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Dokumentenidentifikation DE4239070C2 10.04.2003
Titel Anordnung aus einem Hydromotor und einer Bremse
Anmelder Poclain Hydraulics Industrie, Verberie, FR
Erfinder Perot, Marc, Eve, FR;
Lemaire, Gilles, Margny les Compiegne, FR
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 20.11.1992
DE-Aktenzeichen 4239070
Offenlegungstag 27.05.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.04.2003
IPC-Hauptklasse B60T 1/06
IPC-Nebenklasse F03C 1/04   F16D 55/10   

Beschreibung[de]

Aus der DE 40 37 979 A1 ist bereits die Anordnung aus einem Hydromotor und einer Bremse bekannt, bestehend aus: einem Motorgehäuse; einem Zylinderblock, der um eine Drehachse drehbar befestigt ist und in Längsrichtung zumindest in eine Richtung mittels einer Lagervorrichtung in Bezug auf das Gehäuse in Position gehalten wird und mit einer ebenen Verbindungsfläche versehen ist, die senkrecht zur Drehachse liegt; einem inneren Flüssigkeitsverteiler, der mit einer ebenen Verteilerfläche versehen ist, die generell auf der Verbindungsfläche des Zylinderblocks aufliegt, wobei Zylinder zwischen dem Gehäuse und dem inneren Flüssigkeitsverteiler angeordnet sind, die zur Aufnahme von Druckflüssigkeit und zur Erzeugung eines Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche geeignet sind; zwei Gruppen von Bremsorganen, die gegenüber einer Drehung fest zusammenwirken, wobei die Bremsorgane einer ersten der beiden Gruppen mit dem Motorgehäuse, und die Bremsorgane der zweiten Gruppe mit einer Bremswelle drehfest verbunden sind, die ihrerseits drehfest mit dem Zylinderblock verbunden ist; einem Axialdruckbremssteuerorgan zur Verschiebung längs der Drehachse; eine Bremssteuervorrichtung, die an dem Druckorgan befestigt ist und auf diesem einen Axialbremsdruck erzeugen kann; und einem Bremslösungszylinder, der zwischen dem Motorgehäuse und dem Druckorgan befestigt ist, eine der Bremssteuervorrichtung entgegengesetzte Wirkung ausübt und auf das Druckorgan einen Axialdruck in eine Richtung ausüben kann, die jener des Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist.

Es wird festgestellt, daß die Lagervorrichtung geeignet sein muß, einen beträchtlichen Axialdruck aufzunehmen: jenen, der auf den Zylinderblock bei der Auflage der Verteilerfläche des inneren Verteilers auf die Verbindungsfläche des Zylinderblocks durch den inneren Flüssigkeitsverteiler übertragen wird. Die Abmessungen der Lagervorrichtung können verringert oder ihre Haltbarkeit verlängert werden, wenn bei Nennbetrieb des Motors mit dem maximalen vorgesehenen Nenndruck eine Kraft, die dem Auflagedruck der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, entwickelt und auf den Zylinderblock ausgeübt wird, um die Wirkung des besagten Drucks zu vermindern, wenn nicht aufzuheben.

Es wird gleichfalls festgestellt, daß bei einer Anordnung aus einem Motor und einer Bremse der Motor nur funktionieren kann, wenn die Wirkung der Bremse aufgehoben wird, oder wenn auch eine Bremslösungskraft erzeugt wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, daß diese Überlegungen vereint werden und die Bremslösungskraft, die gleichzeitig mit dem Auflagedruck der Verteilerfläche des inneren Verteilers auf die Verbindungsfläche des Zylinderblocks ansteht, in die richtige Richtung übertragen wird, um die teilweise oder totale Aufhebung dieses durch jene zu erhalten.

Zu diesem Zweck wird bei einer wie zuvor definierten Anordnung aus einem Hydromotor und einer Bremse vorgesehen daß das Druckorgan an der Bremswelle so befestigt ist, daß es bei einer Verschiebung des Druckorgans längs der Drehachse in eine Richtung, die dem Auflagedruck der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, mit dieser fest verbunden ist; und daß die Bremswelle bei einer Verschiebung der Bremswelle längs der Drehachse in eine Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Auflagefläche entgegengesetzt ist, mit dem Zylinderblock fest verbunden ist.

