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Dokumentenidentifikation EP1287973 10.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1287973
Titel Anordnung sowie Verfahren zum Tiefziehen von Kunststoff-Metall-Kunststoff-Mehrschichtrohren
Anmelder Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH + Co. KG, 97486 Königsberg, DE
Erfinder Dingler, Harald, 97478 Knetzgau, DE;
Müller, Carsten, 36115 Hilders, DE;
Schuck, Stefan, 97437 Hassfurt, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 07.08.2002
EP-Aktenzeichen 020178190
EP-Offenlegungsdatum 05.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.04.2003
IPC-Hauptklasse B29D 23/00
IPC-Nebenklasse F16L 9/147   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung gemäß dem Anspruch 1, die dazu bestimmt ist, Verbundrohre mit wenigstens einer Metallschicht mit unterschiedlichen Durchmessern herzustellen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung solcher Rohre mit verschiedenen Durchmessern gemäß dem Anspruch 12.

Gemäß dem Stand der Technik werden Verbundrohre mit einer innenliegenden Kunststoffschicht, einer darauf aufgebrachten Metallschicht und einer auf der Metallschicht aufgebrachten Kunststoffschicht beispielsweise als Trinkwasserleitungen eingesetzt. Dabei wird zunächst ein inneres Kunststoffrohr extrudiert (inline oder offline), das mit einem Metallstreifen ummantelt wird. Der Metallstreifen wird mittels eines Haftvermittlers mit dem Kunststoffrohr verbunden. Der Haftvermittler wird vor oder bei dem Ummanteln des Kunststoffrohres mit dem Metallstreifen auf das innere Kunststoffrohr aufgebracht. Anschließend wird der Metallstreifen in Axialrichtung des Rohres verschweißt, so dass sich eine geschlossene Metallschicht ergibt, die um das innere Kunststoffrohr herum angeordnet ist. Anschließend wird die Haftung zwischen dem Metallmantel, dem Haftvermittler und dem darin befindlichen Kunststoffrohr durch eine Reduktion des Durchmessers und Aktivierung des Haftvermittlers durch Wärme des nunmehr zweischichtigen Verbundrohres als Zwischenprodukt verbessert. Daraufhin wird ein äußerer Kunststoffmantel auf das Zwischenprodukt aufgebracht, um ein Endprodukt mit definiertem Rohrinnen- und Rohraußendurchmesser zur Verfügung zu stellen, das als Kunststoff-Metall-Kunststoff-Verbundrohr bekannt ist.

Durch ein weiteres, bereits bekanntes Verfahren wird ein Metallstreifen mit überlappenden Enden vorgeformt, und an diesen verschweißt. In geringen Abstand nach der Formund Schweißeinrichtung werden die Innen- und Außenrohrschicht mit oder ohne Haftvermittler durch Extrusionsvorgänge aufgetragen.

Dieser Aufwand wird betrieben, um ein Verbundrohr mit einem bestimmten Innen- und Außendurchmesser herzustellen.

Soll ein anderer Rohrinnen- und -außendurchmesser hergestellt werden, müssen andere Herstellungskomponenten zusammengebracht werden, die andere Durchmesser für sämtliche Schichten der anders dimensionierten Verbundrohre ermöglichen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung von Verbundrohren mit diversen Durchmessern zur Verfügung zu stellen, die eine noch bessere Haftung zwischen der inneren Kunststoffschicht und der Metallschicht ermöglichen, wobei gleichzeitig diverse verschiedene Durchmesser für Verbundrohre auf einfache Weise zur Verfügung gestellt werden.

Die oben aufgeführte Aufgabe wird mittels einer Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst.

Zweckmäßige Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Gegenstände ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung beruhen deren Vorteile darauf, dass ein mit einer äußeren Metallschicht versehenes innenliegendes Kunststoffrohr mehreren Reduziereinrichtungen zum Reduzieren des Durchmessers dieses zweischichtigen Verbundes auf ein Zwischen- bzw. Endmaß des Verbundes ausgesetzt wird. Die mehrfache Reduzierung des Durchmessers des zwei- oder mehrschichtigen Verbundes führt überraschend zu Verbundrohren mit einer äußeren Metallschicht und einer inneren Kunststoffschicht mit nahezu beliebigen Durchmessern ausgehend von einem ersten Durchmesser, der von dem extrudierten Durchmesser des inneren Kunststoffrohres und von der darauf aufgebrachten verschlossene Metallschicht herrührt. Ein auf diese Weise in seinem Durchmesser reduziertes Verbundrohr mit einer äußeren Metallschicht und einer innenliegenden Kunststoffschicht wird, sobald der Innendurchmesser die gewünschte Spezifikation hat, in einen zweiten Extruderabschnitt mit einer äußeren Kunststoffschicht versehen,, um das Endprodukt auszubilden.

