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Dokumentenidentifikation DE19807511C2 10.04.2003
Titel Trocken- und/oder Fixiervorrichtung
Anmelder A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co, 41238 Mönchengladbach, DE
Erfinder Freiberg, Helge, 41189 Mönchengladbach, DE
Vertreter von Creytz, D., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 41844 Wegberg
DE-Anmeldedatum 21.02.1998
DE-Aktenzeichen 19807511
Offenlegungstag 26.08.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.04.2003
IPC-Hauptklasse F26B 13/02
IPC-Nebenklasse F26B 13/10   D06C 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zum Beblasen einer textilen Stoffbahn gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung ist in erster Linie auf Vorrichtungen bzw. Maschinen und insbesondere Blaskästen anwendbar, deren Ventilator (mit Druckkasten) an der einen Maschinenlängsseite und der Einlaß des Saugkastens auf der jeweils gegenüberliegenden Maschinenlängsseite angeordnet ist.

Die Erfindung ist anwendbar bei zahlreichen Ausgestaltungen der genannten Trocken- und/oder Fixiervorrichtungen. Hierzu gehören Plantrockner und Spannrahmen, diese Maschinen sind allgemein bekannt. Die den Blaskästen zugeordneten Ventilatoren können beide unterhalb der Behandlungsebene und beide an derselben Längskante der Vorrichtung (EP 0 471 162 B1) oder an gegenüberliegenden Längskanten (DE 27 54 438 A1) positioniert sein. Die den beiden Blaskästen zugeordneten Ventilatoren können auch ineinander integriert sein (DE 22 01 731 A1). Ferner können die beiden Blaskästen auch an ein und denselben Ventilator angeschlossen sein (DE 36 27 904 C2). Weiterhin ist es bekannt, dem Blaskasten unterhalb der Behandlungsebene einen Ventilator ebenfalls unterhalb der Behandlungsebene und dem oberen Blaskasten einen Ventilator oberhalb der Behandlungsebene zuzuordnen (DE 29 08 348 A1). Schließlich gibt es in der Praxis auch Maschinen eingangs genannter Art, deren Blaskästen mit dazwischen angeordneter Behandlungsebene nahe dem Boden positioniert sind, während die Ventilatoranordnung mit Heizung einschließlich der Umluftverbindung zwischen Druckseite des Ventilators zu den Blaskästen und von dort zurück zur Saugseite des Ventilators räumlich oberhalb der Behandlungsebene angeordnet sind. Hier und im folgenden kommen Behandlungsgase (bzw. -dämpfe) aller Art in Frage. Zur Vereinfachung wird - ohne Beschränkung der Allgemeinheit - oft anstelle von Behandlungsgasen kurz von "Luft" gesprochen.

In allen diesen Maschinen wird die im Kreislauf Ventilator-Blaskasten-Ventilator geführte Umluft mit (gesehen speziell über die Stoffbahnbreite) nach Möglichkeit überall gleichem Druck auf die Stoffbahn geblasen. Die (nach Reflexion oder Durchströmung) von der Stoffbahn abfließende Luft kann durch in den Blaskästen vorgesehene Rückströmkanäle (z. B. Blaskastenlöcher oder Spalte in fingerförmig ausgebildeten Blaskästen) in einen mit der Saugseite des jeweiligen Ventilators verbundenen Rückströmraum abgezogen werden. Dort unterliegt die von der Stoffbahn abfließende Luft nämlich dem von der Saugseite des jeweiligen Ventilators erzeugten Unterdruck. Dieser Unterdruck hat, z. B. der Geometrie der äußeren Umgebung der Blaskästen (im Maschineninnern) und deren Abstand zur Saugseite des Ventilators entsprechend, über die Breite der Stoffbahn unterschiedliche Werte.

