeneinbindung gemäß den oben beschriebenen Gegebenheiten erfolgt. Der Flüssigkeitsstrom zu der Öffnung und durch diese hindurch ist im wesentlichen von der Auftreffplatte oder der Wand und so auch von der Kammer nach außen gerichtet, obwohl keineswegs zwingend in radialer Richtung.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Düsen- und Rohrbaugruppe;

Fig. 2 einen entsprechenden Längsschnitt durch eine komplementäre Einbindkammer, die auf die Düsen- und Rohrbaugruppe montiert werden kann;

Fig. 3 eine Endansicht der Düsen- und Rohrbaugruppe, in Richtung III der Fig. 1 betrachtet; und

Fig. 4, 5 und 6 sind entsprechenden veröffentlichten älteren internationalen Anmeldungen der Anmelder entnommen, u. a. der PCT/GB92/01356, und zeigen ein von einem Traktor gezogenes Sprühgerät mit Klapparmen, bei dem die vorliegende Erfindung anwendbar ist;

Fig. 4 eine Draufsicht des von einem Traktor gezogenen Sprühgeräts mit einem Kompressor zum Zuführen von Luft an einzelne Klapparme;

Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung einer entsprechenden Draufsicht eines einzelnen Klapparms, der zwei Pflanzenreihen durchquert, wobei die Richtung einer Tropfenwolke oder eines Tropfenstrahls angedeutet ist;

Fig. 6 eine Ansicht eines Sprühauslegers des Sprühgeräts der Fig. 4, die den Ausleger selbst und einen zugehörigen Klapparm zeigt; und

Fig. 7 eine Vergrößerung einer Tropfenbildungs- oder -einbindkammer, die ein zweites Ausführungsbeispiel derselben darstellt und schräg geneigte Auslaßöffnungen hat, um gleiche Strahlen oder Wolken von Sprühtropfen in den angezeigten schrägen Richtungen zu erzeugen.

Wie in Fig. 1 dargestellt, enthält eine Zuführ- und Verbindungsbaugruppe 10 für Flüssigkeit und Luft ein gefertigtes Verbindungs- und Zuführelement 12, das eine Reibpassung in dem Ende eines Rohrelement 14 ist.

Das Rohr 14 bildet den unteren Endabschnitt eines Klapparms eines Klapparm- Sprühgeräts, wie es in einem oder mehreren meiner älteren Patente, z. B. EP 0 600 919 B und EP 0 539 360 B und im folgenden detaillierter unter Bezugnahme auf die Fig. 4, 5 und 6 beschrieben ist.

Das Düsenelement 12 ist eine feste Reibpassung in dem Rohr 14 und hat einen vorstehenden Abschnitt 16, der mit einem Außengewinde 18 ausgebildet ist, das mit einem entsprechenden Innengewinde 20 an der Innenfläche eines Bundabschnitts 22 eines Einbind- oder Kammerelements 24 (siehe Fig. 2) zusammenwirkt.

Das Düsen- oder Verbindungselement 12 ist mit einem Muster aus sechs axialen Bohrungen 26 ausgebildet, die in Längsrichtung des Elements verlaufen, um Luft von dem druckbeaufschlagten Innenvolumen des Klapparmrohrs 14 zu einer Kammer 28 zuführen, die innerhalb des Einbind- oder Kammerelements 24 definiert ist.

Das Düsen- oder Verbindungselement 12 dient ferner dazu, zu dem noch zu beschreibenden Zweck einen unzerstäubten Flüssigkeitsstrahl oder -strom in die Kammer 28 zu liefern. Folglich hat des Verbindungselement 12 auch eine Schlauchmuffe 30 an seinem inneren Ende, aus der eine in Längsrichtung ausgebildete Bohrung 32 hinausführt, sowie ein Düsen- oder Zuführelement 34, um einen unzerstäubten Strahl oder eine unzerstäubte Zufuhr von Sprühflüssigkeit zu erzeugen. Die Düse 34 hat ihre eigene axiale Bohrung 36, die in die Bohrung 32 führt und Flüssigkeit von dieser empfängt. Die in Längsrichtung ausgebildete Bohrung 36 der Düse 34 ist einfache eine Endbohrung mit gleichförmigem Schnitt, ohne jegliche Vorkehrung für die Bildung von Tropfen wie bei einer Sprühdüse.

