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Dokumentenidentifikation EP0745720 30.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0745720
Titel Die Verwendung von Hilfsmittelzubereitungen beim Färben von Wolle
Anmelder Ciba Speciality Chemicals Holding Inc., Basel, CH
Erfinder Binz, Jörg, 4147 Aesch, CH;
Saladin, Bruno, 4202 Duggingen, CH;
Jöllenbeck, Dr., Martin, 79379 Müllheim, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 59610256
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 09.05.1996
EP-Aktenzeichen 968102962
EP-Offenlegungsdatum 04.12.1996
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.2003
IPC-Hauptklasse D06P 1/642
IPC-Nebenklasse D06P 1/60   D06P 3/14   D06P 1/607   D06P 1/613   D06P 1/649   D06P 1/651   D06P 1/90   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Hilfsmittelzubereitungen enthaltend mindestens ein Aminoxid, mindestens ein Fettalkohol- und/oder ein Fettsäureamidglykoläther und ein organisches Lösungsmittel, und ihre Verwendung als Hilfsmittel beim Färben von Wolle.

Die Verwendung von Aminoxiden in Gegenwart von Fettalkoholethoxilaten beim Färben von Wolle ist z.B. aus der DE-A-1 619 530 bekannt. Die Handhabung, sowie die Einarbeitung dieser Hilfsmittel in ein Färbebad entspricht aber nicht allen heutigen Anforderungen. Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer fertigen Zubereitung, welche stabil ist und derer Zugabe zum Färbebad sich mit einfachen Mitteln durchführen lässt. Die Aufgabe dieser Erfindung war, solche Zubereitungen bereitzustellen.

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, das man mit den erfindungsgemässen Zubereitungen diese Aufgabe lösen kann.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit Hilfsmittelzubereitungen enthaltend

als Komponente (a) mindestens ein Aminoxid der Formel

worin

R einen aliphatischen Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen und R1 einen unsubstituierten

oder durch Hydroxy substituierten aliphatischen Rest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, bedeuten,

als Komponente (b) mindestens eine Verbindung der Formel R2-U-(R3-O)m-W worin

R2 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,

U -O- oder
worin Z eine direkte Bindung, (R3-O)r oder C1-C6-Alkylen und W1 Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist,

m und r voneinander unabhängig eine Zahl von 2 bis 25 ist, (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) und (R3- O)r für r gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht, und W Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, und als Komponente (c) ein organisches Lösungsmittel.

R und R2 als aliphatischer Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen sind z.B. ein C8-C24-Alkyl oder C8-C24-Alkenyl wie Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl, Tetradecyl, Pentadecyl, Hexadecyl, Heptadecyl, Octadecyl, Tetradecenyl, Hexadecenyl, Octadecenyl, oder natürliche Gemische enthaltend mehrere verschiedene Alkyl- oder Alkenylreste wie Talgfett (C12 bis C18) oder Kokosfett (C8 bis C18).

Bevorzugt enthalten die aliphatischen Reste R und R2 12 Kohlenstoffatome (Lauryl), 14 Kohlenstoffatome (Myristyl), 16 Kohlenstoffatome (Cetyl) oder 18 Kohlenstoffatome (Oleyl, Stearyl) oder Gemische von 8 bis 18 Kohlenstoffatomen (Kokosfett) oder 12 bis 18 Kohlenstoffatomen (Talgfett).

R1 als aliphatischer Rest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen ist z.B. Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl n-Butyl, Isobutyl, sek.Butyl, tert.Butyl oder Hydroxyethyl. Bevorzugt sind Methyl und Hydroxyethyl.

R3 als Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen ist z.B. Propylen, Butylen oder vorzugsweise Ethylen.

Geeignete Aminoxide als Komponente (a) sind beispielsweise folgende Verbindungen: N,N-Dimethyl-N-dodecylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-hexadecylaminoxid, N,N-Di-methyl-N-octadecenylaminoxid, N,N-Dibutyl-N-dodecylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-stearylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid.

Bevorzugt sind N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid.

Besonders bevorzugt sind N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid.

Bei den Verbindungen der Komponente (b) handelt es sich insbesondere um Fettalkoholglykoläther der Formel R4-O-(R3-O)m-W worin R4 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, insbesondere 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,

R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, W Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, m eine Zahl von 2 bis 25 ist und (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht.

R4 als aliphatischer Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen kann geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise bedeutet R4 Alkyl oder Alkenyl mit 8 bis 22 und insbesondere mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen.

Die aliphatischen Reste können einzeln oder in Form von Gemischen von zwei oder mehreren Komponenten vorhanden sein, wie z.B. Mischungen von Alkyl- und/oder Alkenylgruppen.

