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Dokumentenidentifikation DE10150849A1 17.04.2003
Titel Modul zur temporären Lagerung von flachen Druckprodukten
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Schmid, Frank Matthias, 47807 Krefeld, DE
DE-Anmeldedatum 15.10.2001
DE-Aktenzeichen 10150849
Offenlegungstag 17.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse B65H 33/16
Zusammenfassung Es wird ein Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) vorgestellt, das zwei Trägerelementfolgen (12, 16) auf Transportelementen (14, 18) aufweist, welche jeweils einer Seitenwand (110, 112) des Moduls zugeordnet sind, wobei die Transportelemente (14, 18) relativ zu den Seitenwänden (110, 112) und korreliert zueinander bewegbar sind, zur Unterstützung der Unterseite (114) eines in das Modul geladenen Druckproduktes (10) durch die Oberseite (24) eines ersten Trägerelementes der ersten Trägerelementfolge (12) und durch die Oberseite (210) eines zweiten Trägerelementes der zweiten Trägerelementfolge (16). Das Modul zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite (116) des geladenen Druckproduktes (10) durch die Unterseite (216) eines dritten Trägerelementes (214) der ersten Trägerelementfolge (12) und durch die Unterseite (220) eines vierten Trägerelementes (218) der zweiten Trägerelementfolge (16) formschlüssig kontaktiert wird, so dass die Unterseite (114) des Druckproduktes (10) auf die Oberseiten (24, 210) des ersten und zweiten Trägerelementes niedergehalten wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten mit einer ersten Trägerelementfolge auf einem ersten Transportelement, welches einer ersten Seitenwand des Moduls zugeordnet ist, und mit einer zweiten Trägerelementfolge auf einem zweiten Transportelement, welches einer der ersten Seitenwand gegenüberliegenden zweiten Seitenwand des Moduls zugeordnet ist, wobei die Transportelemente relativ zu den Seitenwänden und korreliert zueinander bewegbar sind, für die formschlüssige, wenigstens teilweise Unterstützung der Unterseite eines in das Modul geladenen Druckproduktes durch die Oberseite eines ersten Trägerelementes der ersten Trägerelementfolge und durch die Oberseite eines zweiten Trägerelementes der zweiten Trägerelementfolge.

Ein Druckendprodukt, beispielsweise eine Zeitschrift, ein Katalog, eine Broschüre, ein Buch oder dergleichen, besteht in der Regel aus einer Anzahl verschiedener Signaturen oder flacher Druckprodukte. Es ist üblich, dass die für derartige Druckendprodukte benötigte Signaturen oder flache Druckprodukte auf Druckmaschinen, seien es Rollenrotationsdruckmaschinen oder Bogendruckmaschinen, typischerweise Offsetdruckmaschinen, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Kapazitäten parallel oder sukzessiv produziert und vor der Verarbeitung in Maschinen der Druckweiterbearbeitung, wie Buchbindereimaschinen, Heftmaschinen, Fadensiegelmaschinen, Falzmaschinen, Versandraummaschinen und dergleichen, temporär gelagert werden. Des weiteren werden häufig Signaturen oder flache Druckprodukte auf Druckmaschinen an einem anderen Ort als dem Ort der Weiterverarbeitungsmaschinen produziert, so dass eine temporäre, auch für einen Transport geeignete Lagerung erforderlich ist. In der Folge wird von flachen Druckprodukten gesprochen. Darunter sollen auch Signaturen, seien es flache Bogen oder flache Falzbogen, verstanden sein.

Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl für den Zweck einer Zwischenlagerung oder temporären Lagerung von flachen Druckprodukten vorgesehenen Vorrichtungen bekannt.

Weit verbreitet sind dabei unter anderem die folgenden verschiedenen Speicher- oder Lagerformen:

Es können beispielsweise lose Stapel von Signaturen oder flachen Produkten versetzt auf einer Palette abgelegt werden. Diese Form der temporären Lagerung wird auch als Lagerung in bricks bezeichnet, ist aber aufgrund eines relativ hohen Personaleinsatzes nachteilig kostenintensiv und deshalb wenig für die industrielle Anwendung geeignet.

Im Dokument WO 99/32386 ist beschrieben, wie ein Strom flacher Druckprodukte nach Aufteilung in longitudinale Abschnitte und Befestigung eines Trägerelementes für eine temporäre Lagerung in einer Transporteinrichtung aufgenommen werden kann, indem die seitlichen Enden des Trägerelementes auf Aufnahmeflächen der Transporteinrichtung abgelegt werden können. Obschon diese Lagerform eine hohe Speicherdichte ermöglicht und mit relativ niedrigen Investitionskosten verbunden ist sowie die flachen Produkte nicht gebogen werden, führt die Lagerung in Form von zu Stangen verbundenen flachen Druckprodukten zu aufwendigen, häufig bauraumintensiven Vorrichtungen für die Entnahme aus der temporären Lagerung, insbesondere für die Entnahme zur Beschickung in eine Weiterverarbeitungsmaschine oder Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung.