Faßt man also die Struktur und Funktion des Düsen- oder Verbindungselements 12 zusammen, so dient es dazu, Sprühflüssigkeit von einem Schlauch zu empfangen, der in Längsrichtung des Klapparmrohrs oder des Schafts 14 in dem Rohr verläuft. Außerdem erhält es zugeführte Luft, die in Längsrichtung dieses Rohrs in den ringförmigen Raum zwischen dem Schlauch und der Innenfläche des Rohrs gepumpt wird. Die Sprühflüssigkeit wird von der Düse 34 als dünner gleichmäßiger Flüssigkeitsstrom oder Flüssigkeitszufuhr abgegeben. Die Luft wird im wesentlichen gleichmäßig um den Umfang des Düsenelements 12 durch die von den Bohrungen 26 gebildeten sechs Luftströme abgegeben. Der Flüssigkeits- und der Luftstrom werden an die Kammer 28 des Einbindelements oder der Zuführkammer 24 für Luft und Flüssigkeit abgegeben.

Was die Details der Struktur des Einbind- oder Kammerelements 24 betrifft, so sind die strukturellen Hauptmerkmale ihre innere Form und die Tatsache, daß Öffnungen oder Ausgänge 38 vorgesehen sind, die aus der Kammer 28 nach au ßen führen, um Luft und Sprühflüssigkeit aus der Kammer 28 abzugeben. Diese Kammer 28 hat eine zylindrische Form mit einer axialen Bohrung 40. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist sie mit einer konisch geformten Endwand 42 mit einem recht großen Konuswinkel ausgebildet, die einen Scheitelpunkt 44 hat, an den beim Gebrauch der Flüssigkeitsstrahl aus der Düse 34 abgegeben wird.

Die Öffnungen 38 sind in zwei Gruppen von drei Öffnungen oder Auslässen angeordnet, was insgesamt sechs ergibt. Diese Dreiergruppen sind innerhalb der Gruppe sowie zwischen den Gruppen jeweils so beabstandet, daß beim Gebrauch zwei seitlich und nach oben gerichtete Sprühwolken aus dem Klapparmrohr 14 nach oben und seitlich nach außen in die Pflanze erzeugt werden, in Richtungen entsprechend der Lehre meiner oben erwähnten älteren Patente.

Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen ein von einem Traktor gezogenes Sprühgerät der Art, die das Gerät zur Tropfenerzeugung gemäß dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung enthalten kann.

So ist in Fig. 4 an der Kupplung eines Traktors 50 ein Ausleger-Sprühgerät 52 befestigt, das Sprühausleger 54, 56 mit zugehörigen Klapparmen 58 enthält, wie in unseren vorveröffentlichten PCT-Anmeldungen beschrieben.

Jeder Klapparm 58 hat einen nach unten abstehenden Klapparm-Schaftabschnitt 60 (entsprechend dem Schaft 14 in Fig. 1), der zwischen Pflanzenreihen 62, 64 eintritt und einen Tropfengenerator ä6 zum Zwecke der Pflanzenbesprühung trägt.

Jeder Klapparm 58 hat seinen eigenen Tropfengenerator, der in Fig. 5 bei 66 angedeutet ist. Dieser ist mit Luftzuführmitteln und Flüssigkeitszuführmitteln ausgestattet, die von dem Flüssigkeitstank 68 zugeführte (zu versprühende) Flüssigkeit und von einem Kompressor 70 zugeführte Luft abgeben (siehe Fig. 4). Der Tropfengenerator 66 erzeugt doppelte Tropfenstrahlen oder -wolken 72 (siehe Fig. 5), die allgemein nach vorne und nach oben und seitlich bezüglich der Richtung F der Vorwärtsbewegung des Traktors und der Klapparme und symmetrisch bezüglich der Pflanzenreihen ausgerichtet sind. Der Tropfengenerator 66 entspricht der gesamten Einrichtung der oben beschriebenen Fig. 1, 2 und 3. Eine derartige Wolke 72 wird auf beiden Seiten des Klapparms erzeugt, um eine Sprühbehandlung jeder der Pflanzenreihen 62, 64 zu erhalten. In Fig. 5 ist der gezeigte Klapparm 58 so konstruiert, wie es in unseren oben erwähnten PCT-Anmeldungen beschreiben ist, während der Klapparm 58 in Fig. 6 dazu geeignet ist, sowohl die Luftzufuhr als auch die Flüssigkeitszufuhr zu erhalten, um diese in dem Klapparmrohr in dessen Längsrichtung zu dem Tropfengenerator 66 an seinem unteren Ende zu befördern, wobei die jeweilige Zufuhr zu diesem so erfolgt, wie es oben beschrieben und in Fig. 1 dargestellt ist.

