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Dokumentenidentifikation DE69714975T2 30.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0885491
Titel VERFAHREN UND GERÄT ZUR STEUERUNG EINES MOBILEN TELEFON-VERSTÄRKERS
Anmelder Allgon AB, Åkersberga, SE
Erfinder PRAVITZ, Anders, S-141 73 Huddinge, SE;
HOLMGREN, Mats, S-182 45 Enebyberg, SE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69714975
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, GR, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.02.1997
EP-Aktenzeichen 979075033
WO-Anmeldetag 19.02.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/SE97/00277
WO-Veröffentlichungsnummer 0097033381
WO-Veröffentlichungsdatum 12.09.1997
EP-Offenlegungsdatum 23.12.1998
EP date of grant 28.08.2002
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 07.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse H04B 7/15
IPC-Nebenklasse H04B 17/02   H04B 7/26   H04B 1/60   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zum Überwachen eines Mobiltelefonverstärkers der Bauart mit zwei Antennen und zwei Verbindungselementen zwischen diesen, wobei die zwei Verbindungselemente eine Aufwärtsverbindung zum Verstärken von Signalen von einem Mobiltelefon zu einer Basisstation und eine Abwärtsverbindung zum Verstärken von Signalen von der Basisstation zum Mobiltelefon umfassen und die zwei Verbindungselemente mehrere Verstärkerketten aufweisen, von den jede so konzipiert ist, daß sie einen bestimmten Signalfrequenzkanal oder ein bestimmtes Frequenzband durchläßt, wobei ein mögliches kontinuierliches und starkes Signal, das entweder durch eine Instabilität, die mit einer positiven Rückkopplung zwischen den beiden Antennen zu tun hat, oder durch ein Störsignal verursacht wird, erfaßt wird, indem ein Testkriterium angewandt wird, welches das Messen eines Signalpegels und das Überprüfen, ob der gemessene Signalpegel einen Schwellwert überschreitet, umfaßt, woraufhin ein Verstärkungsfaktor in der jeweiligen Verstärkerkette abhängig von dem Ergebnis des Stabilitätstests eingestellt wird.

Ein Verstärker zur Verwendung in zellularen Telefonsystemen ist ein Gerät, welches ein empfangenes Hochfrequenz-Signal verstärkt und das verstärkte Signal bei der gleichen Trägerfrequenz weitersendet. Demgemäß besteht das Risiko, daß das von einer Antenne weitergesandte Signal von der anderen Antenne aufgefangen wird und so eine positive Rückkopplung und ein starkes selbstschwingendes Signal erzeugt wird, welches von den Verstärkern in der bestimmten Verstärkerkette aufrechterhalten wird.

Wenn die Abwärtsverbindung schwingt, kann das vom Verstärker abgedeckte Gebiet gestört werden, so daß die Mobiltelefone in diesem Gebiet ausfallen. Wenn andererseits die Aufwärtsverbindung schwingt, empfängt die zugehörige Basisstation ein kontinuierliches starkes Signal, welches den Empfänger der Basisstation blockiert und seine richtige Funktion verhindert.

Man muß daher große Sorgfalt bei der Montage der zwei Antennen des Verstärkers aufwenden, so daß die Isolation zwischen ihnen ausreicht.

Der Verstärkungsfaktor der jeweiligen Verstärkerkette muß im Hinblick auf mehrere Faktoren ausgewählt werden, in erster Linie die Signalstärke der Übertragung von der Basisstation. Es ist jedoch schwierig, die Isolation zwischen den Antennen des Verstärkers zu messen oder sie bei der Durchführung von Veränderungen, wie der Aktualisierung verschiedener Parameter zu überprüfen.

Weiterhin ist die Isolation zwischen den Antennen nicht konstant sondern hängt im allgemeinen von einer veränderlichen Umgebung ab, wie veränderten Wetterbedingungen, bewegten großen Metallgegenständen usw.