Der größte Unterdruck ist im Bereich der Rückströmöffnung des Saugkastens zu finden. Diese Rückströmöffnung wird üblicherweise mit einem Filtersieb verschlossen. Aus wartungstechnischen Gründen befindet sich dieses Sieb im allgemeinen in der Nähe eines Längsrandes an der Seite der Maschine. Es wird daher unsymmetrisch in Bezug auf die Fläche der behandelten Stoffbahn angeordnet. Durch diese strömungstechnisch bedingte Unsymmetrie des rückströmenden Behandlungsgases wirken auf die Stoffbahn im Bereich von deren Längsrändern andere Luftkräfte als in der Bahnmitte. Je nach Einstellung des Verhältnisses der von oben und von unten (Oberluft/Unterluft) auf die Bahn geblasenen Luft "flattert" die Ware am Rand oder hängt hier mehr durch als in der Mitte. Bei empfindlichen Artikeln kommt es in Folge der mechanischen Warenbeanspruchung im Randbereich (Flattern, Durchhängen) zu partiellen Längungen (sogenannter bagging-effekt, Sackbildung), die so stark sein können, daß sie nicht zu tolerieren sind.

Bei horizontaler Stoffbahnführung kann der Effekt des (sich z. B. mit der Trocknung ändernden) Bahngewichts dadurch ausgeglichen werden, daß man, z. B. nach obiger EP 0 471 162 B1, den auf die Bahnunterseite wirkenden Druck relativ zum anderen Druck ändert. Durch eine solche auf die Stoffbahnbreite überall gleiche Druckanpassung kann einer Sackbildung aber nicht begegnet werden. Um die die Sackbildung bewirkenden Kräfte auszugleichen, müßte die Druckverteilung längs der Bahnbreite der Sackform entsprechend ungleich gemacht werden. Das setzt, wenn es überhaupt realisierbar ist, komplizierte Meß- und Steuersysteme voraus.

Es gibt auch eine Trockenmaschine (DE-PS 578 282) mit zwei auf einer gemeinsamen Achse befindlichen Ventilatoren, die zwar nicht zu der vorgenannten Gruppe der Spannmaschinen bzw. -rahmen gehört, bei der aber die Zu- und Abströmräume des Behandlungsgases beiderseits der Stoffbahn beide symmetrisch in Bezug auf die Mittellinie der behandelten Stoffbahn positioniert sind. In diesem Fall läßt sich in der Praxis eine über die Bahnbreite überall gleiche Behandlung der Stoffbahn trotzdem nicht erreichen, weil das Behandlungsgas zum Teil senkrecht auf die Stoffbahn auftrifft und zum Teil tangential an der Stoffbahn entlang fließt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer Vorrichtung eingangs genannter Art eine bezogen auf die Stoffbahnbreite symmetrische Rückströmung des Behandlungsgases zu erreichen.

Die erfindungsgemäße Lösung besteht für die eingangs genannte Trocken- und/oder Fixiervorrichtung darin, daß der Rückströmweg des durch die Rückströmkanäle abfließenden Behandlungsgases im Rückströmraum unmittelbar an der Blaskastenrückseite etwa längs der Mittellinie in zwei in Richtung auf die beiden Längskanten des Behandlungsfeldes verlaufende Rückströmteilwege aufgespalten ist.

Die Erfindung gilt in erster Linie für Maschinen mit im wesentlichen horizontal geführter Stoffbahn. Da es bei der Erfindung um die Einstellung bestimmter Luftströmungen bzw. Luftdruckverhältnisse an der Stoffbahn geht, ist die Lösung im Grundsatz auch bei Vorrichtungen eingangs genannter Art anwendbar, in denen die Stoffbahn schräg, vertikal oder auf gekrümmten Weg transportiert wird. Die Begriffe "oben" und "unten", z. B. oberhalb oder unterhalb einer Behandlungsebene, können vertauscht, die Maschine kann also auf den Kopf gestellt sein, oder durch "rechts" und "links" ersetzt werden. Einige Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wird der vom Ventilator herrührende Saugzug im Rückströmraum so gelenkt, daß auf der jeweiligen Blaskastenrückseite aus der Gesamt-Rückströmung, dem Summenrückstrom, nach entgegengesetzten Kanten abfließende tangentiale Teilströme (Querströmung) erzeugt werden. Die jeweiligen Teilströme sollen (gegebenenfalls auf beiden Seiten ihrer Ausgangslinie) im wesentlichen überall gleich gerichtet sein.