Beim Gebrauch werden die zugeführte Flüssigkeit und die zugeführte Luft an das obere Ende jedes Klapparms 58 und somit an sein Düsen- oder Verbindungselement 12 wie oben beschrieben abgegeben, und die Kammer 28 wird durch die Luft mit Druck beaufschlagt, während ein Flüssigkeitsstrahl oder eine Flüssigkeitszufuhr auf die Kammerendwand oder Aufprallplatte 42 am Scheitelpunkt 44 der konischen Form dieser Endwand empfangen wird. Dieser Strahl/diese Zufuhr soll zumindest teilweise einen Flüssigkeitsfilm auf der Innenfläche der Kammerendwand 42 bilden, der nach außen in Richtung auf die Öffnungen oder Auslässe 38 zu strömt und sich, ebenfalls als ein Film, auswärts und in Längsrichtung der Öffnungsbohrungen 46 zu ihren Endkanten 48 hin bewegt. Ein Teil der Tropfenbildung kann an der Endwand oder Auftreffplatte 42 der Kammer 24 auftreten.

Es nicht genau bekannt, was an den äußeren Enden der Bohrungen 40, insbesondere an den Kanten oder Begrenzungen ihrer Ausgänge 49, geschieht, außer der Tatsache, daß das Ergebnis so ist, wie vorstehend für diese Anwendung beschrieben, und daß Tropfen entweder in dem Bereich der Ausgänge 49 und/oder früher an der Kammerendwand 42 erzeugt werden, und zwar in einem späteren Stadium, wenn der Luft/Flüssigkeitsstrom von der Umgebungsluft genügend abgebremst wurde.

Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist der Tropfengenerator 66 der Klapparme 58 der Fig. 6 nicht wie die Baugruppe 10, 24 der Fig. 1, 2 und 3, sondern wie folgt aufgebaut. Der Tropfengenerator 100 der Fig. 7 enthält eine Zuführkammer 102 für Luft und Flüssigkeit, an die die Luftzufuhr 104 und die Flüssigkeitszufuhr 106 geliefert werden, welche die gleiche räumliche Anordnung relativ zueinander haben wie bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel, um in Richtung auf die Kammerendwand oder Auftreffplatte 108, die flach ist, abgegeben zu werden.

Die Kammerauslässe 110 sind in zwei Gruppen angeordnet, die im wesentlichen vorwärts gerichtete Auslässe 112 und im wesentlichen rückwärts gerichtete Auslässe 114 umfassen, jeweils bezüglich der Bewegung F der normalen Vorwärtsbewegung des Sprühgeräts.

Wie Fig. 7 deutlicher zeigt sind die Eingänge 116 zu den Ausgängen so angeordnet, daß Flüssigkeit, die sich von der Endwand aus 108 zu den Bohrungen 118 der Auslässe bewegt, vor dem Eintreten in die Bohrungen ihre Richtung ändern muß. Zudem sind die Eingänge 116 von der Endwand 108 um eine Strecke d in axialer Richtung bzw. Strömungsrichtung der Flüssigkeit in der Kammer 102 versetzt.

Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Lage, Sprühtropfen gleichzeitig in die beiden angezeigten Richtung abzugeben, was für bestimmte landwirtschaftliche Arbeiten von Vorteil ist.

Allgemein gesagt hat zumindest bei einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung die Verwendung des Luftstroms zum Verursachen der Bewegung des Sprühstrahls der Flüssigkeitstropfen den Effekt, daß Wasser oder eine ähnliche verdünnende Trägerflüssigkeit, die herkömmlich für Sprühzwecke verwendet wird, ersetzt wird, wodurch es möglich wird, die Sprühbehandlung von landwirtschaftlichen, gartenbaulichen oder industriellen oder sonstigen Objekten mit einem flüssigen Behandlungsmedium vorzunehmen, ohne daß eine Flüssigkeit als Verdünnungs- oder Trägermedium verwendet werden muß, oder zumindest das effektive Volumen eines derartigen flüssigen Trägers um einen Faktor 10 oder mehr zu verringern.

