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Dokumentenidentifikation DE10242255A1 24.04.2003
Titel Flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Rehberg, Michael, 67346 Speyer, DE;
Naumann, Dirk, 69181 Leimen, DE
DE-Anmeldedatum 12.09.2002
DE-Aktenzeichen 10242255
Offenlegungstag 24.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.04.2003
IPC-Hauptklasse B41F 33/12
IPC-Nebenklasse B65H 31/12   B65H 29/50   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit wenigstens einer Verarbeitungsstation, einer außerhalb der Verarbeitungsstation angeordneten bewegbaren Maschinenkomponente, einem zum Antreiben der Maschinenkomponente vorgesehenen Antrieb und einem mittels eines Hubwerksmotors betreibbaren Hubwerk zum Heben und Senken einer Plattform zur Aufnahme eines aus den Bogen gebildeten Stapels. Um Gefährdungen seitens der bewegbaren Maschinenkomponente entgegenzuwirken, sind Steuerungsmittel vorgesehen, welche den der Maschinenkomponente zugeordneten Antrieb in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes ansteuern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit wenigstens einer Verarbeitungsstation, einer außerhalb der Verarbeitungsstation angeordneten bewegbaren Maschinenkomponente, einem zum Antreiben der Maschinenkomponente vorgesehenen Antrieb und mit einem mittels eines Hubwerkmotors betreibbaren Hubwerk zum Heben und Senken einer Plattform zur Aufnahme eines aus den Bogen gebildeten Stapels.

Bei unsachgemäßem Umgang mit derartigen Maschinen stellt eine außerhalb der Verarbeitungsstation angeordnete, mittels eines Antriebes bewegbare Maschinenkomponente ein Gefahrenpotenzial für das Bedienungspersonal dar. Während des Produktionsprozesses im sogenannten Fortdruckbetrieb solcher Maschinen erweist sich dieses Gefahrenpotenzial allerdings als geringer als bei bestimmten anderen Betriebszuständen. Zu diesen gehört insbesondere ein Betriebszustand, in welchem der Antrieb und damit auch die mittels diesem bewegbare Maschinenkomponente steht, wogegen sich entsprechende Maschinenkomponenten bei deren in Betrieb befindlichem Antrieb bewegen und eine hiervon ausgehende Gefährdung als solche unmittelbar erkannt wird. Es liegt aber in der menschlichen Natur, sich von erkennbaren Gefahrenquellen fernzuhalten. Insbesondere bei Stillstand des einer entsprechenden Maschinenkomponente zugeordneten Antriebes ist dagegen eine Gefährdung dann nicht unmittelbar erkennbar und auch nicht gegeben, wenn bei Verrichtungen an der Maschine die für diese geltenden Bedienungsanweisungen strikt befolgt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass von dieser ausgehende Gefahren verringert werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind Steuerungsmittel vorgesehen, welche den der Maschinenkomponente zugeordneten Antrieb in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes ansteuern.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung umfassen die Steuerungsmittel wenigstens einen Detektor, eine Auswertungseinheit und einen Signalgeber, wobei der Detektor jeweiligen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes entsprechende Belastungssignale generiert, die Auswertungseinheit aus den Belastungssignalen Steuersignale für den Antrieb generiert und mit dem Signalgeber Freigabesignale generierbar sind.

Der Erfindungsgegenstand und dessen Ausgestaltungen sind in den beigefügten Zeichnungen und einem beispielhaft an einem einfachen Maschinenkonzept orientierten Ablaufdiagramm für die Ansteuerung von Antrieben von mittels dieser antreibbaren Maschinenkomponenten skizziert und in der hierauf und die Zeichnungen Bezug nehmenden nachfolgenden Beschreibung am Beispiel eines Auslegers einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine näher erläutert, wobei beispielhaft ein betriebsmäßig umlaufender Kettenförderer als eine entsprechende Maschinenkomponente herausgestellt ist.

Es zeigen

Fig. 1 in schematischer Darstellung einen, einen Ausleger umfassenden Abschnitt einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine gemäß einem Ausführungsbeispiel für die Erfassung von Gewichtsbelastungszuständen eines Hubwerkes zum Heben und Senken einer Plattform zur Aufnahme eines aus den Bogen gebildeten Stapels,

Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Teil des in Fig. 1 angedeuteten Hubwerkes in einer ersten Ausgestaltung,

Fig. 3 in schematischer Darstellung das in Fig. 1 angedeutete Hubwerk in einer zweiten Ausgestaltung,

Fig. 4 ein Blockschaltbild der den Antrieb ansteuernden Steuerungsmittel,

Fig. 5 ein Ablaufdiagramm für die Ansteuerung; des Antriebes mittels der Steuerungsmittel.

