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Dokumentenidentifikation DE10120124C2 30.04.2003
Titel Landwirtschaftliche Erntemaschine
Anmelder Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH, 48480 Spelle, DE
Erfinder Krone, Bernard, Dr.-Ing. E.h., 48480 Spelle, DE;
Horstmann, Josef, Dr.-Ing., 49479 Ibbenbüren, DE
DE-Anmeldedatum 25.04.2001
DE-Aktenzeichen 10120124
Offenlegungstag 31.10.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse A01D 89/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine landwirtschaftliche Erntemaschine mit einer Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme von auf einer Feld- oder Wiesenfläche liegendem Erntegut. Aufnahmeeinrichtungen dieser Art sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt und werden beispielsweise an Feldhäckslern, Ballenpressen, Ladewagen oder dgl. landwirtschaftlichen Erntemaschinen eingesetzt. Derartige Aufnahmeeinrichtungen bestehen aus einer mit Förderzinken besetzten Aufnahmetrommel, der zur Begrenzung der aufwärts gerichteten Bewegung des Erntegutes bei der Aufnahme von der Feld- oder Wiesenfläche und sicheren Weiterleitung des Erntegutes zu nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen eine Niederhaltereinrichtung zugeordnet ist.

Aus der US 4 015 410 ist eine Niederhaltereinrichtung bekannt, die eine frei drehbare Walze aufweist. Die Walze dreht sich um eine horizontal und quer zur Fahrt- und Arbeitseinrichtung einer Ballenpresse ausgerichtete Achse, die an einseitig an Seitenteilen der Erntemaschine gehalterten Tragarmen gelagert ist. Von ihren Halterungen an den Seitenteilen der Erntemaschine übergreifen die Tragarme eine Aufnahmetrommel und führen die Walze vor der Aufnahmetrommel, so daß diese frei drehbar auf das aufzunehmende Schwad aus Erntegut drückt und so ein flaches Schwad zur Aufnahme durch die Aufnahmetrommel formt. Indem sich die Tragarme der Walze auf einen Querträger, der ebenfalls an Seitenteilen der Erntemaschine fest gehaltert ist und in Flußrichtung des Erntegutes und etwa parallel zum Erdboden ausgerichtete Zinkenstäbe aufweist, auflegen, wird die Bewegung der Walze in Richtung zum Erdboden begrenzt. Der Querträger mit den Zinkenstäben bildet ferner ein als Flachkörper ausgebildetes Leitorgan als obere Begrenzung für das oberhalb der Aufnahmevorrichtung aus dem Schwad zu fördernde Erntegut. Hierbei bildet das als Flachkörper ausgebildete Leitorgan durch seine feste und unverschwenkliche Halterung an der Erntemaschine lediglich für extrem große Schwade aus Erntegut eine obere Begrenzung, so daß sich im Bereich zwischen der als Niederhalter wirkenden Walze und dem Leitorgan sowie nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen das Schwad wieder ausdehnen kann und es dort zu Verstopfungen im Erntegutfluß kommt und so eine störungsfreie Zuführung des Erntegutes zu den nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen nicht sichergestellt ist.