[sic] gesprüht, wird gemäß der gewünschten Größe des zu erzeugenden Tropfens gewählt. Bei einem möglichen Ausführungsbeispiel kann die Trägerflüssigkeit für das Behandlungsmaterial nichtwäßrig sein, beispielsweise kann die Trägerflüssigkeit eine Flüssigkeit auf Ölbasis sein, die einen aromatischen Kohlenwasserstoff enthält. Die Trägerflüssigkeit, die einen Teil der zu versprühenden Flüssigkeit bildet, soll nicht nur in Abhängigkeit der Art der beteiligten aktiven chemischen Substanz gewählt werden, sondern auch gemäß der Oberflächenspannung und anderen Eigenschaften der zu versprühenden Flüssigkeit, wobei diese so gewählt werden, daß ein gewünschter Haftungsgrad auf Pflanzenoberflächen oder verwandte Anforderungen erreicht werden. Ein Beispiel für eine verwandte Anforderung kann sein, daß das gesprühte Material regenresistent ist.

Folglich ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung zu erkennen, daß die Erfindung den zusätzlichen Vorteil bietet, Trägerflüssigkeiten für Sprühzwecke anzubieten, die nicht auf Wasser basieren, während eine derartige Basis für Sprüharbeiten bisher angesichts der relativ hohen Kosten der Trägerflüssigkeit als kommerziell inakzeptabel erachtet wurde, da für Sprühgeräte nach dem Stand der Technik große Volumina derselben notwendig sind.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft das wichtige Merkmal, daß eine Möglichkeit angeboten wird, dem Abgabesystem die zu versprühende Flüssigkeit nahe bei den Sprühdüsen an dem Ausleger zu injizieren oder anders abzugeben. So wird die Länge der Sprühleitungen, in denen relativ konzentrierte Chemikalien befördert werden reduziert. Dies führt zu beträchtlichen Vorteilen, was die Möglichkeit betrifft, relativ kurzfristig von einem Sprühmedium zu einem anderen zu wechseln.

Zu den anderen Änderungen, die an den vorstehenden Ausführungsbeispielen vorgenommen werden könnten, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen, gehören die folgenden. Zunächst können die tatsächliche Querschnittsform sowie die Abmessungen der Zuführkammer für Luft und Flüssigkeit verändert werden. Eine nicht zylindrische Kammer kann verwendet werden, und ihre axiale Länge in Strömungsrichtung der Flüssigkeit kann verändert werden, wie im Vergleich der Fig. 2 und 7 angedeutet. Testarbeiten durch eine auf dem Bereich technisch geschulte Person werden die anzuwendenden Grenzen aufzeigen. Entsprechend können Änderungen der Anordnung der Auslässe relativ zur Endwand der Kammer aufgenommen und vorgesehen werden. Die Wand oder Aufprallplatte, auf die die zugeführte Flüssigkeit zu strömt, kann hinsichtlich ihres Profils beträchtlich modifiziert werden, welches eben, im wesentlichen konvex oder im wesentlichen konkav sein kann. Schließlich kann die Aufprallplatte als interne Konstruktion in der Kammer vorgesehen werden, die für eine geeignete Strömung der Flüssigkeit nach außen zu den Kammerauslässen sorgt. Routinetest zeigen, welche Änderungen in dieser Hinsicht vorgenommen werden können.

Es wurden Tests an einem System zum Abgeben von Flüssigkeit und Luft an die Kammer, das effektiv eine Schwerkraftzuführung zu der Kammerendwand oder Aufprallplatte ermöglicht, also ohne das gesteuerte Zumessen der Flüssigkeitszufuhr zu dieser Struktur. Diese Anordnung könnte verwendet werden, wenn Lageänderungen nicht von Bedeutung sind, doch im allgemeinen wird die Verwendung von Zumeßmitteln bevorzugt, um eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr auf die Kammerendwand oder Aufprallplatte abzugeben. Dies kann auf unterschiedliche Arten erreicht werden, nicht nur durch den in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Strahl oder Strom, unter anderem auch die Verwendung von mehre ren dieser Strahlen oder Ströme innerhalb der Kammer. Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß die Kammerendwand oder Aufprallplatte die Funktion einer Verteilerplatte oder eines Verteilelements bietet, um einen angemessen Flüssigkeitsstrom zur Tropfeneinbindung an die Kammerausgänge zuzuführen.


