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Dokumentenidentifikation DE10146047A1 30.04.2003
Titel Transversalflussmaschine mit weichmagnetischen Zähnen und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Hill, Wolfgang, 76135 Karlsruhe, DE
Erfinder Hill, Wolfgang, 76135 Karlsruhe, DE
DE-Anmeldedatum 18.09.2001
DE-Aktenzeichen 10146047
Offenlegungstag 30.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse H02K 21/02
IPC-Nebenklasse H02K 15/00   H02K 1/06   
Zusammenfassung Transversalflussmaschinen zeichnen sich durch eine auch bei hohen Polzahlen einfache Wickeltechnik aus. Dagegen ist der Herstellungsaufwand für den weichmagnetischen Körper höher. Aufgabe der Erfindung war eine Bauform und ein Verfahren zu entwickeln, das niedrige Herstellungskosten und den Einsatz verlustarmer Werkstoffe ermöglicht.
Erfindungsgemäß weist die Transversalflussmaschine mindestens einen weichmagnetischen Körper auf, der senkrecht zur Bewegungsrichtung aus mindestens zwei hintereinander angeordneten Blechschichten besteht, wobei die Blechschichten mindestens einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Steg mit auf mindestens einer Seite quer zur Bewegungsrichtungt verlaufenden Zähnen aufweist. Diese Blechschichten werden kammförmig aus Tafeln oder Bändern herausgeschnitten, einfach oder mehrfach parallel zur Richtung des Stegs abgewinkelt und der Steg anschließend in Längsrichtung gebogen. Vorzugsweise wird kornorientiertes Elektroblech eingesetzt, wobei die Orientierung in Richtung der Kammzähne weist.
Die gute Materialausnutzung durch einen niedrigen Verschnittanteil und die Automatisierbarkeit ermöglichen bei hohen Stückzahlen die Herstellung kostengünstiger Transversalflussmaschinen mit hoher Polzahl und kleiner Leistung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transversalflussmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 1, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Maschine.

Bei den meisten bekannten Bauformen von Transversalflussmaschinen ist die Herstellung des weichmagnetischen Körpers aufwendig. Während auch bei hohen Polzahlen die Leiterstränge kostengünstig vorgefertigt werden können, besteht der den magnetischen Fluss um den Leiterstrang führende weichmagnetische Körper aus einer Vielzahl von geblechten Elementen, die vorgefertigt und in einem definierten Abstand um den Leiterring montiert sind. Die Handhabung der vielen Einzelteile ist aufwendig. In der US-PS 3 806 744 wird eine Transversalflussmaschine beschrieben, in der die Leiterringe von einem weichmagnetischen Körper umschlossen werden, der aus einem Ringbandkern, zwei sternförmigen Blechpaketen und einer Vielzahl von Rotorsegmenten besteht. Im Stator weist der Magnetkreis zwei sekundäre Luftspalte auf. An diesen Stoßstellen entstehen hohe Wirbelstromverluste, da der Fluss streckenweise senkrecht durch die Blechoberfläche pulsiert. Zusätzlich ist der Verschnitt beim Stanzen der sternförmigen Scheiben hoch und die Montage der Rotorsegmente aufwendig.

In der DE 195 47 159 A1 wird eine Transversalflussmaschine mit radial außerhalb des Leiterrings liegenden Luftspalten beschrieben. Der weichmagnetische Körper besteht aus einer Vielzahl von Einzelteilen, deren Vorfertigung und Montage aufwendig ist.

Weiterhin werden in der DE 196 32 391 C1 Transversalflussmaschinen gezeigt, die als Reluktanzgeneratoren in der Radnabe angeordnet sind. Die Leiterringe sind von drei Seiten von weichmagnetischen Körpern umgeben, die aus zwei baugleichen Hälften bestehen und radial nach außen sternförmig abstehende Zähne aufweisen. Diese relativ kleinen Bauteile sind einstückig vorgefertigt. Bestehen sie aus Vollmaterial entstehen hohe Wirbelstromverluste und bestehen sie aus Eisenpulver führt dies zu hohen Wicklungsverluste, wegen der niedrigeren Permeabilität.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine kleine, hochpolige Transversalflussmaschine und ein Verfahren zu ihrer Herstellung derart weiter zu bilden, dass mit geringem Material- und Herstellungsaufwand niedrige Verluste erreicht werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 8 gelöst. Erfindungsgemäß weist die Transversalflussmaschine mindestens einen weichmagnetischen Körper im Primär- oder Sekundärteil auf, der senkrecht zur Bewegungsrichtung aus mindestens zwei hintereinander angeordneten Blechschichten besteht, wobei die Blechschichten mindestens einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Steg mit auf mindestens einer Seite quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Zähnen aufweist. Diese Blechschichten werden kammförmig aus Tafeln oder Bändern herausgeschnitten, einfach oder mehrfach parallel zur Richtung des Stegs abgewinkelt und der Steg anschließend in Längsrichtung gebogen. Vorzugsweise wird kornorientiertes Elektroblech eingesetzt, wobei die Orientierung in Richtung der Kammzähne weist.