Obwohl der Rahmen der Erfindung alle außerhalb von Druckwerken und sonstigen Verarbeitungsstationen angeordnete, mittels eines Antriebes bewegbare Maschinenkomponenten umschließt, ist den nachfolgenden Erläuterungen beispielhaft ein Kettenförderer eines Auslegers einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine und der Antrieb des Kettenförderers zugrundegelegt.

In Fig. 1 ist demzufolge ein einen Ausleger umfassender Abschnitt einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine dargestellt. Diese umfasst einen auf eine letzte Verarbeitungsstation folgenden Ausleger 1. Eine solche Verarbeitungsstation kann ein Druckwerk oder ein Nachbehandlungswerk sein, wie beispielsweise ein Lackwerk. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei der letzten Verarbeitungsstation um ein im Offsetverfahren arbeitendes Druckwerk 2 mit einem Druckzylinder 2.1. Dieser führt einen jeweiligen Bogen 3 in einer mittels des Drehrichtungspfeiles 5 angedeuteten Verarbeitungsrichtung durch einen Druckspalt zwischen dem Druckzylinder 2.1 und einem damit zusammenarbeitenden Gummituchzylinder 2.2 und übergibt ihn anschließend an einen Kettenförderer 4 unter Öffnen von am Druckzylinder 2.1 angeordneten, zum Erfassen des Bogens 3 an einem Greiferrand am vorauseilenden Ende des Bogens vorgesehenen Greifern. Der Kettenförderer 4 umfasst zwei Förderketten 6, von welchen eine jeweilige entlang einer jeweiligen Seitenwand des Auslegers 1 betriebsmäßig umläuft. Eine jeweilige Förderkette 6 umschlingt je eines von zwei synchron angetriebenen Antriebskettenrädern 7, deren Drehachsen miteinander fluchten, und ist im vorliegenden Beispiel über je ein gegenüber den Antriebskettenrädern 7 stromabwärts bezüglich der Verarbeitungsrichtung befindliches Umlenkkettenrad 8 geführt. Zwischen den beiden Förderketten 6 erstrecken sich von diesen getragene Greifersysteme 9 mit Greifern 9.1, welche Lücken zwischen den am Druckzylinder 2.1 angeordneten Greifern durchfahren und dabei einen jeweiligen Bogen 3 unter Erfassen des genannten Greiferrandes am vorauseilenden Ende des Bogens 3 unmittelbar vor dem Öffnen der am Druckzylinder 2.1 angeordneten Greifer übernehmen, ihn über eine Bogenleitvorrichtung 10 hinweg zu einer Bogenbremse 11 transportieren und sich dort zur Übergabe des Bogens 3 an die Bogenbremse 11 öffnen. Diese vermittelt den Bogen eine gegenüber der Verarbeitungsgeschwindigkeit verringerte Ablagegeschwindigkeit und gibt sie nach Erreichen derselben ihrerseits frei, so dass ein jeweiliger nunmehr verlangsamter Bogen 3 schließlich auf Vorderkantenanschläge 12 auftrifft und unter Ausrichtung an diesen und an diesen gegenüberliegenden Hinterkantenanschlägen 13 gemeinsam mit vorausgegangenen und/oder nachfolgenden Bogen 3 einen Stapel 14 bildet, der mittels eines Hubwerkes 28 in dem Maße absenkbar ist, wie der Stapel 14 anwächst. Von dem Hubwerk sind in Fig. 1 lediglich eine den Stapel 14 tragende Plattform 15 und diese tragende, strichpunktiert angedeutete Hubketten 16 wiedergegeben.