Außerdem sind die folgenden vorteilhaften Anordnungen vorzugsweise vorgesehen:

  • - gemäß einer Ausführungsform umfaßt der Motor eine Ausgangswelle, die drehbar angeordnet ist und in Längsrichtung mittels einer Lagervorrichtung in Bezug auf das Motorgehäuse in Position gehalten wird, während der Zylinderblock drehfest mit der Ausgangswelle verbunden ist und mit der Ausgangswelle bei einer Verschiebung der Ausgangswelle längs der Drehachse zumindest in Bezug auf die Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, verbunden werden kann;
  • - die Bremswelle ist mit der Ausgangswelle bei einer Verschiebung der Bremswelle längs der Drehachse zumindest in Bezug auf die Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, verbunden.
  • - die Bremswelle und die Ausgangswelle bilden eine einzige Welle.
  • - gemäß einer anderen Ausführungsform ist die Lagervorrichtung direkt zwischen dem Motorgehäuse und dem Zylinderblock eingesetzt, während ein Ansatz, der mit der Bremswelle verbunden ist, bei einer Verschiebung der Bremswelle in eine Richtung, die dem möglichen Auflagedruck der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, in axiale Anlage am Zylinderblock gebracht werden kann.

Der hauptsächliche Vorteil der Erfindung liegt darin, in einem bestimmen Funktionsbereich ein Gleichgewicht der verschiedenen axialen Kräfte, die auf den Zylinderblock wirken, zu erhalten, und folglich die Resultierende dieser axialen Kräfte zu verringern oder gar aufzuheben. Auf diese Art und Weise kann die Lagervorrichtung kleinere Abmessungen aufweisen als die Lagervorrichtung der bisher bekannten Anordnungen bei einer gleichen oder längeren Haltbarkeit.

Die folgende beispielhafte Beschreibung von Ausführungsformen dient dem besseren Verständnis der Erfindung, sowie der Veranschaulichung untergeordneter Merkmale und ihrer Vorteile.

Es versteht sich von selbst, daß die Beschreibung und die Zeichnungen nur erklärenden Charakter haben und nicht einschränkend sind.

Es wird nun auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen, von welchen:

Fig. 1 ein Axialschnitt einer Hydromotor- und Bremsenanordnung gemäß einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist;

Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht eines Details der Konstruktion von Fig. 1 ist;

Fig. 3 ein Axialschnitt einer Hydromotor- und Bremsenanordnung analog zu Fig. 1 gemäß einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist;

Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Details der Konstruktion von Fig. 3 ist; und

Fig. 5 ein Axialschnitt einer Hydromotor- und Bremsenanordnung gemäß einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist;

Die Anordnung von Fig. 1 umfaßt:

