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Dokumentenidentifikation DE10116905A1 30.04.2003
Titel Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien, insbesondere der Ärmel von Kleidungsstücken
Anmelder Stobert, Martin, 79312 Emmendingen, DE
Erfinder Stobert, Martin, 79312 Emmendingen, DE
Vertreter Goy, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 79108 Freiburg
DE-Anmeldedatum 05.04.2001
DE-Aktenzeichen 10116905
Offenlegungstag 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse D06F 71/40
IPC-Nebenklasse D06F 71/28   
Zusammenfassung Eine Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien (6), insbesondere der Ärmel von Kleidungsstücken, weist einen U- oder V-förmigen Bügel (1) auf, dessen beide Schenkel (2, 2') bezüglich der Verbindungsbasis (3) flexibel aufeinander zu verschwenkbar sind. Dadurch können die beiden Schenkel (2, 2') zusammengepreßt und anschließend in den zu bügelnden Ärmel (5) eingeführt werden. Nach Loslassen der beiden Schenkel (2, 2') spannen diese den Ärmel (5).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien, insbesondere der Ärmel von Kleidungsstücken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die erfindungsgemäße Bügelhilfe ist insbesondere für die Ärmel von Hemden, Blusen, Pullovern, Sweatshirts etc. gedacht. Grundsätzlich ist die Bügelhilfe jedoch allgemein für jede Art von schlauchförmigen Textilien einsetzbar.

Um die Ärmel von Kleidungsstücken zu bügeln, werden diese auf dem Bügelbrett flachgelegt und anschließend gebügelt. Das Problem besteht darin, daß zum einen die untere Lage des Ärmels Falten aufweisen kann, welche dann eingebügelt werden, und daß zum anderen im seitlichen Bügelfaltenbereich des Ärmels während des Bügelns sehr leicht Falten entstehen können.

Um diesem Problem abzuhelfen, gibt es die sogenannten Ärmelbretter. Dies sind Bügelbretter mit einer erheblich kleineren Dimension. Diese können in den zu bügelnden Ärmel eingeführt werden. Das Problem bei diesen Ärmelbrettern besteht jedoch darin, daß der Ärmel um 360° gedreht werden muß, damit alle Seiten des Ärmels gebügelt werden können. Diese Drehbewegung des Ärmels ist jedoch aufgrund des "daranhängenden" restlichen Kleidungsstücks umständlich.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte und vereinfachte Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien, insbesondere der Ärmel von Kleidungsstücken zu schaffen.

Die technische Lösung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.

Dadurch ist eine Bügelhilfe für schlauchförmige Textilien, insbesondere für die Ärmel von Kleidungsstücken geschaffen, welche ein sehr effektives und sicheres Bügeln unter geringem Zeitaufwand und ohne Bildung unerwünschter Falten ermöglicht, wobei ein mühsames und zeitaufwendiges Zurechtlegen sowie beidseitiges Bügeln des Ärmels vermieden wird. Die Grundidee der erfindungsgemäßen Bügelhilfe besteht darin, den Ärmel durch den Bügel zu spannen. So werden vor dem Einführen des Bügels in den zu bügelnden Ärmel die beiden Schenkel durch leichten Druck scherenartig zusammengepreßt. Anschließend wird der Bügel in den Ärmel eingeführt und dort so plaziert, daß der eine Schenkel an der Ärmelnaht liegt. Die Schenkelenden sollen dabei an der Nahtkante an Schulter und Achsel liegen. Der Druck auf die beiden Schenkel wird anschließend gelöst, so daß die Schenkel aufgrund der nach außen gerichteten Federkräfte den Ärmel im Zwischenbereich straffen. Danach kann mit dem Bügelvorgang begonnen werden. Dabei wird vorzugsweise nur im Spannungsbereich, also zwischen den beiden Schenkeln des Bügels gebügelt, da die Bügelhilfe nur dort die Bildung von Falten auf beiden Seiten des Ärmels verhindert. Während die Bügelhilfe langsam aus dem Ärmel herausgezogen wird, wird mit dem Bügeleisen dieser Bewegung gefolgt. Wird eine seitliche Bügelkante gewünscht, kann hinter der Bügelhilfe, also außerhalb des unmittelbaren Spannungsbereiches gebügelt werden. Um die Entstehung einer Bügelkante zu vermeiden, wird nur im Spannungsbereich gebügelt. Die Bügelhilfe läßt sich einfach aus einem einzigen Stück herstellen. Die Verbindungsbasis zwischen den beiden Schenkeln definiert einen elastischen Spannungsbogen, welcher als flexibler Verschwenkbereich für die beiden Schenkel dient.

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 schlägt vor, daß der Bügel aus Metall oder Kunststoff besteht. Das bevorzugte Material ist dabei Metall. Der Bügel kann dabei aus einer Rundstange mit etwa 5 mm Durchmesser gebildet sein. Die Enden der Schenkel sind dabei vorzugsweise abgerundet, um so Beschädigungen des zu bügelnden Textils zu verhindern.