Als aliphatische Alkylreste mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen kommen z.B. Octyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl (Lauryl), Tetradecyl (Myristyl), Hexadecyl (Cetyl), Octadecyl (Stearyl), 5-Methylheptyl, 2-Ethyl-hexyl, 1,1,3,3-Tetramethylbutyl, Isononyl, Trimethylhexyl, Trimethylnonyl, Trimethyldecyl, oder Gemische von linearen primären Alkylresten mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie C8-C10-Alkyl, C9-C11-Alkyl, C10-C14-Alkyl, C12-C13-Alkyl oder C16-C18-Alkyl in Betracht.

Als aliphatische Alkenylreste sind beispielsweise Dodecenyl, Hexadecenyl oder Octadecenyl (Oleyl) zu nennen.

m ist vorzugsweise eine Zahl von 4 bis 15. Besonders bevorzugt ist m eine Zahl von 8 bis 10.

Die Verbindungen der Formel (2a) sind beispielsweise aus der EP-A-0 312 493 bekannt.

Bei den Verbindungen der Komponente (b) handelt es sich weiterhin um Fettsäureamidglykoläther der Formel

  • worin R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
  • R5 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, insbesondere 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,
  • W und W1 unabhängig voneinander Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, Z eine direkte Bindung, (R3-O)r oder C1-C6-Alkylen, m und r voneinander unabhängig eine Zahl von 2 bis 25 ist, (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) und (R3- O)r für r gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht.

R5 als aliphatischer Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen kann geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise bedeutet R5 Alkyl oder Alkenyl mit 8 bis 22 und insbesondere mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen.

Die aliphatischen Reste können einzeln oder in Form von Gemischen von zwei oder mehreren Komponenten vorhanden sein, wie z.B. Mischungen von Alkyl- und/oder Alkenylgruppen.

Als aliphatische Alkylreste mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen kommen z.B. Octyl, Decyl, Dodecyl (Lauryl), Tetradecyl (Myristyl), Hexadecyl (Palmityl), Octadecyl (Stearyl), Eicosanyl (Arachinyl) und Docosanyl (Behenyl), 5-Methylheptyl, 2-Ethylhexyl, 1,1,3,3-Tetramethylbutyl, Isononyl, Trimethylhexyl, Trimethylnonyl, Trimethyldecyl oder Gemische von linearen primären Alkylresten mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie C8-C10-Alkyl, C9-C11-Alkyl, C10-C14-Alkyl, C12-C13-Alkyl oder C16-C18-Alkyl in Betracht.

Als aliphatische Alkenylreste sind beispielsweise Dodecenyl, Tetradecenyl, Hexadecenyl, Octadecenyl (Oleyl) oder 9,12-Octadienyl zu nennen.

Für die Komponente (c) kommen als geeignete Lösungsmittel z.B. mit Wasser mischbare, organische polare Lösungsmittel in Betracht, wie z.B. einwertige und zweiwertige aliphatische C1-C6-Alkohole, wie Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, 1,3-Butandiol oder 1,2-Pentandiol; Alkylenglykole wie Ethylenglykol, Propylenglykol oder Dipropylenglykol; Monoalkyläther von Glykolen wie Ethylenglykolmonomethyläther, Ethylenglykolmonoethyläther oder Ethylenglykolmonobutyläther, Diethylenglykolmonomethyläther, Diethylenglykolmonoethyläther, Diethylenglykolmonobutyläther und Tetraethylenglykolmonobutyläther; Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Cyclohexanon, Diaceton-alkohol oder 1-Methyl-2-pyrrolidon; Aether und Acetate wie Diisopropyläther, Diphenyloxid, Dioxan, Tetrahydrofuran, ferner Tetrahydrofurfurylalkohol, Pyridin, Acetonitril, γ-Butyrolacton, N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, Tetramethylharnstoff, Tetramethylensulfon, 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol-di-isobutyrat oder Dimethylmethanphosphonat.

Als Komponente (c) werden vorzugsweise Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, 1,3-Butandiol, 1,2-Pentandiol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Dipropylenglykol, Ethylenglykolmonomethyläther, Ethylenglykolmonoethyläther, Ethylenglykolmonobutyläther, Diethylenglykolmonomethyläther, Diethylenglykolmonoethyläther, Diethylenglykolmonobutyläther, Tetraethylenglykolmonobutyläther, y-Butyrolacton oder Tetramethylharnstoff verwendet.

