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Dokumentenidentifikation DE10133123C2 08.05.2003
Titel GMR-Modul
Anmelder AB Elektronik GmbH, 59368 Werne, DE
Erfinder Apel, Peter, 59394 Nordkirchen, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 07.07.2001
DE-Aktenzeichen 10133123
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2003
IPC-Hauptklasse H01L 43/02
IPC-Nebenklasse H01L 43/08   G01R 33/09   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bauelementeinrichtung, insbesondere eine Giant-Magneto-Resistor-Einrichtung, bestehend aus

  • - wenigstens einer Bauelement-Zelle, die wenigstens zwei Anschlußelemente aufweist, die in einem im wesentlichen geraden Funktionsanschlußelement enden und
  • - einer Kondensatoreinheit.

Ein solches Giant-Magneto-Resistor-(GMR-)Modul ist aus der DE 197 44 090 A1 bekannt und besteht aus einer GMR-Zelle mit wenigstens zwei im wesentlichen geraden Anschlußelementen. Die Kondensatoreinheit ist in die Bauelement-Zelle integriert.

Nachteilig ist, daß dieses Verbundsystem und darüber hinaus bei einer Verbindung der geraden Anschlußelemente mit anderen Teilen und Elementen eines Gesamtsystems Kräften ausgesetzt wird, die zu einer Zerstörung der Verbindungen oder von Teilen des Verbundsystems führen kann. Da die GMR-Zelle geometrisch relativ klein ist, kann sie als das eigentliche aktive Element von der Zerstörung als erste betroffen sein.

Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Bauelementeinrichtung, insbesondere eine Giant-Magneto-Resistor- (GMR-)Einrichtung der eingangs genannten Art so weiter zu entwickeln, daß deren Teile und Verbindungen äußeren Krafteinwirkungen standhalten kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,

  • - daß in die beiden Anschlußelemente zwischen der Bauelement-Zelle und dem geraden Funktionsanschlußelement eine Mäandergruppe mit wenigstens einem Mäanderelement angeordnet ist und
  • - daß die Kondensatoreinheit auf der Mäandergruppe des ersten Anschlußelements und auf der Mäandergruppe des zweiten Anschlußelements angeordnet ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die Mäandergruppen eine mechanische Entkopplung entsteht. Diese mechanische Entkopplung entsteht zum einen in den Anschlußelementen und zum anderen zwischen den Anschlußelementen. Dadurch wird die mechanische Belastung vor allem der GMR-Einheit vermieden. Hierdurch wird die Entstehung von Rissen verhindert. Die einzelnen Mäanderelemente der Mäandergruppen in den Anschlußelementen nehmen vor allem die entstehenden Längenänderungen, die sich bei einer Temperaturbelastung zwischen minus 40° und plus 160°C in einem Fahrzeug ergeben können.

Die Kondensatoreinheit kann auf der Mäandergruppe des ersten und zweiten Anschlußelements aufgeschweißt werden. Die Schweißverbindung stellt eine sehr effektive und kostengünstige Verbindung dar.

Die Mäanderelemente können rechteck-, sinus- oder sägezahnförmig oder in der Kurvenform einer gedämpften Schwingung ausgebildet sein. Im Prinzip bewirken sämtliche geschlängelten Formen der Mäanderelemente die gleiche mechanische Entkopplung, wie die rechteckig, sinusförmig oder dgl. ausgebildeten Mäanderelemente. Die Mäanderelemente können auch als geschlitzte und gezogene Blechelemente ähnlich einem Streckmetallelement ausgebildet sein. Auch sie sind in der Lage, eine mechanische Entkopplung zu realisieren.

Zwischen der Mäandergruppe und der Bauelement-Zelle in dem ersten und dem zweiten Anschlußelement kann ein Dehnungsschleifenelement angeordnet sein. Das Dehnungsschleifenelement kann treppenförmig ausgebildet sein. Das Dehnungsschleifenelement kann auch wie eine Dehnungsschleife einer Rohrleitung ausgebildet sein. Das Dehnungsschleifenelement trägt zum einen zu einer weiteren mechanischen Entkopplung bei. Darüber hinaus sichert es die lagegerechte Verbindung zwischen der Bauelement-Zelle und der Kondensatoreinheit. Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß anstelle einer Kondensatoreinheit auch eine Widerstandseinheit oder eine andere Baueinheit eines passiven Bauelements eingesetzt werden kann.

