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Dokumentenidentifikation DE10135971C1 30.04.2003
Titel Kabelknickschutz mit Zugentlastung sowie Verfahren zum Montieren eines solchen Kabelknickschutzes
Anmelder Huber & Suhner AG, Pfäffikon, CH
Erfinder Casanova, Reto, Pfäffikon, CH
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 24.07.2001
DE-Aktenzeichen 10135971
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse H01R 13/56
IPC-Nebenklasse H01R 13/58   H02G 15/007   H02G 3/18   
Zusammenfassung Bei einem Kabelknickschutz mit Zugentlastung wird ein Kabel mit einer fest auf dem Kabel sitzenden, insbesondere angespritzten, Knickschutztülle durch die Durchgangsbohrung eines ersten Kabelverschraubungsteils mit einer lichten Weite geführt und mittels eines von hinten über das Kabel und die Knickschutztülle geschobenen zweiten Kabelverschraubungsteils in axialer Richtung fixiert, wobei das zweite Kabelverschraubungsteil mit dem ersten Kabelverschraubungsteil verschraubbar ist und zwischen sich und dem ersten Kabelverschraubungsteil Haltemittel fixiert, welche mit der Knickschutztülle mechanisch verbunden sind.
Bei einem solchen Kabelknickschutz wird eine verbesserte Konfektionierung dadurch erreicht, dass der Außendruchmesser der Knickschutztülle kleiner ist als die lichte Weite der Durchgangsbohrung des ersten Kabelverschraubungsteils, und dass die Haltemittel mit der Knickschutztülle bezüglich der axialen Richtung in Eingriff stehende, abnehmbare Halteteile umfassen.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektrischen Kabel. Sie betrifft einen Kabelknickschutz mit Zugentlastung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Montieren eines solchen Kabelknickschutzes. Ein solcher Knickschutz ist z. B. aus der DE-C2-34 17 882 bekannt.

STAND DER TECHNIK

Wenn elektrische Kabel an ihren Enden beispielsweise mit Steckverbindern ausgerüstet oder durch Gehäusewände oder dgl. geführt werden, wird häufig ein Kabelknickschutz vorgesehen, der verhindern soll, dass das Kabel am kabelseitigen Ausgang des Steckverbinders bzw. der Kabeldurchführung zu stark gebogen wird und dadurch bricht oder anderweitig beschädigt wird. Der Kabelknickschutz umfasst in der Regel eine elastisch biegsame Knickschutztülle, die über das Kabel geschoben oder direkt an den Kabelmantel angespritzt ist. Die Knickschutztülle umschliesst das Kabel im Bereich des Steckverbindereingangs bzw. unmittelbar vor der Kabeldurchführung. Sie nimmt Biegekräfte auf leitet sie in den üblicherweise aus Metall bestehenden, mechanisch stabilen Steckverbinder bzw. das Gehäuse ein. Ein Beispiel für einen bekannten Kabelknickschutz, der beispielsweise bei einem Steckverbinder einsetzbar ist, ist in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben, wobei auf die Darstellung des eigentlichen Steckverbinders verzichtet worden ist.

Beim Kabelknickschutz 30 gemäss Fig. 1 und 2 ist an das Kabel 10 aussen eine längliche, sich zur Steckverbinder-abgewandten Seite leicht konisch verjüngende Knickschutztülle 11 angespritzt. Am dem Steckverbinder zugewandten Ende der Knickschutztülle (rechtes Ende in Fig. 1) ist an der Knickschutztülle ein Ring 12 angeformt, mit dessen Hilfe die Knickschutztülle 11 zur Zugentlastung in Richtung der Achse 29 am Steckverbinder fixiert werden kann. Zur Fixierung ist eine Kabelverschraubung vorgesehen, die aus zwei zueinander passenden Kabelverschraubungsteilen 13 und 16 besteht. Fig. 1 zeigt (im teilweisen Längsschnitt) das Kabel 10 mit der Knickschutztülle 11 und die Kabelverschraubungsteile 13, 16 im unverschraubten Zustand, Fig. 2 zeigt (ebenfalls im teilweisen Längsschnitt) die fertig montierte Kabelverschraubung.

