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Dokumentenidentifikation DE10236018A1 17.04.2003
Titel Vorrichtung zur Spannung von Transportbändern verschiedener Transportbandsysteme
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Robert, Jean Francois, Creil, FR;
Vauchelle, Thierry, Ravenel, FR
Vertreter Patentanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck, 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 06.08.2002
DE-Aktenzeichen 10236018
Offenlegungstag 17.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse B65G 23/44
IPC-Nebenklasse B41F 13/02   B65H 23/16   F16H 7/08   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Spannung von Einzeltransportbändern (6.1, 8.1) in voneinander verschiedenen Transportsystemen (6, 8) eines Falzapparates, der mindestens zwei verschiedene Transportbandsysteme (6, 8) umfasst. Die Transportbandsysteme (6, 8) enthalten eine Anzahl stationär aufgenommener Umlenkelemente (7), um welche die Einzeltransportbänder (6.1, 8.1) umlaufen. Ferner ist eine Spanneinrichtung (9) zur Erzeugung einer Vorspannkraft in den Transportbändern vorgesehen. An den einzelnen Spanneinheiten (9) sind rollenförmige Spannelemente (14, 15) aufgenommen, von denen das erste Spannelement (14) ein Einzeltransportband (6.1) des ersten Transportbandsystems (6) und das zweite Spannelement (15) ein Einzeltransportband (8.1) des vom ersten Transportbandsystem (6) verschiedenen zweiten Transportbandsystems (8) beaufschlagt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Spannung von Transportbändern verschiedener Transportbandsysteme, wie sie z. B. zum Transport flächiger Exemplare in bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschinen nachgeordneten Falzapparaten eingesetzt werden können.

DE 198 26 334 A1 hat eine Spannvorrichtung für einen Falzapparat zum Gegenstand. Gemäß dieser Lösung umfasst eine Einrichtung zum Spannen von Transportbandsystemen für flache Produkte in Falzapparaten eine Anzahl von Spanneinheiten. Dieser Anzahl von Spanneinheiten ist eine entsprechende Anzahl von Transportbandsystemen zugeordnet, deren Transportbänder auf endlosen Pfaden umlaufen. Jede Spanneinheit ist auf einem Support drehbar aufgenommen. Ferner ist eine Anzahl von Rollen vorgesehen, von der jede der Rollen mit einer entsprechenden Spanneinheit drehbar verbunden ist und jede der Rollen ein der jeweiligen Spanneinheit zugeordnetes Transportband spannt. Bei Ausfall eines der Transportbänder bewegt sich die dem ausgefallenen der Transportbänder entsprechende Spanneinheit, welche auf dem Support drehbar gelagert ist, in eine den Ausfall des Transportbandes anzeigende Position. Mit den Spanneinheiten, die jeweils der einzelnen Transportbändern des Transportbandsystems zugeordnet sind, läßt sich die Spannung eines jeden der einzelnen Transportbänder unabhängig für jedes der Transportbänder einstellen und regeln.

GB 2 299 327 offenbart ein Transportsystem einer Bogenfalzmaschine. Eine Vielzahl von Transportbändern bildet je einen Rahmen um eine Anzahl von Umlenkkränzen und einen Zylinder. Spannvorrichtungen dienen dazu, die Spannung in den Bändern aufrechtzuhalten. Ein einzelnes Spannelement mit einseitiger Lagerung passt die Spannung einer Vielzahl von Bändern an. Um das Entfernen und Ersetzen von verbrauchten Transportbändern zu erleichtern, sind das eine Ende eines jeden Umlenkkranzes und das dazugehörige Ende des Zylinders von ihrer Lagerung ablösbar. Das Ablösen kann mittels axialer Trennung der Lagerung von den entsprechenden Enden der Umlenkgrenze und des Zylinders erfolgen. Die Spannvorrichtung wird dazu vor der Bandentfernung deaktiviert, um ein Durchhängen der einzelnen Transportbänder herbeizuführen, welches die Entfernung der Bänder erleichtert. Die Umlenkkränze können die Form einer koaxialen Scheibe annehmen. Der Zylinder, an welchem die Bänder angebracht werden können, kann beispielsweise ein Falzzylinder eines Falzapparates sein.

Die aus GB 2 299 327 offenbarte Lösung erfordert relativ viel Platz um den erforderlichen Bänderdurchhang zu realisieren. Nachteil der in DE 198 26 334 A1 offenbarten Lösung ist der Umstand, dass durch die Zuordnung einer Spanneinheit zu einem jeden Transportband bei 100 Einzeltransportbändern Schwierigkeiten hinsichtlich der Zugänglichkeit auftreten können sowie durch den Einsatz von bis zu 100 individuellen Spanneinheiten beträchtliche Kosten anfallen können.

Angesichts der aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei Falzapparaten mit einer Vielzahl von Einzeltransportbändern pro Transportbandsystem die Anzahl der notwendigen Spanneinheiten erheblich zu reduzieren.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Die Vorteile der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung sind vor allem darin zu erblicken, dass durch die Einsparung der Hälfte der Spanneinheiten im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Lösung, einerseits ein erheblicher Kostenvorteil realisierbar ist und andererseits durch den Entfall einer erheblichen Anzahl von Spanneinheiten die Zugänglichkeit der verschiedenen Exemplartransportsysteme in einem Falzapparat erheblich verbessert wird. Daneben ist durch den Einsatz von Spanneinheiten, die paarweise auf einzelne Transportbänder von verschiedenen Transportbandsystemen einwirken, eine Vergleichmäßigung der Bandspannung und damit eine Verbesserung der Qualität des Exemplartransportes innerhalb einer exemplarverarbeitenden Maschine wie z. B. eines einer Rotationsdruckmaschine nachgeordneten Falzapparates erzielbar.

In einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung können die Spanneinheiten, die jeweils Paaren von einzelnen Transportbändern verschiedener Transportbandsysteme zugeordnet sind, zwischen diesen Transportbandsystemen im wesentlichen horizontal orientiert angeordnet werden. Daneben ist es ebenfalls möglich, die Spanneinheiten, die jeweils Paaren einzelner Transportbänder verschiedener Transportbandsysteme zugeordnet sind, zwischen diesen einzelnen Transportbändern in im wesentlichen vertikaler Orientierung anzuordnen. Bei der Anordnung der Spanneinheiten gemäß der beiden skizzierten Aufnahmepositionen in einer exemplarverarbeitenden Maschine, ist die Zugänglichkeit zu den Spanneinheiten besonders einfach sowie eine einfache und unkomplizierte Zufuhr eines Druckmediums zu Spanneinheiten möglich, wenn die Spanneinheiten als mit einem Druckmedium beaufschlagbare Stellzylinder ausgebildet sind.

Neben der Ausbildung den einzelnen Transportbändern verschiedener Transportsysteme zugeordneten Spanneinheiten als mit einem Druckmedium beaufschlagbare Stellzylinder, können die Spanneinheiten auch ein oder mehrere Federelemente enthalten. Die Federelemente können von einer Ummantelung umschlossen sein, wobei neben der Aufnahme eines als Zugfeder beschaffenen Federelementes zur Beaufschlagung der an der Spanneinheit vorgesehenen beiden rollenförmigen Spannelemente, auch ein Federsystem vorgesehen sein kann, beispielsweise parallel oder in Serie geschaltete Federn, über welche das erste rollenförmige Spannelement und das zweite rollenförmige Spannelement der Spanneinheit beaufschlagbar ist.

Die Spanneinheiten können als doppelt wirkende Stellzylinder mit zwei getrennt voneinander beaufschlagenden Druckkammern ausgebildet werden, so dass den jeweiligen einzelnen Transportbändern von verschiedenen Transportbandsysteme zum Transport flächiger Exemplare entweder eine in beiden paarweise durch die Spanneinheit beaufschlagten Transportbändern eine identische Vorspannung oder eine unterschiedliche Vorspannung aufgeprägt werden kann.

Die Spanneinheiten können in einer Ausführungsvariante Führungselemente enthalten, die sich im wesentlichen in horizontale Richtung erstrecken und an denen die die rollenförmigen ersten bzw. zweiten Spannelemente aufnehmenden Haltekörper geführt werden. Mittels der in horizontale Richtung wirkenden Führungselemente kann ein Verdrehen der an ausfahrbaren Haltekörpern aufgenommenen ersten und zweiten Spannelemente in bezug auf die einzelnen Transportbänder der verschiedenen Transportbandsysteme vermieden werden, so dass sich eine im wesentlichen horizontale Exemplartransportebene in den verschiedenen Transportbandsystemen einstellt, die einem schonenden und gleichmäßigen Exemplartransport begünstigt. Zur Verhinderung einer Verdrehung der durch die Spanneinheit beaufschlagten rollenförmig ausgebildeten ersten und zweiten Spannelemente können die aus dem Inneren eines einfach oder doppelt wirkenden Stellzylinder ausfahrbaren Haltekörper in einem hexagonalen Querschnitt ausgebildet werden, der eine Verdrehung der Haltekörper des ersten und des zweiten Spannelementes in bezug auf die in den verschiedenen Transportbandsysteme ausgebildeten Exemplartransportebenen verhindert. Anstelle eines hexagonalen Querschnittes, der jeweils das erste Spannelement sowie das zweite Spannelement aufnimmt, können die Haltekörper auch aus einem Mehrkeilprofil gefertigt werden; daneben ist in einer Ausführungsvariante der Ausführung der Haltekörper auch möglich, diese mit einer sich in horizontale Richtung parallel zur Aus- bzw. Einfahrbewegung der ersten und zweiten Spannelemente erstreckenden Längsnut zu versehen. In die Längsnut kann ein an der Spanneinheit ausgebildeter Vorsprung eingreifen, so dass die die ersten und zweiten Spannelementen aufnehmenden, im wesentlichen rollenförmig ausgebildeten Spannelemente sich nicht in bezug auf die Exemplartransportebene in den voneinander verschiedenen Transportbandsystemen verdrehen.

In einer weiteren Ausgestaltung des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens, können eine Anzahl von Spanneinheiten an einem Aufnahmekörper befestigt werden. Der Aufnahmekörper kann als ein balkenförmiges Element beschaffen sein, welches einen exemplarverarbeitende Maschine wie z. B. einen Falzapparat senkrecht zur Exemplarförderebene durchzieht. An diesem Aufnahmekörper lassen sich an der Unterseite, in einer horizontalen Ebene verschiebbar, eine Anzahl von Spanneinrichtungen nebeneinander beabstandet aufnehmen. Die Spanneinheiten, welche Paare von einzelnen Transportbändern voneinander verschiedener Transportbandsysteme mit einer Vorspannkraft beaufschlagen, können an der Unterseite des Aufnahmekörpers sowohl exakt parallel zueinander als auch mit einem Winkelversatz zueinander an der Unterseite des Aufnahmekörpers aufgenommen sein. Der Winkelversatz der Spanneinheit in bezug auf eine horizontal verlaufende Spannebene kann erforderlich sein, um Schrägstellungen oder unterschiedliche Längungen von einzelnen Transportbändern und Transportbandsystemen auszugleichen. Die Spanneinheiten, seien es einfach wirkende Stellzylinder, doppelt wirkende Stellzylinder oder einzelne Federelemente oder Federsysteme können von einem Halter umschlossen werden, welcher an der Unterseite des Aufnahmekörpers in einer Führung aufgenommen ist, an welcher eine Verschiebung des Halters und demzufolge der daran aufgenommenen Spanneinheit möglich ist. Auf diese Weise lassen sich die Spanneinheiten in axiale Richtung, d. h. in Richtung des Exemplartransportpfades justieren.