Vorzugsweise werden ausgehend von der Mittellinie der Stoffbahn zwei zu den Längskanten des Behandlungsfeldes gerichtete tangentiale Teilströmungen erzeugt, die, speziell auf der Unterseite der Stoffbahn einen auf der Bahnbreite überall im wesentlichen gleichen, zusätzlichen Trageeffekt ausüben. Dadurch wird bei passender Einstellung der Luftstrommenge die Sackbildung bis zur Unmerklichkeit vermieden.

Die erfindungsgemäß auf die Rückströmteilwege aufgespaltenen Luftmengen sollen im weiteren Verlauf, also wo durch die Strömung verursachten Rückwirkungen auf die Stoffbahn ausgeschlossen sind, wieder zusammengeführt und gemischt werden. Dadurch wird erreicht, daß sich auf den beiden Hälften der Maschine nicht unterschiedliche Behandlungsergebnisse einstellen. Vorzugsweise erfolgt die Zusammenführung am Eingang eines der Saugseite des Ventilators vorgestellten Saugkanals. Dieser kann eine Heizung enthalten, an seinem Eingang wird oft ein Flusensieb vorgesehen.

Das erfindungsgemäße Aufspalten des Summen-Rückströmwegs einer Blaskastenrückseite auf zwei Rückströmteilwege kann gemäß weiterer Erfindung mit Hilfe eines Strömungsleitmittels erreicht werden, welches in seinem Hauptteil im Prinzip aus einer zu der jeweiligen Blaskastenrückseite oder der Behandlungsebene etwa parallel angeordneten Leitfläche besteht. Vorzugsweise soll das Strömungsleitmittel in der Längsrichtung (der Stoffbahn) über die ganze Länge des Behandlungsfeldes ausgedehnt sein.

Das Strömungsleitmittel soll zum Erzeugen der Symmetrie in Bezug auf die Mittellinie in seinem Hauptteil etwa symmetrisch in Bezug auf die Mittellinie ausgebildet sein. Vorzugsweise soll sich der Hauptteil des Strömungsleitmittels über mehr als die Hälfte, insbesondere über 60 bis 90% der Behandlungsfeldbreite erstrecken. Dabei kann es günstig sein, wenn sich an den (symmetrischen) Hauptteil des Strömungsleitmittels eine - vorzugsweise bis zu der Stelle, an der die geteilte Strömung vor dem Ventilator wiedervereinigt wird, erstreckende - Umlenkfläche anschließt. Durch Wahl der Umlenkfläche und der übrigen Geometrie des an die Strömungsleitfläche angrenzenden Maschineninnern, z. B. durch Bemessung der an der Strömungsleitfläche bezüglich der Saugzugversorgung konkurrierenden Querschnitte, läßt sich erreichen, daß die von der Saugseite des Ventilators her wirkenden (Teil-)Saugzüge an beiden Längskanten des Behandlungsfeldes und damit in den jeweils zwei Rückströmteilwegen an einer Blaskastenrückseite annähernd gleich werden.

Im vorstehenden allgemeinen Teil der erfindungsgemäßen Lösung wird der Fall betrachtet, daß - unabhängig davon, ob die Vorrichtung außer einem Blaskasten unter der Behandlungsebene auch einen Blaskasten über der Behandlungsebene oder umgekehrt besitzt - der Rückströmweg auf der Rückseite nur des einen Blaskastens, beispielsweise nur des unteren Blaskastens, in die tangential zur Stoffbahn oder Blaskastenrückseite verlaufenden Rückströmteilwege aufgespalten wird.

Die vorgenannte Aufgabe wird gemäß weiterer Erfindung noch besser gelöst, wenn bei einer Vorrichtung mit unterem und oberem Blaskasten die Summen-Rückströmungen beider Blaskästen auf je zwei Rückströmteilwege aufgespalten werden. Grundsätzlich können dabei den Rückseiten beider Blaskästen die oben im Prinzip beschriebenen Strömungsleitmittel zugeordnet werden. Wenn der obere Blaskasten ganz oben im Maschineninnern dicht unter der Maschinendecke liegt, kann die Decke als Strömungsleitmittel dienen bzw. ausgestaltet werden. Entsprechendes gilt für den Maschinenboden, wenn der untere Blaskasten ganz unten in der Maschine liegt.