Das eine Kabelverschraubungsteil 16 hat zwei koaxiale Aussengewinde 17 und 19, die durch Schlüsselflächen 18 voneinander getrennt sind. Das eine Aussengewinde 19 dient zum Verschrauben des Kabelverschraubungsteils 16 mit dem Steckverbinder bzw. Steckverbindergehäuse. Auf das andere Aussengewinde 17 kann das andere Kabelverschraubungsteil 13 mittels eines entsprechenden Innengewindes 14 aufgeschraubt werden.

Das Kabelverschraubungsteil 16 hat eine Durchgangsbohrung 23 mit einer lichten Weite d und einem Absatz 20, an welchem sich der Ring 12 der Knickschutztülle 11 mit einem entsprechenden Absatz abstützen kann, wenn das Kabel 10 mit der Knickschutztülle 11 durch die Durchgangsbohrung 23 gesteckt wird (Fig. 2). Das Kabelverschraubungsteil 13 wird dann mittels der Durchgangsbohrung 22 von hinten über die Knickschutztülle 11 geschoben und mit dem Kabelverschraubungsteil 16 so weit verschraubt, dass der Ring 12 zwischen beiden in axialer Richtung unverrückbar gehalten wird. Das Kabelverschraubungsteil 13 hat am äusseren Umfang ebenfalls Schlüsselflächen 15, die ein Verschrauben beider Teile unter Zuhilfenahme von Schlüssel geeigneter Schlüsselweite ermöglichen.

Da der an der Knickschutztülle 11 angeformte Ring 12 einen Aussendurchmesser D3 hat, der deutlich grösser ist als die lichte Weite d der Durchgangsbohrung 23 des Kabelverschraubungsteiles 16, besteht keine Möglichkeit, ein Kabel mit einer angespritzten Knickschutztülle durch das Kabelverschraubungsteil 16 hindurchzuschieben. Hierdurch können sich - insbesondere wenn die im Kabel vorhanden Adern mechanisch steif sind - Nachteile bei der Konfektionierung bzw. beim Anbringen eines Steckverbinders am Kabelende ergeben: Um die einzelnen Adern des Kabels mit den zugehörigen Steckkontakten des Steckverbinders ohne Schwierigkeiten verbinden (z. B. verlöten) zu können, müssen die Adern (bei bereits verschraubter Knickschutztülle) vorn aus dem Steckverbindergehäuse genügend weit hervorstehen. Sind die Steckkontakte mit den Adern verbunden, müssen sie in das Steckverbindergehäuse zurückgeschoben werden, wobei sich die Adern verbiegen und im Inneren des Steckverbindergehäuses Windungen oder dgl. bilden, weil das Kabel mit der verschraubten Knickschutztülle nicht wieder zurückgezogen werden kann. Aehnliche Probleme treten auf, wenn z. B. bei Kabeldurchführungen durch eine Gehäusewand beengte Platzverhältnisse bei hinter der Gehäusewand bzw. dem Knickschutz liegenden festen Anschlüssen wie z. B. Kabelschuhen auf Schraubterminals, Schraub- oder Steckklemmen oder dgl. vorliegen.

Aus der eingangs genannten Druckschrift DE-C2-34 17 882 ist eine Kabelverschraubung bekannt (Fig. 4, 5), bei der ein schlauchförmiges Dichtungsglied nach Art einer Knickschutztülle in der Verschraubung dadurch gehalten wird, dass mit einer Überwurfmutter eine ringförmige separate Klemmeinrichtung aufgepresst wird. Die lichte Weite des Kabeldurchlasses ist jedoch kleiner als der Aussendurchmesser des Dichtungsgliedes.

Die DE-U1-92 01 848 zeigt einen Stecker für ein Kabel mit einer Knickschutztülle, die - ähnlich wie in Fig. 1 dargestellt - von einem Überwurfteil mittels einer an der Knickschutztülle angeformten Verdickung am Stecker gehalten wird.

In der DE-C2-34 09 350 ist eine Vorrichtung zum Halten eines elektrischen Kabels in einem Steckergehäuse offenbart, bei der zwei das Kabel umfassende Klemmschalen mittels einer Überwurfmutter gegen das Kabel gepresst werden.

