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Dokumentenidentifikation DE10142107C1 15.05.2003
Titel Fluidpumpe
Anmelder Gründer & Hötten GmbH, 45309 Essen, DE
Erfinder Rittmann, Werner, 45309 Essen, DE
Vertreter Spalthoff und Kollegen, 45130 Essen
DE-Anmeldedatum 30.08.2001
DE-Aktenzeichen 10142107
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse F04B 43/10
IPC-Nebenklasse F04B 9/08   
Zusammenfassung Eine Fluidpumpe (1) hat einen Zylinderraum (3), in dem ein Pumpfluid eintritt und aus dem das Pumpfluid abpumpbar ist, einen Kolben (6), der im Zylinderraum (3) zum Abpumpen des Pumpfluids hin- und herbewegbar gehaltert ist, und zumindest ein Stellglied (9, 10), mittels dem der Kolben (6) im Zylinderraum (3) hin- und herbewegbar ist.
Um eine derartige Fluidpumpe mit einem vergleichsweise geringeren Gewicht auszugestalten und um jedwede bewegliche Dichtungen zwischen dem Antriebsmedium der Fluidpumpe und dem Pumpmedium zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß das zumindest eine Stellglied (9, 10) des Kolbens (6) als pneumatischer Muskel (9, 10) ausgebildet ist, der bei Beaufschlagung mit einem Druck- bzw. Antriebsmedium einer Längenverkürzung und einer Durchmesservergrößerung unterliegt und den Kolben (6) entsprechend seiner Längenverkürzung bewegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fluidpumpe mit einem Zylinderraum, in den ein Pumpfluid eintritt und aus dem das Pumpfluid abpumpbar ist, einem Kolben, der im Zylinderraum zum Abpumpen des Pumpfluids hin- und herbewegbar gehaltert ist, und zumindest einem Stellglied, mittels dem der Kolben im Zylinderraum hin- und herbewegbar ist. Derartige Fluidpumpen werden in vielfältiger Weise eingesetzt, z. B. im Bergbau und in der chemischen Industrie. Insbesondere die in Bergbaubetreiben zum Abpumpen unerwünschter Wasseransammlungen eingesetzten derartigen Fluidpumpen sind insofern nachteilig, als ihr vergleichsweise hohes Gewicht ihren Einsatz insbesondere an schwer zugänglichen Stellen, zu denen sie u. U. manuell transportiert werden müssen, erschwert bzw. verhindert. Darüber hinaus sind derartige Fluidpumpen aufgrund der in ihnen üblicherweise vorgesehenen beweglichen Dichtungen zwischen Antriebsmedium und Pumpmedium einem nicht unerheblichen mechanischen Verschleiß unterworfen.

Aus der EP 0 172 795 A2 ist eine Fluidpumpe bekannt, in deren Zylinderraum, der von einem Pumpfluid durchströmt wird, ein Schlauchteil angeordnet ist, dessen Volumen zur Verpumpung des Pumpfluids vergrößert bzw. verkleinert wird.

Die US 3 440 970 zeigt eine mit einem Volumen veränderbaren Schlauchteil arbeitende Membranpumpe, deren Schlauchteil mittels geeigneter Verschraubungsglieder fixiert ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fluidpumpe der eingangs geschilderten Art zu scharfen, die einerseits eine erhebliche Gewichtseinsparung zuläßt und bei der andererseits keine bewegliche Dichtung zwischen dem Antriebsmedium und dem Pumpmedium mehr vorhanden ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das zumindest eine Stellglied des Kolbens der Fluidpumpe als pneumatischer Muskel ausgebildet ist, der bei Beaufschlagung mit einem Druckmedium einer Längsverkürzung und einer Durchmesservergrößerung unterliegt und den Kolben entsprechend seiner Längenverkürzung bewegt. Eine bewegliche Dichtung zwischen dem Antriebs- bzw. Druckmedium, mittels dem der zumindest eine pneumatische Muskel verkürzt und in seinem Durchmesser vergrößert wird, und dem Pumpmedium, ist bei der erfindungsgemäßen Fluidpumpe nicht mehr erforderlich, so daß im Vergleich zum Stand der Technik bei der erfindungsgemäßen Fluidpumpe keine spürbaren mechanischen Verluste auftreten.

