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Dokumentenidentifikation DE10243733A1 17.04.2003
Titel Abschirmung an einer flächige Bedruckstoffe verarbeitenden Maschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Donges, Markus, 68165 Mannheim, DE;
Mallok, Andreas, 69168 Wiesloch, DE
DE-Anmeldedatum 20.09.2002
DE-Aktenzeichen 10243733
Offenlegungstag 17.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse B65H 43/00
IPC-Nebenklasse B65H 31/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit einer die Bedruckstoffe in Form eines Stapels aufnehmenden Stapelstation und einer, einer Seite der Stapelstation zugeordneten, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verstellbaren mechanischen Abschirmung.
Um von einer solchen Maschine ausgehende Gefährdungen mit geringem Aufwand auf ein möglichst kleines Maß herabzusetzen, ist ein Schloss (25) vorgesehen, mittels welchem die Abschirmung (24) in deren geschlossener Stellung selbsttätig verriegelbar und entriegelbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit einer die Bedruckstoffe in Form eines Stapels aufnehmenden Stapelstation und einer, einer Seite der Stapelstation zugeordneten, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verstellbaren mechanischen Abschirmung.

Die Beschickung einer solchen Maschine mit von einem Stapel vereinzelten Bogen und die wiederum stapelweise Entsorgung der verarbeiteten Bogen bedingen, dass die hierfür vorgesehenen Stapelstationen wenigstens eine Öffnung von derartiger Größe aufweisen müssen, dass ein jeweiliger Stapel durch die Öffnung einer der Stapelstationen in diese hinein und durch die Öffnung einer anderen der Stapelstationen aus dieser heraus verlagerbar ist. Im Bereich einer entsprechenden Stapelstation befinden sich jedoch Maschinenkomponenten, die je nach einem gerade bestehenden Betriebszustand der Maschine stillstehen oder sich bewegen und insofern bei einer Zugänglichkeit der Stapelstation durch die genannte Öffnung hindurch dann eine gewisse Gefährdung von die Maschine betreibenden Personen darstellen, wenn diese die für die Maschine geltenden Bedienungsvorschriften nicht strikt befolgen. Um dieser Gefährdung entgegenzuwirken, sind im Stand der Technik für Stapelstationen der genannten Art bereits mechanische Abschirmungen vorgesehen, welche die genannte Öffnung lediglich zu einer entsprechenden Verlagerung des Stapels durch eine entsprechende Öffnung freigeben.

Eine solchermaßen ausgestattete Maschine ist aus der Druckschrift DE 197 01 645 A1 bekannt. Die hierin offenbarten Ausgestaltungen einer mechanischen Abschirmung werden selbsttätig von einer geöffneten in eine geschlossene Stellung und umgekehrt verstellt und benötigen deshalb jeweils einen Stellantrieb. Damit wird zwar ein hohes Maß an Sicherheit erreicht, jedoch muß dies mit einem Aufwand erkauft werden, der über die Abschirmung als solche und über eine Steuerschaltung hinausgeht, die zum bestimmungsgemäßen Einsatz der Abschirmung erforderlich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der eingangs genannten Art mit möglichst geringem Aufwand so auszugestalten, dass von der Maschine ausgehende Gefährdungen bei vorschriftswidrigem Umgang mit dieser auf ein möglichst kleines Maß herabgesetzt werden.

Gemäß der Erfindung ist hierzu ein ansteuerbares Schloss vorgesehen, mittels welchem die Abschirmung in deren geschlossener Stellung selbsttätig verriegelbar und entriegelbar ist.

Die Erfindung ist in den beigefügten Zeichnungen sowie in mit dem Erfindungsgegenstand realisierbare Arbeitsweisen der Maschine darstellenden Diagrammen und in den hierauf Bezug nehmenden nachfolgenden Erläuterungen im Einzelnen dargelegt, wobei beispielhaft auf eine Stapelstation eingegangen wird, in welcher die zuvor in Form eines Stapels in einer weiteren Stapelstation zur Verarbeitung bereitgestellten Bedruckstoffe nach deren Verarbeitung in wenigstens einer Verarbeitungsstation mittels eines Auslegers wieder zu einem Stapel zusammengefasst werden, und wobei eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine in Form einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine zugrunde gelegt ist.