Die DE-C2-37 31 149 zeigt eine Zugentlastung für eine in die Öffnung eines Gerätes einführbare Anschlussschnur, bei der ein Anschlussteil des Kabels von zwei Halbschalen umgriffen wird, die durch die Öffnung in das Gerät hineinragen und dort mittels einer U-förmigen Sicherungsklammer gegen Herausziehen gesichert werden. Eine Knickschutztülle ist hier nicht vorgesehen.

Aus der DE-U1-81 01 343 ist schliesslich eine Kabeltülle mit Klemmvorrichtung bekannt, die aus zwei Teilen unterschiedlich gewählten Materials zusammensetzbar ist und im zusammengesetzten Zustand ein Schraubgewinde aufweist.

Eine gegen Herausziehen gesicherte Knickschutztülle für ein durch eine Öffnung geführtes Kabel, bei dem die lichte Weite der Öffnung grösser ist, als der Aussendurchmesser der Knickschutztülle, ist aus keiner der genannten Druckschriften bekannt.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Kabelknickschutz zu schaffen, der die geschilderten Nachteile bekannter Kabelknickschutzlösungen vermeidet und sich insbesondere - auch bei Kabeln mit steifen Adern - durch eine deutlich erleichterte Montage auszeichnet, sowie ein Verfahren zur Montage eines solchen Kabelknickschutzes anzugeben.

Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale der Ansprüche 1 und 8 gelöst.

Der Kern der Erfindung besteht darin, den Aussendurchmesser der Knickschutztülle kleiner ist als die lichte Weite der Durchgangsbohrung des ersten Kabelverschraubungsteils zu wählen und als Haltemittel mit der Knickschutztülle bezüglich der axialen Richtung in Eingriff stehende, abnehmbare Halteteile zu verwenden. Ohne die Halteteile bzw. bei abgenommenen Halteteilen kann das Kabel mit der Knickschutztülle so zunächst ungehindert durch das erste Kabelverschraubungsteil hindurchgeschoben und steckverbinderseitig bzw. hinter der Kabeldurchführung konfektioniert werden. Nach Beendigung der Konfektionierung wird das Kabel zurückgezogen; es werden dann die Halteteile aufgesetzt und die endgültige Verschraubung der Knickschutztülle vorgenommen. Aufgrund der uneingeschränkten Durchsteckbarkeit der Knickschutztülle können die Adern des Kabels bei der Konfektionierung so kurz abgelängt werden, dass sie nach dem Zurückziehen des Kabels ohne Probleme im Steckverbindergehäuse oder bei anderweitig beengten Platzverhältnissen hinter der Kabeldurchführung unterzubringen sind. Durch die Halteteile wird die Knickschutztülle in axialer Richtung fixiert, so dass sich wegen der fest auf dem Kabel sitzenden Knickschutztülle zugleich eine höchst wirksame Zugentlastung ergibt, bei der auf das Kabel ausgeübte Zugkräfte in Achsrichtung des Kabels aufgefangen werden und nicht auf das Kontakt- bzw. Anschlusssystem gelangen können.

Grundsätzlich können unterschiedliche Anzahlen von Halteteilen eingesetzt werden. Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Halteteile ein Paar Halbschalen, welche auf die Knickschutztülle von aussen aufsetzbar sind und im aufgesetzten Zustand einen Ring um die Knickschutztülle bilden, dessen Aussendurchmesser grösser ist als die lichte Weite der Durchgangsbohrung des ersten Kabelverschraubungsteils. Hierdurch ergibt sich mit besonders wenigen Einzelteilen eine sehr gleichmässige Kraftverteilung bei der Verschraubung.

Besonders einfach herzustellen und zu handhaben ist der Kabelknickschutz nach der Erfindung, wenn die Halbschalen die Form von Halbringen aufweisen und in eine an der Knickschutztülle vorgesehene, koaxiale Ringnut einsetzbar sind. Eine Fixierung der Knickschutztülle in Umfangsrichtung ist durch diese Ausgestaltung jedoch nicht zu erreichen.

Dies ist anders, wenn gemäss einer alternativen Ausgestaltung die Halbschalen mit der Knickschutztülle kraft- oder formschlüssig verbunden sind. Bevorzugt wird dies dadurch erreicht, dass in der Knickschutztülle über den Umfang sektorförmige Aussparungen vorgesehen und an den Halbschalen nach innen ragende, den Aussparungen angepasste Nocken angeformt sind, welche in die Aussparungen eingreifen.