Die erfindungsgemässen Zubereitungen enthalten 5 bis 60 Gewichtsteile, berechnet auf 100 Gewichtsteile der fertigen Zubereitung, der Komponente (c). Bevorzugt enthalten die erfindungsgemässen Zubereitungen 10 bis 50 Gewichtsteile, berechnet auf 100 Gewichtsteile der fertigen Zubereitung, der Komponente (c). Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemässen Zubereitungen 10 bis 30 Gewichtsteile, berechnet auf 100 Gewichtsteile der fertigen Zubereitung, der Komponente (c).

Zusätzlich kann die erfindungsgemässe Hilfsmittelzubereitung als Komponente (d) Wasser enthalten.

Bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen welche als Komponente (a) N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettarninoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid,

als Komponente (b) ein Fettalkoholglykoläther der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)2-25H C18H37-O-(CH2-CH2-O)2-25H oder

ein Gemisch der Fettalkoholglykoläther der Formeln C16H33-O-(CH2-CH2-O)2-25H und C18H37-O-(CH2-CH2-O)2-25H oder

ein Kokosfettalkoholglykoläther mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder ein Talgfettalkoholglykoläther mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten,

und als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthalten.

Ebenfalls bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen welche als Komponente (a) N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid,

als Komponente (b) Kokosfettsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Kokosfettsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Talgfettsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Talgfettsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Oelsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder Oelsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, und

als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthalten.

Besonders bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen welche als Komponente (a) N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid oder N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid,

als Komponente (b) Fettalkoholglykoläther der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H oder

ein Gemisch der Fettalkoholglykoläther der Formeln C16H33-O-(CH2-CH2-O)8H und C18H37-O-(CH2-CH2-O)8H oder

ein Kokosfettalkoholglykoläther mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder ein Talgfettalkoholglykoläther mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,

und als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthalten.

Ebenfalls besonders bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen welche als Komponente (a) N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid oder N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid, als Komponente (b) ein Oelsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 14 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder ein Oelsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 14 angelagerten Ethylenoxideinheiten und

als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthalten.

Die Verbindungen der Komponente (b) entsprechend Formel (2) sind bekannt und können nach bekannten Verfahren hergestellt werden, indem man z.B. 2 bis 25 Mol Ethylenoxid an aliphatische Alkohole, die einen aliphatischen Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen aufweisen, oder an Fettsäuren, die einen aliphatischen Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen aufweisen, anlagert und gegebenenfalls das Anlagerungsprodukt mit einer den Substituenten W einführenden Verbindung umsetzt.

Die Verbindungen, die als Ausgangsstoffe für die Herstellung der Verbindungen der Formeln (2), (2a), (2b), (3a) bis (3c) und (4a) bis (4c) benötigt werden, können gesättigte oder ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte Fettalkohole, Fettsäuren oder Fettsäureamide mit 8 bis 24, vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen sein. Sie können chemisch einheitlich sein oder in Form von Gemischen vorliegen. Als Gemische werden vorzugsweise solche herangezogen, wie sie bei der Ueberführung von natürlichen Fetten oder Oelen wie z.B. Talgfett, Soja- oder Kokosöl in die entsprechenden Alkohole oder Fettsäuren entstehen.

Das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) liegt zwischen 1:10 und 10:1, insbesondere zwischen 2:5 und 5:2, vor allem zwischen 2:3 und 3:2.

Bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen enthaltend als Komponente (a) die Verbindung der Formel (1) und als Komponente (b) die Verbindung der Formel (2a) im Gewichtsverhältniss zwischen 2:3 und 3:2.

Ebenfalls bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen enthaltend als Komponente (a) die Verbindung der Formel (1) und als Komponente (b) die Verbindung der Formel (2b) im Gewichtsverhältniss 3:2.

Besonders bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen enthaltend als Komponente (a) ein N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und als Komponente (b) einen Oleylalkoholethoxilat mit 10 angelagerten Ethylenoxideinheiten im Gewichtsverhältniss von 2:3.

Ebenfalls besonders bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen enthaltend als Komponente (a) ein N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und als Komponente (b) einen Stearylalkoholethoxilat mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten im Gewichtsverhältniss von 3:2.

Ferner besonders bevorzugt sind Hilfsmittelzubereitungen enthaltend als Komponente (a) ein N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und als Komponente (b) ein Oelsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 14 angelagerten Ethylenoxideinheiten im Gewichtsverhältniss von 3:2.

Bei der Herstellung der erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitungen werden die Komponenten (a), (b) und (c) und gegebenenfalls (d) in beliebiger Reihenfolge durch einfaches Verrühren bei Raumtemperatur zusammengemischt. Vorteilhafterweise erfolgt das Zusammenmischen bei einer Temperatur zwischen 20 und 40° C.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung stellt die Verwendung der erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitungen als Hilfsmittel beim Färben von Wolle dar. Die Wolle kann dabei in den verschiedenen Aufmachungen vorliegen. Beispielsweise kommen in Betracht: Flocke, Kammzug, Garn, Gewebe, Maschenware oder Teppiche. Die Wolle kann normal oder filzfrei ausgerüstet sein.