Die Förderketten 6 sind entlang ihrer Wege zwischen den Antriebskettenrädern 7 einerseits und den Umlenkkettenrädern 8 andererseits mittels Kettenführungsschienen geführt, welche somit die Kettenbahnen der Kettentrume bestimmen. Im vorliegenden Beispiel werden die Bogen 3 von dem in Fig. 1 unteren Kettentnim transportiert. Dem von diesem durchlaufenen Abschnitt der Kettenbahn folgt eine diesem zugewandte, an der Bogenleitvorrichtung 10 ausgebildete Bogenleitfläche 17. Zwischen dieser und dem jeweils darüber hinweggeführten Bogen 3 ist bevorzugt betriebsmäßig ein Tragluftpolster ausgebildet. Hierzu ist die Bogenleitvorrichtung 10 mit in die Bogenleitfläche 17 mündenden Blasluftdüsen ausgestattet, von welchen in Fig. 1 lediglich eine repräsentativ für deren Gesamtheit, und in symbolischer Darstellung in Form des Stutzens 18 wiedergegeben ist.

Um ein gegenseitiges Verkleben der bedruckten Bogen 3 im Stapel 14 zu verhindern, sind auf dem Weg der Bogen 3 von den Antriebskettenrädern 7 zur Bogenbremse 11 ein Trockner 19 und eine Bestäubungsvorrichtung 20 vorgesehen.

Zur Vermeidung einer übermäßigen Erwärmung der Bogenleitfläche 17 durch den Trockner 19 ist in die Bogenleitvorrichtung 10 ein Kühlmittelkreislauf integriert, der in Fig. 1 symbolisch durch einen Einlassstutzen 21 und einen Auslassstutzen 22 an einer der Bogenleitfläche 17 zugeordneten Kühlmittelwanne 23 angedeutet ist.

Im Falle einer Mehrfarben-Druckmaschine geht dem Druckwerk 2 wenigstens ein weiteres voraus und der Transport der Bogen 3 von diesem zum nachfolgenden erfolgt bei dem in Fig. 1 dargestellten Maschinenkonzept über mit Greifersystemen versehene Umführtrommeln 24.1 und 24.2 und eine diesen zwischengeschaltete Speichertrommel 24.3 einer Bogentransfervorrichtung 24, die je nach einer einstellbaren Betriebsart derselben die Bogen gewendet oder ungewendet an den nachfolgenden Druckzylinder übergibt.

Ein für den Betrieb der Maschine erforderliches Drehmoment wird mittels eines Antriebes 25 in einen den Druckwerken und der Bogentransfervorrichtung 24 zugeordneten Zahnräderzug eingeleitet, mit welchem bei dem beispielhaft dargestellten Antriebskonzept ein den Antriebskettenrädern 7 zugeordnetes Zahnrad in Wirkverbindung steht, so dass die Greifersysteme 9 des Kettenförderers 4 in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebszustand des Antriebes 25 umlaufen oder stillstehen.

In Fig. 1 ist ein Betriebszustand der Maschine wiedergegeben, in welchem diese bei in Betrieb befindlichem Antrieb 25 im Fortdruck arbeitet und der Stapel 14 im Wesentlichen seine maximale Höhe erreicht hat, d. h. die Plattform 15 mittels des in Fig. 2 angedeuteten Hubwerkes 28 bereits bis nahe an das Maschinenfundament heran abgesenkt ist. Das im Fortdruck erfolgende Absenken der Plattform 15 erfolgt dabei durch einen intermittierenden Betrieb eines in Fig. 2 angedeuteten zum Heben und Senken der Hubketten 16 vorgesehenen Hubwerksmotor 26 in entsprechender Drehrichtung und in einem mit der Abfolge der verarbeiteten Bogen korrelierten Takt. Der intermittierende Betrieb des Hubwerksmotors 26 wird diesem seitens einer hier nicht im Einzelnen erläuterten Maschinensteuerung eingeprägt, welche bei erfindungsgemäß vorgesehener Ausgestaltung der Maschine Steuerungsmittel 27 umfasst, welche den Antrieb einer mittels diesem bewegbaren, außerhalb von Verarbeitungsstationen angeordneten Maschinenkomponente - wie insbesondere den Kettenförderer 4 - in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ansteuern.

Wie in Fig. 4 angedeutet umfassen diese Steuerungsmittel 27 wenigstens einen Detektor 16.1, eine Auswertungseinheit 29 und einen Signalgeber 30, mittels welchem Freigabesignale generierbar sind, auf die im weiteren Verlauf noch näher eingegangen wird. Der Detektor 16.1 gibt jeweiligen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 entsprechende Belastungssignale an die Auswertungseinheit 29 ab und diese generiert aus den Belastungssignalen den Antrieb 25 ansteuernde Steuersignale.