Eine mit in der Regel geringem Personalaufwand und zur automatischen Entnahme, insbesondere zur Beschickung in eine Weiterverarbeitungsmaschine, verbundene Art der temporären Lagerung ist die Speicherung von Signaturen oder flachen Druckprodukten durch spiralförmige Aufwicklung auf eine Rolle. Eine derartige temporäre Lagerungsvorrichtung ist im Dokument US 4,684,118 offenbart. Flache Druckprodukte werden zwischen zwei sukzessiven Verarbeitungsmaschinen einer Produktionslinie, beispielsweise einer Druckmaschine und einer Weiterverarbeitungsmaschine, auf eine Rolle oder Rotor zeitweise oder temporär gelagert, indem die Druckprodukte mit einem flexiblen Band derart zusammengelegt werden, dass die Druckprodukte zwischen benachbarten Lagen des spiralförmig aufgewickelten Bandes zu liegen kommen und durch die Kraftwirkung benachbarter Lagen des Bandes gehalten werden. Ein wesentlicher Nachteil der Lagerung in Form einer spiralförmig aufgewickelten Rolle ist, dass ein zuerst aufgenommenes und damit innenliegendes Druckprodukt von der Rolle nur nach einem später aufgenommenen und damit außenliegenden Druckprodukt entnommen werden kann. Neben relativ hohen Investitionskosten und Platzbedarf ist nachteilig, dass die flachen Druckprodukte in gekrümmter Formen, obendrein unterschiedlicher Krümmungsstärke, da die Krümmung mit abnehmenden Durchmesser der geladenen Rolle zunimmt, aufgenommen sind. Durch die relativ hohe Kraftwirkung (Druck) des aufnehmenden flexiblen Bandes können die flachen Druckprodukte aneinander haften.

Aus dem Dokument EP 0 359 727 sind ein Verfahren und ein Modul für die temporäre Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten, welche auf einer Transporteinrichtung schuppenförmig im wesentlichen horizontal befördert werden, bekannt, welche zwei Folgen von vertikal bewegbaren Regalplanken als Trägerelemente umfasst. Im Modul sind die Folgen von Regalplanken jeweils auf einem Transportelement aufgenommen und jeweils einer Seitenwand des Moduls zugeordnet. Die Transportelemente sind relativ zu den Seitenwänden und korreliert zueinander bewegbar. Die Oberseite einer Regalplanke der ersten Folge und die Oberseite einer Regalplanke der zweiten Folge wirken im Modul derart zusammen, dass wenigstens teilweise eine formschlüssige Unterstützung der Unterseite eines in das Modul geladenen Druckproduktes oder der Unterseiten eines Abschnitts von eine Folge der auf der Transporteinrichtung beförderten Druckprodukte erfolgt. Jeweils in Zusammenwirkung zweier Regalplanken der Folge von Regalplanken werden Lagerebenen für Abschnitte einer Folge von Druckprodukten gebildet, welche im Vergleich zur von der Transporteinrichtung definierten Fläche senkrecht bewegbar sind. Das Modul umfasst damit eine Folge von im wesentlich parallel zueinander angeordneten, übereinander liegenden Lagerebenen, welche auf das Niveau der Transporteinrichtung verbracht werden können. Das offenbarte Modul zur temporären Lagerung ist in nachteiliger Weise auf die beschriebene Geometrie beschränkt: Die gespeicherten flachen Druckprodukte liegen auf den im wesentlichen waagerecht angeordneten Regalplanken nur auf, können also bei Abweichung von der Horizontallage der Regalplanken ihre Position ändern. Das offenbarte Modul ist des weiteren nur einsetzbar für flache Druckprodukte, welche durch ihre Eigensteifigkeit gefestigt den Spalt zwischen einer Regalplanke der ersten Folge und einer Regalplanke der zweiten Planke überbrücken.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Modul zur temporären Lagerung von flachen Druckprodukten zu schaffen, in welchem die flachen Druckprodukte vereinzelt aufgenommen werden können und in ihrer Lage fixiert sind, so dass bei einem Transport des Moduls oder bei einer Änderung der Orientierung des Moduls eine Lageänderung der geladenen flachen Druckprodukte vermieden wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Modul zur temporären Lagerung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen charakterisiert.

Das erfindungsgemäße Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten umfasst eine erste Trägerelementfolge auf einem ersten Transportelement, welches einer ersten Seitenwand des Moduls zugeordnet ist, und eine zweite Trägerelementfolge auf einem zweiten Transportelement, welches einer der ersten Seitenwand gegenüberliegenden zweiten Seitenwand des Moduls zugeordnet ist, wobei die Transportelemente relativ zu den Seitenwänden und korreliert zueinander bewegbar sind, für die formschlüssige, wenigsten teilweise Unterstützung der Unterseite eines in das Modul geladenen Druckproduktes durch die Oberseite eines ersten Trägerelementes der ersten Trägerelementfolge und durch die Oberseite eines zweiten Trägerelementes der zweiten Trägerelementfolge. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des geladenen Druckproduktes durch die Unterseite eines dritten Trägerelementes der ersten Trägerelementfolge und durch die Unterseite eines vierten Trägerelementes der zweiten Trägerelementfolge formschlüssig auf die Oberseiten des ersten und zweiten Trägerelementes niedergehalten wird.

Die flachen Druckprodukte werden in vorteilhafter Weise vereinzelt im Modul aufgenommen. Die aufgenommenen Druckprodukte können flach zwischen den Trägerelementen sein oder eine Schüsselung bzw. Krümmung, bevorzugt gering, aufweisen. Anders ausgedrückt, der Abstand zwischen dem ersten Transportelement und dem zweiten Transportelement kann entweder größer oder gleich oder alternativ dazu kleiner sein. Durch die Krümmung kann eine Rückstellkraft der aufgenommenen Druckprodukte, welche jeweils auf die Transportelemente gerichtet ist, erzeugt werden. Die Druckprodukte werden dann durch eine Klemmwirkung in Position gehalten. Eine eindeutige Identifikation durch Zuordnung eines Trägerelementes einer Trägerelementfolge zu einem flachen Druckprodukt ist optional möglich, ein Vorteil, welcher insbesondere für personalisierte Druckprodukte von großer Bedeutung ist. Das Modul ist erfindungsgemäß derart ausgeführt, dass eine Beladung des Moduls von der Unterseite des Moduls und eine Entladung des Moduls von der Oberseite des Moduls oder eine Beladung von der Oberseite und eine Entladung von der Unterseite möglich ist. Anders gesagt, ein zeitlich vor einem zweiten aufgenommenes erste flaches Druckprodukt kann zeitlich vor dem zweiten aufgenommenen flachen Druckprodukt wieder entladen oder entnommen werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird von den Unterseiten des dritten und der vierten Trägerelementes beim Niederhalten eine Kraftwirkung derart auf das geladene Druckprodukt ausgeübt, dass dieses jeweils durch das erste und dritte Trägerelement und durch das zweite und vierte Trägerelement ergriffen wird. In anderen Worten ausgedrückt, die Oberseite des ersten Trägerelementes und die Unterseite des dritten Trägerelementes, beide der ersten Trägerelementfolge, sowie die Oberseite des zweiten Trägerelementes und die Unterseite des vierten Trägerelementes, beide der zweiten Trägerelementfolge, bilden jeweils zusammenwirkende Flächen, zwischen denen wenigstens seitliche Abschnitte jeweils nahe einer Kante eines flaches Druckproduktes aufgenommen, festgehalten oder fixiert werden können. Durch die Oberseiten beziehungsweise Unterseiten der Trägerelemente kann auch eine Reibkraft auf die Oberflächen des geladenen Druckproduktes ausgeübt werden. In anderen Worten, die Kraftwirkung kann Komponenten senkrecht zur Oberfläche und/oder parallel zur Oberfläche der geladenen Druckprodukte aufweisen.