In einem Sekundärteil wird der weichmagnetische Körper vorzugsweise als doppelt gezahnter Streifen ausgeführt, der zwischen den Zahnenden des Primärteils in Bewegungsrichtung bewegbar ist. Es handelt sich dann um eine Reluktanzmaschine mit kompensierter Luftspaltanordnung, wie sie z. B. aus der DE 195 47 159 A1 oder DE 196 32 391 C1 bekannt ist. Anstatt im Sekundärteil einzelne Rotorsegmente für einen periodisch schwankenden Magnetfluss einzusetzen, besteht der weichmagnetische Körper des Sekundärteils aus einem mehrschichtigen Bauteil, das in Bewegungsrichtung Zahnabschnitte aufweist, die durch Stegabschnitte verbunden sind. Die Stegabschnitte weisen einen kleinen Querschnitt auf und verlaufen vorzugsweise zickzackförmig oder wellenförmig in Bewegungsrichtung.

Hierdurch sind die vorzugsweise in einer Bandstanzanlage hergestellten Bauteile in den Stegabschnitten verformbar. Besteht der weichmagnetische Körper einer rotierenden Transversalflussmaschine aus radial übereinander angeordneten Blechschichten, so ist er durch Aufrollen eines gleichmäßig gestanzten Bandes herstellbar, indem mit dem Radius die Dehnung der verformbaren Stege zunimmt. Vorzugsweise besteht der Steg aus zwei parallel verlaufenden Hälften, die sich derart ergänzen, dass bei der Verformung eine stabile Ausrichtung des Stegs in Bewegungsrichtung erfolgt. Liegen die Blechschichten bei radialer Richtung des Magnetflusses im Luftspalt axial hintereinander, so sind die Stege unsymmetrisch ausgeführt. Die radial äußere Hälfte ist z. B. mit gleicher Kraft stärker dehnbar als die radial innere Hälfte, so dass sich das gestanzte Band einfach aufwendeln lässt.

In einem Primärteil ist ein erfindungsgemäßer weichmagnetischer Körper um einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Teilabschnitt eines Leiterstranges oder einen Leiterring angeordnet und bildet am Luftspalt Zähne aus, wobei ein Zahn oder mehrere Zähne einem elektromagnetischen Pol entsprechen. Diese Zähne weisen zumindest Abschnitte auf, die in Bewegungsrichtung einen Abstand zueinander haben, so dass nur ein Teil der Oberfläche des Leiterstrangs vom weichmagnetischen Körper abgedeckt wird. Die Zähne werden durch Stege verbunden. In rotierenden Maschinen sind die Blechschichten senkrecht zur Bewegungsrichtung - also in radiale und axiale Richtung - übereinander geschichtet. Die Stege bestehen auch im Primärteil vorzugsweise aus zwei Hälften, die in Bewegungsrichtung gedehnt oder gestaucht werden können. Hierdurch lässt sich der mit dem Radius wachsende Abstand zwischen den Zähnen für unterschiedliche Blechschichten mit einem Stanzschnitt realisieren.

Vorteilhaft liegen die Luftspalte zwischen Sekundär- und Primärteil in einem elektromagnetisch aktiven ringförmigen Raum radial möglichst weit außen, so dass bei gleichen Verlusten eine hohe mechanische Leistung erzeugt wird. In diesen Bauformen liegt der Steg vorzugsweise im radial inneren Bereich des weichmagnetischen Körpers. Die Dehnbarkeit des Steges wird durch schmale Schlitze oder Einschnitte quer zur Bewegungsrichtung erreicht. In der radial innersten Schicht sind diese Schlitze nahezu geschlossen und werden mit jeder weiteren radialen Schicht weiter geöffnet. Der Stanzverschnitt für diese Bauform ist minimal.