Daher besteht ein Bedarf an einer automatischen und vorzugsweise kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Stabilität, um Selbstschwingung oder Weitersenden von anderen starken kontinuierlichen Signalen zu verhindern.

Ein Verfahren und ein Gerät wie im obigen ersten Absatz definiert, sind aus dem Dokument US-A-5 095 528 bekannt, welches einen Verstärker beschreibt, der so konstruiert ist, daß er die Senderausgangsleistung begrenzt, wenn eine Mobiltelefoneinheit sich dem Verstärker nähert. Das wird dadurch erreicht, daß der Ausgangsleistungspegel des Verstärkers überwacht und der Verstärkungsfaktor entsprechend eingestellt wird. Wenn also der Ausgangsleistungspegel eine vorbestimmte Schwelle übersteigt, wird der Verstärkungsfaktor verringert, möglicherweise in mehreren Stufen, bis der Ausgangsleistungspegel unter die Schwelle fällt.

Das bekannte Verfahren und Gerät lösen jedoch nicht das Instabilitätsproblem im Fall eines Verstärkers, der mit Signalen arbeitet, die von mehreren verschiedenen Mobiltelefoneinheiten herkommen, wenigstens nicht in optimaler Weise, da der Schwellwert oft für kurze Zeit erreicht wird und der Verstärkungsfaktor daher auf einen unnötig niedrigen Wert verringert wird.

Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein Gerät bereitzustellen, um eine Stabilitätsprüfung so durchzuführen, daß der Verstärkungsfaktor jeder Verstärkerkette gesteuert und die Arbeitsfähigkeit des Verstärkers aufrechterhalten wird.

Dieses Ziel wird erreicht durch ein Verfahren wie im Anspruch 1 angegeben und ein Gerät wie im Anspruch 16 angegeben. Weitere vorteilhafte Merkmale und Verbesserungen sind in den Ansprüchen 2 bis 15 bzw. 17 bis 20 angegeben.

Die Erfindung wird nun vollständiger beschrieben mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, welche eine bevorzugte Ausführungsform zeigen.

Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Verstärkers mit einem erfindungsgemäßen Überwachungsgerät; und

Fig. 2 ist ein schematisches Flußdiagramm, welches das erfindungsgemäße Überwachungsverfahren erläutert.

Der in Fig. 1 gezeigte Verstärker ist im Grund von der Art wie im Dokument WO 95/38166 beschrieben. Er weist auf: eine erste Antenne 1 für Hochfrequenzkommunikation zwischen dem Verstärker und einem zellularen Mobiltelefon (nicht gezeigt) und eine zweite Antenne 2 für eine entsprechende Hochfrequenzkommunikation zwischen dem Verstärker und einer Basisstation (nicht gezeigt). Die von der ersten Antenne 1 empfangenen Hochfrequenzsignale werden nach Verstärkung durch die zweite Antenne 2 bei der gleichen (ersten) Trägerfrequenz weitergesandt. Ebenso werden die von der zweiten Antenne 2 empfangenen Hochfrequenzsignale von der ersten Antenne 1 bei der gleichen (zweiten) Trägerfrequenz weitergesandt.

Die ersten und zweiten Antennen 1, 2 sind über Duplexfilter 3,13 mit zwei entgegengesetzt gerichteten Verbindungen, nämlich eine Aufwärtsverbindung 100 für die Übertragung von von Mobiltelefonen herkommenden Signalen zur zugehörigen Basisstation und eine Abwärtsverbindung 200 für die Übertragung von Signalen in der entgegengesetzten Richtung verbunden.

In der Aufwärtsverbindung 100 werden die von der ersten Antenne 1 empfangenen Signale durch das Duplexfilter 3 einem Multikoppler-Verstärker 4 zugeleitet, welcher die Signale in einer Anzahl paralleler Verstärkerketten 6 verteilt und weiter über einen Kombinator 12 und das Duplexfilter 13 zur zweiten Antenne 2 leitet. Entsprechend werden in der Abwärtsverbindung die Signale von der zweiten Antenne 2 durch das Duplexfilter 13, einen Multikoppler- Verstärker 14, eine Anzahl von parallelen Verstärkerketten 15, einen Kombinator 5 und weiter durch das Duplexfilter 3 zur ersten Antenne 1 geleitet.

