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Dokumentenidentifikation DE10145343C1 15.05.2003
Titel Elastisches Federaugenlager zur Lagerung eines Federauges einer Blattfeder an einem Fahrzeug
Anmelder Jörn ELZA GmbH, 71336 Waiblingen, DE;
MAN Nutzfahrzeuge AG, 80995 München, DE
Erfinder Zawadzki, Bernd, 71404 Korb, DE;
Mursinsky, Jörg, 71364 Winnenden, DE;
Stummer, Josef, 85716 Unterschleißheim, DE;
Schwaiger, Franz, 80997 München, DE;
Kraus, Alfons, 83624 Otterfing, DE
Vertreter Neubauer Liebl, 85051 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 14.09.2001
DE-Aktenzeichen 10145343
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B60G 11/12
IPC-Nebenklasse B60G 11/10   F16F 1/38   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Federaugenlager zur Lagerung eines Federauges einer Blattfeder an einem Fahrzeug, das aus einem inneren Metallteil (3) mit aufvulkanisiertem rotationssymmetrisch umlaufenden Gummikörper (4) besteht. Auf dem über den Gummikörper (4) überstehenden inneren Metallteil (3) sind beidseitig je ein Stützring (7) angebracht. Die dem Gummikörper (4) zugewandten Ringanlageflächen (6) der Stützringe (7) sind mit einer Gummiaufnahmenut (9) und einem Gummistützsteg (10) ausgeführt. Das Gummi-Metallteil (2) wird unter einer Vorspannung in ein unbearbeitetes Federauge (5) eingepresst. Dabei weist der Gummikörper (4) eine freie Umfangsfläche auf, die direkt im Federauge (5) anliegt. Durch die Ausführungsform der Stützringe (7) ist sichergestellt, dass auch bei toleranzbedingten Innendurchmesserabweichungen des Federauges (5) der Gummikörper (4) bei einem Kleinsteinbau (17) in der Gummiaufnahmenut (9) aufgenommen wird bzw. bei einem Größteinbau (18) an dem Gummistützsteg (10) zur Anlage kommt. Ein Verdrängen des Gummikörpers (4) in den Anschlag-Ringspalt (13) bei starker radialer und/oder kardanischer Belastung wird so ebenfalls verhindert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elastisches Federaugenlager zur Lagerung eines Federauges einer Blattfeder an einem Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein gattungsgemäßes elastisches Federaugenlager (EP 0 493 731 B1) besteht aus einem Gummi-Metallteil mit einem inneren zylindrischen Metallteil welches mit einem Rahmenteil des Fahrzeugs verbindbar ist und mit einem auf das innere Metallteil festhaftend aufvulkanisierten rotationssymmetrisch umlaufenden Gummikörper mit beidseitigen Stirnseiten, wobei das Gummi-Metallteil bei der Montage unter Aufbringung einer Gummivorspannung in das Federauge einpressbar ist. Das innere Metallteil überragt mit Metallteilüberständen zu beiden Seiten den Gummikörper. Auf diese Metallteilüberstände sind jeweils Stützringe aufgesteckt und axial fixiert, welche im montierten eingepressten Zustand zur axialen Abstützung des Gummikörpers an den jeweils zugeordneten Stirnseiten des Gummikörpers mit Ringanlageflächen anliegen. Das Federauge übergreift mit seinen stirnseitigen Federaugenenden die Stützringe zumindest teilweise dergestalt, dass zwischen der Innenfläche der Federaugenenden und der Außenumfangsfläche der Stützringe jeweils ein umlaufender Anschlag- Ringspalt verbleibt, der bei starker radialer Belastung und/oder kardanischer Belastung beim Einfedern überwunden wird, so dass wenigstens ein Federaugenende am zugeordneten Stützring auf Block geht wobei der Stützring als radialer Anschlag wirkt.