Es zeigen:

Fig. 1 in schematischer Darstellung einen, einen Ausleger umfassenden Abschnitt einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine,

Fig. 2 eine Teilansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1,

Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III in Fig. 2,

Fig. 4 ein die Verknüpfung der Maschinensteuerung mit Signalgebern, der Abschirmung und dem Hubwerk andeutendes Blockschaltbild,

Fig. 5 ein Ablaufdiagramm für die Inbetriebnahme der Maschine und einen Stapelwechsel nach einem ersten Modus,

Fig. 6 ein Ablaufdiagramm für einen Stapelwechsel nach einem zweiten Modus.

Wie erwähnt, ist bei den folgenden Erläuterungen beispielhaft auf eine Stapelstation Bezug genommen, in welcher verarbeitete Bedruckstoffe wieder gestapelt werden.

In Fig. 1 ist demzufolge ein einen Ausleger umfassender Abschnitt einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine dargestellt. Diese umfasst einen auf eine letzte Verarbeitungsstation folgenden Ausleger 1. Eine solche Verarbeitungsstation kann ein Druckwerk oder ein Nachbehandlungswerk sein, wie beispielsweise ein Lackwerk. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei der letzten Verarbeitungsstation um ein im Offsetverfahren arbeitendes Druckwerk 2 mit einem Druckzylinder 2.1. Dieser führt einen jeweiligen Bogen 3 in einer mittels des Drehrichtungspfeils 5 angedeuteten Verarbeitungsrichtung durch einen Druckspalt zwischen dem Druckzylinder 2.1 und einem damit zusammenarbeitenden Gummituchzylinder 2.2 und übergibt ihn anschließend an einen Kettenförderer 4 unter Öffnen von am Druckzylinder 2.1 angeordneten, zum Erfassen des Bogens 3 an einem Greiferrand am vorauseilenden Ende des Bogens vorgesehenen Greifern. Der Kettenförderer 4 umfasst zwei Förderketten 6, von welchen eine jeweilige entlang einer jeweiligen Seitenwand des Kettenauslegers 1 betriebsmäßig umläuft. Eine jeweilige Förderkette 6 umschlingt je eines von zwei synchron angetriebenen Antriebskettenrädern 7, deren Drehachsen miteinander fluchten und ist im vorliegenden Beispiel über je ein gegenüber den Antriebskettenrädern 7 stromabwärts bezüglich der Verarbeitungsrichtung befindliches Umlenkkettenrad 8 geführt. Zwischen den beiden Förderketten 6 erstrecken sich von diesen getragene Greifersysteme 9 mit Greifern 9.1, welche Lücken zwischen den am Druckzylinder 2.1 angeordneten Greifern durchfahren und dabei einen jeweiligen Bogen 3 unter Erfassen des genannten Greiferrandes am vorauseilenden Ende des Bogens 3 unmittelbar vor dem Öffnen der am Druckzylinder 2.1 angeordneten Greifer übernehmen, ihn über eine Bogenleitvorrichtung 10 hinweg zu einer Bogenbremse 11 transportieren und sich dort zur Übergabe des Bogens 3 an die Bogenbremse 11 öffnen. Diese vermittelt den Bogen eine gegenüber der Verarbeitungsgeschwindigkeit verringerte Ablagegeschwindigkeit und gibt sie nach Erreichen derselben ihrerseits frei, so dass ein jeweiliger nunmehr verlangsamter Bogen 3 schließlich in einer Stapelstation 14 auf Vorderkantenanschläge 12 auftrifft und unter Ausrichtung an diesen und an diesen gegenüberliegenden Hinterkantenanschlägen 13 gemeinsam mit vorausgegangenen und/oder nachfolgenden Bogen 3 einen Stapel 14.1 bildet, der mittels eines Hubwerkes 15 in dem Maße absenkbar ist, wie der Stapel 14 anwächst. Von dem Hubwerk 1 S sind in Fig. 1 lediglich eine den Stapel 14.1 tragende Plattform 15.1 und diese tragende, strichpunktiert angedeutete Hubketten 15.2 wiedergegeben, die mittels eines hier nicht dargestellten Hubwerksmotors angetrieben werden.