Jede Verstärkerkette 6 bzw. 15 ist so ausgelegt, daß sie einen spezifischen Frequenzkanal durchläßt, und weist auf: einen ersten Mischer 7, einen örtlichen Sender (Oszillator) 10, ein Filter 8, einen zweiten Mischer 9, eine Anzahl von Verstärkern 17 (zwei im gezeigten Beispiel), ein steuerbares Dämpfungsglied 18 an der Eingangsseite des Filters 8, einen Diodengleichrichter 19 zum Messen des Eingangssignalpegels in der Verstärkerkette 6, eine Schaltvorrichtung 20, um das Signal durch die Kette in bestimmten Situationen stark zu dämpfen, einen Ausgangsleistungsverstärker 11 und einen Diodengleichrichter 21 zum Messen des Leistungspegels am Ausgang des Leistungsverstärkers 11.

Die Diodengleichrichter 19, 21 sind über A/D-Wandler mit einer Steuereinheit 22 verbunden, welche einen digitalen Prozessor umfaßt, der auch über D/A-Wandler mit dem Dämpfungsglied 18 und der Schaltvorrichtung 20 gekoppelt ist. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Steuereinheit 22 mit den entsprechenden Komponenten in den jeweiligen Abwärtsverstärkerketten 15 verbunden. Auf diese Weise können der Eingangssignalpegel und der Ausgangsleistungspegel in jeder Verstärkerkette 6, 15 gemessen werden und der Verstärkungsfaktor kann mittels des jeweiligen Dämpfungsglieds 18 gesteuert werden. Der Sender 10 ist auch steuerbar und die Schalteinrichtung 20 wird verwendet, um den Frequenzkanal vorübergehend, wenn ein möglicher Instabilitätszustand des Verstärkers überprüft wird, oder dauerhaft bei Vorhandensein eines kontinuierlichen Störsignals zu blockieren.

Die Steuereinheit 22 ist so programmiert, daß sie bestimmte Überprüfungen durchführt und entsprechend den Testergebnissen Justierungen vornimmt. Vorzugsweise ist sie mit einem Betriebs- und Überwachungszentrum (nicht gezeigt) über ein Telefonmodem verbunden, so daß eine kontinuierliche Überwachung des Verstärkers, eine Fernsteuerung seines Betriebs und eine Neueinstellung verschiedener Parameter möglich ist.

Die Steuereinheit 22 umfaßt auch zwei Zähler. Ein erster Zähler (nicht spezifisch gezeigt) mißt die proportionale Zeit, während derer der Eingangssignalpegel, der vom Detektor 19 festgestellt wird, einen Schwellwert, z. B. -70 dBm, während einer Meßperiode übersteigt. Ein zweiter Zähler mißt grundsätzlich die gleiche proportionale Zeit, obgleich ausgedrückt als die Zahl von GSM-Zeitfenstern (1-8), während derer der Signalpegel den Schwellwert übersteigt.

Der Detektor 19 registriert auch die Maximal- und Minimalwerte, welche während der Meßperiode festgestellt werden, welche im vorliegenden Beispiel 2 Sekunden beträgt. Ähnlich registriert der Detektor 21 auch den maximalen Ausgangsleistungspegel, der während der Meßperiode gemessen wird.

Das Stabilitätstest- und Überwachungsverfahren wird nun mit Bezug auf das Flußdiagramm in Fig. 2 beschrieben. Es wird angenommen, daß die Messung in der Aufwärtsverbindungskette 6 durchgeführt wird, während alle Justierungen entsprechend den Testergebnissen in der jeweiligen Aufwärtsverbindungskette 6 sowie in den jeweiligen Abwärtsverbindungsketten 15 vorgenommen werden, wodurch eine gute Balance erreicht wird.