Bei hohen Stückzahlen und nur wenigen Schichten ist es auch wirtschaftlich für jede Schicht separate Blechschnitte einzusetzen und den inneren Steg massiv über die gesamte axiale Breite auszuführen. Hierdurch kann der ringförmige Raum mit einem kleinen Innenradius gut ausgenutzt werden. Die unterschiedlichen Blechschnitte werden flach übereinandergeschichtet in der Mitte ausgereichtet und zu einem Kreis verformt.

Die Erfindung eignet sich vorzugsweise für kleine hochpolige Schrittmotore bzw. Synchronmaschinen mit Permanentmagneten oder nach dem Reluktanzprinzip. Die Dicke des weichmagnetischen Körpers beträgt vorzugsweise nur wenige Millimeter, so dass nur wenige Blechschichten erforderlich sind. In einer vorteilhaften Ausführungsform besteht der weichmagnetische Körper nur aus einem doppelgezahnten weichmagnetischen Band. Der weichmagnetisch Körper kann aber auch aus zwei Hälften bestehen, wodurch die Montage um den Leiterstrang vereinfacht wird. Die Hälften sind dann vorzugsweise nur einseitig gezahnt und liegen an ihren Stegen flächig aneinander.

Wenn der weichmagnetische Körper nicht aus unterschiedlich gestanzten Blechschichten oder Bandabschnitten besteht, haben alle Stegabschnitte nach dem Stanzen die gleiche Form. Die Ausgestaltung der Stege - vorzugsweise zickzack- oder wellenförmig quer oder senkrecht zur Bewegungsrichtung - erlaubt beim Aufwickeln oder Aufwendeln eine Anordnung der Zahnabschnitte exakt übereinander. Neben rotierenden Innen-, Außen- oder Zwischenläufermaschinen ist die erfindungsgemäße Bauform auch in bogenförmigen oder geraden Linearantrieben einsetzbar, wobei der Steg die Anzahl der Stanzteile vermindert und die Herstellungskosten senkt.

In den Zeichnungen werden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.

Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem doppelgezahnten Elektroblechband für eine rotierende Transversalflussmaschine mit kompensierten axialen Luftspalten;

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines aufgewickelten Sekundärteils aus dem Elektroblechband aus Fig. 1;

Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus einem doppelgezahnten Elektroblechband für eine rotierende Transversalflussmaschine mit kompensierten axialen Luftspalten;

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines aufgewendelten Sekundärteils aus dem Elektroblechband aus Fig. 3;

Fig. 5 zeigt eine von zwei baugleichen Hälften eines weichmagnetischen Körpers für ein ringförmiges Primärteil;

Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil des weichmagnetischen Körpers eines bogenförmigen Linearantriebs;

Fig. 7 zeigt die Seitenansicht der elektromagnetisch aktiven Komponenten einer 24- poligen permanenterregten Synchronmaschine mit Innenläufer;

Fig. 8 zeigt den Querschnitt der oberen Hälfte eines einphasigen Reluktanzgenerators mit vier radialen Luftspalten;

Fig. 9 zeigt den Querschnitt durch eine Phase einer ringförmigen Reluktanzmaschine mit zwei kompensierten radialen Luftspalten;

Fig. 10 zeigt den Schnitt A-A durch die weichmagnetischen Körper von Fig. 9;

Fig. 11 zeigt den abgerollten Blechschnitt von vier radial übereinanderliegenden Bandabschnitten für weichmagnetische Körper mit radial innen liegendem Steg;

Fig. 12 zeigt die Anordnung von unsymmetrischen Blechschnitten beim Stanzen.

Das in Fig. 1 dargestellte Elektroblechband 1 weist nach dem Stanzen Zähne 2 auf, die durch Stege 3 Verbunden sind. Die Stege bestehen aus zwei wellenförmigen Hälften, die zur gemeinsamen Mittellinie spiegelsymmetrisch sind und jeweils einen kleinen Querschnitt aufweisen. Das Band 1 wird vorzugsweise in einer Bandstanzanlage endlos gefertigt und anschließend auf die benötigte Länge geschnitten. Um in Längsrichtung der Zähne kornorientiertes Elektroblech einsetzen zu können, werden zunächst Streifen aus dem Vormaterial geschnitten und anschließend die gezeigte Kontur gestanzt.

