Die Erfindung betrifft einen wie im Anspruch 1 definierten metallischen Binder, der bei
höheren Temperaturen verarbeitet wird, wobei die mechanischen Eigenschaften wie die Härte der
Füllstoffe, die im Binder benutzt werden, erhalten bleiben. Die Erfindung betrifft
Schleifwerkzeuge, die aus dem metallischen Binder hergestellt werden.
Technischer Überblick
Metallisch gebundene, diamantene abrasive Schleifräder werden zum Schleifen von
Glaskanten benutzt. Diese Räder enthalten typischerweise ein metallisch gebundenes, diamantenes
Schleifmittel, das an einen metallischen Kern angebracht ist. Um ein Rad herzustellen, wird
das metallisch gebundene, diamantene Schleifmittel durch ein Heiß-Press- oder Heiß-Präge-
Verfahren an den metallischen Kern gebunden.
Der metallische Binder, der das diamantene Schleifmittel enthält, umfasst in der Regel eine
Kombination verschiedener Metalle und einen stählernen Füllstoff. Die Zusammensetzungen
der metallischen Binder sollten dahingehend ausgewählt werden, dass sowohl die
Schnitteffizienz als auch die Lebensdauer des Rades optimiert werden. Um die Lebensdauer des Rades
zu erhöhen, enthält der Binder bevorzugt Füllstoffe mit einer hohen Härte und einen Binder,
der geringe oder keine Porosität nach der Verarbeitung aufweist. Um die Schnitteffizienz zu
verbessern, die als die Rate gemessen wird, bei der eine bestimmte Länge eines Glasrandes
geschliffen werden kann, enthält der Binder bevorzugt bestimmte Hartphasen, wie z. B. eine
Kupfer-Titanium-Phase. Diese ermöglichen dem Binder haltbar zu sein und dennoch
perio
disch zu brechen, um auf diese Weise die Fähigkeit des Binders zu verbessern, stumpfe und
verbrauchte Schleifmittel freizusetzen, was die Schleifrate oder die Schnitteffizienz erhöht.
Die stählernen Füllstoffe, die typischerweise für Schleifräder benutzt werden, sind
Legierungsstähle. Diese Füllmittel führen zu Rädern, die nicht gleichzeitig eine optimierte
Schnitteffizienz und eine optimierte Lebensdauer des Rades aufweisen. Dies ist darin
begründet, dass diese Legierungsstähle eine Härte zwischen 300-700 kg/mm² vor der
Verarbeitung aufweisen, die sinkt, wenn die metallisch gebundenen, diamantenen
Schleifmittel, denen die Füllmittel zugesetzt werden, bei den höheren Temperaturen, die für
die Eliminierung der Porosität aus dem fertigen Produkt benötigt werden, heiß verpresst
werden. Wenn die metallisch gebundenen, diamantenen Schleifmittel bei den geringeren
Temperaturen, die benötigt werden, um die Härte der stählernen Füllmittel aufrecht zu
erhalten, heiß verpresst werden, wird wiederum die Porosität im fertigen Produkt nicht
entfernt. Bei niedrigeren Temperaturen kann die Porosität nur entfernt werden, indem höhere
Drücke während des Heiß-Pressens verwendet werden, was zu einer verringerten Lebensdauer
der Graphit-Heiß-Press-Formen und entsprechend höheren Verarbeitungskosten führt.