Wenn der Kolben an seinen beiden Stirnseiten jeweils an einem Ende eines pneumatischen Muskels befestigt ist, wobei die beiden anderen Enden der beiden pneumatischen Muskel in einander entgegengesetzten Endabschnitten des Zylinderraums ortsfest angeordnet sind, läßt sich eine erfindungsgemäße Fluidpumpe mit einer Pumpleistung von z. B. 100 l/min als Wasserpumpe für den Bergbau mit einem Gewicht von ca. 12 kg bauen, wohingegen aus dem Stand der Technik bekannte Wasserpumpen für den Bergbau mit einer entsprechenden Leistung ca. 75 kg wegen.

Bei einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fluidpumpe als Ansaugpumpe ist es vorteilhaft, wenn Stirnseiten des Zylinderraums mittels Einlaufsieben geschlossen sind, die jeweils mit einer verstellbaren Einlaufklappe versehen sind.

Die erfindungsgemäße Fluidpumpe kann jedoch auch als Zulaufpumpe ausgebildet sein, wobei dann jeder der beiden durch den Kolben getrennten Zylinderraumabschnitte des Zylinderraums eine Zulaufleitung aufweist.

Zur Anbringung des Kolbens an den beiden pneumatischen Muskeln ist es Vorteilhaft, wenn der hin- und herbewegbare Kolben an seinen beiden Stirnseiten jeweils ein kolbenseitiges Verschraubungsglied aufweist, das mit einem am dem Kolben zugewandten Ende des pneumatischen Muskels angeordneten muskelseitigen Verschraubungsglied in und außer Gewindeeingriff bringbar ist.

Andererseits kann die zur Bewegung des Kolbens ortsfeste Anbringung der pneumatischen Muskel realisiert werden, wenn in den einander entgegengesetzten Endabschnitten des Zylinderraums jeweils ein ortsfestes zylinderraumseitiges Verschraubungsglied angeordnet ist, wobei die beiden ortsfesten Zylinderraumseitigen Verschraubungsglieder mit am dem Kolben abgewandten Ende der beiden pneumatischen Muskel angeordneten muskelseitigen Verschraubungsgliedern in und außer Eingriff bringbar sind.

Um etwaige defekte Schläuche in einfacher Weise ersetzen zu können, ist es zweckmäßig, wenn jedes muskelseitige Verschraubungsglied seinerseits zwei miteinander in und außer Eingriff bringbare Teilglieder aufweist, zwischen denen jeweils ein Schlauchende des pneumatischen Muskels einklemmbar ist.

Die muskelseitigen Verschraubungsglieder können als Mutter ausgebildet sein, wobei dann die kolben- und/oder zylinderraumseitigen Verschraubungsglieder als Außengewinde ausgebildet sind.

In technisch-konstruktiv wenig aufwendiger Weise lassen sich die pneumatischen Muskel mittels die zylinderraumseitigen Verschraubungsglieder ausbildender Übergangsstücke an eine Druckluftzuleitung anschließen.

Die Druckluftzuleitung jedes pneumatischen Muskels kann durch die zylindrische Wandung eines den Zylinderraum ausbildenden Zylinderrohrs geführt sein.

Entsprechend kann eine Abpumpleitung jedes der durch den Kolben getrennten Zylinderraumabschnitte durch die zylindrische Wandung des den Zylinderraum ausbildenden Zylinderrohrs geführt sein.

Vorteilhaft sind sowohl die Druckluftzuleitung jedes pneumatischen Muskels als auch die Abpumpleitung jedes Zylinderraumabschnitts im entsprechenden Endabschnitt des Zylinderraums angeordnet.

