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Dokumentenidentifikation DE10139353A1 15.05.2003
Titel Ortveränderliche, komplett vorgerfertigte Tankanlage
Anmelder Jung, Norman, 04420 Markranstädt, DE;
Beckert, Henri, 04158 Leipzig, DE
Erfinder Jung, Norman, 04420 Markranstädt, DE;
Beckert, Henri, 04158 Leipzig, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER, 12489 Berlin
DE-Anmeldedatum 17.08.2001
DE-Aktenzeichen 10139353
Offenlegungstag 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B60S 5/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft insbesondere eine Tankstelle für die Abgabe von Kraftstoff, beispielsweise Vergaser- und Dieselkraftstoffe, mit mindestens einem, in mindestens eine oder mehrere Kammer(n) aufgeteilten Kraftstoffbehälter zum Lagern des jeweiligen Kraftstoffs, mindestens eine der Kammer zugeordneten Zapfeinrichtung aus Pumpe, Zapfschlauch und Abfüllpistole, mindestens einem an der jeweiligen Kammer angeschlossenen Entlüftungsrohr mit Abdeckhaube, mindestens einem Befüllstutzen mit Absperr- und Rückschlagarmatur zum Anschluss einer Fernfüllleitung und mindestens einer Entnahmeleitung mit Absperrarmaturen, einer Elektroeinrichtung zum Anschluss an die Stromversorgung, einer Überfüllsicherung und einer Lecküberwachungseinrichtung zum Feststellen einer Leckage des Behälters. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine ortsveränderliche, komplett vorgefertigte Tankanlage bereitzustellen, die leicht zu transportieren, stapelbar und zu unterschiedlichen, den Erfordernissen entsprechenden Kapazitäten zusammenschaltbar ist, wobei trotz weitgehender Leichtbauweise eine sichere Kapselung der wassergefährdenden Flüssigkeiten und aller funktionsbestimmenden Baueinheiten gewährleistet ist und die gleichzeitig die Vorzüge eines Containers beim Transport sowie die Möglichkeit des Rangierens besitzt.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen doppelwandigen fluiddichten ISO-Container (1), zwischen dessen Außenwänden (3), Bodenwand (4) und Dachwandung (5) einerseits und dessen ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine ortveränderliche, komplett vorgefertigte Tankanlage, insbesondere Tankstelle für die Abgabe von Kraftstoff, beispielsweise Vergaser- und Dieselkraftstoffe, mit mindestens einen, in mindestens eine oder mehrere Kammer(n) aufgeteilten Kraftstoffbehälter zum Lagern des jeweiligen Kraftstoffs, mindestens eine der Kammer zugeordneten Zapfeinrichtung aus Pumpe, Zapfschlauch und Abfüllpistole, mindestens einem an der jeweiligen Kammer angeschlossenen Entlüftungsrohr mit Abdeckhaube, mindestens einem Befüllstutzen mit Absperr- und Rückschlagarmatur zum Anschluss einer Fernfüllleitung und mindestens einer Entnahmeleitung mit Absperrarmaturen, einer Elektroeinrichtung zum Anschluss an die Stromversorgung, einer Überfüllsicherung und einer Lecküberwachungseinrichtung zum Feststellen einer Leckage des Behälters.

Aus der US 5 114 046 A ist eine oberirdische ortveränderliche Tankanlage und Tankstelle für Kraftstoff mit einem Lagerbehälter bekannt, bei der der Lagerbehälter in einem rechteckigen, als Auffangwanne ausgebildeten Transportrahmen mit Auflagerfüßen angeordnet ist. Die Auffangwanne hat ein Volumen, das größer ist als dasjenige des Lagerbehälters, so dass bei Leckage des Behälters die Lagerflüssigkeit aufgefangen wird. Am Transportrahmen ist eine Plattform befestigt, auf der die Zapfsäule mit allen Ver- und Entsorgungsleitungen, Armaturen und die Elektroeinrichtung montiert sind.

Mit dieser bekannten Lösung kann zwar bei Leckage des Lagerbehälters eine Kontaminierung des Erdreiches mit Kraftstoff hinreichend ausgeschlossen werden, trotzdem bleibt die Auffangwanne gegenüber der Atmosphäre offen, so dass ein Abdampfen des Kraftstoffes in die Atmosphäre nicht verhindert werden kann.