Ein weiterer Nachteil der Verarbeitung von metallisch gebundenen, diamantenen
Schleifmittel bei niedrigeren Temperaturen ist die Abwesenheit von bestimmten zerbrechlichen Phasen
in dem Binder, so wie z. B. die Kupfer-Titanium-Phase, die es dem Binder erlauben,
periodisch zu brechen und dadurch die Fähigkeit des Binders verbessern, stumpfe oder abgenutzte
Schleifmittel freizusetzen. Diese Phase tendiert dazu, sich nur bei höheren Temperaturen zu
bilden und tritt nicht auf bzw. in geringeren Konzentrationen bei diesen Temperaturen, was
die Schnitteffizienz vermindert.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen metallischen Binder herzustellen, der in ein
Rad inkorporiert werden kann und sowohl zu einer verbesserten Lebensdauer des Rades als
auch zu einer verbesserten Schnitteffizienz führt.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallischen Binder umfassend einen Füllstoff und
Metalle, wobei die Vickers-Härte des Füllstoffs nach mindestens 10-minütigem Brennen des
Binders bei einer Temperatur oberhalb von 700ºC oberhalb von 300 kg/mm² bleibt. Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein Schleifwerkzeug umfassend einen Metallkern; eine
Schleifmittelzusammensetzung umfassend Diamant und den oben erwähnten, metallischen
Binder, gebunden an einen Metallkern.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallischen Binder umfassend einen Füllstoff. Der
metallische Binder umfassend den Füllstoff kann zusätzlich Kupfer, Titan, Silber und
Tungstencarbid enthalten. Der Füllstoff ist bevorzugterweise ein Füllstoff mit einer Vickers-
Härte von ca. 300 kg/mm² bis ca. 800 kg/mm² vor Brennen des Binders, besonders bevorzugt
von ca. 300 kg/mm² bis ca. 700 kg/mm² vor Brennen des Binders und am meisten bevorzugt
von ca. 300 kg/mm² bis ca. 600 kg/mm² vor Brennen des Binders.
Die Verwendung des Füllstoffs im metallischen Binder ist einzigartig, weil der Füllstoff seine
Vickers-Härte im metallischen Binder bevorzugt oberhalb von 300 kg/mm², wenn bei einer
Temperatur oberhalb von 700ºC für mindestens ca. 10 Minuten gebrannt wird, besonders
bevorzugt oberhalb von 300 kg/mm², wenn bei einer Temperatur oberhalb von 750ºC für
mindestens ca. 10 Minuten gebrannt wird, und am meisten bevorzugt oberhalb von 300 kg/mm²
behält, wenn bei einer Temperatur oberhalb von 800ºC für mindestens ca. 10
Minuten gebrannt wird.
Bei dem Füllstoff kann es sich um Keramik, Metall oder Kombinationen davon handeln.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Füllstoff um Stahl. Der stählerne Füllstoff wird bevorzugt
reduziert, indem der Stahl einer erhöhten Temperatur und einer reduzierenden Atmosphäre
ausgesetzt wird. Bei dem stählernen Füller handelt es sich in einer besonders bevorzugteren
Ausführungsform um T-15 Stahl mit einer Zusammensetzung von ca. 5,1 Gew.-% Co,
4,1 Gew.-% Cr, 4,9 Gew.-% V, 12,2 Gew.-% W, 0,34 Gew.-% Mn, 0,24 Gew.-% Si,
1,43 Gew.-% C, 0,02 Gew.-% S, wobei es sich bei den verbleibenden Gew.-% um Fe handelt.
Die Verwendung von T-15 Stahl in einer Carbid-Makro-Zusammensetzung wird durch
WO-A-92 148 53 offenbart.
Der Füllstoff beträgt bevorzugt ca. 10 - ca. 70 Vol.-% des gesamten metallischen Binders,
besonders bevorzugt von ca. 20 - ca. 60 Vol.-% des gesamten metallischen Binders, und am
meisten bevorzugt von ca. 30 - ca. 55 Vol.-% des gesamten metallischen Binders. Die
durchschnittliche Partikelgröße des Füllstoffs beträgt bevorzugt von ca. 1 - ca. 400 um (Mikrons),
besonders bevorzugt von ca. 10 - ca. 180 um (Mikrons), und am meisten bevorzugt von
ca. 20 - ca. 120 um (Mikrons).
Der Binder kann darüber hinaus Kupfer und Silber umfassen. Bevorzugt umfasst der Binder
zusätzlich zu dem Füllstoff von ca. 20 - ca. 52 Vol.-% Silber und von ca. 1 - ca. 14 Vol.-%
Kupfer, besonders bevorzugt von ca. 20 - ca. 45 Vol.-% Silber und von ca. 5 - ca. 12,5 Vol.-%
Kupfer, und am meisten bevorzugt von ca. 21 - ca. 41 Volumen % Silber und von ca. 8 -
11,5 Vol.-% Kupfer in Bezug auf die gesamte Binder-Zusammensetzung, wobei die gesamte
Binder-Zusammensetzung sich aus den Füllstoffen, Metallen und anderen Zusätzen im Binder
ergibt. Bevorzugt kann der Binder darüber hinaus Titan und Tungstencarbid enthalten.
