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Dokumentenidentifikation DE10151597C1 15.05.2003
Titel System und Verfahren zur Erkennung und Abwehr von Laserbedrohungen und Unterwasserobjekten für Unterwasserfahrzeuge
Anmelder Howaldtswerke - Deutsche Werft AG, 24143 Kiel, DE
Erfinder Heizmann-Bartels, Gebhard, 24220 Flintbek, DE
Vertreter Köckeritz, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 12489 Berlin
DE-Anmeldedatum 18.10.2001
DE-Aktenzeichen 10151597
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B63G 9/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren für Unterwasserfahrzeuge zur Erkennung bzw. Abwehr von Laserbedrohungen einschließlich der Unterwasserobjekterkennung mit Hilfe von Laserdetektoren und den dazugehörigen in einem Unterwasserfahrzeug zu plazierenden Einrichtungen für einen ausreichenden Rundumschutz von Unterwasserfahrzeugen in Elevation und Azimut.
Danach sind auf der Oberfläche des Fahrzeuges Mittel zur Detektion von Lasern angeordnet, wobei die Mittel über einen Laser-Warn-Empfänger und Signal-Prozessor miteinander verbunden und über diesen steuerbar sind. Die Gefahr der Fremddetektion der U-Boote durch Laserbestrahlung wird dadurch verringert. Weiterhin sind auf der Oberfläche des Fahrzeuges Mittel zur Detektion von Lasern und Mittel zur Objektdetektion und Abwehr angeordnet, wobei die Mittel zur Detektion von Lasern über einen Laser-Warn-Empfänger und Signal-Prozessor miteinander verbunden sind. Die Mittel zur Objektdetektion und Abwehr sind über einen Laser-Control-Prozessor miteinander verbunden und über diesen steuerbar. Der Laser-Control-Prozessor steht dabei direkt mit einer Waffenleitanlage und dem Laser-Warn-Empfänger und Signal-Prozessor in Verbindung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Detektion anderer Unterwasserobjekte und die Abwehr derer mittels Laserwarnung und Einsatz bordeigener Laser erfolgen kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System und eine Verfahren für Unterwasserfahrzeuge zur Erkennung bzw. Abwehr von Laserbedrohungen einschließlich der Unterwasserobjekterkennung mit Hilfe von Laserdetektoren und den dazu gehörigen in einem Unterwasserfahrzeug zu plazierenden Einrichtungen für einen ausreichenden Rundumschutz von Unterwasserfahrzeugen in Elevation und Azimut.

Laserbedrohungen werden durch Laser die von anderen Plattformen zur Erkennung/Entdeckung eines Unterwasserfahrzeuges eingesetzt werden oder durch lasergesteuerte Waffen wie z. B. Torpedos definiert.

Die Nutzung von Lasern zur Unterwasserobjekterkennung ansich ist bereits bekannt. Stand der Technik ist, dass eine Bedrohung für U-Boote durch andere Plattformen, die mit akiven Lasermeß- und ortungssystemen ausgerüstet sind, existiert.

Im Bereich der fliegenden Aufklärung setzen fliegende Plattformen zunehmend Lasermeßeinrichtungen ein, die in der Lage sind, getaucht operierende U-Boote zu detektieren und zu orten (z. B. das System "April Showers" der Firma Kaman Aerospace USA).

Im Unterwasserbereich ist davon auszugehen, dass gegnerische U-Boote, Torpedos sowie Unmanned Underwater Vehicles mit Lasern ausgerüstet werden. U-Boote herkömmlicher Bauart können derzeit jedoch keine Laserbestrahlung detektieren.

Weiterhin sind U-Boote herkömmlicher Bauart z. Z. nicht mit einem bordeigenem Lasersystem zur Detektion von anderen Unterwasserobjekten sowie zur Unterstützung der Abwehr derselben ausgerüstet.

Ein Schutz von U-Booten gegen Laserbedrohung besteht deshalb nicht.

U-Boote herkömmlicher Bauart verfügen auch nicht über Laserwarneinrichtungen gegen Unterwasserlaser sowie gegen Laserbestrahlung durch Überwasserschiffe und durch fliegende Aufklärungsplattformen (Maritime Patrol Aircrafts, Hubschrauber etc.).