Bei Ausgestaltung und Tangentialisierung der Teilströmungen oben und unten ist sowohl oberhalb als auch unterhalb der Blaskästen dafür Sorge zu tragen, daß der Saugzug an den zu den Längskanten des Behandlungsfeldes weisenden Kanten des Strömungsleitmittels gleich ist. Zwar können die gleichen Saugzüge auf den beiden Seiten oberhalb des oberen Blaskastens in gewissem Maße von den beiden gleichen Saugzügen unterhalb des unteren Blaskastens abweichen, der Saugzug beiderseits ein und desselben Strömungsleitmittels soll aber im wesentlichen gleich sein.

Das Vorstehende gilt sowohl für den Fall, daß die Ventilatoranordnung (ein gemeinsamer Ventilator oder zwei Ventilatoren) der beiden Blaskästen unterhalb oder oberhalb der Behandlungsebene positioniert sind oder daß der eine Ventilator und der zugehörige Saugkanal oberhalb und der andere Ventilator und der zugehörige Saugkanal unterhalb der Behandlungsebene stehen. Wenn jedoch bei erfindungsgemäßer Strömungsverteilung an beiden Blaskästen der obere Blaskasten aus einer unterhalb der Behandlungsebene positionierten Ventilatoranordnung über einen Druckkasten zu versorgen ist, soll trotzdem auch an der dem Druckkasten zugewandten Längskante des Behandlungsfeldes der erforderliche Saugzug zum Erzeugen der tangentialen Rückströmung eingestellt werden können; (auch hier gilt Entsprechendes wenn "oben" und "unten" vertauscht werden).

Eine erste Problemlösung für diesen Fall besteht darin, daß ein gesondertes Strömungsleitmittel oberhalb des oberen Blaskastens so angebracht wird, daß die in Richtung der Druckkastenseite fließende Teilströmung zwischen Leitmittel und Maschinendecke (oder dergleichen) zur gegenüberliegenden Längskante gesaugt wird.

Nach einer zweiten Problemlösung genügt es, wenn der zum Druckkasten gerichtete eine Rückströmteilkanal des (der Ventilatoranordnung an der Längskante mit der Druckkastenanordnung in Bezug auf die Behandlungsebene gegenüberliegenden) Blaskastens mindestens eine Verbindung zum in Bezug auf die Behandlungsebene gegenüberliegenden Rückströmteilkanal besitzt. Wenn in diesem Fall die gesamte Ventilatoranordnung unterhalb der Behandlungsebene positioniert ist, wird von den Längskanten der Blaskastenrückseiten oben und unten symmetrisch Rückströmluft abgezogen. Dem einen Rückströmteilweg des oberen Blaskastens steht dann der Druckkasten an sich im Weg. Daher wird hier eine gesonderte Querverbindung (quer zum Druckkasten bzw. zum jeweiligen Blaskasteneingang) vorgesehen. Diese Querverbindung führt beispielsweise durch vorhandene Spalte zwischen je zwei Düsenfingern eines Blaskastens oder durch andere quer zu der von der Druckseite des Ventilators ausgehenden Zuströmung verlaufende Blaskasten-Durchlässe.

Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels werden einige Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Aufriß einer erfindungsgemäßen Trocken- und/oder Fixiervorrichtung; und

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1.