  • - ein dreiteiliges Motorgehäuse 1A, 1B, 1C, das durch Schrauben 2 zusammengehalten wird;
  • - ein Bremsgehäuse 3, das durch Schrauben 4 an dem Motorgehäuse befestigt ist;
  • - eine einstückige Welle 5, die drehbar um eine geometrische Achse 6 mittels einer Lagervorrichtung 7 mit konischen Rollen befestigt ist, wobei diese Welle 5 gleichzeitig die Ausgangswelle des Motors, die zu diesem Zweck an einem ihrer Enden mit einem Mitnehmerflansch 8 versehen ist, sowie die Bremswelle bildet, die zu diesem Zweck mit Bremsscheiben 9 versehen ist, die mit ihr drehfest verbunden sind;
  • - eine Dichtung 10, die den Innenraum 11 des Motorgehäuses vom Innenraum 12 des Bremsgehäuses trennt;
  • - ein Zylinderblock 13 mit radialen Zylindern 14, die Kolben 15 aufnehmen, ist in dem Raum 11 enthalten und weist eine axiale Bohrung mit Längsverzahnungen 16 auf, die mit den Wellenverzahnungen 17, die sich auf der Welle 5 befinden, zur Befestigung des Zylinderblocks und zu seiner drehfesten Verbindung mit der Welle 5 in Bezug auf die Achse 6 zusammenwirken;
  • - die axiale Innenfläche des Teils 1B des Motorgehäuses umfaßt eine Nockenbahn 18, auf der Rollen 19, mit denen die Kolben 15 versehen sind, aufliegen;
  • - der Zylinderblock 13 besitzt eine ebene Verbindungsfläche 20, die senkrecht zur Drehachse 6 liegt, in die Leitungen 33 der Zylinder münden, welche die Kammern 21, die von den Kolben 15 im Inneren der Zylinder 14 gebildet werden, mit der Verbindungsfläche verbinden;
  • - ein innerer Flüssigkeitsverteiler 22 ist im Inneren des Motorgehäuses 1A-1B-1C angeordnet und weist eine Umfangsfläche 23 auf, die mit einem sehr geringen Spiel komplementär zu einer Umfangsfläche 24 einer Ausnehmung des Teils 1C des Motorgehäuses ausgebildet ist, und besitzt gleichfalls eine ebene Verteilerfläche 25, die im wesentlichen senkrecht zur Drehachse 6 angeordnet ist und dicht auf der Verbindungsfläche 20 aufliegt aufgrund der Wirkung des hydraulischen Drucks, der bei Betrieb durch die Druckflüssigkeiten erzeugt wird, die in zwei Ringräumen 26, 27 enthalten sind, die durch die Leitungen 28, 29, die in dem Teil 1C des Motorgehäuses angeordnet sind, mit den äußeren Druckflüssigkeitsversorgungs- und Flüssigkeitsauslaßleitungen 30, 31 verbunden sind, wobei Verteilerleitungen 32, die in dem inneren Verteiler 22 ausgebildet sind, die Ringräume 26, 27 mit der Verteilerfläche 25 so verbinden, daß während der Drehung des Zylinderblocks 13 in Bezug auf den inneren Verteiler 22 eine periodische Verbindung jeder Leitung 33 des Zylinders der Reihe nach mit dem Ringraum 26 und dem Ringraum 27 entsteht;
  • - Federn (Federsegmente) 34 neigen gleichfalls dazu, vor allem in den Außerbetriebsphasen des Motors, die Verteilerfläche 25 gegen die Verbindungsfläche 20 zu bringen;
  • - eine Verbindung 35 verbindet den Raum 11 mit einer äußeren Auslaßleitung 36 zu einem Ablaufbehälter für die Flüssigkeit, die möglicherweise in diesem Raum enthalten ist;
  • - Bremsscheiben 37 sind in Bezug auf die Achse 6 mit dem Bremsgehäuse 3 drehfest verbunden und zwischen den Scheiben 9 derart angeordnet, daß die Scheibenanordnungen 9 und 37 einen Bremsdruck aufnehmen und eine Bremskraft der Welle 5 entwickeln können;
  • - das Bremsgehäuse 3 wird von einem Deckel 38 verschlossen, der quer angeordnet ist und in einer Bohrung 39 des Bremsgehäuses 3 mit einer dazwischenliegenden Dichtung 40 gleiten kann und von der Welle (Bohrung 44) mit einer weiteren dazwischenliegenden Dichtung 45 durchsetzt wird;
  • - eine Federscheibe 41, die zwischen einem Stellring 42, der in einer Ringnut 43 angeordnet ist, die in dem Ende der Welle 5 gegenüber dem Flansch 8 ausgebildet ist, und dem Deckel 38 eingesetzt ist, wirkt auf diesen in Richtung des Pfeils F, wodurch der Druck der Scheiben 9, 37 der Scheibenanordnungen und die Bremsung der Welle 5 in Bezug auf das Bremsgehäuse 3 verursacht wird;
  • - eine Rille 46, die in den Wellenverzahnungen 17 der Welle 5 quer zur Drehachse 6 ausgebildet ist, nimmt einen Sicherungsring 47 auf, der auf der Fläche 48 eines Ansatzes des Zylinderblocks 13 mit einem dazwischenliegenden Einstellring 49 aufliegen kann, wobei die Fläche 48 des Ansatzes in die Richtung ausgerichtet ist, die jener der Verbindungsfläche 20 des Zylinderblocks 13 entgegengesetzt ist;
  • - ein weiterer Ring 50 ist zwischen dem Sicherungsring 47 und dem Gehäuse 51 des Lagers 7 nahe dem Zylinderblock 13 angeordnet und weist eine bestimmte Dicke auf, so daß bei einem Druck des inneren Flüssigkeitsverteilers 22 durch seine Verteilerfläche 25 auf die Verbindungsfläche 20 des Zylinderblocks 13, der Zylinderblock 13 den Einstellring 49 verschiebt, der seinerseits den Sicherungsring 47 verschiebt, der wiederum den Ring 50 verschiebt, der in Kontakt mit dem Gehäuse 51 des Lagers 7 steht, so daß immer ein Spiel J zwischen dem Zylinderblock 13 und dem Gehäuse 51 des Lagers 7 bestehen bleibt;
  • - eine Verbindung 66 verbindet die Kammer 12 des Bremsgehäuses mit einer Außenleitung 67, die wahlweise mit einer Druckflüssigkeitsquelle und mit einem Ablaufbehälter in Verbindung gebracht wird oder von diesen Behältern und der Flüssigkeitsquelle getrennt wird,