Zur mechanisch dauerhaften ortsfesten Anordnung der der Stirnseite abgewandten muskelseitigen Verschraubungsglieder ist es zweckmäßig, wenn die Übergangsstücke zwischen den pneumatischen Muskeln und den Druckluftzuleitungen außer an den Stirnseiten der Druckluftzuleitungen auch noch auf den Umfangsflächen der Abpumpleitungen befestigt sind.

Zweckmäßigerweise ist im zylinderrohrseitigen Endabschnitt jeder Abpumpleitung ein Kugelventil vorgesehen.

Eine optimale Ausnutzung der den pneumatischen Muskeln innewohnenden Verstellkräfte für den Kolbenhub ergibt sich, wenn der Abstand zwischen den beiden in den Endabschnitten des Zylinderraums ortsfest angeordneten zylinderraumseitigen Verschraubungsgliedern und die Länge der beiden pneumatischen Muskel so gewählt sind, daß die beiden pneumatischen Muskel ihre drucklose, unbelastete Nennlänge aufweisen, wenn sich der Kolben in seiner Neutral- bzw. Mittelstellung im Zylinderraum befindet, wobei dann vorteilhaft der eine bzw. der andere pneumatische Muskel seine kontrahierte Minimallänge und seinen Maximaldurchmesser und der andere bzw. der eine pneumatische Muskel seine expandierte Maximallänge und seinen Minimaldurchmesser aufweist, wenn sich der Kolben am einen bzw. anderen seiner beiden Totpunkte befindet.

Die pneumatischen Muskel können jeweils mit einem Festoschlauch ausgebildet sein, wobei für Bergbauzwecke die Festoschläuche beispielsweise aus einem graphithaltigen Gummiwerkstoff bestehen können. Sofern die Fluidpumpe in der chemischen Industrie od. dgl. eingesetzt worden soll, ist es vorteilhaft, wenn die Festoschläuche aus einen gegen das jeweilige Pumpfluid widerstandsfähigen Elastomerwerkstoff, z. B. Pergonan, Viton od. dgl., ausgebildet ist.

Grundsätzlich kann die werkstoffmäßige Ausgestaltung der Festoschläuche jeweils in Anpassung an das zu verpumpende Pumpfluid ausgewählt werden, wobei wiederum grundsätzlich jedes Medium als Pumpfluid geeignet ist.

Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fluidpumpe; und

Fig. 2 bis Fig. 4 Prinzipdarstellungen einer Mittel- und zweier Totpunktstellungen eines Kolbens der in Fig. 1 gezeigten erfindungsgemäßen Fluidpumpe.

Eine in Fig. 1 im Prinzip in einer Längsschnittdarstellung gezeigte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fluidpumpe 1 dient beispielsweise dazu, unerwünschte Wasseransammlungen zu beseitigen und wird hierzu beispielsweise in Bergbaubetrieben eingesetzt.

Die Fluidpumpe 1 hat ein Zylinderrohr 2, welches einen Zylinderraum 3 der Fluidpumpe 1 abgrenzt bzw. umgibt.

Der Zylinderraum 3 gliedert sich in zwei Zylinderraumabschnitte 4, 5, die durch einen innerhalb des Zylinderraums 3 bewegbaren Kolben 6 der Fluidpumpe 1 voneinander getrennt sind. Der größte Außendurchmesser des Kolbens 6 entspricht dem Innendurchmesser des Zylinderrohrs 2, so daß der Kolben in definiert geführter Weise innerhalb des Zylinderrohrs 3 verschieblich ist.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Zylinderrohr 2 der Fluidpumpe 1 an seinen beiden Stirnseiten jeweils mittels eines Einlaufsiebs 7 geschlossen, durch das hindurch beispielsweise Wasser, welches das zu verpumpende Medium ist, in den Zylinderraum 3 bzw. in die beiden Zylinderraumabschnitte 4, 5 eindringen kann.