Gemäß der Erfindung ist es nicht besonders ausschlaggebend, wie das Verbundzwischenprodukt, das durchmesserreduziert wird, hergestellt wird, ob dies zwischengelagert, transportiert oder anderweitig behandelt wird. So kann der Verbund im Sinne des Zwischenprodukts auch hergestellt werden, indem ein Metallband einer Formstation zugeführt wird, wo es zu einem überlappenden Rohr geformt und mit beispielsweise Ultraschall verschweiß wird. Kurz nach dieser Schweißeinrichtung wird das Metallrohr von einem Mehrschichtextrusionskopf umgeben, durch welchen der Haftvermittler und das Kunststoffrohr aufgetragen werden. Innen wird ca. an der gleichen Stelle, an der die Außenschicht aufgebracht wird, über eine Düse/Mehrfachdüse das Innenrohr mit Haftvermittler gegen das Metallrohr extrudiert und mit ca. 6 Bar Innendruck an das Metallrohr gepresst, um eine Haftverbesserung zu erzielen.

Damit lassen sich erfindungsgemäß Verbundrohre als Zwischenprodukt herstellen, auf einen gewünschten Durchmesser einstellen, um dann mittels eines Extruders mit jeweils spezialisierter Extruderdüse oder mit variabler Extruderdüse mit einer äußeren Kunststoffschicht ummantelt zu werden, um das Kunststoff-Metall-Kunststoff-Verbundrohr als Endprodukt zu erhalten.

Mit anderen Worten, es ist möglich, eine Anordnung zur Herstellung eines erfindungsgemäß herzustellenden Verbundrohres für ein Zwischenprodukt mit einer Metallschicht und einer inneren Kunststoffschicht fix einzurichten, wobei für verschiedene Durchmesser lediglich eine passende Anzahl von Reduziervorrichtungen in das Verfahren bzw. die Herstellungsanordnung einzubeziehen ist. Es ist lediglich eine Extrudereinrichtung für die äußere Kunststoffschicht vorzusehen, die eine Kunststoffaußenschicht aufbringen kann, die in ihrem Durchmesser an den Enddurchmesser des Verbundes als Zwischenprodukt angepasst ist. Hier ist der Fachmann frei, entweder einen Extruder mit Variodüse zu verwenden oder aber mehrere Extruder mit unterschiedlichen Düsenquerschnitten.

Natürlich kann zwischen der Metallschicht und der zweiten bzw. äußeren Kunststoffschicht wiederum eine Haftvermittlerschicht vorgesehen werden.

Vorteilhafterweise werden bei der Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ausreichend Plätze freigelassen, um weitere Reduziereinrichtungen in Laufrichtung des Rohrverbundes aus einer Kunststoffschicht und einer Metallschicht zwischen der ersten Reduziereinrichtung und dem zweiten Extruderabschnitt, bzw. zwischen einer Schweißapparatur, zum Verschweißen des Metallbandes, das um das innere Rohr geformt ist, und dem zweiten Extruderabschnitt anzuordnen. Diese zusätzlichen Plätze können für weitere Reduziereinrichtungen bestimmt sein, die je nach dem gewünschten Reduktionsmaß für den gewünschten Enddurchmesser des Verbundrohres erforderlich sind.

Die Reduziereinrichtungen können von herkömmlicher Art sein, wie sie bereits dem Fachmann geläufig sind. Zum Beispiel können die Reduziereinrichtungen aus gegeneinanderlaufenden Rändern bestehen, die im Querschnitt jeweils einen Halbkreis darstellen, so dass sie in Durchlaufrichtung des Verbundrohres gesehen einen kreisförmigen Querschnitt bilden, durch den der Verbund aus innen befindlichen Kunststoffrohr und darum geformten und verschweißten Metallband hindurchläuft. Der Querschnitt der beiden gegeneinander anliegenden und synchron zueinander in Rohrrichtung laufenden Räder ist natürlich kleiner als der Außenquerschnitt des Verbundes, so dass der Durchmesser des Rohres beim Durchlaufen zwischen den Rädern reduziert wird. Diese Reduktionstechnik ist nur ein Beispiel von diversen anderen Reduktionstechniken bzw. Tiefziehtechniken, die allesamt unter Umständen mit geringen Modifikationen gemäß der Erfindung einsetzbar sind.