In bevorzugter Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls werden das erste und das zweite Transportelement jeweils vom Riementeil und die zugeordneten Trägerelemente von den Zähnen eines ersten und eines zweiten Zahnriemens gebildet. Es ist vorgesehen, dass die Zahnriemen in ihrer Länge und ihrer Zahnteilung, in der Anzahl, der Größe und der Form der Zähne, im wesentlichen gleich sind. Die Zahnflanken können dabei bevorzugt im wesentlichen parallel zueinander sein. Sie können darüber hinaus im wesentlichen senkrecht zum Riemen verlaufen. Wenn ein Winkel verschieden von 90 Grad zwischen Zahnflanken und Riemen vorgesehen ist, so werden geringe Winkeldifferenzen zu 90 Grad bevorzugt. Des weiteren ist es auch möglich, dass die Zahnflanken zur Spitze der Zähne einem linearen oder nichtlinearen Kurvenverlauf folgen.

In der bevorzugten Ausführungsform des Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten kann der erste Zahnriemen eine erste und eine zweite Umlenkrolle und der zweite Zahnriemen eine dritte und eine vierte Umlenkrolle teilweise umschließen, wobei die Pfade der Zahnriemen wenigstens abschnittsweise im wesentlichen parallel zueinander und im wesentlichen parallel zu den Seitenwänden verlaufen. Die Zähne der Zahnriemen liegen dann auf der von den Umlenkrollen abgewandten Seite, also außerhalb der von den Zahnriemen gebildeten geschlossenen Pfade. Es ist vorgesehen, dass ein Zahn des ersten Zahnriemens (ein erster Phasenpunkt) und ein Zahn des zweiten Zahnriemens (ein zweiter Phasenpunkt) einander zugeordnet werden, insbesondere dass die Oberseite eines Zahnes des ersten Zahnriemens und die Oberseite eines Zahnes des zweiten Zahnriemens einander zugeordnet sind. Die Zahnriemenbewegung, insbesondere die Bewegung der auf dem Riemen aufgenommenen Zähne, kann korreliert ausgeführt werden.

Es ist in einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Moduls vorgesehen, die Bewegungen der ersten und zweiten Trägerelementfolge selbsthemmend sind. Anders ausgedrückt, die aufgrund der Gewichtkraft der geladenen Druckprodukte ausgeübte Kraft auf die Trägerelementfolgen wird durch eine geeignete Vorrichtung kompensiert, beispielsweise durch Feststellen oder Blockieren der Transportelemente zur Vermeidung von Bewegung, damit die geladenen Druckprodukte nicht an der Unterseite aus dem erfindungsgemäßen Modul ausgeworfen werden.

Es ist vorteilhaft und in einer Weiterbildung der vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der Abstand der ersten zu der zweiten Umlenkrolle, welche vom ersten Zahnriemen umfasst werden, und der Abstand der dritten und vierten Umlenkrolle, welche vom zweiten Zahnriemen umfasst werden, korreliert zueinander wenigstens in Richtung des abschnittsweisen Parallelverlaufs der Zahnriemen veränderbar sind. In Abhängigkeit der Elastizität des Zahnriemens kann eine Vorspannung in Richtung des Riemenverlaufs aufgebracht werden und/oder die Abstände der Zähne zueinander, die Teilung des Zahnriemens, verändert werden.

Im erfindungsgemäßen Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten gemäß einem der vorstehenden Ansprüche ist darüber hinaus vorgesehen, der Abstand der ersten zur zweiten Seitenwand veränderbar ist. Die Zuordnung der ersten Trägerelementfolge zur ersten Seitenwand und der zweiten Trägerelementfolge zur zweiten Seitenwand impliziert, dass auch der Abstand der ersten Trägerelementfolge zur zweiten, beziehungsweise in der bevorzugten Ausführungsform des ersten Zahnriemens zum zweiten, veränderbar ist. In vorteilhafter Weise kann durch eine Veränderung dieses Abstands das Modul zur Aufnahme von flachen Druckprodukten verschiedener Breiten eingestellt oder angepasst werden.

