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Dokumentenidentifikation DE69623791T2 15.05.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0854744
Titel KLETTERVORRICHTUNG
Anmelder Cutler, Hurse, Adrian, John, Portsmith, Cairns, Queensland, AU
Erfinder Cutler, Hurse, Adrian, John, Portsmith, Cairns, Queensland, AU
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Aktenzeichen 69623791
Vertragsstaaten DE, FR, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.04.1996
EP-Aktenzeichen 969118355
WO-Anmeldetag 30.04.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/AU96/00249
WO-Veröffentlichungsnummer 0096036403
WO-Veröffentlichungsdatum 21.11.1996
EP-Offenlegungsdatum 29.07.1998
EP date of grant 18.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse A63B 27/02

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Bereich der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Steigvorrichtung und insbesondere eine Steigvorrichtung, die am Bein und Fuß eines Kletterers befestigt wird, um ihn beim Klettern an Bäumen und hölzernen Pfählen zu unterstützen.

Beschreibung des Standes der Technik

Bekannte Steigeisen oder Steigvorrichtungen bestehen aus einem Schaft, der eine Hülse an einem Ende, die angepasst ist, um um das Schienbein des Trägers befestigt zu werden, und einen Steigbügel an dem entgegengesetzten Ende des Schaftes aufweist, auf welchem während des Gebrauchs der Fuß des Trägers verbleibt. Ein einzelner austauschbarer Spike oder Haken ragt an der Außenseite aus der Hülse, benachbart zum Steigbügelende der Hülse, heraus und ist angepasst, um in den Baum einzudringen, der von dem Träger des Steigeisens bestiegen wird. Ein Riemen erstreckt sich von einem freien Ende des Steigbügels und um einen Teil des Schaftes und ist ausgebildet, um den Fuß des Trägers relativ zum Steigbügel zu verankern. Die das Schienbein aufnehmende Hülse ist mit einem einstellbaren Riemen zur Sicherung der Hülse relativ zum Schienbein des Trägers versehen. Manchmal ist die Position der Hülse entlang der Länge des Schaftes einstellbar, um zu erlauben, das Steigeisen an verschiedene Beinlängen anzupassen.

Solche Steigeisen oder Steigvorrichtungen erfordern die Verwendung eines relativ großen Spikes oder Hakens, und wenn sie zum Besteigen von Bäumen verwendet werden, führt dies oft zu einer unnötigen Beschädigung des Baumes und eine besonders große Narbe entsteht, welche keine Cambium-Verjüngung bereitstellt, und oft bleibt eine resultierende Öffnung, in welcher sich Wasser ansammeln kann und welche eine Quelle für Bakterien und Pilzinfektionen in der in dem Baum verbleibenden Narbe bildet.

Der in solchen Steigvorrichtungen verwandte Spike oder Haken hat typischerweise einen großen dreieckigen transversalen Querschnitt.

Der Steigbügel bei solchen Vorrichtungen hat typischerweise im Wesentlichen dieselbe Breite wie der Schaft und unterstützt folglich nicht adäquat den Fuß des Trägers. Der sich vom freien Ende des Steigbügels erstreckende Riemen erlaubt es der Steigvorrichtung nicht, adäquat am Fuß des Trägers gesichert zu werden.

Bekannte Steigvorrichtungen dieser Art sind nicht besonders komfortabel bei der Anwendung und die Art, in welcher solche Vorrichtungen am Fuß des Trägers befestigt werden, passt sich nicht an die natürliche Form und die Fußbewegung an.

Andere Vorrichtungen sind eingeführt worden, um Leute beim Besteigen von Bäumen, hölzernen Pfählen und anderen hölzernen Strukturen zu unterstützen.

US-Patent Nr. 5,016,734 von Greenway beschreibt eine Pfahlsteigvorrichtung mit einer festen, einstückigen, ebenen Platte zur Befestigung an der Unterseite eines Boots oder Schuhs, mit einem Seitenriegel, der verschwenkbar mit einer Seite der Bodenplatte verbunden ist und sich von dieser nach oben erstreckt und einen oberen Riemen zur Verbindung der Vorrichtung mit der Wade des Nutzers trägt, wobei ein metallischer Haken an dem Seitenriegel zum Ergreifen eines Pfahles angeordnet ist und ein Arm sich oberseits von der anderen Seite der Bodenplatte erstreckt und Riemen zur Verbindung der Bodenplatte mit dem Fuß und dem Fußknöchel des Trägers trägt.

