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Dokumentenidentifikation DE10135113A1 15.05.2003
Titel Leitungstreiber zur digitalen Signalübertragung
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Gregorius, Peter, 81476 München, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Graf Lambsdorff & Dr. Lange, 81673 München
DE-Anmeldedatum 19.07.2001
DE-Aktenzeichen 10135113
Offenlegungstag 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse H03F 3/45
IPC-Nebenklasse H04L 25/20   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Leitungstreiber, bei dem ein Eingangsstrom (IINN) einen Knoten (K1), welcher mit einem Eingang eines Verstärkers (OTA1) verbunden ist, speist. Ein weiterer Eingang des Verstärkers (OTA1) ist mit einer Referenzspannung (VSGND) beaufschlagt. Der Verstärker (OTA1) steuert eine Stromquelle (MN1), welche einen Ausgabestrom (IOUTN) ausgibt. Zwischen den Knoten (K1) und die Stromquelle (MN1) ist ein Strom-Spannungs-Wandler (R1) geschaltet. Zwischen die Stromquelle (MN1) und eine Masse (VSS) ist ein Spannungs-Strom-Wandler (R2) geschaltet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Leitungstreiber. Insbesondere betrifft die Erfindung einen pseudo-differentiellen Leitungstreiber zur digitalen Signalübertragung.

Um digitale Signale von einem integrierten Schaltkreis zu einem weiteren integrierten Schaltkreis unverfälscht zu übertragen, muss sichergestellt werden, dass die Verbindungsleitungen die Signale nicht beeinträchtigen. Der Einfluss der Verbindungsleitungen kann nicht vernachlässigt werden, falls bei steilen Signalflanken die Laufzeit durch die Verbindungsleitungen mindestens in der Größenordnung der Anstiegszeit des Schaltkreises liegt. Ein einfacher Verbindungsdraht zwischen den Schaltkreisen ist in diesem Fall nicht mehr ausreichend. Um schwerwiegende Signalverformungen zu vermeiden, werden Leitungen mit definiertem Wellenwiderstand eingesetzt, die mit ihrem Wellenwiderstand abgeschlossen werden. Häufig werden dazu zwei isolierte Drähte verwendet, die miteinander verdrillt sind. Derartige Leitungen werden Twisted-Pair- Leitungen genannt. Eine Twisted-Pair-Leitung mit ca. 100 Windungen pro Meter weist einen Wellenwiderstand von ca. 110 Ω auf. Wegen des niederohmigen Abschlusswiderstands muss der Sender einen entsprechend hohen Ausgangsstrom liefern. Um diese Anforderung zu erfüllen, werden Leitungstreiber als Sender bzw. Treiber eingesetzt. Zur störunanfälligen Signalübertragung werden Leitungstreiber häufig so konfiguriert, dass sie die beiden Drähte der Twisted-Pair-Leitungen mit symmetrischen, komplementären Signalen speisen. Als Empfänger wird ein Komparator verwendet. Die Information wird bei dieser Betriebsart durch die Polarität des Differenzsignals und nicht durch den absoluten Wert des Pegels bestimmt. Ein Störimpuls bewirkt hierbei lediglich eine Gleichtaktaussteuerung, die wegen der Differenzbildung im Komparator wirkungslos bleibt.

In Fig. 1 ist ein pseudo-differentieller Leitungstreiber LT dargestellt. Der pseudo-differentielle Leitungstreiber LT weist Differenzverstärker DV1 und DV2 auf. Die invertierenden Eingänge der Differenzverstärker DV1 bzw. DV2 werden von Eingangsströmen IINN und IINP gespeist. Die Eingangsströme IINN und IINP treten pulsförmig auf und beinhalten die zu übermittelnde Information. Die Eingangsströme IINN und IINP sind in ihren zeitlichen Charakteristiken sowie dem Betrag ihrer Amplituden identisch, sie unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche Vorzeichen. Die nicht-invertierenden Eingänge der Differenzverstärker DV1 und DV2 sind mit einer Referenzspannung VREF beaufschlagt. Die Differenzverstärker DV1 und DV2 sind als Strom-Spannungs-Umsetzer mit Rückkoppelwiderständen RKW1 und RKW2 beschaltet. Die Ausgänge der Differenzverstärker DV1 und DV2 speisen eine externe Last in Form eines Transformators TF und einer Twisted-Pair-Leitung TPL. Dazu liegen die primärseitigen Eingänge des Transformators TF an den Ausgängen der Differenzverstärker DV1 und DV2 an, sodass der Transformator TF die Signale an die ihm nachgeschaltete Twisted-Pair-Leitung TPL übermitteln kann.

Bei der Übertragung digitaler Signale über ein Kabel kommt den Schnittstellen zwischen den einzelnen Übertragungselementen, den sogenannten Line Interface Units, eine besondere Bedeutung zu. Ein wesentliches Übertragungselement ist dabei der Leitungstreiber. Besonders bei variablen Kabellängen bereitet es Schwierigkeiten, hohen Anforderungen an die Linearität und Geschwindigkeit bzw. Bandbreite bei gleichzeitiger Einhaltung der Pulsmasken des verwendeten Standards zu genügen.

Die meisten herkömmlichen Leitungstreiber basieren auf einer Spannungsverarbeitung des Signals, d. h. ein Spannungssignal liegt über der externen Last an. Diesen Leitungstreibern liegen oftmals Shunt-Shunt-Feedback- oder Series-Shunt-Feedback- Systeme zugrunde. Bei einem Shunt-Shunt-Feedback-Sytem liegt die Eingangssignalquelle parallel zum Eingangswiderstand, und das rückgekoppelte Signal ist parallel zur Eingangsstromquelle geschaltet. Demgegenüber ist bei einem Series-Shunt- Feedback-System das rückgekoppelte Signal mit der Eingangssignalquelle in Serie geschaltet.

Herkömmliche Leitungstreiber, bei denen das Signal als Strom durch die externe Last übertragen wird, basieren meist auf Stromspiegelschaltungen. Die wesentlichen Nachteile dieser Leitungstreiber sind eine unzureichende Linearität der Übertragungscharakteristik im niederfrequenten Bereich sowie Verzerrungen im hochfrequenten Bereich. Die Verzerrungen im hochfrequenten Bereich werden durch Miller-Kompensationen (Pole-Splitting), welche zur Stabilisierung notwendig sind, verursacht. Die Miller-Kompensationen reduzieren die Bandbreite des Verstärkers, wodurch die Verzerrungen des hochfrequenten Signals hervorgerufen werden. Eine Kompensation der Verzerrungen führt wiederum zu einer höheren Stromaufnahme.

Weitere Ansätze zur Konzeption von Leitungstreibern basieren auf dem Shunt-Series-Feedback-Prinzip. Sofern diese Leitungstreiber im Wesentlichen auf Stromspiegelkonzepten beruhen, sind unzureichende Linearitäten die Folge. Außerdem besitzen diese Leitungstreiber häufig einen geringen Eingangswiderstand, was einen erhöhten Fehlerstrom sowohl im niederfrequenten als auch im hochfrequenten Signalbereich bewirkt. Weitere häufige Nachteile der auf dem Shunt-Series-Feedback- Prinzip beruhenden Leitungstreiber sind geringe Leerlauf- Schleifenverstärkungen und interne Umwandlungen des Stromeingangssignal in ein Spannungssignal. Dadurch sind diese Leitungstreiber ungeeignet für niedrige Versorgungsspannungen.

Ein weiterer Nachteil aller bisheriger Leitungstreiber ist eine oftmals unzureichende Leistungseffizienz.

In der Veröffentlichung "A 100-MHz, 50-Ω, -45-dB Distortion, 3.3-V CMOS Line Driver for Ethernet and Fast Ethernet Networking Applications" von J. N. Babanezhad, erschienen in IEEE Journal of Solid-State Circuits, Band 34, 1999, S. 1044ff., ist ein pseudo-differentieller Leitungstreiber, bei welchem das Signal als Strom durch die Last erzeugt wird, beschrieben. Der Nachteil dieses Leitungstreibers ist sein hoher Eingangsoffset, der sich daraus ergibt, dass Transistoren unterschiedlichen Typs miteinander abgestimmt werden müssen. Des Weiteren ist dieser Leitungstreiber nicht für Anwendungen mit niedrigen Versorgungsspannungen geeignet.

In der Veröffentlichung "A Differential 160 MHz Self- Terminating Adaptive CMOS Line Driver" von R. Mahadevan und D. A. Johns, erschienen in IEEE Journal of Solid-State Circuits, Dezember 2000, ist ein Leitungstreiber dargestellt, welcher auf dem Shunt-Series-Feedback-Prinzip beruht. Nachteilig an diesem Leitungstreiber ist seine reine Spannungsverarbeitung, sodass der Leitungstreiber an seinem Eingang ein Spannungssignal benötigt.