Es ist zu beachten, daß die Querfläche 52 des inneren Flüssigkeitsverteilers 22, die der Verteilerfläche 25 gegenüberliegt, gegenüber einer Querfläche 53 angeordnet ist, die die Ausnehmung begrenzt, in welcher der innere Flüssigkeitsverteiler enthalten ist. Ein minimales Spiel K wird zwischen den Querflächen 52 und 53 aufrechterhalten.

Die Ausführungsform in den Fig. 3 und 4 ist gleich jener in Fig. 1 und 2 und die gleichen Vorrichtungen sind mit denselben Bezugszeichen versehen, außer jenen, die folgende Vorrichtungen betreffen:

  • - die einstückige Welle wird durch eine Ausgangswelle 54 des Motors ersetzt, die drehbar in Bezug auf das Motorgehäuse 1A-1B-1C mittels der Lagervorrichtung 7 angeordnet ist, und durch eine Bremswelle 55, die sich voneinander unterscheiden, aber koaxial liegen, wobei die Achsen mit der geometrischen Drehachse 6 übereinstimmen;
  • - die Bremsscheiben 9 sind mit der Bremswelle 55 fest verbunden;
  • - die Fläche 48 des Zylinderblocks 13 ist direkt in Kontakt mit dem Sicherungsring 47 angeordnet, ohne Einfügung des Rings 49 der Ausführungsform von Fig. 1 und 2, wobei der Sicherungsring 47 in einer Querrille 56 liegt, die in den Wellenverzahnungen 57 ausgebildet ist, mit denen das innere Ende der Ausgangswelle 54 versehen ist;
  • - das Spiel J wird aufgrund der gewählten Dicke des Rings 50 zwischen dem Zylinderblock 13 und dem Gehäuse 51 des Lagers 7 aufrechterhalten;
  • - die Wellenverzahnungen 57 wirken mit den Längsverzahnungen 16 des Zylinderblocks 13 zusammen, um den Zylinderblock 13 und die Ausgangswelle 54 drehfest miteinander zu verbinden;
  • - das innere Ende der Bremswelle 55 ist mit Wellenverzahnungen 58 versehen, die mit den Längsverzahnungen 16 des Zylinderblocks 13 zusammenwirken und den Zylinderblock 13 und die Bremswelle 55 drehfest miteinander verbinden;
  • - in den Wellenverzahnungen 57, 58 sind zwei Querrillen 58, 60 ausgebildet, die die entsprechenden Segmente 61, 62 aufnehmen;
  • - eine große Ringnut 63, die einen ersten Querabsatz 64 mit derselben Ausrichtung wie die Verbindungsfläche 20 des Zylinderblocks 13 und einen zweiten Querabsatz 65 mit entgegengesetzter Ausrichtung aufweist, ist in den Längsverzahnungen 16 und in dem Zylinderblock 13 ausgebildet und nimmt die Teile der Segmente 61, 62 auf, die über die Rillen 59, 60 vorspringend angeordnet sind, wobei das Segment 61 in Anlage mit dem Absatz 64 angeordnet ist und darauf aufliegen kann und das Segment 62 in Anlage mit dem Absatz 65 angeordnet ist und darauf aufliegen kann.