Die Zeichnung zeigt eine Trocken- und/oder Fixiervorrichtung - kurz Spannrahmen - zum Beblasen einer textilen Stoffbahn 1, die in ihrer Längsrichtung 2 (= Transportrichtung) im breitgespannten Zustand zwischen zwei Spannmitteln 3 durch wenigstens ein - in Bezug auf eine parallel zu der Längsrichtung 2 verlaufende Mittellinie 4 symmetrisches - Behandlungsfeld 5 transportiert wird. Im Ausführungsbeispiel wird das Behandlungsfeld 5 zwischen zwei mit Ausblasdüsen 6 besetzten Blasseiten 7 eines unteren Blaskastens 8 und eines oberen Blaskastens 9 aufgespannt. Jede der Blasseiten 7 der Blaskästen 8, 9 erstreckt sich - in der Behandlungsebene E - quer zu der Längsrichtung 2 und parallel zu der Stoffbahn 1 über die Behandlungsfeldbreite B. Innerhalb der beiden Längskanten 10, 11 des Behandlungsfeldes 5 kann die Behandlungsfeldbreite B, z. B. durch gegenseitige Verstellung der Spannmittel 3, verändert werden.

Den beiden Blaskästen 8, 9 wird im Ausführungsbeispiel an der Längskante 10 des Behandlungsfeldes 5 die Druckseite 12 eines Ventilators 13 über einen Druckkasten 14 vorgeschaltet. Der Druckkasten 14 wird über ein Verbindungsteil 15 auf den jeweiligen Blaskasteneingang 16 geschaltet. Vom Ventilator 13 aus fließt Behandlungsgas bzw. Druckluft 17 in den eingezeichneten Pfeilrichtungen durch den Druckkasten 14 und die Verbindungsteile 15 sowie die Eingänge 16 in die Blaskästen 8 und 9. Dort strömt das Behandlungsgas 17 in Pfeilrichtung aus den den jeweiligen Blaskastenausgang bildenden Ausblasdüsen 6 auf die Stoffbahn 1. Von der Stoffbahn 1 fließt das rückströmende Behandlungsgas 18 nunmehr als Saugluft (nach Durchströmung oder Reflexion) in der eingezeichneten Pfeilrichtung durch einen Rückstromraum R zu einem Flusensieb 19 sowie durch eine Heizung 20 zur Saugseite 21 des Ventilators 13. Der Bereich zwischen Flusensieb 19 und Saugseite 21 kann als Saugkasten 22 bezeichnet werden.

Nach Fig. 1 wird, z. B. durch ein Strömungsleitmittel 31, dafür Sorge getragen, daß die an der jeweiligen Blaskastenrückseite 32 abströmende Saugluft 18 nicht beliebige Richtungen annehmen kann, sondern gezwungen wird, annähernd parallel zu der Ebene der Stoffbahn 1 bzw. zu der Blaskastenrückseite 32 gefördert durch das Strömungsleitmittel 31 zu fließen. Das Strömungsleitmittel 31 besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Hauptteil 33, der sich annähernd parallel zu der Blaskastenrückseite 32 erstreckt, und einer Umlenkfläche 34, die bis zu der Stelle, z. B. am Flusensieb 19, reichen kann, an der die nach Fig. 1 unter dem unteren Blaskasten 8 um das Strömungsleitmittel 31 herumgeführten Teilströme 18a und b wiedervereinigt werden.

Gemäß Ausführungsbeispiel wird die an der Längskante 10 des Behandlungsfeldes 5 um die dortige (in Fig. 1 links) Kante 35 des Strömungsleitmittels 31 abfließende Teilströmung in einem Kanal 36 zwischen dem Strömungsleitmittel 31 und einer Wandung des Saugkastens 22 bis zu dem Flusensieb 19 geleitet. Die Geometrie des Strömungsleitmittels 31 wird in der Zeichnung beispielhaft dargestellt. Sie ist erfindungsgemäß so auszubilden, daß die dargestellten Teilströmungen 18a und b unter annähernd gleichem Saugzug ausgehend von der Mittellinie 4 beide annähernd tangential zu der Rückseite 32 in Richtung auf die Längskante 10 bzw. 11 fließen müssen. Dementsprechend ist von der Geometrie des Strömungsleitmittels 31 und, z. B. des Saugkanals 36, zu verlangen, daß an der Längskante 10 bzw. an der linken (Fig. 1) Kante 35 des Hauptteils 33 des Strömungsleitmittels 31 annähernd dieselbe Saugkraft wie an der rechten (Fig. 1) Kante 37 des Hauptteils 33 herrscht.