Die beiden Anschlußelemente können rechteck-, dreieck- oder kreisförmig oder dgl. ausgebildet sein. Welche Form der Anschlußelemente zum Einsatz kommt, hängt von den jeweiligen Einbau- und Fertigungsbewegungen ab.

Die Bauelement-Zelle kann eine Giant-Magneto-Resistor-Zelle sein. Die Bauelement-Zelle kann auch eine Zelle sein, die ein anders ausgebildetes Bauelement enthält.

Die Giant-Magneto-Risistor-Zelle kann ein Halbleiterstreifen mit Nadeln und/oder kurzschließenden Rastern aufweisen. Sie kann aber auch anders ausgebildet sein.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen.

Fig. 1 ein GMR-Modul in einer schematisch dargestellten Draufsicht und

Fig. 2 ein GMR-Modul gemäß Fig. 1 in einer schematisch dargestellten Seitensicht.

Ein GMR-Modul besteht, wie die Fig. 1 und 2 zeigen, aus

  • - einer Giant-Magneto-Resistor-(GMR-)Zelle- 1 und
  • - einer Kondensatoreinheit 2.

Die GMR-Zelle 1 weist ein GMR-Gehäuseelement 12 auf, auf dem ein GMR-Element angeordnet ist. Das GMR-Element ist ein magnetischer Widerstand, die Reluktanz. Bei einem magnetischen Kreis ist die Reluktanz der Quotient aus der magnetischen Spannung V und dem im Kreis vorhandenen magnetischen Fluß φ, d. h. Rm = V:φ. Der Kehrwert des magnetischen Widerstands wird magnetischer Leitwert Λ genannt.

Der magnetische Widerstand oder auch Magneto-Widerstand (Feldplatte) genannt, wird zur Erzielung hoher Signalspannungen bei gleichzeitig kleinen Strömen eingesetzt. Bei diesem Bauelement ist man bestrebt, die relative Widerstandsänderung möglichst groß zu machen und diese Widerstände auf kleinster Fläche zu realisieren.

Der Hall-Effekt, der bei der Erzielung großer Widerstandsänderungen im Magnetfeld stört, kann nahezu eliminiert werden, wenn in den InSb-Kristall (eigenleitend bzw. dotiert) InSb- Nadeln eingelagert werden oder auf dem homogenen InSb- Kristall ein kurzschließendes Raster angebracht wird. Eine andere Möglichkeit, den Hall-Effekt auszuschließen, ist die Verwendung einer runden, in der Mitte und am Rand kontaktierten Scheibe (corbinodisk).

Vom GMR-Gehäuse-Element 12 gehen zwei im wesentlichen parallel zueinander laufende Anschlußelemente 13, 14 ab.

Direkt hinter dem GMR-Gehäuse-Element ist in beide Anschlußelemente ein Dehnungsschleifenelement 13K, 14K eingebracht. Das Dehnungschleifenelement kann im wesentlichen treppenförmig ausgebildet sein. Es kann auch Ω-förmig, V- förmig oder dgl. in die beiden Anschlußelemente eingeformt werden.

Nach dem Dehnungsschleifenelement ist in beide Anschlußelemente 13, 14 eine Mäandergruppe 13.n, 14.n aus einzelnen Mäanderelementen 13.1, . . ., 13.n, 14.1, . . ., 14.n eingeformt.

Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, sind die beiden Anschlußelemente aus einem Flachschienenmaterial hergestellt. In diese so ausgebildeten Anschlußelemente sind die einzelnen Mäanderelemente 13.1, . . ., 14.1, . . . rechteckwellenförmig eingeformt. Jede Mäandergruppe weist sechs Mäanderelemente 13.1, . . . auf.

Nach den beiden so ausgebildeten Mäandergruppen 13M, 14M setzen sich die Anschlußelemente 13, 14 in einem gerade verlaufenden Funktionanschlußelement 13A fort. An die im wesentlichen linear ausgebildeten Funktionsanschlußelemente 13A, 14A wird ein Anschluß mit weiteren Bauelementen bzw. Schaltkreiseinheiten oder dgl. vorgenommen.

Auf den beiden gegenüberliegenden Mäandergruppen 13M, 14M der beiden Anschlußelemente 13, 14 ist die Kondensatoreinheit 2 angeordnet.