Zur Erzeugung der Relativbewegung zwischen Transportelementen und Seitenwänden kann darüber hinaus im erfindungsgemäßen Modul wenigstens ein Aktuator vorgesehen sein. Beispielsweise ist in der vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung der Aktuator ein Elektromotor, welche durch eine geeignete mechanische Momentübertragung eine oder mehrere Wellen der Umlenkrollen antreibt, so dass die Zahnriemen entlang ihrer Pfade bewegt werden. Es kann in vorteilhafter Weise eine automatische Be- und Entladung des Moduls vorgenommen werden.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Moduls kann ohne geladene Druckprodukte der Abstand der ersten Seitenwand zur zweiten Seitenwand derart reduzierbar sein, dass wenigstens eine Teilfläche der erste Seitenwand mit der zweiten Seitenwand und/oder die Zähne des ersten Zahnriemens mit den Zähnen des zweiten Zahnriemens in Formschluss gebracht werden können. Durch die Verbringung der ersten Seitenwand in Kontakt mit der zweiten Seitenwand bzw. der Zähne der zwei Zahnriemen in Kontakt zueinander wird das ungeladene Modul zu einer kompakten Einheit, welche platzsparend für Lagerung und/oder Transport ist. Des weiteren können die Module mit einer Codierung zur Identifikation versehen sein, so dass eine einfache und fehlervermeidende Zuordnung der Module für die Weiterverarbeitungsprozesse erfolgen kann.

Das erfindungsgemäße Modul kann einerseits als transportable oder mobile Einheit realisiert sein, die von einem ersten Ort an einen zweiten Ort gebracht werden kann, welche also in vorteilhafter Weise einen einfachen Austausch von flachen Druckprodukten zwischen Druckereien, Weiterverarbeitungsunternehmen und/oder innerhalb eines Betriebes ermöglicht. Andererseits kann das erfindungsgemäße Modul auch einen Teil eines Anlegers für eine Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung, also für Maschinen der Druckweiterbearbeitung, wie Buchbindereimaschinen, Heftmaschinen, Sammelhefter, Klebebinder, Fadensiegelmaschinen, Falzmaschinen, Versandraummaschinen, Schneidmaschinen, Versandraumanlagen und dergleichen, bilden. Des weiteren kann das erfindungsgemäße Modul als ein festes oder stationäres Modul an einem Anleger derart ausgeführt sein, also mit einer ersten geometrischen Schnittstelle versehen sein, dass ein mobiles Modul, welches eine der ersten geometrischen Schnittstelle entsprechende komplementäre zweite geometrischen Schnittstelle aufweist, wenigstens für ein Zeitintervall aufgenommen werden kann, so dass in das mobile Modul aufgenommene flache Druckprodukte vom mobilen Modul sukzessiv entladen und sukzessiv in das stationäre Modul geladen werden können. In anderen Worten ausgedrückt, es kann eine dosierte Zuführung der flachen Druckprodukte in den Anleger der Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung erfolgen. Das feste Modul kann auch als Zwischenmodul bezeichnet werden. Durch die Schaffung des erfindungsgemäßen Moduls ist ein System zur Verfügung gestellt, welches in vorteilhafter Weise stationäre und mobile Lagerung von flachen Druckprodukten verbindet.

Durch das erfindungsgemäße Modul wird Ausschuss durch unsachgemäßen Transport und/oder Lagerung, insbesondere durch Veränderung der Orientierung des Moduls, vermieden.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figuren sowie deren Beschreibungen dargestellt. Es zeigt im Einzelnen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls zur temporären Lagerung einer Folge von Druckprodukten,

Fig. 2 eine vergrößerte schematische Darstellung des Ausschnitts A der Fig. 1,

Fig. 3 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls zur Erläuterung der Abstandsveränderung der Seitenwände,

Fig. 4 Teilbild A eine schematische Darstellung eines leeren erfindungsgemäßen Moduls mit zusammengeschobenen, verriegelbaren Seitenwänden und optionaler schmaler Querwand, und im Teilbild B einen vergrößerten Ausschnitt V der schematischen Darstellung in Fig. 4A, und

Fig. 5 im Teilbild A eine schematische Darstellung eines Anlegers mit einem stationären erfindungsgemäßen Modul für einen Klebebinder, im Teilbild B eine schematische Darstellung eines Anlegers mit einem stationären erfindungsgemäßen Modul für einen Sammelhefter und im Teilbild C eine schematische Darstellung eines Anlegers mit einem stationären Modul für eine Bindemaschine.

Die Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls zur temporären Lagerung einer Folge von Druckprodukten. Eine Folge von flachen Druckprodukten 10 in leichter Krümmung, konkav an ihrer Unterseite 114 und konvex an ihrer Oberseite 116 ist in diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls aufgenommen zu sehen, welche eine erste Seitenwand 110 mit einer ersten Trägerelementfolge 12 auf einem ersten Transportelement 14 und eine zweite Seitenwand 112 mit einer zweiten Trägerelementfolge 16 auf einem zweiten Transportelement 18 zu sehen. Die erster Trägerelementfolge 12 auf dem ersten Transportelement 14 wird durch Zähne auf dem Riemen eines Zahnriemens gebildet. Entsprechendes gilt für die zweite Trägerelementfolge 16 auf dem zweiten Transportelement 18. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform umlaufen die Zahnriemen jeweils zwei Umlenkrollen 118, welche um ihre Rotationsachsen 120 drehbar sind, so dass die Zahnriemen oder Transportelemente 14, 18 mit Trägerelementfolgen 12, 16 auf ihren Pfaden die Umlenkrollen 118 umlaufen können. Die Pfade der Transportelemente 14,18 verlaufen mit Ausnahme der Abschnitte entlang der Umlenkrollen 118 im wesentlichen parallel zu der ersten und zweiten Seitenwand 110, 112. Es sind in dieser Ausführungsform beispielhaft vier, den Umlenkrollen 118 zugeordnete Transportelementantriebe 122 vorgesehen. Das erste und das zwei Transportelement 14, 18 können korreliert in zueinander verschiedenem Drehsinn, so dass auf parallelem, innenliegenden Weg die erste Trägerelementfolge 16 und die zweite Trägerelementfolge 18 eine parallele, gleichgerichtete und korrelierte Bewegung ausführen.