Ein weiterer Leitungstreiber ist in der Veröffentlichung "A CMOS Transceiver for 10-Mb/s and 100-Mb/s Ethernet" von J. Everitt, J. F. Parker, P. Hurst, D. Nack und K. R. Konda, erschienen in IEEE Journal of Solid-State Circuits, Band 33, 1998, S. 2169ff., beschrieben. Nachteilig an diesem Leitungstreiber ist seine geringe Leistungseffizienz sowie seine unzureichende Linearität.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Leitungstreiber mit einer hohen Linearität sowohl im Gleichspannungsbereich als auch im Hochfrequenzbereich zu schaffen.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein erfindungsgemäßer Leitungstreiber zur Verstärkung eines Eingangsstroms in einen Ausgangsstrom weist einen Ansteuerverstärker, eine spannungsgesteuerte Ausgabestromquelle, einen Strom-Spannungs-Wandler und einen Spannungs-Strom-Wandler auf. Der Eingangsstrom wird in einen ersten Knoten eingekoppelt. Ein erster Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers ist an den ersten Knoten gekoppelt und ein zweiter Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers ist im Wesentlichen mit einer Referenzspannung beaufschlagt. Der Strom-Spannungs- Wandler ist zwischen den ersten und einen zweiten Knoten geschaltet. Die Funktion des Strom-Spannungs-Wandler ist es, einen ersten Strom, welcher dem Strom-Spannungs-Wandler von dem ersten Knoten zugeführt wird, in eine Spannung umzuwandeln, die an dem zweiten Knoten anliegt. Diese am zweiten Knoten anliegende Spannung wird von dem Spannungs-Strom- Wandler, welcher mit dem zweiten Knoten verbunden ist, in einen zweiten Strom umgewandelt und an einer Stromsenke abgeführt. Die spannungsgesteuerte Ausgabestromquelle wird von dem Ansteuerverstärker gesteuert. Eine stromführende Strecke der spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle ist zwischen den zweiten Knoten und einen dritten Knoten geschaltet. Der Ausgangsstrom des erfindungsgemäßen Leitungstreibers wird aus dem dritten Knoten ausgekoppelt.

Beispielsweise kann der Strom-Spannungs-Wandler ein erster Widerstand sein und der Spannungs-Strom-Wandler kann ein zweiter Widerstand sein. Der zweite Widerstand ist über einen ersten Anschluss mit dem zweiten Knoten verbunden und an seinem zweiten Anschluss mit einem gemeinsamen festen Potential, welches insbesondere eine Masse sein kann, beaufschlagt.

In dieser Patentanmeldung ist unter einem Knoten nicht notwendigerweise ein Verzweigungspunkt von mehreren Leitungen zu verstehen. Vielmehr steht hier ein Knoten für einen Punkt auf einer Leitung, in dessen schaltungstechnischer Umgebung annähernd dasselbe Potential anliegt. Durch diese Definition lässt sich sogar eine ganze Verbindungsleitung als Knoten idealisieren.

Des Weiteren ist die Kopplung des ersten Verstärkereingangs an den ersten Knoten nicht notwendigerweise derart aufzufassen, dass der erste Verstärkereingang durch eine Verbindungsleitung mit dem ersten Knoten verbunden ist. Ebenso könnte zwischen den ersten Verstärkereingang und den ersten Knoten ein weiteres Bauelement geschaltet sein, über welches Signale zwischen dem Ansteuerverstärker und dem ersten Knoten ausgetauscht würden, sodass ebenfalls eine Kopplung zwischen dem ersten Verstärkereingang und dem ersten Knoten bestände.

Der schaltungstechnische Aufbau des erfindungsgemäßen Leitungstreibers entspricht dem Shunt-Series-Feedback-Prinzip, wobei eine grundlegend neue Struktur unter Verwendung einer reinen Current-Mode-Technik zum Einsatz kommt. Sowohl das Eingangs- als auch das Ausgangssignal sind folglich jeweils Ströme. Ein Teil des Ausgangsstroms wird durch die stromführende Strecke der spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle, welche vorteilhafterweise durch einen MOS-Transistor realisiert sein kann, auf den ersten Knoten als Eingangsknoten rückgekoppelt. Die Verstärkung des Ausgangsstroms ist durch die Dimensionierung des ersten und des zweiten Widerstands einstellbar und somit variabel.

Aufgrund der Rückkopplung bei gleichzeitig hoher Schleifenverstärkung und der Verwendung von Widerständen weist der erfindungsgemäße Leitungstreiber eine hohe Linearität im Gleichspannungsbereich auf. Ebenso ergibt sich wegen einer sehr hohen Bandbreite des erfindungsgemäßen Leitungstreibers und wirksam reduzierten Parasiten im Signalpfad eine hohe Linearität im Hochfrequenzbereich. Die Verwendung der Current- Mode-Technik ermöglicht ein gutes Signal-zu-Rausch- Verhältnis. Darüber hinaus ist die Schaltungstopologie des erfindungsgemäßen Leitungstreibers relativ einfach auf unterschiedliche Standards anpassbar. Dieses kann auch programmierbar ausgelegt werden. Bei einer Ansteuerung durch einen Digital-Analog-Konverter sind keine zusätzlichen Schaltungen zur Vorfilterung des Signals notwendig. Vielmehr kann die Vorfilterung durch eine geeignete Wahl des dominanten Pols in der Rückkopplung realisiert werden.

Vorteilhafterweise ist ein erster Kondensator zwischen den ersten Knoten und den zweiten Knoten geschaltet. Des Weiteren ist es von Vorteil, einen zweiten Kondensator zwischen den zweiten Knoten und das gemeinsame feste Potential zu schalten. Der erste und der zweite Kondensator dienen zur Hochfrequenzentkopplung.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Ansteuerverstärker ein Transkonduktanzverstärker. Dabei sind insbesondere sein invertierender Eingang der erste Verstärkereingang und sein nicht-invertierender Eingang der zweite Verstärkereingang. Vorteilhafterweise ist der Ausgang des Ansteuerverstärkers mit dem Steueranschluss der spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle verbunden.

Ein Transkonduktanzverstärker unterscheidet sich von einem konventionellen Operationsverstärker dadurch, dass er einen hochohmigen Ausgang besitzt. Daher eignen sich Transkonduktanzverstärker besonders zum Treiben von Leitungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Ausgangswiderstand des Transkonduktanzverstärkers groß gegenüber dem Wellenwiderstand der Leitung ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass als Bauelemente für den ersten und/oder den zweiten Widerstand Transistoren anstelle von reinen Widerständen verwendet werden, wobei die Transistoren im Widerstandsbereich betrieben werden. Es ist auch denkbar, dass der erste und der zweite Widerstand durch eine Kombination aus einem Widerstand und Transistoren im Widerstandsbereich realisiert werden.

Vorteilhafterweise kann ferner der dritte Knoten mit einem Anschluss eines Terminierungswiderstands verbunden sein, wobei der zweite Anschluss des Terminierungswiderstands mit einem weiteren gemeinsamen festen Potential beaufschlagt ist. Das weitere gemeinsame feste Potential kann beispielsweise auch eine extern vorgegebene Versorgungsspannung sein.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist ein pseudo-differentieller Leitungstreiber zur Verstärkung eines differentiellen Gesamteingangsstroms in einen differentiellen Gesamtausgangsstrom einen ersten und einen zweiten Leitungstreiber mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen auf. Der differentielle Gesamteingangsstrom setzt sich aus einem ersten und aus einem zweiten Eingangsteilstrom zusammen. Ebenso weist der differentielle Gesamtausgangsstrom einen ersten und einen zweiten Ausgangsteilstrom auf. Der erste Eingangsteilstrom wird in den ersten Knoten des ersten Leitungstreibers eingekoppelt. Aus dem dritten Knoten des ersten Leitungstreibers wird der erste Ausgangsteilstrom ausgekoppelt. In analoger Weise wird mit dem zweiten Eingangsteilstrom und dem zweiten Ausgangsteilstrom mittels des zweiten Leitungstreibers verfahren. Darüber hinaus weisen die Referenzspannungen des ersten und des zweiten Leitungstreibers den gleichen Wert auf.

Der erfindungsgemäße pseudo-differentielle Leitungstreiber eignet sich besonders zur Signalübertragung von digitalen Signalen. Dabei weisen der erste Eingangsteilstrom und zweite Eingangsteilstrom jeweils symmetrische, komplementäre Signale auf. Diese Signale werden durch den erfindungsgemäßen pseudodifferentiellen Leitungstreiber in geeigneter Weise verstärkt und können beispielsweise eine Twisted-Pair-Leitung speisen. Bei dieser Betriebsart wird die übertragene Information durch die Polarität der Differenzsignale bestimmt.