Um während des Pumpvorgangs den Austritt von Wasser durch das Einlaufsieb bzw. durch die Einlaufsiebe 7 zu verhindern, ist jedes Einlaufsieb 7 mit einer verstellbaren Einlaufklappe 8 versehen, die das ihr zugeordnete Einlaufsieb automatisch schließt, sobald in dem durch sie schließbaren Zylinderraumabschnitt 4 bzw. 5 ein Abpumpvorgang eingeleitet wird.

Der Kolben 6 wird mittels zweier als Stellglieder fungierender pneumatischer Muskel 9, 10 innerhalb des Zylinderrohrs 2 hin- und herbewegt. Hierzu weist der Kolben 6 an seinen beiden Stirnseiten 11, 12 jeweils ein kolbenseitiges Verschraubungsglied 13, 14 auf, welches in im folgenden zu beschreibender Weise mit dem pneumatischen Muskel 9 bzw. 10 verbunden ist.

Da die Fluidpumpe 1 beidseits des Kolbens 6 hinsichtlich ihrer Bauteile und hinsichtlich ihrer Funktion analog ausgebildet ist bzw. arbeitet, wird im folgenden die Fluidpumpe 1 an Hand der in Fig. 1 rechts des Kolbens 6 angeordneten Bauteile näher erläutert.

Das an der in Fig. 1 rechten Stirnseite 11 des Kolbens 6 ausgebildete kolbenseitige Verschraubungsglied 13 ist als Außengewinde ausgestaltet. Mit diesem kolbenseitigen Verschraubungsglied 13 ist ein muskelseitiges Verschraubungsglied 15 in Gewindeeingriff bringbar bzw. gebracht, das am der Stirnseite 11 des Kolbens 6 zugewandten Ende des pneumatischen Muskels 9 angeordnet und als Mutter ausgestaltet ist.

Neben dem dem Kolben 6 zugewandten muskelseitigen Verschraubungsglied 15 weist der pneumatische Muskel 9 ein weiteres muskelseitiges Verschraubungsglied 16 auf, das am anderen Ende des pneumatischen Muskels 9 angeordnet ist. Die beiden muskelseitigen Verschraubungsglieder 15, 16 des pneumatischen Muskels 9 sind mittels eines Festoschlauchs 17 miteinander verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem die Fluidpumpe 1 zum Abpumpen von unerwünschten Wasseransammlungen in Bergbaubetrieben eingesetzt wird, wird als Werkstoff für den Festoschlauch beispielsweise ein graphithaltiger Gummiwerkstoff eingesetzt. Falls die Fluidpumpe 1 in anderen Einsatzgebieten, z. B. in der chemischen Industrie, eingesetzt werden soll, wird der Festoschlauch 17 aus einem Werkstoff ausgebildet, der an den jeweiligen Einsatzfall, d. h. insbesondere an das mittels der Fluidpumpe 1 zu verpumpende Medium, angepaßt ist. Zum Beispiel kann der Festoschlauch aus einem Elastomerwerkstoff, wie z. B. Pergonan oder Viton, ausgebildet werden.

Die beiden muskelseitigen Verschraubungsglieder 15, 16 des pneumatischen Muskels 9 sind ihrerseits in zwei miteinander in und außer Eingriff bringbare Teilglieder unterteilt, wobei zwischen diesen beiden Teilgliedern die Enden des Festoschlauchs 17 einklemmbar sind. Ein defekter Festoschlauch 17 ist somit in einfacher Weise austauschbar.

Das der Stirnseite 11 des Kolbens 6 abgewandte muskelseitige Verschraubungsglied 16 ist mit einem in einem Endabschnitt 18 des Zylinderraumabschnitts 4 innerhalb des Zylinderrohrs 2 angeordneten ortsfesten zylinderraumseitigen Verschraubungsglied 19 in Gewindeeingriff bringbar bzw. gebracht, wobei das der Stirnseite 11 des Kolbens 6 abgewandte muskelseitige Verschraubungsglied 16 des pneumatischen Muskels 9 wiederum als Mutter und das ortsfeste zylinderraumseitige Verschraubungsglied 19 als Außengewinde ausgebildet ist.