In einer weiteren Ausführungsvariante lassen sich die einzelnen Spanneinheiten, die paarweise einzelne Transportbänder und voneinander verschiedener Transportbandsysteme zugeordnet sind, an einem modifizierten Aufnahmekörper aufnehmen, welcher die Spanneinheiten an ihrer Umfangsfläche umschließt.

Die Fixierung einer Anzahl von Spanneinheiten an einem Aufnahmekörper, der eine exemplarverarbeitende Maschine senkrecht zur Exemplar der Transportebene durchsetzt, gestattet erstens eine einfache Zugänglichkeit der Spanneinheiten und andererseits eine einfache Zuführung eines Druckmediums zu den Spanneinheiten, wenn diese als einfach oder doppelt wirkende Stellzylinder ausgebildet sind. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Vorrichtung läßt sich bevorzugt an exemplarverarbeitenden Maschinen wie z. B. Falzapparaten einsetzen, die einer bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschine, sei es eine Akzidenzrollenrotationsdruckmaschine oder eine Zeitungsdruckmaschine nachgeordnet sein können.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Anordnung von Transportbandsystemen, wobei einzelnen Transportbändern verschiedener Transportsysteme eine gemeinsame Spanneinheit zugeordnet ist,

Fig. 2 die Spanneinheit gemäß Fig. 1 mit im wesentlichen horizontal verlaufender Ausgleichsebene,

Fig. 3 eine an einem Aufnahmekörper befestigte Spanneinheit,

Fig. 4 eine Anzahl von Spanneinheiten, die an einem Aufnahmekörper nebeneinander liegend befestigt sind,

Fig. 5, 5.1, 5.2 eine Zwillingsspanneinheit, befestigt an einem in horizontaler Richtung unterteilten Aufnahmekörper in mehreren Ansichten und

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht mehrerer an einem Aufnahmekörper aufgenommener Spanneinheiten, die jeweils mit einer Längsführung versehen sind.

Der Darstellung gemäß Fig. 1 ist eine Anordnung von Transportbandsystemen entnehmbar, wobei einzelne Transportbänder verschiedener Transportbandsysteme über eine gemeinsame Spanneinheit beaufschlagbar sind.

Im oberen Abschnitt der Darstellung gemäß Fig. 1 sind Transportbandsysteme 1, 2 dargestellt, innerhalb der ein Transportband 3 sowie ein weiteres Transportband 4 aufgenommen sind. Das Transportband 3 sowie das weitere Transportband 4 laufen um Umlenkrollen 5 eines ersten Durchmessers um, die in jedem der Transportbandsysteme 1, 2 vorgesehen sind.

Unterhalb der Transportbandsysteme 1, 2 sind ein erstes Transportbandsystem 6 sowie ein weiteres, zweites Transportbandsystem 8 dargestellt. Das erste und das zweite Transportbandsystem 6, 8 umfassen jeweils eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Einzeltransportbändern von denen in der Darstellung gemäß Fig. 1 ein erstes Einzeltransportband mit Bezugszeichen 6.1 bezeichnet ist und im zweiten Transportbandsystem 8 ein zweites Einzeltransportband durch das Bezugszeichen 8.1 identifiziert ist. Senkrecht zur Zeichenebene gemäß der Darstellung in Fig. 1 und in dieser nicht dargestellt, umfassen das erste Transportbandsystem 6 und das zweite Transportbandsystem 8 weitere Einzeltransportbänder, die in geringem Abstand voneinander um Umlenkrollen 7 umlaufen. Durch die Anordnung mehrerer Einzeltransportbänder senkrecht zur Zeichenebene wird im ersten Transportbandsystem 6 sowie im zweiten Transportbandsystem 8 jeweils eine Transportebene für flächige Exemplare gebildet. In diesen Transportebenen werden flächige Exemplare, z. B. ein- oder mehrseitige Falzprodukte, in geschuppter oder in sequentieller Folge gefördert. So arbeitet das erste Transportbandsystem 6 mit dem über diesem angeordneten Transportbandsystem 1 zusammen, wobei das Transportband 3 sowie die Einzeltransportbänder des ersten Transportbandsystemes 6 einen gemeinsamen Förderabschnitt durchlaufen, in welchem hier nicht dargestellte flächige Exemplare an Ober- und Unterseite von den Transportbändern des Transportbandsystems 1 bzw. des ersten Transportbandsystems 6 ergriffen sind. In analoger Weise werden zwischen dem Transportbandsystem 2 sowie dem zweiten Transportbandsystem 8 während des Förderabschnittes, in welchem die Einzeltransportbänder dieser Transportbandsysteme parallel zueinander laufen, ebenfalls flächige Exemplare an Ober- und Unterseite ergriffen, gefördert.