Weiterhin beschreibt US-Patent Nr. 2,297,136 von Detering einen Steigsporn mit einer Schienbeinstütze und einem Steigbügel, welche drehbar mit entgegengesetzten Enden eines Schaftes in Eingriff stehen. Zusätzlich ist ein Spike am unteren Bereich des Schaftes in einer Position im Allgemeinen benachbart zum Steigbügel befestigt. Außerdem weist der Steigsporn einen einstellbaren Steigbügel auf, welcher mit Boots verschiedener Größen in Eingriff bringbar ist.

US-Patent 4,530,420 von Hobbs beschreibt einen Beinschützer und eine Beinhülse für Kletterer, welche einen Haken und einen Steigbügel einschließen, die an einem ersten Ende eines Schaftes befestigt sind. Eine Schienbeinstütze, welche ein Hülsenelement einschließt, und ein flexibles Polster sind am gegenüberliegenden Ende des Schaftes befestigt. Die Schienbeinstütze ist relativ zum Schaft drehbar und das flexible Polster dient als Stoßabsorbierer zwischen der Schienbeinstütze und dem Schienbein des Trägers der Vorrichtung.

US-Patent Nr. 2,604,250 von Trimble lehrt ein Telegrafenmaststeigwerkzeug, welches eine Schienbeinstütze und einen Steigbügel einschließt, die an einem Schaft befestigt sind. Weiterhin hat das Steigwerkzeug ein Paar von Spikes, welche benachbart zum Steigbügel am Schaft befestigt sind. Jedoch wird jede Bewegung des Beines des Benutzers eine Außereingriffaktion bewirken, insoweit als ein Spike als ein Hebel gegen den anderen während der Bewegung des Benutzers wirken wird.

US-Patent Nr. 3,714,593 von O'Keefe lehrt eine Seilsteigvorrichtung, welche einen einstellbaren Steigbügel aufweist, der mit Boots verschiedener Größen in Eingriff bringbar ist.

US-Patent Nr. 3,414,083 von Riniger beschreibt eine Kletterer- oder Hiker-Hilfsvorrichtung mit zwei Seitenelementen, die einen Steigbügel an einem Ende bilden und am Schienbein des Trägers an dem zweiten Ende desselben befestigbar sind.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung stellt eine Steigvorrichtung zur Verfügung, welche umfasst:

einen länglichen Schaft, der ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist mit einem drehbar am ersten Ende des Schaftes montierten Steigbügel mit mindestens einer hieran befestigten Spitze, ein Sohlenteil nach Größe und Gestalt mit der Fußbekleidung des Benutzers verbindbar und einer Beinstütze am zweiten Ende des Schaftes und gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von an der unteren Oberfläche des Sohlenteiles befestigten Spitzen.

Bevorzugt weist die Steigvorrichtung zwei Spikes auf, insoweit, da die Spikes kleiner sein können und Eine permanente Beschädigung des Baumes oder anderen zu besteigenden Objekten weniger wahrscheinlich ist. Auch stellen zwei Spikes in Kombination mit dem Schwenksystem eine stabile Plättform für den Anwender zur Verfügung, die während der Bein- und Körperbewegung nicht außer Eingriff gelangt. Zusätzlich kann ein vorderer Bereich des Steigbügels drehbar mit dem Sohlenbereich in Eingriff stehen, um die Befestigung oder Entfernung der Steigvorrichtung zu erleichtern. Der Sohlenbereich kann auch eine erhabene vordere Oberfläche aufweisen, um eine Stufe für einen sicheren Eingriff mit der Fußbekleidung des Nutzers zu definieren.

Der Steigbügel und die Bein- oder Schienbeinstütze sind bevorzugt drehbar an dem Schaft befestigt, um eine natürliche Bewegung des Fußes während der Anwendung bereitzustellen. Weiterhin können eine Feder und ein Zapfen zwischen dem Schaft und der Beinstütze angeordnet sein, uni die Beinstütze weg von dem Schaft auszulenken, um Kräfte und. Stöße zu absorbieren und um einen Schutz bereitzustellen und um eine Verschwenkung der Beinstütze in Bezug auf den Schaft zu ermöglichen.