Die erste und zweite Seitenwand 110, 112 sind in dieser Ausführungsform mittels einer Querwand 124 miteinander verbunden. Eine entsprechende Querwand an der Vorderseite des erfindungsgemäßen Moduls ist in der Fig. 1 nicht zeichnerisch dargestellt, um innenliegende Details zeigen zu können. Es ist alternativ dazu möglich, eine andere geeignete Verbindung zur Sicherstellung hinreichender Parallelität der Transportelementpfade und zur Fixierung des Moduls vorzusehen, beispielsweise können Stangen, Rahmen oder dergleichen verwendet werden. Die Querwand weist beispielhaft eine Führungsausnehmung 126 auf, so dass die Seitenwände 110, 112 mit ihren Führungsformgebungen 132, welche formschlüssig mit der Führungsausnehmung 126 in Verbindung gebracht werden, eine Lagefixierung erfahren. Es sind Aktuatoren 128 zur Veränderung des Seitenwandabstands 130 vorgesehen. Die erste und die zweite Seitenwand 110, 112 können damit relativ gesehen aufeinander zu oder voneinander wegbewegt werden, so dass eine Formateinstellung realisierbar ist.

Beispielhafte Maße für das erfindungsgemäße Modul sind für eine wie in Fig. 1 gezeigt Ausführungsform: Stärke der Seitenwände 110, 112 von 20 mm bis 30 mm, bevorzugt 25 mm, Höhe des Moduls von 800 mm bis 1200 mm, bevorzugt 1000 mm, Breite der Seitenwände 110, 112 von 280 mm bis 360 mm, bevorzugt 320 mm. Es ist aber für den Fachmann klar, dass erfindungsgemäße Module zweckmäßigerweise wesentlich andere Maße aufweisen können, um beispielsweise Druckprodukte in Postkartenformaten, Standard DIN-Maßen oder dergleichen aufnehmen zu können. Ein Ausschnitt A der Fig. 1 betrifft den unteren Teil des erfindungsgemäßen Moduls mit jeweils einer Umlenkrolle 118 in einer Seitenwand 110, 112.

Die Fig. 2 ist eine vergrößerte schematische Darstellung des Ausschnitts A der Fig. 1 und zeigt die unteren Umlenkrollen 118, um welche jeweils in der ersten Seitenwand 110 der Pfad des ersten Transportelementes 14 mit der ersten Trägerelementfolge 14 und in der zweiten Seitenwand 112 der Pfad des zweiten Transportelementes 18 mit der zweiten Trägerelementfolge 16 verlaufen. Auf dem um die Umlenkrolle 118 gekrümmten Pfad sind die einzelnen Trägerelemente auf der der Umlenkrolle 118 abgewandten Seite auseinandergespreizt, gleichzeitig sind Abschnitte des ersten Transportelementes 14 und Abschnitte des zweiten Transportelementes 18, die zueinander korreliert sind, weiter voneinander entfernt als korrelierte Abschnitte beider Transportelemente 14, 18, wenn die Pfade beider Transportelemente 14, 18 im wesentlichen parallel zueinander laufen. Diese Tatsachen können zur Be- bzw. Entladung des erfindungsgemäßen Moduls genutzt werden. Ein geladenes Druckprodukt 20 wird auf seiner Unterseite 114 zwischen dem ersten Transportelement 14 und dem zweiten Transportelement 16 von der Oberseite 24 eines ersten Trägerelementes 22 und von der Oberseite 210 eines zweiten Trägerelementes 28 unterstützt, während es auf seiner Oberseite 116 von der Unterseite 216 eines dritten Trägerelementes 216 und von der Unterseite 220 eines vierten Trägerelementes 218 niedergehalten wird. Auf den gekrümmten Pfaden um die Umlenkrollen 118 kann für die Beladung ein Druckprodukt 20 von unten durch eine hier nicht gezeigt Transporteinrichtung zwischen die Transportelemente und die Trägerelemente zugeführt werden, beziehungsweise erfolgt für eine Entladung eine Freigabe des Druckproduktes 20, da sich die Trägerelemente auf der der Umlenkrolle 118 abgewandten Seite voneinander abspreizen, während sich korrelierte Abschnitte des ersten und des zweiten Transportelementes 14, 18 voneinander entfernen. Analoge Verhältnisse herrschen an der Oberseite des erfindungsgemäßen Moduls; hier kann analog eine Be- bzw. Entladung der Druckprodukte 20 vorgenommen werden. Der Pfad des ersten Transportelementes 14 umschlingt eine Unterstützungsfläche 222 der ersten Seitenwand 110. Diese kann eine Bewegung des ersten Transportelementes 14 in Richtung senkrecht zum parallelen Pfadverlauf der beiden Transportelemente 14, 18 verhindern, so dass ein Herausrutschen der flachen Druckprodukte aus der ersten Trägerelementfolge 16 vermieden wird.

Entsprechend ist in der zweiten Seitenwand 112 eine Unterstützungsfläche 224 vorgesehen, welche von Pfad des zweiten Transportelementes 16 umschlungen wird.