Der erfindungsgemäße pseudo-differentielle Leitungstreiber zeichnet sich wie auch schon der vorstehend beschriebene Leitungstreiber durch eine hohe Linearität sowohl im Gleichspannungsbereich als auch im Hochfrequenzbereich aus. Des Weiteren ergibt sich aufgrund der Current-Mode-Technik ein gutes Signal-zu-Rausch-Verhältnis.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der erste Knoten des ersten Leitungstreibers zusätzlich von einer ersten steuerbaren Stromquelle gespeist. Ebenso wird der erste Knoten des zweiten Leitungstreibers von einer zweiten steuerbaren Stromquelle gespeist. Des Weiteren sind die zweiten Verstärkereingänge der Ansteuerverstärker des ersten und des zweiten Leitungstreibers vorteilhafterweise an einen vierten Knoten gekoppelt, welcher von einer dritten steuerbaren Stromquelle gespeist wird. Aus dem von der dritten steuerbaren Stromquelle bereitgestellten Strom lässt sich die Referenzspannung ableiten. Beispielsweise können die erste, die zweite und die dritte steuerbare Stromquelle von einer Einheit zur Arbeitspunkteinstellung oder Arbeitspunktregelung gesteuert werden.

Mit der vorstehend beschriebenen Maßnahme lässt sich der Arbeitspunkt des pseudo-differentiellen Leitungstreibers einstellen bzw. regeln, sodass optimale Betriebsbedingungen garantiert werden können und ohne dass zusätzliche parasitäre Komponenten im Signalpfad auftreten. Durch die Arbeitspunkteinstellung bzw. Arbeitspunktregelung kann die Ruhestromaufnahme des pseudo-differentiellen Leitungstreibers reduziert werden, ohne dadurch zusätzliche Verzerrungen oder Bandbreitenreduzierungen zu verursachen. Die erfindungsgemäße Schaltung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers ist somit für hohe Frequenzen in Kombination mit niedrigen Versorgungsspannungen optimal ausgelegt.

In den Unteransprüchen 11 bis 36 sind verschiedene Ausgestaltungen und Weiterbildungen des pseudo-differentiellen Leitungstreibers nach Anspruch 10 angegeben. Dabei beziehen sich die Unteransprüche 11 bis 16 auf eine Ausgestaltung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers, die in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt ist. Weitere Ausgestaltungen sind durch die Unteransprüche 11 bis 20 bzw. 21 bis 23 bzw. 24 bis 26 bzw. 27 bis 35 gegeben und in Fig. 7 bzw. Fig. 8 bzw. Fig. 9 bzw. Fig. 10 dargestellt.

Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:

Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines pseudodifferentiellen Leitungstreibers gemäß dem Stand der Technik, welcher eine Twisted-Pair-Leitung speist;

Fig. 2 ein Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers;

Fig. 3 ein Schaltbild einer Variation des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudodifferentiellen Leitungstreibers;

Fig. 4 Spannungs- und Stromverläufe zur Verdeutlichung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Leitungstreibers;

Fig. 5 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Leitungstreibers zur Verdeutlichung seiner AC-Charakteristik;

Fig. 6 ein Kleinsignal-Ersatzschaltbild des in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Leitungstreibers;

Fig. 7 ein Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers;

Fig. 8 ein Schaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers;

Fig. 9 ein Schaltbild eines vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers; und

Fig. 10 ein Schaltbild eines fünften Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers.

Fig. 2 zeigt ein Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT, welcher in CMOS-Technologie realisiert ist. Das Schaltbild des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT ist symmetrisch um eine gedanklich horizontal durch die Mitte des Schaltbildes verlaufende Linie angeordnet. Aus Gründen der Vereinfachung und Klarheit wird bei der nachfolgenden Beschreibung des Schaltbildes teilweise lediglich auf die untere Hälfte des Schaltbildes eingegangen. Da die Symmetrie des Schaltbildes offensichtlich ist, ergibt sich die Beschaltung und Funktion der oberen Hälfte des Schaltbildes in analoger Weise. Des Weiteren steht im folgenden die Bezeichnung MNx bzw. MPx (mit x = 1, 2, 3, . . .) für n-Kanal-MOSFETs bzw. p- Kanal-MOSFETs.

Der pseudo-differentielle Leitungstreiber LT ist als steuerbare Stromquelle ausgelegt. Komplementäre Eingangsströme IINN und IINP, die den pseudo-differentiellen Leitungstreiber LT an Eingängen NIN und PIN speisen, werden verstärkt als Ausgangsströme IOUTN und IOUTP an Ausgängen NIOUT und PIOUT ausgegeben.

Der Ausgangsstrom IOUTN bzw. IOUTP wird von einem Transistor MN1 bzw. MN1' erzeugt und an dessen Drain-Anschluss ausgegeben. Der Transistor MN1 bzw. MN1' wird zu diesem Zweck von einem Transkonduktanzverstärker OTA1 angesteuert. Dazu sind der Ausgang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 und der Gate- Anschluss des Transistors MN1 bzw. MN1' miteinander verbunden. Ein Teil des Ausgangsstroms IOUTN bzw. IOUTP wird durch die Drain-Source-Strecke des Transistors MN1 bzw. MN1' auf einen invertierenden Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 zurückgekoppelt. Dazu speist der Transistor MN1 bzw. MN1' mit seinem Source-Anschluss einen Knoten K2 bzw. K2', welcher wiederum über einen Widerstand R1 bzw. R1' mit einem Knoten K1 bzw. K1' verbunden ist. Hier sei darauf hingewiesen, dass ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung die niedrige Knotenimpedanz am Knoten K2 bzw. K2' ist. Der Knoten K1 bzw. K1' ist sowohl mit dem invertierenden Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 als auch mit dem Eingang NIN bzw. PIN des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT verbunden. An dem Knoten K2 bzw. K2' liegt des Weiteren ein Widerstand R2 bzw. R2' an, welcher gegen ein gemeinsames festes Potential, welches insbesondere eine Masse VSS sein kann, geschaltet ist.

Der nicht-invertierende Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 steht mit einem Knoten K4 in Verbindung. An dem Knoten K4 wird ein Spannung VSGND erzeugt, welche als Signalmasse dient. Diese Erzeugung der Spannung VSGND erfolgt durch eine spannungsgesteuerte Stromquelle VCCS2, welche den Knoten K4 speist. Der von der spannungsgesteuerten Stromquelle VCCS2 erzeugte Strom fließt über einen an den Knoten K4 gekoppelten Widerstand R3 gegen die Masse VSS ab.

Zwischen die Knoten K1 und K2 bzw. K1' und K2' ist ein Kondensator C1 bzw. C1' geschaltet. An den Knoten K2 bzw. K2' ist ein Kondensator C2 bzw. C2' gegen die Masse VSS geschaltet. Analoges gilt für den Knoten K4 und einen Kondensator C3. Die Kondensatoren C1, C1', C2, C2' und C3 dienen zur Hochfrequenzentkopplung.

Die Aufgabe des Transkonduktanzverstärkers OTA1 ist es, die an dem Knoten K1 bzw. K1' anliegende Spannung auf die an dem Knoten K4 anliegende Spannung VSGND zu regeln. Dazu wird das Gate-Potential des Transistors MN1 bzw. MN1' entsprechend variiert. Über die das Rückkoppelnetzwerk bildenden Widerstände R1 und R2 bzw. R1' und R2' lässt sich die Verstärkung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT einstellen.

In Fig. 2 ist der pseudo-differentielle Leitungstreiber LT ausgangsseitig mit einem Transformator TF beschaltet, wobei an dem Transformator TF primärseitig eine von den Ausgangsströmen IOUTN und IOUTP erzeugte Ausgangsspannung VOUT anliegt. Der Transformator TF speist beispielsweise eine Twisted-Pair-Leitung TPL. Die Ausgangsströme IOUTN und IOUTP werden über Terminierungswiderstände RL und RL', die zwischen die Knoten K3 und K3' geschaltet sind, gegen eine externe Versorgungsspannung VDDA abgeführt. Über die beiden in Serie geschalteten Terminierungswiderstände RL und RL' fällt die Ausgangsspannung VOUT ab. Der Ausgangswiderstand des pseudodifferentiellen Leitungstreibers LT ist dabei wesentlich größer als die aus den Terminierungswiderständen RL und RL' bestehende externe Last.

Zur Einstellung und gegebenenfalls Regelung des DC- Arbeitspunktes werden neben der spannungsgesteuerten Stromquelle VCCS2 weitere spannungsgesteuerte Stromquellen VCCS1 und VCCS1' eingesetzt. Die spannungsgesteuerte Stromquelle VCCS1 bzw. VCCS1' speist den Knoten K1 bzw. K1' mit einem Strom IOPN bzw. IOPP. Die spannungsgesteuerten Stromquellen VCCS1, VCCS1' und VCCS2 werden von einer Einheit OPC zur DC- Arbeitspunkteinstellung bzw. DC-Arbeitspunktregelung gesteuert. Die Einheit OPC wiederum wird von einem von einer Konstantstromquelle IREF bereitgestellten Strom gespeist. Der Strom der Konstantstromquelle IREF wird zur DC- Arbeitspunkteinstellung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT verwendet und dient gleichzeitig auch als Referenzstrom für die Signalerzeugung. Dadurch wird ein Gleichlauf zwischen den Stromsignalen und den Arbeitspunkten der Schaltung gewährleistet und Übersteuerungseffekte werden vermieden. Ferner dient eine gewichtete Replika des von der Konstantstromquelle IREF bereitgestellten Stroms zur DC- Stromeinstellung des Transistors MN1 bzw. MN1' und somit auch zur Ruhestrom-Einstellung durch die externe Last.