Die erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitungen werden vorzugsweise als Egalisiermittel verwendet.

Die Einsatzmengen, in denen die Hilfsmittelzubereitung bestehend aus den Komponenten (a), (b) und (c) dem Färbebad zugesetzt wird, bewegen sich zwischen 0,1 und 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Wollematerials. Vorzugsweise verwendet man 0,2 bis 5 Gewichtsprozent der Hilfsmittelzubereitung, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Wollematerials. Besonders bevorzugt verwendet man 1 bis 3 Gewichtsprozent der Hilfsmittelzubereitung, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Wollematerials.

Die erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitungen zeichnen sich durch einfache Handhabung und problemlose Einarbeitung, wie z.B. durch direkte Zugabe bei mässigem Verrühren, in die Färbebäder aus. Sie können in Form von stabilen Stammlösungen, welche ohne Ausfällungen lange haltbar sind, hergestellt und aufbewährt werden. Die Applikation der erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitung kann vor oder während dem Färben nach einem Ausziehverfahren erfolgen. Die Applikation vor dem Färben ist bevorzugt.

Für das Färben von Wolle mit Hilfe der erfindungsgemässen Zubereitungen können die üblichen für das Färben von Wolle geeigneten Farbstoffe verwendet werden.

Vorzugsweise werden Reaktivfarbstoffe verwendet. Diese Farbstoffklasse wird im Colour Index 3. Auflage 1971 als "Reaktive Dyes" bezeichnet. Es handelt sich dabei vorwiegend um solche Farbstoffe, die mindestens eine mit Polyhydroxylfasern (Cellulosefasern) oder Polyamidfasern, besonders Wolle, reaktionsfähige Gruppe, eine Vorstufe hierfür oder einen mit Polyhydroxylfasern oder Polyamidfasern reaktionsfähigen Substituenten enthalten.

Als Grundkörper der Reaktivfarbstoffe eignen sich besonders solche aus der Reihe der Mono-, Dis- oder Polyazofarbstoffe einschliesslich der Formazanfarbstoffe sowie der Anthrachinon-, Xanthen-, Nitro-, Triphenylmethan-, Naphthochinonimin-, Dioxazin- und Phthalocyaninfarbstoffe, wobei die Azo- und Phthalocyaninfarbstoffe sowohl metallfrei als auch metallhaltig sein können.

Als reaktionsfähige Gruppen und Vorstufen, die solche reaktionsfähige Gruppen bilden, seien beispielsweise Epoxygruppen, die Ethylenimidgruppe, die Vinylgruppierung in Vinylsulfon- oder im Acrylsäurerest sowie die β-Sulfatoethylsulfongruppe, die β-Chlorethylsulfongruppe oder die β-Dialkylaminoethylsulfongruppe genannt.

Als reaktionsfähige Substituenten in Reaktivfarbstoffen dienen solche, die leicht abspaltbar sind und einen elektrophilen Rest hinterlassen.

Als solche Substituenten kommen beispielsweise 1 oder 2 Halogenatome in einem aliphatischen Acylrest z.B. in β-Stellung oder α- und β-Stellung eines Propionylrestes oder in α- und/oder β-Stellung eines Acrylsäurerestes, oder 1 bis 3 Halogenatome an folgenden Ringsystemen in Betracht: Pyridazin, Pyrimidin, Pyridazon, Triazin, Chinoxalin oder Phthalazin.

Es können auch Farbstoffe mit zwei oder mehreren gleich- oder verschiedenartigen Reaktivgruppen verwendet werden.

Bevorzugte Reaktivfarbstoffe enthalten als reaktionsfähige Substituenten Chloracetyl, Bromacryl oder Dibrompropionyl.

Die Reaktivfarbstoffe können saure, salzbildende Substituenten, wie z.B. Carbonsäuregruppen, Schwefelsäure- und Phosphonsäureestergruppen, Phosphonsäuregruppen oder vorzugsweise Sulfonsäuregruppen enthalten.

Bevorzugt sind Reaktivfarbstoffe mit mindestens einer Sulfonsäuregruppe, insbesondere Reaktivfarbstoffe mit einem Azo- oder Anthrachinongrundkörper, welcher vorzugsweise zwei bis drei Sulfonsäuregruppen aufweist.

Es können auch Mischungen von Reaktivfarbstoffen eingesetzt werden, wobei Dichromieoder Trichromiefärbungen erzeugt werden können.