Das Gummi-Metallteil dieses bekannten gattungsgemäßen Federaugenlagers ist zudem als Schlitzbuchse ausgebildet mit einem äußeren, zylindrischen Metallrohr das einen axialen Schlitz aufweist. Der Gummikörper ist zwischen dem inneren Metallteil und dem äußeren geschlitzten Metallrohr festhaftend einvulkanisiert, wobei sich der axiale Schlitz des äußeren Metallrohrs zudem keilförmig in den Gummikörper hinein erstreckt. Unter radialer Vorspannung wird der Schlitz beim Einpressen in das Federauge geschlossen. Beim Einpressen eines solchen axial geschlitzten Gummi-Metallteils in ein Federauge wird der Durchmesser des Gummi-Metallteils um ca. 0,8 mm zur Aufbringung einer definierten Gummivorspannung und zum Schließen des axialen Spalts des äußeren Metallrohrs verringert. Dabei wird der Gummi des Gummikörpers axial stirnseitig nach außen gegen die Stützringe zur Anlage mit relativ genauer vorbestimmter Auswölbung verdrängt. Die Anlagegegebenheiten zwischen den Gummikörperstirnseiten und den Stützringen sind somit weitgehend definiert vorgebbar. Um solche definierten Verhältnisse bei der relativ geringen Durchmesserverkleinerung von ca. 0,8 mm des Gummi-Metallteils beim Einpressen zu erhalten ist es erforderlich entsprechend genaue Gegebenheiten im Federaugendurchmesser zur Verfügung zu stellen, die nur durch eine entsprechende Vorbearbeitung beispielsweise durch Ausbohren oder Ausdrehen zu erhalten sind. Bei unbearbeiteten Federaugen liegen dagegen Durchmessertoleranzen von ca. 0,8 mm vor. Eine Kombination unbearbeiteter Federaugen mit den bekannten gattungsgemäßen Gummi-Metallteilen ist daher in der Serienproduktion wegen zu ungenauen Zuordnungen nicht möglich. Zudem ist die Vorbearbeitung der Federaugen aus gehärtetem Material aufwendig und kostenintensiv.

Bei einem weiter bekannten Federaugenlager (DE 198 20 773 A1) ist dagegen ein zylindrischer umlaufender Gummikörper ohne äußeres Metallrohr und ohne axialen Schlitz verwendet, so dass die Umfangsfläche des Gummikörpers beim Einpressen in ein Federauge unmittelbar an dessen Innenfläche anliegt. Der Gummikörper kann dabei größere Toleranzen des Federauges aufnehmen, so dass hier der Einbau in unbearbeitete Federaugenlager möglich ist. Der Gummikörper weist zudem jeweils stirnseitig umlaufende Wülste auf, die im eingepressten und montierten Zustand jeweils zwischen den Stirnseiten des Federauges und den zugeordneten Wangen eines rahmenseitigen Lagerbocks liegen und eine axiale Abstützfunktion bewirken. Stützringe wie im eingangs angegebenen gattungsgemäßen Federaugenlager sind hier nicht vorgesehen. Ebenso ist hier kein radialer Anschlag zwischen (nicht vorhandenen) stirnseitigen Stützringen und diese übergreifende Federaugenenden vorgesehen. Falls hier Stützringe anstelle der stirnseitigen Ringwülste verwendet würden, bestünde das Problem, dass bei jeweils in der Gestalt gleichen Gummi-Metallteilen und bei unbearbeiteten Federaugen durch deren Durchmessertoleranzen unterschiedliche stirnseitige Auswölbungen des beim Vorspannen verdrängten Gummis erzeugt würden. Bei den unbearbeiteten Federaugen mit den größten Durchmessern wäre es jedenfalls erforderlich, dass der stirnseitig beim Vorspannen verdrängte Gummi noch an den Stützringen (im nicht belasteten Zustand) anliegt. Dies hätte zur Folge, dass bei den Federaugenlagern mit toleranzbedingt kleinen Durchmessern die stirnseitige Gummiverdrängung so groß wäre, dass Gummi in den umlaufenden Anschlag-Ringspalt hinein verdrängt würde und dort schnell zerstört würde. Dies würde zu einem schnellen Verschleiß und zu einer nicht tolerierbaren Verringerung der Standzeiten eines solchen Lagers führen. Zudem würde eine solche Zerstörung von Gummivolumen im Anschlag-Ringspalt insgesamt die Federkonstante des Lagers in unzulässiger Weise reduzieren.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein gattungsgemäßes Federaugenlager mit Stützringen so weiterzubilden, dass dazu unbearbeitete Federaugen verwendbar sind.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Gemäß Anspruch 1 weist der Gummikörper eine freie Umfangsfläche auf, d. h. es ist kein äußeres aufvulkanisiertes axialgeschlitztes Metallrohr vorhanden. Der Gummikörper ist in ein unbearbeitetes Federauge einpressbar, wobei diese Umfangsfläche direkt im Federauge an dessen Innenfläche anliegt. Zudem weisen die Ringanlageflächen der Stützringe wenigstens einen Gummiaufnahmeraum als Einbuchtung auf.