Des Weiteren ermöglicht es die vorliegende Schaltung, eine Querstrom- bzw. Ruhestromkompensation durchzuführen. Dieses beinhaltet es, die Vorsättigung des dem pseudodifferentiellen Leitungstreiber LT nachgeschalteten Transformators TF, die Leistungsaufnahme der Schaltung im Ruhefall sowie eventuelle Unsymmetrien der Schaltung regeln zu können.

In Fig. 3 ist ein Schaltbild einer Variation des in Fig. 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiels dargestellt. Bei diesem Leitungstreiber LT sind die Widerstände R1 bzw. R1' sowie R2 bzw. R2' durch Transistoren MNA und MPA bzw. MNA' und MPA' sowie MNB und MPB bzw. MNB' und MPB' ersetzt worden. Dabei sind die Transistoren MNA, MNA', MNB und MNB' n-Kanal- MOSFETs, während die Transistoren MPA, MPA', MPB und MPB' p- Kanal-MOSFETs sind.

Der Transistor MNA ist mit seiner Drain-Source-Strecke zwischen die Knoten K1 und K2 geschaltet. Parallel zu dem Transistor MNA ist der Transistor MPA geschaltet. Der Transistor MNB ist mit seiner Drain-Source-Strecke zwischen den Knoten K2 und die Masse VSS geschaltet. Parallel zu dem Transistor MNB ist der Transistor MPB geschaltet. Entsprechendes gilt für die Transistoren MNA' und MPA' sowie MNB' und MPB'.

Die Gate-Potentiale der Transistoren MNA, MPA, MNB etc. werden durch Referenzspannungen VREFx (mit x = MNA, MPA, MNB etc.) angesteuert. Sofern die Transistoren MNA, MPA, MNB, MPB, MNA', MPA', MNB' und MPB' im Widerstandsbereich betrieben werden, lässt sich bei der vorliegenden Schaltungsanordnung durch diese Transistoren der Verstärkungsfaktor des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT einstellen. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Transistoren MNA, MPA, MNB, MPB, MNA', MPA', MNB' und MPB' alle mit der gleichen Gate Spannung beaufschlagt sind. Dazu könnten die Gate- Anschlüsse dieser Transistoren schaltungstechnisch miteinander verbunden sein und von einer gemeinsamen Referenzspannungsquelle versorgt werden.

Im Folgenden wird das Gleichstromverhalten des in Fig. 2 dargestellten pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT beschrieben.

Im Ruhezustand, d. h. ohne einen den Eingang NIN speisenden Eingangsstrom IINN, stellt sich ein durch den Widerstand R2 fließender Strom I2 in Abhängigkeit von der am Knoten K2 anliegenden Spannung ein. Die am Knoten K2 anliegende Spannung wird bestimmt durch die am Knoten K4 anliegende Spannung VSGND und den Spannungsabfall über den Widerstand R1, welcher durch den Strom IOPN verursacht wird. Durch das Regelverhalten der Schaltung stellt sich am Knoten K1 die Spannung VSGND ein, sofern sowohl der Strom IOPN als auch der durch den Widerstand R1 fließende Strom I1 gleich Null sind. Im Ruhezustand gilt somit für den Ausgangsstrom IOUTN durch die Drain- Source-Strecke des Transistors MN1 und durch den Terminierungswiderstand RL:



IOUTN = VSGND/R2 (1)

Aus Gleichung (1) lässt sich die zwischen den Knoten K3 und K3' abfallende Ausgangsspannung VOUT berechnen:



VOUT = VDDA - IOUTN.RL (2)

Aus Gleichung (1) lässt sich ablesen, dass sich ohne den von der spannungsgesteuerten Stromquelle VCCS1 bereitgestellten Strom IOPN der Ausgangsstrom IOUTN im Ruhezustand durch die Last aus dem Quotienten aus der Spannung VSGND, welches die Signalmasse ist, und dem Widerstand R2 ergeben würde. Ohne eine DC-Arbeitspunktregelung wäre folglich der Ausgangsstrom IOUTN im Ruhezustand direkt proportional zu der Signalmasse. Für die Ansteuerung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT ist es jedoch vorteilhaft, die Signalmasse konstant zu belassen. Durch das Hinzufügen einer Ruhestromregelung zu der Schaltung kann der Ausgangsstrom IOUTN im Ruhezustand geregelt werden, ohne dabei die Signalmasse verändern zu müssen. Ein weiterer Vorteil einer Ruhestromregelung ist es, dass dadurch die Spannung VSGND größer als die am Knoten K2 anliegende Spannung sein kann. Dieses vergrößert den effektiv nutzbaren Spannungsaussteuerbereich über der Last. Allerdings muss ein Mindestspannungsabfall über der Last im Ruhezustand garantiert sein, damit bei einer wie in Fig. 2 dargestellten Realisierung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT mit Transistoren der eingestellte Arbeitspunkt und somit die Funktion des pseudo-differentiellen Leistungstreibers LT als Stromquelle gewährleistet sind.

Bei einer Berücksichtigung des Stroms IOPN ergibt sich aus der Schaltungsanordnung, dass der Strom I1 durch den Widerstand R1 zum Knoten K2 hin in eine Spannung VK2 umgewandelt wird. Diese Spannung VK2 am Knoten K2 wird durch den Widerstand R2 wieder in einen Strom I2 umgewandelt. Insgesamt folgt daraus für den Ausgangsstrom IOUTN folgende Gleichung:





Für die Ausgangsspannung VOUT ergibt sich demnach:





Bei der Verwendung einer CMOS-Differenzeingangsstufe anstelle eines herkömmlichen Stromoperationsverstärkers, ist der Eingangswiderstand sehr hoch, welches wiederum einen geringen Fehlerstrom nach sich zieht. Daraus ergibt sich ein wesentlicher Beitrag zu der hohen Linearität des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT im Zusammenhang mit der Varianz des Eingangswiderstands über Aussteuerung und Frequenz.

Die Gleichstromverstärkung Aidc der in Fig. 2 dargestellten Schaltung ergibt sich aus folgender Gleichung:





Für den Ausgangswiderstand routMN1 der in Fig. 2 dargestellten Schaltung gilt:





wobei gdsMN1 die Drain-Source-Steilheit des Transistors MN1 und gmtotMN1 den Übertragungsleitwert des Transistors MN1 unter Berücksichtigung des Gegensteuereffekts angeben. Für gdsMN1 und gmtotMN1 gelten folgende Gleichungen:





Bei den vorstehenden Gleichungen stehen λ für eine Prozesskonstante, VdsMN1 für die Drain-Source-Spannung des Transistors MN1, µn für die Mobilität der Ladungsträger, Cox für die Kapazität des Gateoxids, WMN1 bzw. LMN1 für die Breite bzw. die Länge der Gate-Elektrode des Transistors MN1, IdsMN1 für den durch die Drain-Source-Strecke des Transistors MN1 fließenden Strom, γ für eine Konstante, ΦP für ein Potential und VsbMN1 für die Source-Bulk-Spannung des Transistors MN1.

Aus den Gleichungen (3), (6), (7) und (8) kann die Abhängigkeit des Ausgangswiderstands routMN1 vom Strom IOPN und der am Knoten K4 anliegenden Spannung VSGND abgeleitet werden.

Zum besseren Verständnis der Funktion des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT dienen die in Fig. 4 dargestellten Signalverläufe des Eingangsstroms IINN, der am Knoten K2 anliegenden Spannung VK2, der an einem Knoten K5 anliegenden Spannung VK5, wobei der Knoten K5 auf der Verbindungsleitung zwischen dem Ausgang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 und dem Gate-Anschluss des Transistors MN1 liegt, und des Ausgangsstroms IOUTN. Die in Fig. 4 gezeigten Signale sind gegen die Zeit t aufgetragen.

Im Folgenden soll das Wechselstromverhalten des in Fig. 2 dargestellten pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT betrachtet werden.

Dazu dient es der verbesserten Veranschaulichung, aus der in Fig. 2 dargestellten Schaltung den Teil der Schaltung zu extrahieren, der zu der Verstärkung einer der beiden komplementären Eingangsströme IINN bzw. IINP benötigt wird. In Fig. 5 ist der Teil der Schaltung des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT dargestellt, der zur Verstärkung des Eingangsstroms IINN dient. Das Kleinsignal-Ersatzschaltbild der in Fig. 5 dargestellten Schaltung ist in Fig. 6 gezeigt. Bei dem Kleinsignal-Ersatzschaltbild wird davon ausgegangen, dass der Transkonduktanzverstärker OTA1 in einer sogenannten Folded-Cascode-Konfiguration vorliegt.