Vorteilhafterweise können die Reduziereinrichtungen reversibel an der im vorstehenden Abschnitt besagten Stelle in der Anordnung vorgesehen sein. Es ist auch möglich, die diversen Reduziereinrichtungen fest vorzusehen und bei Bedarf entsprechend viele Reduziereinrichtungen in das Verfahren einzubeziehen bzw. aus dem Verfahren auszuklammern, um einen gewünschten Querschnitt bzw. Innen- und Außendurchmesser für den Verbund und letztendlich für das Kunststoff-Metall-Kunststoff-Verbundrohr zu ermöglichen.

Um im Hinblick auf den Verbund als Zwischenprodukt eine möglichst flexible Weiterverarbeitung gewährleisten zu können um das Endprodukt, das Verbundrohr, herstellen zu können, kann der zweite Extruderabschnitt für die äußere Kunststoffschicht mehrere vorschaltbare Düsenabschnitte aufweisen. Die verschiedenen Durchmesser können sich dadurch ergeben, dass beispielsweise mehrere Düsenquerschnitte für Durchlaufdüsen vorgesehen sind, für die die Zulaufkanäle für die heißplastisch verformbare Kunststoffmasse etwa über Schraubventile zugänglich gemacht werden können. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Durchlaufdüsen für einen Extruderabschnitt auswechselbar vorzusehen, d.h., wenn ein anderer Außenquerschnitt des Verbundes, d.h. des Zwischenproduktes, zum Endprodukt verarbeitet werden soll, wird eine andere Durchlaufdüse als Extruderdüse montiert. Hier kann dann der Verbund, d.h. das Zwischenprodukt, durch das offene Zentrum der Düse hindurchlaufen und über einen umlaufenden Ringspalt wird die äußere Kunststoffschicht auf die Metallschicht aufgebracht.

Natürlich ist es auch hier möglich, falls eine noch bessere Haftung zwischen der Metallschicht und der äußeren Kunststoffschicht gewünscht ist, eine Haftvermittlerlage aufzubringen. Dies kann in beliebiger bekannter Weise geschehen, beispielsweise mit einem separaten Extruder, in einem Bad oder dgl.

Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Metall-Kunststoff-Verbundrohren ergibt sich überraschenderweise eine Produktvielfalt von verwertbaren Produkten, die ansonsten mit einem wesentlich erhöhten apparativen Aufwand sowie erhöhtem Materialaufwand und demgemäß mit erhöhtem Arbeitsaufwand zu erzielen wäre. Durch die zunächst vorgenommene Reduzierung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren, wobei erst nach der Reduzierung auf einen gewünschten Durchmesser für den Rohrverbund, das Zwischenprodukt, und die nachträgliche Aufbringung der äußeren Kunststoffschicht zur Herstellung des Verbundrohres lässt sich die angestrebte Produktvielfalt mit resultierenden kommerziell verwertbaren Produkten bewerkstelligen. Bei der Reduzierung des fertiggestellten Verbundrohres, so hat es sich in umfangreichen und aufwändigen Versuchen gezeigt, würde ein kaum verwertbares Produkt entstehen, weil sich gleich oder nach einer gewissen Zeit wenigstens eine der Kunststoffschichten von der Metallschicht wenigstens bereichsweise ablösen würden, da eine Durchmesserreduzierung des fertiggestellten Rohres zu Verspannungen in dem Rohrgefüge führt, die nicht ausgeglichen werden können, so dass eine Ablösung wenigstens der äußeren Kunststoffschicht zu verzeichnen wäre.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung im Hinblick auf den Stand der Technik und eine vorteilhafte Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung näher erörtert, wobei weitere Zielsetzungen, Merkmale und Vorteile gemäß der Erfindung offenbart werden. Es zeigen:

Fig. 1
eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung in einer schematischen Blockdarstellung; und
Fig. 2
eine Anordnung gemäß dem Stand der Technik in einer Blockdarstellung analog zu Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine erste Extrusionseinrichtung 10 dargestellt, die ein Kunststoffmaterial zu einem Schlauch bzw. Rohr 11 formt. Dieses innere Rohr bzw. dieser innere Schlauch 11 des späteren Endproduktes kann gekühlt werden, um eine gewisse Festigkeit zu erhalten.