Die in der Darstellung gemäß Fig. 1 exemplarisch beispielhaft herausgegriffenen Einzeltransporthänder 6.1 bzw. 8.1 laufen um Umlenkelemente 7 um, die vorzugsweise als Rollen ausgebildet sind. Eine der Umlenkrollen 7 der jeweils im ersten Transportbandsystem 6 bzw. im zweiten Transportbandsystem 8 aufgenommenen Umlenkrollen 7 ist angetrieben und prägt den Einzeltransportbändern des ersten Transportbandsystems 6 bzw. des zweiten Transportbandsystems 8 die Fördergeschwindigkeit auf, die von der Fördergeschwindigkeit der in einer exemplarverarbeitenden Maschine zu verarbeitenden flächigen Exemplare abhängt.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 1 geht hervor, dass das erste Einzeltransportband 6.1 des ersten Transportbandsystemes 6 sowie das erste Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystems 8 über eine diesen gemeinsame Spanneinheit 9 beaufschlagt sind. Die Spanneinheit 9 umfasst einen Stellzylinder 10, der über einen mit Bezugszeichen 13 bezeichneten Anschluß für ein Druckmedium beaufschlagbar ist. Im Stellzylinder 10 ist eine Kolbenstange 11 verschieblich aufgenommen, an deren Ende ein zweites Spannelement 15 aufgenommen ist. Das zweite Spannelement 15, im allgemeinen als eine Spannrolle mit seitlich diese umgebenden Stegen und drehbar an der Kolbenstange 11 ausgebildet, befindet sich in der Darstellung gemäß Fig. 1 in einer ersten Position 15.1. Darüber hinaus weist die Spanneinheit 1 ein erstes Spannelement 14 auf, welches sich in der Darstellung gemäß Fig. 1 in einer ersten Position 14.1 befindet. Das erste Einzeltransportband 6.1 des ersten Transportbandsystems 6 wird über das erste Spannelement 14 der Spanneinheit 9 beaufschlagt, während gleichzeitig durch das an der ausfahrbaren Kolbenstange 11 aufgenommene zweite Spannelement 15 das erste Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystemes 8 beaufschlagt ist. Die Spanneinheit 9 beaufschlagt somit gleichzeitig paarweise Einzeltransportbänder 6.1 bzw. 8.1 voneinander verschiedener Transportbandsysteme 6 bzw. 8.

Anstelle der in Fig. 1 dargestellten ersten Positionen 14.1 bzw. 15.1 des ersten Spannelementes 14 bzw. des zweiten Spannelementes 15, vermögen die Spannelemente 14 bzw. 15 auch von dieser Position verschiedene Positionen einzunehmen. Eine zweite Position des ersten rollenförmig konfigurierten Spannelementes 14 ist mit 14.2 bezeichnet. In dieser Position 14.2 wird dem Einzeltransportband 6.1 des ersten Transportbandsystemes 6 eine geringere Vorspannung aufgeprägt als in der Position 14.1 des ersten Spannelementes 14 der Spanneinheit 9. Das an der ausfahrbaren Kolbenstange 11 drehbar aufgenommene zweite Spannelement 15 kann neben der Position 15.1 eine zweite Position 15.2 sowie eine weitere Position 15.3 annehmen. Abhängig vom Ausfahrweg der Kolbenstange 11 aus dem Stellzylinder 10 der Spanneinheit 9, wird dem ersten Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystemes 8 bei Stellung des zweiten Spannelementes 15 in Position 15.2 eine geringere Vorspannung aufgeprägt, verglichen zu der Vorspannung, die im ersten Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystemes 8 herrscht, wenn das zweite Spannelement 15 seine mit Bezugszeichen 15.3 identifizierte Position einnimmt.

Abhängig von der Alterung der Einzeltransportbänder des zweiten Transportbandsystemes 8 kann eine Erhöhung der Vorspannung zum Ausgleich eines Transportbanddurchhanges erzeugt werden. Eine Erhöhung der Vorspannung von Einzeltransportbändern von Transportbandsystemen ist z. B. dann erforderlich, wenn zwischen den Transportbändern z. B. des zweiten Transportbandsystemes 8 und des Transportbandsystemes 2 flächige Exemplare transportiert werden, die mehrere Falzlagen umfassen. Bedingt durch die Belastung, neigen die Einzeltransportbänder des zweiten Transportbandsystemes 8 dazu, nach unten durchzuhängen, so dass ein Kontakt an der Oberseite der flächigen Exemplare durch das weitere Transportband 4 des Transportbandsystemes 2 nicht mehr gewährleistet ist. Eckenumschlagen und Verrutschen flächiger Exemplare während ihrer Förderung sind die Folge.

Daher ist eine Variation der Vorspannung von Einzeltransportbändern von Transportbandsystemen wünschenswert.

Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Spanneinheit mit zugehöriger Ausgleichsebene.

Analog zur Darstellung gemäß Fig. 1 ist die Spanneinheit 9 zwischen zwei Einzeltransportbändern 6.1 bzw. 8.1 voneinander verschiedener Transportbandsysteme 6 bzw. 8 aufgenommen. Das an der Spanneinheit 9 vorgesehene erste Spannelement 14 befindet sich in der Position 14.1, während das zweite Spannelement 15, welches an der ausfahrbaren Kolbenstange 11 aufgenommen ist, in seiner ersten Position 15.1 dargestellt ist. Bei in horizontaler Richtung orientierter Einbaulage der Spanneinheit 9 in einer exemplarverarbeitenden Maschine ergibt sich eine Horizontalebene 20, in welcher sich entsprechend des Ausfahrweges der Kolbenstange 11 aus dem Stellzylinder 10 der Spanneinheit 9 weitere Stellpositionen wie z. B. die zweite Position 15.2 des zweiten Spannelementes 15 einstellen lassen. Wie im Zusammenhang mit der Beschreibung von Fig. 1 bereits erwähnt, können durch die verschiedenen Vorspannkraftstufen in dem ersten Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystems 8 eingestellt werden. Bei Einsatz eines doppelt wirkenden Stellzylinders 10 zwischen dem ersten Einzeltransportband 6.1 des ersten Transportbandsystems 6 sowie dem ersten Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystems 8, kann auch das erste Spannelement 14 an einer aus dem Inneren des Stellzylinders 10 ausfahrbar gestalteten Kolbenstange befestigt werden, so dass dieses ebenfalls weitere Stellpositionen, wie z. B. die mit Bezugszeichen 14.2 angedeutete Steilposition einnehmen kann.

