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Dokumentenidentifikation DE10027694C2 30.04.2003
Titel Mitnehmer für einen Seilfensterheber
Anmelder Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg, 96450 Coburg, DE
Erfinder Mantel, Martin, 96123 Litzendorf, DE;
Bentley, Paul, Coventry, GB;
Schwarz, Uwe, 96450 Coburg, DE
Vertreter Maikowski & Ninnemann, Pat.-Anw., 10707 Berlin
DE-Anmeldedatum 29.05.2000
DE-Aktenzeichen 10027694
Offenlegungstag 13.12.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse F16C 1/14
IPC-Nebenklasse B60J 1/17   E05F 11/48   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Mitnehmer für einen Seilfensterheber mit einer Nippelkammer zur Aufnahme eines mit einem Seil verbundenen Nippels, insbesondere für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen.

Zur Verbindung eines auf einer Führungsschiene längsverschieblich gelagerten Mitnehmers eines Seilfensterhebers mit einem Fensterheberseil ist es bekannt, auf die Enden des Fensterheberseils als Endnippel ausgebildete Quetschnippel oder Bundnippel bzw. als Mittennippel ausgebildete Quetschnippel auf einem beliebigen Bereich des Fensterheberseils aufzupressen und den Quetsch- oder Bundnippel in einer Nippelkammer des Mitnehmers anzuordnen. Durch die damit bewirkte formschlüssige Verbindung zwischen Nippel und Nippelkammer einerseits sowie kraftschlüssige Verbindung zwischen Nippel und Fensterheberseil andererseits wird eine Verbindung zwischen dem Fensterheberseil und dem Mitnehmer hergestellt, so daß bei einer Betätigung eines Seilantriebs der Mitnehmer entlang der Führungsschiene verschoben und damit eine mit dem Mitnehmer verbundene Fensterscheibe entsprechend der Betätigungsrichtung des Seilantriebs angehoben bzw. abgesenkt wird.

Wird der Nippel zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung zwischen Nippel und Nippelkammer lediglich in die Nippelkammer eingelegt, so führen Verschleiß und starke Toleranzschwankungen der Nippel zu erheblichen Umschaltgeräuschen beim Wechsel der Bewegungsrichtung des Mitnehmers bzw. Drehrichtung des Seilantriebs sowie beim Anfahren des Seilfensterhebers. Zur Vermeidung dieser Umschaltgeräusche kann der Nippel in eine entsprechend ausgebildete Nippelkammer eingepresst werden, was jedoch aufwendig ist und aufgrund von Materialverschleiß an den Wandungen der Nippelkammer letztendlich auch zu Umschaltgeräuschen führt.

Aus der DE 197 34 864 A1 geht eine Nippelkammer hervor, in der ein mit einem Seil verbundener Nippel am Boden der Nippelkammer ruht. Der Abstand der Seitenwände der Nippelkammer zueinander nimmt in Richtung des Bodens der Nippelkammer bis auf einen Abstand ab, der dem Durchmesser des Nippels entspricht. Der Nippel wird durch die Zugwirkung des Seiles am Boden der Nippelkammer festgehalten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mitnehmer für einen Seilfensterheber mit einer Nippelkammer zur Aufnahme eines mit einem Seil verbundenen Nippels zu schaffen, der auch bei starken Toleranzschwankungen der Nippel kein Einpressen des Nippels erforderlich macht und den Nippel gegen ein Herausschnappen aus der Nippelkammer sichert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Mitnehmer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und des Anspruches 18 gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung stellt eine Nippelkammer zur Verfügung, in der sich ein Nippel selbst fixiert, so dass auch bei großen Toleranzschwankungen der Nippel ein fester Sitz der Nippel gewährleistet ist und damit Umschaltgeräusche vermieden und ein eventueller Materialverschleiß an den Wandungen der Nippelkammer kompensiert werden, ohne daß ein Einpressen des Nippels in eine Nippelkammer erforderlich ist.

Die Nippelkammer ist dabei so ausgelegt, dass sie mindestens auf einer Seite, wahlweise aber auch auf beiden Seiten über eine schräge Seitenwand verfügt, in der sich auch Nippel mit vergleichsweise großen Toleranzen selbst fixieren, ohne dass ein Einpressen des Nippels erforderlich ist. Um das Einbringen des Nippels in die Nippelkammer zu erleichtern, ist der Abstand der Seitenwände im Bereich der Einführöffnung größer oder mindestens gleich dem Durchmesser des Nippels.