Vorteilhaft kann bei einer solchen Ausführung der jeweilige Gummikörper die Durchmessertoleranzen der unbearbeiteten Federaugen einfach aufnehmen. Bei toleranzbedingt größeren Federaugendurchmessern wird beim Einpressen des Gummimetallteils der Gummikörper jedoch mit einer geringeren stirnseitigen Auswölbung vorgespannt. Die Dimensionierung ist dabei so auszuführen, dass für diesen Fall (im nicht fahrbetriebsmäßigen Belastungszustand) noch eine Anlage an der Ringanlagefläche der Stützringe vorliegt.

Bei einem toleranzbedingt kleinen Federaugendurchmesser wird dagegen beim Einpressen der Gummi des jeweiligen Gummikörpers mit stirnseitig großen Auswölbungen vorgespannt. Damit in diesem Fall kein Gummi in den Anschlag-Ringspalt hineinverdrängt und dort betriebsmäßig zerstört wird, weisen die Ringanlageflächen der Stützringe dafür wenigstens einen Gummiaufnahmeraum als Einbuchtung auf. Aufgrund dieser Maßnahme können vorteilhaft gleichgestaltete Gummi-Metallteile mit Gummikörpern gleichen Durchmessers in Verbindung mit unbearbeiteten Federaugen mit relativ großen Durchmessertoleranzen eingesetzt werden.

Solche Einbuchtungen können beispielsweise an den Ringanlageflächen versetzte Einwölbungen sein. Gleichmäßige Verdrängungsverhältnisse in Verbindung mit einfacher Herstellung werden jedoch vorteilhaft erreicht, wenn der Gummiaufnahmeraum gemäß Anspruch 2 als wenigstens eine ringförmig umlaufende Gummiaufnahmenut vorgesehen ist. Die Gummiaufnahmenut ist dabei so zu dimensionieren, dass auch bei toleranzbedingt sehr kleinen Federaugendurchmessern so viel axial verdrängter Gummi in der Gummiaufnahmenut aufgenommen wird, dass kein Gummi in den Anschlag-Ringspalt hineinverdrängt wird.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 3 sind eine radial weiter außenliegende ringförmige Gummiaufnahmenut und ein radial weiter innenliegender an der Ringanlagefläche ringförmig vorspringender Gummistützsteg vorgesehen. Bei einer solchen Kombination mit einer Gummiaufnahmenut und einem Gummistützsteg wird vorteilhaft erreicht, dass bei toleranzbedingt sehr großen Federaugendurchmessern der dann bei der Vorspannung stirnseitig nur wenig verdrängte und ausgewölbte Gummi noch am vorspringenden Gummistützsteg anliegt.

Um bei Lagerbelastungen einen stirnseitigen Gummiabrieb und ungünstig große Gummiquetschungen zu reduzieren wird mit Anspruch 4 vorgeschlagen, dass Einbuchtungen und/oder Gummiaufnahmenuten und/oder Gummistützstege kantenlos mit abgerundeten Gummianlageflächen und abgerundeten Übergängen ausgeführt sind.

