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Dokumentenidentifikation DE69714929T2 30.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0832716
Titel Numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine zum Drehen und Wälzfräsen von mechanischen Teilen
Anmelder Immobiliare Linda S.n.c. di Stefano Ongaro e Linda Zanussi, Susegana, Treviso, IT
Erfinder Ongaro, Stefano, 31058 Susegana (Prov. of Treviso), IT
Vertreter Quermann & Richardt Patentanwälte, 65195 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69714929
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.09.1997
EP-Aktenzeichen 971161724
EP-Offenlegungsdatum 01.04.1998
EP date of grant 28.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse B23Q 39/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine zum Drehen und Wälzfräsen mechanischer Teile.

Um mechanische Teile, die sowohl Drehen als auch Wälzfräsen erfordern, herzustellen, ist es gegenwärtig notwendig, zwei unterschiedliche Werkzeugmaschinen zu verwenden, d. h. eine Drehbank, wodurch es möglich ist, das Teil zu drehen, riefen und bohren, und eine Zahnrad- Wälzfräsmaschine, nur zum Wälzfräsen.

In der Praxis wird das mechanische Teil, in der Regel als Vorbereitung auf das Wälzfräsen, auf der Drehbank zumeist gedreht, wird dann von der Drehbank entfernt und auf der Hauptspindel der Zahnrad-Wälzfräsmaschine plaziert.

In vielen Fällen ist nach dem Wälzfräsen eine weitere Bearbeitung mit Werkzeugmaschinen notwendig, zum Beispiel um einen Satz von Zähnen zu entgraten und/oder abzuschrägen, axiale und/oder radiale äußere Rillen, radiale Gewinde, Nocken usw. zu formen. In solchen Fällen ist es notwendig, das mechanische Teil von der Zahnrad-Wälzfräsmaschine zu einer anderen Werkzeugmaschine zu transferieren.

Der Transfer der mechanischen Teile von einer Werkzeugmaschine zu der anderen beeinflusst die erforderliche Bearbeitungsdauer beträchtlich und infolge die Gesamtkosten für die Verarbeitung.

Außerdem muss das Teil auf jeder Werkzeugmaschine mit großer Präzision positioniert werden, um Formtoleranzen zu erfüllen.

Der Transfer eines mechanischen Teils von einer Werkzeugmaschine zu einer anderen ist sogar noch komplizierter, wenn die weitere Bearbeitung in einem bestimmten Winkel des Teils zu dessen eigener Achse erfolgen muss, eine als Phasenanpassung bekannte Technik.

Moderne Fertigungsstrassen besitzen besondere Greif und Positioniereinheiten unter Verwendung von Robotern, die sogar numerisch gesteuert sein können und die Teile von einer Werkzeugmaschine zur nächsten transferieren.

Jedoch sind diese Vorrichtungen sehr kompliziert und beeinträchtigen die Investitionskosten des Systems beträchtlich.

Ein weiteres Problem, das die Folge davon ist, dass eine Drehbank und eine Zahnrad- Wälzfräsmaschine benötigt werden, sind sicherlich die gesamten Anschaffungskosten dieser Werkzeugmaschinen und der Platzbedarf am Arbeitsplatz, die eine zusätzliche Last in bezug auf die Investitions- und Unterhaltskosten sind.

Ein weiteres Problem, das aus dem kombinierten Einsatz einer Drehbank und einer Zahnrad-Wälzfräsmaschine folgt, ist die Notwendigkeit, für eine Abstellfläche für die zu wälzfräsenden Teile zwischen der Drehbank und der Zahnrad-Wälzfräsmaschine zu sorgen.

EP-0 538 515 offenbart eine numerisch gesteuerte Maschine, die eine Hauptspindel und zwei Schlitten mit jeweils einem Revolverkopf zum Drehen, Riefen und Bohren hat.