Grundsätzlich können die Halteteile bzw. Halbschalen aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Beim herkömmlichen Kabelknickschutz gemäss Fig. 1 ist der angeformte Ring (12), der aus dem gleichem Material besteht wie die Tülle, relativ leicht verformbar. Er wird daher beim Verschrauben derart beansprucht, dass die axial angreifenden Kräfte sich durch die Verformung in radiale Kräfte umwandeln, die sich dann zum Nachteil auf das Kabelinnere auswirken. Wenn die Halteteile bzw. Halbschalen demgegenüber aus einem nur schwer verformbaren Material bestehen, wird eine solche nachteilige Krafteinleitung vermieden. Die inneren Kabelteile werden in einem heiklen Bereich geschont, was zu einer verlängerten Lebensdauer und Eliminierung einer für das Kabel gefährlichen Zone führt.

Eine mechanisch und herstellungstechnisch besonders günstige Lösung ergibt sich, wenn dabei die Kabelverschraubungsteile aus Metall oder Kunststoff und die Halteteile bzw. Halbschalen aus einem formbeständigen Kunststoff, z. B. aus Polyamid (PA), oder einem Metall, bestehen. Es ist aber auch denkbar, anstelle von Thermoplasten wie PA Duroplaste zu verwenden, oder die Halteteile bzw. Halbschalen aus Metall wie z. B. Aluminium, Aluminium-Druckguss, Messing, Bronze oder dgl. zu fertigen.

KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN

Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen

Fig. 1 im teilweisen Längsschnitt einen bekannten Kabelknickschutz im unverschraubten Zustand;

Fig. 2 den Kabelknickschutz nach Fig. 1 im verschraubten Zustand,

Fig. 3 in einer zu Fig. 1 vergleichbaren Darstellung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für einen Kabelknickschutz nach der Erfindung;

Fig. 4 den Kabelknickschutz nach Fig. 3 mit abgenommenen Halteteilen beim Durchschieben der Knickschutztülle durch das Kabelverschraubungsteil;

Fig. 5 den Kabelknickschutz nach Fig. 3 im fertig zusammengeschraubten Zustand;

Fig. 6 ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Halteteile im Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 3 im abgenommenen (linke Darstellung) und aufgesetzten (rechte Darstellung) Zustand; und

Fig. 7 ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Halteteile im Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 3 im abgenommenen (linke Darstellung) und aufgesetzten (rechte Darstellung) Zustand.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In Fig. 3 in einer zu Fig. 1 vergleichbaren Darstellung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für einen Kabelknickschutz mit Zugentlastung nach der Erfindung dargestellt, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Beim Kabelknickschutz 30' der Fig. 3 ist wiederum ein Kabel 10 mit einer angespritzten Knickschutztülle 11' vorgesehen, sowie zwei (metallische) Kabelverschraubungsteile 13 und 16, die in Ausgestaltung und Funktion bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2 weiter oben beschrieben worden sind. Im Unterschied zur Fig. 1 hat die Knickschutztülle 11' einen (maximalen) Aussendurchmesser D1, der kleiner ist als die lichte Weite d der Durchgangsbohrung 23 des Kabelverschraubungsteiles 16. Anstelle des angeformten Ringes 12 aus Fig. 1, 2 sind bei der Knickschutztülle 11' abnehmbare Halteteile 25, 25' aus Kunststoff (z. B. Polyamid PA) oder Metall vorgesehen, die gemäss Fig. 6 die Form von einfachen Halbringen 25, 25' haben können. Die Halbringe 25, 25' sitzen in axialer Richtung unverrückbar in einer Ringnut 24, die in die Knickschutztülle 11' eingelassen ist. Sie bilden im eingesetzten Zustand einen Ring, dessen Aussendurchmesser D2 grösser ist als die lichte Weite d der Durchgangsbohrung 23 des Kabelverschraubungsteiles 16. Anstelle von Halbringen können selbstverständlich auch Drittel- oder Viertelringe oder anderweitige Ringteile eingesetzt werden.