Beim Transport der bekannten Tankstelle sind funktionswesentliche Baueinheiten wie beispielsweise die Zapfsäule, Messgeräte und Rohrleitungen ungeschützt, wodurch Beschädigungen nicht ausschließlich sind. Die Tankstelle ist nur mittels Untergreifen des Transportrahmens durch ein schweres Hebezeug bewegbar.

Die bekannte Tankstelle ist des weiteren hinsichtlich ihrer Lagerkapazität beschränkt und daher nur für kleinere untergeordnete Einsatzfälle geeignet.

Andere bekannte Lösungen für Lagerbehälter von Tankstellen wie sie aus der DE 199 37 075 A1, DE 198 02 928 A1, WO 97/25230, US 5 037 239 A bekannt sind, eignen sich nur für die unterirdische Lagerung. Ihr Aufbau ist demzufolge aufwendig und für ein Umsetzen der Tankstellen nicht geeignet.

Transportable Container mit ISO-Abmessungen sind aus der EP 0 411 005 B1 bekannt. Sie umfassen einen Rahmen, der aus länglichen Rahmenelementen mit einer an diesen befestigten Auskleidung gebildet ist, wobei wenigstens eines der Rahmenelemente eine Wärmesperre entlang wenigstens eines Teiles seiner Länge aufweist. Derartige Container sind für die Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten wie Ottokraftstoff, Diesel, Flugbenzin, Rapsöl u. dgl. bisher nicht geeignet.

Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine ortveränderliche, komplett vorgefertigte Tankanlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, die leicht zu transportieren, stapelbar und zu unterschiedlichen, den Erfordernissen entsprechenden Kapazitäten zusammenschaltbar ist, wobei trotz weitgehender Leichtbauweise eine sichere Kapselung der wassergefährdenden Flüssigkeiten und aller funktionsbestimmenden Baueinheiten gewährleistet ist und die gleichzeitig die Vorzüge eines Containers beim Transport sowie die Möglichkeit des Rangierens besitzt.

Diese Aufgabe wird durch eine Tankanlage der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Container-Rahmens sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Die erfindungsgemäße Tankanlage zeichnet sich dadurch aus, dass der mit gefährlicher Flüssigkeit gefüllte Container durch einen die Flüssigkeit allseitig umschließenden Überwachungsraum gegen Leckage überwacht wird, so dass Undichtigkeiten in den Wandungen des Überwachungsraumes durch einen Druckanstieg oder -abfall optisch und akustisch angezeigt wird.

Der Container der erfindungsgemäßen Tankanlage nimmt des weiteren alle für die Funktion, Bedienung und Wartung notwendigen Baueinheiten wie Zapfeinrichtung, Befüll- und Entleerungsleitungen, Absperr- und Sicherheitsarmaturen, Elektroeinrichtung, Leckschutzeinrichtung in einem separaten, vom Lagerraum flüssigkeitsdicht angetrennten Kommunikationsraum auf.

Die erfindungsgemäße Tankanlage zeichnet sich ferner dadurch aus, dass die Container zu einem größeren Verbund übereinander und/oder aneinander angeordnet werden können. Dabei werden die Eckbeschläge der Container fest miteinander verschraubt und die Kommunikationsschächte miteinander verbunden.

Die erfindungsgemäße Tankanlage gestattet durch ihre Anpassung an die ISO-Maße ein einfaches Stapeln im Leerzustand. Sie ist durch Gapelstabler und Hebezeuge gleichermaßen verladefähig und kann durch seine Schwerlastrollen mit einer Zugvorrichtung leicht zum oder vom Verladeort auf befestigtem Boden verfahren werden.

Je nach Einsatzfall kann die erfindungsgemäße Tankanlage oberirdisch oder auch unterirdisch aufgestellt werden.