Das das ortsfeste zylinderraumseitige Verschraubungsglied 19 bildende Außengewinde ist auf der Außenmantelfläche eines Übergangsstücks 20 ausgebildet, mittels dem der pneumatische Muskel 9 an eine Druckluftzuleitung 21 angeschlossen ist. Die Druckluftzuleitung 21 hat einen durch die zylindrische Wandung 22 des Zylinderrohrs 2 in den in Fig. 1 rechten Zylinderraumabschnitt 4 vorstehenden Endabschnitt, an dessen Stirnseite das Übergangsstück 20 befestigt ist.

Wenn der pneumatische Muskel 9 durch die Druckluftzuleitung 21 und das Übergangsstück 20 mit Druckluft beaufschlagt wird, wird die Länge des Festoschlauchs 17 reduziert, wohingegen sich der Durchmesser des Festoschlauchs 17 erhöht. Durch die Reduzierung der Länge des Festoschlauchs 17 wird der Kolben 6 in Fig. 1 nach rechts gezogen. Durch den Kolbenhub und durch die Vergrößerung des Durchmessers des Festoschlauchs 17 wird das Pumpmedium, im dargestellten Ausführungsbeispiel z. B. Wasser, bei während des Abpumpvorgangs geschlossener Einlaufklappe 8 durch eine Abpumpleitung 23, die in ihrem durch die zylindrische Wandung 22 des Zylinderrohrs 2 in den Endabschnitt 18 des Zylinderraumabschnitts 4 vorstehenden Endabschnitt eine Einströmöffnung 24 und ein Kugelventil 25 aufweist, abgepumpt.

Sobald der pneumatische Muskel 9 bzw. dessen Festoschlauch 17 seine Minimallänge und seinen Maximaldurchmesser erreicht hat, ist der in Fig. 1 rechte Totpunkt des Kolbens 6 erreicht. Die Druckluftbeaufschlagung des pneumatischen Muskels 9 wird beendet. Gleichzeitig wird mit der Druckluftbeaufschlagung des pneumatischen Muskels 10 begonnen, der sich auf der anderen Stirnseite 12 des Kolbens 6 befindet. Nunmehr wird der Kolben 6 aus seinem rechten Totpunkt in in Fig. 1 linker Richtung innerhalb des Zylinderrohrs 2 verschoben, bis er seinen in Fig. 1 linken Totpunkt erreicht. Hierbei wird unmittelbar nach Einleitung der Bewegung des Kolbens 6 nach links die dem Einlaufsieb 7 zugeordnete Einlaufklappe 8 am in Fig. 1 rechten Endabschnitt 18 des Zylinderrohrs 2 geöffnet, so daß das zu verpumpende Medium bzw. das Wasser in den in Fig. 1 rechten Zylinderraumabschnitt 4 einlaufen kann.

Die in Fig. 1 gezeigte Fluidpumpe 1 ist als selbstansaugende Pumpe ausgebildet, wobei jeweils zu verpumpendes Medium in den in Fig. 1 rechten Zylinderraumabschnitt 1 eingesaugt wird, während das zu verpumpende Medium aus dem in Fig. 1 linken Zylinderraumabschnitt abgepumpt wird und umgekehrt.

Grundsätzlich kann die Fluidpumpe 1 jedoch auch als Zulaufpumpe ausgebildet werden.

Der pneumatische Muskel 9 und der pneumatische Muskel 10 fungieren als Stellglieder für den zwischen seinem in Fig. 1 rechten Totpunkt und seinem in Fig. 1 linken Totpunkt bewegbaren Kolben 6. Entsprechend ist das Übergangsstück 20, an dem das dem Kolben 6 abgewandte kolbenseitige Verschraubungsglied 14 befestigt ist, ortsfest in bezug auf das Zylinderrohr angeordnet. Neben der Befestigung dieses Übergangsstücks 20 an der freien Stirnseite des Endabschnitts der Druckluftzuleitung 21 ist das Übergangsstück 20 zusätzlich an der Umfangsfläche der Abpumpleitung 23 angebracht.