U-Boote der herkömmlichen Bauart sind zur Abwehr von angreifenden Torpedos lediglich mit akustischen Tarn-, Stör- und Täuschkörpern ausgerüstet. Ein Schutz von U-Booten gegen Laserbedrohung und lasergelenkte Waffen besteht nicht. Akustische Gegenmaßnahmen sind gegen lasergelenkte Waffen wirkungslos.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein System und ein Verfahren für einen ausreichenden Rundumschutz von Unterwasserfahrzeugen in Elevation und Azimut durch Erfassen von Laserbestrahlung aus der Luft (Medienübergang) und im Wasser (gleiches Medium) zu schaffen, welches gleichzeitig geeignet ist aktive Gegenmaßnahmen gegen derartigen Bedrohungen zu veranlassen und aktiv eine Detektion von anderen Unterwasserobjekten zu ermöglichen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 10 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den jeweils zugehörigen Ansprüchen 2 bis 9 bzw. 11 bis 17 zu entnehmen.

Danach umfasst die Erfindung ein System zur Erkennung und Abwehr von Laserbedrohungen und Unterwasserobjekten für Unterwasserfahrzeuge, bei welchem auf der Oberfläche des Fahrzeuges Mittel zur Detektion von Lasern angeordnet sind, wobei die Mittel über einen Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor miteinander verbunden und über diesen steuerbar sind. Die Gefahr der Fremddetektion der U-Boote durch Laserbestrahlung wird dadurch verringert.

Nach einem bevorzugten Merkmal sind auf der Oberfläche des Fahrzeuges Mittel zur Detektion von Lasern und Mittel zur Objektdetektion und Abwehr angeordnet, wobei die Mittel zur Detektion von Lasern über einen Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor miteinander verbunden sind. Die Mittel zur Objektdetektion und Abwehr sind über einen Laser-Control-Prozessor miteinander verbunden und über diesen steuerbar. Der Laser-Control-Prozessor steht dabeidirekt mit einer Waffenleitanlage und dem Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor in Verbindung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Detektion anderer Unterwasserobjekte und die Abwehr derer mittels Laserwarnung und Einsatz bordeigener Laser erfolgen kann.

Nach einem weiteren Merkmal sind die Mittel zur Detektion von Lasern auf die Erkennung von Laserdedrohungen ausgelegte druckfeste Laserdetektorsensoren.

Die Mittel zur Detektion von Lasern sind auf der Oberfläche des Fahrzeuges derart angeordnet, dass eine räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges (UB) in Elevation und Azimut durch Überlappung der Auffassungsbereiche der einzelnen Mittel erfolgt.

Der Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor enthält Mittel zum Empfang, zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Lasersignale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank.

Die Waffenleitanlage enthält Mittel zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Signale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank.

Die Mittel zur Objektdetektion und Abwehr sind im Scan Modus arbeitende druckfeste Laser.

Die Mittel zur Objektdetektion sind von den Mitteln der Objektabwehr auf der Oberfläche des Fahrzeuges nach einem besonderen Merkmal der Erfindung getrennt voneinander angeordnet, wobei die über die Oberfläche des Fahrzeuges verteilten Laser für die Objektdetektion in Elevation und Azimut und die über die Oberfläche des Fahrzeuges verteilte Abwehrlaser für die Objektbekämpfung in Elevation und Azimut zuständig sind. Die Waffenleitanlage steht dabei über ein Torpedo Counter Measure System mit Torpedoabwehrkörpern in Verbindung.

Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Erkennung und Abwehr von Laserbedrohungen und Unterwasserobjekten für Unterwasserfahrzeuge.

Danach erfolgt durch auf der Oberfläche des Fahrzeuges angeordnete Mittel zur Detektion von Lasern eine räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges in Elevation und Azimut durch Überlappung der Auffassungsbereiche der einzelnen Mittel, wobei die von diesen Mitteln detektierten Lasersignale an einen Laser-Warn- Empfänger und Signal Prozessor geleitet werden, über alle Mittel miteinander verbunden sind. Die Mittel tasten den Umgebungsraum des Fahrzeuges hinsichtlich zu detektierenden Objekte dabei im Scan Modus ab.

Über den Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor erfolgt der Empfang, die Auswertung und die Analyse der Lasersignale sowie die Klassifizierung gegen eine Datenbank, in deren Ergebnis ein Datentelegramm als Laserwarnung und Laseralarm mit lokaler Positionsbestimmung ausgegeben wird. Das Datentelegramm der Laserwarnung und des Laseralarms wird an eine Waffenleitanlage übermittelt, die in die Lage versetzt wird Gegenreaktionen einzuleiten.

Nach einem weiteren Merkmal erfolgt durch auf der Oberfläche des Fahrzeuges angeordnete Mittel zur Objektdetektion und Abwehr eine weitere räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges in Elevation und Azimut, wobei die Mittel über einen Laser-Control-Prozessor miteinander verbunden sind und über diesen gesteuert werden und den Umgebungsraum des Fahrzeuges hinsichtlich zu detektierenden Objekte vertikal und horizontal abtasten. Die von diesen Mitteln detektierten Signale werden an den Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor geleitet.