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines weichmagnetischen Körpers 4 eines Sekundärteils, der durch das Aufwickeln des Elektroblechbandes 1 aus Fig. 1. hergestellt wird. Der weichmagnetische Körper 4 weist sechsunddreißig Zähne 2 auf, die gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet sind. Alle Zähne, bis auf einen Zahn 2' am oberen Bildrand, bestehen aus fünf übereinander liegenden Blechschichten. Der Zahn 2' mit nur vier Blechschichten liegt zwischen dem Anfang 5 und dem Ende 6 des Elektroblechbandes und bildet den Übergang von einer radialen Blechschicht zur Nächsten.

Das in Fig. 3 dargestellte Elektroblechband 7 weist nach dem Stanzen Zähne 8 auf, die durch Stege 9 verbunden sind. Die Stege bestehen aus zwei zickzackförmigen Hälften, die quer zur Bandrichtung unterschiedlich groß ausgeführt sind und jeweils einen kleinen Querschnitt aufweisen. Durch die Unsymmetrie der Steghälften, lässt sich das Band leicht aufwendeln.

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines weichmagnetischen Körpers 10, der durch das Aufwendeln des Elektroblechbandes 7 aus Fig. 3. hergestellt wird. Der weichmagnetische Körper weist vierzig Zähne 8 auf, die gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet sind. Alle Zähne bestehen aus mehreren übereinander Liegenden Blechschichten. Anfang und Ende des Bandes sind in benachbarten Zähnen 8 angeordnet, wobei der Steg 9 zwischen diesen Zähnen durch das Flachdrücken des weichmagnetischen Körpers 10 nach dem Aufwendeln zusätzlich axial verformt wird.

Die in Fig. 2 und 4 dargestellten doppelgezahnten weichmagnetischen Körper 4, 10 werden vorzugsweise in Kunststoff eingespritzt und so stabilisiert. Der gesamte Herstellungsprozess - Stanzen, Aufwickeln, Ausrichten, Vergießen - ist einfach zu automatisieren, da der weichmagnetische Körper 4, 10 nur noch aus einem zusammenhängenden Elektroblechband 1, 7 besteht. Gegenüber durch Umformen hergestellten Klauenpolkörpern, werden wesentlich geringere Wirbelverluste erzielt, da das Magnetfeld am Luftspalt durch geblechte Oberflächen in den weichmagnetischen Körper eintritt und der flussführende Querschnitt in mehrere gegeneinander isolierte Schichten unterteilt ist.

Fig. 5 zeigt den Längs- und Querschnitt einer Hälfte 11 eines weichmagnetischen Körpers 12 für ein ringförmiges Primärteil mit dreißig Zähnen. Die rechts unten gezeigte zweite Hälfte 14 ist vorzugsweise baugleich ausgeführt. Beide Luftspalte liegen radial außerhalb des Leiterrings und die Luftspaltkräfte belasten nicht das Gehäuse. Der nicht dargestellte Leiterring weist an seiner radial äußeren Oberfläche vorzugsweise eine axial steife Hülse auf. Bei der Montage wird zunächst eine Hälfte 11 mit dem Leiterring am Gehäuse befestigt. Dann folgt das ringförmige Sekundärteil mit den Lagern und abschließend die in ein weiteres Gehäuseteil integrierte zweite Hälfte 14.

Fig. 6 zeigt den Längsschnitt durch einen Teil des weichmagnetischen Körper 15 eines bogenförmigen Linearantriebs. Die drei dargestellten Blechschichten 16 weisen zwischen den Zähnen 17 in den Stegen 18 Einprägungen in radiale Richtung auf. Diese Wellenform in radiale Richtung erleichtert das Biegen des weichmagnetischen Körpers nach dem Paketieren durch Nieten 19. Das Prägen findet bereits beim Stanzen statt.