Die Förderketten 6 sind entlang ihrer Wege zwischen den Antriebskettenrädern 7 einerseits und den Umlenkkettenrädern 8 andererseits mittels Kettenführungsschienen geführt, welche somit die Kettenbahnen der Kettentrume bestimmen. Im vorliegenden Beispiel werden die Bogen 3 von dem in Fig. 1 unteren Kettentrum transportiert. Dem von diesem durchlaufenen Abschnitt der Kettenbahn folgt eine diesem zugewandte, an der Bogenleitvorrichtung 10 ausgebildete Bogenleitfläche 17. Zwischen dieser und dem jeweils darüber hinweggeführten Bogen 3 ist bevorzugt betriebsmäßig ein Tragluftpolster ausgebildet. Hierzu ist die Bogenleitvorrichtung 10 mit in die Bogenleitfläche 17 mündenden Blasluftdüsen ausgestattet, von welchen in Fig. 1 lediglich eine repräsentativ für deren Gesamtheit, und in symbolischer Darstellung in Form des Stutzens 18 wiedergegeben ist.

Um ein gegenseitiges Verkleben der bedruckten Bogen 3 im Stapel 14 zu verhindern, sind auf dem Weg der Bogen 3 von den Antriebskettenrädern 7 zur Bogenbremse 11 ein Trockner 19 und eine Bestäubungsvorrichtung 20 vorgesehen.

Zur Vermeidung einer übermäßigen Erwärmung der Bogenleitfläche 17 durch den Trockner 19 ist in die Bogenleitvorrichtung 10 ein Kühlmittelkreislauf integriert, der in Fig. 1 symbolisch durch einen Einlassstutzen 21 und einen Auslassstutzen 22 an einer der Bogenleitfläche 17 zugeordneten Kühlmittelwanne 23 angedeutet ist.

An einer Seite der Stapelstation 14 ist dieser eine mechanische Abschirmung 24 zugeordnet, die zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verstellbar und in einer bevorzugten Ausgestaltung in Form einer zweiflügeligen Tür mit einem ersten Flügel 24.1 und einem zweiten Flügel 24.2 ausgebildet ist.

In Fig. 1 ist die Abschirmung 24 in ihrer geschlossenen Stellung mit Voll-Linien und ihrer geöffneten Stellung mit gestrichelten Linien wiedergegeben.

Mittels eines in Fig. 2 angedeuteten ansteuerbaren Schlosses 25 ist die Abschirmung in deren geschlossener Stellung selbsttätig verriegelbar und entriegelbar. Im Falle der in Fig. 3 beispielhaft wiedergegebenen Ausgestaltung des Schlosses 25 ist dieses - wie später näher erläutert - elektromagnetisch ansteuerbar. In anderen hier nicht zeichnerisch dargestellten Ausgestaltungen sind hiervon abweichende, beispielsweise pneumatische Betätigungsmittel vorgesehen.