Ein vollständiges Verständnis der Erfindung wird erhalten werden aus der folgenden Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer Steigvorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, welche am rechten Bein eines Nutzers getragen werden kann;

Fig. 2 ist eine Rückansicht der Steigvorrichtung nach Fig. 1;

Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Steigvorrichtung nach Fig. 1;

Fig. 4 ist eine gegenüberliegende Seitenansicht der Steigvorrichtung nach Fig. 1;

Fig. 5 ist eine Draufsicht einer Ausführungsform des Steigbügels der Steigvorrichtung;

Fig. 6 ist eine Unteransicht des Steigbügels gemäß Fig. 5 und

Fig. 7 ist ein Querschnitt eines Riegels zwischen der Beinstütze und dem Schaft der Steigvorrichtung entlang der Schnittlinien VII-VII in Fig. 3.

Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, weist die Steigvorrichtung 10 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung einen länglichen Schaft 11 mit einem ersten Ende 14 und einem zweiten Ende 18 auf. Ein Steigbügel 12 ist vorzugsweise an dem ersten Ende 14 des Schaftes 11 befestigt und eine Bein- oder Schienbeinstütze 13 ist an dem zweiten Ende 18 befestigt. Das erste Ende 14 des Schaftes 11 kann stufenförmig sein, um sicherzustellen, dass der Schaft 11 beabstandet von der mittleren Seite des Fußgelenkes des Trägers angeordnet ist. Das zweite Ende 18 des Schaftes 11 ist vorzugsweise auswärts gerichtet und weg von der Beinstütze 13.

Der Steigbügel 12 kann verschwenkbar an dem Schaft 11 durch einen Riegel 15 befestigt sein, wie in Fig. 3 und Fig. 5 gezeigt. Der Riegel 15 kann einen Bolzen einschließen, der sich durch den Schaft 11 und den Steigbügel 12 erstreckt und dem Steigbügel 12 eine Verschwenkung relativ zum Schaft 11 um eine Achse ermöglicht, die sich länglich durch den Riegel 15 erstreckt. Vorzugsweise ist die Drehachse des Steigbügels 12 rechtwinklig zum Schaft 11.

Die bevorzugte Ausführungsform des Steigbügels 12 schließt einen Sohlenbereich 19, einen mittleren Bereich 20 und einen vorderen Bereich 21 ein. Es ist verständlich, dass die vorliegende Erfindung nicht begrenzt ist auf die gezeigte bevorzugte Ausführungsform des Steigbügels 12 und der Steigbügel 12 kann andere Konfigurationen zum Halten der Fußbekleidung eines Benutzers aufweisen.

Der mittlere Bereich 20 und der vordere Bereich 21 definieren einen Raum oberhalb des Sohlenbereiches 19, um die Fußbekleidung des Benutzers zu empfangen und um zu helfen, zu verhindern, dass die Fußbekleidung aus dem Sohlenbereich 19 herausrutscht.

Mit Bezugnahme auf Fig. 3 und Fig. 5 weist der Sohlenbereich 19 vorzugsweise eine Stufe auf, um einem von einem Träger getragenen Schuh oder Boot zu entsprechen. Insbesondere schließt der Sohlenbereich 19 vorzugsweise einen erhabenen vorderen Oberflächenbereich 16 und einen niedrigeren hinteren Oberflächenbereich 17 zur Bereitstellung einer Stufe auf. Die Stufe kann den Absatz des Schuhs oder Boots des Trägers aufnehmen, um eine sichere Verbindung damit bereitzustellen.

Der mittlere Bereich 20 kann sich aufwärts erstrecken und weg von dem Sohlenbereich 19 im Wesentlichen rechtwinklig, wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt. Der vordere Bereich 21 ist bevorzugt durch einen Scharnierstift 25 und einen Scharnierzylinder 26 schwenkbar am Sohlenbereich 19 angelenkt, um eine Drehung des vorderen Bereiches 21 von einer ersten aufrechten Position (gezeigt in Fig. 1), wenn die Steigvorrichtung 10 im Einsatz ist, in eine zweite Position (nicht gezeigt), in welcher der vordere Bereich 21 im Wesentlichen parallel mit dem Sohlenbereich 19 ist. Der Fuß des Anwenders kann einfach in den Steigbügel 12 eingeführt und aus diesem entfernt werden, wenn der vordere Bereich 21 in der zweiten Position ist.

