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Dokumentenidentifikation DE10124464C2 15.05.2003
Titel Behälter zum Transport und/oder Lagerung von Bauteilen, insbesondere aus den Bereichen Gerüstbau, Hochwasserschutz
Anmelder Kellershohn, Gerd, 57223 Kreuztal, DE
Erfinder Kellershohn, Gerd, 57223 Kreuztal, DE
Vertreter Jendricke, S., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 67547 Worms
DE-Anmeldedatum 19.05.2001
DE-Aktenzeichen 10124464
Offenlegungstag 28.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B65D 90/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter zum Transport und/oder Lagerung von Bauteilen, insbesondere aus den Bereichen Gerüstbau, Hochwasserschutz, mit einer Grundplatte, zwei Stirnwänden sowie zwei Seitenwänden, wobei mindestens eine Seitenwand zumindest teilweise aus mindestens einem Seitenwandteil aufgebaut ist, welches zumindest teilweise lösbar mit dem Behälter verbunden ist.

Gerüste sind Hilfskonstruktionen, zumeist aus Stahl, welche für die Ausführung von Neubauten oder für Reparaturen an Bauwerken benötigt werden. Im wesentlichen werden Gerüste aus Gestängen und Belagplatten ausgebildet. Des weiteren können noch Rahmenteile vorgesehen sein, in die die Belagplatten eingelegt werden, wobei hakenförmige Elemente die Rahmenteile umgreifen. Zur Erstellung von Hilfswegen im Falle von Hochwasser und im Zusammenhang mit Rettungsaktivitäten, Herstellung von Zugänglichkeiten und der gleichen, kommen ähnliche oder gar dieselben Bauteile zum Einsatz wie im Gerüstbau.

Die vorgenannten Bauteile müssen zum einen gelagert werden, zum anderen zum Anwendungsort transportiert werden. In der Praxis liegen die Bauteile mehr oder weniger sortiert auf einem Bauhof und werden im Bedarfsfall auf einen LKW geladen und vor Ort teils gelagert, teils verbaut. Nachteile haben sich in der Praxis bspw. dahingehend gezeigt, dass bei offener Lagerung eine Verschmutzung der Bauteile stattfindet, diese unsortiert und an verschiedenen Stellen des Bauhofes gelagert sind. Besonders bedeutend ist der Nachteil, dass stets arbeitsaufwendige, also lohn- und kostenintensive Be- und Entladevorgänge stattfinden. Werden die Bauteile nicht direkt vom LKW aus verbaut, müssen die Bauteile wieder von einem Zwischenlager vor Ort zum Gerüst getragen werden. Ein weiterer Nachteil ist der weitgehend ungesicherte Transport der Bauteile auf dem LKW. Schließlich ist die Entnahme einzelner Bauteile aus einer Bauteilsammlung dahingehend problematisch, dass bei der Entnahme eines Bauteils mehrere andere Bauteile nachrutschen. Dies ist mit einer hohen Unfallgefahr verbunden.

Aus der DE 195 43 459 C2 ergibt sich ein Container in Form eines Transportgestells, dessen Ladefläche in der Längen- und Breitenabmessung auf die Breitenabmessung zweier unterschiedlicher Gerüstbauseitenteile abgestimmt ist. Stirnseiten als Wand sind nicht explizit offenbart. Eine Seitenwand des Transportgestells wird durch ein Seitenwandteil in Form eines Diagonalrohres gebildet, wobei das Diagonalrohr lösbar mit anderen Rohrbauteilen des Behälters verbunden ist. Werden die aufrechtstehenden Gerüstbauteile aus dem Behälter entladen, wird das Diagonalrohr vollständig entfernt, ggf. auch die anderen Rohrbauteile des Transportgestells. Somit ist eine bereichsweise Freigabe der Gerüstbauteile nicht möglich. Wenn das Diagonalrohr entfernt ist, sind die Gerüstbauteile zu entladen. Gerade aufrechtstehend transportierte Gerüstbauteile können leicht umfallen und bspw. die Hand einer Person einklemmen. Handelt es sich um rohrförmige Bauteile, können diese nach dem Umfallen auch ins Rollen kommen. Außerdem muss vollständig abgeladen werden. Wird nicht vollständig entladen und das Diagonalrohr wieder mit den anderen Rahmenteilen verbunden, ist ein sicherer Transport der verbleibenden aufrechtstehend anzuordnenden Gerüstbauteile nicht gewährleistet, da diese nicht gesichert sind. Umgekippte Gerüstbauteile erschweren die weitere Entnahme an anderem Einsatzort und erhöhen die Unfallgefahr. Des weiteren können die Gerüstbauteile beim ungesicherten Transport beschädigt werden.