Bei einer in Fig. 2 angedeuteten Ausgestaltung ist der Detektor 16.1 mittels eines Kraftaufnehmers gebildet und bevorzugt in das Lasttrum einer der Hubketten 16 eingegliedert. In weiterer Ausgestaltung ist bei einer Hubwerksausbildung mittels je einer Hubkette 16 an je einer Ecke der Plattform 15, also mittels vier Hubketten 16 - wie beispielhaft im vorliegenden Fall vorgesehen - in das Lasttrum einer jeweiligen der Hubketten 16 ein entsprechender Detektor 16.1 eingegliedert.

Bei einer in Fig. 3 angedeuteten anderen Ausgestaltung ist der Detektor 16.1 mittels eines Drehmomentaufnehmers gebildet und bevorzugt in eine Antriebswelle 28.1 des Hubwerkes 28 eingekoppelt.

Entsprechende Kraft- bzw. Drehmomentaufnehmer sind handelsüblich und beispielsweise beziehbar bei Hottinger Baldwin Messtechnik, D-64201 Darmstadt. Für den Fall der Eingliederung je eines Kraftaufnehmers in je eine der genannten vier Hubketten 16 können in einem realistischen Fall der maximalen Gesamtbelastung der Hubketten 16 in der Größenordnung von 2.500 kg beispielsweise Kraftaufnehmer des Typs U9B mit einem Nennkraftbereich von 2 bis 20 kN und für den Fall eines in die Antriebswelle 28.1 eingekuppelten Drehmomentgebers in einem realistischen Fall eines in der Antriebswelle 28.1 auftretenden maximalen Drehmomentes in der Größenordnung von 1 kN ein Drehmomentgeber vom Typ T32FNA 2kNm mit einem Nenndrehmoment von 2 kNm eingesetzt werden.

Die Ausgestaltung der Auswertungseinheit 29 und deren funktionelle Verknüpfung mit dem Antrieb 25, dem Hubwerksmotor 26, dem je nach Ausbildung des Hubwerkes 28 ein- oder mehrfach vorgesehenen Detektor 16.1 und dem Signalgeber 30 ist anhand des in Fig. 5 wiedergegebenen Ablaufplanes nachvollziehbar, der beispielhaft von einem Betriebszustand der Maschine ausgeht, in welchem der Antrieb einer Maschinenkomponente der genannten Art stillgesetzt ist.

Die Auswertungseinheit 29 ist insbesondere derart ausgelegt, dass sie bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Antriebes 25 dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignals - seitens des Signalgebers 30 - aufhebbar ist.

In diesem Sinne unzulässige Gewichtsbelastungszustände des Hubwerkes 28 liegen insbesondere vor, wenn die Plattform 15 im Zug einer Absenkung derselben auf dem Maschinenfundament aufsetzt. Das Hubwerk 28 geht dabei von einem belasteten in einen unbelasteten Zustand über und der Hubwerksmotor 26 steht sodann still.

Bei Erreichung dieses Betriebszustandes verhindert ein aufgrund innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalles vorliegender unzulässiger Gewichtsbelastungszustände des Hubwerkes 28 generiertes, den Antrieb 25 ansteuerndes Steuersignal die Inbetriebnahme dieses Antriebes 25 nach einer vorausgegangenen Stillsetzung desselben. Die Inbetriebnahme ist nur mittels eines Freigabesignales möglich, dessen Generierung mittels des Signalgebers 30 jedoch insofern in der Verantwortung eines Maschinenbedieners liegt als sich dieser zuvor davon überzeugen muss, dass die damit erfolgte Freischaltung des Antriebes 25 und damit dessen Inbetriebnahme ohne Personengefährdung erfolgen kann.

Der Signalgeber 30 ist hierzu bevorzugt im Bereich des Hubwerkes 28 angeordnet.

Die Auswertungseinheit 29 ist des Weiteren derart ausgelegt, dass sie aus den genannten Belastungssignalen Steuersignale generiert, mittels welcher der Hubwerksmotor 26 in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ansteuerbar ist.

Bei einer dementsprechenden Auslegung der Auswertungseinheit 29 ist vorgesehen, dass diese bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgehenden Stillsetzung des Hubwerksmotors 26 dessen Inbetriebnahme verhindert und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.