Sowohl bei einem einfach wirkenden Stellzylinder 10 als auch bei einem doppelt wirkenden Stellzylinder einer Spanneinheit 9 kann für den Fall eines Transportbandrisses entweder im ersten Einzeltransportband 6.1 des ersten Transportbandsystemes 6 oder im ersten Einzeltransportband 8.1 des zweiten Transportbandsystems 8 Sorge dafür getragen werden, dass aufgrund der paarweisen Vorspannung beider Einzeltransportbänder 6.1 bzw. 8.1 über eine gemeinsame Spanneinheit 9 das intakte, d. h. das funktionsfähig verbleibende Einzeltransportband bei Versagen des anderen Transportbandes unter Vorspannung gehalten werden kann. Dazu können an den über ein Druckmedium am Anschluß 13 beaufschlagbaren Stellzylindlern 10 - seien sie einfach oder seien sie doppelt wirkend ausgebildet - Sicherheitsanschläge vorgesehen werden.

Fig. 3 zeigt eine an einem Aufnahmekörper aufgenommene Spanneinheit.

Die Zugänglichkeit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Spanneinheit 9 in einer exemplarverarbeitenden Maschine kann dadurch verbessert werden, dass eine Anzahl von Spanneinheiten 9 mit einem ersten, ein erstes Einzeltransportband beaufschlagenden Spannelement 14 sowie einem zweiten, ein weiteres Einzeltransportband eines vom ersten Transportbandsystem verschiedenen Transportbandsystem beaufschlagendes Spannelement an einem Aufnahmekörper 30 aufgenommen sind. Der Aufnahmekörper 30 kann als balkenförmiges Element konfiguriert sein, welches die exemplarverarbeitende Maschine, wie z. B. einen Falzapparat, senkrecht zur Förderrichtung von flächigen Exemplaren durchsetzt. Die einzelnen Spanneinheiten 9 können an der Unterseite des Aufnahmekörpers 30 verschieblich aufgenommen sein. Senkrecht zur Zeichenebene können an der Unterseite eines Aufnahmekörpers 30 eine Vielzahl von Spanneinheiten 9 streng parallel zueinander oder mit leicht winkelförmigem Versatz zueinander aufgenommen werden. Zur Ermöglichung einer Einstellbewegung in axiale Richtung in bezug auf die Spanneinheit 9 können die jeweiligen Spanneinheiten in einem Halter 33 aufgenommen sein, der einen mit diesem korrespondierenden Sitz 34 an dem Stellzylinderteil 10 der Spanneinheit 9 umschließt. Der obere Bereich des Halters 33 kann z. B. von einem Befestigungselement 32 durchsetzt werden, mit welchem der Halter 33 relativ zu einer Öffnung 31 an einer Führung unterhalb des Aufnahmekörpers 30 verschieblich angeordnet ist. Je nach gewünschter Montageposition der Spanneinheit 9 kann diese am Aufnahmekörper 30 verschoben werden. Wie aus Fig. 3 zudem hervorgeht, sind die vorzugsweise als rollenförmige Umlenkrollen beschaffenen ersten und zweiten Spannelemente 14 bzw. 15 um Rotationsachsen 49 drehbar und nicht angetrieben.

Bei Ausführung der Spanneinheiten 9 als über einen Druckmediumanschluß 13 beaufschlagbare ein- oder doppelt wirkende Stellzylinder 10 wird das Druckmedium in diese über den Anschluß 13 eingeleitet. Alternativ dazu ist es ebenfalls möglich, die Spanneinheit 9 als Federspanner auszugestalten, wobei zwischen das erste Spannelement 14 sowie das zweite Spannelement 15 ein als Zugfeder konfiguriertes Federelement eingebaut wird. Anstelle eines die beiden Spannelemente 14, 15 beaufschlagenden Federelementes, läßt sich in der Spanneinheit 9 ebensogut ein Federsystem von in Reihe oder parallel geschalteten Federn anordnen, mit welchen in einer Spanneinheit 9 eine gestufte Vorspannkrafterzeugung erzielt werden kann.