Zu Beginn des Betriebs des Verstärkers oder bei der Wiederaufnahme des Betriebs nach einem Alarm-Reset, nach einem Stromausfall oder nach Aktualisierung von Parametern, wird ein Stabilitätstest (T0, Fig. 2) in jeder der Verstärkerketten 6 der Aufwärtsverbindung 100 ausgelöst. Zuerst wird der Verstärkungsfaktor mittels des jeweiligen Dämpfungsglieds 18 vorübergehend erhöht bis auf einen Verstärkungsfaktor, der einen ausgewählten normalen Verstärkungsfaktor um einen verhältnismäßig großen Wert übersteigt, nämlich einen Stabilitätssicherheitswert, der typisch 10 bis 20 dB, insbesondere 13 dB ist, der so gewählt ist, daß ein genügender Sicherheitsabstand für die Isolation der zwei Antennen 1, 2 erzeugt wird.

Dann werden bestimmte Messungen (T1) wiederholt durchgeführt um festzustellen, ob der bestimmte Frequenzkanal stabil und betriebsbereit ist oder ob eine Instabilität vorliegt, die eine Selbstschwingung mit positiver Rückkopplung zwischen den zwei Antennen beinhaltet, oder ein kontinuierliches Störsignal, das unterdrückt werden muß.

Die Meßperiode beträgt etwa 2 Sekunden und die folgenden Variablen werden in jeder Verstärkerkette 6 gemessen:

- der Maximalwert und Minimalwert des Eingangssignalpegels, wie vom Detektor 19 gemessen;

- die proportionale Zeit, in welcher der Eingangssignalpegel einen Schwellwert z. B. -70 dBm überschreitet, wie vom ersten oder zweiten Zeitzähler registriert; und

- der Ausgangsleistungspegel wie vom Detektor 21 gemessen.

Nun legt der Digitalprozessor in der Steuereinheit 22 ein Testkriterium für den Nachweis einer Instabilität oder Störung an. Das Kriterium wird erfüllt, wenn:

- der Eingangssignalpegel den Schwellwert während wenigstens 90%, besonders 97% der Meßperiode übersteigt;

- die Ausgangsleistung 27 dBm übersteigt; und

- die Differenz zwischen den maximalen und minimalen Eingangssignalhöhen für verschiedene Zeitschlitze weniger als 10 dB ist.

Falls das erste Testkriterium nicht erfüllt ist, d. h. wenn wenigstens eines der obigen drei Kriterien nicht erfüllt ist, wird die Messung mehrere Male wiederholt (Pfeil 1b) und nach etwa 30 Sekunden, vorausgesetzt daß sich das Testergebnis nicht verändert hat, wird der Verstärkungsfaktor auf den ausgewählten Normalwert justiert, und der Verstärker beginnt normal zu arbeiten, während er durch kontinuierlich wiederholte Messungen überwacht wird (T1).

Andererseits, im Fall daß das Testkriterium eine mögliche Instabilität oder ein Störsignal anzeigt (Pfeil 1a) wird der Schwellwert für den Eingangssignalpegel auf einen Wert gesteigert, der 5 dB unter dem gemessenen Maximalwert liegt, und die Schaltvorrichtung 20 wird aktiviert, so daß der Kanal abgeschaltet wird (T2). So wird ein selbstschwingendes Signal oder ein Störsignal bestätigt, indem die Messung wenigstens fünf Mal wiederholt wird (Pfeile 2b und 2a).