Das Schloss 25 umfasst ein am ersten Flügel 24.1 der als zweiflügelige Tür ausgebildeten Abschirmung 24 befestigtes erstes Schlossgehäuse 25.1 und ein zweites, am zweiten Flügel 24.2 der Abschirmung 24 befestigtes zweites Schlossgehäuse 25.2. Die beiden Schlossgehäuse 25.1 und 25.2 stehen sich im geschlossenen Zustand der Abschirmung 24 gegenüber. Im zweiten Schlossgehäuse 25.2 ist ein Schließbolzen 25.2.1 längsverschieblich aufgenommen und mittels einer Schraubenfeder 25.2.2 in eine Verriegelungsrichtung vorgespannt. Dabei ragt der Schließbolzen 25.2.1 aus dem zweiten Schlossgehäuse 25.2 derart hervor, dass er im geschlossenen Zustand der Abschirmung 24 durch eine Schließöffnung 25.1.1 des ersten Schlossgehäuses 25.1 hindurch in dieses hineinragt und damit die Abschirmung 24 verriegelt.

An dem das zweite Schlossgehäuse 25.2 überragenden Ende des Schließbolzens 25.2.1 weist dieser eine in Fig. 3 erkennbare derartige Abschrägung auf, dass im geschlossenen Zustand des ersten Flügels 24.1 der Abschirmung 24 das erste Schlossgehäuse 25.1 den Schließbolzen 25.2.1 beim Schließen des zweiten Flügels 24.2 zunächst entlang der genannten Abschrägung in das zweite Schlossgehäuse 25.2 hinein solange abdrängt, bis der Schließbolzen 25.2.1 der Schließöffnung 25.1.1 gegenübersteht. Hat der Schließbolzen 25.2.1 sodann die Schließöffnung 25.1.1 erreicht, so schnappt er unter der Wirkung der Schraubenfeder 25.2.2 in das erste Schlossgehäuse 25.1 ein und verriegelt somit die Abschirmung 24. Insoweit verriegelt das Schloss 25 beim Schließen der Abschirmung 24 dieses selbsttätig.

Eine bekanntermaßen zum Betreiben der Maschine vorgesehene, hier nicht näher erläuterte Maschinensteuerung 26 ist bei erfindungsgemäßer Ausgestaltung derart ausgelegt, dass mittels dieser das Schloss 25 im Sinne einer Entriegelung desselben ansteuerbar ist.

Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist das Schloss 25, wie bereits angedeutet, elektromagnetisch ansteuerbar. Hierzu ist - wie in Fig. 3 erkennbar - dem Schließbolzen 25.2.1 ein in das zweite Schlossgehäuse 25.2 eingebauter Elektromagnet 25.2.3 in der Weise zugeordnet, dass dieser bei dessen durch die Maschinensteuerung 26 ausgelöster Bestromung den Schließbolzen 25.2.1 entgegen der Wirkung der diesen vorspannenden Schraubenfeder 25.2.2 in das zweite Schlossgehäuse 25.2 hineinzieht. Insoweit ist das Schloss 25 mittels der entsprechend ausgelegten Maschinensteuerung 26 im Sinne einer Entriegelung ansteuerbar und überdies im stromlosen Zustand des Elektromagneten 25.2.3 verriegelbar.

Die Maschinensteuerung 26 ist des Weiteren so ausgelegt, dass die Maschine nur bei verriegelter Abschirmung 24 in Betrieb nehmbar ist.

Einer Ansteuerung des Schlosses 25 im Sinne von dessen Entriegelung bedarf es insofern insbesondere, wenn der Stapel 14.1 aus der Stapelstation 14 entfernt werden soll. Das Entfernen des Stapels 14.1 aus der Stapelstation 14 geschieht zwangsläufig auf einem vorgegebenen, vom Stapel 14.1 eingenommenen Verlagerungsniveau N (siehe Fig. 1), auf welchem der Stapel 14.1 zu dessen Transport mittels Fördermitteln erfassbar ist und aus welchem der Stapel 14.1 nicht weiter - mittels des erwähnten Hubwerkes 15 - absenkbar ist. Im Hinblick darauf ist in weiterer Ausgestaltung ein in Fig. 1 angedeuteter, mit der Maschinensteuerung 26 verknüpfter Niveaugeber 27 vorgesehen, der ein Freigabesignal zu einer lateralen Verlagerung des auf dem dafür vorgegebenen Niveau befindlichen Stapels 14.1 generiert und die Maschinensteuerung 26 ist in dieser Ausgestaltung derart ausgelegt, dass sie bei Vorliegen des Freigabesignals das Schloss 25 im Sinne von dessen Entriegelung ansteuert.