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 3 schlägt vor, daß die Verbindungsbasis bogenförmig ausgebildet ist. Dadurch wird in den Schenkeln eine ausreichende elastische Spannung erzeugt, damit sie nach dem Einführen der Bügelhilfe in den Ärmel die notwendige Spannung in dem Ärmel erzeugen.

Eine bevorzugte Weiterbildung schlägt gemäß Anspruch 4 vor, daß wenigstens einer der beiden Schenkel eine zum anderen Schenkel hin gerichtete Abknickung aufweist. Der Vorteil besteht darin, daß dadurch ein Griffbereich ausgebildet ist, mittels welchem der Bügel nach dem Bügeln aus der vorderen Ärmelöffnung problemlos herausgezogen werden kann, indem die Person die beiden Schenkel im Griffbereich umfaßt. Der Abstand der beiden Schenkel in diesem Griffbereich ist dabei so, daß ein problemloses Umgreifen möglich ist.

Eine Weiterbildung hiervon schlägt Anspruch 5 vor. Dadurch ist durch die parallele Ausbildung der Schenkel ein optimaler Griffbereich geschaffen, so daß die Bügelhilfe auf bestmögliche Weise gehandhabt werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien in Form des Ärmels eines Kleidungsstückes wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt:

Fig. 1 eine schematische Ansicht der Bügelhilfe;

Fig. 2 die Bügelhilfe in Fig. 1 nach dem Einführen in einen zu bügelnden Ärmel.

Die Bügelhilfe besteht aus einem U- bzw. V-förmigen Bügel 1 aus einer Rundstange aus Metall mit einem Durchmesser von etwa 5 mm. Durch die U- bzw. V-Form des Bügels 1 weist dieser zwei Schenkel 2, 2' auf. Diese beiden Schenkel 2, 2' sind durch eine bogenförmige Verbindungsbasis 3 in Form eines halbkreisförmigen Bogens miteinander verbunden. Der eine Schenkel 2' weist im Bereich der Verbindungsbasis 3 eine Abknickung 4 auf. Dadurch besitzt dieser Schenkel 2' im Bereich der Verbindungsbasis 3 bis zur Abknickung 4 hin einen Schenkelabschnitt, welcher in etwa parallel zu dem anderen Schenkel 2 verläuft. Ab der Abknickung 4 ist der Schenkel 2' unter einem spitzen Winkel bezüglich des anderen Schenkels 2 nach außen hin abgespreizt.

Die Funktionsweise der Bügelhilfe ist wie folgt:

Es soll der Ärmel 5 eines Textils 6 gebügelt werden (Fig. 2). Zu diesem Zweck werden die beiden Schenkeln 2, 2' des Bügels 6 scherenartig zusammengepreßt, so daß der Bügel 6 vorzugsweise von der Achselseite her in den Ärmel 5 hineingesteckt werden kann. Die beiden Schenkel 2, 2' sind dabei im wesentlichen in sich starr. Das vordere Ende des Bügels 1 im Bereich der Verbindungsbasis 3 schaut dann aus dem Ärmel 5 heraus. Durch Loslassen der beiden Schenkel 2, 2' spreizen sich diese wieder auseinander und straffen den Ärmel 5 im Zwischenbereich. Der eine Schenkel 2 kommt dabei an der Innennaht des Ärmels 5 zur Anlage. Somit kann der Ärmel 5 im Spannungsbereich zwischen den beiden Schenkeln 2, 2' gebügelt werden. Nach dem Bügelvorgang werden die beiden Schenkel 2, 2' im Griffbereich zusammengepreßt, so daß der Bügel 1 aus dem Ärmel 5 problemlos herausgezogen werden kann. Bezugszeichenliste 1 Bügel

2, 2' Schenkel

3 Verbindungsbasis

4 Abknickung

5 Ärmel

6 Textil


Anspruch[de]
  1. 1. Hilfsvorrichtung zum Bügeln von schlauchförmigen Textilien (6), insbesondere der Ärmel von Kleidungsstücken,

    mit einer in das Textil (6) einführbaren Einrichtung,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Einrichtung durch einen im wesentlichen U- oder V-förmigen Bügel (1) gebildet ist, dessen beide Schenkel (2, 2') bezüglich der Verbindungsbasis (3) flexibel aufeinander zu verschwenkbar sind.
  2. 2. Hilfsvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (1) aus Metall oder Kunststoff besteht.
  3. 3. Hilfsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsbasis (3) bogenförmig ausgebildet ist.
  4. 4. Hilfsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der beiden Schenkel (2') eine zum anderen Schenkel (2) hin gerichtete Abknickung (4) aufweist.
  5. 5. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Abknickung (4) aufweisende Schenkel (2') im Bereich der Verbindungsbasis (3) einen Schenkelabschnitt aufweist, welcher im wesentlichen parallel zum anderen Schenkel (2) verläuft.






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