Die DE 39 22 695 A1 offenbart einen Aufsammler für eine Erntemaschine mit einer mit Federzinken besetzten Aufsammeltrommel und einer darüber und in Fahrtrichtung dahinter angeordneten Fördereinrichtung sowie einem vor und/oder über der Aufsammeltrommel angebrachten Niederhalter in Form einer frei drehbaren Trommel. Gemäß der Beschreibung und der Abbildung ist zwischen dem trommelförmigen Niederhalter und der Fördereinrichtung in einer Ausbildung als Förderschnecke mit Walzenkern und Schneckengängen ein den Freiraum überbrückendes und den Gutstrom nach oben begrenzendes Leitorgan in Form eines weiteren Trommelkörpers angeordnet. Sowohl der trommelförmige Niederhalter als auch das trommelförmige Leitorgan sind seitlich über ein gemeinsames Seitenteil schwenkbeweglich um eine dem Niederhalter und dem Leitorgan in Fahrtrichtung der Erntemaschine vorgeordnete Schwenkachse am Maschinengestell gehaltert. Bei dieser Art eines Aufsammlers an einer Erntemaschine wird zwar eine bei herkömmlichen Aufsammlern mit als Flachkörper ausgebildeten und einseitig gehalterten Niederhaltern und/oder Leitorganen bekannte Gleitreibung in Rollreibung und damit in eine günstige Art der Reibung überführt, eine optimale Anpassung der Rollenkörper von Niederhalter und Leitorgan an unterschiedliche Schwadgrößen und -höhen wird nicht erreicht da der Niederhalter und das Leitorgan auf Grund des gemeinsamen Seitenteils nur abhängig voneinander höhenbeweglich sind. Ferner ist ein als Rollenkörper ausgebildetes Leitorgan nur bedingt bei Aufsammlern als ein den Erntegutstrom nach oben begrenzendes Überbrückungsglied zwischen Niederhalter und nachfolgender Förder- und/oder Schneideinrichtung einsetzbar. Ein Überbrückungsbereich wird bei einem Rollenkörper über den Durchmesser des Körpers bestimmt. Bei größer werdendem Überbrückungsbereich vergrößert sich dementsprechend auch der Durchmesser des Rollenkörpers und der für eine Drehbewegung erforderliche Freiraum, d. h. der Durchmesser des Leitorgans kann nicht beliebig groß gewählt werden, da dieser auch die Höhenbeweglichkeit des Leitorgans bestimmt. Ein weiterer Nachteil bei einem als Rollenkörper ausgebildeten Leitorgan besteht darin, daß ein Rollenkörper nur über die gesamte Aufnahmebreite eines Aufsammlers und nur bis zum Umkreis und nicht noch in Teilbereiche des Arbeitsbereiches einer nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtung positioniert werden kann.

Die EP 1 038 431 A2 zeigt ebenfalls einen Aufsammler für eine landwirtschaftliche Erntemaschine, der eine mit Federzinken bestückte Aufnahmetrommel aufweist. In Flußrichtung des Erntegutes sind der Aufsammeltrommel Einführschnecken nachgeordnet, die das von der Aufsammeltrommel aufgenommene Erntegut quer zur Fahrtrichtung in den Arbeitsbereich eines mit gesteuerten Förderzinken ausgebildeten Förderers leiten, der in der Praxis auch als Raffer bezeichnet wird. Der Aufnahmetrommel und den nachfolgenden Einführschnecken ist ein vorderer Windschutz zugeordnet, der auch als Niederhalter angesehen werden kann. Der Windschutz besteht aus einem Querträger, an dem in Flußrichtung des Erntegutes verschiedene Zinkenstäbe befestigt sind. Der Querträger mit den Zinkenstäben ist wiederum zwischen einenends im Bereich über den Einführschnecken seitlich am Gehäuse schwenkbeweglich auf Bolzen gelagerten Trägern fest gehaltert und kann einerseits auf Grund seiner Gewichtskraft und andererseits entsprechend dem Druck des einfließenden Ernteguts um die Mittelachse der Bolzen verschwenken.

Dem Raffer, der das Erntegut einer Wickelkammer des Erntegerätes zuführt, ist ein hinterer Windschutz zugeordnet, der ebenfalls die Funktion eines Niederhalters ausführen kann. Der Windschutz wird von leicht abgewinkelten Zinkenstäben gebildet, die im Abstand voneinander an einem von einem Rohr gebildeten Querträger einseitig befestigt und über das Rohr zwischen Seitenwänden der Erntemaschine schwenkbeweglich aufgehängt sind. Die Zinkenstäbe zeigen hierbei mit ihren freien Enden in Flußrichtung des Erntegutes. Das den Querträger bildende Rohr weist Hebelsegmente auf, die sich schwenkbeweglich über Gasfedern am Gehäuse der Erntemaschine abstützen. Hierdurch wird der Windschutz in seiner Lage stabilisiert und in seiner durch den Gutfluß des Erntegutes bewirkten Schwenkbewegung gedämpft. Sowohl der vordere als auch der hintere Windschutz sind als Flächenkörper ausgebildet und unabhängig voneinander endseitig drehbar, sonst jedoch fest am Gehäuse der Erntemaschine gehaltert. Beide Windschutze werden bei der Arbeit von demselben Erntegut unter Überwindung von Gleitreibung ausgelenkt, haben jedoch sonst keine Gemeinsamkeiten.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine landwirtschaftliche Erntemaschine mit einer Aufnahmeeinrichtung, die einen drehbar an einseitig schwenkbeweglichen mit dem Gehäuse verbundenen Tragarmen gehalterten walzenförmigen Niederhalter aufweist, derart mit einem fest und unverschwenklich an Seitenteilen der Erntemaschine befestigten als Flachkörper ausgebildeten oberen Leitorgan zu verbinden, daß sowohl bei der Aufnahme von Erntegutschwaden von der Feld- oder Wiesenfläche als auch bei der Zuführung des Erntegutes zu nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen Störungen im Erntegutfluß sicher vermieden werden und somit eine optimale Leistungsfähigkeit der landwirtschaftlichen Erntemaschine gewährleistet ist.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich die landwirtschaftliche Erntemaschine der vorstehend genannten Art durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aus. Hinsichtlich der weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird auf die Ansprüche 2 bis 13 verwiesen.

Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Merkmale wird eine landwirtschaftliche Erntemaschine geschaffen, deren Aufnahmeeinrichtung sich in optimaler Weise zur Aufnahme von auf einer Feld- oder Wiesenfläche liegenden Erntegutschwaden eignet. Eine als Aufnahmetrommel ausgebildete und mit Förderzinken versehene Aufnahmeeinrichtung ist dazu mit einem walzenförmig ausgebildeten Niederhalter versehen, an dem sich in Flußrichtung des Erntegutes ein den Gutstrom nach oben begrenzendes und als Flachkörper ausgebildetes Leitorgan anschließt, welches relativ zum Niederhalter bewegbar angelenkt ist. Gemäß der Erfindung ist es dabei vorgesehen, daß der als Walze ausgeführte Niederhalter an um eine etwa horizontal und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung der landwirtschaftlichen Erntemaschine ausgerichtete Achse schwenkbar an Seitenteilen der Aufnahmetrommel angelenkten Tragarmen unverschwenklich, jedoch drehbar gelagert und in einem Bereich vor und/oder oberhalb von der Aufnahmetrommel angeordnet ist. In dem Bereich zwischen dem drehbar aufgehängten, walzenförmigen Niederhalter und nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen ist ein den Erntegutstrom nach oben begrenzendes, als Flachkörper ausgebildetes Leitorgan vorgesehen, welches um eine in etwa horizontale und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung ausgerichtete Achse schwenkbar an den Tragarmen des Niederhalters gehaltert ist. Daraus ergibt sich, daß das Leitorgan bei der Anpassung an unterschiedliche Schwadhöhen bzw. Schwadstärken relativ zum Niederhalter verschwenkbar ist und somit eine stetige und störungsfreie Zuführung des aufgenommenen Erntegutschwades an die folgenden Förder- und/oder Schneideinrichtungen erreichbar ist.

Nach der Erfindung kann zwischen zwei verschiedenen Ausführungsformen unterschieden werden. Bei einer ersten Ausführungsform ist es vorgesehen, daß das Leitorgan in einem vorgegebenen Schwenkbereich um die etwa horizontal und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung ausgerichtete Achse in Bezug zum walzenförmigen Niederhalter frei verschwenkbar ist. Das bedeutet, daß unabhängig von der durch das Erntegutschwad vor der Aufnahmetrommel vorgegebenen Höhe des Niederhalters eine Schwenkbewegung des Leitorganes und somit eine exakte Anpassung beispielsweise an unregelmäßig geformte Erntegutschwaden möglich ist. Der vorgegebene Schwenkbereich des Leitorganes kann beispielsweise durch eine Lasche begrenzt sein, die einen unteren und einen oberen Endanschlag aufweist und mit einem Kopfelement einer Schraubverbindung zusammenwirkt. Bei einer zweiten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, daß in Abhängigkeit von der durch das Erntegutschwad vor der Aufnahmetrommel vorgegebenen Höhe des Niederhalters die Schwenkbewegung des Leitorganes steuerbar ist. Hierzu kann eine Lenkeranordnung dienen, welche sich beispielsweise zwischen dem Leitorgan und Seitenteilen der Aufnahmetrommel erstreckt.

In einer konstruktiv einfachen und kostengünstig herstellbaren Ausführungsform kann das sich in Flußrichtung des Erntegutes an einen als frei drehbare oder angetriebene Walze ausgebildeten Niederhalter anschließende, als Flachkörper ausgebildete Leitorgan als ein aus Zinken gebildetes Stabgitter ausgeführt sein, bei dem die Zinken einenends in einem Querträger gehaltert sind. Zur Verbesserung der Führungseigenschaften des Leitorganes bei kurzstengeligem Erntegut kann in einem vorderen, an den Querträger angrenzenden Bereich ein geschlossenes Prallblech vorgesehen sein.