Ebenso wie der Blaskastenrückseite 32 des unteren Blaskastens 8 kann auch der Blaskastenrückseite 32 des oberen Blaskastens 9 ein Strömungsleitmittel 31 zugeordnet werden, so daß hier im Prinzip dieselben Strömungsverhältnisse wie unterhalb des unteren Blaskastens 8 entstehen. Auch in diesem Fall werden an den beiden Kanten 35 und 37 des Strömungsleitmittels 31, z. B. durch Anpassung der Durchlaßquerschnitte bei 35 bzw. 37 annähernd dieselben (wie in Fig. 1 angedeutet) Saugkräfte eingestellt. Dadurch wird gegebenenfalls erreicht, daß die Rückströmung auch oben zwischen Blaskastenrückseite 32 und Strömungsleitmittel 31 tangential ausgehend von der Mittellinie 4 in Richtung auf die Längskanten 10 bzw. 11 in gleicher Stärke fließt. Die entsprechenden Rückströmungen 18a und b der Rückseite 32 des oberen Blaskastens 9 werden an der im Ausführungsbeispiel offenen Seite 41 des Behandlungsfeldes 5 vorbei und meist bereits im wesentlichen vermischt zum Flusensieb 19 geleitet.

Wenn auf der Oberseite der Vorrichtung bzw. oberhalb des oberen Blaskastens 9 die in Fig. 1 dargestellte Umlenkung der "linken" Teilströmung nach rechts nicht vorgesehen werden kann oder soll, läßt sich die erfindungsgemäße Aufspaltung in Teilrückströmwege trotzdem auch oberhalb des oberen Blaskastens 9 einstellen, wenn - unter Umständen unter Verwendung der Maschinendecke 47 als Strömungsleitmittel - außerhalb der Blaskästen 8, 9 bzw. jenseits der linken Längskante 10 (gesehen in Richtung auf den Druckkasten 14) eine an den Kanal 36 und schließlich an den Saugkasten 22 anzuschließende Querverbindung als Gasdurchlaß vorgesehen wird. Im Fall eines Blaskastens mit einzelnen Blasfingern 42 finden sich nach Fig. 2 solche Durchlässe in den Spalten 43 zwischen je zwei Fingern 42, nämlich im Bereich zwischen Längskante 10, Druckkasten 14 und je zwei Verbindungsteilen 15. In Fig. 2 wird ein solcher Durchlaß als Saugspalt 44 bezeichnet. Die Zeichnung nach Fig. 2 zeigt in einem durch eine Trennlinie 48 abgeteilten (unteren) Bereich auch eine andere Ausführung eines Blaskastens, in dem als Rückströmkanäle nicht die Spalte 43, sondern gesonderte Löcher 45 vorgesehen werden. In diesem Fall können als Durchlaß ebenfalls Löcher, nämlich Sauglöcher 46, eingebaut werden.

Die zuletzt genannte Lösung für eine gleichmäßige Teilung der von der Stoffbahnebene nach oben abströmenden Luft hat sich in der Praxis als besonders günstig erwiesen. Annähernd gleiche Tangentialströme nach rechts und links zu den Längsrändern 10 und 11 werden auf relativ einfache Weise durch Einbau des Saugkanals 36 erreicht. Durch diesen strömt nämlich der in der Zeichnung nach links gerichtete Teilstrom oberhalb des oberen Blaskastens 9 direkt (nach unten) zur Vereinigung mit dem Teilstrom 18a.

In einer Anordnung, bei der die Teilrückströmungen beiderseits außerhalb des durch die Längskanten 10 und 11 begrenzten Behandlungsfelds 5 abgeführt werden, lassen sich gleiche Saugzüge an den beiden den Längskanten 10 und 11 zugewendeten Längskanten der Blaskastenrückseiten 32 beider Blaskästen 8, 9 einstellen, wenn man dafür Sorge trägt, daß am Eingang des Saugkastens 22, z. B. am Flusensieb 19, in den in der Zeichnung dargestellten Teilbereichen 19a und b gleiche Luftmengen abgezogen werden.