Bei Feststellung einer Instabilität (T3), die eine Selbstschwingung in dieser besonderen Verstärkerkette 6 beinhaltet und durch Messung eines Eingangssignals bestätigt ist, das nicht länger kontinuierlich ist, wenn der Kanal abgeschaltet wird (Pfeile 3a, 3b und 3c) wird der Verstärkungsfaktor stufenweise um 1 dB in jeder Stufe (Pfeil 4b) verringert (T4), bis die Instabilität aufhört (Pfeil 4a). Dann wird der Verstärkungsfaktor um den Sicherheitsspielraumwert, z. B. 13 dB verringert, so daß der Verstärker mit einem genügenden Instabilitätsspielraum arbeitet, wobei der Verstärkungsfaktor dann auf einer geringeren Höhe gehalten wird. Weiterhin wird ein Instabilitätsalarmsignal über die Steuereinheit 22 an das Betriebs- und Überwachungszentrum gesandt.

Dann wird für jede Verstärkerkette, wo eine Instabilität gefunden wurde, alle 60 Minuten ein weiterer Stabilitätstest durchgeführt, wobei der Verstärkungsfaktor jeweils vorübergehend um 13 dB erhöht wird. Im Fall daß trotz des erhöhten Faktors keine Instabilität auftritt, wird dann der Verstärkungsfaktor auf den ausgewählten normalen Faktorwert verringert. Ein Signal, das das Ende des Instabilitätsalarms anzeigt, wird dem Betriebs- und Überwachungszentrum zugeleitet.

Wenn ein kontinuierliches starkes Störsignal (T3) festgestellt wird, das vom Detektor 19 trotz des Abschaltens des Kanals bestätigt wird, wird ein solches Signal als ein kontinuierliches Störsignal eingestuft (Pfeil 3d) und ein entsprechendes Störalarmsignal wird an das Betriebs- und Überwachungszentrum gesandt. Dann wird der bestimmte Kanal gesperrt (T5), um die Weitersendung eines Störsignals an die zugehörige Basisstation zu vermeiden. Erst wenn das Störsignal vom Detektor 19 nicht länger festgestellt wird, wird der Alarm zurückgestellt (reset) (Sb) und der Stabilitätstest wieder eingeleitet (T0).

In einigen Fällen muß bei Feststellung einer Instabilität (T3, T4) der Verstärkungsfaktor verringert werden (Pfeil 4b), bis ein Mindestfaktor erhalten wird (Pfeil 4c). In diesem Fall wird der bestimmte Kanal blockiert (T6) mittels der Schaltvorrichtung 20, bis die Instabilität aufgehört hat, oder der Alarm wird zurückgestellt (6b), worauf der Stabilitätstest wieder begonnen wird (T0).

Das oben beschriebene Verfahren kann im Rahmen der Ansprüche abgewandelt werden, beispielsweise kann es ausreichen, den Eingangssignalpegel zu messen, und auf die Leistungssensoreinrichtung 21 und die Schalteinrichtung 20 zu verzichten. Dann wird das Dämpfungsglied 18 verwendet, um den Verstärkungsfaktor zu überwachen und den Kanal abzuschalten, wenn eine Instabilität festgestellt wurde.

Das Blockdiagramm in Fig. 1 ist schematisch und zeigt nicht alle Komponenten im einzelnen. Jede Verstärkerkette 6, 15 weist mehrere Verstärker, Dämpfungsglieder und andere Komponenten auf, nicht notwendigerweise in der Ordnung wie in Fig. 1 gezeigt.