Fig. 4 zeigt eine Anzahl von Spanneinheiten, die an der Unterseite eines Aufnahmekörpers befestigt sind.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 4 geht hervor, dass der Aufnahmekörper 30 sich senkrecht zur Bewegungsrichtung der zweiten Spannelemente 15 der Spanneinheiten 9 erstreckt. Die Erstreckung senkrecht zur Bewegungsrichtung der Kolbenstangen 11 ist mit Bezugszeichen 35 bezeichnet. Mit seiner Oberseite 37 ist der balkenförmig konfigurierte Aufnahmekörper 30 in einer exemplarverarbeitenden Maschine befestigbar, während an seiner Unterseite 36, axial nebeneinander beabstandet, die einzelnen paarweise Einzeltransportbänder verschiedener Transportbandsysteme beaufschlagende Spanneinheiten 9 befestigt sind. Aus der Darstellung gemäß Fig. 4 geht hervor, dass in dieser Ausführungsvariante die einzelnen Spanneinheiten 9 streng parallel an der Unterseite 36 orientiert aufgenommen sind. Die Halter 33 der Stellzylinder 10 der Spanneinheiten 9 sind an Führungsabschnitten mit langlochförmigen Öffnungen 31 an der Unterseite 36 des Aufnahmekörpers 30 fixiert. Die einzelnen zweiten rollenförmig konfigurierten Spannelemente 15 der Spanneinheiten 9 nehmen eine erste Position 15.1 ein, während die ersten Spannelemente 14 der Spanneinheiten 9 in der Darstellung gemäß Fig. 4 in ihrer ersten Position 14.1 dargestellt sind. Sowohl die rollenförmig konfigurierten zweiten Spannelemente 15 als auch die rollenförmig konfigurierten ersten Spannelemente 14 rotieren frei um ihre Rotationsachse 49 an den Enden der Spanneinheiten 9. Unterhalb der Halter 33 für die Stellzylinder 10 der Spanneinheiten 9 sind die mit Bezugszeichen 13 identifizierten Anschlüsse für ein Druckmedium dargestellt. Eine Aufnahme von Spanneinheiten 9 gemäß der Darstellung in Fig. 4 an einem gemeinsamen balkenförmig konfigurierten Aufnahmekörper 30, gestattet eine einfache Zugänglichkeit der Druckmedienanschlüsse 13 für Stellzylinder 10 von Spanneinheiten 9. Anstelle einer streng parallelen Anordnung der einzelnen Spannelemente 9 an der Unterseite 36 des balkenförmigen Aufnahmekörpers 30 zueinander, lassen sich die einzelnen Spanneinheiten 9, falls gewünscht auch mit leichtem Winkelversatz zueinander an der Unterseite des balkenförmig konfigurierten Aufnahmekörpers 30 montieren.

Den Fig. 5, 5.1 sowie 5.2 ist eine Zwillings-Spanneinheit zu entnehmen, befestigt an einer horizontal geteilten Aufnahmestruktur in mehreren Ansichten.

Fig. 5 zeigt eine Unteransicht einer Zwillings-Spanneinheit, d. h. zwei zueinander parallel ausgerichteten Spanneinheiten 9, die an Unterteilen 44 eines modifizierten Aufnahmekörpers 40 angeordnet sind. Die Spanneinheiten 9 umfassen jeweils einfach wirkende Stellzylinder 10, aus denen eine Kolbenstange ausfahrbar ist. Die Stellzylinder 10 werden mit einem Druckmedium beaufschlagt, welches den Stellzylindern den über einen Anschluß 13 für ein Druckmedium zugeführt wird. An den Kolbenstangen 11 der Spanneinheiten 9 sind jeweils zweite Aufnahmestücke 39 befestigt, an welchen die zweiten vorzugsweise rollenförmig konfigurierten Spannelemente 15 um Rotationsachsen 49 rotierend frei drehbar aufgenommen sind. Die zweiten Spannelemente 15 umfassen an ihren Stirnseiten jeweils ringförmig konfigurierte Stege 48, die eine Lauffläche 47 für die vorzuspannenden Einzeltransportbänder begrenzen.

Am gegenüberliegenden Ende der in Fig. 5 dargestellten Zwillingsspanneinheit sind erste rollenförmig konfigurierte Spannelemente dargestellt, die in 1. Aufnahmestücken 38 gelagert sind. Die ersten Spannelemente 14, dargestellt in ihrer ersten Position 18.1, rotieren ebenfalls um Rotationsachsen 49. Die ersten Spannelemente 14 sind analog zu den zweiten Spannelementen 15 von ringförmig sich an den Stirnseiten erstreckenden Stegen 48 umgeben, die eine Lauffläche 47 für die vorzuspannenden Einzeltransportbänder des zweiten Transportbandsystems 8 begrenzen.

Die Spanneinheiten 9 gemäß der Darstellung in Fig. 5 können mit einfach wirkenden Stellzylindern 10 versehen sein, an deren, dem Anschluß 13 für das Druckmedium abgewandter Stirnseite die 1. Aufnahmestücke 38 stationär aufgenommen sein können. In einer Ausführungsvariante können die Stellzylinder 10 auch als doppelt wirkende Stellzylinder ausgebildet sein, bei denen das erste Aufnahmestück 38 ebenfalls an einer aus dem Zylinderinneren ausfahrbaren Kolbenstange aufgenommen sein kann, so dass das erste Aufnahmestück 38 für die ersten Spannelemente 14 ebenfalls relativ bewegbar zum Korpus des Stellzylinders 10 ist.

Fig. 5.1 zeigt die Seitenansicht der Zwillingsspanneinheit gemäß der Darstellung in Fig. 5.

Aus der Seitenansicht gemäß Fig. 5.1 geht hervor, dass die Spanneinheit 9 an einem modifizierten Aufnahmekörper 40 aufgenommen ist. Der modifizierte Aufnahmekörper 40 umfasst ein Oberteil 42, ein Mittelstück 43 sowie ein Unterteil 44. Mit der Oberseite 37 wird der modifizierte Aufnahmekörper 40 in einer exemplarverarbeitenden Maschine befestigt. An der Unterseite 36 des Oberteiles 42 ist das Mittelstück 43 befestigt, welches von einem stangenförmig konfigurierten Führungselement 41 durchsetzt wird. Das stangenförmige Führungselement 41 ist an einer ersten Aufnahme 41.1 sowie an einer zweiten Aufnahme 41.2 am Stellzylinder 10 der Spanneinheit 9 befestigt. Das das Mittelstück 43 durchsetzende stangenförmig konfigurierte Führungselement 41 verhindert, dass sich die Stellzylinder 10 der Spanneinheit 9 relativ zum modifizierten Aufnahmekörper 40 verdrehen, was eine Schrägstellung des ersten Spannelementes 14 sowie des zweiten Spannelementes 15 zur folge hätte, was höchst unerwünscht ist. Die Stellzylinder 10 der Spanneinheiten 9 werden mittels eines Unterteiles 44 mit dem Mittelstück 43 des modifizierten Aufnahmekörpers 40 verbunden. Das erste Spannelement 14 ist mit einem ersten Aufnahmestück 38 stationär an der dem Druckmediumanschluß 13 gegenüberliegenden Stirnseite des Stellzylinders 10 befestigt, während das zweite Spannelement 15 frei drehbar in einem zweiten Aufnahmestück 35 der Kolbenstange 11 des Stellzylinders 10 aufgenommen ist.