Die erfindungsgemäße Tankanlage ist komplett vorgefertigt, zugleich kompakt, robust und einfach im Aufbau.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Tankanlage,

Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt gemäß Linie A-A der Fig. 1,

Fig. 3 den prinzipiellen Aufbau der Innenwand des Containers,

Fig. 4 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Tankanlage mit stirnseitig angeordnetem Kommunikationsraum,

Fig. 5 eine Variante der erfindungsgemäßen Tankanlage mit in der Seitenfläche angeordneten Kommunikationsraum und

Fig. 6 eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Tankanlage mit einem oberirdischen Container, der auf einem unterirdisch gelagerten Container gelagert ist.

In Fig. 1 und 2 ist der prinzipielle Aufbau der erfindungsgemäßen Tankanlage gezeigt, deren funktionsbestimmende Baueinheiten im wesentlichen in einem Container 1 untergebracht sind. Der Container 1 besitzt obere horizontale Seitenstreben a und b, untere horizontale Seitenstreben c und d und obere und untere horizontale Stirnstreben e, f, i und j sowie vertikale Stirnstreben k, l, m und n. Jeweils eine Seitenstrebe, eine vertikale und eine horizontale Stirnstrebe sind durch die Eckbeschläge I, II, III, IV, V, VI, VII und VIII stoffschlüssig miteinander verbunden. Die Kantenlänge der Seitenstreben und der Stirnstreben entsprechen den Längenabmessungen des ISO-Standards, ebenso sind die Eckbeschläge nach ISO-Norm ausgelegt. So kann der Container 1 beispielsweise als ein 20 ft.-, 30 ft.- Oder 40 ft-Container ausgeführt sein. Die Eckbeschläge I bis VIII haben Anschlagöffnungen 2, in die nicht dargestellte Anschlagmittel eines Hebezeuges zum Umsetzen oder Anheben des Containers 1 angeschlagen werden können.

Die von den Seitenstreben a und b, c und d sowie von den Stirnstreben i und j sowie m und n begrenzten Seitenflächen sind jeweils durch Außenwände 3, eine Bodenwandung 4 und Dachwandung 5 flüssigkeitsdicht verschlossen, beispielsweise verschweißt, so dass mit einer zu den sichtbaren Stirnstreben k und m nach innen in den Container 1 versetzten, an der Bodenwandung 4, den seitlichen Außenwänden 3 und der Dachwandung 5 flüssigkeitsdicht angeschlossenen Zwischenwand 6 ein allseits geschlossener Aufnahmeraum 7 für die Lagerung des Kraftstoffes und ein Kommunikationsraum 26 entsteht.

Den Außenwänden 3, der Bodenwand 4, der Zwischenwand 6 und der Dachwandung 5 ist eine allseits flüssigkeitsdichte Innenwand 8 zugeordnet, die mit den Außenwänden 3, der Bodenwand 4, der Zwischenwand 6 und der Dachwandung 5 einen geschlossenen Überwachungsraum 9 bildet. Die Innenwand 8 ist in dem hier beschriebenen Beispiel eine flexible mehrschichtigen Hülle 10, die sich mit Abstandsstücken 11 an den Außenwänden 3, der Bodenwand 4, der Zwischenwand 6 und der Dachwandung 5 abstützet.

Die Hülle 10 besteht - wie in Fig. 3 gezeigt - aus einer Einlage 12 und Schutzplatte 13 aus Polyurethanfolie mit je einer elektrisch leitenden Beschichtung und einer Zwischenlage 14 aus synthetischen Polyester-Vlies.

Der Überwachungsraum 9 ist über eine Messleitung 15 mit einer Vakuum-Leckageschutzeinrichtung 16 verbunden. Tritt eine Undichtigkeit in den Wandungen des Überwachungsraumes 9 auf, so detektiert der Unterdruck-Leckanzeiger 17 der Leckageschutzeinrichtung 16 einen Druckanstieg, welcher optisch durch den Leckanzeiger 17 und durch eine Signaleinrichtung 18 akustisch angezeigt wird.

Natürlich kann die flexible Hülle 10 auch durch eine Stahlwand ersetzt werden, ohne die Erfindung zu verlassen.