Zum Stand der Technik zählt auch die DE 41 31 469 C1, aus der sich ein Transport- und Lagergestell für Gerüstteile ergibt, welches langgestreckte Seitenwandteile in Form von Verriegelungsstangen umfasst. Die Verriegelungsstangen sind den Stirnseiten des Gestells zugeordnet. Eine Entnahme der Bauteile über die Längsseite ist daher nicht möglich, was gerade bei den in geringstmöglicher Zeit durchzuführenden Hochwassereinsätzen von Nachteil ist. Dort kommt es nicht nur auf die Unfallfreiheit an, sondern auch darauf, eine durch Querlagerung hohe Bauteilmenge notfalls gleichzeitig erreichbar zu machen.

Schließlich ist befasst sich die DE 198 49 665 A1 mit einem Frachtbehälter für Baumstämme oder lose gestapelte Fracht. Der dortige Frachtbehälter umfasst Teleskophalterungen als höheneinstellbare Rückhaltemittel und umlegbare langgestreckte drehbar gelagerte Seitenwandbauteile. Hier wird die Zielrichtung verfolgt, die Möglichkeit des Erreichens einer kompakten luftwiderstandsarmen Form des Frachtbehälters im Leerzustand zu eröffnen und mit den Teleskophalterungen verschiedene Ladungshöhen einzustellen. Die umlegbaren Rückhaltemittel sollen alle auf einmal umlegbar sein.

Ausgehend von dem aus der DE 195 43 459 C2 bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der in Rede stehenden Art anzugeben, der zu Transport- und Lagerzwecken einsetzbar ist und eine Unfallgefahr während der Entnahme der Bauteile weitgehend verhindert.

Die voranstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist der Behälter der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet, dass einerseits langgestreckte Seitenwandteile und andererseits Seitenwandteile in Form von Teleskoprohren vorgesehen sind, wobei die langgestreckten Seitenwandteile Bauteile in Form von Belagplatten im Bedarfsfall bereichsweise freigeben und wobei die Teleskoprohre Bauteile in Form von Gestängen im Bedarfsfall bereichsweise freigeben.

Zunächst ist erkannt worden, dass die Lagerung der Bauteile in einem Behälter, welcher insgesamt auf einen LKW verladen werden kann, den manuellen Be- und Entladevorgang erheblich reduziert. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass der Behälter so beschaffen sein muss, dass das Personal die Bauteile aus dem Behälter sukzessiv entnehmen kann, ohne dass andere Bauteile, wie bspw. Gestänge ins Rollen oder Platten (Schutzwandbau oder Belag) ins Rutschen kommen. Ferner ist erkannt worden, dass ein sukzessives Entnehmen der Bauteile möglich ist, ohne dass andere Bauteile nachrutschen, umfallen oder dgl., wenn die im Behälter verbleibenden Bauteile gesichert bleiben. Schließlich ist erkannt worden, dass die im Behälter verbleibenden Bauteile gesichert bleiben, wenn auf die Bauteile abgestimmte Seitenwandteile vorgesehen sind, die die Bauteile im Bedarfsfall bereichsweise freigeben. Hierdurch wird erreicht, dass nicht benötigte Bauteile durch das Seitenwandteil gesichert bleiben und das Personal oder auch Passanten geschützt sind. Der beanspruchte Behälter ist auch dahingehend von großem Vorteil, dass im Katastrophenfall im Zusammenhang mit Hochwasser ein schneller Zugriff auf die Bauteile ermöglicht wird. Einerseits brauchen die Bauteile nicht einzeln aufgeladen werden, sondern stehen im transportablen Behälter gesammelt bereit, andererseits wird die Entnahme der Bauteile durch die erfindungsspezifische Ausgestaltung der Seitenwandteile optimiert. Im Anwendungsfall Hochwasser wird noch ein sehr großer Vorteil dadurch erreicht, dass die im Behälter verbleibenden am ersten Einsatzort nicht benötigten Bauteile im gesicherten Zustand direkt zum nächsten Einsatzort transportiert werden können oder dass rangiert werden kann, wenn von der anderen Seite entnommen werden soll, ohne dass es zum Verrutschen, zur Beschädigung kommt. Gerade im geschilderten Anwendungsfall kommt es wegen des hohen Arbeitstempos auf Präzision bei der Entnahme der Bauteile an, wobei kein Raum für Unfälle der Helfer gegeben werden darf. Der erfindungsgemäße Behälter ermöglich durchgehend den sicheren Liegendtransport der Belagplatten wie der Gestänge mit den erfindungsgemäßen Sicherungsmaßnahmen. Von mehreren langgestreckten Seitenwandteilen wird nur die erste entfernt, wenn eine geringe Zahl von Belagplatten benötigt wird. Die Teleskoprohre werden nur geringfügig nach unten verfahren, wenn nur wenige Gestänge benötigt werden. All diese Vorteile kann der gattungsbildende Stand der Technik nicht bieten.