WO-96124456 offenbart eine kompakte Maschinenanlage für vielfältige Anwendungen. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Probleme durch Schaffen einer numerisch gesteuerten Werkzeugmaschine, die zum Drehen und Wälzfräsen eingesetzt werden kann und keinen Transfer des zu bearbeitenden mechanischen Teils erfordert, zu lösen.

Im Rahmen dieses Ziels ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine zu schaffen, die, indem sie den Transfer des Teils zwischen einzelnen Bearbeitungsschritten vermeidet, eine weitaus präzisere Bearbeitung erlaubt, als durch die Verwendung einer gewöhnlichen Drehbank und Wälzfräsmaschine erreichbar ist.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Werkzeugmaschine zu schaffen, die für die gleiche Produktionskapazität eine viele kleinere Installationsfläche erfordert als notwendig ist, um eine Drehbank und eine Zahnrad-Wälzfräsmaschine zu installieren.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Werkzeugmaschine zu schaffen, die, indem sie die zu bearbeitenden Teile fertigstellen kann, erlaubt, den gesamten Bearbeitungszyklus jedes individuellen Teils zu reduzieren und eine bessere Abstimmung des gesamten Bearbeitungszyklus zu erreichen.

Dieses Ziel, diese Aufgaben und andere, welche nachfolgend offensichtlich werden, werden durch eine numerisch gesteuerte Maschine zum Drehen und Wälzfräsen von mechanischen Teilen nach Anspruch 1 gelöst.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden, detaillierten Beschreibung einer bevorzugten, aber nicht ausschließlichen, erfindungsgemäßen Ausführungsform der Werkzeugmaschine offensichtlich und durch ein nicht einschränkendes Beispiel in den begleitenden Zeichnungen veranschaulicht, wobei:

Fig. 1 eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist;

Fig. 2 bis 4 schematische Ansichten eines Bearbeitungszyklus eines Teils, welches mit der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine gedreht und gewälzfräst wird, sind.

Unter Bezugnahme auf die obigen Figuren weist die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine, die allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist, eine Hauptspindel 2 auf, die in üblicher Art und Weise mit Greifmitteln für ein zu bearbeitendes, mechanisches Teil 30 versehen ist; diese Spindel kann in gesteuerter (indexierter) Art und Weise mittels einer numerisch gesteuerten Einheit 3 um ihre eigene Achse 2a gedreht werden.

Die Werkzeugmaschine weist auch einen ersten Schlitten 4 auf, der einen Revolverkopf 5 mit einer Vielzahl von Stationen (in der Regel zwölf) mit Drehwerkzeugen und weiteren Werkzeugen trägt, die unabhängig voneinander angetrieben werden, um zu bohren und /oder zu riefen und/oder axial und radial Gewinde zu schneiden, auf eine Art, die derjenigen von Revolverköpfen herkömmlicher numerisch gesteuerter Drehbänke ähnelt (CNC).

Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine besitzt noch einen zweiten Schlitten 6, der einen Wälzfräswerkzeugkopf 7 trägt.

Der erste Schlitten 4 und der zweite Schlitten 6 können sich bei Ansteuerung auf eine Art, die durch die numerisch gesteuerte Steuerung 3 geregelt ist, relativ zur Hauptspindel bewegen, um die Werkzeuge 8, 9 10, die am Revolverkopf 5 angebracht sind, und das Wälzfräswerkzeug 11, das am Kopf 7 angebracht ist, einzeln zu verfahren, damit sie das Teil 30, das von der Hauptspindel 2 getragen wird, bearbeiten.

Genauer gesagt kann sich der erste Schlitten 4 bei Ansteuerung entlang der zwei numerisch gesteuerten Achsen 12 und 13 mit kontinuierlicher Interpolation bewegen: eine erste Achse 12, die parallel zur Achse 2a der Hauptspindel ist, und eine zweite Achse 13, die senkrecht zur ersten Achse 12 ist.