Es wird eine Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zum Beblasen einer textilen Stoffbahn beschrieben, welche in ihrer Längsrichtung im breitgespannten Zustand durch wenigstens ein Behandlungsfeld transportiert und dort aus Blaskasten mit einem Behandlungsgas beblasen wird. Um zu erreichen, daß das von der Stoffbahn abströmende Behandlungsgas - gesehen über die Stoffbahnbreite - überall mit gleichem Saugzug abzuführen ist, wird durch den Blaskastenrückseiten zugeordnete Strömungsleitmittel dafür Sorge getragen, daß das gegebenenfalls nach Arbeitsleistung an der Stoffbahn rückströmende Behandlungsgas nur im wesentlichen tangential an den den Stoffbahnkanten entsprechenden Längskanten des Behandlungsfeldes abströmen kann. Bezugszeichenliste 1 Stoffbahn

2 Längsrichtung

3 Spannmittel

4 Mittellinie

5 Behandlungsfeld

6 Ausblasdüse

7 Blasseite

8 unterer Blaskasten

9 oberer Blaskasten

10 Druckkasten-Längskante

11 (offene) Längskante

12 Druckseite

13 Ventilator

14 Druckkasten

15 Verbindungsteil

16 Blaskasteneingang

17 Behandlungsgas, Druckluft

18 Behandlungsgas, Saugluft

19 Flusensieb

20 Heizung

21 Saugseite

22 Saugkasten

31 Strömungsleitmittel

32 Rückseite (8, 9)

33 Hauptteil (31)

34 Umlenkfläche (31)

35 Kante (31)

36 Saugkanal

37 Kante (31)

41 offene Seite (5)