Besonders bevorzugt umfasst der Binder von ca. 5 - ca. 50 Vol.-% Titanium und von ca. 0,5 - ca.
25 Vol.-% Tungstencarbid, und am meisten bevorzugt von ca. 5 - ca. 30 Vol.-% Titan und von
ca. 5 - ca. 20 Vol.-% Tungstencarbid. Nach dem Brennen enthält der Binder bevorzugt von
ca. 2 - ca. 60 Vol.-% einer Kupfer-Titan-Phase, besonders bevorzugt von ca. 2 - ca. 50 Vol.-%
einer Kupfer-Titan-Phase und am meisten bevorzugt von ca. 5 - ca. 35 Vol.-% einer
Kupfer-Titan-Phase.
Der Binder wird für die Herstellung von Schleifwerkzeugen benutzt. Die Schleifwerkzeuge
umfassen einen Metallkern und eine Schleifmittelzusammensetzung, umfassend ein
Schleifmittel und den oben beschriebenen, metallischen Binder, die an den Metallkern,
gebunden ist. Die Form des benutzten Metallkerns bestimmt sich nach der Funktion, die er
ausüben soll. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schleifwerkzeug z. B. ein
Kantenschleifrad zum Glaskantenschleifen. Der Metallkern (2) weist eine Ringform auf, der
äußere Umfang (3) des Metallkerns ist der Platz, an dem die Schleifmittelzusammensetzung
(4) montiert wird. Der Metallkern kann durch dem Fachmann bekannte Verfahren, wie z. B.
Schmieden, maschinelle Bearbeitung und Gießformen geformt werden.
Die Schleifmittelzusammensetzung (4) ist eine Mischung eines Schleifmittels und eines
metallischen Binders, wie oben beschrieben. Bevorzugt beträgt das Schleifmittel von ca. 5-
50 Vol.-% der gesamten Schleifmittelzusammensetzung, besonders bevorzugt von ca. 5 -
ca. 35 Vol.-% der gesamten Schleifmittelzusammensetzung und am meisten bevorzugt von
ca. 5 - ca. 20 Vol.-% der gesamten Schleifmittelzusammensetzung. Die Schleifmittel, die
benutzt werden können, beinhalten z. B. Diamant, kubisches Boronnitrid,
Sol-Gel-Aluminiumoxide, fusionierte Aluminiumoxide, Silikoncarbid, Feuerstein, Granat und
Blasen-Aluminiumoxide. Die Schleifwerkzeuge enthalten bevorzugt ein oder mehrere dieser
Schleifmittel. Das bevorzugte Schleifmittel ist Diamant. Die Schleifkorngröße hängt von der Funktion
oder der Benutzung des Schleifwerkzeugs ab und Schleifwerkzeuge mit mehr als einer
Schleifkorngröße können manchmal wünschenswert sein. Der oben beschriebene Binder
macht bevorzugt von ca. 50 - ca. 95 Vol.-% der gesamten Schleifmittelzusammensetzung,
besonders bevorzugt von ca. 65 - ca. 95 Vol.-% der gesamten Schleifmittelzusammensetzung
und am meisten bevorzugt von ca. 80 - ca. 95 Vol.-% der gesamten
Schleifmittelzusammensetzung aus.
Die Schleifmittelzusammensetzung wird durch dem Fachmann bekannte, konventionelle
Mischungstechniken gemischt. Die Mischung der Schleifmittelzusammensetzung wird dann
an den Metallkern durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind, gebunden. Bevorzugt
wird die Schleifmittelzusammensetzung zusammen mit dem Metallkern heiß verpresst, um
die Schleifmittelzusammensetzung unter Druck an den Metallkern zu sintern, was sowohl zur
Ausbildung einer chemischen als auch einer mechanischen Bindung zwischen dem Kern und
der Schleifmittelzusammensetzung führt. Bevorzugt wird das Rad bei Temperaturen oberhalb
von ca. 700ºC, besonders bevorzugt bei Temperaturen oberhalb von ca. 750ºC und am
meisten bevorzugt bei Temperaturen oberhalb von ca. 800ºC heiß verpresst. Bevorzugt wird das
Rad bei Drücken unterhalb von ca. 562 kg/cm² (4 t pro Inch2), besonders bevorzugt bei
Drücken unterhalb von ca. 492 kg/cm² (3,5 t pro Inch2), und am meisten bevorzugt bei
Drücken unterhalb von ca. 422 kg/cm² (3 t pro Inch2) heiß verpresst.
