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Dokumentenidentifikation DE10125216C2 15.05.2003
Titel Schutzverkleidung für Land-Luft-und Wasserfahrzeuge unter Verwendung von schnell lösbaren Verriegelungselementen
Anmelder Stabenau, Anke, 27419 Sittensen, DE
Erfinder Michler, Walter, Dipl.-Ing. (FH), 82279 Eching, DE;
Stabenau, Hans-Günter, 27419 Sittensen, DE
Vertreter Scholz, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 12159 Berlin
DE-Anmeldedatum 15.05.2001
DE-Aktenzeichen 10125216
Offenlegungstag 28.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse F41H 5/013

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzverkleidung für Land- Luft- und Wasserfahrzeuge, bestehend aus ballistischem, Schall- und/oder Temperatur-Schutzmaterial zum nachträglichen, auswechselbaren Einbau.

Derartige Fahrzeuge sind überwiegend für den zivilen Einsatz konzipiert und gebaut. Für Behördeneinsätze, beispielsweise Polizei- oder Militäreinsätze, die oft unter Gefährdung der jeweiligen Besatzungen durch ballistische, akkustische oder thermische Gefährdungspotentiale geführt werden müssen, bedeuten sie wenig Schutz für die Besatzungen.

Derartige Fahrzeuge werden deshalb für entsprechende Einsätze mit Schutzverkleidungen versehen. Der Einbau derartiger Schutzverkleidungen ist Zeit- und materialaufwendig und führt häufig dazu, daß ein entprechend vollständig ausgerüstetes Fahrzeug anschließend nur für diesen einen Verwendungszweck eingesetzt werden kann. Dies schränkt seine Verwendbarkeit stark ein und erhöht die Kosten derartiger Einsätze.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schutzverkleidung der eingangs beschriebenen Art so auszurüsten, daß sie relativ schnell in praktisch sämtliche zivilen Fahrzeuge nachgerüstet und nach dem Einsatz wieder entfernt werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Verwendung einer schnell lösbaren Befestigungsvorrichtung, bei der pilzförmige Haltenasen aufweisende Verriegelungselemente in Hinterschneidungen aufweisende, mit dem jeweiligen Fahrzeug fest verbundene Befestigungsschienen einsteckbar sind, die Hinterschneidungen der Befestigungsschienen den pilzförmigen Haltenasen entsprechende Aussparungen aufweisen und die Verriegelungselemente mittels Betätigungs- und Umlenkmittel mit ihren pilzförmigen Haltenasen hinter die Aussparungen benachbarter Vorsprünge längsverschieb- und arretierbar sind.

Durch diese Maßnahmen wird eine Schutzverkleidung geschaffen, die durch die Verwendung der schnell lösbaren Befestigungsvorrichtung jederzeit in entsprechend vorgerüstete Fahrzeuge ein- und nach ihrem Einsatz wieder ausgebaut werden kann. Dazu können entsprechende Fahrzeuge mit den Befestigungsschienen serienmäßig ausgerüstet sen oder die Befestigungsschienen können für eine bestimmte Anzahl von zu den entsprechenden Einsätzen vorgesehenen Fahrzeugen vormontiert werden.

Die Schutzverkleidungen können den entsprechenden Abmessungen des jeweiligen Fahrzeugtyps entsprechend vorgefertigt oder vormontiert sein. Bei entsprechenden Markierungen im Fahrzeug und an der Schutzverkleidung sind derartige Umrüstungen relativ schnell zu bewerkstelligen und vorher zivil genutzte Fahrzeuge können innerhalb kürzester Zeit für gefährliche Behördeneinsätze umgerüstet werden.

Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben; es zeigt:

Fig. 1 die isometrische Darstellung einer plattenförmigen Schutzverkleidung, mit versenktem Verriegelungsgehäuse, mit längsverschiebbaren Verriegelungselementen, die in fahrzeugseitig vorhandenen, mit Aussparungen und hinterschnittenen Vorsprüngen versehenen Befestigungsschienen eingesteckt und verriegelt werden können;

Fig. 2 die isometrische Detaildarstellung eines Verriegelungselementes mit pilzförmigen Haltenasen und T-förmigem Führungsteil;

Fig. 3 die isometrisch dargestellte Draufsicht auf eine plattenförmige Schutzverkleidung, mit versenktem Verriegelungsgehäuse und versenktem Betätigungshebel;

Fig. 4 die isometrische Darstellung einer mit schnell lösbaren Befestigungsvorrichtungen in Befestigungsschienen gehaltenen plattenförmigen Schutzverkleidung.

Die in der Fig. 1 dargestellte schnell lösbare Befestigungsvorrichtung 10 für eine plattenförmige Schutzverkleidung 11 besteht im wesentlichen aus einem Verriegelungsgehäuse 21, in dem Verriegelungselemente 16 längsverschiebbar vorgesehen sind.

Wie die Fig. 2 zeigt, weist ein Verriegelungselement 16 an einer Unterseite pilzförmige Haltenasen 17 und an seiner Oberseite ein T-förmiges Führungsteil 18 auf.

Mit ihren T-förmigen Führungsteilen 18 können die Verriegelungselemente 16 in einer entsprechend korrespondierend ausgebildeten T-förmigen Führungsschiene 19 in dem Verriegelungsgehäuse 21 in Verschieberichtung (Doppelpfeil) 24 verschoben werden.

Zum Verschieben der Verriegelungselemente 16 ist ein in das Verriegelungsgehäuse 21 ein- und ausklappbarer Betätigungshebel 20 vorgesehen. Der Betätigungshebel 20 kann über entsprechende Umlenkhebel 22 die Verriegelungselemente 16 in der Verschieberichtung 24 verschieben. Der Umlenkhebel 22 ist dazu über eine Anlenkung 23 gelenkig mit dem Verriegelungselement 16 verbunden. Um zu verhindern, daß die Betätigungshebel 20 unbeabsichtigt gelöst werden, sind Sicherungen 25 vorgesehen, mit denen die Betätigungshebel 20 in ihrer Lage festgelegt werden können.