Die Fig. 3 bezieht sich schematisch auf eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Moduls zur Erläuterung der Abstandsveränderung der Seitenwände. In der ersten Seitenwand 110 sind Umlenkrollen 118 gezeigt, welche einen Abstand 36 aufweisen. Beispielhaft ist in dieser Ausführungsform der obere Transportelementantrieb 122 derart ausgelegt, dass neben der Rotationsbewegung der oberen Umlenkrolle 118 auch eine Lageveränderung 34 der oberen Umlenkrolle 118 wenigstens in Richtung des Parallelverlaufs der Transportelemente 14, 18 durchgeführt werden kann. Einerseits kann das erste Transportelement 14 mit der ersten Trägerelementfolge 12 dadurch auf seinem Pfad um die Umlenkrollen 118 gestrafft oder gespannt werden, andererseits kann eine einfacher und bequemer Ausbau bzw. Einbau des Transportelementes 14 bei kleinem Abstand 36 vorgenommen werden. Entsprechend sind in der zweiten Seitenwand 112 Umlenkrollen 118 mit einem Abstand 310 gezeigt. Analog zur ersten Seitenwand 110 ist auch in der zweiten Seitenwand 112 der obere Transportelementantrieb 122 derart ausgelegt, dass neben der Rotationsbewegung der oberen Umlenkrolle 118 auch eine Lageveränderung 38 der oberen Umlenkrolle 118 wenigstens in Richtung des Parallelverlaufs der Transportelemente 14, 18 durchgeführt werden kann. Die Lage der Umlenkrollen 118 zueinander ist korreliert. Anders ausgedrückt, der Abschnitt, auf welchem die Pfade der ersten und zweiten Transportelemente 14, 18 im wesentlichen parallel und einander gegenüberliegend an den Innenseiten der ersten und zweiten Seitenwand 110, 112 verlaufen, bestimmt den Abstand 36 der Umlenkrollen 118 in der ersten Seitenwand 110 und den Abstand 310 der Umlenkrollen 118 in der zweiten Seitenwand 112. Für den Einsatz des erfindungsgemäßen Moduls sind der Abstand 36 und der Abstand 310 im wesentlichen gleich.

Bevorzugte Ausführungsform für das erste bzw. zweite Transportelement 14, 18 mit erster bzw. zweiter Trägerelementfolge 12, 16 ist wiederum jeweils ein Zahnriemen. In Fig. 3 ist schematisch eine vorteilhafte Variante dieser Ausführungsform gezeigt. In der ersten Seitenwand 110 ist gezeigt, dass sich der Zahnriemen flächenartig über einen großen Teil der Breite der Seitenwand, also entlang der Richtung von einer Querwand zur anderen Querwand, erstreckt. Es ist vorgesehen, dass die Breite des Zahnriemens wenigstens derjenigen einer maximalen Länge eines in das Modul zu ladenden flachen Druckproduktes entspricht oder größer ist. Alternativ dazu kann eine Anzahl von weniger breiten Zahnriemen, welche nicht notwendigerweise aber bevorzugt dieselbe Breite haben und deren Pfade im wesentlichen parallel verlaufen, in wenigstens einer der Seitenwände 110, 112 vorgesehen sein. In dieser alternativen Ausführungsform müssen die Zahnriemenpositionen (Phasenpunkte, Positionen der Zähne) zueinander in gleicher Phase korreliert sein, damit ein flaches Druckprodukt ohne Formveränderung geladen werden kann.

Anhand der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform sei auch die Formateinstellung oder Formateinstellbarkeit des erfindungsgemäßen Moduls erläutert. Die hintere Querwand 124 weist in der Nähe ihres oberen Endes und in der Nähe ihres unteren Endes jeweils eine Führungsausnehmung 126 auf. Diesen zugeordnet sind Führungsformgebungen 132 an der ersten bzw. zweiten Seitenwand 110, 112, so dass dem erfindungsgemäßen Modul Stabilität verliehen wird und eine Variation des Abstandes 130 zwischen der ersten und der zweiten Seitenwand 110, 112 durchgeführt werden kann. Alternativ zu der Anzahl zwei können auch weitere Führungen vorgesehen sein. Führungsausnehmungen können sich auch an den Stirnseiten der Seitenwände 110, 112 befinden, welche Führungsformgebungen an der Querwand 124 zugeordnet sind. Die bevorzugte Ausführungsform umfasst hier nicht zeichnerisch dargestellte Elemente zur Festsetzung des Abstandes 130, beispielsweise Klemmelemente, Verschlüsse, Schrauben, Bolzen oder dergleichen. Optional ist eine Aktuatorik zur automatischen Einstellung des Abstandes 130 vorgesehen. Bevorzugt erfolgt eine Abstandsänderung durch eine symmetrische Bewegung beider Seitenwände 110, 112.

In der Fig. 4 ist eine schematische Darstellung eines leeren erfindungsgemäßen Moduls mit zusammengeschobenen, verriegelbaren Seitenwänden und mit einer optionalen schmaler Querwand gezeigt. Im Teilbild A der Fig. 4 sind die erste Seitenwand 110 mit dem die Umlenkrollen 118 umschlingenden ersten Transportelement 14 und die zweite Seitenwand 112 mit dem die Umlenkrollen 118 umschlingenden zweiten Transportelement 18 einander derart angenähert, dass ein kompakter Block gebildet wird. In der gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die breite Querwand 124 dank bevorzugt bis zu ihren Stirnflächen durchgehenden Führungsausnehmungen 126 abnehmbar ist, so dass an einem leeren, zusammengeschobenen Modul an ihrer Statt eine schmale Querwand 40, in welche die Führungsformgebungen 123 zur Aufrechterhaltung der Stabilität des Moduls angebracht werden können. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass durch eine klammerartige Verbindung, Klemmelemente, Schrauben, Bolzen oder dergleichen die Seitenwände 110, 112 in der engen Position zueinander gehalten werden können. In der Fig. 4 ist beispielhaft ein gattungsgemäßes Verriegelungselement 46 gezeigt. Durch Drehung in Bewegungsrichtung 48 kann eine Verbindung der zusammengeschobenen ersten und zweiten Seitenwand 110, 112: In einer ersten Position des Verriegelungselementes 46 sind die Seitenwände 110, 112 aneinander fixiert, in einer zweiten Position sind die Seitenwände gegeneinander bewegbar. Des weiteren kann vorgesehen sein, dass die breite Querwand 124 in einer Ausnehmung der Seitenwand, hier der zweiten Seitenwand 112, integriert oder aufgenommen werden kann, wenn das leere Modul im zusammengeschobenen Zustand ist.