Die Kondensatoreinheit 2 weist ein Kondensator- Anschlußelement 12 auf, auf dem ein Kondensatorelement 21 angeordnet ist. Die Verbindung zwischen der Kondensatoreinheit 2 und den beiden Anschlußelementen erfolgt so, daß die Mäandergruppen 13M, 14M von dem Kondensator-Anschlußelement und dem darüber liegenden Kondensatorelement 21 aufgenommen wird. Die Verbindung wird durch Schweißen vorgenommen.

Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, ist das Dehnungschleifenelement 13K, 14K so ausgebildet, daß die Unterkante des GMR- Gehäuseelements 12 und die Unterkante des Kondensatorelements 21 in einer Ebene liegen. Hierdurch läßt sich das GMR- Modul lagegerecht installieren.

Das GMR-Gehäuse-Element 12 ist im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. An wenigstens einer der noch freien Seiten kann eine Anschlußgruppe angeordnet sein. In Fig. 2 sind an den drei freien Seiten eine Anschlußgruppe 15, eine Anschlußgruppe 16 und eine Anschlußgruppe 17 angeordnet.

Wird das GMR-Modul eingebaut, ist es thermischen Belastungen ausgesetzt. Die Einsatztemperaturen können zwischen minus 40 und plus 160°C betragen. Bei diesen extremen Temperaturdifferenzen verändern die Materialien ihre Lage und ihre Länge. Durch die Mäandergruppen 13M, 14M wird eine wirksame mechanische Entkopplung der sehr empfindlichen GMR-Zelle 1 vorgenommen. Dadurch, daß die einzelnen Mäanderelemente 13.1, . . ., 14.1, . . . die durch die Längenänderungen auftretenden Kräfte aufnehmen, wird die empfindliche GMR-Zelle geschützt. Hierdurch wird gesichert, daß sie in dem jeweiligen Schaltungsverbund sicher ihre Funktion ausüben kann. Bezugszeichenliste 1 GMR-Zelle

2 Kondensator-Einheit

11 GMR-Element

12 GMR-Gehäuseelement

13, 14 Anschlußelement

13.1, . . ., 13.n Mäanderelement

14.1, . . ., 14.n Mäanderelement

13K, 14K Dehnungsschleifenelement

13A, 14A Funktionsanschlußelement

13M, 14M Mäandergruppe

15, 16, 17 Anschlußelementgruppe

21 Kondensatorelement

22 Kondensator-Anschlußelement


Anspruch[de]
  1. 1. Bauelementeinrichtung, insbesondere Giant-Magneto- Resistor-Einrichtung, bestehend aus wenigstens

    einer Bauelement-Zelle (1), die wenigstens zwei Anschlußelemente (13, 14) aufweist, die in einem im wesentlichen geraden Funktionsanschlußelement (13A, 14A) enden, und

    einer Kondensatoreinheit (2),

    dadurch gekennzeichnet,

    daß in die beiden Anschlußelemente (13, 14) zwischen der Bauelement-Zelle (1) und dem geraden Funktionsanschlußelement (13A, 14A) eine Mäandergruppe (13M, 14M) mit wenigstens einem Mäanderelement (13.1, . . ., 13.n, 14.1, . . ., 14.n) angeordnet ist und

    daß auf der Mäandergruppe (13M) des ersten Anschlußelements (13) und auf der Mäandergruppe (14M) des zweiten Anschlußelements (14) die Kondensatoreinheit (2) angeordnet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoreinheit (2) auf der Mäandergruppe (13M, 14M) des ersten und zweiten Anschlußelements (13, 14) aufgeschweißt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mäanderelemente (13.1, . . ., 13.n, 14.1, . . ., 14.n) rechteck-, sinus- oder sägezahnförmig oder in der Kurvenform einer gedämpften Schwingung ausgebildet ist.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Mäandergruppe (13M, 14M) und der Bauelement-Zelle (1) in dem ersten und dem zweiten Anschlußelement (13, 14) ein Dehnungsschleifenelement (13K, 14K) angeordnet ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Dehnungsschleifenelement (13K, 14K) absatzförmig ausgebildet ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anschlußelemente (13, 14) rechteck-, dreieck- oder kreisförmig ausgebildet sind.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauelement-Zelle eine Giant- Magneto-Resistor-Zelle (1) ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Giant-Magneto-Resistor-Zelle (1) Halbleiterstreifen mit Nadeln und/oder kurzschließenden Rastern aufweist.






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