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Dokumentenidentifikation DE69715215T2 15.05.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0915038
Titel FÖRDERBAND
Anmelder The Yokohama Rubber Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder SHINOHARA, Osamu, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
SHIMOTASHIRO, Yuji, Hiratsuka-shi, Kanagaw-ken 254, JP;
SUZUKI, Teruo, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
TODA, Osamu, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
YAMAMOTO, Ichiro, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
KATSUMATA, Shinichi, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
MORI, Kojiro, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
FUKUCHI, Yoshimitsu, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
SASHIDE, Kazuo, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP;
TANAKA, Shigeyasu, Hiratsuka-shi, Kanagawa-ken 254, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69715215
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.05.1997
EP-Aktenzeichen 979209525
WO-Anmeldetag 12.05.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/JP97/01587
WO-Veröffentlichungsnummer 0098000355
WO-Veröffentlichungsdatum 08.01.1998
EP-Offenlegungsdatum 12.05.1999
EP date of grant 04.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse B65G 15/34
IPC-Nebenklasse D02G 3/22   B32B 27/02   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung betrifft ein Förderband, welches durch ein synthetisches Fasergewirk verstärkt wird. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Förderband, welches eine geringe Streckung im Verlauf dessen Verwendung über einen langen Zeitraum aufweist und durch äußere Einwirkungen kaum beschädigt wird, welche zwischen Rollen und einem Förderband auftreten.

Stand der Technik

Gewirke bzw. gewebte Stoffe aus Nylonfasern oder einer Polyesterfaser sind in der Vergangenheit als Verstärkungsschicht eines Förderbands verwendet worden.

Jedoch neigt ein Förderband dieser Art dazu, aufgrund anomaler Verformung beschädigt zu werden, welche auftritt, wenn äußere Einwirkungen, wie beispielsweise ein an Rollen angebrachtes Element und fallende transportierte Materialien, zwischen den Rollen und dem Förderband auftreten. Selbst wenn die anomale Deformation nicht derart gestaltet ist, dass dies zu einer Beschädigung des Bandes führt, vermindert jedoch die Wiederholung von derartigen anomalen Deformationen die Festigkeit des Bandes aufgrund von Ermüdung, und folglich kann das Förderband nicht einem extensiven Gebrauch widerstehen.

Bei dem Förderband dieser Art tritt eine Streckung in Längsrichtung des Bandes als Folge der Verwendung des Bandes auf, und wobei das Band als Ganzes gestreckt bzw. verlängert wird. In einem derartigen Fall muss die Länge der Fördermaschine durch die Justierung des Hubs einer Aufnahmevorrichtung reguliert werden, welche vorne oder im hinteren Teil der Förderbandvorrichtung angeordnet ist. Wenn diese Streckung weiter auftritt und der Hub der Aufnahmevorrichtung die Streckung nicht weiter absorbieren kann, muss das Band verkürzt werden.

Folglich haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung verschiedene Aspekte der Beschädigung und Ermüdung des Förderbandes untersucht, welche aufgrund von anomaler Deformation resultiert, die auftritt, wenn jegliche äußere Einwirkungen zwischen den Rollen und dem Förderband aufgenommen werden, und wobei Einrichtungen zur Reduzierung der Streckung des Bandes die Folge sind, welche im Laufe der Verwendung auftreten. Als Folge davon haben die vorliegenden Erfinder es als effektiv ermittelt, dass die Streckung am Bruch eines synthetischen Fasergewirks so weit wie möglich erhöht wird, welches eine Verstärkungsschicht eines Förderbandes in Längsrichtung des Bandes bildet, um den Bruch und die Ermüdung des Bandes zu bewältigen, was aus einer anomalen Deformation resultiert, und um die Streckung des synthetischen Fasergewirks des Bandes in Längsrichtung während dessen Verwendung so weit wie möglich zu reduzieren, um die Streckung des Bandes während dessen Verwendung zu bewältigen.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist vorgenommen worden, um diese Probleme des Standes der Technik zu lösen und stellt ein Förderband bereit, welches schwer zu beschädigen ist, selbst wenn jegliche äußere Einwirkungen zwischen Rollen und einem Förderband auftreten, und welches eine geringe Streckung bzw. Verlängerung eines Bandes während der Verwendung des Bandes aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung tritt eine Beschädigung und ein Abfallen der Festigkeit kaum auf, selbst wenn äußere Einwirkungen, wie beispielsweise an den Rollen anhaftende Elemente und fallende transportierte Güter zwischen den Rollen und dem Förderband auftreten, wobei das Förderband über einen langen Zeitraum verwendet werden kann, wobei die Streckung des gesamten Bandes gering ist, und wobei die Justierung der Länge der Vorrichtung nicht stark erforderlich ist und somit ein Kürzerschneiden des Bandes kaum notwendig ist, und wobei der Hub der Aufnahmevorrichtung reduziert werden kann. Ferner kann die Anzahl der Arbeiter und die Kosten für die Wartung und Inspektion reduziert werden.