Der zweite Schlitten kann sich bei Ansteuerung auch relativ zur Hauptspindel 2 entlang der zwei numerisch gesteuerten Achsen 14 und 15 mit kontinuierlicher Interpolation bewegen: eine dritte Achse 14, die senkrecht zu der Achse 2a der Hauptspindel 2 ist, und eine vierte Achse 15, die senkrecht zur dritten Achse 14 ist.

Das Wälzfräswerkzeug 11 kann in Drehbewegung, die durch die Steuerung 3 kontrolliert wird, um ihre Achse 16, die eine fünfte numerisch gesteuerte Achse darstellt, versetzt werden.

Der Kopf 7, der die Wälzfräswerkzeuge 11 trägt, kann sich bei Ansteuerung drehen, wiederum auf eine Art, welche durch die Steuereinheit 3 gesteuert wird, um eine sechste numerisch gesteuerte Achse 17, die senkrecht zur Achse 2a der Hauptspindel 2 ist, um zu gestatten, die Neigung des Wälzfräswerkzeuges 11 bezüglich der Achse 2a der Hauptspindel 2 zu variieren, entsprechend den Erfordernissen des Zahnrad-Wälzfräsens, das heißt, um die Neigung der Schnecke des Wälzfräswerkzeuges zum Winkel der Zähne der Zahnräder, die relativ zur Achse des Teils 30 geschnitten werden sollen, zu verändern/anzupassen.

Außerdem kann sich der Kopf 7 bei Ansteuerung relativ zum zweiten Schlitten 6 auf eine Art, die durch die Steuerung 3 gesteuert ist, entlang einer siebten numerisch gesteuerten Achse 18, die parallel zur vierten Achse 15 ist, bewegen.

Praktischerweise kann ein dritter Schlitten 19 verwendet werden, welcher einen der Hauptspindel 2 gegenüberliegenden Reitstock 20 trägt.

Der dritte Schlitten 19 kann sich bei Ansteuerung auf eine Art, die durch die Steuerung 3 gesteuert ist, entlang zweier numerisch gesteuerter Achsen mit kontinuierlicher Interpolation bewegen: eine neunte Achse 21, die parallel zur Achse 2a der Hauptspindel 2 ist, und eine zehnte Achse 22, die senkrecht zur neunten Achse 21 ist.

Der Reitstock 20 kann entsprechend den Erfordernissen aus einer Hilfsspindel, die Mittel zum Greifen des zu bearbeitenden Teils 30 besitzt und um die eigene Achse 20a gedreht werden kann, falls es notwendig ist, das Halten des Teils 30 durch die Hauptspindel 2 zu unterstützen oder zu ersetzen, oder einem Reitstock bestehen.

Die Bewegungen der einzelnen Komponenten der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine entlang der verschiedenen numerisch gesteuerten Achsen können als Folge der durch die Steuerung 3 sichergestellten operationellen Zusammenschaltung gegenseitig in einem gewünschten Verhältnis so synchronisiert werden, dass sie gemäß einem Programm, das in der numerisch gesteuerten Steuerung vorgegeben ist, die Bearbeitungsschritte, die erforderlich sind, um das Teil 30 herzustellen, ausführen.

Insbesondere die Bewegung des ersten Schlittens 4 und/oder des zweiten Schlittens 6 ist synchronisiert mit der Drehung der Hauptspindel 2 und/oder der Hilfsspindel, die den Reitstock 20 bildet.

Die Drehung des Hilfsspindel um ihre eigene Achse ist gewöhnlich synchronisiert mit der Drehung der Hauptspindel 2.

Die Werkzeugmaschine kann mit Mitteln zum Entladen des bearbeiteten Teils und anderem, gewöhnlichem Zubehör ausgestattet sein.

Die Wirkungsweise der Werkzeugmaschine gemäß der Erfindung bei der Herstellung eines Teils 30, das beispielsweise einen ersten Drehschritt, einen zweiten Wälzfrässchritt und einen dritten Drehschritt erfordert, ist mit Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 wie folgt.

