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Dokumentenidentifikation DE10146419A1 24.04.2003
Titel Verschlußdeckel für ein Bearbeitungsloch in einem Aluminiumblech
Anmelder A. Raymond & Cie, Grenoble, FR
Erfinder Hänsel, Mathias, 79595 Rümmingen, DE;
Dorst, Harald, 79576 Weil am Rhein, DE
Vertreter Kirchgaeßer, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 79588 Efringen-Kirchen
DE-Anmeldedatum 20.09.2001
DE-Aktenzeichen 10146419
Offenlegungstag 24.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.04.2003
IPC-Hauptklasse B65D 51/00
IPC-Nebenklasse B65D 39/10   B62D 25/24   
Zusammenfassung Der vorliegende Deckel dient zum Verschließen eines oval ausgebildeten Bearbeitungsloches (7) in einem Aluminiumblech (8) durch eine Klebeverbindung. Der Deckel besteht aus einer kreisrunden Platte (1) aus Aluminium mit einem konzentrischen Deckelrand (2) und einem innerhalb dieses Randes (2) ringförmig aufgetragenen Streifen (3) aus aufschmelzbarem Klebstoff. Die Platte (1) ist in seinem Innenbereich im Abstand der Dicke des Aluminiumbleches (8) mit einer planparallel zu dieser ausgerichteten Federplatte (5) verbunden. Der Außenrand (6) der Federplatte (5) entspricht der Form des ovalen Bearbeitungsloches (7) und ist dabei etwas kleiner als der Durchmesser des Loches (7).
Aus den voneinander entfernt liegenden Randbereichen (10) der Federplatte (5) sind viertelkreisförmige Federzungen (11) ausgestanzt, welche an ihrem einen Ende an der Federplatte (5) auffederbar angeformt sind. Nach dem Einführen der Federplatte (5) in das Bearbeitungsloch (7) bis zum Aufliegen des Klebestreifens (3) auf dem Aluminiumblech (8) legen sich die Federzungen (11) nach einer Vierteldrehung auf der Rückseite des Bleches (8) fest an und erzeugen dort mittels der von den Federzungen (11) ausgeübten Federkraft den erforderlichen Druck auf den Klebestreifen (3).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Deckel zum Verschließen eines oval ausgebildeten Bearbeitungsloches in einem Aluminiumblech durch eine Klebeverbindung. Der Deckel besteht aus einer kreisrunden Aluminiumplatte mit einem konzentrischen Deckelrand und einem innerhalb dieses Randes ringförmig aufgetragenen Streifen aus aufschmelzbarem Klebstoff.

Bei den aus Aluminium hergestellten Autokarosserieen gibt es eine Vielzahl von Bearbeitungslöchern, die nach erfolgter Benutzung durch entsprechend große Deckel wieder verschlossen werden müssen. Um die Löcher spritzwasserfest zu verschließen, ist es sinnvoll, einen aus dem gleichen Aluminiummaterial gefertigten Deckel mittels eines aufschmelzbaren Klebstoffs rings um das Loch zu verkleben. Dabei ist es notwendig, daß der innerhalb des Deckelrandes aufgetragene Klebstoffstreifen etwa 0,5 bis 0,7 mm höher ist als der Deckelrand. Außerdem ist es aus Gründen der Energie- und Zeitersparnis zweckmäßig, wenn der Klebevorgang in Verbindung mit der katalytischen Tauchbadlackierung der Aluminiumkarosserie durchgeführt wird. Dabei kann der Erwärmungsprozess nach dem Tauchbad gleichzeitig zum Aufschmelzen und Aushärten des Klebstoffs genutzt werden.

Hierbei ist es jedoch wichtig, daß der Deckel rund um das Loch fest auf die Aluminiumplatte aufgedrückt und solange festgehalten wird, bis der Klebstoff ausgehärtet ist. Um dies zu erreichen wird eine Deckelausbildung nach den Merkmalen des Anspruch 1 vorgeschlagen. Der erfindungsgemäß ausgebildete Deckel läßt sich nach dem Einführen der auf der Deckelunterseite drehfest aufmontierten Federplatte in das Bearbeitungsloch nach einer Drehung um 90° schnell und einfach im Bearbeitungsloch zur Anlage bringen, so daß bei der anschließenden katalytischen Tauchbadlackierung durch die gleichzeitige Aufschmelzung und Aushärtung des Klebstoffs auf einfache Weise ein spritzwasserdichter Verschluß erreicht wird. Durch die 90° Drehung werden die Federzungen gespannt und bringen die notwendige Vorspannkraft auf den Klebstoffstreifen.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt. Es zeigt

Fig. 1 Die Deckelplatte des erfindungsgemäßen Verschlußdeckels in einer Draufsicht,