Der Aufnahmeraum 7 kann durch Trennwände in zwei oder drei nicht gezeigte Kammern für die Aufnahme unterschiedlichen Kraftstoffes, beispielsweise Ottokraftstoff und Dieselkraftstoff, unterteilt sein. In diesem Fall ist in jede Kammer eine flexible Hülle 10 eingelegt, die mit der Außenwand 3, dem entsprechenden Teil der Bodenwand 4 und der Dachwandung 5 sowie den jeweiligen Trennwänden einen separaten Überwachungsraum 9 bildet, der mit der Leckageschutzeinrichtung 16 über eine Messleitung 15 in Verbindung steht, wobei die Überwachungsräume 9 von einem oder mehreren Unterdruck-Leckanzeiger(n) 17 überwacht wird (werden).

Die Dachwandung 5 des Aufnahmeraumes 7 liegt gegenüber den oberen horizontalen Streben a und b etwas nach innen in den Container 1 hinein versetzt, wodurch Platz für die Anordnung eines von der Dachwandung 5 aufragenden Domes 37 entsteht. Jeder Kammer ist ein solcher Dom zugeordnet, durch dessen Domdeckel die Fernfüllleitung 19, das Entlüftungsrohr 20 mit Abdeckhaube und die Entnahmeleitung 21 mit Absperrkugelhahn 22 und ein Heberschutzventil 23 geführt ist. Im Domdeckel befindet sich ferner ein Grenzwertgeber 24 zur Sicherung gegen eine Überfüllung.

Die Fernfüllleitung 19 und die Entnahmeleitung 21 verlaufen durch Domdeckel und die Zwischenwand 6 in den Kommunikationsraum 26, in dem auch die mit der Entnahmeleitung 21 über einen Absperrkugelhahn 27 verbundene Zapfsäule 28 mit Zapfschlauch 29 und Abfüllpistole 30 montiert ist.

Der Kraftstoff wird durch die Zapfsäule 28 entnommen, wobei die Zapfsäule für unterschiedliche Abgabemengen ausgeführt sein kann und die Abfüllpistole 30 über einen Ein- und Ausschalter in der Pistolenaufhängung verfügt.

Die Befüllung der erfindungsgemäßen Tankstelle erfolgt dann vom Kommunikationsraum 26 aus, in dem an die Fernfüllleitung 19 mit Befüllstutzen 31 die entsprechende Befüllleitung eines nicht dargestellten Betankungsfahrzeuges angeschlossen wird. Eine Sicherung gegen Überfüllung des jeweiligen Aufnahmeraumes 7 ist durch den am Domdeckel befestigten Grenzwertgeber 24 gegeben, der mit einer im Kommunikationsraum 26 montierten Ferngrenzwertgeberdose 25 verbunden ist. Um entsprechende Kraftstoffverluste beim Befüllen zu vermeiden, ist vor dem Befüllstutzen 31 ein Rückschlagventil 32 und Absperrschieber 33 eingebaut.

Die an den Überwachungsraum 9 angeschlossene Messleitung 15 führt durch die Zwischenwand 6 in den Kommunikationsraum 26 bis zur Leckageschutzeinrichtung 16, die im Kommunikationsraum 26 befestigt ist. Im Kommunikationsraum 26 befindet sich auch die Elektroeinrichtung 34 für die Stromversorgung und Steuerung aller Baugruppen der Tankstelle. Sind mehrere Überwachungsräume 9 vorhanden, wird jeder Überwachungsraum mit einer Messleitung 15 versehen, die zum Leckanzeiger 17 geführt werden.

Der Kommunikationsraum 26 verfügt über eine Innenbeleuchtung und kann wahlweise auch eine nicht dargestellte Wärmekompensationseinrichtung (Heizung und/oder Kühlung) für den mit Kraftstoff gefüllten Aufnahmeraum 7 ausgerüstet sein. An den in Fig. 1 sichtbaren vertikalen Stirnstreben k und m sind Türen 35 und 36 angeschlagen, die einen unbefugten Zutritt zu dem im Container 1 durch eine flüssigkeitsdichte Zwischenwand 7 ausgebildeten Kommunikationsraum 26 verhindern (siehe Fig. 4).

Der Kommunikationsraum 26 kann - wie Fig. 5 zeigt - je nach den Erfordernissen auch in der Seitenfläche des Containers 1 angeordnet werden, ohne die Erfindung zu verlassen.