Dies ist jedoch nicht zwangsläufig nötig. Das Rohr 11 läuft in eine Einrichtung 12 ein, über die ein Haftvermittler auf das Rohr aufgebracht werden kann. Das Konstrukt aus einem Haftvermittler und dem inneren Kunststoffrohr, das Zwischenprodukt 13, läuft in eine Formeinrichtung 16 ein, in der ein Metallband, etwa ein Aluminiummetallband 15, zugeführt und um den Verbund aus Kunststoffschicht und Haftvermittlerschicht geformt wird. Das Metallband, insbesondere ein Aluminiumband, kommt von einer Bandzuführungseinrichtung 14. Der Haftvermittler kann hier bereits für eine Haftung des Metallbandes an dem Verbund 13 sorgen. Auch der Haftvermittler kann mittels eines separaten Extruders aufgebracht werden. Der Verbund 13 oder auch das Produkt 11 können auch als Fertigprodukt aus einer anderen Produktionsanlage oder früheren Produktion in die Formeinrichtung 16 eingefahren werden.

Andererseits ist es auch möglich, das Innenrohr 11 und den Haftvermittler in einem Duo-Extruder integral zu extrudieren, etwa durch einen Coextrusionsprozess.

Das an dem Verbund 13 anliegende und diesen ummantelnde Band 15 ergibt einen Verbund 17, der in dem Rohrformwerkzeug 16 um den Verbund 13 ausgeformt wird und dessen überlappende oder auf Stoß anliegende Kanten in einer Schweißeinrichtung 16 miteinander verbunden und zu einem geschlossenen Mantel verarbeitet werden. Der Verbund 25 aus dem geschlossenen Metallband 15, der Haftvermittlerschicht und der innenliegenden Kunststoffschicht wird sodann in eine Einrichtung 18 eingeführt, die eine geringe Durchmesserreduzierung durchführt, um letztendlich aber nur die Haftung zwischen der Metallschicht und dem Haftvermittler und damit zwischen der Metallschicht und dem innenliegenden Kunststoffrohr 11 zu verbessern. Der Haftvermittler im kompaktierten Verbund 27 kann durch eine Aktivierungseinrichtung 31 zusätzlich beispielsweise thermisch aktiviert.

Wie später noch unter Bezugnahme auf Fig. 2 ausgeführt wird, wurde an dieser Stelle im Stand der Technik mit oder ohne zusätzliche Haftvermittlerschicht der Verbund in einen weiteren Extruder 24 eingeführt, der die äußere Kunststoffschicht aufbrachte. Andere Verbundrohre mit abweichenden Durchmessern mussten wiederum mit insgesamt anderen Herstellungskomponenten der Herstellungsanordnung produziert werden.

Gemäß der Erfindung werden nun variabel anordenbare oder variabel ansteuerbare Reduziereinrichtungen 20, 22, usw. vorgesehen, die ebenfalls prinzipiell beliebig ausgebildet sein können. Die hier bei der Reduzierung des Durchmessers auftretenden Spannungen können überraschenderweise von dem Verbund aus Metallschicht, Haftvermittlerschicht und innerer Kunststoffschicht aufgenommen werden. Zusätzlich ist es möglich die Haftvermittlerschicht im Verbund 25, 27a, 27b, 27c nach den einzelnen oder der letzten Reduziereinrichtungen 20,22, usw. mit einer Aktivationseinrichtung 31 zu aktivieren. Eine in einem letzten Extruder 24 mit einem Querspritzkopf später aufgetragene Kunststoffschicht bildet die Außenschicht. Zwischen der zweiten Kunststoffschicht und dem reduzierten Rohrzwischenprodukt kann noch eine Haftvermittlerschicht mittels eines Extruders 23 aufgetragen werden. Auch können beide Schichten mit einem Duo-Querspritzkopf aufgetragen werden. So entsteht überraschenderweise eine Vielfalt von Produkten mit einem minimierten Apparateaufwand. Die so hergestellte Vielfalt von Verbundrohrdurchmessern ist stabil und lässt sich mit der Qualität herkömmlich hergestellter Verbundrohrdurchmesser realisieren. Bei großen Durchmesserreduktionen entsteht auch eine Längenerstreckung des Verbundrohres, was zu einer höheren Produktivität rühren kann.

Die Darstellung gemäß Fig. 2 verdeutlicht die Vorgehensweise gemäß dem Stand der Technik, durch den jedoch immer jeweils nur ein Verbundrohrdurchmesser hergestellt worden ist. Wie zu erkennen ist, sind die Komponenten der Anordnung gemäß Fig. 2 größtenteils die gleichen wie die Komponenten gemäß Fig. 1.