Mit Bezugnahme auf Fig. 4 kann der vordere Bereich 21 zusätzlich eine Mehrzahl von Öffnungen 22 einschließen. Wie in Fig. 1 dargestellt, können auswechselbare Gummieinsätze 23 mit verschiedenen Größen in die Öffnungen 22 eingesetzt werden, um einen Formschluss zwischen dem Steigbügel 12 und verschieden großen Fußbekleidungen bereitzustellen.

Mit Bezugnahme wiederum auf Fig. 4 schließen der mittlere Bereich 20 und der vordere Bereich 21 des Steigbügels 12 jeweils eine Mehrzahl von Öffnungen 30a, c, e und 30b, d, e ein, um eine Befestigung von nicht dargestellten Riemen an diesen zur Sicherung des Steigbügels 12 am Fuß des Benutzers zu ermöglichen.

Insbesondere kann ein erster Riemen am mittleren Bereich 20 des Steigbügels 12 an der ersten Öffnung 30 darin und an dem vorderen Bereich 21 an der zweiten Öffnung 30b befestigt sein. Der erste Riemen dient dazu, sich über einen vorderen Bereich des Fußes des Trägers zu erstrecken. Ein zweiter Riemen kann an dem mittleren Bereich 20 an der dritten Öffnung 30c und an dem vorderen Bereich 21 an einer vierten Öffnung 30d befestigt sein. Der zweite Riemen dient dazu, sich über den Fußrücken des Fußes des Trägers zu erstrecken. Ein dritter Riemen kann am mittleren Bereich 20 an einer fünften Öffnung 30e und am vorderen Bereich 21 an einer sechsten Öffnung 30f befestigt werden. Der dritte Riemen 30c kann sich um die Ferse des Fußes des Trägers erstrecken. Jeder Riemen kann eine Schnalle oder eine ähnliche Vorrichtung zur Einstellung der Anlage der Steigvorrichtung 10 am Fuß des Trägers einschließen.

Die Steigvorrichtung 10 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung schließt einen oder mehrere Spikes 40, 41 oder Haken ein, welche sich vorzugsweise auswärts und abwärts von dem mittleren Bereich 20 des Steigbügels 12 erstrecken. Die Spikes 40, 41 können einen kreisförmigen Querschnitt haben und so konfiguriert sein, um in den Baum, den Holzpfahl oder eine andere Holzstruktur einzudringen, die bestiegen werden soll. Insbesondere können sich die Spikes 40, 41 auswärts von dem Steigbügel 12 in einem geneigten Winkel erstrecken, der eine Penetration der Spikes in den Baumpfahl oder die Holzstruktur, während des Daranhochkletterns, ermöglicht.

Die Steigvorrichtung 10 weist vorzugsweise zwei Spikes 40, 41 auf, wie in Fig. 3 dargestellt. Die Bereitstellung von zwei Spikes 40, 41 erlaubt die Verwendung kleinerer Spikes, welche weniger Beschädigungen an dem Holzpfahl oder Baum, der bestiegen werden soll, verursachen, während sie außerdem eine stabilere Plattform für den Benutzer zur Verfügung stellen. Die Steigvorrichtung 10 kann zusätzlich zwei Riegel 42, 43 zur entfernbaren Sicherung der Spikes 40, 41 am Steigbügel 12 oder Schaft 11 einschließen, um ein Ersetzen der Spikes 40, 41 zu erleichtern. Spikezylinder 37, 38 können zwischen dem jeweiligen Riegel 42, 43 und dem Steigbügel 12 angeordnet sein.

Zusätzlich erleichtert die Bereitstellung von zwei Spikes 40, 41 in Kombination mit einem Riegel 15, der eine Drehbewegung des Steigbügels 12 ermöglicht, den Außereingriff der Spikes 40, 41, die innerhalb eines Baumes eingebettet sind. Insbesondere kann der Benutzer seinen Fuß aufwärts und abwärts schwenken und einer der Spikes 40, 41 kann als Hebel gegen den anderen Spike 40, 41 dienen und dabei ein einfaches und sanftes Entfernen der Spikes 40, 41 aus dem Baum ermöglichen.