Anspruch[de]

1. Mobiles landwirtschaftliches oder gartenbauliches Ausleger-Sprühgerät mit:

a) einem mobilen Sprühausleger (54, 56), der geeignet ist, beispielsweise längs mehrerer Pflanzenreihen (62, 64) bewegt zu werden, während er beim Sprühen über den mehreren Reihen angeordnet ist;

b) wobei der Ausleger mehrere Tropfengeneratoren (66) hat, die geeignet sind, Flüssigkeitstropfen zu erzeugen, um ein gleichzeitiges Besprühen der mehreren Pflanzenreihen zu bewirken, während der Ausleger über den Reihen angeordnet ist;

c) und wobei die Tropfengeneratoren geeignet sind, mehrere Tropfenstrahlen (72) zu erzeugen, die in der Lage sind, den Abstand zwischen den von dem Ausleger getragenen mehreren Tropfengeneratoren (66) und den darunter liegenden Pflanzen zu durchqueren, während der Ausleger über die Pflanzen bewegt wird, und wobei jeder Tropfengenerator in der Lage ist, auch seinen eigenen auseinanderlaufenden Sprühstrahl zu erzeugen, der geeignet ist, das Besprühen des an ihn selbst angrenzenden Abschnitts der Pflanze zu bewirken, so daß die Pflanze unter dem Ausleger angemessen besprüht wird;

d) wobei jeder Tropfengenerator (66) eine Verbindung (10) mit Flüssigkeitszuführmitteln (30) hat, die geeignet sind, eine zu versprühende Flüssigkeit zuzuführen;

e) wobei jeder Tropfengenerator eine Verbindung (10) mit Luftstromzuführmitteln (14) hat, die geeignet sind, einen Luftstrom zuzuführen, der mit einem Strahl von durch das Gerät erzeugten Tropfen austritt;

f) wobei jeder Tropfengenerator (66) somit eine Verbindung (10) mit den Flüssigkeitszuführmitteln (30) und den Luftstromzuführmitteln (14) hat und geeignet ist, daraus einen Strahl Flüssigkeitstropfen zu erzeugen;

g) wobei der Tropfengenerator (66) eine Zuführvorrichtung (28) für Luft und Flüssigkeit hat, mit der sowohl die Flüssigkeitszuführmittel (30) als auch die Luftstromzuführmittel (14) verbunden sind, um eine Zufuhr von Luft und Flüssigkeit im wesentlichen auf eine Innenwand (42, 108) in der Vorrichtung hin vorzunehmen;

h) wobei der Tropfengenerator ferner eine Struktur (40) hat, die einen externen Ausgang (49) aus der Vorrichtung definiert, und die Vorrichtung und die Flüssigkeitszuführmittel (30) geeignet sind, die Flüssigkeit dem externen Ausgang durch die Vorrichtung (10) über die Innenwand der Vorrichtung zuzuführen;

i) wobei die Luftstromzuführmittel (14) und die Flüssigkeitszuführmittel (30) in Beziehung zu der Vorrichtung (10) geeignet sind, eine Zufuhr von Luft und Flüssigkeit auf die Innenwand (42, 108) hin vorzunehmen, um den aus dem externen Ausgang (49) der Vorrichtung tretenden Strahl (72) der Tropfen zu erzeugen, indem die Flüssigkeit in dem Luftstrom mitgerissen wird; und

j) wobei die Strömungsrichtung der Flüssigkeit und der Luft aus der Vorrichtung durch den externen Ausgang (49) im wesentlichen seitwärts nach außen bezüglich der Richtung gerichtet ist, in der die zugeführte Luft und Flüssigkeit in die Vorrichtung eintreten, um sich im wesentlichen auf die Innenwand der Vorrichtung hin zu bewegen;

dadurch gekennzeichnet, daß

k) die Zuführvorrichtung für Luft und Wasser die Form einer Kammer (28) hat, an die an einem Ende die Flüssigkeitszuführmittel (30) angeschlossen sind und die an dem davon abgewandten Ende, an dem sich die Innenwand befindet, geschlossen ist; und

l) der externe Ausgang (49) in einer Seitenwand (22) der Kammer ausgebildet ist, die zwischen den Endwänden (16, 42) der Kammer verläuft; und

m) der Ausgang (49) sich nach innen in einen Raum öffnet, der den Ausgang mit der Innenwand (42) verbindet.