Die in Fig. 1 gezeigte Mittelstellung des Kolbens 6 stellt sich ein, wenn keiner der beiden pneumatischen Muskel 9, 10 mit Druckluft beaufschlagt wird und die beiden pneumatischen Muskel 9, 10 ihre drucklose, unbelastete Nennlänge aufweisen. Entsprechend ist der Abstand zwischen den beiden Übergangsstücken 20 der Fluidpumpe 1 gewählt.

Wenn sich der Kolben 6, wie in Fig. 3 gezeigt, in seinem rechten Totpunkt befindet, hat der pneumatische Muskel 9 seine kontrahierte Minimallänge und seinen Maximaldurchmesser, wohingegen der pneumatische Muskel 10 seine expandierte Maximallänge und seinen Minimaldurchmesser aufweist. Entsprechend befindet sich der Kolben 6 in seinem in Fig. 4 gezeigten linken Totpunkt, wenn der pneumatische Muskel 10 seine kontrahierte Minimallänge und seinen Maximaldurchmesser und der pneumatische Muskel 9 seine expandierte Maximallänge und seinen Minimaldurchmesser aufweist.

Wenn die vorstehend geschilderte erfindungsgemäße Fluidpumpe 1 für eine Pumpleistung von z. B. 100 l/min ausgebildet wird und als für Bergbaubetriebe geeignete Wasserpumpe ausgebildet wird, hat sie beispielsweise eine Masse von 12 kg, was für quantitativ derart ausgelegte Wasserpumpen sehr niedrig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Fluidpumpe, mit einem Zylinderraum (3), in dem ein Pumpfluid eintritt und aus dem das Pumpfluid abpumpbar ist, einem Kolben (6), der im Zylinderraum (3) zum Abpumpen des Pumpfluids hin- und herbewegbar gehaltert ist, und zumindest einem Stellglied (9, 10), mittels dem der Kolben (6) im Zylinderraum (3) hin- und herbewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine Stellglied (9, 10) des Kolbens (6) als pneumatischer Muskel (9, 10) ausgebildet ist, der bei Beaufschlagung mit einem Druckmedium einer Längenverkürzung und einer Durchmesservergrößerung unterliegt und den Kolben (6) entsprechend seiner Längenverkürzung bewegt.
  2. 2. Fluidpumpe nach Anspruch 1, bei der der Kolben (6) auf seinen beiden Stirnseiten (11, 12) jeweils an einem Ende eines pneumatischen Muskels (9, 10) befestigt ist, wobei die beiden anderen Enden der beiden pneumatischen Muskel (9, 10) in einander entgegengesetzten Endabschnitten (18) des Zylinderraums (3) ortsfest angeordnet sind.
  3. 3. Fluidpumpe nach Anspruch 2, bei der Stirnseiten des Zylinderraums (3) mittels Einlaufsieben (7) geschlossen sind, die jeweils mit einer verstellbaren Einlaufklappe (8) versehen sind.
  4. 4. Fluidpumpe nach Anspruch 2 oder 3, bei der jeder der beiden durch den Kolben (6) getrennten Zylinderraumabschnitte (4, 5) des Zylinderraums (3) eine Zulaufleitung aufweist.
  5. 5. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der der hin- und herbewegbare Kolben (6) an beiden Stirnseiten (11, 12) ein kolbenseitiges Verschraubungsglied (13, 14) aufweist, das mir einem an dem Kolben (6) zugewandten Ende des pneumatischen Muskels (9, 10) angeordneten muskelseitigen Verschraubungsglied (15) und außer Gewindeeingriff bringbar ist.
  6. 6. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei der in den einander entgegengesetzten Endabschnitten (18) des Zylinderraums (3) jeweils ein ortsfestes zylinderraumseitiges Verschraubungsglied (19) angeordnet ist, die mit am dem Kolben (6) abgewandten Ende der beiden pneumatischen Muskel (9, 10) angeordneten muskelseitigen Verschraubungsgliedern (16) in und außer Gewindeeingriff bringbar sind.