Die Ausführungsform von Fig. 5 umfaßt:

  • - ein zweiteiliges Motorgehäuse 101A, 101B, das durch Schrauben 102 zusammengehalten wird;
  • - ein Bremsgehäuse 103, das durch Schrauben 104 auf dem Motorgehäuse befestigt ist;
  • - ein Zylinderblock 113 mit radialen Zylindern 114, die Kolben 115 aufnehmen, ist in dem inneren Raum 111 des Motorgehäuses enthalten und weist eine axiale Bohrung mit Längsverzahnungen 116 auf, die mit den Wellenverzahnungen 117 einer Welle 105 zur drehfesten Verbindung der Welle 105 und des Zylinderblocks 113 in Bezug auf die Achse 106, die mit der Achse der Welle 105 übereinstimmt, zusammenwirken;
  • - die axiale Innenfläche des Teils 101A des Motorgehäuses umfaßt eine Nockenbahn 118, auf der Rollen 119, mit denen die Kolben 115 versehen sind, aufliegen;
  • - der Zylinderblock 113 besitzt eine ebene Verbindungsfläche 120, die senkrecht zur Drehachse 106 liegt, in die Leitungen 133 der Zylinder münden, welche die Kammern 121, die von den Kolben 115 im Inneren der Zylinder 114 gebildet werden, mit der Verbindungsfläche verbinden;
  • - ein innerer Flüssigkeitsverteiler 122 ist im Inneren des Motorgehäuses 101A-101B angeordnet und weist eine Umfangsfläche 123 auf, die mit einem sehr geringen Spiel komplementär zu einer Innenumfangsfläche 124 einer Ausnehmung des Teils 101B des Motorgehäuses ausgebildet ist, und besitzt gleichfalls eine ebene Verteilerfläche 125, die im wesentlichen senkrecht zur Drehachse 106 angeordnet ist und dicht auf der Verbindungsfläche 120 aufliegt aufgrund der Wirkung des hydraulischen Drucks, der bei Betrieb durch die Druckflüssigkeiten erzeugt wird, die in zwei Ringräumen 126, 127 enthalten sind, die durch die Leitungen 128, 129, die in dem Teil 101B des Motorgehäuses angeordnet sind, mit den äußeren Druckflüssigkeitsversorgungs- und Flüssigkeitsauslaßleitungen 130, 131 verbunden sind, wobei Verteilerleitungen 132, die in dem inneren Verteiler 122 ausgebildet sind, die Ringräume 126, 127 mit der Verteilerfläche 125 so verbinden, daß während der Drehung des Zylinderblocks 113 in Bezug auf den inneren Verteiler 122 eine periodische Verbindung jeder Leitung 133 des Zylinders der Reihe nach mit dem Ringraum 126 und dem Ringraum 127 entsteht;
  • - Federn (Federsegmente) 34 neigen geichfalls dazu, vor allem in den Außerbetriebsphasen des Motors, die Verteilerfläche 125 gegen die Verbindungsfläche 120 zu bringen;
  • - Bremsscheiben 109 sind mit der Welle 105 drehfest verbunden, die somit eine Bremswelle bildet;
  • - Bremsscheiben 137 sind in Bezug auf die Achse 106 mit dem Bremsgehäuse 103 drehfest verbunden und sind zwischen den Scheiben 109 derart angeordnet, daß die Scheibenanordnungen 109 und 137 einen Bremsdruck aufnehmen und eine Bremskraft der Welle 105 entwickeln können;
  • - das Bremsgehäuse 103 wird von einem Deckel 138 verschlossen, der quer angeordnet ist und in einer Bohrung 139 des Bremsgehäuses 103 mit einer dazwischenliegenden Dichtung 140 gleiten kann und von der Welle 105 (Bohrung 144) mit einer weiteren dazwischenliegenden Dichtung 145 durchsetzt wird;
  • - eine Federscheibe 141, die zwischen dem Deckel 138 und einem Sicherungsring 142 eingesetzt ist, der in einer Ringnut 143 angeordnet ist, die an dem Ende der Welle 105 gegenüber dem Flansch 8 ausgebildet ist, wirkt auf den Deckel 138 in Richtung des Pfeils F, wodurch der Druck der Scheiben 109, 137 der Scheibenanordnungen und die Bremsung der Welle 105 in Bezug auf das Bremsgehäuse 103 verursacht wird;
  • - der Zylinderblock 113 ist mittels einer Lagervorrichtung 107 mit konischen Rollen zur Drehung um die geometrische Achse 106 befestigt und ist außerdem an einem Ende 73 durch Schrauben 69 an einem äußeren Gehäuse 68 befestigt;
  • - der Zylinderblock 113 ist außerdem mit einem Absatz 70 versehen, dessen Ausrichtung jener der Verbindungsfläche 120 entgegengesetzt ist;
  • - das Ende der Bremswelle 105, das jenem, das die Bremsscheiben 109 trägt, entgegengesetzt ist, ist mit einem Flansch 71 versehen, der mit der Bremswelle 105 in einem Stück ausgebildet ist und dessen eine Fläche 72 in Anlage mit dem Absatz 70 angeordnet ist und auf diesem Absatz 70 aufliegen kann;
  • - eine Verbindung 166 verbindet die Kammer 112 des Bremsgehäuses mit einer Außenleitung 167, die wahlweise mit einer Druckflüssigkeitsquelle und mit einem Ablaufbehälter in Verbindung gebracht wird oder von diesen Behältern und der Flüssigkeitsquelle getrennt wird.