Das Teilbild B der Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt V der schematischen Darstellung in Teilbild A der Fig. 4. Gezeigt ist der untere Bereich der zusammengeschobenen Seitenwände 110, 112. Eine Teilfläche 42 der ersten Seitenwand 110 liegt an einer Teilfläche 44 der zweiten Seitenwand 112 an. Bevorzugt ist vorgesehen, dass derartige Teilflächen an den vorderen und hinteren Rändern der Seitenwände 110, 112aneinander anliegen. Für die Oberseite und Unterseite, welche die zwei Be- bzw. Entladungsseiten darstellen, kann in vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass die Seitenwände 110, 112 leicht ausgenommen sind, so dass eine einfache Beschickung der ersten und der zweiten Trägerelementfolge 12, 16 an den Umlenkrollen 118 erfolgen kann, wenn das erfindungsgemäße Modul einsatzbereit auseinandergefahren ist. Im Teilbild B der Fig. 4 ist des weiteren dargestellt, dass im zusammengeschobenen Modul die erste und die zweite Trägerelementfolge 12, 16 an ihren Stirnseiten aneinander anliegen.

Sowohl die Module in Einsatzformat als auch die Module im leeren Transportformat können auf ein Tablett oder ein tray, eine Grundfläche mit vier im wesentlichen senkrecht dazu stehenden Seitenwänden geringer Höhe im Vergleich zu den Abmessungen der Grundfläche, gestellt werden. Dieses Tablett, sei es aus einem metallischen oder hölzernen Werkstoff oder aus einem Kunststoff, kann auch als Palette oder tray bezeichnet werden. Ein Tablett kann ausgeführt für die Aufnahme eines Modul oder für die Aufnahme einer Anzahl von Modulen, typischerweise zwölf, sein. Dem Tablett entsprechend kann ein Deckel über die Oberseite des Moduls oder der Module gestülpt werden. Besonders vorteilhaft sind Tabletts, welche ein geeignetes Format für eine Anzahl voller Module aufweisen, aber auch leere, zusammengeschobene Module aufnehmen können. Es kann vorgesehen sein, dass die Tabletts und die Module verbindbar zueinander sind.

Die Fig. 5 besteht aus drei Teilbildern A, B und C, welche beispielhaft den Einsatz eines Anlegers für eine Druckproduktverarbeitungseinheit, ausgestattet mit einem erfindungsgemäßen stationären Modul, an welchem ein erfindungsgemäßes mobiles Modul aufgenommen werden kann, zeigt. Alternativ zu den gezeigten können auch andere Druckproduktverarbeitungseinheiten mit stationären Modulen versehen werden.

Das Teilbild A der Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines Anlegers mit einem stationären erfindungsgemäßen Modul 52 für einen Klebebinder. Das stationäre Modul 52 verfügt über Schnittstellen 53, also geometrische Formgebungen zur Lageausrichtung und auch gegebenenfalls zur Fixierung, an denen die Schnittstellen 51 des mobilen erfindungsgemäßen Moduls 50, welche komplementär zu denjenigen des stationären Moduls 52 sind, angebracht werden können. Flache Druckprodukte 10 können dann in Pfeilrichtung vom mobilen Modul 50 ins stationäre Modul 52 zur temporären Lagerung überführt werden. Von diesem gelangen sie in den Anleger 54 und schließlich zur Vereinzelungseinrichtung 56, welche mittels einer Rotationsbewegung vereinzelte flache Druckprodukte 58 oder auch, hier nicht gezeigt, separate Pakete von Druckprodukten auf einer Transporteinrichtung 510 ablegt. Gesammelte flache Druckprodukte 512 werden in Transportrichtung 514 zur Klebeinrichtung geführt.

Das Teilbild B der Fig. 5 stellt schematisch einen Anleger eines Sammelhefters mit einem stationären erfindungsgemäßen Modul 52 dar. Beispielsweise von einem mobilen Modul 50, entsprechend wie im Teilbild A gezeigt, beschickt, kann vom stationären Modul 52 eine Folge flacher Druckprodukte 10, welche wenigstens einmal gefalzte Signaturen sind, in den Anleger 54 überführt werden. Mittels der Rotationsbewegung der Vereinzelungseinrichtung 516 werden vereinzelte flache Druckprodukte 518 von der Folge flacher Druckprodukte entnommen. Diese gelangen zwischen Öffnungswalzen 520 und werden rittlings entlang des Falzes auf die Transporteinrichtung 514 des Sammelhefters abgelegt, so dass sattelförmig gesammelte Druckprodukte 522 entlang der Sammelkette 524, hier in Richtung senkrecht zur Papierebene, transportiert werden.

Im Teilbild C der Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines Anlegers 54 mit einem stationären Modul 52 für eine Bindemaschine zu sehen. Aus dem Anleger 54 wird ein vereinzeltes flaches Druckprodukt 526, beispielsweise ein Deckblatt, einem Block von Druckprodukten 528, welche in einer Folge in Transportrichtung 514 den Anleger passieren, aufgelegt.

Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass auch die Beschickung eines konventionellen Anlegers, gegebenenfalls mit entsprechenden Schnittstellen, Anschlägen, Führungen, Fixiereinrichtungen und dergleichen versehen, direkt aus einem erfindungsgemäßen mobilen Modul erfolgen kann. Betont sei erneut, dass die Beladung des mobilen Moduls von der einen, beispielsweise seiner Unterseite und die Entladung des mobilen Moduls an der anderen, seiner vormaligen Oberseite, jetzt aufgrund einer Drehung um 180 Grad um eine horizontal verlaufende Achse Unterseite erfolgen kann. Da die flachen Druckprodukte im erfindungsgemäßen Modul in ihrer Lage fixiert sind, kann das Modul auch unter Winkeln verschieden von null Grad gegen die Vertikale eingesetzt werden. BEZUGSZEICHENLISTE 10 flaches Druckprodukt