In einer bevorzugten weitergehenden Ausgestaltung ist die Maschinensteuerung 26 derart ausgelegt, dass sie das Schloss 25 bei Vorliegen dieses Freigabesignals jedoch nur dann im Sinne einer Entriegelung ansteuert, wenn sich die Maschine im Stillstand befindet. Hierzu ist die Maschinensteuerung 26 mit einem Betriebszustandsgeber 28 verknüpft, der dem Stillstand und dem Betrieb der Maschine entsprechende Signale generiert (siehe Fig. 4). Damit ist auch im Falle eines Stapelwechsels ein hohes Maß an Sicherheit für Bedienungspersonen gewährleistet, welches mit einer bevorzugten darüber hinausgehenden Ausgestaltung noch weiter gesteigert wird, und zwar dadurch, dass die Maschine nach erfolgter Stillsetzung derselben und nach erfolgter Generierung des genannten Freigabesignals nur bei erneut verriegelter Abschirmung 24 wieder in Betrieb nehmbar ist. Hiermit ist nämlich gewährleistet, dass alle zu einem Stapelwechsel erforderlichen Manipulationen bei Maschinenstillstand erfolgen.

Eine noch weitergehende Steigerung der Personensicherheit ist durch eine dahingehende Weiterbildung erreichbar, dass die Maschinensteuerung 26 das genannte Hubwerk 15 blockiert, wenn der Stapel 14.1 das Verlagerungsniveau N erreicht hat, und erst wieder freischaltet, nachdem die Abschirmung 24 erneut geschlossen und verriegelt ist, d. h. das Hubwerk 15 ist im entriegelten Zustand der Abschirmung 24 blockiert.

Für Stapelwechselvorgänge im Fortdruckbetrieb (Non-Stop-Auslage bzw. Non-Stop- Anlage) ist die Maschine mit der insoweit erläuterten Ausstattung des Weiteren mit einem Hilfsstapelträger 29 ausgerüstet, der zwischen einer in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellten Bereitschaftsstellung und einer mit Voll-Linien dargestellten Fangstellung verlagerbar ist. Mit Blick auf die Abschirmung 24 ist des Weiteren ein mit der Maschinensteuerung 26 verknüpfter Non-Stop-Signalgeber 30 vorgesehen (siehe Fig. 1 und 4), der nach einer erfolgten Verlagerung des Hilfsstapelträgers 29 in dessen Fangstellung ein Non-Stop-Signal generiert, und die Maschinensteuerung 26 ist des Weiteren derart ausgelegt, dass sie bei Vorliegen dieses Non-Stop-Signals und des bereits erläuterten Freigabesignals des Niveaugebers 27 das Schloss 25 im Sinne von dessen Entriegelung ansteuert.

Ungeachtet dessen, ob ein Stapelwechsel bei Stillstand der Maschine oder im Fortdruckbetrieb erfolgt, sind mit der Maschinensteuerung 26 verknüpfte Signalgeber vorgesehen, die der geöffneten und der geschlossenen Stellung der Abschirmung 24 und dem verriegelten und entriegelten Zustand des Schlosses 25 entsprechende Signale generieren. Diese Signale dienen der Maschinensteuerung 26 zum eindeutigen Erkennen des verriegelten Zustandes der Abschirmung 24.

Wie aus nachfolgender Erläuterung ersichtlich, ergibt die Gesamtheit dieser zuletzt genannten Signale eine redundante Abfrage des Verriegelungszustandes der Abschirmung 24, somit aber auch eine erhöhte Sicherheit.