Ebenfalls vorzugsweise werden 1:1 Chromkomplexazofarbstoffe der Formel

verwendet, worin

-(CO)0-1-O- und (O oder NR6) in Nachbarstellung zur Azobrücke an D und K gebunden sind, D der Rest einer Diazokomponente der Benzol- oder Naphthalinreihe, K der Rest einer Kupplungskomponente der Benzol-, Naphthalin- oder heterocyclischen Reihe oder der Acetessigsäurearylidreihe, R6 Wasserstoff, oder ein gegebenenfalls substituierter Alkyl- oder Phenylrest, M Wasserstoff oder ein Alkalikation und An ein Anion sind.

Besonders bevorzugt als 1:1 Chromkomplexazofarbstoffe werden solche der Formel (5) verwendet, worin D ein unsubstituiertes oder durch Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Nitro oder Sulfamoyl substituierter Benzol- oder Naphthalinrest, K ein unsubstituierter oder durch Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C2-C4-Alkanoylamino, Sulfamoyl oder Hydroxy substituierter Phenyl-, Naphthyl-, 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5)-, Acetoacetamid-, insbesondere Acet-acetoanilid- oder Chinolinrest, R6 Wasserstoff und M ein Alkalikation sind.

Es können auch Mischungen der 1:1 Chromkomplexazofarbstoffe verwendet werden.

Die verwendeten Farbstoffe sind bekannt und können nach bekannten Methoden hergestellt werden.

Die Färbung erfolgt nach dem Ausziehverfahren. Die Menge der der Färbeflotte zugesetzten Farbstoffe richtet sich nach der gewünschten Farbstärke. Im allgemeinen haben sich Mengen von 0,01 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,01 bis 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Fasermaterials, bewährt.

Das Flottenverhältnis kann innerhalb eines weiten Bereiches gewählt werden z.B. 1:3 bis 1:100, vorzugsweise 1:8 bis 1:30.

Die Färbebäder können Mineralsäuren, wie z.B. Schwefelsäure oder Phosphorsäure, organische Säuren, zweckmässig aliphatische Carbonsäuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure oder Zitronensäure und/oder Salze wie Ammoniumacetat, Ammoniumsulfat oder Natriumacetat enthalten. Die Säuren dienen vor allem der Einstellung des pH-Wertes der erfindungsgemäss verwendeten Flotten, der zwischen 4 und 5,5 liegt.

Die Färbeflotten können auch weitere Zusätze, wie z.B. Wollschutz-, Dispergier- und Netzmittel sowie auch Entschäumer enthalten.

Das Färbeverfahren kann in den üblichen Färbeapparaturen, wie beispielsweise offene Bäder, Kammzug-, Stranggarn- oder Packapparate, Jigger-, Paddelapparate, Baumfärbeapparate, Zirkulations- oder Düsenfärbeapparate oder Haspelkufen durchgeführt werden.

Das Färben erfolgt mit Vorteil bei einer Temperatur im Bereich von 40 bis 120°C, vorzugsweise 70 bis 105°C. Die Färbedauer hält sich im üblichen Rahmen und beträgt in der Regel 20 bis 120 Minuten.

Nach Beendigung der Färbung kann dem Färbeprozess eine alkalische Nachbehandlung, wie z.B. mit wässerigem Ammoniak, Alkalimetallhydroxiden, Alkalimetallcarbonaten, -hydrogencarbonaten oder Hexamethylentetraamin angeschlossen werden. Der pH-Wert der Alkali enthaltenden Färbebäder beträgt zweckmässigerweise 7,5 bis 9, vorzugsweise 8 bis 8,5.

Das Färben des Fasermaterials wird zweckmässig so durchgeführt, dass man das Färbegut mit einer wässerigen Flotte, welche die erfindungsgemässe Hilfsmittelzubereitung enthaltend die Komponenten (a), (b) und (c) enthält und eine Temperatur von 30 bis 60°C aufweist, kurz behandelt und dem gleichen Bade den Reaktivfarbstoff zusetzt. Hierauf steigert man die Temperatur langsam, um in einem Bereich von 80 bis 100°C und während 20 bis 90 Minuten, vorzugsweise 30 bis 60 Minuten zu färben.

Anschliessend wird das Färbegut bei Bedarf nach Zusatz von Alkalien, vorzugsweise Ammoniak, Natriumhydrogencarbonat oder Natriumcarbonat noch 10 bis 20 Minuten bei 70 bis 90°C entweder im gleichen Färbebed behandelt oder man lässt vorzugsweise das Färbebad ab und führt diese anschliessende Behandlung in einem frischen Bad durch. Am Schluss wird das gefärbte Material herausgezogen und wie üblich gespült, abgesäuert und getrocknet.