Das zu bearbeitende Teil 30, welches zunächst rohe Konturen hat, wird mit Hilfe entsprechende Greifmittel auf die Hauptspindel 2 gebracht.

Dann treibt die Steuerung 3 die Hauptspindel 2 mit einer Drehbewegung um die eigene Achse 2a an und bewegt den Schlitten 4 entlang der Achsen 12 und 13, um das Teil 30 je nach dem eingesetzten Werkzeug zu drehen, riefen oder bohren (siehe Fig. 2).

Sobald diese Drehoperationen abgeschlossen sind, ohne dass das Teil von der Hauptspindel 2 entfernt wurde, bewegt die Steuerung 3 den ersten Schlitten 4 so, dass sich die Werkzeuge des Revolverkopfs S vom Teil 30 entfernen, und bewegt den zweiten Schlitten 6 entlang der Achsen 14 und 15, den Kopf 7 entlang der Achse 17 und der Achse 18, und setzt das Wälzfräswerkzeug in Gang, so dass es um seine eigene Achse 16 rotiert, um das Zahnrad-Wälzfräsen des Teils auszuführen (Fig. 3).

Es sollte angemerkt werden, dass, unter den möglichen Zahnrad-Wälzfräsoperationen, die Werkzeugmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist, mit Hilfe der axialen Bewegung des Wälzfräswerkzeuges (Verschiebung) Zahnräder herzustellen, die gegenseitig verschieden sind, nicht nur in ihrem Verhältnis (zwei oder mehrere Zahnräder, die sich in der Zähnezahl unterscheiden), sondern auch in Bezug auf deren Zahngestalt und Teilung, durch gleichzeitige Installierung von zwei oder mehr Wälzfräswerkzeugen an der Achse des Kopfes 7.

Schließlich kann die Steuerung 3, falls erforderlich, den zweiten Schlitten 6 so bewegen, dass das Wälzfräswerkzeug 11 sich vom Teil entfernt, und möglicherweise den ersten Schlitten 4 wieder zur Durchführung weiterer Drehoperationen hinbewegen (Fig. 4).

Falls erforderlich, kann das Teil während der verschiedenen Bearbeitungsschritte vom Reitstock 20 gehalten oder durch Bewegung des dritten Schlittens 19, der wiederum mit Hilfe der Steuerung 3 in Gang gesetzt wird, entlang der Achsen 21 und 22 und um die Achse 20a des Reitstocks 20 bearbeitet werden.

Außerdem können die Schlitten 4 und 6 gleichzeitig eingesetzt werden, indem das Wälzfräswerkzeug zusammen mit einem weiteren Werkzeug des Schlittens 4, beispielsweise zum Entgraten durch Überarbeitung der Stellen, welche das Wälzfräswerkzeug mit vermindertem Druck bearbeitet, eingesetzt wird.

Die Werkzeugmaschine ist auch fähig, das Zahnrad während des Zahnrad-Wälzfräsens abzuschrägen.

Die Werkzeugmaschine kann mit Hilfe einer externen Stabladeeinrichtung, welche kontinuierlich handelsübliche Stäbe (3000 mm lang) lädt als "kontinuierlicher Stab" arbeiten. In diesem Fall erfolgt, nachdem die Bearbeitung des Teils abgeschlossen ist, eine Schneideoperation mit Hilfe eines Werkzeugs und hierauf das Entladen des Teils und die anschließende Entnahme des Stabs von der Hauptspindel, um das System auf die Bearbeitung des nächsten Teils vorzubereiten.

In der Praxis wurde beobachtet, dass die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine das beabsichtigte Ziel und die Aufgaben vollkommen erreicht, denn sie ist fähig, das Teil zu drehen, riefen, bohren und wälzfräsen, wobei dessen Entfernen und Repositionieren bei verschiedenen Maschineneinheiten während der Verarbeitungsschritte vermieden wird.