Die vorliegende Erfindung enthält darüber hinaus ein Verfahren zur Benutzung eines
Schleifwerkzeugs zum Schleifen von Glas. Das Verfahren umfasst den Schritt des Schleifens einer
Kante eines Stück Glas mit einem Schleifwerkzeug umfassend einen Metallkern, eine
Schleifmittelzusammensetzung umfassend Diamant und einen metallischen Binder, die an einen
Metallkern gebunden sind, wobei der metallische Binder einen Füllstoff mit einer Vickers-
Härte von ca. 300 kg/mm² bis ca. 800 kg/mm2 umfasst, wobei die Vickers-Härte des Füllstoffs
nach mindestens ca. 10-minütigem Brennen des Binders bei einer Temperatur oberhalb von
700ºC oberhalb von ca. 300 kg pro mm² bleibt.
Bevorzugt ist das Stück Glas ein flaches Glas und das Glas wird nach einem Verfahren
geschliffen, das dem Fachmann bekannt ist. Bevorzugt ist der Rand ca. 0,102 - ca. 1,270 cm
(0,040-0,500 Inch) dick, besonders bevorzugt ca. 0,102 - ca. 0,813 cm (0,040-0,320 Inch)
dick und am meisten bevorzugt ca. 0,102 - ca. 0,635 cm (0,040-0,250 Inch) dick. Bevorzugt
wird die Glaskante bei Übertragungsgeschwindigkeiten von ca. 8,9 cm/Sekunde
(3,5 Inch/sec), besonders bevorzugt bei Übertragungsgeschwindigkeiten von ca.
11,4 cm/Sekunde (4,5 Inch/sec) und am meisten bevorzugt bei
Übertragungsgeschwindigkeiten von ca. 14 cm/Sekunde (5,5 Inch/sec) geschliffen. Damit Fachleute die Ausführung der
vorliegenden Erfindung besser verstehen, werden die folgenden Beispiele bereitgestellt. Diese
sollen die Erfindung verdeutlichen und sind keineswegs eingrenzend zu deuten. Zusätzliche
Hintergrundinformationen, die im Stand der Technik bekannt sind, können in den hier
zitierten Referenzen und Patenten gefunden werden, die hiermit ausdrücklich als Referenzen
eingefügt werden.
Beispiel 1
Es wurde ein metallisch gebundenes, diamantenes Glasschleifrad mit Dimensionen von
25,5 cm (10,040 Inch) · 1,57 cm (0,620 Inch) · 19,13 cm (7,530 Inch) hergestellt.
Kommerziell erhältliches T-15 Stahlpulver wurde von einem Anbieter bezogen. Das T-15 Stahlpulver
wurde durch ein 30/40 U.S.-Maschinensieb gesiebt, um Schnipsel im Stahl zu entfernen. Das
T-15 Stahlpulver wurde dann in einem Ofen bei 200ºC für 6 Stunden in einer kontrollierten
Wasserstoff- und Stickstoff-Atmosphäre reduziert. T-15 Stahlpulver wurde dann mit den
anderen in Tabelle 1 angegebenen Komponenten gemischt.
Tabelle l
Inhaltsstoffe Gewicht (Gramm)
T-15 Stahl (30-80 um) (Mikrons) 114,0
TiH&sub2; (1-3 um) (Mikrons) 31,1
WC (3,5-3,8 um) (Mikrons) 40,7
Silber (1 um) (Mikrons) 87,7
Kupfer (30 um) (Mikrons) 33,9
Die Binder-Mischung wurde dann durch ein 16//18 U.S.-Maschinensieb gesiebt, um jegliche
Zusammenklumpungen aufzubrechen. Der Binder wurde dann mit 16,5 g diamantenem
Schleifmittel der Schleifkorngröße 180 gemischt und für ca. 5 Minuten in einem Turbula
Orbital Mischer von Bachofen durchmischt.