Der Abstand der Seitenwände von der Einführöffnung zum Boden der Nippelkammer kann wahlweise kontinuierlich oder diskontinuierlich abnehmen, wobei bei einer kontinuierlichen Abnahme des Abstandes der Seitenwände von der Einführöffnung zum Boden der Nippelkammer eine geradlinige Abnahme des Seitenwandabstandes über die gesamte Länge, eine konkav oder konvex gewölbte Abnahme oder eine kombiniert konvexe und geradlinige Abnahme des Abstandes der Seitenwände möglich ist.

In Abhängigkeit von der Höhe der Nippelkammer kann die Schräge der Seitenwände in unterschiedliche Winkel unterteilt sein, indem der Abstand der Seitenwände von der Einführöffnung zum Boden der Nippelkammer über mindestens zwei geradlinige Abschnitte abnimmt, wobei der geradlinige Abschnitt im Bereich der Einführöffnung einen kleineren Winkel mit der senkrecht zur Einführöffnung verlaufenden Einführrichtung einschließt als der anschließende geradlinige Abschnitt. Diese Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ermöglicht es, einen Nippel bei der Montage mit Spiel in den ersten Abschnitt hineinzudrehen und im zweiten Abschnitt einzuklemmen.

Um das Hineindrehen eines Nippels in die Nippelkammer zu erleichtern, ist mindestens ein Rand einer Seitenwand im Bereich der Einführöffnung abgerundet, vorzugsweise sind aber beide Ränder der Einführöffnung abgerundet und der Rundungsradius beider Ränder so bemessen, dass im Rundungsbereich der Abstand zwischen den Seitenwänden größer als der Durchmesser des Nippels wird.

Um bei einem als Mittennippel ausgebildeten Quetschnippel oder bei einem Bundnippel das Verdrehen des Nippels in der Nippelkammer zu vermeiden, stützt sich der (abgeflachte) Quetschbereich des Nippels an einer Anlagerippe ab, die von einer der Seitenwände absteht, während der Bund des Nippels an der gegenüberliegenden Seitenwand anliegt. Vorzugsweise sind in Längsrichtung der Nippelkammer, d. h. in Verstell- bzw. Seilrichtung vor und/oder hinter der Anlagerippe schräge oder gewölbte Anlagerippen mit einem zunehmenden Abstand zur betreffenden Seitenwand vorgesehen. Da die Wandung der Nippelkammer gegenüber der Ebene der Einführöffnung geneigt verläuft, so dass die Nippelkammer in Richtung des Bodens der Nippelkammer enger wird, wird der Nippel im montierten Zustand nach unten in die Nippelkammer gezogen und verspannt sich somit an den Anlagerippen und der gegenüberliegenden Seitenwand.

Alternativ kann die eine Seitenwand eine von dieser Seitenwand abstehende ebene Anlagerippe aufweisen, während an der gegenüberliegenden Seitenwand in Längsrichtung der Nippelkammer seitlich versetzt zur ebenen Anlagerippe, d. h. in Verstellrichtung vor und hinter der ebenen Anlagerippe schräge oder gewölbte Anlagerippen mit von der Einführöffnung der Nippelkammer zum Boden der Nippelkammer zunehmendem Anstand von dieser Seitenwand angeordnet sind.

Damit wird eine "3-Punkt-Abstützung" an der ebenen Anlagerippe einerseits und den gegenüberliegenden gewölbten Anlagerippen andererseits erzielt, mit der eine spielfreie und eindeutige Festlegung des Nippels in der Nippelkammer erfolgt.

Ist der Nippel als Endnippel eines Quetschnippels ausgebildet, kann ebenfalls das vorstehend genannte Prinzip angewandt werden. Alternativ hierzu kann aber auf eine Anlagerippe verzichtet werden und der als Endnippel ausgebildete Quetschnippel zwischen den beiden Seitenwänden eingeklemmt werden, von denen wenigstens eine Seitenwand schräg zur Ebene der Einführöffnung verläuft, so dass die Nippelkammer in Richtung des Bodens der Nippelkammer enger wird.

Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen soll der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Mitnehmers eines Seilfensterhebers mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Nippelkammer;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Mitnehmers mit einer Nippelkammer mit ebener Anlagerippe und gewölbten Anlagerippen;

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Teils der erfindungsgemäßen Nippelkammer;

Fig. 4 eine schematisch-perspektivische Darstellung eines als Mittennippel ausgebildeten Quetschnippels;

Fig. 5 Seitenansichten und Schnitte durch verschiedene Quetsch- und Bundnippel;

Fig. 6 eine schematische Darstellung des Querschnittsprofils verschiedener erfindungsgemäß ausgebildeter Nippelkammern;

Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Nippelkammer mit zwei schrägen Seitenwänden in Bezug zu einem schematisch im Querschnitt dargestellten Nippel und

Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf eine Nippelkammer mit an gegenüberliegenden Seitenwänden ausgebildeten ebener Anlagerippe und gewölbten Anlagerippen.

Die in Fig. 1 dargestellte perspektivische Ansicht eines Mitnehmers 1 zeigt einen durchgehenden Führungsschlitz 10 zur Aufnahme einer Führungsschiene, an der der Mitnehmer 1 in Verstellrichtung V, die in Fig. 1 durch den Doppelpfeil angegeben ist, gleitbar befestigt und in Folge der Ausbildung der Bohrung gegen ein Verkippen an der Führungsschiene gesichert ist. Eine Scheibenbefestigung 11 dient zur Aufnahme beispielsweise eines Befestigungsbolzens, der durch ein Scheibenloch der Fensterscheibe geführt und mit dieser verbunden ist. Die Verbindung eines mit einem Fensterheberantrieb verbundenen Seiles mit dem Mitnehmer 1 erfolgt über eine Nippelkammer 2, in die ein mit dem Seil verbundener Nippel eingelegt bzw. eingedreht wird.

Zu beiden Seiten der Nippelkammer 2 sind Seilrillenbereiche 21, 22 vorgesehen, durch die das Seil geführt wird. Die Nippelkammer 2 weist zwei einander gegenüberstehende Seitenwände 3, 4 auf, die bei in die Nippelkammer 2 eingelegtem Nippel parallel zur Längserstreckung des Nippels verlaufen.

Zur Fixierung des Nippels in der Nippelkammer 2 ist die eine Seitenwand 4 schräg verlaufend ausgebildet, das heißt der Abstand zur gegenüberliegenden Seitenwand 3 nimmt von der oberen Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer 2 hin ab. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Seitenwand 3 eine von der Seitenwand 3 abstehende ebene und senkrecht zur Einführöffnung verlaufende Anlagerippe 5 auf. Zwischen dem Seilrillenbereich 22 und der Anlagerippe 5 ist eine gewölbte Anlagerippe 6 vorgesehen, deren Abstand von der Seitenwand 3 kontinuierlich von der Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer 2 hin zunimmt, so dass der Abstand zur gegenüberliegenden Seitenwand 4 ebenfalls kontinuierlich abnimmt.

In diesem Ausführungsbeispiel ist nur eine schräge oder gewölbte Anlagerippe 6 mit von der Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer 2 zunehmendem Abstand von der betreffenden Seitenwand 3 vorgesehen. In dem Ausführungsbeispiel einer Nippelkammer 2 gemäß Fig. 2, die eine perspektivische Ansicht eines Mitnehmers 1 zeigt, sind zu beiden Seiten der ebenen Anlagerippe 5 schräge oder gewölbte Anlagerippen 6, 7 mit von der Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer 2 zunehmendem Abstand von der betreffenden Seitenwand 3 angeordnet.

An den schrägen oder gewölbten Anlagerippen 6 bzw. 6, 7 liegt vorzugsweise der Bund eines Nippels an, während sich der Quetschbereich des Nippels an der ebenen Anlagerippe 5 abstützt, so dass ein Verdrehen eines als Mittennippel ausgebildeten Quetschnippels bzw. eines Bundnippels vermieden wird.

Zur Verdeutlichung des Funktionsprinzips der erfindungsgemäßen Lösung wird nachfolgend Bezug auf die in den Fig. 4 und 5 dargestellten verschiedenen Nippel sowie auf die schematisch-perspektivische Darstellung eines Teils der Nippelkammer gemäß Fig. 3 und der verschiedenen in Fig. 6 dargestellten Querschnittsprofile der Nippelkammer genommen.

Fig. 4 zeigt schematisch-perspektivisch einen mit einem Seil 9 verbundenen Quetschnippel 8, der über Quetschbereiche 80 auf das Seil 9 gepresst ist. Zu beiden Seiten des Quetschbereichs 80 befinden sich Nippelbunde 801, 802, die bei der Ausbildung der Nippelkammer 2 gemäß den Fig. 1 und 2 an den schrägen oder gewölbten Anlagerippen 6, 7 sowie der gegenüberliegenden schrägen Seitenwand 4 anliegen, während einer der Quetschbereiche 80 an der ebenen Anlagerippe 5 zur Verdrehsicherung anliegt.