In an sich bekannter Weise können gemäß Anspruch 5 die Stützringe im Herstellzustand auf die Metallteilüberstände des inneren Metallteils lose aufgesteckt sein und durch seitliche Wangen eines rahmenseitigen Lagerbocks im fertig montierten Zustand axial fixiert sein. In einer verbesserten ebenfalls an sich bekannten Ausführungsform sind nach Anspruch 6 die Stützringe auf die Metallteilüberstände des inneren Metallteils aufgepresst und dadurch bereits im Herstellzustand unverlierbar axial fixiert. Dabei verbleibt im Herstellzustand zwischen den Stützringen und den zugeordneten Stirnseiten des Gummikörpers jeweils ein Abstand als Freiraum der so groß dimensioniert ist, dass im eingepressten Einbauzustand dieser Freiraum durch die stirnseitige Gummiauswölbung zumindest so weit ausgefüllt ist, dass der Gummikörper mit nur relativ geringer Vorspannung axial an den Stützringen anliegt. Die Metallteilüberstände können metallisch blank sein. Fertigungstechnisch bedingt kann auch auf den Metallteilüberständen im Aufsteckbereich der Stützringe eine dünne Gummihaut vorhanden sein.

Vorzugsweise werden nach Anspruch 7 die Stützringe als Kunststoffringe ausgeführt, die einfach durch Aufweitung auf das innere Metallteil aufpressbar sind. In an sich bekannter Weise können jedoch auch Metallringe verwendet werden.

Gemäß Anspruch 8 hat in an sich bekannter Weise der zylindrische Gummikörper im Herstellzustand zur Aufbringung einer geeigneten Gummivorspannung einen Außendurchmesser der größer als der Innendurchmesser des Federauges ist und radial konisch verlaufende Gummikörperstirnseiten. Zudem ist für eine Ausbildung des Anschlag-Ringspalts der Innendurchmesser des Federauges immer größer als der Außendurchmesser der Stützringe. Zweckmäßig wird zudem nach Anspruch 9 der Gummikörper durch eine axial mittlere umlaufende Gumminut in zwei Teilbereiche geteilt, wodurch beim Einpressen in diesem Bereich eine gleichmäßige Gummiverdrängung erreicht wird, durch die die Gumminut wieder schließbar ist.

In an sich bekannter Weise können zudem im Gummikörper eine oder mehrere metallische Zwischenlagen z. B. als gerollte Bleche einvulkanisiert sein.

Weiter ist es nach Anspruch 10 zweckmäßig das innere Metallteil als Metallrohr auszuführen welches mittels einer durchgesteckten Spannschraube zwischen Wangen eines rahmenseitigen Lagerbocks unverdrehbar einspannbar ist, wobei die Stützringe bündig mit den Stirnseiten des Metallrohrs abschließen.

Anhand einer Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutet

Es zeigen:

Fig. 1 Längsschnitt durch ein elastisches Lager als Federaugenlagerung im fertig montierten Zustand

Fig. 2 vergrößerte Einzelheit X aus Fig. 1

Fig. 3 vergrößerte Einzelheit Y aus Fig. 1

Fig. 4 Gummi-Metallteil im nicht eingebauten Zustand mit Stützringen (Freischnitt des inneren Metallteils)

Fig. 5 und 5a Schnitt durch einen Stützring mit vergrößerter Detaildarstellung

In Fig. 1 ist eine Federaugenlagerung 1 dargestellt, mit einem Gummi-Metallteil 2, das aus einem inneren Metallteil 3 und einem darauf festhaftend vulkanisierten Gummikörper 4 aufgebaut ist. Das Gummi-Metallteil 2 ist unter radialer Vorspannung in ein Federauge 5 eingepresst. Das in das Federauge 5 eingepresste Gummi-Metallteil 2 ist in einem rahmenseitigen Lagerbock 8 mittels einer Spannschraube 11 und einer Mutter 12 eingebaut. Die jeweilige, dem Gummikörper 4 zugewandte Ringanlagefläche 6 der beiden seitlichen Stützringe 7 ist mit einer ringförmig umlaufenden Gummiaufnahmenut 9 und einem ringförmig umlaufenden vorspringenden Gummistützsteg 10 ausgeführt.