Die Spikes 40,41 können sich auch von dem Schaft 11 oder anderen geeigneten Stellen der Steigvorrichtung 10 erstrecken. Es ist jedoch bevorzugt, dass sich jeder Spilce 40, 41 von dem mittleren Bereich 20 des Steigbügels 12 erstreckt, insoweit, als der Riegel 15 vorzugsweise eine Rotation des Schaftes 11 und eine Bewegung des Beines des Benutzers ermöglicht. Insbesondere kann der Steigbügel 12 stabil bleiben und die Spikes 40, 41 können innerhalb des Baumes während einer solchen Bewegung des Beines des Benutzers verbleiben. Spikes, die an einem Schaft einer Steigvorrichtung befestigt sind, können während bestimmter Bewegungen des Beines des Benutzers außer Eingriff mit dem Baum kommen und in einer Instabilität resultieren.

Die untere Oberfläche des Sohlenbereiches 19 des Steigbügels 12 kann eine reibungserhöhende Oberfläche oder eine Mehrzahl von punktförmigen Spitzen aufweisen, wie in Fig. 6 dargestellt. Die Spitzen 45 weisen vorzugsweise eine Länge von etwa 6,3 mm (0,25") auf. Die Spitzen 45 stellen eine gesteigerte Stabilität bereit, wenn der Benutzer der Steigvorrichtung 10 entlang des Astes eines Baumes wandert.

Eine Mehrzahl von Kissen 46 können auch an der unteren Oberfläche des Sohlenbereiches 19 zur entfernbaren Befestigung der Spitzen 45 an der unteren Oberfläche des Steigbügels 12 zur Erleichterung des Wechsels und der Entfernung der Spitzen 45 vorgesehen sein. Wie in Fig. 4 gezeigt, kann jede Spitze 45 in eine jeweilige mit Innen- und Außengewinde versehene Schraube 44 eingeschraubt werden. Die mit Innen- und Außengewinde versehenen Schrauben 44 und Unterlegscheiben 47 stellen eine sichere entfernbare Befestigung der Spitzen 45 an den Kissen 46 und dem Steigbügel 12 bereit.

Alternativ kann eine auswechselbare Gummisohle 24 an dem Sohlenbereich 19 des Steigbügels 12 befestigt werden, wie in Fig. 2 dargestellt. Die Gummisohle 24 hat bevorzugt eine reibungserhöhende Oberfläche und stellt eine Isolation zur Verwendung innerhalb der Elektroindustrie bereit.

Wie vorstehend beschrieben, schließt die Steigvorrichtung 10 auch eine Beinstütze 13 benachbart zum zweiten Ende 18 des Schaftes 11 ein. Wie in Fig. 4 dargestellt, kann die Beinstütze 13 so konfiguriert sein, um das Bein des Benutzers zu umschließen, wenn die Steigvorrichtung 10 getragen wird, und sie ist deshalb bevorzugt im Wesentlichen bogenförmig in ihrer Form. Die Steigvorrichtung 10 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise so konfiguriert, dass die Beinstütze während der Anwendung am Schienbein des Benutzers befestigt ist.

Die Beinstütze 13 kann eine Polsterung 52 zur Reduzierung des Reibkontaktes gegen das Bein des Benutzers aufweisen. Die Beinstütze 13 kann zusätzlich eine Mehrzahl von Öffnungen 53 einschließen, um das Gewicht der Steigvorrichtung 10 zu reduzieren. Außerdem können Einsätze 54 innerhalb der Öffnungen 53 zur Bereitstellung eines zusätzlichen Polsterungseffektes vorgesehen ein. Alternativ kann die gesamte innere Oberfläche der Beinstütze 13 ausgepolstert sein.

Die Beinstütze 13 kann zwei Anker 50a, 50b einschließen, wie in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt ist. Ein erster Anker 50a ist auf der Außenseite der ersten Seite 48 und eine zweiter Anker 50b ist an der Außenseite einer gegenüberliegenden Seite 49 der Beinstütze 13 angeordnet. Ein Beinriemen (nicht dargestellt) kann an den Ankern 50a, 50b befestigt sein, um die Steigvorrichtung 10 am Bein des Benutzers zu sichern. Der Beinriemen kann zusätzlich eine Schnalle zur Einstellung der Anlage der Steigvorrichtung 10 gegen das Bein des Benutzers einschließen.

Alternative Mittel zur Befestigung der Steigvorrichtung 10 am Bein des Benutzers sind im Rahmen des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung ebenfalls vorgesehen. Insbesondere können Riemen am Schaft 11 der Steigvorrichtung 10 befestigt sein.