Man erhält bei der Verwendung von erfindungsgemässen Hilfsmittelzubereitungen faser- und flächenegale Färbungen mit guten Licht- und Nassechtheiten.

Die nachfolgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung. Darin sind die Teile Gewichtsteile und Prozente Gewichtsprozente. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Die Beziehung zwischen Gewichtsteilen und Volumenteilen ist dieselbe wie diejenige zwischen Gramm und Kubikzentimeter.

Beispiel 1:

Eine Wollkamgarn-Kreuzspule von 1 200 g und einer Wickeldichte von 350 g/l wird in einem Zirkulationsfärbeapparat ®MTM-Obermeier mit einer Flotte enthaltend

  • 12 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
    • 33 Gewichtsprozent eines Fettalkoholglykoläthers der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
    • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 25 Gewichtsprozent Wasser,
  • 0,5 g/l eines handelsüblichen Penetrationsbeschleunigers,
  • 48 g Ammoniumsulfat und
  • 60 g Natriumsulfat kalz.
bei einem Flottenverhältnis 1:20 und einer innen/aussen Flottenzirkulation von 36 l/min zuerst 10 Minuten bei 50° C behandelt. Danach werden der Flotte
  • 5,4 g des gelben Farbstoffes der Formel
  • 7,2 g des roten Farbstoffes der Formel
    und
  • 5,4 g des blauen Farbstoffes der Formel
    zugegeben.

Nach weiteren 10 Minuten wird der pH-Wert der Flotte mit 80%-iger Essigsäure auf 5,5 gestellt und die Temperatur innerhalb 20 Minuten auf 70° C erhöht. Nach 20 Minuten wird die Temperatur innerhalb 30 Minuten auf 98° C erhöht und während 45 Minuten gehalten. Danach wird die Flotte auf 80° C abgekühlt und abgelassen. Die gefärbte Kreuzspule wird 15 Minuten bei 80° C in einem frischen Bad mit 25 1 Wasser, das mit Ammoniak auf den pH-Wert von 8,5 eingestellt, weiterbehandelt. Anschliessend wird die Kreuzspule gespült, mit Ameisensäure neutralisiert und getrocknet. Man bekommt eine egale braune Färbung, bei der die Innen- und Aussenseite der Kreuzspule keinen Farbunterschied aufweist.

Beispiel 1a:

Verfährt man wie im Beispiel 1 angegeben, verwendet aber anstatt

  • 12 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
    • 33 Gewichtsprozent eines Fettalkoholglykoläthers der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
    • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 25 Gewichtsprozent Wasser,
  • 12 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
    • 33 Gewichtsprozent C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
    • 34 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 11 Gewichtsprozent Diethylenglykols,
    erhält man ebenfalls eine egale braune Färbung, bei der die Innen- und Aussenseite der Kreuzspule keinen Farbunterschied aufweist.

Beispiel 2:

In einem ®AHIBA-Färbeapparat wird bei einem Flottenverhältnis von 1:13 ein Muster von 45 g Wollserge mit einer Flotte enthaltend

  • 0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 21 Gewichtsprozent eines N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxides,
    • 14 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
    • 16 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 49 Gewichtsprozent Wasser,
  • 0,5 g/l eines handelsüblichen Penetrationsbeschleunigers,
  • 1,8 g Ammoniumsulfat und
  • 2,25 g Natriumsulfat kalz. wie folgt behandelt.

Die Flotte wird auf 50° C erwärmt und das Wollsergemuster 10 Minuten bei dieser Temperatur behandelt. Danach werden der Flotte

0,675 g des roten Farbstoffes der Formel

zugegeben. Nach weiteren 10 Minuten wird der pH-Wert mit 80%-iger Essigsäure auf 5,5 gestellt und die Temperatur innerhalb 20 Minuten auf 70° C erhöht. Nach 20 Minuten wird die Temperatur innerhalb 30 Minuten auf 98° C erhöht und während 45 Minuten gehalten. Danach wird die Flotte auf 80° C abgekühlt und abgelassen. Das gefärbte Wollserge-Muster wird 15 Minuten bei 80° C in einem frischen Bad mit 150 ml Wasser, das mit Ammoniak auf den pH-Wert von 8,5 eingestellt, weiterbehandelt. Anschliessend wird das gefärbte Wollserge-Muster gespült, mit Ameisensäure neutralisiert und getrocknet. Man bekommt eine egale rote Färbung.