In Fig. 5 sind verschiedene Nippelformen dargestellt.

Fig. 5a zeigt einen als Endnippel ausgebildeten Quetschnippel 81, der auf ein Seil 9 unter Bildung von Quetschbereichen 810 aufgepresst ist.

Fig. 5b zeigt einen als Mittennippel ausgebildeten Quetschnippel 82, der einen Quetschbereich 820 und zu beiden Seiten des Quetschbereiches 820 einen Bund 821, 822 aufweist.

Fig. 5c zeigt einen Bundnippel 83, der mittels Quetschbereiche 830 auf ein Seil 9 aufgepresst ist und einen ausgeprägten Bund 832 sowie einen dem Durchmesser des Quetschbereichs 830 entsprechenden Bund 831 aufweist.

Beim Einlegen eines beispielsweise gemäß Fig. 4 als Mittennippel ausgebildeten Quetschnippels 8 in die erfindungsgemäß ausgebildete Nippelkammer 2 liegt einer der Quetschbereiche 80 an der ebenen Anlagerippe 5 (Fig. 4) an, während der Bund 801 bzw. 802 zu beiden Seiten des Quetschbereichs 80 an den schrägen oder gewölbten Anlagerippen 6, 7 zu beiden Seiten der ebenen Anlagerippe 5 und an der gegenüberliegenden, schrägen Seitenwand 4 anliegt.

Durch den schrägen Verlauf der schrägen oder gewölbten Anlagerippen 6, 7 sowie der Seitenwand 4 wird der Abstand zwischen den Seitenwänden 3, 4 von der Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer geringer, so dass der Nippel 8 im montierten Zustand nach unten in die Nippelkammer gezogen wird und sich sowohl zwischen der ebenen Anlagerippe 5 und der Seitenwand 4 bzw. zwischen den schrägen oder gewölbten Anlagerippen 6, 7 und der gegenüberliegenden Seitenwand 4 verspannt.

Alternativ zu der in Fig. 3 schematisch-perspektivisch dargestellten Teilansicht einer Nippelkammer kann die ebene Anlagerippe 5 entfallen, insbesondere bei Verwendung eines als Endnippel ausgebildeten Quetschnippels 81 gemäß Fig. 5a, so dass der Quetschnippel 81 zwischen einer senkrecht zur Einführöffnung verlaufenden Seitenwand 3 und einer schrägen Seitenwand 4 bzw. zwei schräg zur Einführöffnung verlaufenden Seitenwänden 3, 4 eingeklemmt wird.

Die erfindungsgemäße Lösung lässt verschiedene Ausführungsformen des Querschnittsprofils der Nippelkammer zu, die zusammenfassend in den Fig. 6 und 7 dargestellt sind.

Fig. 6 zeigt die Querschnittsprofile von drei Nippelkammern mit einer senkrecht zur Einführöffnung bzw. zum Boden 20 der Nippelkammer verlaufenden Seitenwand 3 und einer schräg zur Einführöffnung bzw. zum Boden 20 der Nippelkammer verlaufenden Seitenwand 4a, 4b' bzw. 4b" und 4c.

In einer ersten Ausführungsform verläuft die Seitenwand 4a geradlinig schräg von der Einführöffnung zum Boden 20, so dass der Abstand zwischen den Seitenwänden 3 und 4a linear von der Einführöffnung zum Boden 20 der Nippelkammer abnimmt.

Alternativ hierzu kann der Abstand zwischen den Seitenwänden 3, 4 diskontinuierlich abnehmen, indem beispielsweise ein abknickendes Profil der einen Seitenwand vorgesehen wird. In dieser Ausführungsform besteht die Seitenwand aus einem ersten geradlinigen Abschnitt 4b' und einem daran anschließenden zweiten geradlinigen Abschnitt 4b", dessen Winkel zum Boden 20 bzw. zur Einführöffnung der Nippelkammer größer ist als der des ersten Abschnitts 4b'. Der erste Abschnitt 4b' dient dabei zur leichteren Montage eines Nippels, der mit Spiel in diesen ersten Abschnitt 4b' eingefügt wird und sich in diesem ersten Abschnitt 4b' noch drehen kann, während er in dem daran anschließenden zweiten Abschnitt 4b" geklemmt wird.