12 erste Trägerelementfolge

14 erstes Transportelement

16 zweite Trägerelementfolge

18 zweites Transportelement

110 erste Seitenwand

112 zweite Seitenwand

114 Unterseite

116 Oberseite

118 Umlenkrolle

120 Rotationsachse

122 Transportelementantrieb

124 Querwand

126 Führungsausnehmung

128 Aktuator zur Veränderung des Seitenwandabstands

130 Seitenwandabstand

132 Führungsformgebung

20 geladenes Druckprodukt

22 erste Trägerelement

24 Oberseite des ersten Trägerelementes

26 Unterseite des ersten Trägerelementes

28 zweites Trägerelement

210 Oberseite des zweiten Trägerelementes

212 Unterseite des zweiten Trägerelementes

214 drittes Trägerelement

216 Unterseite des dritten Trägerelementes

218 viertes Trägerelement

220 Unterseite des vierten Trägerelementes

222 Unterstützungsfläche der ersten Seitenwand

224 Unterstützungsfläche der zweiten Seitenwand

30 Bewegungsrichtung der ersten Seitenwand

32 Bewegungsrichtung der zweiten Seitenwand

34 Lageveränderung der Umlenkrolle 118

36 Abstand der Umlenkrollen in der ersten Seitenwand

38 Lageveränderung der Umlenkrolle 118

310 Abstand der Umlenkrolle in der zweiten Seitenwand

40 schmale Querwand

42 Teilfläche der ersten Seitenwand

44 Teilfläche der zweiten Seitenwand

46 Verriegelungselement

48 Bewegungsrichtung

50 mobiles Modul

51 Schnittstelle des mobilen Moduls

52 stationäres Modul

53 Schnittstelle des stationären Moduls

54 Anleger

56 Vereinzelungseinrichtung

58 vereinzeltes flaches Druckprodukt

510 Transporteinrichtung

512 gesammelte flache Druckprodukte

514 Transportrichtung

516 Vereinzelungseinrichtung

518 vereinzeltes flaches Druckprodukt

520 Öffnungswalzen

522 sattelförmig gesammelte Druckprodukte

524 Sammelkette

526 vereinzeltes flaches Druckprodukt

528 Block von Druckprodukten

A Ausschnitt der Fig.1

V Ausschnitt der Fig.4A


Anspruch[de]
  1. 1. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) mit einer ersten Trägerelementfolge (12) auf einem ersten Transportelement (14), welches einer ersten Seitenwand (110) des Moduls zugeordnet ist, und mit einer zweiten Trägerelementfolge (16) auf einem zweiten Transportelement (18), welches einer der ersten Seitenwand (110) gegenüberliegenden zweiten Seitenwand (112) des Moduls zugeordnet ist, wobei die Transportelemente (14, 18) relativ zu den Seitenwänden (110, 112) und korreliert zueinander bewegbar sind, für die formschlüssige, wenigstens teilweise Unterstützung der Unterseite (114) eines in das Modul geladenen Druckproduktes (10) durch die Oberseite (24) eines ersten Trägerelementes der ersten Trägerelementfolge (12) und durch die Oberseite (210) eines zweiten Trägerelementes der zweiten Trägerelementfolge (16), dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (116) des geladenen Druckproduktes (10) durch die Unterseite (216) eines dritten Trägerelementes (214) der ersten Trägerelementfolge (12) und durch die Unterseite (220) eines vierten Trägerelementes (218) der zweiten Trägerelementfolge (16) formschlüssig kontaktiert wird, so dass die Unterseite (114) des Druckproduktes (10) auf die Oberseiten (24, 210) des ersten und zweiten Trägerelementes niedergehalten wird.
  2. 2. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von den Unterseiten (216, 220) des dritten und der vierten Trägerelementes (214, 218) beim Niederhalten eine Kraftwirkung derart auf das geladene Druckprodukt (10) ausgeübt wird, dass dieses jeweils durch das erste und dritte Trägerelement (22, 214) und durch das zweite und vierte Trägerelement (28, 218) ergriffen wird.
  3. 3. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Transportelement (14, 18) jeweils vom Riementeil und die zugeordneten Trägerelemente von den Zähnen eines ersten und eines zweiten Zahnriemens gebildet werden.
  4. 4. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zahnriemen (14) eine erste und eine zweite Umlenkrolle (118) und der zweite Zahnriemen (18) eine dritte und eine vierte Umlenkrolle (118) teilweise umschließen, wobei die Pfade der Zahnriemen (14, 18) wenigstens abschnittsweise im wesentlichen parallel zueinander und im wesentlichen parallel zu den Seitenwänden (110, 112) verlaufen.
  5. 5. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (36) der ersten zu der zweiten Umlenkrolle (118) und der Abstand (310) der dritten und vierten Umlenkrolle (118) korreliert zueinander in Richtung des abschnittsweisen Parallelverlaufs der Zahnriemen (14, 18) veränderbar sind.
  6. 6. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (130) der ersten zur zweiten Seitenwand (110, 112) veränderbar ist.
  7. 7. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Aktuator (128) für die Erzeugung der Relativbewegung zwischen Transportelementen (14, 18) und Seitenwänden (110, 112) vorgesehen sind.
  8. 8. Modul zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass ohne geladene Druckprodukte der Abstand (130) der ersten Seitenwand (110) zur zweiten Seitenwand (112) derart reduzierbar ist, dass wenigstens eine Teilfläche (42) der erste Seitenwand (110) mit einer Teilfläche (44) der zweiten Seitenwand (112) und/oder die Zähne des ersten Zahnriemens (12) mit den Zähnen des zweiten Zahnriemens (16) in Formschluss gebracht werden können.
  9. 9. Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung mit einem Anleger (54), dadurch gekennzeichnet, dass der Anleger (54) ein Modul (52) zur temporären Lagerung einer Folge von flachen Druckprodukten (10) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche aufweist.
  10. 10. Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckproduktweiterverarbeitungseinrichtung ein Sammelhefter, ein Klebebinder, eine Fadensiegelmaschine, eine Falzmaschine oder eine Versandraumanlage ist.






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