Die Darstellung ist horizontal in zwei unterschiedliche Einbausituationen des Gummi-Metallteils 2 in das Federauge 5 unterteilt. In der oberen Hälfte ist der Kleinsteinbau 17 dargestellt, d. h. der Federaugeninnendurchmesser ist durch toleranzbedingte Abweichungen an der kleinstmöglichen Maßgrenze. Die Dimensionierung der beteiligten Bauteile ist so ausgelegt, dass der Gummikörper 4 im eingepressten Zustand in die ringförmig umlaufende Gummiaufnahmenut 9 gedrängt wird. In der unteren Hälfte der Darstellung ist der Größteinbau 18 gezeichnet. D. h. der Federaugeninnendurchmesser ist durch toleranzbedingte Abweichungen an der größtmöglichen Maßgrenze. Für diesen Fall kann ein gleichgestaltetes Gummi-Metallteil 2 wie für den Kleinsteinbau 17 verwendet werden, da dieses an dem ringförmig umlaufend vorspringenden Gummistützsteg 10 zur Anlage kommt und so die Funktion des gesamten Lagers sichergestellt ist.

In Fig. 2 und Fig. 3 sind die Einzelheiten X und Y der Fig. 1 vergrößert dargestellt. Dabei ist nur jeweils der Gummikörper 4, das Federauge 5 und der Stützring 7 gezeichnet. An der Ringanlagefläche 6 sind die Gummiaufnahmenut 9 und der Gummistützsteg 10 zu erkennen. Dabei stellt Fig. 2 die Situation des Kleinsteinbaus 17 und Fig. 3 die Situation des Größteinbaus 18 im eingebauten, nicht fahrbetriebsmäßig belasteten Betriebszustand dar.

Fig. 4 zeigt ein Gummi-Metallteil 2 mit aufgesteckten Stützringen 7 im nicht eingebauten Zustand. Dabei sind am Gummikörper 4 die radial konisch verlaufenden Stirnseiten 14 und die axial mittig umlaufende Gumminut 15 zu erkennen. Die Freiräume 16 zwischen dem Gummikörper 4 und den beiden seitlichen Stützringen 7 werden beim Einpressvorgang in das Federauge 5 gefüllt und zugleich ergibt sich durch die Gesamtform des Gummikörpers 4 eine gleichmäßige Gummiverdrängung im eingebauten Zustand. Im seitlichen Freischnitt ist das innere Metallteil 3, auf das der Gummikörper 4 aufvulkanisiert ist, zu erkennen. Die Stützringe 7 können nur lose aufgesteckt sein, wobei sie dann durch den rahmenseitigen Lagerbock 8 gehalten werden, oder sie sind auf das innere Metallteil 3 unverlierbar aufgepresst.

Ein Schnitt durch einen Stützring 7 ist in Fig. 5 dargestellt. Dabei sind die ringförmig umlaufende Gummiaufnahmenut 9 und der Gummistützsteg 10 zu erkennen. Fig. 5a stellt eine Detailvergrößerung von Fig. 5 dar.

Durch die oben beschriebene Ausführung der Stützringe 7 ist erfindungsgemäß sichergestellt, dass der Gummikörper auch bei einem Kleinsteinbau 17 und bei starker radialer Belastung und/oder kardanischer Belastung nicht in den Anschlag-Ringspalt 13 gedrängt wird, sondern von der Gummiaufnahmenut 9 aufgenommen wird. So kann eine teilweise Zerstörung des Gummikörpers 4 durch Quetschungen in dem Anschlag-Ringspalt 13 verhindert werden. Zusätzlich kann das Gummi-Metallteil 2 in ein unbearbeitetes Federauge 5 mit relativ großen Durchmessertoleranzen eingesetzt werden, da diese durch die Form der Ringanlagefläche 6 der Stützringe 7 kompensiert werden. Die Gummiaufnahmenut 9 und der Gummistützsteg 10 sind kantenlos mit abgerundeten Übergängen ausgeführt. Damit sind bei Lagerbelastungen ein geringer stirnseitiger Gummiabrieb und keine ungünstigen Gummiquetschungen zu erwarten.