Eine detaillierte Beschreibung des Gegenstandes der Erfindung erfolgt nun anhand von Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung stellt im einzelnen dar:

Fig. 1: eine Seitenansicht einer landwirtschaftlichen Erntemaschine mit einer erfindungsgemäßen Aufnahmeeinrichtung;

Fig. 2: eine vergrößerte Seitenansicht der Aufnahmeeinrichtung gemäß Einzelheit X in Fig. 1, wobei sich der Niederhalter in einer unteren Stellung befindet;

Fig. 3: eine Ansicht ähnlich Fig. 2, wobei sich der Niederhalter in einer durch ein Erntegutschwad angehobenen Stellung befindet;

Fig. 4: eine Seitenansicht einer Aufnahmeeinrichtung ähnlich Fig. 2 in einer zweiten Ausführungsform, wobei sich der Niederhalter in einer unteren Stellung befindet;

Fig. 5: eine Ansicht ähnlich Fig. 4, wobei sich der Niederhalter in einer durch ein Erntegutschwad angehobenen Stellung befindet;

Fig. 6: eine Ansicht von einer Längsseite der Erntemaschine auf ein erfindungsgemäßes Leitorgan der Aufnahmeeinrichtung nach Fig. 1 bis 3;

Fig. 7: eine Draufsicht auf das in Fig. 6 dargestellte Leitorgan;

Eine Ausführungsform einer landwirtschaftlichen Erntemaschine 1 ist in Fig. 1 in der Form einer landwirtschaftlichen Rundballenpresse zum Aufnehmen und Pressen von Heu, Stroh, angewelktem Gras oder dgl. landwirtschaftlichen Erntegut zu zylindrischen Ballen wiedergegeben. Die Rundballenpresse stützt sich über Laufräder 2, 3 gegenüber dem Erdboden ab und kann mittels einer Deichsel 4 an einen nicht dargestellten, landwirtschaftlichen Ackerschlepper oder dgl. Zugmaschine angehängt werden. Der Antrieb der Rundballenpresse erfolgt über eine ebenfalls nicht dargestellte Gelenkwellenverbindung, die antriebsmäßig mit dem Ackerschlepper zu koppeln ist. Die Rundballenpresse beinhaltet im wesentlichen eine Aufnahmeeinrichtung 5 sowie eine dieser nachgeschalteten Förder- und/oder Schneideinrichtung 6 und einen eine Gutzuführöffnung 7 beinhaltenden und von Wickelelementen umfangseitig begrenzten Wickelraum 8 zur Formung von zylindrischen Ballen mit unterschiedlichen Ballendurchmessern. Der Erfindung können aber ebenso landwirtschaftliche Erntemaschinen in Form von Ballenpressen zur Herstellung von Rechteckballen, Ladewagen oder Feldhäcksler zugrunde gelegt werden.

Wie weiterhin aus der Fig. 1 zu entnehmen ist, umfaßt die Aufnahmeeinrichtung 5 eine Aufnahmetrommel 9, der ein Niederhalter 10 zugeordnet ist. Zur Aufnahme des Erntegutes von der Feld- oder Wiesenfläche ist die Aufnahmetrommel mit Förderzinken 11 bestückt, welche um eine Drehachse 12 der Aufnahmetrommel 9 rotierend antreibbar sind. In einem Bereich vor und/oder über der Aufnahmetrommel 10 befindet sich ein als Walze 13 ausgebildeter und frei drehbar an Tragarmen 14, 15 gelagerter Niederhalter 10, dessen Tragarme 14, 15 schwenkbeweglich an Seitenteilen 16, 17 der Aufnahmetrommel 9 gehaltert sind. In dem Bereich zwischen dem Niederhalter 10 und der in Flußrichtung des Erntegutes nachfolgenden Förder- und/oder Schneideinrichtung 6 ist ein den Erntegutstrom nach oben begrenzendes Leitorgan 18 vorgesehen, welches in den Fig. 2 bis 5 in einer vergrößerten Darstellung näher veranschaulicht ist.