In Fig. 6 sind die Bereiche der Schaltung, die das Kleinsignal-Ersatzschaltbild des Transkonduktanzverstärkers OTA1 bzw. des Transistors MN1 wiedergeben, durch gestrichelte Linien markiert. VIN bezeichnet die Eingangsspannung des Leitungstreibers und f den Rückkopplungsfaktor der Rückkoppelschleife. Bei dem Transkonduktanzverstärker OTA1 stehen rinOTA1, CinO-TA1, routOTA1 und CoutOTA1 für seinen Eingangswiderstand, seine Eingangskapazität, seinen Ausgangswiderstand und seine Ausgangskapazität. Bei dem Transistor MN1 stehen CgsMN1 für seine Gate-Source-Kapazität, VgsMN1 für seine Gate-Source-Spannung, CsbMN1 für seine Source-Bulk-Kapazität, VbsMN1 für seine Bulk- Source-Spannung und CoutMN1 für seine Ausgangskapazität. Die Größen gmn1, gm3, gm1 und gmb1 bezeichnen Übertragungsleitwerte, und r3 sowie r0 stehen für Widerstände.

Aus dem Kleinsignal-Ersatzschaltbild lassen sich die mathematischen Zusammenhänge für den Eingangswiderstand Zin(s), den Ausgangswiderstand Zout(s) und die Übertragungsfunktion Ai(s) des dort dargestellten Leitungstreibers im Frequenzbereich ableiten.

Der Eingangswiderstand Zin() des Leitungstreibers ergibt sich aus folgenden Gleichungen:





Bei den Gleichungen (9) bis (12) stehen ZinOTA1(s) für den Eingangswiderstand des Transkonduktanzverstärkers OTA1, Tloop(s) für die Schleifenverstärkung, a(s) für den Leerlaufverstärkungsfaktor der Verstärkeranordnung, AOTA1(s) für den Leerlaufverstärkungsfaktor des Transkonduktanzverstärker OTA1, AMN1(s) für den Leerlaufverstärkungsfaktor des Transistors N1 und f(s) für den Rückkopplungsfaktor.

Unter der Annahme, dass der Transkonduktanzverstärker OTA1 ein einstufiger Verstärker ist, kann der Leerlaufverstärkungsfaktor AOTA1(s) des Transkonduktanzverstärkers OTA1 vereinfacht als Funktion mit einer Nullstelle ωz1 und Polstellen ωp1 und ωp2 angegeben werden:





wobei AV0dc für den Leerlaufverstärkungsfaktor des Transkonduktanzverstärkers OTA1 im Gleichstromfall steht.

Aus den vorstehenden Gleichungen ergibt sich als Übertragungsfunktion Ai(s) des Leitungstreibers:





Unter Berücksichtigung von Gleichung (6) ergibt sich der Ausgangswiderstand Zout(s) wie folgt:





wobei CdsMN1 für die Drain-Source-Kapazität des Transistors MN1 steht.

Da der Eingangswiderstand der Operationsverstärkerstufe in CMOS-Technologie im Bereich oberhalb von 100 kΩ liegt, hat die Verstärkerschaltung nur einen geringen Einfluss auf den Eingangswiderstand Zin(s) des Leitungstreibers. Somit ist eine zusätzliche Belastung der steuerbaren Stromquelle nicht gegeben. Unerwünschte Verzerrungen durch einen erhöhten Fehlerstrom im Frequenzbereich, eventuell verursacht durch Umladeeffekte und einen niedrigen Eingangswiderstand bei Stromverstärkerkonfigurationen, werden dadurch minimiert. Dieses ist ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Schaltung. Daher lässt sich der Eingangswiderstand Zin(s) des Leitungstreibers unter Berücksichtigung von Gleichung (2) folgendermaßen darstellen:





Unter der Annahme, dass die Einheit OPC einen Rückkopplungsregelkreis des Arbeitspunktes darstellt und folglich den Ruhestrom durch den Transistor MN1 regelt, ist die Übertragungsfunktion Ai(s) nach Gleichung (14) der in Fig. 2 gezeigten Schaltungsanordnung entsprechend anzupassen. Zur Vereinfachung kann die Rückkopplungsschleife als System mit einem dominanten Pol ωfb aufgefasst werden, und es gilt folgende Gleichung für die Übertragungsfunktion Hfb(s) in der Laplaceebene, wobei A0fb für die DC-Verstärkung steht:





Somit ergibt sich unter der Annahme eines Rückkopplungsregelkreis des Arbeitspunktes für die Übertragungsfunktion Aifb(s) folgende Funktion:





Die Polstelle ωfb der Rückkopplungsschleife wirkt in der Übertragungsfunktion Aifb(s) als zusätzliche Nullstelle. Die Polstelle ωfb ist so zu wählen, dass die niedrigsten spektralen Frequenzanteile des zu verstärkenden Stromsignals ohne zusätzliche Verzerrungen übertragen werden und die Stabilität des Leitungstreibers nicht beeinträchtigt wird.

Bei einer Realisierung des Leitungstreibers mit einer AC- Kopplung, wie sie nachfolgend in Fig. 10 vorgestellt wird, ist in Gleichung (9) eine zusätzliche Nullstelle vorzusehen. Eine Kleinsignalanalyse ergibt dann die folgende Übertragungsfunktion Aiac(S) im Frequenzbereich:





Nachfolgend werden einige grundlegende Betrachtungen zur Stabilität des in Fig. 2 dargestellten pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT angestellt. Als Kriterium für die Stabilität der Schaltung lässt sich die Schleifenverstärkung Tloop(s) heranziehen:





Hierbei stehen ωz2 für eine Nullstelle und ωp3 für eine Polstelle des Rückkopplungsnetzwerkes, AV0MN1 für den Leerlaufverstärkungsfaktor des Transistors MN1, ωp4 für eine Nullstelle des Transistors MN1 und Aidc für eine Gleichstromverstärkung. Für die Gleichstromverstärkung Aidc und den Leerlaufverstärkungsfaktor AV0MN1 des Transistors MN1 gelten die Gleichungen (22) und (23):









In Gleichung (23) steht gmMN1 für den Übertragungsleitwert des Transistors MN1.

Die Nullstellen ωz1 und ωz2 sowie die Polstellen ωp1, ωp2, ωp2, ωp3 und ωp4 ergeben sich näherungsweise aus den Gleichungen (24) bis (29)





In Gleichung (24) bezeichnet gmOTA1 den Übertragungsleitwert des Transkonduktanzverstärkers OTA1.

Aus den vorstehenden Gleichungen ergibt sich als Phasenreserve PM:









Hierbei kann das Verstärkungsbandbreitenprodukt GBW des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT nach folgender Gleichung berechnet werden:





Der dominante Pol ωd der Schaltungsanordnung wird durch den Rückkopplungszweig bestimmt:





Falls der Pol ωp2 des Transkonduktanzverstärkers OTA1 und der parasitäre Pol ωp4 am Ausgang des Transistors MN1 größer sind als der dominante Pol ωd, wird die Stabilität des pseudodifferentiellen Leitungstreibers LT durch den Pol ωd im Rückkopplungszweig bestimmt. Daher kann auf eine zusätzliche Stabilisierung des Transkonduktanzverstärkers OTA1 verzichtet werden. Zusätzlich kann der dominante Pol ωd so ausgelegt werden, dass der pseudo-differentielle Leitungstreiber LT außerdem als Formfilter dient.

Sollte aufgrund der Leistungsaufnahme der Pol ωp2 zu nahe am dominanten Pol ωd liegen, so kann durch eine AC-Feedforward- Schaltung vom Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 zur Kaskode eine zusätzliche Nullstelle erzeugt werden. Die Polstelle ωp2 wird durch diese Polstellenkompensation zu höheren Frequenzen verschoben.

Für die Realisierung der nachfolgend beschriebenen und in den Fig. 8 und 10 gezeigten Schaltungen muss bei der Stabilitätsbetrachtung die zusätzliche Nullstelle durch den Rückkopplungszweig bzw. durch die AC-Kopplung berücksichtigt werden. Als Anhaltspunkt kann davon ausgegangen werden, dass die Grenzfrequenzen der Nullstellen weit unterhalb des dominanten Pols ωd liegen sollten.

Bei den meisten Anwendungen des pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT, wie z. B. beim Ethernet 10/100/1000 Base T, muss der Ausgangspuls eine Pulsmaske einhalten. Unter der Annahme, dass die dominante Polstelle ωd kleiner als die Polstellen ωp1 bis ωp4 ist, kann das Verhalten des pseudodifferentiellen Leitungstreibers LT im Zeitbereich vereinfacht wie folgt angegeben werden:



VOUT(t) = RL.IINN.(1 - exp(-t/ωd)) (33)

Für die Pulsmaske des Standards 1000 Base T ist beispielsweise für einen Puls von 1 V innerhalb einer Anstiegszeit von 4 ns ein Anstieg zwischen 10% und 90% der Pulshöhe gefordert. Aus derartigen Forderungen des jeweils zugrunde liegenden Standards und den vorstehend angegebenen Gleichungen kann der pseudo-differentielle Leitungstreiber LT entsprechend dimensioniert werden.