Der Schnittdarstellung in Fig. 5.2, entsprechend des in Fig. 5.1 dargestellten Schnittverlaufes A-A ist entnehmbar, dass das Mittelstück 43 schlitzförmig konfigurierte Öffnungen 45 umfasst, welche vom stangenförmig konfigurierten Führungselement 41 durchsetzt werden, um eine Verdrehung der Spanneinheiten 9 in ihre Einbaulage im Mittelstück 43 und den an dessen Unterseite montierten Unterteil 44 zu verhindern. Mit der Oberseite 37 wird der modifizierte, vorzugsweise balkenförmig konfigurierte Aufnahmekörper 40 in eine exemplarverarbeitenden Maschine befestigt, während an seiner Unterseite 36 das Mittelstück 43 mit Führungsschlitzen 45 aufgenommen ist. Der Schnittdarstellung gemäß Fig. 5.2 ist darüber hinaus entnehmbar, dass die Kolbenstange 11 zur Verdrehsicherung z. B. mit einem Hexagonalprofil 46 ausgebildet sein kann. Anstelle eines Hexagonalprofiles 46 kann die Kolbenstange 11 auch als eine Mehrkeilstange ausgebildet sein. Fertigungstechnisch besonders einfach und mit geringem Aufwand herstellbar, kann mit der Kolbenstange 11 auch eine Längsnut ausgebildet werden, die mit einem an Stellzylinder 10 vorgesehenen Vorsprung zusammenarbeitet, wodurch eine Verdrehung der Kolbenstange 11 und dem daran aufgenommenen zweiten Spannelement 15 relativ zur Horizontalebene 20 vermieden wird.

Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht mehrerer an einem Aufnahmekörper aufgenommener Spanneinheiten, die jeweils mit einer Längsführung zur Verhinderung einer Positionsänderung in Umfangsrichtung versehen sind.

Aus Fig. 6 geht hervor, dass an einer Unterseite 36 eines modifizierten Aufnahmekörpers 40 in dem Mittelstück 43 und dem damit zusammenwirkenden Unterteil 44 eine Anzahl von Spanneinheiten 9 aufgenommen sind. Dass die schlitzförmige Öffnung 45 enthaltende Mittelstück 43 wird von einer stangenförmig konfigurierten Führungselement 41 durchsetzt, welches an einer jeden der Spanneinheiten 9 in einer ersten Aufnahme 41.1 bzw. einer zweiten Aufnahme 41.2 stationär gelagert ist. Die Aufnahme des stangenförmig konfigurierten Führungselementes 41 in einem Aufnahmeschlitz 45 im Mittelstück 43 verhindert eine Drehung der Stellzylinder 10 relativ zum Mittelstück 43 des modifizierten Aufnahmekörpers 40, so dass die in Fig. 6 dargestellte Position der ersten Spannelemente 14 bzw. der zweiten Spannelemente 15 in bezug auf die durch die zu spannenden Einzeltransportbänder definierte Exemplarförderebene an den verschiedenen Transportbandsystemen 6, 8 beibehalten wird. Die vorzugsweise rollenförmig konfigurierten ersten und zweiten Spannelemente 14 bzw. 15 umfassen jeweils ringförmige Stege 48, die ein Ablaufen der Einzeltransportbänder voneinander verschiedener Transportbandsysteme von der zwischen den Stegen 48 ausgebildeten Lauffläche 47 verhindern. Die rollenförmig konfigurierten ersten und zweiten Spannelemente 14 bzw. 15, die sich in Fig. 6 in ihrer ersten Position 14.1 bzw. 15.1 befinden, sind frei drehbar um Rotationsachsen 49 an den Enden der Spanneinheiten 9 aufgenommen. Die Kolbenstangen 11, in denen in der Darstellung gemäß Fig. 6 die zweiten Spannelemente 15 aufgenommen sind, können mit einer Verdrehsicherung versehen sein (vergleiche Darstellung gemäß Fig. 5.2), so dass die Lauffläche 47 zwischen den ringförmigen Stegen 48 an den Stirnseiten der zweiten Spannelemente 15 stets vertikal verläuft.