Eine Vorform und ein Stahlkern wurden mit einer Entfettungs-Lösung entfettet, um Dreck
und Öl, die die Bindung zwischen dem Stahlkern und der Schleifmittelzusammensetzung
behindern könnten, zu entfernen. Nach dem Trocknen der Vorform und des Kerns wurde die
Schleifmittelzusammensetzung (Diamant-metallischer Binder-Mischung) in die Ausformung
geschüttet und geebnet. Ein Stahlring wurde oben auf die Ausformung aufgesetzt und ein
Druck von 2.722 kg (3 t) aufgebracht. Die zusammengesetzte Gussform wurde dann in einer
Heiß-Presse plaziert und ein Druck von 4.536 kg (5 t) wurde aufgebracht. Die Temperatur der
Heiß-Presse wurde dann auf 820ºC erhöht. Als die Temperatur der Gussform 770ºC
erreichte, wurde der gesamte Heiß-Press-Druck von 12.701 kg (28 t) aufgebracht, während die
Temperatur weiter stieg.
Die zusammengesetzte Gussform wurde anschließend bei Raumtemperatur luftgekühlt. Die
zusammengesetzte Gussform wurde auseinandergenommen und das Rad maschinell auf seine
endgültigen Größenordnungen gebracht. Dies umfasste die maschinelle Bearbeitung der
Seiten, die Anpassung des inneren Durchmessers, die Anpassung und das Abschleifen des
äußeren Durchmesser und das Schleifen einer Furche mit einem bestimmten Radius und einer
bestimmten Tiefe für das Randschleifen.
Beispiel 2
Die gemäß dem Verfahren im Beispiel 1 produzierten Testräder wurden mit einem
Konkurrenzprodukt, dem Zurite-X10L -Rad, verglichen, das durch die Universal Superabrasives,
Inc., Chicago, Illinois, hergestellt wurde und einen Legierungsstahl enthält. Sowohl die
Räder, die in Beispiel 1 beschrieben wurden, als auch die Konkurrenzräder wurden auf einer
Glaskantenschleifmaschine von Sun Tool, Houston, Texas, getestet. Die Räder wiesen einen
Durchmesser von 10 Inch auf. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt:
Tabelle 2
Dieses Beispiel zeigt, dass der T-15 Stahl sowohl die Radlebensdauer als auch die
Schnitteffizienz steigert.
Beispiel 3
Die nach dem in Beispiel 1 beschriebenem Verfahren hergestellten Testräder wurden mit
einem Konkurrenz-Rad, dem Zurit-X10 von Universal Superabrasives, Inc., Chicago,
Illinois, das einen Legierungsstahl enthält, verglichen. Sowohl die im Beispiel 1
beschriebenen Räder als auch die Konkurrenz-Räder wurden auf einer Glaskantenschleifmaschine von
Technoglass, Deutschland, getestet. Die getesteten Räder wiesen einen Durchmesser von
25,4 cm (10 Inch) auf. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt:
Tabelle 3
Dieses Beispiel zeigt, dass der T-15 Stahl sowohl die Gesamt-Rad Lebensdauer als auch die
Schnitteffizienz erhöht.
Es ist klar, dass verschiedene andere Modifikationen für den Fachmann offensichtlich sind
und leicht durch ihn ausgeführt werden können, ohne dass er vom Umfang und dem Wesen
der vorliegenden Erfindung abweicht. Entsprechend ist es nicht beabsichtigt, dass der Umfang
der beigefügten Ansprüche auf die oben dargestellte Beschreibung beschränkt ist. Vielmehr
sind die Ansprüche so auszulegen, dass sie alle patentfähigen neuen Eigenschaften der
vorliegenden Erfindung umfassen, wobei dies alle Merkmale beinhaltet, die als Äquivalente der
Erfindung vom Fachmann auf dem technischen Gebiet, auf das sich die Erfindung bezieht,
verstanden werden.
Anspruch[de]
1. Ungebrannter metallischer Binder zur Herstellung von Schleifwerkzeugen
zum Schleifen von Glaskanten, des Typs umfassend einen Füllstoff und Metalle und vom
Typ, der nach dem Brennen zerbrechbare Hartmetallphasen umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vickers-Härte des Füllstoffs nach mindestens
10-minütigem Brennen des Binders bei einer Temperatur oberhalb von 700ºC oberhalb von
300 kg/mm² bleibt.