Für eine oberirdische Aufstellung der erfindungsgemäßen Tankstelle sind die Außenwände 3, die Bodenwand 4 und die Dachwandung 5 mit einer Wärmedämmung aus Styropor versehen, um einer entsprechenden Aufheizung oder Abkühlung des Containers 1 entgegenzuwirken. Wahlweise können bei einer oberirdischen Lagerung des Kraftstoffes auch in das Entlüftungsrohr Explosionssicherungen eingesetzt und alle elektrischen Einrichtungen 34 ex-geschützt sein.

Für den Fall, dass ein unterirdischer Einbau (siehe Fig. 6) erforderlich ist, werden die seitlichen und stirnseitigen Außenwände 3, die Dachwandung 5 und die Bodenwand 4 Containers 1.1 verstärkt ausgeführt und mit einer Bitumenisolierung versehen. Die Dachwandung 5 mit den oberen horizontalen Seitenstreben a und b sowie den oberen horizontalen Stirnstreben e und f ist dann überfahrbar gestaltet. Der Container 1.1 hat keinen Kommunikationsraum 26. Auf den im Erdreich eingesetzten Container 1.1 ist der Container 1 kraftschlüssig aufgesetzt. Alle funktionswesentlichen Baugruppen des unterirdischen Containers 1.1 sind mit dem überstapelten Container 1 verbunden. Die Zapfsäule 28 mit Zapfschlauch 29 und Abfüllpistole 30 sowie die Befülleinrichtung (Grenzwertgeberdose 26, Absperrkugelhahn 27, Befüllstutzen 31, Entlüftungsleitung 20, Entnahmeleitung 21) sind im Kommunikationsraum 26 untergebracht.

Für die Herstellung eines oberirdischen Verbundes an erfindungsgemäßen Containern 1 zur Erhöhung des Lagervolumens an Kraftstoff werden die einzelnen Container an ihren Eckbeschlägen I bis VIII kraftschlüssig miteinander verbunden. Die Container 1 sind somit übereinander und aneinander stapelbar. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen a, b obere horizontale Seitenstreben