Die Beinstütze 13 ist am Schaft 11 durch einen Riegel 55 befestigt. Der Riegel 55 erlaubt vorzugsweise der Beinstütze 13, sich relativ zum Schaft 11 zu drehen bzw. auszulenken. Mit Bezugnahme auf Fig. 1 ist die Beinstütze 13 in einer ersten Stellung dargestellt. In Abhängigkeit von der Größe des Benutzers jedoch kann die Beinstütze 13 in einer zweiten Position angeordnet sein, wie in Fig. 2 dargestellt.

Eine gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform des Riegels 55 ist im Detail in Fig. 7 gezeigt. Insbesondere weist der Riegel 55 einen schwimmenden Zapfen 56 mit einer Nuss 57 auf, die an dem ersten Ende derselben gesichert ist. Das zweite Ende des Zapfens 56 ist an der Beinstütze 13 gesichert. Eine Öffnung 60 ist innerhalb des Schaftes 11 vorgesehen und der Zapfen 56 kann durch den Schaft 11 eingeführt werden, um die Beinstütze 13 daran zu sichern.

Eine Feder 58 kann um den Zapfen 56 und zwischen dem Schaft 11 und der Beinstütze 13 vorgesehen sein. Alternativ kann ein elastisches Material verwendet werden, um die Beinstütze 13 weg von dem Schaft 11 auszulenken. Die Feder 58 oder das elastische Material lenken normalerweise die Beinstütze 13 weg von dem Schaft 11, um Stöße und andere Kräfte zu dämpfen, die gegen das Bein des Trägers gerichtet werden können.

Solche Kräfte, welche auf die Beinstütze 13 gegen den Schaft 11 wirken, werden die Feder 58 zusammendrücken und den Zapfen 56 aus dem Schaft 11 herausbewegen. So reduzieren die Feder 56, die Auspolsterung 52 und die Einsätze 54 Stöße auf Fuß und Bein des Trägers.

Nylonbuchsen 59 und Nylonscheiben 61 sind, wie in Fig. 7 dargestellt, bereitgestellt, um Reibung und Scherung zwischen dem Schaft 11, der Beinstütze 13, dem Zapfen 56 und der Feder 58 zu reduzieren. Der Durchmesser der Öffnung 60 ist vorzugsweise größer als der Durchmesser des Zapfens 56 und der Hülse 59, um jedem Punkt auf dem Umfang der Beinstütze 13 zu erlauben, vorwärts und weg von dem Schaft 11 auszulenken, um eine 360º Auslenkung oder Schwenkbewegung der Beinstütze 13 bereitzustellen.

Die Linien 36 in Fig. 3 zeigen die verschiedenen möglichen Bewegungsgrade mit der Steigvorrichtung 10 per Steigbügel 12 kann in Bezug auf den Schaft 11 durch einen Bewegungsbereich schwenken, der durch die Spikes 40, 41 begrenzt ist. Die Beinstütze 13 kann 360º um die Achse drehen, welche sich durch den Riegel 55 erstreckt. Die Bereitstellung einer Steigvorrichtung 10 mit einem drehbaren Steigbügel 12 und einer drehbaren Beinstüzte 13 erlaubt eine natürlichere Bewegung des Fußes, während der Träger klettert.

Der Schaft 11 ist bevorzugt aus Federstahl XKL9258S für hohe Federelastizität und Dauerhaftigkeit gebildet. Der Steigbügel 12 kann aus einem Stahl hergestellt sein, der eine hohe Festigkeit, angemessene Biegebelastung und Schweißcharakteristiken aufweist, wie XTRAFORM 500. Die Schienbeinstütze 13 kann aus einem Stahl gebildet sein, der hohe Formbildung und Festigkeit aufweist, wie XTRAFORM 400. Die Spikes 40, 41 und Spitzen 45 sind bevorzugt aus einem hochtensilen Stahl, wie AS1444/4140, gebildet. Die Anordnung aus Ankern 50 und Zapfen 56 ist bevorzugt gebildet aus einem rostfreien Stahl 316 Standard Marine Grade für hohen Widerstand gegenüber Oxidation. Die Feder 58 kann aus einem 5.5 hart gezogenen vorgehärteten R2 bestehen. Die Spikezylinder 37, 48 und Schärnierzylinder 26 sind bevorzugt aus Bright Stahl S1020 Rundstab gebildet.