42 Blasfinger

43 Spalt

44 Saugspalt

45 Loch

46 Saugloch

47 Maschinendecke

48 Trennlinie

B Behandlungsfeldbreite

E Behandlungsebene

R Rückströmraum


Anspruch[de]
  1. 1. Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zum Beblasen einer textilen Stoffbahn (1), die in ihrer Längsrichtung (2) im breitgespannten Zustand durch wenigstens ein in Bezug auf eine parallel zu der Längsrichtung (2) der Stoffbahn (1) verlaufende Mittellinie (4) symmetrisches Behandlungsfeld (5) transportiert und dort mit einem Behandlungsgas (17) beblasen wird,
    1. a) wobei das Behandlungsfeld (5) wenigstens einen sich über die Behandlungsfeldbreite (B) - gesehen quer zu der Längsrichtung (2) - erstreckenden Blaskasten (8, 9) mit der Stoffbahn (1) zugewendeter Blasseite (7) aufweist,
    2. b) wobei die den Blaskastenausgang bildende Blasseite (7) auf die für die Stoffbahn (1) vorgesehene Behandlungsebene (E) gerichtete Ausblasdüsen (6) für das Behandlungsgas (17) besitzt,
    3. c) wobei der Blaskasten (8, 9) Rückströmkanäle (43, 45) für das Behandlungsgas enthält und die Rückströmkanäle von der Behandlungsebene (E) aus durch den Blaskasten (8, 9) hindurch zu dessen der Blasseite (7) gegenüberliegenden Rückseite (32) führen.
    4. d) wobei - gesehen in Strömungsrichtung des Behandlungsgases (17, 18) - dem Blaskasten (8, 9) an einer Längskante (10 oder 11) des Behandlungsfeldes (5) am Blaskasteneingang (16) ein die Druckseite (12) eines einer Maschinenlängsseite zugeordneten Ventilators (13) umfassender Druckkasten (14) vorgeschaltet und der Rückseite (32) des Blaskastens (8, 9) ein zu einem die Saugseite (21) des Ventilators (13) enthaltenden Saugkasten (22) führender Rückströmraum (R) für das Behandlungsgas (18) nachgeschaltet ist,
    5. e) wobei die dem Rückströmraum (R) zugewandte Einlaßöffnung (19) des Saugkastens (22) in Bezug auf die Mittellinie (4) dem Ventilator (13) bzw. Druckkasten (14) gegenüberliegt und
    6. f) wobei das Behandlungsgas innerhalb des Blaskastens (8, 9) von dessen Eingang (16) zu dessen Ausgang (6, 7) im Mittel parallel zu der Behandlungsebene (E) fließt und erst in den Ausblasdüsen (6), also im Bereich des einzelnen Blaskastenausgangs in Richtung auf die Behandlungsebene (E) umgelenkt wird,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Rückströmweg des durch die Rückströmkanäle (43, 45) abfließenden Behandlungsgases (18) im Rückströmraum (R) unmittelbar an der Blaskastenrückseite (32) etwa längs der Mittellinie (4) mit Hilfe eines Strömungsleitmittels (31) in zwei in Richtung auf die beiden Längskanten (10, 11) des Behandlungsfeldes (5) verlaufende Rückströmteilwege (18a, b) aufgespalten ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Rückströmteilwege (18a, b) vor dem Einlaß der Ventilatorsaugseite (21) oder spätestens im Ventilator (13) selbst wieder zusammenlaufen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufspaltung des Rückströmwegs (18) ein Strömungsleitmittel (31) vorgesehen ist, welches in seinem Hauptteil (33) im wesentlichen aus einer zu der Blaskastenrückseite (32) oder zur Behandlungsebene (E) etwa parallel angeordneten Leitfläche (33) besteht.
  4. 4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Strömungsleitmittel (31) in seinem Hauptteil (33) etwa symmetrisch in Bezug auf die Mittellinie (4) des Behandlungsfeldes (5) ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich seitlich, das heißt an einer einer Längskante (10) zugewandten Hauptteilkante (37), an den (symmetrischen) Hauptteil (33) des Strömungsleitmittels (31) eine bis zu der Stelle (19), an der die geteilte Strömung wiedervereinigt wird, erstreckende Umlenkfläche (34) anschließt.
  6. 6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Hauptteil (33) des Strömungsleitmittels (31)- bei symmetrischer Anordnung in Bezug auf die Mittellinie (4) - maximal über die gesamte Behandlungsfeldbreite (B) erstreckt.
  7. 7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedervereinigung der geteilten Rückströme (18a, b) an einem der Saugseite (21) des Ventilators (13) vorgeschalteten Flusensieb (19) vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Saugseite (21) des Ventilators (13) ausgehende Saugkraft in den beiden Rückströmteilwegen (18a, b) durch Wahl der Geometrie der Strömungswege auf annähernde gleiche Werte eingestellt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der das Behandlungsfeld (5) sowohl einen oberen (9) als auch einen unteren (8) sich über die ganze Breite (B) des Behandlungsfeldes (5) erstreckenden Blaskasten besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückströmwege des unteren und oberen Blaskastens (8, 9) mit Hilfe eines Strömungsleitmittels in je zwei Rückströmteilwege (18a, b) aufgespalten sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß den Rückseiten (32) beider Blaskästen (8, 9) Strömungsleitmittel (31) zugeordnet sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der beide Blaskästen (8, 9) aus einer entweder insgesamt oberhalb oder insgesamt unterhalb der Behandlungsebene (E) positionierten Ventilatoranordnung (13) über eine Druckkastenanordnung (14) zu versorgen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Rückströmteilkanal (18a) des der Ventilatoranordnung (13) an der Längskante (10) mit der Druckkastenanordnung (14) in Bezug auf die Behandlungsebene (E) gegenüberliegenden Blaskastens (9) mindestens eine Saug-Querverbindung (44, 46) zum Ausgang des in Bezug auf die Behandlungsebene (E) gegenüberliegenden Rückströmteilkanals (18a) besitzt.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich annähernd parallel zu der Blaskastenrückseite (32) erstreckende Maschinenwand, z. B. die Decke (47), als Strömungsleitmittel (31) nur an der Rückseite (32) desjenigen Blaskastens (9) vorgesehen ist, welcher auf der der Ventilatoranordnung (13) gegenüberliegenden Seite der Behandlungsebene (E) liegt.






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