2. Gerät (52) zum Verteilen von Tropfen eines flüssigen Materials aus einem zentralen Flüssigkeitsvorrat (68) an eine für eine Flüssigkeitsapplikation vorgesehene Stelle (66), mit:

a) Flüssigkeitszuführmitteln (28), die geeignet sind, eine zu versprühende Flüssigkeit zuzuführen;

b) Luftstromzuführmitteln (28), die geeignet sind, einen Luftstrom zuzuführen, der mit einem Strahl von dem Gerät erzeugter Tropfen austreten soll;

c) einem Tropfengenerator (24, 100), der mit den Mitteln zum Zuführen von Flüssigkeit und Luft verbunden und geeignet ist, daraus einen Strahl Flüssigkeitstropfen zu erzeugen; und

d) wobei der Tropfengenerator einen externen Kammerausgang (49) hat, der geeignet ist, eine Flüssigkeitszufuhr nach außen durch den Ausgang aus einer Innenwand oder -scheibe einer Luft- und Flüssigkeitszuführkammer zu ermöglichen, die zwecks Tropfenbildung von einem Luftstrom durch den Ausgang aus der Luft- und Flüssigkeitszuführkammer mitzuführen ist;

dadurch gekennzeichnet, daß

e) das Gerät die Form eines mobilen landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Ausleger-Sprühgeräts (52) hat; und

f) das Sprühgerät einen mobilen Sprühausleger (54, 56) hat, der geeignet ist, beispielsweise längs mehrerer Pflanzenreihen (62, 64) bewegt zu werden, während er beim Sprühen über den mehreren Reihen angeordnet ist;

g) der Ausleger mehrere Tropfengeneratoren (24, 100) hat, die geeignet sind, Flüssigkeitstropfen zu erzeugen, um ein gleichzeitiges Besprühen der mehreren Pflanzenreihen zu bewirken, während der Ausleger über den Reihen angeordnet ist;

h) und die Tropfengeneratoren (24, 100) geeignet sind, mehrere Tropfenstrahlen zu erzeugen, die in der Lage sind, den Abstand zwischen den von dem Ausleger (54, 56) getragenen mehreren Tropfengeneratoren und den darunter liegenden Pflanzen zu durchqueren, während der Ausleger über die Pflanzen bewegt wird, und jeder Tropfengenerator in der Lage ist, auch seinen eigenen auseinanderlaufenden Sprühstrahl (72) zu erzeugen, der geeignet ist, das Besprühen des an ihn selbst angrenzenden Abschnitts der Pflanze zu bewirken, so daß die Pflanze unter dem Ausleger angemessen besprüht wird.

3. Gerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerwand (42, 108) eine geschlossene Wand der Kammer ist und die Flüssigkeitszuführmittel und die Luftstromzuführmittel an einer abgewandten Endwand (16) der Kammer angeschlossen sind, um ihre jeweilige Zufuhr längs der Kammer auf die geschlossene Endwand hin abzugeben.

4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitszuführmittel (30, 36, 106) geeignet sind, unverstäubte Flüssigkeit der Kammer (102) durch eine Düse (36) zuzuführen, die an dem geschlossenen Ende oder der Wand (42) der Kammer im wesentlichen axial zu der Kammer ausgerichtet ist.

5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (36) im wesentlichen mittig zur Kammer (24) und symmetrisch zu zwei oder mehr darin ausgebildeten Ausgängen (38) ausgerichtet ist, aus denen der Strahl von Flüssigkeitstropfen austritt.

6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftstromzuführmittel (14) geeignet sind, der Kammer den Luftstrom durch eine Gruppe von zwei oder mehr Öffnungen (26) zuzuführen, die um das Mittel (36) zum Zuführen der Flüssigkeit in die Kammer herum angeordnet sind.

7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (49) aus der Kammer (28) durch das äußere Ende einer Bohrung (46) in der Kammerwand gebildet ist, wobei der Eingang zu der Bohrung so angeordnet ist, daß sie keine Flüssigkeit direkt von der Düse (36) empfängt, bevor die Flüssigkeit auf die geschlossene Endwand der Kammer (24) getroffen ist.

8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang zu der Bohrung in der axial verlaufenden Wand (40) oder Wänden der Kammer (24) ausgebildet ist.

9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang zu der Bohrung (46) zur Innenwand (44) der Kammer axial versetzt ist, auf die die Flüssigkeits- und Luftstromzufuhr jeweils gerichtet ist.

10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kammerausgang (49) so angeordnet ist, daß Tropfen, die durch den Ausgang abgegeben werden, sich zunächst in einer Richtung bewegen, die bezüglich der Kammer seitlich nach außen zeigt und zu einem äußeren Radius bezüglich der Flüssigkeitsstromachse der Kammer geneigt ist.