Wie in Fig. 2 erkennbar, sind der geschlossenen und der geöffneten Stellung der Abschirmung 24 entsprechende Signale generierende Stellungsgeber 31 Scharnieren 32 zugeordnet, mittels welcher die hier als zweiflügelige Türe ausgebildete Abschirmung 24 an einer Umbauung 33 der Stapelstation 14 angeschlagen ist. Die Stellungsgeber 31 sind beispielsweise als Potentiometer ausgebildet und jeweils so mit einem der Scharniere 32 verbunden, dass sie mittels dieser betätigbar sind.

Wie im Zusammenhang mit Fig. 3 bereits erläutert, verriegelt das Schloss 25 die Abschirmung 24 in deren geschlossener Stellung zwar selbsttätig, ungeachtet dessen ist jedoch ein Verriegelungsgeber 25.1.2 vorgesehen, der seitens des Schließbolzens 25.2.1 betätigt wird und damit insbesondere einen verriegelten Zustand der Abschirmung 24mittels eines entsprechenden Signals bestätigt, welches von der Maschinensteuerung 26 ausgewertet wird.

Wie der Fig. 1 in Verbindung mit der Fig. 2 entnehmbar, ist die Abschirmung 24 einer stirnseitigen Öffnung 34 der Umbauung 33 der Stapelstation 14 zugeordnet, so dass die Abschirmung 24 genau den Ort der Maschine absichert, an welchem sich in der Regel Personen zur Bedienung der Maschine aufhalten, da in der Nachbarschaft der Öffnung 34 üblicherweise Bedienelemente zum Betrieb der Maschine angeordnet sind.

Aus Fig. 2 ist darüber hinaus erkennbar, dass in einem oberen Bereich der mit der Abschirmung 24 versehenen Seite der Stapelstation 14 eine Zugriffsöffnung 35 vorgesehen ist. Diese dient neben der Beobachtung der Stapelbildung insbesondere der Entnahme von Probebogen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Zugriffsöffnung einfach durch eine derartige Dimensionierung der Höhe der Abschirmung 24 realisiert, dass diese einen oberen Bereich der stirnseitigen Öffnung 34 freilässt.

Die in den Fig. 5 und 6 wiedergegebenen Ablaufdiagramme sprechen für sich selbst und veranschaulichen - abgesehen von der Ansteuerung des Hubwerkes 15 - die im Verlauf der obigen Erläuterungen dargelegten, zwischen der Abschirmung 24, der Maschinensteuerung 26 und den mit dieser verknüpften Gebern bestehenden funktionellen Zusammenhänge. Bezugszeichenliste 1 Ausleger

2 Druckwerk

2.1 Druckzylinder

2.2 Gummituchzylinder

3 Bogen

4 Kettenförderer

5 Drehrichtungspfeil

6 Förderkette

7 Antriebskettenrad

8 Umlenkkettenrad

9 Greifersystem

9.1 Greifer

10 Bogenleitvorrichtung

11 Bogenbremse

12 Vorderkantenanschlag

13 Hinterkantenanschlag

14 Stapelstation

14.1 Stapel

15 Hubwerk

15.1 Plattform

15.2 Hubkette

17 Bogenleitfläche

18 Stutzen

19 Trockner

20 Bestäubungsvorrichtung

21 Einlassstutzen

22 Auslassstutzen

23 Kühlmittelwanne

24 Abschirmung

24.1 erster (Tür)flügel

24.2 zweiter (Tür)flügel

25 Schloss

25.1 erstes Schlossgehäuse

25.1.1 Schließöffnung

25.1.2 Verriegelungsgeber

25.2 zweites Schlossgehäuse

25.2.1 Schließbolzen

25.2.2 Schraubenfeder

25.2.3 Elektromagnet

26 Maschinensteuerung

27 Niveaugeber

28 Betriebszustandsgeber

29 Hilfsstapelträger

30 Non-Stop-Signalgeber

31 Stellungsgeber

32 Scharnier

33 Umbauung der Stapelstation 14

34 stirnseitige Öffnung der Umbauung 33

35 Zugriffsöffnung

N Verlagerungsniveau


Anspruch[de]
  1. 1. Flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit

    einer die Bedruckstoffe in Form eines Stapels aufnehmenden Stapelstation und

    einer, einer Seite der Stapelstation zugeordneten, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verstellbaren mechanischen Abschirmung, gekennzeichnet durch