Nachfolgend werden weitere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT vorgestellt. Insbesondere sollen dabei Realisierungsmöglichkeiten für die in Fig. 2 gezeigte Einheit OPC zur DC- Arbeitspunkteinstellung bzw. DC-Arbeitspunktregelung und die spannungsgesteuerten Stromquellen VCCS1, VCCS1' sowie VCCS2 aufgezeigt werden.

In Fig. 7 ist ein Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT dargestellt. Die Einheit OPC und die spannungsgesteuerten Stromquellen VCCS1 und VCCS1' werden in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel durch Transistoren MP1, MP2, MP3 und MP4 realisiert. Dazu sind die Transistoren MP1, MP2, MP3 und MP4 als Strombank ausgelegt. Den Eingangsstrom der Strombank stellt die Konstantstromquelle IREF zur Verfügung. Die Konstantstromquelle IREF speist den Transistor MP1 über dessen Drain-Anschluss. Der Transistor MP1 ist der Eingangstransistor der Strombank. Der Drain-Anschluss des Transistors MP1 ist mit seinem Gate-Anschluss sowie den Gate-Anschlüssen der Transistoren MP2, MP3 und MP4 verbunden. Die Source- Anschlüsse der Transistoren MP1, MP2, MP3 und MP4 sind an eine Versorgungsspannung VDD gekoppelt. Ein Kondensator CB1 ist zwischen die Gate-Anschlüsse dieser Transistoren sowie die Versorgungsspannung VDD geschaltet. Der Transistor MP2 speist über seinen Drain-Anschluss den Knoten K1' mit dem Strom IOPP. Ebenso speist der Transistor MP3 bzw. MP4 den Knoten K4 bzw. K1 mit einem Strom ISGND bzw. dem Strom IOPN.

Die am Knoten K4 anliegende Signalmasse wird von dem Strom ISGND abgeleitet, welcher proportional zu dem von der Konstantstromquelle IREF erzeugten Strom ist. Daher ist ein relativ guter Gleichlauf des vorliegenden pseudodifferentiellen Leitungstreibers LT garantiert. Der Ausgangsstrom IOUTN durch den Transistor MN1 ergibt sich aus Gleichung (3). Die Übertragungsfunktion Ai(s) im Frequenzbereich ist durch Gleichung (14) gegeben.

In Fig. 8 ist ein Schaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT dargestellt. Bei dem vorliegenden dritten Ausführungsbeispiel ist im Gegensatz zu dem in Fig. 7 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel der Arbeitspunkt geregelt. Dazu sind ein weiterer Transkonduktanzverstärker OTA2, weitere Konstantstromquellen IREFA und IREFA' sowie zwei unabhängige Stromspiegel, welche durch Transistoren MP5 und MP6 bzw. MP5' und MP6' gebildet sind, in die Schaltung implementiert.

Die Transistoren MP5 und MP6 des einen unabhängigen Stromspiegels sind an ihren Gate-Anschlüssen miteinander verbunden. Ihre Source-Anschlüsse sind mit der Versorgungsspannung VDD beaufschlagt. Der Transistor MP5 stellt den Eingangstransistor des Stromspiegels dar und wird an seinem Drain- Anschluss von der Konstantstromquelle IREFA gespeist. Der Transistor MP6 stellt über seinen Drain-Anschluss den Strom IOPN bereit. Des Weiteren speist der Transkonduktanzverstärker OTA2 ebenfalls den Eingang des Transistors MP5 mit einem Strom IOTA2. Der Transkonduktanzverstärker OTA2 erzeugt ausgangsseitig einen Strom IOTA2 derartiger Größe, dass die an dem Knoten K2 anliegende Spannung auf eine Referenzspannung VREF geregelt wird. Dazu ist der invertierende Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA2 mit dem Knoten K2 verbunden und sein nicht-invertierender Eingang ist mit der Referenzspannung VREF beaufschlagt. Analoges gilt für die Transistoren MP5' und MP6', die Konstantstromquelle IREFA' und einen Strom IOTA2'.

Als Vorteil des vorliegenden Ausführungsbeispiels ergibt sich, dass der Arbeitspunkt, d. h. der Strom I2 durch den Widerstand R2 und somit der Ausgangsstrom IOUTN durch den Transistor MN1 in den Terminierungswiderstand RL, geregelt wird. Das Potential am Knoten K2 ist somit unter Vernachlässigung eines eventuellen Offsets gleich der Referenzspannung VREF. Des Weiteren ist es von Vorteil, dass der Offset des Transkonduktanzverstärkers OTA1 und der daraus resultierende Fehlerstrom ausgeregelt werden.

Das Übertragungsverhalten im Frequenzbereich des Transkonduktanzverstärkers OTA2 sollte nach Gleichung (18) dimensioniert werden. Das Übertragungsverhalten muss einen dominanten Pol ωfb aufweisen. Die Übertragungsfunktion des vorliegenden pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT ist durch Gleichung (19) gegeben.

In Fig. 9 ist ein Schaltbild eines vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT gezeigt. Die vorliegende Schaltung basiert auf der in Fig. 7 dargestellten Schaltung des zweiten Ausführungsbeispiels. Zusätzlich speist bei der vorliegenden Schaltung ein Strom IOTA3 den Eingang des Transistors MP1. Der Strom IOTA3 wird von einem weiteren Transkonduktanzverstärker OTA3 erzeugt. Der Transkonduktanzverstärker OTA3 liegt mit seinem invertierenden Eingang an dem Knoten K4 an, in welchem durch den Strom ISGND die Signalmasse generiert wird. Der nicht-invertierende Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA3 ist mit der Referenzspannung VREF beaufschlagt.

Die vorstehend beschriebenen Schaltungsanordnung ermöglicht eine indirekte Regelung des Arbeitspunktes. Hierzu wird die Spannung am Knoten K4 mittels des Transkonduktanzverstärkers OTA3 mit der Referenzspannung VREF verglichen. Am Eingang der Stronbank wird dem von der Konstantstromquelle IREF erzeugten Strom ein derartiger Strom IOTA3 überlagert, dass die Spannung am Knoten K4 den Wert der Referenzspannung annimmt.

Die in Fig. 9 gezeigte Schaltung ist besonders vorteilhaft bei sehr hohen Signalfrequenzen, da durch die indirekte Regelung des Arbeitspunktes zusätzliche parasitäre Lasten im Signalpfad unterdrückt werden. Derartige parasitäre Lasten im Signalfall könnten die Übertragungscharakteristik in ihrer Qualität einschränken.

Der Arbeitspunkt der vorliegenden Schaltung stellt sich nach Gleichung (3) ein. Die Übertragungsfunktion im Frequenzbereich ist durch Gleichung (14) gegeben.

In Fig. 10 ist ein Schaltbild eines fünften Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen pseudo-differentiellen Leitungstreibers LT dargestellt. Die Ströme IOPN und IOPP werden hier wieder durch eine Strombank bereitgestellt, welche einen von der Konstantstromquelle IREF gespeisten Transistor MP7 zum Eingang und Transistoren MP8 und MP8' zum Ausgang hat. Der Strom IOPN bzw. IOPP speist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel allerdings nicht den Knoten K1 bzw. K1', sondern einen Knoten K6 bzw. K6'. Der Knoten K6 bzw. K6' ist über einen Widerstand R5 bzw. R5' mit dem Ausgang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 verbunden. Zwischen den Knoten K1 bzw. K1' und den invertierenden Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 ist ein Kondensator CC1 bzw. CC1' geschaltet. Am nicht- invertierenden Eingang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 liegt die Spannung VSGND an. Des Weiteren sind an die invertierenden Eingänge des Transkonduktanzverstärkers OTA1 Widerstände RC1 und RC1' gekoppelt. Die Widerstände RC1 und RC1' sind an ihren anderen Anschlüssen mit der Spannung VSGND beaufschlagt.

Der Knoten K6 bzw. K6' ist ferner mit dem Gate-Anschluss eines Transistors MN2 bzw. MN2' beschaltet. Am Source-Anschluss des Transistors MN2 bzw. MN2' liegt ein Widerstand R4 bzw. R4' gegen die Masse VSS an. Der Drain-Anschluss des Transistors MN2 bzw. MN2' ist mit seinem Gate-Anschluss verbunden. Des Weiteren liegt an dem Drain-Anschluss des Transistors MN2 bzw. MN2' ein Kondensator C4 bzw. C4' gegen die Masse VSS an.

Das vorliegende Ausführungsbeispiel kombiniert einen einfachen Stromspiegel zur Arbeitspunkteinstellung mit einem Shunt-Series-Feedback zur Stromverstärkung. Die Schaltung benötigt vorteilhafterweise keine Regelung des Arbeitspunktes mittels einer Rückkoppelschleife. Außerdem ist der Transkonduktanzverstärker OTA1 über eine AC-Kopplung aktiv.

