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Dokumentenidentifikation DE10153461A1 15.05.2003
Titel Rauchdetektor
Anmelder ABB Patent GmbH, 68526 Ladenburg, DE
Erfinder Heidenfels, Walter, Dipl.-Designer., 42105 Wuppertal, DE;
Papadopoulos, Damianos, Dipl.-Designer., 42117 Wuppertal, DE
DE-Anmeldedatum 30.10.2001
DE-Aktenzeichen 10153461
Offenlegungstag 15.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse G08B 17/10
Zusammenfassung Es wird ein Rauchdetektor zur Deckenmontage in einem Innenraum vorgeschlagen, welcher eine mit seitlichen Einströmöffnungen (3, 3', 3'') versehene Detektionskammer (2, 2', 2'') zur Detektion von einströmender Luft (6) auf Rauchpartikel aufweist. Eine nach außen gerichtete Luftleitfläche (4, 4', 4'') unterhalb der Einströmöffnungen überragt allseitig die Seitenwandung der Detektionskammer. Mittels der Luftleitflächen wird erreicht, daß ein relativ großer Anteil der seitlich anströmenden, eventuell rauchhaltigen Luft durch die Einströmöffnungen in das Gehäuse und damit in die Detektionskammer einströmt, wodurch der Wirkungsgrad des Rauchdetektors (1, 1', 1'') insgesamt wesentlich verbessert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Rauchdetektor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und betrifft Rauchdetektoren für Innenräume, wie sie beispielsweise auch Bestandteil von Rauchmeldern sind (Rauchdetektoren mit Signalweiterleitung und/oder integrierten akustischen und/oder optischen Signalgebern) und die im Regelfall unter der Decke angebracht werden.

Allgemein bekannte Rauchdetektoren bestehen aus einer Detektionskammer, in der beispielsweise über die Lichtstreuung von Rauchpartikeln in der einströmenden Luft Rauch detektiert wird. Gehäuse von Rauchdetektoren bzw. Detektionskammern sind in der Regel zylindrisch, elliptisch oder rechteckig und weisen eine nach außen - mit Ausnahme der Stege von Einströmöffnungen - weitgehend glatte Oberfläche auf.

Sämtliche Rauchdetektoren, in denen der Rauch, nach welchem Verfahren auch immer, innerhalb einer Detektionskammer gemessen wird, sind darauf angewiesen, daß die eventuell rauchhaltige Luft zuverlässig und in ausreichender Menge und Geschwindigkeit durch Öffnungen (Einströmöffnungen) von außen in die Detektionskammer strömt. Strömungstechnisch neigt der Rauch jedoch eher dazu, das Gehäuse zu umströmen - und dies um so stärker, je glatter und aerodynamischer das Gehäuse (Detektionskammer) ausgestaltet ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rauchdetektor anzugeben, der so ausgebildet ist, daß die eventuell rauchhaltige Luft zuverlässig und in ausreichender Menge und Geschwindigkeit durch Öffnungen von außen in die Detektionskammer strömt.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit Hilfe der Luftleitfläche die eventuell rauchhaltige Luft am Umströmen des Gehäuses bzw. der Detektionskammer des Rauchdetektors so weit wie möglich gehindert wird, d. h. es wird weitgehend verhindert, daß rauchhaltige Luft, die in einem Innenraum typischerweise aufsteigt und sich typischerweise weiter seitlich an der Decke ausbreitet und somit seitlich an das Gehäuse des Rauchdetektors anströmt, durch Absinken in der Lage ist, das Gehäuse des Rauchdetektors zu umströmen. Mittels der Luftleitfläche wird erreicht, daß ein relativ großer Anteil der seitlich anströmenden, eventuell rauchhaltigen Luft durch die Einströmöffnungen in das Gehäuse und damit in die Detektionskammer einströmt, wodurch der Wirkungsgrad des Rauchdetektors insgesamt wesentlich verbessert wird.

Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine seitliche Ansicht eines Rauchdetektors,

Fig. 2 eine Sicht auf einen Rauchdetektor,

Fig. 3 eine erste alternative Ausführungsform des Rauchdetektors,

Fig. 4 eine zweite alternative Ausführungsform des Rauchdetektors.

In Fig. 1 ist eine seitliche Ansicht eines Rauchdetektors dargestellt. Der Rauchdetektor 1 weist eine Detektionskammer 2 mit einer Vielzahl von seitlichen Einströmöffnungen 3 auf. Eine waagrechte oder nahezu waagrechte Luftleitfläche 4 unterhalb der Einströmöffnungen 3 überragt allseitig die Seitenwandung der Detektionskammer 2.