    ein ansteuerbares Schloss (25), mittels welchem die Abschirmung (24) in deren geschlossener Stellung selbsttätig verriegelbar und entriegelbar ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass das Schloss (25) beim Schließen der Abschirmung (24) diese selbsttätig verriegelt und

    eine Maschinensteuerung (26) vorgesehen ist, mittels welcher das Schloss (25) im Sinne einer Entriegelung desselben ansteuerbar ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

    dass ein mit der Maschinensteuerung (26) verknüpfter Niveaugeber (27) vorgesehen ist, der ein Freigabesignal zu einer lateralen Verlagerung des auf einem dafür vorgegebenen Verlagerungsniveau (N) befindlichen Stapels (14.1) generiert und

    die Maschinensteuerung (26) derart ausgelegt ist, dass sie beim Vorliegen des Freigabesignals das Schloss (25) im Sinne von dessen Entriegelung ansteuert.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Auslegung der Maschinensteuerung (26) derart, dass eine Ansteuerung des Schlosses (25) im Sinne von dessen Entriegelung nur bei Stillstand der Maschine erfolgt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 3, mit einem zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Fangstellung für einen Stapelwechsel im Fortdruckbetrieb (Non-Stop-Stapelwechsel) verlagerbaren Hilfsstapelträger (29), dadurch gekennzeichnet,

    dass ein mit der Maschinensteuerung (26) verknüpfter Non-Stop-Signalgeber (30) vorgesehen ist, der nach einer erfolgten Verlagerung des Hilfsstapelträgers (29) in dessen Fangstellung ein Non-Stop-Signal generiert, und

    die Maschinensteuerung (26) derart ausgelegt ist, dass sie bei Vorliegen des Non-Stop- Signals und des Freigabesignals das Schloss (25) im Sinne von dessen Entriegelung ansteuert.
  6. 6. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine Verknüpfung der Maschinensteuerung (26) mit einem Hubwerk (15) zum Heben und Senken des Stapels (14.1) und eine derartige Auslegung der Maschinensteuerung (26), dass diese das Hubwerk (15) in einem entriegelten Zustand der Abschirmung (24) blockiert.
  7. 7. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, gekennzeichnet durch mit der Maschinensteuerung (26) verknüpfte Signalgeber (Stellungsgeber 31), welche der geöffneten und der geschlossenen Stellung der Abschirmung (24) entsprechende Signale generieren.
  8. 8. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, gekennzeichnet durch einen mit der Maschinensteuerung (26) verknüpften Signalgeber (Verriegelungsgeber 25.1.2), welcher dem verriegelten und dem entriegelten Zustand des Schlosses (25) entsprechende Signale generiert.
  9. 9. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine in einem oberen Bereich der mit der Abschirmung (24) versehenen Seite der Stapelstation (14) vorgesehene Zugriffsöffnung (35).
  10. 10. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (24) in Form einer Flügeltür ausgebildet ist.
  11. 11. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (24) in Form einer zweiflügeligen Tür ausgebildet ist.
  12. 12. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (24) einer stirnseitigen Öffnung (34) einer Umbauung (33) der Stapelstation (14) zugeordnet ist.
  13. 13. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 12, gekennzeichnet durch eine derartige Auslegung der Maschinensteuerung (26), dass die Maschine nur bei verriegelter Abschirmung (24) in Betrieb nehmbar ist.






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