Der erfindungsgemäße Behälter könnte geschlossen oder offen ausgeführt sein. Bei einer Lagerung des Behälters in einer Halle würde eine Ausführungsform ohne Deckplatte bevorzugt. Bei einer Lagerung der Bauteile im Behälter im Freien ist es vorteilhaft, eine Deckplatte vorzusehen, die den Behälter nach oben abschließt. Während des Transports bzw. in Betriebsstellung könnte sich das Seitenwandteil von der Grundplatte aus zu einem oberen Verbindungsteil zwischen den Stirnwänden erstrecken. Das Verbindungsteil könnte entweder durch die Deckplatte bei der geschlossene Ausführungsform oder durch einen Längsholm oder ein Profilrohr bei der geschlossene Ausführungsform des Behälters ausgebildet sein.

In verbindungstechnischer Hinsicht könnte das Seitenwandteil am oberen Ende einen Zapfen aufweisen, der in Betriebsstellung in eine Aufnahme am Verbindungsteil form- und/oder kraftschlüssig eingreift. Auch am unteren Ende des Seitenwandteils könnte ein Befestigungsmittel vorgesehen sein, welches mit einem an der Grundplatte angeordneten Befestigungsmittel zusammenwirkt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn mehrere Seitenwandteile und mehrere Befestigungsmittel an der Grundplatte sowie mehrere Aufnahmen am Verbindungsteil vorgesehen sind. Auf diese Weise können Seitenwandteile sukzessive entfernt werden. Alternativ ist auch ein einziges Seitenwandbauteil möglich, welches bspw. durch eine Verschiebetechnik das Innere des Behälters bereichsweise freigibt.

Die Befestigungsmittel der Grundplatte könnten in Form von Gummischlaufen ausgeführt sein, welche an Vorsprüngen der Seitenwandteile angreifen und so die Verbindung zwischen dem jeweiligen Seitenwandteil und dem Behälter herstellen. Die Aufnahmen am Verbindungsstück für die Zapfen am oberen Ende der Seitenwandteile sind zumindest geringfügig länger in der Abmessung als die Zapfen. Soll die Ruhestellung bzw. die Entnahmesituation hergestellt werden, wird zunächst die Gummischlaufe entfernt, das Seitenwandteil etwas angehoben und nach vorn geschwenkt, um schließlich das gesamte Seitenwandteil aus dem Bereich zwischen Grundplatte und Verbindungsteil herauszulösen.

Die als Gummischlaufen vorliegenden Befestigungsmittel könnten an der Unterseite der Grundplatte mittels Ösen fixiert sein. Die Verwendung von Gummischlaufen und die Anordnung der diesbezüglichen Fixiermittel an der Unterseite der Grundplatte sind im Hinblick auf die Einhaltung straßenverkehrsnormgerechter Behälterbreiten von Vorteil. Alternativ könnten auch Metallscharniere und/oder bügelartige Arretierungen statt Gummischlaufen und Ösen eingesetzt werden, welche jedoch mehr Platz beanspruchen.

Wenn die Seitenwandteile vom Behälter gelöst sind, könnten diese bspw. an die Stirnseite des Behälters gelehnt werden. Nach einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind den Seitenwandbauteilen jedoch am oberen Ende eine Aufhängung zugeordnet, welche in Ruhestellung in Eingriff mit dem Verbindungsteil gebracht werden kann. Hierdurch ist eine sichere Unterbringung vorübergehend nicht benötigter Seitenwandteile realisiert, wobei ein Umfallen oder Abhandenkommen des Seitenwandteils weitgehend ausgeschlossen ist.