In Fig. 2 und 3 wird eine erste Ausführungsform einer Aufnahmeeinrichtung 5 gezeigt, bei der das Leitorgan 18 in einem vorgegebenen Schwenkbereich um eine etwa horizontal und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung F ausgerichtete Achse 19 in Bezug zum Niederhalter 10 frei verschwenkbar in Bohrungen der Tragarme 14, 15 gelagert ist. Zur Begrenzung des Schwenkbereiches des Leitorganes 18 ist diesem eine Lasche 20 zugeordnet, zwischen deren Endanschlägen 21, 22 ein Freiraum 23 ausgebildet ist. Wie in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht, befindet sich in diesem Freiraum 23 der lasche 20 ein Kopfelement einer Befestigungsschraube 24, so daß nach einer Schwenkbewegung des Leitorganes 18 bei Anlage der Endanschläge 21, 22 an dem Kopfelement der Befestigungsschraube 24 die Grenzen des Schwenkbereiches des Leitorganes 18 erreicht sind. Zur Höheneinstellung des Niederhalters 10 und zur Begrenzung des Schwenkweges während des praktischen Einsatzes ist an den Seitenteilen 16, 17 der Aufnahmetrommel 9 über Schraubverbindungen 25 in einem Abstand zu den Seitenteilen 16, 17 eine Lasche 26 angebracht, so daß die Tragarme 14, 15 zwischen den Seitenteilen 16, 17 und der Lasche 26 geführt werden. Zur Veränderung der Höheneinstellung des Niederhalters 10 kann die untere Schraubverbindung 25 in einer der Bohrungen 27 eingesetzt sein. Wie weiterhin aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, ist die Anordnung des Leitorganes 18 in Bezug zum Niederhalter 10 so ausgeführt, daß der vordere Bereich des Leitorganes 18 keine Staukante für den Erntegutstrom darstellt. In der gezeigten Ausführungsform liegen beispielsweise die Achse 19 des Leitorganes 18, die Drehachse der Walze 13 des Niederhalters 10 und die Schwenkachse der Tragarme 14, 15 in einer gemeinsamen Ebene. Diese konstruktiven Merkmale hängen jedoch stark von der Baugröße der Walze 13 und des Leitorganes 18 ab, so daß hierbei sich durchaus auch andere Ausführungsformen als vorteilhaft erweisen können.

In den Fig. 4 und 5 ist eine zweite Ausführungsform der Aufnahmeeinrichtung dargestellt, bei der die Schwenkbewegung des Leitorganes 18 in Abhängigkeit von der durch das Erntegutschwad vorgegebenen Höhe des Niederhalters 10 steuerbar ist. Zur Steuerung des Leitorganes 18 ist hierbei eine Lenkeranordnung 28 vorgesehen, welche die Form eines kinematischen Gelenkvierecks aufweist und aus einem der Tragarme 14, 15 der Walze 13, eine dem Leitorgan 18 zugeordnete Lasche 29 sowie aus einem Lenker 30 gebildet ist, der sich an einer der Seitenteile 16, 17 der Aufnahmetrommel 9 abstützt.

In einer konstruktiv einfachen und kostengünstig herstellbaren Ausführungsform gemäß Fig. 6 und 7 kann das sich in Flußrichtung des Erntegutes an einen als frei drehbare oder angetriebene Walze 13 ausgebildeten Niederhalter 10 anschließende Leitorgan 18 als ein aus Zinken 31 gebildetes Stabgitter 32 ausgeführt sein, bei dem die Zinken 31 einenends in einem Querträger 33 gehaltert sind. Die Zinken 31 des Stabgitters 32 können sich dabei über die gesamte Breite der Aufnahmetrommel 9 erstrecken oder wie in den Fig. 2 bis 5 wiedergegeben, über einen Bereich erstrecken, welcher zwischen zwei die Breite eines Erntegutschwades verringernden Einführschnecken 34, 35 zur Zuführung des Erntegutes vorgesehen ist.

Zur Verbesserung der Führungseigenschaften des Leitorganes bei kurzstengeligem Erntegut kann in einem vorderen, an den Querträger 33 angrenzenden Bereich ein geschlossenes Prallblech 36 vorgesehen sein, das zur Befestigung an dem Stabgitter 32 des Leitorganes 18 beispielsweise einenends mit Bohrungen versehen ist und auf die Zinken 31 aufgeschoben werden kann, während anderenends zur Arretierung Klemmbügel 37 angebracht sind.