Bei einem Förderband mit einer Verstärkungsschicht aus einem synthetischen Fasergewirke bzw. Fasergeflecht, welches zwischen einer oberen Oberflächenabdeckung und einer unteren Oberflächenabdeckung eingebettet ist, kann die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, welche vorstehend beschrieben ist, durch ein synthetisches Fasergewirke gelöst werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Streckung im Bruch des synthetischen Fasergewirkes in Längsrichtung des Bandes zumindest 25% beträgt und eine Verlängerung bei eine Last von 10% einer garantierten Festigkeit nicht höher als 1,5% ist.

Garne mit einem hohen Streckungspolyester oder einem hohen Streckungsnylon, welche eine Streckung im Bruch von zumindest 25% aufweisen, können als Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes verwendet werden.

Ein Gewirke, welches durch die abwechselnde Anordnung von einem bis zu drei Kettfäden einer Polyesterfaser und einem bis zu drei Kettfäden einer Nylonfaser ausgebildet ist, kann als synthetisches Fasergewirke verwendet werden, wie vorstehend beschrieben. In diesem Fall kann die Streckung bzw. Verlängerung im Bruch der Kettfäden geringer als 25% sein.

Gemischte verdrillte Garne einer Polyesterfaser und einer Nylonfaser können als Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes verwendet werden, wie vorstehend beschrieben. Ein Polyester mit einer hohen oder normalen Streckung und ein Nylon mit einer hohen oder normalen Streckung kann als Fasermaterial in diesem Fall verwendet werden.

Die Garne, welche als synthetisches Fasergewirk verwendet werden, sind vorzugsweise zu gebrauchen, nachdem diese mit einer haftenden Lösung behandelt worden sind, und wobei die Temperatur der haftenden Lösung für die Kettfäden in diesem Fall vorzugsweise nicht geringer als 200ºC ist. Die Spannung, welche auf die Garne zur Zeit der Behandlung mit der anhaftenden Lösung aufgebracht wird, d. h. eine festgelegte Spannung, ist vorzugsweise gering, beispielsweise 0,2 g/Denier, und kann ebenso Null sein.

Ein Gewirke mit einer Struktur, bei welcher die Kettfäden und die Schussfäden linear angeordnet sind und durch verschlungene Garne gewebt sind, d. h. ein sogenanntes Einhorn-Gewirke (unicorn fabric) bilden, welches als vorstehend beschriebenes, synthetisches Fasergewirke geeignet ist. Ferner ist das synthetische Fasergewirke vorzugsweise ein Gewirke, welches in der Art eines Stoffes aufgebaut ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines Förderbandes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 ist eine schematische Ansicht eines Biegelauftesters des Förderbandes.

Fig. 3 ist eine schematische Ansicht eines Lauftesters des Förderbandes.

Fig. 4 ist eine Teilansicht eines synthetischen Fasergewirkes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 5 ist eine Teilansicht eines anderen synthetischen Fasergewirkes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 6 ist eine Teilansicht eines weiteren synthetischen Fasergewirkes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Bevorzugte Ausführungsform zur Durchführung der Erfindung:

Fig. 1 ist eine transversale Schnittansicht, welche die Konstruktion eines Förderbandes gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt, und wobei eine Verstärkungsschicht 1 zwischen einer oberen Flächenabdeckung 2 und einer unteren Flächenabdeckung 3 eingebettet ist.