Fig. 7 zeigt die Seitenansicht der elektromagnetisch aktiven Komponenten einer 24- poligen permanenterregten Synchronmaschine mit Innenläufer 20. Jeweils drei Zähne 21 bilden einen Pol, wobei ein Teil der Zähne tangential verformt sind. Die Stegabschnitte 22 zwischen den Zähnen sind leicht verformbar und ermöglichen eine nahezu kreisförmige Form des weichmagnetischen Körpers 23. Das gestanzte Band wird zunächst aufgewickelt und als hülsenförmiger Ring über den vorgefertigten Leiterring 24 geschoben. Anschließend werden die Zähne 21 gleichzeitig radial nach innen gebogen und ausgerichtet. Nach dem Verformen, Ausrichten und Verfestigen werden die radial inneren Enden der Zähne 21 bearbeitet, so dass ein zylindrischer Luftspalt 25 zum Sekundärteil 20 mit den Permanentmagneten 26 entsteht.

Fig. 8 zeigt den Querschnitt eines einphasigen Reluktanzgenerators 27 mit vier radialen Luftspalten 28. Der Leiterring 29 des Primärteils 30 wird nach dem Wickeln zwischen zwei Verstärkungshülsen 31 eingepresst und durch ein Bindemittel verfestigt. Vorgeformte weichmagnetische Körper 32, 33 aus doppelgezahnten Elektroblechbändern werden axial von rechts aufgepresst. Das Sekundärteil 34 besteht aus zwei baugleichen Hälften 35. An der rechten Hälfte sind zusätzlich Mitnehmer 36 befestigt. Durch die doppelte Anzahl der Luftspalte 28 kann das Spitzenmoment verdoppelt werden, wobei der Herstellungsaufwand unterproportional steigt.

Fig. 9 zeigt den Querschnitt durch eine Phase einer Reluktanzmaschine mit transversaler Flussführung. Beide Luftspalte 37 sind auf der rechten Seite des rechteckförmigen Magnetkreises angeordnet, so dass sich die radial wirkenden Magnetkräfte kompensieren. Die weichmagnetischen Körper 38 des Sekundärteils 39 werden von der Normalkraft nur auf Zug belastet und im Primärteil 40 nimmt eine Distanzplatte 41 z. B. aus Keramik oder einem hochfesten Kunststoff die radial pulsierenden Kräfte auf. Der weichmagnetische Körper 42 hat radial innen liegende Stege 43 und wird zunächst vorgebogen, anschließend aber wieder etwas aufgebogen, um den vorgefertigten Leiterring 44 und die Distanzplatte 41 aufzunehmen. Danach wird er in die endgültige Form gedrückt und mit einem Harz durch Imprägnieren und/oder Vergießen verfestigt. Das ringförmige Sekundärteil 39 ist durch seitliches Aufschieben einfach montierbar und wird vorzugsweise direkt am Primärteil 40 gelagert. Mit weiteren rotierenden Teilen ist das Sekundärteil durch Mitnehmer 45 verbunden, die nur tangentiale Kräfte übertragen. Durch axiales Aneinanderreihen mehrerer baugleicher Phasen entstehen mehrphasige Motoren oder Generatoren, wobei die Sekundärteile zueinander um einen Bruchteil des Schrittwinkels versetzte angeordnet sind.

Fig. 10 zeigt den Schnitt A-A aus Fig. 9. Hierbei wird ersichtlich dass es sich um einen neunzigpolige Reluktanzmaschine handelt, die je nach Ansteuerung als Motor oder Generator Schritt- oder Servoverhalten zeigen kann. Während das Sekundärteil 39 einen kompletten Ring bildet, deckt der weichmagnetische Körper 42 des Primärteils 40 nur ca. 92% vom Umfang des Leiterrings 44 ab. Anstelle der sieben fehlenden Zähne 46 des Primärteils 40 können Befestigungselemente, Zu- und Ableitungen oder Sensoren in dem freien Raum angeordnet werden.

Fig. 11 zeigt den abgerollten Blechschnitt 47 von drei radial übereinanderliegenden Blechschichten für einen weichmagnetischen Körper mit radial innen liegendem Steg 48. Die Zähne 49 auf beiden Seiten des Stegs 48 sind. Die in Fig. 11a) dargestellte radial innerste Blechschicht entspricht in etwa der aus der Laserschneid- oder Stanzanlage kommenden Kontur. Beim Aufrollen und Ausrichten auf einem Dorn werden die radial weiter außen liegenden Blechschichten im Bereich der Stege 48' gedehnt, wie es in den Fig. 11b) und 11c) verstärkt dargestellt ist.