Die Steigvorrichtung 10 kann äußere Schutzbeschichtungen einschließen. Vorzugsweise sind der Schaft 11, die Spikes 40, 41 und die Spitzen 45 chrombeschichtet und die Riegel 42, 43, die Feder 58, die Unterlegscheiben zwischen den Riegeln 15 und dem Steigbügel 12, die Unterlegscheiben innerhalb der Scharnierzylinder 26 und die Unterlegscheiben 47 sind eloxiert. Der Steigbügel 12, die Schienbeinstütze 13, die Polster 46 und Riegel 15 können mit Acryl oder zweilagigem Epoxyharz beschichtet sein.

Während bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gezeigt und beschrieben worden sind, ist es offensichtlich für Fachleute, dass verschiedene Modifikationen und Alternativen zu den beschriebenen Ausführungsformen entwickelt werden können, im Lichte der Gesamtlehre der Beschreibung. Dementsprechend sind die beschriebenen Ausführungsformen nur beispielhaft und nicht beschränkend auf den Schutzumfang der Erfindung angegeben, der gegeben ist in voller Breite durch die anhängenden Patentansprüche und alle Äquivalente derselben.


Anspruch[de]

1. Steigvorrichtung (10) welche umfasst:

einen länglichen Schaft (11), der ein erstes Ende (14) und ein zweites Ende (18) aufweist mit einem drehbar am ersten Ende (14) des Schaftes (11) montierten Steigbügel (12) mit mindestens einem hieran befestigten Spike (40), ein Sohlenteil (19), nach Größe und Gestalt mit der Fußbekleidung des Benutzers verbindbar, und einer Beinstütze (13) am zweiten Ende (18) des Schaftes (11),

gekennzeichnet durch

eine Mehrzahl von an der unteren Oberfläche des Sohlenteiles (18) befestigten Spitzen (45).

2. Steigvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beinstütze (13) drehbar am Schaft (11) befestigt ist.

3. Steigvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine zwischen Schaft (11) und Beinstütze (13) liegende Feder (58) und einen Stift (56), um ein Kippen der Beinstütze (13) und die Absorption von Kräften zu ermöglichen.

4. Steigvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sohlenteil (19) des Steigbügels (12) einen drehbar mit diesem verbundenen Vorderteil (21) aufweist.

5. Steigvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sohlenteil (19) eine ansteigende vordere Oberfläche (16) aufweist, um innen eine Stufe zur sicheren Verbindung mit der Fußbekleidung zu definieren.

6. Steigvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an der unteren Oberfläche des Sohlenteiles (19) befestigte Gummisohle (24).

7. Steigvorrichtung (10) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Befestigungsriemen, die sich von einer Seite des Steigbügels (12) zur anderen Seite des Steigbügels erstrecken, um ein Sichern des Fußes des Trägers am Steigbügel (12) zu ermöglichen, und zwei Spikes (40,41) die mit dem Steigbügel (12) verbunden sind und an auseinanderliegenden Stellen in der durch den Fuß des Trägers definierten Richtung und nach außen in einem ansteigenden Winkel relativ zum Schaft (11) abstehend angeordnet sind, wobei während des Gebrauchs die Spikes (40,41) in der Lage sind, in einen Baum einzudringen, der vom Träger der Steigvorrichtung erklommen wird.

8. Steigvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steigbügel (12) ein gestuftes Sohlenteil (19) aufweist, um eine sichere Verbindung mit dem Fuß des Trägers zu ermöglichen.

9. Steigvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steigbügel (12) eine Vielzahl von Riemenbefestigungszonen (30a-30f) an den mittleren (20) und vorderen (21) Teilen aufweist.

10. . Steigvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beinstütze (13) in Übereinstimmung mit der Außenform des Schienbeines des Trägers geformt ist.

11. Steigvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Beinstütze (13) einen hieran befestigten Riemen aufweist, um eine Verbindung des Beinhalters (13) mit dem Schienbein des Trägers zu ermöglichen.

12. Steigvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (11) gestuft ist, so dass ein großer Teil des Schaftes während der Benutzung einen Abstand vom Schienbein des Trägers aufweist.

13. Steigvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Beinhalterung (13) drehbar mit dem Schaft (11) durch eine Feder (58) und einen Stift (56) verbunden ist.







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