Über den Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor erfolgen der Empfang, die Auswertung und die Analyse der Signale sowie die Klassifizierung gegen eine Datenbank, in deren Ergebnis ein Datentelegramm als Objektalarm mit lokaler Positionsbestimmung ausgegeben wird. Das Datentelegramm des Objektalarms wird an die Waffenleitanlage übermittelt, die in die Lage versetzt wird Gegenreaktionen einzuleiten.

Der Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor enthält Mittel zum Empfang, zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Lasersignale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank. Bedingt durch Empfangsverhältnisse vom Laser-Warn- Empfänger und Signal Prozessor werden ausgegebene Degradationen der Ergebnisse zumindest in Form eines Datentelegramms als Laserwarnung ausgegeben.

Die Auswertung und Analyse der Signale und die Klassifizierung gegen eine Datenbank erfolgt über die Waffenleitanlage. Über die Waffenleitanlage werden manuelle und/oder automatische Gegenreaktionen über ein bordeigenen aktives Lasersystem und/oder über Torpedoabwehrkörper eines Torpedo Counter Measure Systems eingeleitet. Eine Übergabe der Datentelegramme Laserwarnung/Laseralarm erfolgt dabei vom Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor an den Laser Control Prozessor.

Mit der Erfindung wird erreicht, ein auf die Laserbedrohung ausgelegtes, geeignetes Laserwarn- und aktives Lasersystem über das U-Boot derart verteilt anzuordnen, dass ein räumlicher Rundumschutz geschaffen wird. Das System alarmiert und warnt die Besatzung. Es versetzt die Waffenleitanlage des U-Boots in die Lage, eine manuell gesteuerte und/oder automatische Gegenreaktion über ein ggf. vorhandenes Torpedo Countermeasure System einzuleiten. Durch die hohe Präzision der ermittelten Bedrohungsdaten kann z. B. eine gezielte Hardkill-Reaktion gegen angreifende Torpedos stattfinden, die heutzutage aufgrund der unzulänglichen akustischen Informationen nicht möglich ist. Die Detektion von anderen Unterwasserobjekten ist bisher nur durch die Verwendung von akustischen aktiv oder passiv arbeitenden Sende-/Empfangsanlagen (Sonaranlagen) möglich. Durch die Rundumabdeckung in Elevation und Azimut durch Laser wird gegenüber stationären (z. B. Minen) und dynamischen Objekten (z. B. gegnerische U-Boote Unmanned Underwater Vehicles, superkavitierende Objekte etc.) ein zusätzliche Schutzmöglichkeit geschaffen. Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 Anordnung U-Boot Laser und Laserwarner System in einem typische Einsatzszenario,

Fig. 2 Systemblockbild U-Boot Laser und Laserwarner System,

Fig. 3 Alternatives Systemblockbild U-Boot Laser und Laserwarnsystem.

Über die Oberfläche des U-Boots (UB) werden auf die Laserbedrohung ausgelegte, geeignete druckfeste Laserdetektorsensoren (D) verteilt angeordnet. Die Verteilung ist derart, dass eine räumliche Rundumabdeckung in Elevation und Azimut durch Überlappung der Auffassungsbereiche der Einzelsensoren geschaffen wird. Die einzelnen Laserdetektorsensoren sind über Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) miteinander verbunden. Der Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor beinhaltet die notwendigen Empfangs- und Prozessorkarten, die den Empfang, die Auswertung, Analyse des empfangenen Lasersignals und Klassifizierung gegen eine Datenbank ermöglichen. Als Ergebnis des Signalverarbeitungsprozesses wird die Analyse und Klassifikation des Lasersignals in Form eines Datentelegramms als Laseralarm inklusive der räumlichen Positionsbestimmung ausgegeben. Degradationen der ausgegebenen Ergebnisse, bedingt durch die Empfangsverhältnisse oder andere Einflüsse, werden zumindest in Form eines Datentelegramms als Laserwarnung ausgegeben.

Die minimale Auslegung für die Funktion Laserwarnung sieht die Anordnung nur eines Laserwarndetektors vor, der dann aber nur eine räumlich eingeschränkte Abdeckung ermöglicht.