Da die Knickschutztülle 11' bei abgenommenen Halbringen 25, 25' durch die Durchgangsöffnung 23 des Kabelverschraubungsteiles 16 passt, kann sie zusammen mit dem Kabel 10 gemäss Fig. 4 soweit durch das Kabelverschraubungsteil 16 hindurchgeschoben werden, wie es für eine ungehinderte Konfektionierung am Steckverbinder notwendig ist, wenn die Halbringe 25, 25' abgenommen sind. Die aus dem Kabel herausstehenden Adern können dabei für die Konfektionierung deutlich kürzer gehalten werden. Ist die Konfektionierung beendet, kann das Kabel 10 mit der Knickschutztülle 11' durch das Kabelverschraubungsteil 16 zurückgezogen werden, bis die Ringnut 24 auf der dem Steckverbinder abgewandten Seite des Kabelverschraubungsteiles 16 frei zugänglich ist. Es werden dann die Halbringe 25, 25' unter Bildung eines Ringes in die Ringnut 24 eingesetzt und die Verschraubung kann gemäss Fig. 5 fertiggestellt werden. Das Kabelverschraubungsteil 13 greift dabei über die Halbringe 25, 25' und fixiert sie so radial in der Ringnut 24. Zur Abdichtung kann - wie auch beim Kabelknickschutz der Fig. 2 - zusätzlich ein O-Ring 21 innerhalb der Verschraubung angeordnet werden.

Selbst wenn die einfachen Halbringe 25, 25' gemäss Fig. 6 durch einen gezahnten Rand oder vergleichbare Fixierungsmittel am Kabelverschraubungsteil 16 relativ zum Kabelverschraubungsteil 16 fixiert werden, können sie nicht verhindern, dass sich das Kabel 10 mit der Knickschutztülle 11' relativ zu der Kabelverschraubung 13, 16 um die Achse 29 drehen kann. Um solches für das Kabel nachteiliges Verdrehen zu vermeiden, kann in die Verschraubung durch Vorsehen eines Kraft- oder Formschlusses zwischen den Halbringen und der Knickschutztülle 11' auf einfache Weise eine Verdrehsicherung eingebaut werden. Bei einer beispielhaften Ausgestaltung einer solchen Verdrehsicherung werden gemäss Fig. 7 anstelle der (glatten) Halbringe 25, 25' Halbschalen 26, 26' verwendet, an deren Innenseite über den Umfang verteilt nach innen herausstehende Nocken 28 angeformt sind. In der Knickschutztülle 11' sind entsprechende sektorförmige Aussparungen 27 angeordnet, in welche die Halbschalen 26, 26' beim Aufsetzen auf die Knickschutztülle 11' mit den Nocken 28 eingreifen. Auf diese Weise sind die Halbschalen 26, 26' in Umfangsrichtung relativ zur Knickschutztülle 11' fixiert und verhindern ein Verdrehen des Kabels 10, wenn sie zwischen den Kabelverschraubungsteilen 13 und 16 beim Verschrauben einklemmend fixiert werden (Fig. 5). Die Breite der Aussparungen 27 sollte dabei so gewählt werden, dass die verbleibenden Bereiche der gegenüber den Halbschalen 26, 26' relativ weichen 1 Knickschutztülle 11' ausreichend stabil sind, um in Umfangsrichtung wirkende Kräfte sicher aufzunehmen. Anstelle der sektorförmigen Aussparungen 27 können aber auch sternförmige Zacken, treppenförmige Abstufungen, Keilformen oder dgl. verwendet werden. Es ist aber auch denkbar, an den Halbschalen 26, 26' oder der Knickschutztülle 11' selbst und am Kabelverschraubungsteil 16 Mittel (z. B. Zahnungen oder dgl.) vorzusehen, welche eine direkte Fixierung der Knickschutztülle 11' relativ zum Kabelverschraubungsteil 16 bewirkt.