11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Ausgangsanordnung bezüglich des Radius zu dem Ende der Kammer (28) zeigt, an dem der Flüssigkeitsstrom in die Kammer eintritt.

12. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Ausgangsanordnung bezüglich des Radius von dem Ende der Kammer (28) weg zeigt, an dem der Flüssigkeitsstrom in die Kammer (28) eintritt.

13. Gerät nach Anspruch 11 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer Ausgänge (112, 114) enthält, die in beiden definierten Richtungen angeordnet sind, so daß das Gerät gleichzeitig Strahlen in Richtungen mit erheblichen Neigungen zueinander abgegeben kann.

14. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (49) einer aus einer Gruppe von Ausgängen ist, die in Abständen um die Flüssigkeitsstromachse der Kammer (28) herum umlaufend angeordnet sind.

15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (49) einer von zumindest zwei Gruppen von Ausgängen ist, die symmetrisch zu der zentralen Flüssigkeitsstromachse der Kammer angeordnet sind.

16. Landwirtschaftliches oder gartenbauliches Sprühgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit einem Sprühausleger (54, 56) und an dem Sprühausleger befestigten Klapparmen (58), wobei die Tropfengeneratoren (66) des Geräts an den Klapparmen montiert sind, um wesentlich näher an der Bodenebene zu arbeiten als bei Montage an dem Ausleger.

17. Verfahren zum Sprühen mit einem mobilen landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Ausleger-Sprühgerät, wobei das Verfahren umfaßt:

a) Bereitstellen eines mobilen Sprühauslegers (54, 56), der geeignet ist, beispielsweise längs mehrerer Pflanzenreihen (62, 64) bewegt zu werden, während er beim Sprühen über den mehreren Reihen angeordnet ist;

b) Ausstatten des Auslegers mit mehreren Tropfengeneratoren (66), die geeignet sind, Flüssigkeitstropfen zu erzeugen, und Veranlassen desselben, ein gleichzeitiges Besprühen der mehreren Pflanzenreihen zu bewirken, während der Ausleger über den Reihen angeordnet ist;

c) Veranlassen der Tropfengeneratoren, mehrere Tropfenstrahlen (72) zu erzeugen, die den Abstand zwischen den von dem Ausleger getragenen mehreren Tropfengeneratoren (66) und den darunter liegenden Pflanzen durchqueren, während der Ausleger über die Pflanzen bewegt wird, und wobei jeder Tropfengenerator auch seinen eigenen auseinanderlaufenden Sprühstrahl erzeugt, der das Besprühen des an ihn selbst angrenzenden Abschnitts der Pflanze bewirkt, so daß die Pflanze unter dem Ausleger angemessen besprüht wird;

d) Veranlassen, daß jedem Tropfengenerator (66) eine zu versprühende Flüssigkeit zugeführt wird;

e) Veranlassen, daß jedem Tropfengenerator durch Luftstromzuführmittel (14) ein Luftstrom zugeführt wird, der mit einem Strahl von durch das Gerät erzeugten Tropfen austreten soll;

f) Veranlassen des Tropfengenerators (66), durch die Verbindung mit den Flüssigkeitszuführmitteln und den Luftstromzuführmitteln daraus einen Strahl Flüssigkeitstropfen zu erzeugen;

g) wobei der Tropfengenerator eine Zuführvorrichtung (28) für Luft und Flüssigkeit hat und das Verfahren umfaßt, sowohl die Flüssigkeitszufuhr als auch den Luftstrom so zuzuführen, daß sie im wesentlichen auf eine Innenwand (42) in der Vorrichtung hin abgegeben werden;

h) wobei der Tropfengenerator ferner eine Struktur hat, die eine Kante oder Begrenzung eines externen Ausgangs (49) aus der Vorrichtung definiert, und das Verfahren den Schritt enthält, die Flüssigkeit dem externen Ausgang über die Innenwand der Vorrichtung zuzuführen; und

i) wobei das Verfahren ferner den Schritt enthält, eine Zufuhr der Luft und der Flüssigkeit auf die Innenwand hin vorzunehmen, um die aus dem externen Ausgang der Vorrichtung tretenden Sprühtropfen zu erzeugen, indem die Flüssigkeit in dem Luftstrom mitgeführt wird; und

j) wobei das Verfahren ferner den Schritt umfaßt, zu veranlassen, daß die Strömungsrichtung der Flüssigkeit und der Luft aus der Vorrichtung durch den externen Ausgang im wesentlichen seitwärts nach außen gerichtet ist bezüglich der Richtung, in der die zugeführte Luft und Flüssigkeit in die Vorrichtung eintreten, um sich im wesentlichen auf die Innenwand der Vorrichtung hin zu bewegen;