Die besonderen Signalpegel, Spielraumwerte, Zeitdauern, usw., die oben erwähnt wurden, können selbstverständlich verändert werden entsprechend dem Aufbau des Mobiltelefonverstärkers im einzelnen. Weiterhin kann jede Verstärkerkette 6, 15 so ausgelegt sein, daß sie ein bestimmtes Frequenzband statt einer spezifischen Frequenz durchläßt.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Überwachen eines Mobiltelefonverstärkers der Bauart mit zwei Antennen (1, 2) und zwei Verbindungselementen dazwischen, wobei die Verbindungselemente eine Aufwärtsverbindung (100) zum Verstärken von Signalen von einem Mobiltelefon zu einer Basisstation und eine Abwärtsverbindung (200) zum Verstärken von Signalen von der Basisstation zu dem Mobiltelefon umfassen, wobei die beiden Verbindungselemente mehrere Verstärkerketten (6, 15) aufweisen, von denen jede so konzipiert ist, daß sie einen bestimmten Signalfrequenzkanal oder Frequenzband durchläßt, wobei für jede Verstärkerkette (6) in einer (100) der beiden Verbindungselemente ein Stabilitätstest (T0, T1) ausgeführt wird, wobei ein mögliches kontinuierliches und starkes Signal, das entweder durch eine Instabilität, die mit einer positiven Rückführung zwischen den beiden Antennen zu tun hat, oder durch ein Störsignale verursacht wird, erfaßt wird, indem ein Testkriterium angewendet wird, welches das Messen (19) eines Eingangssignalpegels in einer jeweiligen Verstärkerkette vor dem Verstärken des Signalsund das Überprüfen, ob der gemessene Signalpegel einen Schwellwert überschreitet, umfaßt, woraufhin ein Verstärkungsfaktor in der jeweiligen Verstärkerkette abhängig von dem Ergebnis des Stabilitätstests eingestellt wird (18), dadurch gekennzeichnet, daß das Testkriterium das Messen der proportionalen Zeit, während derer der Eingangssignalpegel einen Schwellwert während einer Meßperiode überschreitet, und das Überprüfen (22), ob die proportionale Zeit einen vorgegebenen Hauptteil der Meßperiode überschreitet, umfaßt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Testkriterium auch das Messen (21) des Ausgangsleistungspegels von der jeweiligen Verstärkerkette und das Überprüfen (22), ob der gemessene Ausgangsleistungspegel einen vorgegebenen Wert überschreitet, umfaßt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Testkriterium auch eine Überprüfung (22) umfaßt, ob die Differenz zwischen dem Maximalwert und dem Minimalwert des Eingangssignalpegels, der während der Meßperiode gemessen wurde (19), geringer ist als ein Einstellwert.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Testkriterium eine Überprüfung (22) umfaßt, ob alle der folgenden drei Bedingungen erfüllt sind:

- der Eingangssignalpegel überschreitet den Schwellwert während wenigstens eines Hauptteils der Meßperiode;

- der Ausgangsleistungspegel überschreitet einen vorgegebenen Wert; und

- die Differenz zwischen dem Maximalwert und dem Minimalwert des Eingangssignalpegels, der während der Meßperiode gemessen wurde, ist geringer als ein Einstellwert;

und bei dem dann, wenn wenigstens eines der obigen drei Kriterien nicht erfüllt ist, die Messung mehrmals wiederholt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem dann, wenn das Testkriterium erfüllt ist, das Signal in der jeweiligen Verstärkerkette starkgedämpft wird (20; T2), woraufhin eine neue Messung (T3) ausgeführt wird, um zu ermitteln, ob das Signal durch eine Instabilität verursacht wird, wobei in diesem Fall das starke Signal verschwindet, oder ob es durch ein Störsignal verursacht wurde, wobei in diesem Fall das starke Signal beibehalten bleibt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem dann, wenn das Testkriterium erfüllt ist, der Schwellwert auf einen höheren Wert eingestellt wird, bevor die neue Messung ausgeführt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der höhere Wert um eine vorgegebene Größe unter dem zuvor gemessenen Maximalwert des Eingangssignalpegels liegt.

8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Messung der Leistung und des Signalpegels innerhalb einer Prüfperiode eine vorgegebene Anzahl von Malen nacheinander wiederholt werden.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem in dem Fall, daß das Testkriterium nicht erfüllt ist und somit keine Instabilität erfaßt wurde, der Verstärkungsfaktor in der jeweiligen Verstärkerkette auf eine vorgegebene normale Betriebsverstärkung eingestellt wird.