Beispiel 2a:

Verfährt man wie im Beispiel 2 angegeben, verwendet aber anstatt

  • 0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 21 Gewichtsprozent eines N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxides,
    • 14 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
    • 16 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 49 Gewichtsprozent Wasser,
  • die gleiche Menge einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
    • 33 Gewichtsprozent C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
    • 34 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 11 Gewichtsprozent Diethylenglykols,
erhält man ebenfalls eine egale rote Färbung.

Beispiel 3:

Verfährt man wie im Beispiel 2 beschrieben, verwendet aber anstatt 0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus

  • 21 Gewichtsprozent eines N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxides,
  • 14 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
  • 16 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 49 Gewichtsprozent Wasser
0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
  • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
  • 33 Gewichtsprozent eines Fettalkoholglykoläthers der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
  • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 25 Gewichtsprozent Wasser,
erhält man ebenfalls eine egale rote Färbung.

Beispiel 4:

Verfährt man wie im Beispiel 2 beschrieben, verwendet aber anstatt 0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus

  • 21 Gewichtsprozent eines N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxides,
  • 14 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
  • 16 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 49 Gewichtsprozent Wasser
0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
  • 30 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
  • 20 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
  • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 30 Gewichtsprozent Wasser,
erhält man ebenfalls eine egale rote Färbung.

Beispiel 5:

Verfährt man wie im Beispiel 2 beschrieben, verwendet aber anstatt 0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus

  • 21 Gewichtsprozent eines N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxides,
  • 14 Gewichtsprozent eines C16/C18-Fettalkoholglykoläthers mit 8 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
  • 16 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 49 Gewichtsprozent Wasser
0,45 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
  • 30 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
  • 20 Gewichtsprozent eines Oelsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 14 angelagerten Ethylenoxideinheiten,
  • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
  • 30 Gewichtsprozent Wasser,
erhält man ebenfalls eine egale rote Färbung.

Beispiel 6:

Verfährt man wie in Beispielen 2 bis 5 beschrieben, verwendet aber anstatt eines Musters von 45 g Wollserge ein gleich schweres Muster von spitzigfärbender Wolle, erhält man ebenfalls egale rote Färbungen.

Beispiel 7:

In einem ®AHIBA-Färbeapparat wird bei einem Flottenverhältnis von 1:13 ein Muster von 45 g Wollserge mit einer Flotte enthaltend

  • 0,8 g einer Hilfsmittelzubereitung bestehend aus
    • 22 Gewichtsprozent eines N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxides,
    • 33 Gewichtsprozent eines Fettalkoholglykoläthers der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)10H,
    • 20 Gewichtsprozent 2-Methyl-2,4-pentandiols und
    • 25 Gewichtsprozent Wasser,
  • 0,5 g/l eines handelsüblichen Penetrationsbeschleunigers,
  • 20 ml Ameisensäure 85%-ig,
  • 3,6 g Natriumsulfat kalz.,
  • 0,07 g Hexafluorosilikat,
  • 0,04 g des Farbstoffes der Formel
  • 0,08 g des Farbstoffes der Formel
  • 0,04 g des Farbstoffes der Formel
  • 0,14 g des Farbstoffes der Formel
  • 0,24 g des Farbstoffes der Formel
    und
  • 0,26 g des Farbstoffes der Formel
    wie folgt behandelt.

Die Flotte wird auf 40° C aufgeheizt, das Wollsergemuster zugegeben und 20 Minuten bei dieser Temperatur behandelt. Anschliessend wird die Temperatur des Färbebades innerhalb 60 Minuten auf 98° C erhöht und während 90 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Danach wird das Färbebad auf 80° C abgekühlt, das Wollsergemuster herausgenommen und mit fliessendem, 40° C warmem, Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine egale dunkelgraue Färbung.