Die verschiedenen dargestellten Ausführungsformen besitzen alle einen Hydromotor, dessen Funktionsweise bekannt ist, ohne daß diese näher erklärt werden muß, außer um daran zu erinnern, daß die Formen der Ringräume 26, 27; 126, 127 so gewählt sind, daß bei Betrieb des Motors die in diesen Ringräumen enthaltenen Flüssigkeitsdrücke einen Druck auf dem inneren Verteiler 22; 122 in Richtung F erzeugen, um die Verteilerfläche 25; 125 gegen die Verbindungsfläche 20; bzw. 120 des Zylinderblocks zu bringen.

Dieser hydrostatische Druck ist wichtig, da er abhängig von dem Motor Werte von 10 bis 30 Kilonewton erreicht.

Es kann gleichfalls beobachtet werden, daß wenn die Kraft der Federscheibe 41; 141 auf die Scheibenanordnung angesichts der Bremsung der Welle 5; 105 in Bezug auf das Motorgehäuse 3; 103 in Richtung des Pfeils F wirkt, die hydraulische Kraft zur Bremslösung, die auf den kolbenbildenden Deckel 38; 138 wirkt, in entgegengesetzte Richtung wirkt, das heißt, in entgegengesetzte Richtung zu jener des hydrostatischen Drucks auf den inneren Verteiler 22; bzw. 122.

In jeder beschriebenen und dargestellten Ausführungssform wird die Bremslösungskraft selbstverständlich zunächst auf das Bremsdruckorgan, das durch den Deckel 38; 138 gebildet wird übertragen; danach von dem Deckel 38; 138 über die Sicherungsringe 42; 142 auf die Bremswelle 5; 55; 105; schließlich von der Bremswelle über den Sicherungsring 47 auf den Zylinderblock 13; 133 in der Ausführungform der Fig. 1 und 2 und über den Sicherungsring 62 in der Ausführungform der Fig. 3 und 4 und über den Flansch 71 in der Ausführungform von Fig. 5.