10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Stabilitätstest ausgeführt wird, wenn der Betrieb des Verstärkers begonnen oder wenn der Betrieb des Verstärkers wieder aufgenommen wird, nachdem dieser aktualisiert oder nach einem Energieausfall zurückgesetzt worden ist, wobei der Verstärkungsfaktor während der Meßperiode um einen Stabilitätssicherheitswert vorübergehend erhöht wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem in dem Fall, daß eine Instabilität erfaßt wurde (T4), der Verstärkungsfaktor schrittweise reduziert wird, und wenn die Instabilität vorüber ist, der Verstärkungsfaktor um den Stabilitätssicherheitswert auf einen reduzierten Betriebsverstärkungswert verringert wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem der Stabilitätstest während des normalen Betriebs des Verstärkers in regelmäßigen Intervallen automatisch ausgeführt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem der Verstärkungsfaktor in den regelmäßigen Intervallen vorübergehend um den Stabilitätssicherheitswert erhöht wird, woraufhin der Stabilitätstest ausgeführt und der Verstärkungsfaktor entsprechend eingestellt wird.

14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Verstärkungsfaktor, der in jeder Verstärkerkette (6) des einen Verbindungselementes (100) eingestellt wird, in jeder Verstärkerkette (15) des anderen Verbindungselementes (200) entsprechend eingestellt wird.

15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Stabilitätstest in der Aufwärtsverbindung (100) ausgeführt wird.

16. Mobiltelefonverstärker der Bauart mit zwei Antennen (1, 2) und zwei Verbindungselementen (100; 200) zwischen diesen, wobei die zwei Verbindungselemente eine Aufwärtsverbindung (100) zum Verstärken von Signalen von einem Mobiltelefon zu einer Basisstation und eine Abwärtsverbindung (200) zum Verstärken von Signalen von der Basisstation zu dem Mobiltelefon umfassen, die beiden Verbindungselemente mehrere Verstärkerketten (6; 15) aufweisen, von denen jede so konzipiert ist, daß sie einen bestimmten Signalfrequenzkanal oder Frequenzband durchläßt und ein Frequenzfilter (8) sowie einen Ausgangsleistungsverstärker (11) aufweist, und wobei der Mobiltelefonverstärker eine Monitorvorrichtung mit einer Sensoreinrichtung (19) zum Erfassen des Eingangssignalpegels in einer entsprechenden Verstärkerkette auf der Eingangsseite des Ausgangsleitungsverstärkers (11) und eine Steuereinheit (22) zum Steuern des Verstärkungsfaktors in der jeweiligen Verstärkerkette (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (22) dafür eingerichtet ist, die proportionale Zeit zu messen, während derer der von der Sensoreinrichtung (19) erfaßte Eingangssignalpegel einen Schwellwert während einer Meßperiode überschreitet, und zu überprüfen, ob die proportionale Zeit einen vorbestimmten Hauptteil der Meßperiode überschreitet.

17. Mobiltelefonverstärker nach Anspruch 16, bei dem jede Verstärkerkette (6) eine steuerbare Dämpfungseinrichtung (18) zum Steuern des Verstärkungsfaktors in der Verstärkerkette aufweist.

18. Mobiltelefonverstärker nach Anspruch 16 oder 17, mit einer Leistungssensoreinrichtung (21) zum Erfassen des Leistungspegels am Ausgang des Ausgangsleistungsverstärkers (11) in der Verstärkerkette, wobei die Leistungssensoreinrichtung (21) mit der Steuereinheit (22) verbunden ist.

19. Mobiltelefonverstärker nach Anspruch 18 mit einer Schalteinrichtung (20), die in die Verstärkerkette auf der Ausgangsseite der Einrichtung (19) zum Erfassen des Eingangssignalpegels eingefügt ist, wobei die Schalteinrichtung (20) mit der Steuereinheit (22) verbunden ist und das Ausgangssignal in der Verstärkerkette entweder durchlassen oder sperren kann.

20. Mobiltelefonverstärker nach einem der Ansprüche 16 bis 19, bei dem die Steuereinheit (22) einen digitalen Prozessor aufweist, der so programmiert ist, daß er einen Stabilitätstest gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15 ausführt.







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