Fig. 2 Einen Schnitt durch die Deckelplatte gemäß Linie II-II in Fig. 1,

Fig. 3 Die zugehörige Federplatte in einer Draufsicht,

Fig. 4 Die Federplatte im Schnitt gemäß Linie IV-IV in Fig. 3,

Fig. 5 Den einsatzbereiten Verschlußdeckel von unten gesehen,

Fig. 6 Den Verschlußdeckel im Schnitt gemäß Linie VI-VI in Fig. 5,

Fig. 7 Einen Teilschnitt durch die Federzunge gemäß Linie VII-VII in Fig. 3,

Fig. 8 Einen Teilschnitt durch die Verbindungsstelle gemäß Linie VIII-VIII in Fig. 5 nach dem Durchsatzfügeprozess

Fig. 9 Den Verschlußdeckel in perspektivischer Ansicht von unten,

Fig. 10 Den Verschlußdeckel in perspektivischer Ansicht von oben,

Fig. 11 Das ovale Bearbeitungsloch in einer Draufsicht,

Fig. 12 Den Verschlußdeckel vor dem Einführen der Federplatte in das Bearbeitungsloch,

Fig. 13 Den Verschlußdeckel nach dem Einführen der Federplatte in das Bearbeitungsloch und

Fig. 14 Den im Bearbeitungsloch verriegelten Verschlußdeckel nach einer Drehung um 90°

Der in den Figuren dargestellte Verschlußdeckel besteht aus einer kreisrunden Deckelplatte 1 aus Aluminium mit einem konzentrisch umgebördelten Deckelrand 2, welcher zur bündigen Auflage auf dem Aluminiumblech 8 dient, sowie aus einer mit der Deckelplatte 1 drehfest verbindbaren Federplatte 5, welche nach dem Einführen in das Bearbeitungsloch 7 und Anliegen des überstehenden Klebestreifens 3 auf dem Aluminiumblech 8 durch eine Vierteldrehung auf dessen Rückseite zur Anlage gebracht werden kann.

Innerhalb des Deckelrandes 2 ist ein Streifen 3 aus aufschmelzbarem Klebstoff ringförmig aufgetragen, und zwar in solcher Höhe, daß dieser Streifen 3 den Deckelrand 2 um etwa 0,5 bis 0,7 mm überragt. Im mittleren Bereich der Deckelplatte 1 ist ein planparalleler Ansatz 4 eingedrückt bzw. ausgeformt, welcher zur Auflage für die besagte Federplatte 5 dient. Hierbei ist der Abstand a zwischen der Ansatzfläche 4 und dem Deckelrand 2 etwas größer als die Dicke d des von der Deckelplatte 1 abzudeckenden Alluminiumbleches 8.

Der Außenrand 6 der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Federplatte 5 weist eine Kontur auf, die der Form des in Fig. 11 dargestellten ovalen Bearbeitungsloches 7 in dem Aluminiumblech 8 entspricht und etwas kleiner ist als der Lochrand 9 des Bearbeitungsloches 7. In den voneinander entfernteren Randbereichen 10 der Federplatte 5 sind im Abstand zu dessen Außenrand 6 etwa viertelkreisförmige Federzungen 11 ausgestanzt. Diese sind an ihrem einen Ende an der Federplatte 5 auffederbar angeformt. Am auffederbaren Ende der Federzungen 11 sind, wie aus Fig. 7 ersichtlich, Wulste 12 in Richtung auf die Deckelplatte 1 ausgeprägt, welche beim Eindrehen der Federplatte 5 in das Bearbeitungsloch 7 über das Aluminiumblech 8 gleiten und dabei die Vorspannung erzeugen (Fig. 14). Anstelle der Wulste 12 können auch halbkugelförmige Noppen ausgeprägt sein

In der Ansatzfläche 4 der Deckelplatte 1 sind mindestens zwei Löcher 13 eingeformt und die Federplatte weist im gleichen Abstand zueinander die gleiche Anzahl Bohrungen 14 auf, welche dazu bestimmt sind, die Deckelplatte 1 mit der Federplatte 4 zu vernieten, bzw. zusammenzufügen Der planparallele Ansatz 4 ist vorzugsweise mit zueinander parallelen Innenwänden 15 ausgeformt, welche als Angriffsflächen für einen entsprechend geformten rautenförmigen Kopf eines Drehwerkzeugs und zugleich als Begrenzung für die Vierteldrehung dienen.

Anstelle der herkömmlichen Vernietung kann die drehfeste Verbindung zwischen der Federplatte 5 und der Ansatzfläche 4 vorteilhafterweise auch durch einen sogenannten Durchsatzfügeprozess hergestellt werden (Fig. 8). Die dabei entstehenden Vertiefungen 16 in der Ansatzfläche 4 können dann ebenfalls als Angriffsflächen für ein mit entsprechenden Stiften versehenes Drehwerkzeug verwendet werden.