Jede der oberen Flächenschicht 2 und der unteren Flächenschicht 3 ist aus einem flexiblen Material hergestellt, wie beispielsweise einem Naturgummi, einem synthetischen Gummi oder einem synthetischen Harz, und wobei die Verstärkungsschicht 1 aus einem synthetischen Fasergewirke aufgebaut ist. Die obere Flächenschicht 2, die Verstärkungsschicht 1 und die untere Flächenschicht 3 sind aneinander gebunden.

Das synthetische Fasergewirke, welches die Verstärkungsschicht 1 bildet, weist eine Streckung im Bruch von zumindest 25% auf, vorzugsweise 27 bis 35% in Längsrichtung (in Längsrichtung des Bandes), und weist eine Streckung auf, wenn die Last 10% der garantierten Festigkeit entspricht, d. h. dass diese bei einer Last von 10% der garantierten Stärke nicht größer als 1,5% ist, und vorzugsweise zwischen 0,5% bis 1,3% liegt.

Das Material der Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes ist vorzugsweise eine stark verlängerte Polyesterfaser oder eine stark verlängerte Nylonfaser, welche jeweils eine Streckung im Bruch von zumindest 25% in Form eines unbehandelten Rohgarns aufweist. Ein Gewirke, welches eine Streckung im Bruch von zumindest 25% in Längsrichtung aufweist und eine Streckung bei 10% der Last von nicht mehr als 1,5% aufweist, und welches einer Verbindungsbehandlung unterzogen wird, kann unter Verwendung von Rohgarnen dieser Materialien erzielt werden.

Ein synthetisches Fasergewirke, welches für die vorliegende Erfindung geeignet ist, kann durch Verwendung eines Gewirkes erzielt werden, welches durch abwechselnde Anordnung von einem bis drei Kettfäden aus Polyesterfasern und einem bis drei Kettfäden aus Nylonfasern hergestellt ist. Dies liegt daran, dass die Polyesterfaser die Streckung bei zumindest 10% der Last reduziert und dass die Nylonfaser die Streckung im Bruch erhöht. Wenn jedoch vier oder mehr Kettfäden, die aus demselben Material hergestellt sind, derart angeordnet sind, ist es wahrscheinlich, dass die Flachheit des Bandes verloren geht.

Ursprünglich kann die Streckung im Bruch von jeder der Polyesterfasern und Nylonfasern nicht größer als 25% in diesem Fall sein. Ferner ist die Anzahl der Kettfäden aus Polyesterfasern und diejenige Anzahl der Kettfäden aus Nylonfasern notwendigerweise nicht gleich. Beispielsweise können diese in einem Verhältnis von 1 : 2 oder 1 : 3 angeordnet sein.

Ein synthetisches Fasergewirk, welches für die vorstehende Erfindung geeignet ist, kann ebenso unter Verwendung eines kombinierten Filamentgarns aus Polyesterfasern und Nylonfasern erzielt werden, da diese die gleiche Funktion und den gleichen Effekt wie vorstehend beschrieben aufweisen.

Fasergarne aus Polyester, Nylon und ähnlichem werden als Schussfäden des synthetischen Fasergewirkes verwendet, und wobei die Streckung im Bruch vorzugsweise 30% bis 80% beträgt. Wenn diese geringer als 25% ist, werden die Schussfäden in den meisten Fällen abgeschnitten, bevor die Kettfäden abgeschnitten werden.

Um die obere Flächenabdeckung, die Verstärkungsschicht 1 und die untere Flächenabdeckung 3 zu verbinden, werden die Schussfäden und Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes vorzugsweise mit einer Anhaftlösung bzw. Adhäsionslösung behandelt. In diesem Fall ist die Temperatur der Behandlungslösung der Kettfäden nicht geringer als 200ºC und beträgt vorzugsweise 200ºC bis 240ºC, um eine Streckung im Bruch der Kettfäden beizubehalten, nachdem diese Behandlung auf einem befriedigenden Level durchgeführt worden ist.