Das Datentelegramm des Laseralarms bzw. der Laserwarnung wird an die Waffenleitanlage des U-Boots über eine geeignete Schnittstelle übermittelt. Denkbar ist auch, dass die Waffenleitanlage selbst ein Prozessormodul enthält, dass die Analyse und Klassifikation inklusive des notwendigen Datenbankvergleiches durchführt. Die Waffenleitanlage wird in die Lage versetzt, eine manuelle und/oder automatische Gegenreaktion über das bordeigene aktive Lasersystem und/oder die Torpedoabwehrkörper (TAK) des Torpedo Counter Measure Systems (TCMS), falls vorhanden, einzuleiten.

Die minimale Auslegung für die Funktion Laserwarnung sieht eine Insellösung des Laser Warn Empfänger und Signal Prozessors vor, der über einen eigenen Bildschirmarbeitsplatz (ggf. Laptop o. ä.) bedient wird.

Über die Oberfläche des U-Boots werden auf die Aufgaben der Objektdetektion (von U-Boote, Minen, etc.) und Abwehr (z. B. lasergelenkte Torpedos) ausgelegte, geeignete druckfeste Laser (L) verteilt angeordnet. Die Verteilung ist derart, dass eine räumliche Rundumabdeckung in Elevation und Azimut der im Scan Modus arbeitenden Laser geschaffen wird.

Die minimale Systemauslegung sieht die Anordnung nur eines einzelnen Lasers vor, der dann aber nur eine räumlich eingeschränkte Abdeckung ermöglicht.

Die einzelnen Laser werden über Laser Control Prozessor (LCP) gesteuert und tasten den Umgebungsraum vertikal und horizontal ab. Dabei werden ggf. Abtastverfahren, z. B. Conical Scan oder andere, wie z. B. in der Radartechnik gebräuchliche Abtastverfahren, eingesetzt. Der Laser Control Prozessor ist mit der Waffenleitanlage und dem Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor direkt verbunden. Aus Gründen der Redundanz ist eine Informationsübergabe der Datentelegramme Laserwarnung und Laseralarm vom Laser Warn Empfänger und Signal Processor an den Laser Control Prozessor notwendig.

Durch die hohe Präzision der mittels Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor ermittelten Bedrohungsdaten findet eine gezielte Laserbestrahlung angreifender gegnerischer lasergelenkter Unterasserobjekte (z. B. Torpodo (T)) mit dem Ziel der Tarnung, Täuschung und/oder Blendung/Zerstörung statt. Unter Blendung wird das Blenden der Torpedo Lasersensorik durch ein U-Boot-Laser verstanden. Dadurch wird die Empfangsoptronik der Torpedo Lasersensorik zeitlich begrenzt oder unbegrenzt "blind". Die Funktion Eigenlenkung des Torpedos durch seinen Laser wird somit eliminiert. Unter Zerstörung wird das Zerstören der empfindlichen Empfangsoptronik der Torpedo Lasersensorik durch den U-Boot Laser verstanden. Das geht über das Blenden hinaus, hat aber das gleiche Resultat auf die Funktion Eigenlenkung, wie bei der Blendung.

Als alternative Lösung ist die Trennung von Lasern zur Objektdetektion und Lasern zur Objektbekämpfung vorgesehen. In diesem Anwendungsfall werden zusätzliche Abwehrlaser (AL) derart über das Fahrzeug verteilt, dass eine rundum Abdeckung in Elevation und Azimut gegeben ist. Als Minimalkonfiguration ist der Einsatz eines Abwehrlasers (AL) anzusehen. Liste der verwendeten Bezugszeichen UB U-Boot

ÜO Überwasserobjekt

UWO Unterwasserobjekt

T Torpedo

TL Torpedolaser

M Mine

D Laserdetektorsensor

L Laser

EL Echo des Laserstrahls

LS Laserstrahl

TAK Torpedoabwehrkörper

LMS Lasermeßsystem

AL Abwehrlaser

LCP Laser-Control-Prozessor

WA Waffenleitanlage

LWESP Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor

TCMS Torpedo Counter Measure System


Anspruch[de]
  1. 1. System zur Erkennung und Abwehr von Laserbedrohungen und Unterwasserobjekten für Unterwasserfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) Mittel zur Detektion von Lasern (D) angeordnet sind, wobei die Mittel (D) über einen Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) miteinander verbunden und über diesen steuerbar sind.
  2. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) Mittel zur Detektion von Lasern (D) und Mittel zur Objektdetektion und Abwehr (L), angeordnet sind,

    wobei die Mittel zur Detektion von Lasern (D) über einen Laser-Warn- Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) miteinander verbunden sind,

    und die Mittel zur Objektdetektion und Abwehr (L) über einen Laser-Control- Prozessor (LCP) miteinander verbunden und über diesen steuerbar sind,