Obwohl in der Beschreibung und in den dazugehörigen Zeichnungen bereits vorteilhafte Ausführungen beschrieben wurden, so sind im Rahmen der Erfindung durchaus weitere Modifikationen vorstellbar. So ist es beispielsweise vorstellbar, bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 die Andruck- bzw. Führungskraft des Leitorganes 18, die von oben auf das Erntegut einwirkt, über geeignete Federelemente, wie Zug- oder Druckfedern veränderbar auszubilden.


Anspruch[de]
  1. 1. Landwirtschaftliche Erntemaschine mit einer Aufnahmeeinrichtung (5) zur Aufnahme von auf einer Feld- oder Wiesenfläche liegendem Erntegut, mit einer mit Förderzinken (11) besetzten Aufnahmetrommel (9) und einer sich in Flußrichtung des Erntegutes daran anschließenden Förder- und/oder Schneideinrichtung (6) sowie einem vor und/oder über der Aufnahmetrommel (9) angebrachten, unverschwenklich, jedoch drehbar an freien Enden von einseitig schwenkbar an Seitenteilen der Erntemaschine gehalterten Tragarmen (14, 15) gelagerten, walzenförmig ausgebildeten Niederhalter (10), dem sich ein in Flußrichtung des Erntegutes erstreckendes und den Erntegutstrom nach oben begrenzendes, fest und unverschwenklich an Seitenteilen der Erntemaschine befestigtes und als Flachkörper ausgebildetes Leitorgan (18) anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung des als Flachkörper ausgebildeten Leitorgans (18) mittels eines dem Leitorgan (18) einseitig zugeordneten Querträgers (33), der um eine etwa horizontal und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung (F) der Erntemaschine ausgerichtete Achse (19) schwenkbeweglich ist, unmittelbar hinter dem Niederhalter (10) und zwischen den schwenkbar gehalterten Tragarmen (14, 15) und an diesen in Lagerstellen erfolgt und das Leitorgan (18) relativ zum Niederhalter (10) bewegbar und gemeinsam mit dem Niederhalter (10) mittels der Tragarme (14, 15) um deren Schwenkachsen an Seitenteilen der Erntemaschine schwenkbar ist.
  2. 2. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitorgan (18) um die etwa horizontale und quer zur Fahrt- und Arbeitsrichtung (F) ausgerichtete Achse (19) in einem vorgegebenen, begrenzten Schwenkbereich frei bewegbar ist.
  3. 3. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbereich des Leitorgans (18) durch eine einen unteren und einen oberen Endanschlag (21, 22) aufweisende Lasche (20) begrenzt ist.
  4. 4. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Lasche (20) mittels der Endanschläge (21, 22) an einem Kopfelement einer Befestigungsschraube (24) der Tragarme (14 und/oder 15) abstützt.
  5. 5. landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitorgan (18) in Abhängigkeit von der Schwenkbewegung des Niederhalters (10) steuerbar ist.
  6. 6. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Leitorgans (18) über eine Lenkeranordnung (28) erfolgt.
  7. 7. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkeranordnung (28) ein kinematisches Gelenkviereck umfaßt.
  8. 8. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkviereck aus Gelenkachsen und einem Teil der Tragarme (14, 15), einer dem Leitorgan (18) zugeordneten Lasche (29), einem Lenker (30) und Abschnitten von Seitenteilen (16, 17) der Aufnahmetrommel (9) gebildet ist.
  9. 9. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (10) als eine frei drehbare oder angetriebene Walze (13) ausgebildet ist.
  10. 10. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitorgan (18) aus einem aus Zinken (31) gebildeten Stabgitter (32) besteht, wobei die Zinken (31) einenends an einem Querträger (33) befestigt sind.
  11. 11. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitorgan (18) sich über die gesamte Breite der Aufnahmetrommel (9) erstreckt.
  12. 12. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das als Stabgitter (32) ausgeführte Leitorgan (18) in seinem vorderen, an den Querträger (33) angrenzenden Bereich als geschlossenes Prallblech (36) ausgebildet ist.
  13. 13. Landwirtschaftliche Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken (31) des Leitorgans (18) einen Bereich übergreifen, der zwischen Einführschnecken (34, 35) zur Verringerung der Breite des aufgenommenen Erntegutschwades liegt und zur Zuführung des Erntegutes zur Gutzuführöffnung (7) dient.






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