Durch die Luftleitfläche 4 ist sichergestellt, daß ein unter einer Decke 5 befestigter Rauchdetektor 1 nicht von (eventuell rauchhaltiger) Luft 6 umströmt werden kann, ohne daß dabei ein wesentlicher Anteil dieser (eventuell rauchhaltigen) Luft 6 in die Einströmöffnungen 3 gelangt. Die zunächst nach oben (im wesentlichen senkrecht) zur Decke 5 aufsteigende, sich anschließend längs der Decke 5 seitlich unter anderem in Richtung Rauchdetektor 1 ausbreitende und schließlich längs der Seitenwandung der Detektionskammer 2 nach unten absinkende (eventuell rauchhaltige) Luft 6 wird mittels der Luftleitfläche 4 seitlich zu den Einströmöffnungen 3 umgelenkt und gelangt derart in den Innenraum der Detektionskammer 2.

In der Detektionskammer 2 wird beispielsweise über die Lichtstreuung von Rauchpartikeln in der einströmenden Luft 6 Rauch detektiert. Falls der detektierte Rauchanteil der in die Detektionskammer 2 geströmten Luft 6 einen Grenzwert überschreitet, löst der Rauchdetektor 1 beispielsweise einen integrierten akustischen und/oder optischen Signalgeber aus. Alternativ oder zusätzlich hierzu gibt der Rauchdetektor 1 ein Alarmsignal an eine übergeordnete Elektronikeinheit (Alarmzentrale) ab.

In Fig. 2 ist eine Sicht auf einen Rauchdetektor 1 dargestellt. Es sind die zylinderförmig ausgebildete Detektionskammer 2 und die kreisringförmig um die Detektionskammer 2 angeordnete Luftleitfläche 4 zu erkennen. Zweckmäßig ist das Gehäuse der Detektionskammer 2 einstückig inklusive der Luftleitfläche 4 ausgebildet und beispielsweise einstückig in Kunststoff-Spritztechnik hergestellt. Selbstverständlich ist es alternativ hierzu auch möglich, die Luftleitfläche 4 als separates Bauteil zu fertigen und anschließend an der Detektionskammer 2 zu befestigen.

In Fig. 2 ist mit a die Breite der Detektionskammer 2 bezeichnet, während b die Breite der Luftleitfläche 4 (= Breite der Kreisscheibe) ist. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Breite b ungefähr 27% der Breite a. Allgemein liegt die Breite b der Luftleitfläche 4 zweckmäßig im Bereich 10% bis 40% der Breite a der Detektionskammer 2.

In Fig. 3 ist eine erste alternative Ausführungsform des Rauchdetektors dargestellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist eine Luftleitfläche 4' vorgesehen, welche nicht rechtwinklig bezüglich der Seitenwandung der Detektionskammer 2' bzw. waagrecht oder nahezu waagrecht angeordnet ist, sondern einen vorgegebenen (spitzen) Winkel α mit dieser Seitenwandung einschließt.

In Fig. 4 ist eine zweite alternative Ausführungsform des Rauchdetektors dargestellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist eine bogenförmige Luftleitfläche 4" vorgesehen.

Die vorstehenden Ausführungen unter Fig. 1 und 2 gelten sinngemäß auch für die beiden Ausführungsformen gemäß Fig. 3 und 4.


Anspruch[de]
  1. 1. Rauchdetektor zur Deckenmontage in einem Innenraum, mit einer mit seitlichen Einströmöffnungen (3, 3', 3") versehenen Detektionskammer (2, 2', 2") zur Detektion von einströmender Luft (6) auf Rauchpartikel, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach außen gerichtete Luftleitfläche (4, 4', 4") unterhalb der Einströmöffnungen (3, 3', 3' 3") allseitig die Seitenwandung der Detektionskammer (2, 2', 2") überragt.
  2. 2. Rauchdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitfläche (4) waagrecht oder nahezu waagrecht ausgebildet ist.
  3. 3. Rauchdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitfläche (4') einen vorgegebenen Winkel (α) mit der Detektionskammer (2') einschließt.
  4. 4. Rauchdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitfläche (4") bogenförmig ausgebildet ist.
  5. 5. Rauchdetektor nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (b) der Luftleitfläche (4, 4', 4") im Bereich 10% bis 40% der Breite (α) der Detektionskammer (2, 2', 2") liegt.






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