Es muß schließlich darauf hingewiesen werden, daß die Bremslösungskraft, die somit auf den Zylinderblock übertragen wird und die dem hydrostatischen Druck, der auf den Zylinderblock über den inneren Flüssigkeitsverteiler übertragen wird, entgegengesetzt ist, genau in dem Augenblick erzeugt wird, in dem der Benutzer den Motor in Betrieb nimmt und in dem somit der hydrostatische Druck entwickelt wird.

In jeder der beschriebenen Ausführungsformen ist die Wirkung des hydrostatischen Drucks, der auf den inneren Flüssigkeitsverteiler 22; 122 wirkt und auf den Zylinderblock 13; 133 übertragen wird, der Bremslösungskraft entgegengesetzt. Es genügt, in der Konfiguration, die dem Nennbetrieb des Motors entspricht, den Wert der Bremslösungskraft und jenen der Summe der axialen Kräfte, die außerdem auf den Zylinderblock 13; 113 wirken, anzugleichen oder im wesentlichen anzugleichen, damit die Resultierende auf dem Zylinderblock gering oder gar Null ist und keine axiale Kraft oder nur eine schwache axiale Kraft auf die Lagervorrichtung 7; 107übertragen wird. Diese Vorrichtung kann somit geringere Abmessungen aufweisen, als jene, die, wie dies bei bekannten herkömmlichen Ausführungsformen der Fall ist, die Summe der Kräfte mit Ausnahme der Bremslösungskraft, die auf den Zylinderblock übertragen werden, wieder aufnehmen muß, oder sie besitzt eine längere Haltbarkeit.

Auf einfache Weise kann die Resultierende der Kräfte, die auf den Zylinderblock wirken, einen Wert gleich Null aufweisen, nämlich aufgrund einer überlegten Wahl des Außenradius RE und des Innenradius RI des Deckels 38; 138, und in der Ausführungsform von Fig. 5 des kleinsten Radius R der Umfangsfläche 123 des inneren Flüssigkeitsverteilers 122, abhängig von den bestimmten Flüssigkeitsdrücken in den Ringräumen 26 und 27; 126 und 127 und dem hydraulischen Bremslösungsdruck.

In der Ausführungsform von Fig. 1 und 2 überträgt die Bremswelle 5 die Bremslösungskraft auf den Zylinderblock 13 über den Sicherungsring 47. Die Bremslösungskraft wird so berechnet, daß in jedem Fall des Motorbetriebs die Resultierende der Kräfte, die auf den Zylinderblock 13 wirken, in die Richtung des Pfeils F gerichtet oder sogar Null ist. Somit kann der Zylinderblock 13 den inneren Flüssigkeitsverteiler 22 nicht in die Richtung, die jener des Pfeils F entgegengesetzt ist, zurückschieben, wodurch somit die Gefahr, das Spiel K aufzuheben, die Fläche 52 und die Fläche 53 in Kontakt zu bringen, die Beweglichkeit des Verteilers 22 einzuengen und somit die Funktion des Motors zu stören und sogar den Motor zu beschädigen, beseitigt ist.

In der Ausführungsform in den Fig. 3 und 4 wird diese Gefahr durch das Zurückhalten des Zylinderblocks beseitigt, das durch die Lagervorrichtung 7 und den Sicherungsring 61, der zu diesem Zweck mit dem Ansatz 64 zusammenwirkt, erfolgt.