c, d untere horizontale Seitenstreben

e, f obere horizontale Stirnstreben

i, j untere horizontale Stirnstreben

k, l, m, n vertikale Stirnstreben

I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII Eckbeschläge

1 Oberirdischer Container

1.1 Unterirdischer Container

2 Anschlagöffnungen

3 stirnseitige und seitliche Außenwände

4 Bodenwandung

5 Dachwandung

6 Zwischenwand

7 Aufnahmeraum/Kraftstofflagerraum

8 Innenwand

9 Überwachungsraum

10 Hülle

11 Abstandsstücke

12 Einlage von 10

13 Schutzplatte

14 Zwischenlage

15 Messleitung(en)

16 Leckageschutzeinrichtung

17 Leckanzeiger

18 Signaleinrichtung

19 Fernfüllleitung

20 Entlüftungsrohr

21 Entnahmeleitung

22 Absperrkugelhahn

23 Heberschutzventil

24 Grenzwertgeber

25 Grenzwertgeberdose

26 Kommunikationsraum

27 Absperrkugelhahn

28 Zapfsäule

29 Zapfschlauch

30 Abfüllpistole

31 Befüllstutzen

32 Rückschlagventil

33 Absperrschieber

34 Elektroeinrichtung

35, 36 Tür

37 Dom


Anspruch[de]
  1. 1. Ortveränderliche, komplett vorgefertigte Tankanlage, insbesondere Tankstelle für die Abgabe von Kraftstoff, beispielsweise Vergaser- und Dieselkraftstoffe, mit mindestens einen, in mindestens eine oder mehrere Kammer(n) aufgeteilten Kraftstoffbehälter zum Lagern des jeweiligen Kraftstoffs, mindestens eine der Kammer zugeordneten Zapfeinrichtung aus Pumpe, Zapfschlauch und Abfüllpistole, mindestens einem an der jeweiligen Kammer angeschlossenen Entlüftungsrohr mit Abdeckhaube, mindestens einem Befüllstutzen mit Absperr- und Rückschlagarmatur zum Anschluss einer Fernfüllleitung und mindestens einer Entnahmeleitung mit Absperrarmaturen, einer Elektroeinrichtung zum Anschluss an die Stromversorgung, einer Überfüllsicherung und einer Lecküberwachungseinrichtung zum Feststellen einer Leckage des Behälters, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoffbehälter als doppelwandiger, fluiddichter, mit Eckbeschlägen (I-VIII) versehener ISO-Container (1) zwischen seinen Außenwänden (3), Bodenwand (4) und Dachwandung (5) einerseits und seiner Innenwand (8) andererseits mit einem Überwachungsraum (9) versehen ist, der mit der Leckageschutzeinrichtung (16) verbunden ist, und dass in dem Container (1) durch eine dichte Zwischenwand (6) ein von außen zugänglicher und verschließbarer Kommunikation- bzw. Bedienraum (26) abgeteilt ist, in dem die mit der mindestens einen Kammer in Funktionsverbindung stehende Zapfeinrichtung (28), Fernfüllleitung (19), Befüllstutzen (31), Absperrarmaturen (32, 33), Elektroeinrichtung (34) und die Leckageschutzeinrichtung (16) mit Leckanzeiger (17) zum Bedienen der Anlage angeordnet sind.
  2. 2. Tankanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (8) des Containers (1) aus einer flexiblen mehrschichtigen Hülle (10) gebildet ist, die aus einer Einlage und Schutzplatte aus Polyurethanfolie mit je einer elektrisch leitenden Beschichtung und einer Zwischenlage aus synthetischen Polyester-Vlies besteht.
  3. 3. Tankanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsraum (9) zwischen Hülle (10) und Außenwänden (3), Bodenwand (4) und Dachwandung (5) des Containers (1) unterdrucküberwacht ist und durch eine bzw. mehrere Messleitung(en) (15) mit einem Leckanzeiger (17) verbunden ist (sind).
  4. 4. Tankanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (8) des Containers (1) aus Stahl besteht.
  5. 5. Tankanlage nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsraum (9) zwischen den Außenwänden (3), Bodenwand (4) und Dachwandung (5) einerseits und Innenwand (8) andererseits des Containers (1) überdrucküberwacht ist und mit einer bzw. mehreren Druckleitung(en) mit einem Leckanzeigegerät verbunden ist (sind).
  6. 6. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (10) bzw. Innenwand (8) an der Außenwand (3) des Containers mittels Abstandsstücke (11) befestigt ist.
  7. 7. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (10) bzw. die Innenwand (8) des Containers (1) mit einer dauerelastischen Isolierschicht an den Außenwänden (3), der Bodenwand (4) und der Dachwandung (5) des Containers (1) befestigt ist.
  8. 8. Tankanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dachwandung (5) des Containers (1) nach innen in den Container (1) versetzt angeordnet und mit mindestens einem Dom (37) ist, wobei die oberen Streben (a, b; e, f) mit den oberen Eckbeschlägen ihre Lage beibehalten.
  9. 9. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwände (3), die Bodenwand (4) und die Dachwandung (5) des Containers (1) mit einer Wärmedämmschicht, beispielsweise aus Styropor, für eine oberirdische Aufstellung versehen ist.
  10. 10. Tankanlage nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Container (1) mit einer Wärmekompensationseinrichtung zum Kühlen und/oder Aufheizen versehen ist.
  11. 11. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwände (3), die Bodenwand (4) und die Dachwandung (5) für eine unterirdische Aufstellung verstärkt ausgebildet und mit einer Bitumenisolierschicht versehen sind.
  12. 12. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Container (1) mit einer Kippvorrichtung versehen ist.
  13. 13. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Container (1) miteinander funktionsfähig, beispielsweise aneinander und/oder übereinander, an den Eckbeschlägen lösbar befestigt sind.
  14. 14. Tankanlage nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass für die unterirdische Einlagerung von Kraftstoff mindestens ein Container (1.1) unterirdisch angeordnet ist, dessen Außenwände (3), Bodenwand (4) und Dachwandung (5) verstärkt sind und der oberirdische Container (1) auf dem unterirdischen Container (1.1) kraftschlüssig befestigt ist, wobei die funktionswesentlichen Baugruppen des Containers (1.1) in den Kommunikationsraum (26) des Containers (1) integriert sind.
  15. 15. Tankanlage nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kommunikationsraum (26) durch Türen (35, 36) verschließbar ist.






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