Dementsprechend wird eine beträchtliche Reduzierung der gesamten Herstellungsdauer beobachtet; diese Reduzierung ist sogar noch bedeutender, falls die Bearbeitung eines mechanischen Teils es erfordert, eine vorgegebenen Winkelposition bezüglich dessen Achse beizubehalten und das Werkstück von einer Maschine zu einer weiteren zu geben, wie beispielsweise im Fall des Abschrägens des Zahnrads und/oder der Schaffung von axialen oder radialen, äußeren Rillen, radialen Gewinden, radialen Löchern, Nocken oder anderen hochpräzisen Bearbeitungsschritten.

Die integrierte Bearbeitung, die mit Hilfe der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine erfolgen kann, erlaubt es, vollständig fertigbearbeitete Teile zu erhalten, und gleichzeitig den vollen Zyklus für das jeweilige Teil zu reduzieren, wodurch der Herstellungszyklus beträchtlich gekürzt wird und folglich eine bessere Abstimmung des gesamten Zyklus möglich ist.

Zusätzliche Vorteile, die nicht weniger wichtig wie die oben aufgeführten sind, bestehen darin, dass ein verringerter Platzbedarf für die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine benötigt wird, aus dem sich Einsparungen bei den Investitionen und dem Betrieb ergeben, darin, dass kein Speicherbereich für die Teile zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten benötigt wird, und darin, dass Kosten für die Ausrüstung zur Handhabung des Teils zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten entfallen.

Außerdem benötigt die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine für besonders lange Teile, die eine zusätzliche Lagerung neben derjenigen an der Hauptspindel während des Wälzfräsens erfordern, keine zusätzlichen Greif und Schließvorrichtungen, wie sie stattdessen für gewöhnliche Werkzeugmaschinen erforderlich sind, was zu Nachteilen bezüglich der Kosten und der Instandhaltung dieser Befestigungen führt.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die größere Bearbeitungspräzision der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, denn das Teil ist frei von Bearbeitungsfehlern infolge ungenauer Positionierung des Teils nach seinem Transfer von einer Werkzeugmaschine zu einer anderen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es möglich ist, Öl in einer auf Wasser basierenden Emulsion als Schmier- und Kühlmittel zu verwenden, wie es für gewöhnliche Drehbänke im Gegensatz zu Wälzfräsmaschinen, die Mineralöl verwenden, üblich ist, woraus Einsparungen bei den Betriebskosten resultieren.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie sehr wirtschaftlich ist, was die Arbeits- und Energiekosten angeht.

Die so gestaltete Werkzeugmaschine kann zahlreiche Abänderungen und Veränderungen aufweisen, alle von ihnen sind in Rahmen der beiliegenden Patentansprüche; alle Einzelheiten können auch durch andere technisch äquivalente Elemente ersetzt werden.

In der Praxis können sowohl das verwendete Material als auch die Dimensionen, je nach den Erfordernissen und dem Stand der Technik sein.

Wo immer technische Merkmale in irgendeinem Anspruch von Bezugszeichen gefolgt werden, sind die Bezugszeichen lediglich dafür da, die Verständlichkeit der Ansprüche zu erhöhen, und dementsprechend haben solche Bezugszeichen keinen beschränkenden Effekt hinsichtlich der Interpretation des jeweiligen Elements, das beispielhaft mit einem solchen Bezugszeichen versehen ist.