Die zu transportierenden Bauteile könnten bspw. als Belagplatten vorliegen, welche in Betriebsstellung auf der Grundplatte aufgestapelt sind und deren hakenförmigen Elemente jeweils zur Seitenwand weisen. In diesem Zusammenhang ist es von besonderem Vorteil, wenn beide Seitenwände zumindest teilweise aus Seitenwandteilen aufgebaut wäre. Auf diese Weise kann eine beidseitige Entnahme der Bauteile stattfinden und so das Tempo einer Katastrophenhilfe erhöht werden.

Im Hinblick auf Bauteile, die als Belagplatten mit hakenförmigen Elementen vorliegen, könnte das Seitenwandteil Durchtrittsöffnungen ausbilden, durch die die hakenförmigen Elemente in Betriebsstellung, bspw. während des Transportes, hindurchragen. Auf diese Weise wird eine Verschiebesicherung realisiert, so dass die Belagplatten festgelegt sind und ein Verrutschen während der Fahrt und somit jedwede Beschädigung ausgeschlossen ist. Die Durchtrittsöffnungen könnten durch den Abstand ausgebildet sein, den zwei benachbarte Seitenwandteile voneinander einnehmen. Alternativ könnten die hakenförmigen Elemente auch direkt Durchtrittsöffnungen durchgreifen, die in das Seitenwandteil eingearbeitet sind.

Mit Blick auf ein relativ geringes Eigengewicht des Behälters könnte das Seitenwandteil als langgestreckter Rahmen ausgebildet sein, welcher ggf. mit Querstreben zur Unterstützung der Stabilität ausgestattet sein könnte. Des weiteren könnten am Seitenwandteil Reflexionselemente angeordnet sein. Der Rahmenaufbau des Seitenwandteils ist auch wegen der einfacheren Handhabbarkeit von Vorteil. Infolge des geringen Gewichts könnte das Seitenwandteil leicht gehoben und in Ruhestellung am Verbindungsstück abgehängt oder auch wieder in Betriebsstellung verbracht werden.

Die zu transportierenden Bauteile könnten bspw. als Gestänge vorliegen, welche in Betriebsstellung auf der Grundplatte in Längsrichtung gelagert sind. Bei diesen Bauteilen könnte das Seitenwandteil als Teleskoprohr ausgebildet sein, welches auf der Grundplatte fixiert ist. Soll die Entnahmesituation hergestellt werden, wird der querschnittskleinste Teil des Teleskoprohres, der in Betriebsstellung das Verbindungsstück kontaktiert, in Richtung der Grundplatte bewegt und gibt den gewünschten Bereich aus dem das Gestänge entnommen werden kann. Das Teleskopprinzip ermöglicht eine fein abgestimmte Portionierung der Entnahme der Gestänge, welche in Betriebsstellung auf der Grundplatte, senkrecht zum Teleskoprohr gelagert sind. Als besonders praktikabel werden drei Teleskopstufen erkannt, wobei der querschnittsgrößte Teil auf dem Randbereich der Grundplatte verbleibt. Vorteilhafterweise werden mehrere Teleskoprohre in Reihe vorgesehen, um über die gesamte Länge der Gestänge die Seitenwandfunktion zu erfüllen. Damit ein bequemes Ausbringen der Gestänge auch in der letzten Teleskopstufe realisiert werden kann, wird die Höhenabmessung des in Ruhestellung verbleibenden querschnittsgrößten Teils des Teleskoprohres und deren Abstand voneinander entsprechend gewählt.

Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Behälters könnte dieser eine Innenausgestaltung durch den Einbau von Innenwänden bzw. zumindest von einer Innenwand aufweisen. Die dadurch entstehenden Innenräume dienen der Sortierung der zu transportierenden Bauteile. So könnten in einem Innenraum die Gestänge, in einem zweiten Innenraum die Belagplatten und in einem dritten Innenraum weitere andere Bauteile oder Hilfsausrüstungen, Leitern oder Ketten eingelagert werden. In einem weiteren Innenraum könnte bspw. eine Holzkiste für spezielle Schutzkleidung, wie Rettungswesten, Helme gelagert sein. Schließlich könnte noch ein weiterer Innenraum für Steckleitern zur Personenbergung und für Sicherungsseile vorgesehen sein. Der erfindungsgemäße Behälter könnte also einerseits Innenräume aufweisen, deren Seitenwandausbildung in Form von Rahmen oder Teleskopstangen vorliegt und andererseits Innenräume, die über eine Tür oder Schwenkklappe zu öffnen sind. Alle Bauteile sind sortiert im Behälter eingeordnet und gegen Herausfallen gesichert. Bspw. könnten in einem Behälter Bauteile für ca. 270 Ifm. Hochwassersteg oder ca. 270 Ifm. Schutzwand untergebracht sein. Die Anzahl und geometrische Abmessung der Innenräume sind bauteil- bzw. bedarfsgerecht.