Der erfindungsgemässe Kabelknickschutz eignet sich besonders für dickere, relativ starre Kabel, bei denen für die Konfektionierung am Steckverbinder nur wenig Spielraum verbleibt. Er hat sich beispielsweise bereits bei Kabeln mit Leitungsquerschnitten von 6 × 25 mm2 + 1 × 16 mm2 bewährt. Bezugszeichenliste 10 Kabel

11, 11' Knickschutztülle (angespritzt)

12 Ring (angeformt)

13, 16 Kabelverschraubungsteil

14 Innengewinde

15, 18 Schlüsselflächen

17, 19 Aussengewinde

20 Absatz

21 O-Ring

22, 23 Durchgangsbohrung

24 Ringnut

25, 25' Halbschale

26, 26' Halbschale

27 Aussparung (sektorförmig)

28 Nocke

29 Achse

30, 30' Kabelknickschutz

D1 Aussendurchmesser (Knickschutztülle)

D2 Aussendurchmesser (Halbschalen)

D3 Aussendurchmesser (Ring 12)

d lichte Weite (Kabelverschraubungsteil 16)


Anspruch[de]
  1. 1. Kabelknickschutz (30') mit Zugentlastung, bei welchem ein Kabel (10) mit einer fest auf dem Kabel (10) sitzenden Knickschutztülle (11') durch die Durchgangsbohrung (23) eines ersten Kabelverschraubungsteils (16) mit einer lichten Weite (d) geführt und mittels eines von hinten über das Kabel (10) und die Knickschutztülle (11') geschobenen zweiten Kabelverschraubungsteils (13) in axialer Richtung fixiert wird, wobei das zweite Kabelverschraubungsteil (13) mit dem ersten Kabelverschraubungsteil (16) verschraubbar ist und zwischen sich und dem ersten Kabelverschraubungsteil (16) Haltemittel (25, 25; 26, 26') fixiert, welche mit der Knickschutztülle (11') mechanisch verbunden sind und mit der Knickschutztülle (11') bezüglich der axialen Richtung in Eingriff stehende, abnehmbare Halteteile (25, 25'; 26, 26') umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser (D1) der Knickschutztülle (11') kleiner ist als die lichte Weite (d) der Durchgangsbohrung (23) des ersten Kabelverschraubungsteils (16).
  2. 2. Kabelknickschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteteile ein Paar Halbschalen (25, 25'; 26, 26') sind, welche auf die Knickschutztülle (11') von aussen aufsetzbar sind und im aufgesetzten Zustand einen Ring um die Knickschutztülle (11') bilden, dessen Aussendurchmesser (D2) grösser ist als die lichte Weite (d) der Durchgangsbohrung (23) des ersten Kabelverschraubungsteils (16).
  3. 3. Kabelknickschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbschalen (25, 25') die Form von Halbringen aufweisen und in eine an der Knickschutztülle (11') vorgesehene, koaxiale Ringnut (24) einsetzbar sind.
  4. 4. Kabelknickschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbschalen (26, 26') mit der Knickschutztülle (11') kraft- oder formschlüssig verbunden sind.
  5. 5. Kabelknickschutz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung eines Formschlusses in der Knickschutztülle (11') über den Umfang sektorförmige Aussparungen (27) vorgesehen und an den Halbschalen (26, 26') nach innen ragende, den Aussparungen (27) angepasste Nocken (28) angeformt sind, welche in die Aussparungen (27) eingreifen.
  6. 6. Kabelknickschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelverschraubungsteile (13, 16) aus Metall oder Kunststoff und die Halteteile bzw. Halbschalen (25, 25'; 26, 26') aus einem formbeständigen Kunststoff oder Metall bestehen.
  7. 7. Kabelknickschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Knickschutztülle (11') an das Kabel (10) angespritzt ist.
  8. 8. Verfahren zum Montieren eines Kabelknickschutzes mit Zugentlastung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Schritt das Kabel (10) mit der Knickschutztülle (11') und ohne die Halteteile (25, 25'; 26, 26') durch das erste Kabelverschraubungsteil (16) hindurchgesteckt wird, dass in einem zweiten Schritt das Ende des Kabels (10) angeschlossen bzw. für den Anschluss konfektioniert wird, dass in einem dritten Schritt das Kabel (10) durch das erste Kabelverschraubungsteil (16) so weit zurückgezogen wird, dass die Halteteile (25, 25'; 26, 26') auf die Knickschutztülle (11') aufgesetzt werden können, dass in einem vierten Schritt die Halteteile (25, 25'; 26, 26') auf die Knickschutztülle (11') aufgesetzt werden, und dass in einem fünften Schritt die beiden Kabelverschraubungsteile (13, 16) unter Einbeziehung und axialer Fixierung der aufgesetzten Halteteile (25, 25'; 26, 26') miteinander verschraubt werden.






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