Schließlich kann die eine Seitenwand 4c auch konkav oder konvex gewölbt ausgebildet werden, so dass der Abstand zwischen den Seitenwänden 3 und 4c kontinuierlich, aber mit veränderlichem Einführwinkel zwischen der Einführöffnung und dem Boden 20 der Nippelkammer 2 abnimmt.

Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes durch eine Nippelkammer mit zwei schräg zum gewölbten Boden 20 der Nippelkammer verlaufenden Seitenwänden 3, 4, die im Bereich des Übergangs in die Einführöffnung mit Rundungsradien 30, 40 versehen sind, mit deren Hilfe der Nippel 8 bei der Montage in die Nippelkammer 2 hineingedreht werden kann.

Fig. 8 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Nippelkammer mit einer ebenen Anlagerippe 5 an der einen Seitenwand 3 und zwei gewölbten Anlagerippen 6, 7 an der gegenüberliegenden Seitenwand 4, die seitlich versetzt zur ebenen Anlagerippe 5, d. h. in Verstellrichtung bzw. Seillaufrichtung vor und hinter der ebenen Anlagerippe 5 an dieser Seitenwand 4 angeordnet sind. Damit wird eine "3-Punkt-Abstützung" an der ebenen Anlagerippe 5 einerseits und den gegenüberliegenden gewölbten Anlagerippen 6, 7 andererseits erzielt, mit der eine spielfreie und eindeutige Festlegung des Nippels in der Nippelkammer erfolgt.

Der Abstand der Seitenwände 3, 4 ist so bemessen, dass am Ende der Rundungsradien 30, 40 der Abstand B1 größer oder gleich dem Durchmesser D des Nippels 8 ist, während in einem tieferliegenden Bereich der Nippelkammer der Abstand B2 zwischen den Seitenwänden 3, 4 kleiner als der Durchmesser D des Nippels 8 ist, so dass in diesem Bereich die Klemmung des Nippels 8 erfolgt.

Da das Seil 9 durch die Ausbildung der Seilrillenbereiche 21, 22 gemäß den Fig. 1 bis 3 den Nippel 8 stets in Richtung des Bodens 20 der Nippelkammer 2 zieht, wird der Nippel 8 in Richtung des abnehmenden Abstandes der Seitenwände 3, 4 der Nippelkammer gezogen und damit in der Nippelkammer 2 selbsttätig fixiert. Auch bei durch Bewegungen des Nippels 8 in der Nippelkammer 2 bedingtem Verschleiß bleibt die Fixierung des Nippels 8 in der Nippelkammer 2 erhalten, da in diesem Falle der Nippel 8 tiefer in die Nippelkammer, das heißt in den Bereich weiter abnehmenden Abstandes zwischen den Seitenwänden 3, 4 der Nippelkammer 2 hineingezogen wird.

Durch die Sicherung der Fixierung des Nippels 8 in der Nippelkammer 2 wird sichergestellt, dass keine Umschaltgeräusche beim Wechsel der Bewegungsrichtung eines Seilfensterhebers auftreten und dass Nippel mit starken Durchmesserunterschieden Verwendung finden können, ohne dass ein Spiel zwischen dem Nippel und der Nippelkammer auftritt. Durch das selbsttätige Verklemmen des Nippels 8 in der Nippelkammer 2 entfällt weiterhin die Notwendigkeit, den Nippel in eine Nippelkammer einzupressen, so dass die Montage deutlich vereinfacht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Mitnehmer für einen Seilfensterheber mit einer Nippelkammer zur Aufnahme eines mit einem Seil verbunden Nippels, insbesondere für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Abstand der im wesentlichen parallel zur Längserstreckung des Nippels (8) verlaufenden Seitenwände (3, 4) der Nippelkammer (2) über mindestens einen Teilbereich von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) abnimmt und in einem vorgegebenen Abstand vom Boden (20) oder der Einführöffnung der Nippelkammer (2) kleiner als der minimale Durchmesser (D) des Nippels (8) ist, und

    daß Seilrillenbereiche (21, 22) derart ausgebildet sind, daß der Nippel (8) durch das Seil (9) stets in Richtung des Bodens der Nippelkammer (2) gezogen wird und sich dadurch in der Nippelkammer verspannt, und