Auch in der Darstellung gemäß Fig. 6 sind eine Anzahl von Spanneinheiten 9 exakt parallel zueinander beabstandet an der Unterseite 36 des modifizierten Aufnahmekörpers 40 aufgenommen. Anstelle der exakt parallelen Ausrichtung einer Vielzahl von Spanneinheiten 9 zueinander, können das Mittelstück 43 und das mit diesem zusammenwirkende Unterteil 44 parallel zur Breitenerstreckung des modifizierten Aufnahmekörpers 40 relativ zueinander verschoben werden, so dass die Spanneinheiten 9 in der Horizontalebene 20 winkelverschieblich sind.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Vorrichtung gestattet eine Einsparung der Hälfte bei bisherigen Falzapparatkonfigurationen eingesetzter Stellzylinder zur Vorspannung von Einzeltransportbändern. Die Anordnung der einzelnen Spanneinheiten 9 an Aufnahmekörpern 30, 40 vereinfacht einerseits Zugänglichkeit zu diesen, bietet andererseits einen optimalen Anschluß von Zuleitungen 13 für ein die Spanneinheiten 9 beaufschlagendes Druckmedium, falls pneumatisch beaufschlagbare Stellzylinder 10 zum Einsatz kommen. Der Einsatz in bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschinen nachgeordneten Falzapparaten, die einer Akzidenzrollenrotationsdruckmaschine oder Zeitungsrotationsdruckmaschine nachgeordnet sind, stellt ein mögliches Einsatzgebiet der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung dar. Bezugszeichenliste 1 Transportbandsystem

2 Transportbandsystem

3 Transportband

4 weiteres Transportband

5 Umlenkrolle

6 erstes Transportbandsystem

6.1 erstes Einzeltransportband

7 Umlenkrolle

8 zweites Transportbandsystem

8.1 erstes Einzeltransportband

9 Spanneinheit

10 Stellzylinder

11 Kolbenstange

13 Anschluß Druckmedium

14 erstes Spannelement

14.1 erste Position

14.2 zweite Position

15 zweites Spannelement

15.1 erste Position

15.2 zweite Position

15.3 weitere Position

20 Horizontalebene

30 Aufnahmekörper

31 Verschiebungsöffnung

32 Befestigungselement

33 Halter

34 Sitz

35 Breitenerstreckung

36 Unterseite

37 Oberseite

38 1. Anlenkstück

39 2. Anlenkstück

40 modifizierter Aufnahmekörper

41 Führungselement

41.1 erste Aufnahme

41.2 zweite Aufnahme

42 Oberteil

43 Mittelstück

44 Unterteil

45 schlitzförmige Öffnung

46 hexagonaler Querschnitt

47 Lauffläche

48 ringförmiger Steg

49 Rotationsachse


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Spannen eines ersten und zweiten Transportbandes (6.1, 8.1) in einem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine, wobei das erste Transportband (6.1) und das zweite Transportband (8.1) in voneinander unabhängigen Transportbandsystemen (6, 8) angeordnet sind und durch eine Spanneinheit (9) gespannt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) zwischen dem ersten Transporthand (6.1) und dem zweiten Transportband (8.1) angeordnet ist und diese mit einer das erste Transportband (6.1) und das zweite Transportband (8.1) gleichzeitig spannenden Kraft beaufschlagt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) ein, auf das erste Transportband (6.1) wirkendes erstes rollenförmiges Spannelement (14) sowie ein gegenüber dem ersten rollenförmigen Spannelement (14) bewegbares und sich durch eine federelastische Kraft abstützendes zweites rollenförmiges Spannelement (15) umfasst, welches auf das zweite Transportband (8.1) wirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) einen mit einem Druckmedium beaufschlagbaren Stellzylinder (10, 13) zur Erzeugung der das erste und das zweite Transportband (6.1, 8.1) spannenden Kraft umfasst.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellzylinder (10, 13) als doppelt wirkender Stellzylinder mit zwei getrennt voneinander beaufschlagbaren Druckkammern ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) ein zwischen dem ersten Spannelement (14) und dem zweiten Spannelement (15) wirkendes Federelement zur Erzeugung der das erste und das zweite Transportband (6.1, 8.1) spannenden Kraft umfasst.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) ein System parallel geschalteter Federelemente enthält, mit denen eine gestufte Vorspannkraft erzeugbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) zwischen dem ersten Transportband (6.1) und dem zweiten Transportband (8.1) im Wesentlichen horizontal orientiert angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) zwischen dem ersten Transportband (6.1) und dem zweiten Transportband (8.1) im Wesentlichen vertikal orientiert angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) ein oder mehrere Führungselemente (41) umfasst, die ein Verdrehen der Spanneinheit (9) verhindern.
  10. 10. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Spannelement (14) und/oder das zweite Spannelement (15) der Spanneinheit (9) an ausfahrbaren Haltekörpern (11) aufgenommen sind, die in einem Querschnitt (46) ausgebildet sind, der eine Verdrehung des ersten und zweiten Spannelement (14, 15) aus der Vertikalposition verhindern.
  11. 11. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die ausfahrbaren Haltekörper (11) einen hexagonalen Querschnitt (46) aufweisen.
  12. 12. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die ausfahrbaren Haltekörper (11) als Mehrkeilprofile ausgebildet sind.
  13. 13. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die ausfahrbaren Haltekörper (11) mit einer Längsnut versehen sind, in welche ein Vorsprung am Körper der Spanneinheit (9) eingreift.
  14. 14. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das eine Vielzahl von Spanneinheiten (9) zum Spannen einer Vielzahl von ersten und zweiten Transportbändern (6.1, 8.1) in einer vorzugsweise horizontalen Ebene (20) positionierbar aufgenommen ist.
  15. 15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheiten (9) am Aufnahmekörper (30) parallel zueinander positioniert sind.
  16. 16. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheiten (9) am Aufnahmekörper (30) mit Winkelversatz zueinander in der Horizontalebene (20) positionierbar sind.
  17. 17. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheiten (9) im Aufnahmekörper (30) in einem Halter (33) aufgenommen sind, welcher innerhalb eines Führungsbereiches (31) relativ zum Aufnahmekörper (30) verschiebbar ist.
  18. 18. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (9) an einem modifizierten Aufnahmekörper (40) angeordnet sind und von dessen Komponenten (43, 44) umschlossen wird.






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