Ohne ein am Eingang NIN anliegendes Signal bilden die Transistoren MN1 und MN2 gemeinsam einen degenerierten Stromspiegel. Als Degenerationswiderstände dienen hierbei die Widerstände R2 und R4. Als Grundstrom wird der von der Konstantstromquelle IREF erzeugte Strom über den aus den Transistoren MP7 und MP8 gebildeten Stromspiegel in den Knoten K6 gespiegelt. Der Knoten K6 ist der Eingang des aus den Transistoren MN1 und MN2 gebildeten degenerierten Stromspiegels. Der Strom IOPN fließt durch die Drain-Source-Strecke des Transistors MN2 und über den Widerstand R4 gegen die Masse VSS ab, sofern der durch den Widerstand R5 fließende Strom I5 gleich Null ist. Am Ausgang des Transkonduktanzverstärkers OTA1 stellt sich ein Potential gleich dem Potential am Knoten K6 ein. Der Strom durch den Transistor MN1 und den Widerstand R2 ergibt sich in Abhängigkeit von dem Quotient der Steilheiten der Transistoren MN1 und MN2. Das Übersetzungsverhältnis kann je nach Bedarf gewählt werden.

Bei einer Ansteuerung des Eingangs NIN mit einem Eingangsstrom IINN wirkt der AC-gekoppelte Transkonduktanzverstärker OTA1 mit den Widerständen R1 und R2 und dem Transistor MN1 als Shunt-Series-Feedback mit einer DC-Stromverstärkung gemäß Gleichung (3). Damit dabei kein zusätzlicher Strom in den Transistor MN2 fließt, ist der Referenzpfad des aus den Transistoren MN1 und MN2 gebildeten Stromspiegels über einen Tiefpass, welcher den Widerstand R5 und den Kondensator C4 aufweist, entkoppelt.

Die AC-Kopplung des Transkonduktanzverstärkers OTA1 mittels des Kondensators CC1 bzw. CC1' und des Widerstands RC1 bzw. RC1' führt zu einer zusätzlichen Nullstelle in der Übertragungsfunktion. Störsignale unterhalb der Frequenz der Nullstelle werden somit unterdrückt. Die Übertragungsfunktion der vorliegenden Schaltung im Frequenzbereich ist durch die Gleichung (20) gegeben.


Anspruch[de]
  1. 1. Leitungstreiber zur Verstärkung eines Eingangsstroms (IINN; IINP) in einen Ausgangsstrom (IOUTN; IOUTP) mit einem Ansteuerverstärker (OTA1), einer spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle (MN1; MN1'), einem Strom-Spannungs-Wandler, einem Spannungs-Strom-Wandler, einem ersten Knoten (K1; K1'), einem zweiten Knoten (K2; K2') und einem dritten Knoten (K3; K3'), wobei

    der Eingangsstrom (IINN; IINP) in den ersten Knoten (K1; K1') einkoppelbar ist,

    ein erster Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) an den ersten Knoten (K1; K1') gekoppelt ist und ein zweiter Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) im Wesentlichen mit einer Referenzspannung (VSGND) beaufschlagt ist,

    der Strom-Spannungs-Wandler, welcher zwischen den ersten Knoten (K1; K1') und den zweiten Knoten (K2; K2') geschaltet ist, derart ausgelegt ist, dass er einen ersten Strom (I1; I1'), durch welchen der Strom-Spannungs-Wandler von dem ersten Knoten (K1; K1') gespeist wird, in eine am zweiten Knoten (K2; K2') anliegende Spannung (VK2; VK2') umwandelt,

    der Spannungs-Strom-Wandler, welcher mit dem zweiten Knoten (K2; K2') verbunden ist, derart ausgelegt ist, dass er die am zweiten Knoten (K2; K2') anliegende Spannung (VK2; VK2') in einen zweiten Strom (I2; I2') umwandelt und den zweiten Strom (I2; I2') einer Stromsenke (VSS) zuführt,

    die spannungsgesteuerte Ausgabestromquelle (MN1; MN1') von dem Ansteuerverstärkers (OTA1) steuerbar ist und eine stromführende Strecke der spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle (MN1; MN1') zwischen den zweiten Knoten (K2; K2') und den dritten Knoten (K3; K3') geschaltet ist,

    der Ausgangsstrom (IOUTN; IOUTP) aus dem dritten Knoten (K3; K3') auskoppelbar ist.
  2. 2. Leitungstreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Strom-Spannungs-Wandler ein erster Widerstand (R1; R1') ist, und

    dass der Spannungs-Strom-Wandler ein zweiter Widerstand (R2; R2') ist, dessen einer erster Anschluss mit dem zweiten Knoten (K2; K2') verbunden ist und dessen einer zweiter Anschluss mit einem gemeinsamen festen Potential, insbesondere einer Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  3. 3. Leitungstreiber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steueranschluss der spannungsgesteuerten Ausgabestromquelle (MN1; MN1') mit einem Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) verbunden ist.
  4. 4. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen ersten Kondensator (C1; C1'), welcher zwischen den ersten Knoten (K1; K1') und den zweiten Knoten (K2; K2') geschaltet ist.
  5. 5. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen zweiten Kondensator (C2; C2'), dessen einer erster Anschluss an den zweiten Knoten (K2; K2') gekoppelt ist und dessen einer zweiter Anschluss mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  6. 6. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansteuerverstärker ein Transkonduktanzverstärker (OTA1) ist, wobei insbesondere sein invertierender Eingang der erste Verstärkereingang und sein nicht-invertierender Eingang der zweite Verstärkereingang sind.
  7. 7. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die spannungsgesteuerte Ausgabestromquelle (MN1; MN1') einen MOS-Transistor, insbesondere einen n-Kanal- MOS-Transistor, aufweist.
  8. 8. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Widerstand (MNA, MPA; MNA', MPA') und/oder der zweite Widerstand (MNB, MPB; MNB', MPB') durch Transistoren im Widerstandsbereich realisiert sind.
  9. 9. Leitungstreiber nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Knoten (K3; K3') mit einem Anschluss eines Terminierungswiderstands (RL; RL') verbunden ist und ein zweiter Anschluss des Terminierungswiderstands (RL; RL') mit einem weiteren gemeinsamen festen Potential (VDDA) beaufschlagt ist.
  10. 10. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) zur Verstärkung eines differentiellen, einen ersten und einen zweiten Eingangsteilstrom (IINN, IINP) aufweisenden Gesamteingangsstroms in einen differentiellen, einen ersten und einen zweiten Ausgangsteilstrom (IOUTN, IOUTP) aufweisenden Gesamtausgangsstrom mit einem ersten und einem zweiten Leitungstreiber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei

    in den ersten Knoten (K1) des ersten Leitungstreibers der erste Eingangsteilstrom (IINN) und in den ersten Knoten (K1') des zweiten Leitungstreibers der zweite Eingangsteilstrom (IINP) einkoppelbar sind,

    aus dem dritten Knoten (K3) des ersten Leitungstreibers der erste Ausgangsteilstrom (IOUTN) und aus dem dritten Knoten (K3') des zweiten Leitungstreibers der zweite Ausgangsteilstrom (IOUTP) auskoppelbar sind, und

    die Referenzspannungen (VSGND) des ersten und des zweiten Leitungstreibers den gleichen Wert aufweisen.
  11. 11. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,

    dass der erste Knoten (K1) des ersten Leitungstreibers von einer ersten steuerbaren Stromquelle (VCCS1) gespeist wird, und

    dass der erste Knoten (K1') des zweiten Leitungstreibers von einer zweiten steuerbaren Stromquelle (VCCS1') gespeist wird.
  12. 12. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,

    dass die zweiten Verstärkereingänge der Ansteuerverstärker (OTA1) des ersten und des zweiten Leitungstreibers an einen vierten Knoten (K4), welcher von einer dritten steuerbaren Stromquelle (VCCS2) gespeist wird, gekoppelt sind, und

    dass aus dem von der dritten steuerbaren Stromquelle (VCCS2) bereitgestellten Strom die Referenzspannungen (VSGND) ableitbar sind.
  13. 13. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen dritten Widerstand (R3), dessen einer erster Anschluss an den vierten Knoten (K4) gekoppelt ist und dessen einer zweiter Anschluss mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  14. 14. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch einen dritten Kondensator (C3), dessen einer erster Anschluss an den vierten Knoten (K4) gekoppelt ist und dessen einer zweiter Anschluss mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  15. 15. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste steuerbare Stromquelle (VCCS1) sowie die zweite steuerbare Stromquelle (VCCS1') und gegebenenfalls die dritte steuerbare Stromquelle (VCCS2) von einer Einheit (OPC) zur Arbeitspunkteinstellung oder Arbeitspunktregelung steuerbar sind.
  16. 16. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (OPC) zur Arbeitspunkteinstellung oder Arbeitspunktregelung von einer einstellbaren Konstantstromquelle (IREF) gespeist wird.
  17. 17. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste steuerbare Stromquelle (VCCS1) eine erste Stromspiegelschaltung (MP1, MP4) und die zweite steuerbare Stromquelle (VCCS1') eine zweite Stromspiegelschaltung (MP1, MP2) aufweisen.
  18. 18. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsstrom der ersten Stromspiegelschaltung (MP1, MP4) und der Eingangsstrom der zweiten Stromspiegelschaltung (MP1, MP2) von der einstellbaren Konstantstromquelle (IREF) bereitgestellt werden.
  19. 19. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte steuerbare Stromquelle (VCCS2) eine dritte Stromspiegelschaltung (MP1, MP3) aufweist, deren Eingangsstrom insbesondere von der einstellbaren Konstantstromquelle (IREF) bereitgestellt wird.
  20. 20. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Ansprüchen 17 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, die zweite und die dritte Stromspiegelschaltung einen gemeinsamen Eingangstransistor (MP1) aufweisen und insbesondere aus p-Kanal-MOS-Transistoren aufgebaut sind.
  21. 21. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,