Anspruch[de]
  1. Hilfsmittelzubereitung enthaltend
    • als Komponente (a) mindestens ein Aminoxid der Formel
    • worin
    • R einen aliphatischen Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen und R1 einen unsubstituierten oder durch Hydroxy substituierten aliphatischen Rest mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, bedeuten,
    • als Komponente (b) mindestens eine Verbindung der Formel R2-U-(R3-O)m-W
    • worin
    • R2 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen,
    • R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
    • U -O- oder
      worin Z eine direkte Bindung, (R3-O)r oder C1-C6-Alkylen und W1 Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist,
    • m und r voneinander unabhängig eine Zahl von 2 bis 25 ist, (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) und (R3- O)r für r gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht, und W Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, und als Komponente (c) ein organisches Lösungsmittel.
  2. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (a) N,N-Dimethyl-N-dodecylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-hexadecylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-octadecenylaminoxid, N,N-Dibutyl-N-dodecylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-stearylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid oder N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid enthält.
  3. Hilfsmittelzubereitung gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (b) ein Fettalkoholglykoläther der Formel R4-O-(R3-O)m-W
    • worin R4 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, insbesondere 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,
    • R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, W Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, m eine Zahl von 2 bis 25 ist und (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht, enthält.
  4. Hilfsmittelzubereitung gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (b) ein Fettsäureamidglykoläther der Formel
    • worin R5 ein aliphatischer Rest von 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, insbesondere 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,
    • R3 Alkylen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, W und W1 unabhängig voneinander Wasserstoff, unsubstituiertes oder mit Hydroxy, Carboxy, Isocyanato, Phenyl, Benzyloxymethylen oder Phenethyloxymethylen substituiertes C1-C6-Alkyl ist, Z eine direkte Bindung, (R3-O)r oder C1-C6-Alkylen,
    • m und r voneinander unabhängig eine Zahl von 2 bis 25 ist, (R3- O)m für m gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) und (R3- O)r für r gleiche oder verschiedene Reste (R3- O) steht, enthält.
  5. Hilfsmittelzubereitung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (c) Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, 1,3-Butandiol, 1,2-Pentandiol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Dipropylenglykol, Ethylenglykolmonomethyläther, Ethylenglykolmonoethyläther, Ethylenglykolmonobutyläther, Diethylenglykolmonomethyläther, Diethylenglykolmonoethyläther, Diethylenglykolmonobutyläther, Tetraethylenglykolmonobutyläther, Aceton, Methylethylketon, Cyclohexanon, Diaceton-alkohol, 1-Methyl-2-pyrrolidon, Diisopropyläther, Diphenyloxid, Dioxan, Tetrahydrofuran, Tetrahydrofurfurylalkohol, Pyridin, Acetonitril, γ-Butyrolacton, N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, Tetramethylharnstoff, Tetramethylensulfon, 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol-di-isobutyrat oder Dimethylmethanphosphonat enthält.
  6. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (c) Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, 1,3-Butandiol, 1,2-Pentandiol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Dipropylenglykol, Ethylenglykolmonomethyläther, Ethylenglykolmonoethyläther, Ethylenglykolmonobutyläther, Diethylenglykolmonomethyläther, Diethylenglykolmonoethyläther, Diethylenglykolmonobutyläther, Tetraethylenglykolmonobutyläther, γ-Butyrolacton oder Tetramethylharnstoff enthält.
  7. Hilfsmittelzubereitung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (d) Wasser enthält.
  8. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (a) N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid,

    als Komponente (b) ein Fettalkoholglykoläther der Formel C18H35-O-(CH2-CH2-O)2-25H C18H37-O-(CH2-CH2-O)2-25H oder

    ein Gemisch der Fettalkoholglykoläther der Formeln C16H33-O-(CH2-CH2-O)2-25H und C18H37-O-(CH2-CH2-O)2-25H oder

    ein Kokosfettalkoholglykoläther mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder ein Talgfettalkoholglykoläther mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten,

    und als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthält.
  9. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (a) N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-oleylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-myristylaminoxid, N,N-Dimethyl-N-laurylaminoxid, N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-talgfettaminoxid und N,N-bis-(β-hydroxyäthyl)-N-kokosfettaminoxid,

    als Komponente (b) Kokosfettsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Kokosfettsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Talgfettsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Talgfettsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, Oelsäure-mono-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten oder Oelsäure-di-ethanolamidethoxilat mit 2 bis 25 angelagerten Ethylenoxideinheiten, und

    als Komponente (c) ein Alkylenglykol oder einen aliphatischen ein- oder zweiwertigen C1-C6-Alkohol enthält.
  10. Hilfsmittelzubereitung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) zwischen 1:10 und 10:1, vorzugsweise zwischen 2:5 und 5:2 liegt.
  11. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (a) die Verbindung der Formel (1) und als Komponente (b) die Verbindung der Formel (2a) im Gewichtsverhältniss 2:3 bis 3:2 enthalten.
  12. Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (a) die Verbindung der Formel (1) und als Komponente (b) die Verbindung der Formel (2b) im Gewichtsverhältniss 3:2 enthalten.
  13. Verwendung der Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 1 als Hilfsmittel beim Färben von Wolle.
  14. Verwendung der Hilfsmittelzubereitung gemäss Anspruch 13 als Egalisiermittel beim Färben von Wolle.
  15. Verwendung gemäss Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hilfsmittelzubereitungen beim Färben von Wolle mit Reaktiv- oder 1:1 Chromkomplexazofarbstoffen verwendet.
  16. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass man 0,1 bis 10 Gewichtsprozent der Hilfsmittelzubereitung, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Wollematerials, verwendet.






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