Anspruch[de]

1. Numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine zum Drehen und Wälzfräsen mechanischer Teile mit:

einer Hauptspindel (2), die mit Greifmitteln für ein mechanisches Teil (30), das bearbeitet werden soll, versehen ist, und um ihre Achse (2a) drehbar ist;

einem ersten Schlitten (4), der einen Revolverkopf (S) zum Aufnehmen von Werkzeugen trägt;

gekennzeichnet dadurch, dass sie ferner aufweist einen zweiten Schlitten (6), der einen Zahnrad-Wälzfräswerkzeugkopf (7) trägt;

wobei der erste und der zweite Schlitten bei Ansteuerung entlang den jeweiligen horizontalen und vertikalen Achsen (12, 13, 14, 15) mittels einer Steuereinheit (3) bezüglich der Hauptspindel (2) verfahrbar sind, um die Werkzeuge, die im Revolverkopf (5) installiert sind und die Wälzfräswerkzeuge (11) einzeln zu bewegen, so dass sie das von der Hauptspindel aufgenommene Teil bearbeiten, wobei der erste und zweite Schlitten (4, 6) jeweils auf entgegengesetzt gerichteten Seiten bezüglich des zu bearbeitenden mechanischen Teils (30) angeordnet sind, um beide Seiten des mechanischen Teils gleichzeitig zu bearbeiten, wobei die Bewegungen des ersten und des zweiten Schlittens synchronisiert sind und auch mit der Bewegung der Hauptspindel synchronisiert sind.

2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schlitten (4) sich bei Ansteuerung bezüglich der Hauptspindel (2) entlang zweier numerisch gesteuerter Achsen (12, 13) mit kontinuierlicher Interpolation bewegen kann: eine erste Achse (12), die parallel zur Achse der Hauptspindel (2) und eine zweite Achse (13), die senkrecht zur ersten Achse (12) ist.

3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schlitten (6) sich bei Ansteuerung bezüglich der Hauptspindel (2) entlang zweier numerisch gesteuerter Achsen (14, 15) mit kontinuierlicher Interpolation bewegen kann: eine dritte Achse (14), die parallel zur Achse (2a) der Hauptspindel (2) und eine vierte Achse (15), die senkrecht zur dritten Achse (14) ist.

4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzfräswerkzeug (11), das am Wälzfräswerkzeugkopf (7) angebracht ist, bei Ansteuerung um eine fünfte numerisch gesteuerte Achse (16) rotieren kann, die mit der Achse des Wälzfräswerkzeuges zusammen fällt.

5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wälzfräswerkzeugkopf (7) bei Ansteuerung um eine sechste numerisch gesteuerte Achse (17) sich drehen kann, die senkrecht zur Achse (2a) der Hauptspindel (2) ist, um die Neigung des Wälzfräswerkzeuges (11) bezüglich der Achse (2a) der Hauptspindel (2) zu verändern.

6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wälzfräswerkzeugkopf (7) bei Ansteuerung bezüglich des zweiten Schlittens (6), um eine siebte numerisch gesteuerte Achse (18), die parallel zur vierten Achse (15) ist, sich bewegen kann.

7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen dritten Schlitten (19) aufweist, der einen Reitstock (20) trägt, der gegenüberliegend der Hauptspindel (2) angeordnet ist und um seine eigene Achse gedreht werden kann, die eine achte numerisch gesteuerte Achse (20a) bildet, die parallel zur Achse (21) der Hauptspindel (2) ist.

8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Schlitten sich bei Ansteuerung entlang zweier numerisch gesteuerter Achsen mit kontinuierlicher Interpolation bewegen kann: eine neunte Achse (21), die parallel zur Achse (2a) der Hauptspindel (2) und eine zehnte Achse (22), die senkrecht zur neunten Achse (21) ist.

9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Reitstock (20) durch eine Hilfsspindel gebildet ist, die mit Mitteln zum Greifen des zu bearbeitenden mechanischen Teils (30) versehen ist.

10. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Reitstock (20) durch eine Drehbankspitze gebildet ist.

11. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Hauptspindel (2) und / oder der Hilfsspindel um ihre / deren eigene Achse kontinuierlich (indexiert) gesteuert ist.

12. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des ersten Schlittens (4) und I oder des zweiten Schlittens (6) bezüglich der Drehung der Hauptspindel und / oder der Hilfsspindel synchronisiert ist.

13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Hilfsspindel um deren eigene Achse bezüglich der Drehung der Hauptspindel (2) synchronisiert ist.







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