Zwischen der Schweißeinrichtung 16 und dem zweiten Extruder 24 ist lediglich nur zur Verbesserung der Haftung der Metallschicht an der Kunststoffschicht bzw. an der Haftvermittlerschicht eine Durchmesserreduziereinrichtung 18 und ein Aktivator 31 vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Herstellung von Mehrschichtrohren mit mehreren Durchmessern,
    • a) mit einer Formungsanlage, die ein Mehrschichtrohr mit einer innenliegenden Kunststoffschicht und einer darum herum angeordneten Metallschicht hergestellt;
    • b) mit mindestens einer Reduziereinrichtung zum Reduzieren des Durchmessers des zweischichtigen Verbundes auf ein Zwischen- bzw. Endmaß des Verbundes;
    • c) mit einem zweiten Extruderabschnitt zum Erzeugen der äußeren Kunststoffschicht.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formungsanlage umfasst:
    • einen ersten Extruderabschnitt (10) zur Herstellung der inneren Kunststoffschicht; eine Metallbandzuführeinrichtung (14);
    • eine Schweiß- und Formeinrichtung (16) zum Schließen des Metallbandes (15) in Axialrichtung des Rohres zur Herstellung der um die innere Kunststoffschicht geschlossene Metallschicht;
    • eine erste Reduziereinrichtung (18) zum Reduzieren des zweischichtigen Verbundes zur Haftverbesserung.
  3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formungsanlage umfasst:
    • eine Metallrohrformungseinrichtung;
    • eine Kunststoffextrusions- bzw. -spritzeinrichtung, die eine Kunststoffschicht in ein durch die Metallformungsanlagegebildetes Metallrohr einbringt; und eine Druckerzeugungseinrichtung, die einen Druck innerhalb des Rohres mit der äußeren Metallschicht und der inneren Kunststoffschicht erzeugt, um für eine Haftverbesserung zu sorgen.
  4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Einrichtung zum Einbringen der Kunststoffschicht und der Metallrohrformungsstation eine Einrichtung zum Anordnen eines Haftvermittlers vorgesehen ist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem zweiten Extruderabschnitt (24) in Laufrichtung des Verbundes (19) wenigstens für eine weitere Reduziereinrichtung Platz gelassen ist.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, gekennzeichnet durch mindestens eine Haftvermittleraktivatorstation (31), um einen Haftvermittler beispielsweise durch Druck und/oder Hitze zu aktivieren.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere bzw. weiteren Reduziereinrichtungen (20, 22) reversibel zwischen der ersten Reduziereinrichtung und dem zweiten Extruderabschnitt (24) in Laufrichtung des Verbundes einfügbar sind bzw. mit dem zweischichtigen Verbund ansteuerbar sind.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Extruderabschnitt (24) für die äußere Kunststoffschicht mehrere vorschaltbare Düsenabschnitte für unterschiedliche Durchmesser aufweist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbundführungsvorrichtung vorgesehen ist, um den Verbund (25) zu einem von mehreren zweiten Extruderabschnitten zu führen, der eine äußere Kunststoffschicht um den durchmesserreduzierten Verbund (25) aufträgt.
  10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftvermittlerschicht im Verbund (25) nach den einzelnen bzw. der letzten Reduziereinrichtungen (20, 22), usw. mit einem Aktivator (31) zu aktivieren ist.
  11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Extruderabschnitt (10) eine Haftvermittlerschicht-Auftragseinrichtung (12) vorgesehen ist, insbesondere eine Extruder.
  12. Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Metall-Kunststoff-Mehrschichtrohren mit verschiedenen Durchmessern mit den folgenden Schritten:
    • a) ein Verbund aus einem Kunststoffrohr und einem Metallmantel wird ausgebildet;
    • b) die Haftung zwischen dem Metallmantel und dem Kunststoffrohr wird mittels einer Kompaktierung verbessert;
    • c) der Verbund wird in seinem Durchmesser auf ein gewünschtes Durchmessermaß reduziert;
    • d) nach der Reduzierung des Durchmessers auf ein gewünschtes Durchmessermaß wird der Verbund mit einer äußeren Kunststoffschicht umgeben.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallband bzw. - streifen um das Kunststoffrohr (11) gelegt wird und das Metallband (15) bzw. der Metallstreifen insbesondere durch Verschweißen oder eine stoffformschlüssige Verbindung zu einem geschlossenen Metallmantel gewandelt wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf das extrudierte Kunststoffrohr (11) eine Haftvermittlerschicht aufgebracht wird, bevor das Metallband bzw. der Metallstreifen (15) vorgesehen wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Verbundes (19) schrittweise durch mehrere hintereinander geschaltete Reduzier- bzw. Kompaktiereinrichtungen verringert wird, beispielsweise in Durchmesserreduzierschritten von 0,1 bis 0,8 mm, insbesondere von 0,3 mm.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass auf den reduzierten Verbund (21, 25) eine Haftvermittlerschicht aufgebracht wird, bevor die Kunststoffaußenschicht aufgebracht, insbesondere extrudiert wird.






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