Fig. 12 zeigt die Anordnung von unsymmetrischen Blechschnitten 50 aus einem weichmagnetischen Körper entsprechend Fig. 9, allerdings mit radial außen liegenden Stegen 51. Die Zähne 52 auf beiden Seiten des Stegs 51 sind unsymmetrisch. Der Abstand der Zähne ist etwas größer als ihre Breite. Durch die versetzte und spiegelsymmetrischen Anordnung baugleicher Stanzwerkzeuge wird eine Blechtafel - vorzugsweise aus kornorientiertem Material - gut ausgenutzt. Der Verschnittanteil beträgt bei beliebig ringförmigen weichmagnetischen Körpern unter 10%.


Anspruch[de]
  1. 1. Transversalflussmaschine mit mindestens einem Primärteil und mindestens einem Sekundärteil, die zueinander in Bewegungsrichtung bewegbar sind, wobei die Transversalflussmaschine mindestens einen weichmagnetischen Körper im Primär- oder Sekundärteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der weichmagnetische Körper aus mindestens zwei hintereinander angeordneten Elektroblechschichten besteht und die Elektroblechschichten mindestens einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Steg mit auf mindestens einer Seite quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Zähnen aufweisen.
  2. 2. Transversalflussmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weichmagnetischer Körper aus einem in Bewegungsrichtung aufgewickelten weichmagnetischen Band besteht, das in Bewegungsrichtung aufeinanderfolgende Zähne aufweist, die durch mindestens einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Steg verbunden sind und dieser Steg zwischen den Zähnen mindestens einen Wellen- oder zickzackförmigen Teilbereich aufweist.
  3. 3. Transversalflussmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroblechschichten senkrecht zur Bewegungsrichtung hintereinander angeordnet sind.
  4. 4. Transversalflussmaschine nach einem voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der weichmagnetische Körper aus kornorientiertem Elektroblech besteht, wobei die Orientierung in Richtung der Zähne weist.
  5. 5. Transversalflussmaschine nach einem voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem gebogenen weichmagnetischen Körper baugleiche Elektroblechschnitte in radialer Richtung übereinander angeordnet sind, wobei der tangentiale Abstand benachbarter Zähne mit dem Radius zunimmt, indem die zickzack- oder wellenförmigen Stege zwischen den Zähnen mit zunehmendem Radius stärker gedehnt sind.
  6. 6. Transversalflussmaschine nach einem voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der weichmagnetische Körper einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Teilabschnitt eines Leiterstranges von mindestens drei Seiten teilweise umschließt, wobei der Steg des weichmagnetischen Körpers nur auf einer Seite des Leiterstranges angeordnet ist und die quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Zähne mindestens zwei weitere Seiten des Leiterstranges teilweise abdecken.
  7. 7. Transversalflussmaschine nach einem voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zähne am Luftspalt einen elektromagnetischen Pol bilden und die Polflächen am Luftspalt aus gegeneinander isolierten Teilbereichen verschiedener Blechschichten bestehen.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung einer Transversalflussmaschine mit mindestens einem Primärteil und mindestens einem Sekundärteil, die zueinander in Bewegungsrichtung bewegbar sind, wobei die Transversalflussmaschine mindestens einen weichmagnetischen Körper im Primär- oder Sekundärteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der weichmagnetische Körper aus mehreren Blechschichten zusammengefügt wird, wobei die Blechschichten als ein- oder zweiseitig gezahnte Blechstreifen aus Tafeln oder Bändern herausgeschnitten werden, diese Blechstreifen im Bereich der Zähne abgewinkelt werden und anschließend in Längsrichtung gebogen werden wobei Stegabschnitte zwischen den Zähnen gestaucht oder gedehnt werden.
  9. 9. Verfahren zur Herstellung einer Transversalflussmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen um einen zylinderförmigen Dorn mit Ausrichtelementen aufgewickelt oder aufgewendelt und anschließend durch Imprägnieren oder Vergießen mit einem Bindemittel verfestigt werden.
  10. 10. Verfahren zur Herstellung einer Transversalflussmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Abwinkeln und Biegen erneut verformt werden, um anschließend an einem vorgefertigten Leiterring befestigt zu werden, anschließend durch Halterungselemente in ihre endgültige Form gebracht werden und so ausgereichtet durch Imprägnieren oder Vergießen verfestigt zu werden.






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