gekennzeichnet durch

k) Vorsehen der Zuführvorrichtung für Luft und Wasser in Form einer Kammer (28) und Anschließen der Flüssigkeitszuführmittel (30) an einem Ende sowie Vorsehen der Kammer in einer geschlossenen Form (42) an dem abgewandten Ende, an dem sich die Innenwand befindet; und

l) Vorsehen des externen Ausgangs in einer Seitenwand (40) der Kammer, die zwischen den Endwänden der Kammer verläuft

m) Veranlassen, daß der Ausgang sich nach innen in einen Raum öffnet, der den Ausgang (49) mit der Innenwand (42) verbindet.

18. Verfahren zum Verteilen von Tropfen von flüssigem Material aus einem zentralen Flüssigkeitsvorrat (68) an eine für eine Flüssigkeitsapplikation vorgesehene Stelle (72), umfassend:

a) Zuführen einer zu versprühenden Flüssigkeit;

b) Bereitstellen von Luftstromzuführmitteln (70) und Veranlassen derselben, einen Luftstrom zuzuführen, der mit der von dem Gerät erzeugten Flüssigkeit austreten soll;

c) Bereitstellen eines Tropfengenerators (66), der mit den Mitteln zum Zuführen von Flüssigkeit und Luft verbunden ist, und Veranlassen desselben, daraus einen Strahl Flüssigkeitstropfen zu erzeugen;

d) Bereitstellen des Tropfengenerators, der eine Struktur enthält, die eine Kante oder Begrenzung (49) eines Kammerausgangs (38) definiert, und Veranlassen einer Flüssigkeitszufuhr nach außen durch den Ausgang von einem geschlossenen Ende oder einer Wand (42) einer Luft- und Flüssigkeitszuführkammer (28), so daß zur Tropfenbildung Flüssigkeit in dem Luftstrom durch den Ausgang aus der Kammer mitgeführt wird;

dadurch gekennzeichnet, daß

e) das Verfahren ein Verfahren ist, welches ein mobiles landwirtschaftliches oder gartenbauliches Ausleger-Sprühgerät (52) verwendet; und

f) ein mobiler Sprühausleger (54, 56) bereitgestellt wird, welcher beispielsweise längs mehrerer Pflanzenreihen (62, 64) bewegt wird, während er beim Sprühen über den mehreren Reihen angeordnet ist;

g) Veranlassen der mehreren Tropfengeneratoren (66), Flüssigkeitstropfen zu erzeugen, um ein gleichzeitiges Besprühen der mehreren Pflanzenreihen zu bewirken, während der Ausleger über den Reihen angeordnet ist; und

h) Veranlassen der Tropfengeneratoren, mehrere Tropfenstrahlen zu erzeugen, die den Abstand zwischen den von dem Ausleger (54, 56) getragenen mehreren Tropfengeneratoren (66) und den darunter liegenden Pflanzen (62, 64) durchqueren, während der Ausleger über die Pflanzen bewegt wird, und Veranlassen jedes Tropfengenerators, auch seinen eigenen auseinanderlaufenden Sprühstrahl (72) zu erzeugen, der geeignet ist, das Besprühen des an ihn selbst angrenzenden Abschnitts der Pflanze zu bewirken, so daß die Pflanze unter dem Ausleger angemessen besprüht wird.

19. Verfahren nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, gekennzeichnet durch den Schritt des Veranlassens der Zuführmittel, Flüssigkeit zu dem geschlossenen Ende oder der Wand (42, 108) der Kammer (28, 102) in Form eines Strahls unverstäubter Flüssigkeit zuzuführen, der im wesentlichen axial zur Kammer an dem geschlossenen Ende oder der Wand der Kammer ausgerichtet ist.

20. Verfahren nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch den Schritt des Veranlassens, daß der Strahl allgemein mittig der Kammer und symmetrisch zu zwei oder mehr darin ausgebildeten Ausgängen (112, 114) ausgerichtet ist, aus denen der Strahl der Flüssigkeitstropfen austritt.

21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft- und Flüssigkeitszufuhr (104, 106) zu jedem Tropfengenerator (100) durch einen Klapparm (58) zu diesem geliefert wird und durch Leitungen darin oder den Klapparm selbst in seiner Längsrichtung übertragen wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
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