Von besonderem Vorteil ist die Ausbildung des erfindungsgemäßen Behälters als Container, der von einem Ladefahrzeug insgesamt erfassbar und wieder abladbar ist. Insbesondere könnte der Behälter als Absetz-Container ausgebildet sein, an dessen Stirnseite eine Aufnahme für den Haken eines LKWs vorgesehen ist.

Zusammenfassend sei hervorgehoben, dass mit der vorliegenden Erfindung eine Rationalisierung des Transports von Bauteilen aus dem Gerüstbau und dem Hochwasserschutz vom Lager- zum Bestimmungsort erreicht wird. Außerdem kann ein portionsweises Entnehmen der Bauteile erfolgen, während die im Behälter verbleibenden Bauteile verschiebegesichert sind.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des angeführten Ausführungsbeispiels der Erfindung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Behälters und

Fig. 2 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht des oberen Endes des als Rahmen ausgebildeten Seitenwandteils aus Fig. 1

Die Fig. 1 zeigt einen Behälter zum Transport und/oder Lagerung von Bauteilen aus dem Bereich Hochwasserschutz mit einer Grundplatte 1, zwei Stirnwänden 2, 3 sowie zwei Seitenwänden 4, 5.

Erfindungsgemäß sind die Seitenwände 4 und 5 aus mehreren Seitenwandteilen 6 aufgebaut, welche einerseits teilweise andererseits vollständig lösbar mit dem Behälter verbunden sind und die Bauteile im Bedarfsfall bereichsweise freigeben.

In Betriebsstellung - während des Transports oder während der Lagerung - erstreckt sich das Seitenwandteil 6 von der Grundplatte 1 aus zu einem oberen Verbindungsteil 7, welches hier integraler Bestandteil der sich zwischen den Stirnwänden 2, 3 erstreckenden Deckplatte ist.

Am oberen Ende des Seitenwandteils 6 ist ein Zapfen 8 angeordnet, der in Betriebsstellung in eine gestrichelt dargestellte Aufnahme 9 am Verbindungsteil 7 eingreift.

An der Grundplatte 1 sind mehrere Befestigungsmittel 10 in Form von Gummischlaufen vorgesehen, welche in Betriebsstellung mit einem Befestigungsmittel 11 in Form von Vorsprüngen am unteren Ende des Seitenwandteils 6 zusammenwirken.

Die Befestigungsmittel 10 bzw. die Gummischlaufen sind an der Unterseite der Grundplatte 1 mittels Ösen 12 fixiert sind.

In Fig. 2 ist gezeigt, dass das Seitenwandteil 6 am oberen Ende eine Aufhängung 13 aufweist, welche in Ruhestellung in Eingriff mit dem Verbindungsteil 7 bzw. mit dem nicht näher bezeichneten Randbereich der Deckplatte bringbar ist.

Zwei benachbarte Seitenwandteile 6 oder je ein Seitenwandteil 6 und die Stirnwand 2 oder Innenwand 22 bilden eine Durchtrittsöffnung 14 aus, durch die hakenförmige Elemente 15 der zu transportierenden, als Belagplatten 16 vorliegenden Bauteile in Betriebsstellung hindurchragen. Die Längenabmessung der Belagplatten 16 entspricht der Behälterbreite. Die Längenabmessung zwischen der Stirnwand 2 und der Innenwand 22 beträgt bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ca. 2700 mm, wobei sechs Seitenwandteile 6 vorgesehen sind. Die Seitenwand 5 weist zwischen der Stirnwand 2 und der Innenwand 22 dieselbe Ausgestaltung auf wie die Seitenwand 4, wodurch die beidseitige Entnahme der Belagplatten 16 ermöglicht wird.