Anspruch[de]
  1. 1. Elastisches Federaugenlager zur Lagerung eines Federauges einer Blattfeder an einem Fahrzeug, bestehend aus einem Gummi-Metallteil (2)

    mit einem inneren, zylindrischen Metallteil (3) welches mit einem Rahmenteil des Fahrzeugs verbindbar ist,

    mit einem auf das innere Metallteil (3) festhaftend aufvulkanisierten, rotationssymmetrisch umlaufenden Gummikörper (4) mit beidseitigen Stirnseiten (14), wobei das Gummi-Metallteil (2) bei der Montage unter Aufbringung einer Gummivorspannung in das Federauge (5) einpressbar ist,

    mit Metallteilüberständen, mit denen das innere Metallteil (3) zu beiden Seiten den Gummikörper (4) überragt,

    mit beidseitig auf die Metallteilüberstände aufgesteckten und axial fixierten Stützringen (7), die im montierten, eingepressten Zustand zur axialen Abstützung des Gummikörpers (4) an den jeweils zugeordneten Stirnseiten (14) des Gummikörpers (4) mit Ringanlageflächen (6) anliegen, wobei das Federauge (5) mit seinen stirnseitigen Federaugenenden die Stützringe (7) zumindest teilweise übergreift, dergestalt, dass zwischen der Innenfläche der Federaugenenden und der Außen-Umfangsfläche der Stützringe (7) jeweils ein umlaufender Anschlag-Ringspalt (13) verbleibt, der bei starker radialer Belastung und/oder kardanischer Belastung beim Einfedern überwunden wird und wenigstens ein Federaugenende am zugeordneten Stützring (7) auf Block geht, wobei der Stützring (7) als radialer Anschlag wirkt,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Gummikörper (4) eine freie Umfangsfläche aufweist und in ein unbearbeitetes Federauge (5) einpressbar ist, wobei diese Umfangsfläche direkt im Federauge (5) anliegt,

    dass die Ringanlageflächen (6) der Stützringe (7) wenigstens einen Gummiaufnahmeraum als Einbuchtung aufweisen.
  2. 2. Elastisches Federaugenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummiaufnahmeraum wenigstens eine ringförmig umlaufende Gummiaufnahmenut (9) ist.
  3. 3. Elastisches Federaugenlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine radial weiter außenliegende ringförmige Gummiaufnahmenut (9) und ein radial weiter innenliegender an der Ringanlagefläche (6) ringförmig vorspringender Gummistützsteg (10) vorgesehen sind.
  4. 4. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Einbuchtungen und/oder Gummiaufnahmenuten (9) und/oder Gummistützstege (10) kantenlos mit abgerundeten Gummianlageflächen und abgerundeten Übergängen ausgeführt sind.
  5. 5. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (7) im Herstellzustand auf das innere Metallteil (3) lose aufgesteckt sind und durch seitliche Wangen eines rahmenseitigen Lagerbocks (8) im fertig montierten Zustand axial fixiert sind.
  6. 6. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (7) auf das innere Metallteil (3) aufgepresst und dadurch axial fixiert sind, dergestalt, dass im Herstellzustand zur Stirnseite (14) des zugeordneten Gummikörpers (4) ein Abstand als Freiraum (16) verbleibt, der so groß dimensioniert ist, dass im eingepressten Einbauzustand der Freiraum (16) durch die stirnseitige Gummiauswölbung zumindest so weit ausgefüllt ist, dass der Gummikörper (4) mit nur geringer Vorspannung axial an den Stützringen (7) anliegt.
  7. 7. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (7) Kunststoffringe sind.
  8. 8. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Herstellzustand der zylindrischen Gummikörper (4) einen Außendurchmesser größer als der Innendurchmesser des Federauges (5) mit radial konisch verlaufenden Gummikörper-Stirnseiten (14) aufweist und der Innendurchmesser des Federauges (5) größer als der Außendurchmesser der Stützringe (7) ist.
  9. 9. Elastisches Federaugenlager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummikörper (4) durch eine axial mittlere, umlaufende Gumminut (15) in zwei Teilbereiche geteilt ist.
  10. 10. Elastisches Federaugenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Metallteil (3) ein Metallrohr ist, welches mittels einer durchgesteckten Spannschraube (11) zwischen Wangen eines rahmenseitigen Lagerbocks (8) unverdrehbar einspannbar ist, wobei die Stützringe (7) bündig mit den Stirnseiten des Metallrohrs abschließen.






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