    wobei der Laser-Control-Prozessor (LCP) direkt mit einer Waffenleitanlage (WA) und dem Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) in Verbindung steht.
  3. 3. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Detektion von Lasern (D) auf die Erkennung von Laserdedrohungen ausgelegte druckfeste Laserdetektorsensoren sind.
  4. 4. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Detektion von Lasern (D) auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) derart angeordnet sind, dass eine räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges (UB) in Elevation und Azimut durch Überlappung der Auffassungsbereiche der einzelnen Mittel (D) erfolgt.
  5. 5. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) Mittel zum Empfang, zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Lasersignale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank enthält.
  6. 6. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waffenleitanlage (WA) Mittel zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Signale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank enthält.
  7. 7. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Objektdetektion und Abwehr (L) im Scan Modus arbeitende druckfeste Laser sind.
  8. 8. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Objektdetektion von den Mitteln der Objektabwehr auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) voneinander getrennt angeordnet sind, wobei die über die Oberfläche des Fahrzeuges (UB) verteilten Laser (L) für die Objektdetektion in Elevation und Azimut und die über die Oberfläche des Fahrzeuges (UB) verteilte Abwehrlaser (AL) für die Objektbekämpfung in Elevation und Azimut zuständig sind.
  9. 9. System nach einem der o. g. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waffenleitanlage (WA) über ein Torpedo Counter Measure System (TCMS) mit Torpedoabwehrkörpern (TAK) in Verbindung steht.
  10. 10. Verfahren zur Erkennung und Abwehr von Laserbedrohungen und Unterwasserobjekten für Unterwasserfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet,

    dass durch auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) angeordnete Mittel zur Detektion von Lasern (D) eine räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges (UB) in Elevation und Azimut durch Überlappung der Auffassungsbereiche der einzelnen Mittel (D) erfolgt,

    wobei die von den Mitteln (D) detektierten Lasersignale an einen Laser-Warn- Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) geleitet werden, über den alle Mittel (D) miteinander verbunden sind,

    über den Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) der Empfang, die Auswertung und die Analyse der Lasersignale sowie die Klassifizierung gegen eine Datenbank erfolgt, in deren Ergebnis ein Datentelegramm als Laserwarnung und Laseralarm mit lokaler Positionsbestimmung ausgegeben wird,

    das Datentelegramm der Laserwarnung und des Laseralarms an eine Waffenleitanlage (WA) übermittelt wird, die in die Lage versetzt wird Gegenreaktionen einzuleiten.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass

    weiterhin durch auf der Oberfläche des Fahrzeuges (UB) angeordnete Mittel (L, AL) zur Objektdetektion und Abwehr eine räumliche Rundumabdeckung des Fahrzeuges (UB) in Elevation und Azimut erfolgt,

    wobei die Mittel (L, AL) über einen über einen Laser-Control-Prozessor (LCP) miteinander verbunden sind und über diesen gesteuert werden und den Umgebungsraum des Fahrzeuges (UB) hinsichtlich zu detektierenden Objekte vertikal und horizontal abtasten,

    wobei die von den Mitteln(L, AL) detektierten Signale an den Laser-Warn- Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) geleitet werden,

    über den Laser Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) der Empfang, die Auswertung und die Analyse der Signale sowie die Klassifizierung gegen eine Datenbank erfolgen, in deren Ergebnis ein Datentelegramm als Objektalarm mit lokaler Positionsbestimmung ausgegeben wird,

    das Datentelegramm des Objektalarms an die Waffenleitanlage (WA) übermittelt wird, die in die Lage versetzt wird Gegenreaktionen einzuleiten.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) Mittel zum Empfang, zur Auswertung und zur Analyse der empfangenen Lasersignale und zur Klassifizierung gegen eine Datenbank enthält.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bedingt durch Empfangsverhältnisse vom Laser-Warn-Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) ausgegebene Degradationen der Ergebnisse zumindest in Form eines Datentelegramms als Laserwarnung ausgegeben werden.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung und Analyse der Signale und die Klassifizierung gegen eine Datenbank über die Waffenleitanlage (WA) erfolgt.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass über die Waffenleitanlage (WA) manuelle und/oder automatische Gegenreaktionen über ein bordeigenen aktives Lasersystem und/oder über Torpedoabwehrkörper eines Torpedo Counter Measure Systems (TCMS) eingeleitet werden.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (L) den Umgebungsraum des Fahrzeuges (UB) hinsichtlich zu detektierenden Objekte im Scan Modus abtasten.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergabe der Datentelegramme Laserwarnung/Laseralarm vom Laser Warn Empfänger und Signal Prozessor (LWESP) an den Laser Control Prozessor (LCP) erfolgt.






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