Die zwischen der Stirnwand 2 und der Innenwand 22 angeordneten Seitenwandteile 6 sind als langgestreckte Rahmen 17 mit Querstreben 18 ausgebildet. Der Rahmen 17 erstreckt sich in Betriebsstellung zwischen zwei hakenförmigen Elementen 15 der als Belagplatten 16 vorliegenden Bauteile. Der Rahmen 17 ist außerdem mit Reflexionselementen 19 ausgestattet und ist das einzige Seitenwandteil 6, was vollständig vom Behälter lösbar ist.

Wie in Fig. 1 mit Punkten angedeutet, sind die Belagplatten 16 in Betriebsstellung auf der Grundplatte 1 aufgestapelt und die hakenförmigen Elemente 15 weisen jeweils zur Seitenwand 4, 5 und sind durch die Seitenwandteile 6 bzw. die Rahmen 17 verschiebegesichert.

Eine andere Art von Seitenwandteilen 6 ist zwischen den beiden Innenwänden 22 vorgesehen, welche ca. 2400 mm voneinander beabstandet sind. Es handelt sich hier um Teleskoprohre 20, von denen eines in Betriebsstellung und eines in teilweise heruntergefahrener Position dargestellt ist. Die Teleskoprohre 20 sind auf der Grundplatte 1 fixiert und sichern in Betriebsstellung die zu transportierenden, als Gestänge 21 vorliegenden Bauteile. Beidseitig der beiden Teleskoprohre 20 sind nicht näher bezeichnete Stabilitätspfosten vorgesehen. Die Gestänge 21 sind in Betriebsstellung auf der Grundplatte 1, senkrecht zum Teleskoprohr 20 gelagert. In Fig. 1 sind nur zwei Gestänge 21 angedeutet, die selbstverständlich auf der Grundplatte 1 aufliegen und übereinandergelagert sind.

Insgesamt sind zwei Teleskoprohre 20 vorgesehen, wobei der Abstand voneinander und die Höhenabmessung des in Ruhestellung verbleibenden querschnittsgrößten, untersten Teils der Teleskoprohre 20 so gewählt sind, dass die Gestänge 21 leicht entnehmbar sind. Hier spielt auch eine Rolle, dass der unterste Teil der Teleskoprohre 20 eine geringere Höhe aufweist als die Stabilitätspfosten.

Der erfindungsgemäße Behälter nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist zwei Innenwände 22 auf, so dass drei Innenräume 23, 24, 25 ausgebildet sind.

Mit 25 ist ein weiterer Innenraum zur Aufnahme weiterer Bauteile oder Hilfsausrüstungen, wie Rettungswesten, Leitern oder Ketten, bezeichnet. Der Innenraum 25 ist über die Seitenwand 4 zugänglich, die im Bereich des Innenraumes 25 in Form einer nicht näher bezeichneten zweiteiligen Tür vorliegt. Der Innenraum 25 ist in ein oberes und ein unteres Fach unterteilt, die ebenfalls nicht näher bezeichnet sind und erstreckt sich zwischen der Innenwand 22 und der Stirnseite 3, deren Abstand voneinander ca. 1800 mm beträgt. Die Gesamtlänge des Behälters beträgt ca. 6900 mm.

Außerdem ist der Behälter als Absetz-Container ausgebildet, an dessen Stirnseite eine Aufnahmeeinrichtung 26 für den Haken eines LKWs vorgesehen ist. Bezugszeichenliste 1 Grundplatte