Wie die Fig. 1 weiter zeigt, ragen die Verriegelungselemente 16 aus der Unterseite 29 der plattenförmigen Schutzverkleidung 11 heraus und können mit ihren pilzförmigen Haltenasen 17 in im wesentlichen kreisförmigen Aussparungen 14 einer mit Hinterschneidungen 13 versehenen Befestigungsschiene in Wirkverbindung gebracht werden.

Die Befestigungsschiene 12 weist beidseitige Hinterschneidungen 13 auf. Die Hinterschneidungen 13 der Befestigungsschiene 12 weisen Aussparungen 14 auf, die sich mit Vorsprüngen 15 abwechseln. Die lichten Durchmesser 30 der Aussparungen 14 sind etwas größer dimensioniert als die Durchmesser 31 der pilzförmigen Haltenasen 17 der Verriegelungselemente 16.

Wie die Fig. 2 weiter zeigt, sind die pilzförmigen Haltenasen 17 und das T-förmige Führungsteil 18 an einem Verriegelungselement 16 durch einen Steg 33 miteinander verbunden. Die Breite 34 des Steges 33 ist geringfügig kleiner als die lichte Weite 32 zwischen zwei einander gegenüberliegenden Vorsprüngen 15 der Befestigungsschiene 12.

Die Höhe des Steges 33 entspricht im wesentlichen der Dicke der T-förmigen Führungsschiene 19 in dem Verriegelunsgehäuse 21 zuzüglich der Dicke der Hinterschneidungen 13 im Bereich der Vorsprünge 15 der Befestigungsschiene 12.

Wie die Fig. 3 zeigt, sind die Verriegelungsgehäuse 21 vorzugsweise bündig in die Oberfläche 27 der plattenförmigen Schutzverkleidung 11 versenkt. Sie können mit Befestigungsmitteln 26, beispielsweise Schrauben, in ihrer Lage gehalten sein.

Die Befestigungsschienen 12 können entweder nachträglich an den Fahrzeugwandungen 28 festgelegt, beispielsweise angeklebt oder gleich serienmäßig vorgefertigt sein. Insbesondere bei Luftfahrzeugen, nämlich bei Hubschraubern ist eine nachträglich Verschraubung unzulässig. Bei einer serienmäßigen Vorfertigung ist es vorzugsweise vorgesehen, die Befestigungsschiene 12 bündig mit den Fahrzeugwandungen 28 abschließen zu lassen.

Gemäß der in der Fig. 4 dargestellten Ausführung kann eine plattenförmige Schutzverkleidung 11 auch quer zu den Befestigungsschienen 12 ausgerichteten schnell lösbaren Befestigungsvorrichtungen 10 eingeklinkt und festgelegt sein. Bezugszeichen 10 schnell lösbare Befestigungsvorrichtung

11 plattenförmige Schutzverkleidung

12 Befestigungsschiene

13 Hinterschneidung

14 Aussparung

15 Vorsprung

16 Verriegelungselement

17 pilzförmige Haltenase

18 T-förmiges Führungsteil

19 Führungsschiene

20 Betätigunshebel

21 versenktes Verriegelungsgehäuse

22 Umlenkhebel

23 Anlenkung

24 Verschieberichtung

25 Sicherung

26 Befestigungsmittel

27 Oberfläche

28 Fahrzeugwandung

29 Unterseite

30 lichter Durchmesser

31 Durchmesser

32 lichte Weite

33 Steg

34 Stegbreite


Anspruch[de]
  1. 1. Schutzverkleidung für Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge, bestehend aus ballistischem, Schall- und/oder Temperatur-Schutzmaterial zum nachträglichen, auswechselbaren Einbau, gekennzeichnet durch die Verwendung einer schnell lösbaren Befestigungsvorrichtung, bei der pilzförmige Haltenasen (17) aufweisende Verriegelungselemente (16) in Hinterschneidungen (13) aufweisende, mit dem jeweiligen Fahrzeug fest verbundene Befestigungsschienen (12) einsteckbar sind, die Hinterschneidungen (13) der Befestigungsschienen (12) den pilzförmigen Haltenasen (17) entsprechende Aussparungen (14) aufweisen und die Verriegelungselemente (16) mittels Betätigungs- und Umlenkmittel (20, 22) mit ihren pilzförmigen Haltenasen (17) hinter die Aussparungen (14) benachbarter Vorsprünge (15) längsverschieb- und arretierbar sind.
  2. 2. Schutzverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungselemente (16) auf ihrer den pilzförmigen Haltenasen (17) entgegengesetzten Oberseite T-förmige Führungsteile (18) aufweisen und die T-förmigen Führungsteile (18) längsverschiebbar in korrespondierenden Führungsschienen (19) der schnell lösbaren Befestigungsvorrichtung (10) geführt sind.
  3. 3. Schutzverkleidung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schnell lösbare Befestigungsvorrichtung (10) ein mit der Oberfläche (27) der Schutzverkleidung (11) fluchtendes Gehäuse (21) aufweist und die Betätigungsmittel (20) der Verriegelungselemente (16) mit der Oberfläche abschließend in dem Gehäuses (21) versenkbar sind.
  4. 4. Schutzverkleidung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel (20) mit Sicherungen (25) in ihrer versenkten Lage festlegbar sind.
  5. 5. Schutzverkleidung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschienen (12) bündig abschließend in die Fahrzeugwandungen (28) eingelassen sind.






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