  7. 7. Fluidpumpe nach Anspruche 5 oder 6, bei der jedes muskelseitige Verschraubungsglied (15, 16) seinerseits zwei miteinander in und außer Eingriff bringbare Teilglieder aufweist, zwischen denen jeweils ein Schlauchende des pneumatischen Muskels (9, 10) einklemmbar ist.
  8. 8. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei der die muskelseitigen Verschraubungsglieder (15, 16) als Mutter und die kolben- und/oder Zylinderraumseitigen Verschraubungsglieder (13, 14, 19) als Außengewinde ausgebildet sind.
  9. 9. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der die pneumatischen Muskel (9, 10) mittels die zylinderraumseitigen Verschraubungsglieder (19) ausbildenden Übergangsstücke (20) an eine Druckluftzuleitung (21) angeschlossen sind.
  10. 10. Fluidpumpe nach Anspruch 9, bei der die Druckluftzuleitung (21) jedes pneumatischen Muskels (9, 10) durch die zylindrische Wandung (22) eines den Zylinderraum (3) ausbildenden Zylinderrohrs (2) geführt ist.
  11. 11. Fluidpumpe nach Anspruch 10, bei der eine Abpumpleitung (23) jedes der durch den Kolben (6) getrennten Zylinderraumabschnitte (4, 5) durch die zylindrische Wandung (22) des den Zylinderraum (3) ausbildenden Zylinderrohrs (2) geführt ist.
  12. 12. Fluidpumpe nach Anspruch 11, bei der sowohl die Druckluftzuleitung (21) jedes pneumatischen Muskels (9, 10) als auch die Abpumpleitung (23) jedes Zylinderraumabschnitts (4, 5) im entsprechenden Endabschnitt (18) des Zylinderraums (3) angeordnet sind.
  13. 13. Fluidpumpe nach Anspruch 11 oder 12, bei der die Übergangsstücke (20) zwischen den pneumatischen Muskeln (9, 10) und den Druckluftzuleitungen (21) außer an den Stirnseiten der Druckluftzuleitungen (21) auf der Umfangsfläche der Abpumpleitungen (23) befestigt sind.
  14. 14. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei der im zylinderrohrseitigen Endabschnitt jeder Abpumpleitung (23) ein Kugelventil (25) vorgesehen ist.
  15. 15. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 6 bis 14, bei der der Abstand zwischen den beiden in den Endabschnitten (18) des Zylinderraums (3) ortsfest angeordneten zylinderraumseitigen Verschraubungsgliedern (19) und die Länge der beiden pneumatischen Muskel (9, 10) so gewählt sind, daß die beiden pneumatischen Muskel (9, 10) ihre drucklose, unbelastete Nennlänge aufweisen, wenn sich der Kolben (6) in seiner Neutral- bzw. Mittelstellung im Zylinderraum (3) befindet.
  16. 16. Fluidpumpe nach Anspruch 15, bei der der eine bzw. der andere pneumatische Muskel (9, 10) Seine kontrahierte Minimallänge und seinen Maximaldurchmesser und der andere bzw. der eine pneumatische Muskel (10, 9) seine expandierte Maximallänge und seinen Minimaldurchmesser aufweist, wenn sich der Kolben (6) im einen bzw. anderen seiner beiden Totpunkte befindet.
  17. 17. Fluidpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 16, deren pneumatische Muskel (9, 10) jeweils mit einem Festoschlauch (17) ausgebildet sind.
  18. 18. Fluidpumpe nach Anspruch 17, bei der die Festoschläuche (17) aus einem graphithaltigen Gummiwerkstoff ausgebildet sind.
  19. 19. Fluidpumpe nach Anspruch 17, bei der die Festoschläuche (17) aus einem gegen das jeweilige Pumpfluid widerstandsfähigen Elastomerwerkstoff, z. B. Pergonan, Viton od. dgl., ausgebildet sind.






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