Insoweit ist auch der beim Aufsetzen der Plattform 15 auf dem Maschinenfundament stillgesetzte Hubwerksmotor 26 nach dessen in der Verantwortung eines Maschinenbedieners liegenden Freischaltung mittels eines entsprechenden Freigabesignales im Sinne eines Anhebens der Plattform 15 in Betrieb nehmbar.

Die Auswertungseinheit 29 ist des Weiteren derart ausgelegt, dass sie bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches den Antrieb 25 nach erfolgter Inbetriebnahme desselben stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.

Die Auswertungseinheit 29 ist weiterhin derart ausgebildet, dass sie in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Inbetriebnahme des Antriebes 25 diesen stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist. Hierbei entspricht der unbelastete Zustand in vorgegebenen Zeitintervallen vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen.

Hinsichtlich der bereits angedeuteten Ansteuerung des Hubwerksmotors 26 mittels seitens der Auswertungseinheit 29 generierter Steuersignale ist die Auswertungseinheit 29 zur Erfüllung weiterer Funktionen wie nachfolgend dargelegt ausgelegt.

Die Auswertungseinheit 29 ist derart ausgelegt, dass sie bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches den Hubwerksmotor 26 nach erfolgter Inbetriebnahme desselben stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.

Des Weiteren ist die Auswertungseinheit 29 derart ausgelegt, dass sie in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Hubwerksmotors 26 dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist. Hierbei entspricht wiederum der unbelastete Zustand in vorgegebenen Zeitintervallen vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen.

Überdies ist die Auswertungseinheit 29 derart ausgelegt, dass sie in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes 28 ein Steuersignal generiert, welches nach vorausgegangenem Betrieb des Hubwerksmotors 26 diesen stillsetzt und seine Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist überdies der Hubwerksmotor 26 mittels eines Freigabesignals derart ansteuerbar, dass das Hubwerk 28 aus einem unbelasteten in einen belasteten Zustand überführt wird.

Die insoweit dargelegte Ausgestaltung der mittels des Detektors 16.1 zur Generierung der Belastungssignale, dem Signalgeber 30 zur Generierung von Freigabesignalen und der Auswertungseinheit 29 gebildeten Steuerungsmittel 27 ermöglicht bei verantwortungsbewusster Nutzung des Signalgebers 30 einen gefahrlosen Einsatz einer mittels eines Antriebes bewegbaren, außerhalb einer Verarbeitungsstation angeordneten Maschinenkomponente, wie beispielsweise des hier mittels des Antriebes 25 bewegbaren Kettenförderers 4.

Wie bereits angedeutet, liegt außer der Ansteuerung des Antriebes des hier beispielhaft zugrundegelegten Kettenförderers 4 auch eine gleichartige Ansteuerung anderer in der dargelegten Art angeordneter und mittels eines Antriebes bewegbarer Maschinenkomponenten im Rahmen der Erfindung, wobei überdies ein entsprechender Antrieb einer solchen Maschinenkomponente nicht auf einen elektromotorischen beschränkt ist. Im Rahmen der Erfindung liegt also insbesondere auch die Ansteuerung eines beispielsweise pneumatischen Antriebes eines Hilfsstapelträgers für einen Stapelwechsel ohne Unterbrechung des Fortdruckes.

Insoweit ist bei entsprechender Ansteuerung der Antriebe aller im genannten Sinne angeordneter und antreibbarer Maschinenkomponenten bei verantwortungsbewusster Nutzung des Signalgebers 30 eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine ohne unmittelbare Gefährdung des Bedienungspersonales betreibbar.

Bei der Auslegung der Steuerungsmittel 27 ist allerdings darauf zu achten, dass die Länge der Zeitintervalle hinlänglich kurz gewählt wird und dass unzulässige Gewichtsbelastungszustände als solche definiert werden, die sich aus bestimmten sprunghaften Belastungsänderungen des Hubwerkes 28 ergeben, wie dies unter anderem der Fall ist, wenn bei belastetem Hubwerk 28 die Plattform 15 beispielsweise zu Reinigungs- oder Wartungsarbeiten betreten wird oder wenn die Plattform 15 auf ein Hindernis aufläuft, das in einem Extremfall beispielsweise von einer unter der sich aus einem angehobenen Zustand absenkenden Plattform 15 befindlichen Bedienungsperson dargestellt sein kann.