2 Stirnwand

3 Stirnwand

4 Seitenwand

5 Seitenwand

6 Seitenwandteil

7 Verbindungsteil zwischen 3, 4

8 Zapfen an 6

9 Aufnahme

10 Befestigungsmittel von 1

11 Befestigungsmittel von 6

12 Öse für 10

13 Aufhängung an 6

14 Durchtrittsöffnungen

15 hakenförmige Elemente des Bauteils

16 Belagplatte

17 Rahmen

18 Querstreben von 17

19 Reflexionselemente von 17

20 Teleskoprohr

21 Gestänge

22 Innenwand

23 Abschnitt

24 Abschnitt

25 Innenraum

26 Aufnahmeeinrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Behälter zum Transport und/oder Lagerung von Bauteilen, insbesondere aus den Bereichen Gerüstbau, Hochwasserschutz, mit einer Grundplatte (1), zwei Stirnwänden (2, 3) sowie zwei Seitenwänden (4, 5), wobei mindestens eine Seitenwand (4, 5) zumindest teilweise aus mindestens einem Seitenwandteil (6) aufgebaut ist, welches zumindest teilweise lösbar mit dem Behälter verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits langgestreckte Seitenwandteile (6) und andererseits Seitenwandteile (6) in Form von Teleskoprohren (20) vorgesehen sind, wobei die langgestreckten Seitenwandteile (6) Bauteile in Form von Belagplatten (16) im Bedarfsfall bereichsweise freigeben und wobei die Teleskoprohre (20) Bauteile in Form von Gestängen (21) im Bedarfsfall bereichsweise freigeben.
  2. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das langgestreckte Seitenwandteil (6) in Betriebsstellung von der Grundplatte (1) aus zu einem oberen Verbindungsteil (7) zwischen den Stirnwänden (2, 3) erstreckt, wobei das Verbindungsteil (7) insbesondere durch eine Deckplatte oder einen Längsholm oder ein Profilrohr ausgebildet ist.
  3. 3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Seitenwandteil (6) am oberen Ende einen Zapfen (8) aufweist, der in Betriebsstellung in eine Aufnahme (9) am Verbindungsteil (7) eingreift.
  4. 4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Grundplatte (1) mindestens ein Befestigungsmittel (10) vorgesehen ist, welches in Betriebsstellung mit einem Befestigungsmittel (11) am unteren Ende des langgestreckten Seitenwandteils (6) zusammenwirkt.
  5. 5. Behälter nach Anspruch 4, wobei mehrere langgestreckte Seitenwandteile und mehrere Befestigungsmittel an der Grundplatte vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (10) der Grundplatte (1) in Form von Gummischlaufen ausgeführt sind und die Befestigungsmittel (11) der langgestreckten Seitenwandteile (6) in Form von Vorsprüngen zur Fixierung der Gummischlaufen vorliegen.
  6. 6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (10) bzw. die Gummischlaufen an der Unterseite der Grundplatte (1) mittels Ösen (12) fixiert sind.
  7. 7. Behälter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Seitenwandteil (6) am oberen Ende eine Aufhängung (13) aufweist, welche in Ruhestellung in Eingriff mit dem Verbindungsteil (7) bringbar ist.
  8. 8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Seitenwandteil (6) Durchtrittsöffnungen (14) ausbildet, durch die hakenförmige Elemente (15) der zu transportierenden, als Belagplatten (16) vorliegenden Bauteile in Betriebsstellung hindurchragen.
  9. 9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Seitenwandteil (6) als Rahmen (17) ggf. mit Querstreben (18) ausgebildet ist, welcher sich in Betriebsstellung zwischen zwei hakenförmigen Elementen (15) der zu transportierenden, als Belagplatten (16) vorliegenden Bauteile erstreckt.
  10. 10. Behälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Belagplatten (16) in Betriebsstellung auf der Grundplatte (1) aufgestapelt sind und dass die hakenförmigen Elemente (15) jeweils zur Seitenwand (4, 5) weisen.
  11. 11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Seitenwandteil (6) mit Reflexionselementen (19) ausgestattet ist.
  12. 12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das als Teleskoprohr (20) ausgebildete Seitenwandteil (6) auf der Grundplatte (1) fixiert ist und in Betriebsstellung die zu transportierenden, als Gestänge (21) vorliegenden Bauteile sichert.
  13. 13. Behälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestänge (21) in Betriebsstellung auf der Grundplatte (1), senkrecht zum Teleskoprohr (20) gelagert sind.
  14. 14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Teleskoprohre (20) vorgesehen sind, wobei der Abstand voneinander und die Höhenabmessung des in Ruhestellung verbleibenden querschnittsgrößten Teils des Teleskoprohres so gewählt sind, dass die Gestänge (21) leicht entnehmbar sind.
  15. 15. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Innenwand (22) vorgesehen ist, welche den Behälter in mindestens zwei Innenräume (23, 24) unterteilt.
  16. 16. Behälter nach 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum (23) die Gestänge (21) gelagert sind und dass im Innenraum (24) Belagplatten (16) gelagert sind.
  17. 17. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiterer Innenraum (25) zur Aufnahme weiterer Bauteile oder Hilfsausrüstungen, wie Rettungswesten, Leitern oder Ketten, vorgesehen sind.
  18. 18. Behälter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenräume (23 bis 25) zumindest über die Seitenwände (4, 5) zugänglich sind.
  19. 19. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter als Absetz-Container ausgebildet ist, an dessen Stirnseite eine Aufnahmeeinrichtung (26) für den Haken eines LKWs vorgesehen ist.






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