    dass die erste steuerbare Stromquelle (VCCS1) eine erste Stromspiegelschaltung (MP5, MP6) aufweist, deren Eingangsstrom von einer ersten einstellbaren Konstantstromquelle (IREFA) und einer ersten Regelstromquelle (OTA2) bereitgestellt wird, und

    dass die zweite steuerbare Stromquelle (VCCS1') eine zweite Stromspiegelschaltung (MP5', MP6') aufweist, deren Eingangsstrom von einer zweiten einstellbaren Konstantstromquelle (IREFA') und einer zweiten Regelstromquelle (OTA2) bereitgestellt wird.
  22. 22. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,

    dass die erste Regelstromquelle einen ersten Operationsverstärker, welcher insbesondere ein Transkonduktanzverstärker (OTA2) ist, aufweist, wobei der Eingangsstrom der ersten Stromspiegelschaltung (MP5, MP6) von dem erstem Operationsverstärker derart steuerbar ist, dass an dem zweiten Knoten (K2) des ersten Leitungstreibers eine weitere Referenzspannung (VREF) anliegt, und

    dass die zweite Regelstromquelle einen zweiten Operationsverstärker, welcher insbesondere ein Transkonduktanzverstärker (OTA2) ist, aufweist, wobei der Eingangsstrom der zweiten Stromspiegelschaltung (MP5', MP6') von dem zweiten Operationsverstärker derart steuerbar ist, dass an dem zweiten Knoten (K2') des zweiten Leitungstreibers die weitere Referenzspannung (VREF) anliegt.
  23. 23. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,

    dass der invertierende Eingang des ersten Operationsverstärkers an den zweiten Knoten (K2) des ersten Leitungstreibers gekoppelt ist,

    dass der invertierende Eingang des zweiten Operationsverstärkers an den zweiten Knoten (K2') des zweiten Leitungstreibers gekoppelt ist,

    dass die nicht-invertierenden Eingänge des ersten und des zweiten Operationsverstärkers mit der weiteren Referenzspannung (VREF) beaufschlagt sind,

    dass der Ausgang des ersten Operationsverstärkers an den Eingang der ersten Stromspiegelschaltung (MP5, MP6) gekoppelt ist, und

    dass der Ausgang des zweiten Operationsverstärkers an den Eingang der zweiten Stromspiegelschaltung (MP5', MP6') gekoppelt ist.
  24. 24. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 20, gekennzeichnet durch einen Operationsverstärker (OTA3), welcher derart beschaltet ist, dass er die am vierten Knoten (K4) anliegende Spannung auf eine weitere Referenzspannung (VREF) regelt.
  25. 25. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Ansprüchen 20 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des Operationsverstärkers (OTA3) mit dem Eingang des gemeinsamen Eingangstransistors (MP1) verbunden ist.
  26. 26. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,

    dass der invertierende Eingang des Operationsverstärkers (OTA3) an den vierten Knoten (K4) gekoppelt ist, und

    dass der nicht-invertierende Eingang des Operationsverstärkers (OTA3) mit der weiteren Referenzspannung (VREF) beaufschlagt ist.
  27. 27. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,

    dass der erste Leitungstreiber eine erste steuerbare Stromquelle, einen ersten weiteren MOS-Transistor (MN2), einen dritten Widerstand (R4) und einen vierten Knoten (K6) aufweist, wobei

    die erste steuerbare Stromquelle den vierten Knoten (K6) speist,

    der Gate-Anschluss und ein erster Anschluss der Drain- Source-Strecke des ersten weiteren MOS-Transistors (MN2) an den vierten Knoten (K6) gekoppelt sind,

    der Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des ersten Leitungstreibers an den vierten Knoten (K6) gekoppelt ist, und

    ein erster Anschluss des dritten Widerstands (R4) an einen zweiten Anschluss der Drain-Source-Strecke des ersten weiteren MOS-Transistors (MN2) gekoppelt ist und ein zweiter Anschluss des dritten Widerstands (R4) mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist, und

    dass der zweite Leitungstreiber eine zweite steuerbare Stromquelle, einen zweiten weiteren MOS-Transistor (MN2'), einen vierten Widerstand (R4') und einen fünften Knoten (K6') aufweist, wobei

    die zweite steuerbare Stromquelle den fünften Knoten (K6') speist,

    der Gate-Anschluss und ein erster Anschluss der Drain- Source-Strecke des zweiten weiteren MOS-Transistors (MN2') an den fünften Knoten (K6') gekoppelt sind,

    der Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des zweiten Leitungstreibers an den fünften Knoten (K6') gekoppelt ist, und

    ein erster Anschluss des vierten Widerstands (R4') an einen zweiten Anschluss der Drain-Source-Strecke des zweiten weiteren MOS-Transistors (MN2') gekoppelt ist und ein zweiter Anschluss des vierten Widerstands (R4') mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  28. 28. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die erste steuerbare Stromquelle eine erste Stromspiegelschaltung (MP7, MP8) und die zweite steuerbare Stromquelle eine zweite Stromspiegelschaltung (MP7, MP8') aufweisen.
  29. 29. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsstrom der ersten Stromspiegelschaltung (MP7, MP8) und der Eingangsstrom der zweiten Stromspiegelschaltung (MP7, MP8') von einer einstellbaren Konstantstromquelle (IREF) bereitgestellt werden.
  30. 30. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Stromspiegelschaltung einen gemeinsamen Eingangstransistor (MP7) aufweisen und insbesondere aus p-Kanal-MOS-Transistoren aufgebaut sind.
  31. 31. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass der erste weitere MOS-Transistor (MN2) und der zweite weitere MOS-Transistor (MN2') n-Kanal-MOS-Transistoren sind.
  32. 32. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 31, dadurch gekennzeichnet,

    dass zwischen den ersten Knoten (K1) des ersten Leitungstreibers und den ersten Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des ersten Leitungstreibers ein dritter Kondensator (CC1) geschaltet ist, und

    dass zwischen den ersten Knoten (K1') des zweiten Leitungstreibers und den ersten Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des zweiten Leitungstreibers ein vierter Kondensator (CC1') geschaltet ist.
  33. 33. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,

    dass zwischen den ersten und den zweiten Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des ersten Leitungstreibers ein fünfter Widerstand (RC1) geschaltet ist, und

    dass zwischen den ersten und den zweiten Verstärkereingang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des zweiten Leitungstreibers ein sechster Widerstand (RC1') geschaltet ist.
  34. 34. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 27 bis 33, dadurch gekennzeichnet,

    dass zwischen den vierten Knoten (K6) und den Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des ersten Leitungstreibers ein erster Tiefpassfilter (R5, C4) geschaltet ist, und

    dass zwischen den fünften Knoten (K6') und den Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des zweiten Leitungstreibers ein zweiter Tiefpassfilter (R5', C4') geschaltet ist.
  35. 35. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet,

    dass der erste Tiefpassfilter einen siebten Widerstand (R5) und einen fünften Kondensator (C4) aufweist, wobei

    der siebte Widerstand (R5) zwischen den vierten Knoten (K6) und den Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des ersten Leitungstreibers geschaltet ist, und

    ein erster Anschluss des fünften Kondensators (C4) an den vierten Knoten (K6) gekoppelt ist und ein zweiter Anschluss des fünften Kondensators (C4) mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist, und

    dass der zweite Tiefpassfilter einen achten Widerstand (R5') und einen sechsten Kondensator (C4') aufweist, wobei

    der achte Widerstand (R5') zwischen den fünften Knoten (K6') und den Ausgang des Ansteuerverstärkers (OTA1) des zweiten Leitungstreibers geschaltet ist, und

    ein erster Anschluss des sechsten Kondensators (C4') an den fünften Knoten (K6') gekoppelt ist und ein zweiter Anschluss des sechsten Kondensators (C4') mit dem gemeinsamen festen Potential, insbesondere der Masse (VSS), beaufschlagt ist.
  36. 36. Pseudo-differentieller Leitungstreiber (LT) nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass der pseudo-differentielle Leitungstreiber (LT) durch CMOS-Prozesse herstellbar ist.






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