In den Fig. 12 bis 14 sind die einzelnen Stufen der Vormontage des Verschlußdeckels auf dem Aluminiumblech dargestellt. Fig. 12 zeigt den Verschlußdeckel vor dem Einführen der Federplatte 5 in Pfeilrichtung "E" in das ovale Bearbeitungsloch 7, welches in Fig. 11 in einer Draufsicht zu sehen ist. Sobald die Federplatte 5, wie aus Fig. 13 ersichtlich, voll in das Loch 7 eingetaucht ist und der Klebstoffstreifen 3 auf dem Aluminiumbleche 8 aufliegt, wird der Verschlußdeckel mittels eines in die Vertiefung des Ansatzes 4 eingreifenden Werkzeugs in Pfeilrichtung "D" um 90° gedreht. Dabei laufen die Federzungen 11 mit ihren Wulsten oder Noppen 12 an den auffederbaren Enden über die Rückseite des Aluminiumblechs 8 auf und erzeugen dort mittels der von den Federzungen 11 ausgeübten Federkraft in Pfeilrichtung "F" die erforderliche Vorspannung auf die Klebestreifen 3 (Fig. 14).

Der Verschlußdeckel sitzt nun fest im Bearbeitungsloch 7 und kann mit dem Aluminiumblech 8 zusammen die Ofenreise durch eine sogenannte katalytische Tauchbadlackierung antreten. Dabei schmilzt der Klebstoffstreifen 3 aufgrund der im Ofen herrschenden Temperatur von bis zu 200°C auf und bildet nach dem Aushärten mit dem Aluminiumblech 8 rings um das Bearbeitungsloch 7 eine wasserdichte Verbindung, während der Verschlußdeckel nunmehr nach dem Aufschmelzen des Klebestreifens 3 mit dem Deckelrand 2 auf dem Aluminiumblech 8 aufliegt. Bezugszeichenliste 1 Deckelplatte

2 Deckelrand

3 Klebstoffstreifen

4 Ansatzfläche

5 Federplatte

6 Außenrand

7 Bearbeitungsloch

8 Aluminiumblech

9 Lochwand

10 Randbereiche

11 Federzungen

12 Wulste oder Noppen

13 Löcher in der Ansatzfläche

14 Bohrungen

15 Innenwände

16 Vertiefungen beim Durchsatzfügen


Anspruch[de]
  1. 1. Deckel zum Verschließen eines oval ausgebildeten Bearbeitungsloches (7) in einem Aluminiumblech (8) durch eine Klebeverbindung, bestehend aus einer kreisrunden Deckelplatte (1) aus Aluminium mit einem konzentrischen Deckelrand (2) und einem innerhalb dieses Randes (2) ringförmig aufgetragenen Streifen (3) aus aufschmelzbarem Klebstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbereich der Deckelplatte (1) im Abstand der Dicke des Aluminiumbleches (8) mit einer planparallel zu diesem ausgerichteten Federplatte (5) verbunden ist, deren Außenrand (6) in seiner Kontur der Form des ovalen Bearbeitungsloches (7) entspricht und etwas kleiner ist als der Lochrand (9), wobei die Federplatte (5) nach dem Einführen in das Bearbeitungsloch (7) und Anliegen des Deckelrandes (2) auf dem Aluminiumblech (8) durch eine Vierteldrehung auf dessen Rückseite mit Federkraft zur Anlage bringbar ist.
  2. 2. Verschlußdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den voneinander entfernteren Randbereichen (10) der Federplatte (5) im Abstand zum Außenrand (6) viertelkreisförmige Federzungen (11) eingestanzt sind, die an ihrem einen Ende an der Federplatte (5) auffederbar angeformt sind.
  3. 3. Verschlußdeckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am anderen, auffederbaren Ende der Federzungen (11) Wulste oder Noppen (12) in Richtung auf die Deckelplatte (1) eingeprägt sind.
  4. 4. Verschlußdeckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in seinem mittleren Bereich ein planparalleler Ansatz (4) zur Auflage für die Federplatte (5) angeformt ist, wobei der Abstand a zwischen der Ansatzfläche (4) und dem Deckelrand (2) etwas größer als die Dicke d des Aluminiumbleches (8) ist.
  5. 5. Verschlußdeckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ansatzfläche (4) mindestens zwei Löcher (13) eingeformt sind und die Federplatte (5) im gleichen Abstand zueinander die gleiche Anzahl Bohrungen (14) zur gegenseitigen Vernietung oder Fügung aufweist.
  6. 6. Verschlußdeckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatte (1) aus einem Aluminiumblech von etwa gleicher Stärke wie das abzudeckende Aluminiumblech (8) gefertigt ist und daß der planparallele Ansatz (4) mit zueinander parallelen Innenwänden (15) ausgeformt ist, welche als Angriffsflächen für ein entsprechend geformtes Drehwerkzeug und zugleich als Begrenzung für die Vierteldrehung dienen.
  7. 7. Verschlußdeckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Federplatte (5) und der Ansatzfläche (4) durch einen Durchsatzfügeprozess hergestellt ist.
  8. 8. Verschlußdeckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Durchsatzfügen entstehenden Vertiefungen (16) auf der Rückseite der Ansatzfläche (4) als Angriffspunkte für ein mit entsprechenden Stiften versehenes Drehwerkzeug verwendet werden.






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