    daß der Nippel (8) mittig abgeflachte Quetschbereiche (80, 810, 820, 830) aufweist.
  2. 2. Mitnehmer für einen Seilfensterheber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nippel (8) randseitig zylindrische Bereiche (821, 822, 831, 832) aufweist.
  3. 3. Mitnehmer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4) im Bereich der Einführöffnung größer oder mindestens gleich dem Durchmesser (D) des Nippels (8) ist.
  4. 4. Mitnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4, 4a, 4c) von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) kontinuierlich abnimmt.
  5. 5. Mitnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4, 4a) von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) über die gesamte Länge geradlinig abnimmt.
  6. 6. Mitnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4c) von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) über die gesamte Länge konkav oder konvex gewölbt abnimmt.
  7. 7. Mitnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4) im Bereich der Einführöffnung konvex und anschließend zum Boden (20) der Nippelkammer (2) geradlinig abnimmt.
  8. 8. Mitnehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4b', 4b") von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) diskontinuierlich abnimmt.
  9. 9. Mitnehmer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Seitenwände (3, 4) von der Einführöffnung zum Boden (20) der Nippelkammer (2) über mindestens zwei geradlinige Abschnitte (4b', 4b") abnimmt, wobei der erste geradlinige Abschnitt (4b') im Bereich der Einführöffnung einen kleineren Winkel mit der senkrecht zur Einführöffnung verlaufenden Einführrichtung einschließt als der anschließende zweite geradlinige Abschnitt (4b").
  10. 10. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Rand (30 oder 40) der Einführöffnung abgerundet ist.
  11. 11. Mitnehmer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß beide Ränder (30, 40) der Einführöffnung abgerundet sind und der Rundungsradius (R) beider Ränder (30, 40) so bemessen ist, daß im Abrundungsbereich der Abstand zwischen den Seitenwänden (3, 4) größer als der Durchmesser (D) des Nippels (8) wird.
  12. 12. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (20) der Nippelkammer (2) bogenförmig ausgebildet ist.
  13. 13. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil einer der Seitenwände (3, 4) senkrecht zur Ebene der Einführöffnung der Nippelkammer (2) verläuft.
  14. 14. Mitnehmer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seitenwand (3) eine von der Seitenwand (3) abstehende ebene Anlagerippe (5) aufweist und daß in Längsrichtung der Nippelkammer (2) vor und/oder hinter der ebenen Anlagerippe (5) schräge oder gewölbte Anlagerippen (6, 7) mit von der Einführöffnung der Nippelkammer (2) zum Boden (20) der Nippelkammer zunehmendem Anstand von der betreffenden Seitenwand (3) vorgesehen sind.
  15. 15. Mitnehmer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seitenwand (3) eine von der Seitenwand (3) abstehende ebene Anlagerippe (5) aufweist und daß an der gegenüberliegenden Seitenwand (4) in Längsrichtung der Nippelkammer (2) seitlich versetzt zur ebenen Anlagerippe (5) schräge oder gewölbte Anlagerippen (6, 7) mit von der Einführöffnung der Nippelkammer (2) zum Boden (20) der Nippelkammer zunehmendem Anstand von dieser Seitenwand (4) angeordnet sind.
  16. 16. Mitnehmer nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei Verwendung eines Quetschnippels (8, 81, 82) oder eines Bundnippels (83) der Mitten- oder Quetschbereich (80, 810, 820, 830) des Nippels (8, 81, 82, 83) an der ebenen Anlagerippe (5) abstützt und der Bund (801, 802, 821, 822, 831, 832) des Nippels (8, 81, 82, 83) an der gegenüberliegenden Seitenwand (4) anliegt.
  17. 17. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei Verwendung eines als Endnippel (81) ausgebildeten Quetschnippels der Quetschbereich (810) des Nippels (81) an den Seitenwänden (3, 4) abstützt.
  18. 18. Mitnehmer für einen Seilfensterheber mit einer Nippelkammer zur Aufnahme eines mit einem Seil verbundenen Nippels, dadurch gekennzeichnet,

    daß eine erste Seitenwand (3) der Nippelkammer (2) eine erste, ebene Anlagerippe (5) aufweist, an der sich einer von mehreren am Umfang des mittleren Bereiches des Nippels (8) angeordneter, abgeflachter Quetschbereiche (820, 830) abstützt, und

    daß auf der der ersten Seitenwand (3) gegenüberliegenden Seitenwand (4) der Nippelkammer (2) voneinander beabstandete, schräge oder gewölbte zweite Anlagerippen (6, 7) vorgesehen sind, an denen randseitige zylinderförmige Bereiche (821, 822, 831, 832) des Nippels (8) anliegen, und

    daß die Zugachse des Seiles (9) in den Seilrillenbereichen (21, 22) näher am Boden der Nippelkammer (2) liegt als die Achse des Nippels (8).






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