Dank der charakteristischen Anordnung der Erfindung können die Lagervorrichtungen 7; 107 den axialen Kräften widerstehen, die geringer sind als bei bekannten herkömmlichen Anordnungen, wodurch erfindungsgemäß Vorteile sowohl hinsichtlich des Gewichts, des Volumens und der Haltbarkeit als auch der Kosten entstehen.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt im Gegensatz alle Abänderungen, die durchgeführt werden können, ohne vom Umfang oder Wesen der Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung aus einem Hydromotor und einer Bremse, umfassend:

    ein Motorgehäuse (1A-1B-1C; 101A-101B);

    einen Zylinderblock (13; 113), der um eine Drehachse (6; 106) drehbar angeordnet ist und in Längsrichtung zumindest in eine Richtung mittels einer Lagervorrichtung (7; 107) in Bezug auf das Gehäuse in Position gehalten wird und mit einer ebenen Verbindungsfläche (20; 120) versehen ist, die senkrecht zur Drehachse liegt;

    einen inneren Flüssigkeitsverteiler (22; 122), der mit einer ebenen Verteilerfläche (25; 125) versehen ist, die generell auf der Verbindungsfläche des Zylinderblocks aufliegt, wobei Zylinder (26; 27; 126; 127) zwischen dem Gehäuse und dem inneren Flüssigkeitsverteiler angeordnet sind, die zur Aufnahme von Druckflüssigkeit und zur Erzeugung eines Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche geeignet sind;

    zwei Gruppen von Bremsorganen (9, 37; 109, 137), die gegenüber einer Drehung fest zusammenwirken, wobei die Bremsorgane (37; 137) einer ersten der beiden Gruppen, mit dem Motorgehäuse (1A-1B-1C), und die Bremsorgane (9; 109) der zweiten Gruppe mit einer Bremswelle (5; 55; 105) drehfest verbunden sind, die ihrerseits drehfest mit dem Zylinderblock verbunden ist;

    ein Axialdruckbremsteuerorgan zur Verschiebung längs der Drehachse;

    eine Bremssteuervorrichtung (41; 141), die an dem Druckorgan befestigt ist und auf diesem einen Axialbremsdruck (F) erzeugen kann; und

    einen Bremslösungszylinder (38; 138), der zwischen dem Motorgehäuse und dem Druckorgan befestigt ist, eine der Bremssteuervorrichtung entgegengesetzte Wirkung ausübt und auf das Druckorgan einen Axialdruck in eine Richtung ausüben kann, die jener des Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist;

    dadurch gekennzeichnet, daß das Druckorgan an der Bremswelle (5; 105) so befestigt (42; 142) ist, daß es bei einer Verschiebung des Druckorgans längs der Drehachse in eine Richtung, die dem Auflagedruck der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, mit dieser fest verbunden ist; und die Bremswelle (5; 105) bei einer Verschiebung der Bremswelle längs der Drehachse in eine Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks (F) der Verteilerfläche auf die Auflagefläche entgegengesetzt ist, mit dem Zylinderblock (13; 113) fest verbunden (47; 62; 71) ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor eine Ausgangswelle (5; 54) umfaßt, die drehbar befestigt ist und in Längsrichtung mittels einer Lagervorrichtung (7) in Bezug auf das Motorgehäuse in Position gehalten wird, während der Zylinderblock (13) mit der Ausgangswelle drehfest verbunden (16-17; 16-57) ist und mit der Ausgangswelle bei einer Verschiebung der Ausgangswelle längs der Drehachse verbunden (47-48; 61-64) werden kann, zumindest in die Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremswelle (5; 55) gegenüber einer Verschiebung der Bremswelle längs der Drehachse zumindest in die Richtung, die jener des möglichen Auflagedrucks (F) der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, mit der Ausgangswelle (5; 54) fest verbunden ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremswelle und die Ausgangswelle eine einstückige Welle (5) bilden.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagervorrichtung (107) direkt zwischen dem Motorgehäuse (101A-101B) und dem Zylinderblock (113) eingesetzt ist, während ein Absatz (71), der mit der Bremswelle (105) verbunden ist, bei einer Verschiebung der Bremswelle (105) in eine Richtung, die dem möglichen Auflagedruck (F) der Verteilerfläche auf die Verbindungsfläche entgegengesetzt ist, sich in Längsrichtung auf dem Zylinderblock auflegen (70) kann.






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