2. Binder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff eine Vickers-Härte von 300 kg/mm² bis
800 kg/mm² vor dem Brennen des Binders aufweist.
3. Binder nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Füllstoff Stahl ist.
4. Binder nach Anspruch 3, wobei der Stahlfüllstoff T-15 Stahl ist.
5. Binder nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Vickers-Härte des Füllstoffs nach
mindestens 10-minütigem Brennen des Binders bei einer Temperatur oberhalb von 750ºC
oberhalb von 300 kg/mm² bleibt.
6. Binder nach Anspruch 5, wobei die Vickers-Härte des Füllstoffs nach
mindestens 10-minütigem Brennen des Binders bei einer Temperatur oberhalb von 800ºC
oberhalb von 300 kg/mm² bleibt.
7. Ungebrannter metallischer Binder nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff Kupfer, Titan, Silber und Wolframcarbid
umfasst.
8. Binder nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, dass er 5-50 Vol.-% Ti und 0,5-25 Vol.-% WC umfasst.
9. Binder nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, dass er 20-52 Vol.-% Silber und 1-14 Vol.-% Kupfer umfasst.
10. Ungebrannter metallischer Binder nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Mischung aus:
114,0 g T-15 Stahl mit 30-80 um
31,1 g TiH&sub2; mit 1-3 um
40,7 g WC mit 3,5-3,8 um
87,7 g Silber mit 1 um
33,9 g Kupfer mit 30 um
hergestellt ist.
11. Schleifmittelzusammensetzungen für die Herstellung von Schleifwerkzeugen
zum Schleifen von Glaskanten umfassend ein Schleifmittel und den ungebrannten
metallischen Binder nach einem der Ansprüche 1-10.
12. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten,
dadurch gekennzeichnet, dass es umfasst:
ein metallisches Kernstück
eine Schleifmittelzusammensetzung umfassend Diamant und einen metallischen
Binder,
und dass der metallische Binder aus einem ungebrannten metallischen Binder nach einem der
Ansprüche 1-10 hergestellt ist, der einem Brennschritt bei einer Temperatur von oberhalb
von 700ºC unterzogen wurde.
13. Werkzeug nach Anspruch 12, erhältlich durch die folgenden Prozessschritte:
Abscheiden der Schleifmittelzusammensetzung nach Anspruch 10 auf einem
metallischen Kernstück in einer Form,
Anwenden eines Drucks von 2722 kg. Plazieren des Formenaufbaus in einer
Heizpresse,
Anwenden eines Druck von 4536 kg, Erhöhen der Temperatur auf 820ºC, wobei der
vollständige Druck von 12701 kg anliegt, wenn die Temperatur 770ºC während des Anstiegs
auf bis zu 820ºC erreicht.
14. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten gemäß Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff eine Vickers-Härte von 300 kg/mm² bis
800 kg/mm² vor dem Brennen des Binders aufweist.
15. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten nach einem der Ansprüche 12-14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallkernstück aus Stahl ist.
16. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten nach einem der Ansprüche 12-15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifmittelzusammensetzung 5-50 Vol.-% Diamant
und 5-95 Vol.-% des metallischen Binders umfasst.
17. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten nach einem der Ansprüche 12 16,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff Stahl ist.
18. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlfüllstoff T-15 Stahl ist.
19. Werkzeug zum Schleifen von Glaskanten nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vickers-Härte des Füllstoffs nach mindestens
10-minütigem Brennen des Binders bei einer Temperatur oberhalb von 750ºC oberhalb von
300 kg/mm² bleibt.
20. Verfahren zum Schleifen von Glas,
dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Schleifens einer Kante eines Glasstückes
mit einem Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 12-19 umfasst.
21. Verfahren zum Schleifen von Glas nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass das Glas ein Flachglas ist.
22. Verfahren zum Schleifen von Glas nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifen der Kante des Glasstückes bei
Liniengeschwindigkeiten oberhalb von 8,9 cm/Sekunde (3,5 Inch/Sekunde) erfolgt.
23. Verfahren zum Schleifen von Glas nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kante des Glasstücks von 0,102 bis 1,270 cm (0,040 Inch
-0,500 Inch) dick ist.