Als zulässige Gewichtsbelastungszustände sind dagegen solche zu definieren, die sich beispielsweise dadurch ergeben, dass auf eine leere, zur sukzessiven Aufnahme der verarbeiteten Bogen vorgesehene Plattform eine Stapelunterlage in Form einer Palette aufgelegt wird, d. h. sprunghafte Belastungszustandsänderungen sind nicht grundsätzlich als unzulässig zu definieren sondern nur dann, wenn die damit verbundenen Belastungsänderungen - sei es durch Belastung oder Entlastung - einen vorgegebenen Wert überschreiten. Bezugszeichenliste 1 Ausleger

2 Druckwerk

2.1 Druckzylinder

2.2 Gummituchzylinder

3 Bogen

4 Kettenförderer

5 Drehrichtungspfeil

6 Förderkette

7 Antriebskettenrad

8 Umlenkkettenrad

9 Greifersystem

9.1 Greifer

10 Bogenleitvorrichtung

11 Bogenbremse

12 Vorderkantenanschlag

13 Hinterkantenanschlag

14 Stapel

15 Plattform

16 Hubkette

16.1 Detektor

17 Bogenleitfläche

18 Stutzen

19 Trockner

20 Bestäubungsvorrichtung

21 Einlassstutzen

22 Auslassstutzen

23 Kühlmittelwanne

24 Bogentransfervorrichtung

24.1 Umführtrommel

24.2 Umführtrommel

24.3 Speichertrommel

25 Antrieb

26 Hubwerksmotor

27 Steuerungsmittel

28 Hubwerk

28.1 Antriebswelle

29 Auswertungseinheit

30 Signalgeber


Anspruch[de]
  1. 1. Flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit

    wenigstens einer Verarbeitungsstation,

    einer außerhalb der Verarbeitungsstation angeordneten bewegbaren Maschinenkomponente,

    einem zum Antreiben der Maschinenkomponente vorgesehenen Antrieb und

    einem mittels eines Hubwerksmotors betreibbaren Hubwerk zum Heben und Senken einer Plattform zur Aufnahme eines aus den Bogen gebildeten Stapels,

    gekennzeichnet durch

    Steuerungsmittel (27), welche den der Maschinenkomponente zugeordneten Antrieb (25) in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes (28) ansteuern.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Steuerungsmittel (27) wenigstens einen Detektor (16.1), eine Auswertungseinheit (29) und einen Signalgeber (30) umfassen, mittels welchem Freigabesignale generierbar sind,

    der wenigstens eine Detektor (16.1) jeweiligen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes (28) entsprechende Belastungssignale an die Auswertungseinheit (29) abgibt

    und die Auswertungseinheit (29) aus den Belastungssignalen den Antrieb (25) ansteuernde Steuersignale generiert.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Antriebes (25) dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches den Antrieb (25) nach erfolgter Inbetriebnahme desselben stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Antriebes (25) dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Inbetriebnahme des Antriebes (25) diesen stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  7. 7. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) aus den Belastungssignalen Steuersignale generiert, mittels welcher der Hubwerksmotor (26) in Abhängigkeit von Gewichtsbelastungszuständen des Hubwerkes (28) ansteuerbar ist.
  8. 8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Hubwerksmotors (26) dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) bei innerhalb vorgegebener Zeitintervalle vorliegenden unzulässigen Gewichtsbelastungszuständen ein Steuersignal generiert, welches den Hubwerksmotor (26) nach erfolgter Inbetriebnahme desselben stillsetzt und dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches nach einer vorausgegangenen Stillsetzung des Hubwerksmotors (26) dessen Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  11. 11. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertungseinheit (29) in einem unbelasteten Zustand des Hubwerkes (28) ein Steuersignal generiert, welches nach vorausgegangenem Betrieb des Hubwerksmotors (26) diesen stillsetzt und seine Inbetriebnahme verhindert, und dass die Verhinderung der Inbetriebnahme mittels eines Freigabesignales aufhebbar ist.
  12. 12. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubwerksmotor (26) mittels eines Freigabesignales derart ansteuerbar ist, dass das Hubwerk (28) aus einem unbelasteten in einen belasteten Zustand überführt wird.
  13. 13. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (16.1) mittels eines Kraftaufnehmers gebildet ist.
  14. 14. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (16.1) mittels eines Drehmomentaufnehmers gebildet ist.






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