Die Haftlösungsbehandlung wird durchgeführt, während eine beträchtliche Spannung auf die Garne aufgebracht wird. Die Spannung beträgt in diesem Fall, welche eine festgelegte Spannung bildet, nicht mehr als 0,2 g/Denier, wobei die Streckung im Bruch der Kettfäden nach der Behandlung in zufriedenstellender Art und Weise beibehalten werden kann. Die festgelegte Spannung der Kettfäden kann ebenso Null sein. Ein Verstärkungsformalin-Gummilatex (RFL) kann beispielsweise als Haftlösung bzw. anhaftende Lösung verwendet werden. Die Struktur des Gewirkes des synthetischen Fasergewirkes, welches die Verstärkungsschicht bildet, und für die vorliegende Erfindung verwendet wird, ist insbesondere nicht begrenzt, und es ist möglich, verschiedene Strukturen zu verwenden, wie beispielsweise eine Struktur, in welcher ein Schussfaden 12 mit jedem Kettfaden 11 umschlungen ist, wie beispielsweise in Fig. 4 gezeigt, und eine Struktur verwendet wird, bei der ein Schussfaden 14 mit zwei Kettfäden 13 umschlungen ist, wie in Fig. 5 gezeigt, und eine Struktur aufweist, in welcher sowohl der Kettfaden als auch der Schussfaden 16 linear angeordnet sind und durch Garne 17 umschlungen und gewebt sind, oder eine sogenannte Einhorn- Struktur (Unicorn-Struktur) aufweisen, wie in Fig. 6 gezeigt. Darunter bildet das Einhorn-Gewirk vorzugsweise ein gewebtes Gewirk für das Förderband gemäß der vorliegenden Erfindung, und welches eine große Spannung in Längsrichtung des Bandes aufnimmt, da die Kettfäden linear angeordnet sind.

Ein Reifengewirk der synthetischen Fasern, wie beispielsweise die vorstehend beschriebenen Polyesterfasern und Nylonfasern, kann als synthetisches Fasergewirk verwendet werden. Wenn das Reifengewirk verwendet wird, wird vorzugsweise Leintuch auf die obere und/oder die untere Fläche des Reifengewirks aufgebracht. Das Leintuch kann jegliche Gewirkstruktur aufweisen und kann durch jegliche Fasern gebildet werden. Um einen Bruch des Förderbands aufgrund anomaler Deformation zu vermeiden, und im Hinblick auf die Ermüdungswiderstandsfähigkeit, weist das Leintuch vorzugsweise eine Streckung im Bruch von zumindest 25% in Längsrichtung des Bandes auf.

Wie bereits beschrieben, ist es wahrscheinlich, dass das herkömmliche Förderband einer anomalen Deformation unterzogen und beschädigt wird, wenn äußere Einwirkungen, wie beispielsweise an den Rollen anhaftende Elemente und fallende transportierte Materialien, zwischen den Rollen und dem Förderband auftreten. Selbst wenn diese anomale Definition auf einen derartigen Level verbleibt, welcher nicht direkt zu einer Beschädigung führt, führt die Wiederholung von derartigen anomalen Deformationen zu einer frühen Ermüdung und Verschlechterung der Festigkeit, so dass das Förderband einer extensiven Verwendung nicht widerstehen kann.

Dieses Problem kann durch Verhinderung des Auftretens einer großen Spannungskonzentration auf das synthetische Fasergewirk gelöst werden, welches die Verstärkungsschicht enthält, selbst wenn das Förderband eine derartige anomale Deformation aufnimmt, und dies kann durch Erhöhung der Streckung des synthetischen Fasergewirks in Längsrichtung des Bandes erzielt werden, wenn das Band eine hohe Last aufnimmt. Daher erhöht die vorliegende Erfindung die Streckung im Bruch des synthetischen Fasergewirks auf zumindest 25% in Längsrichtung des Bandes, so dass das Förderband in einfacher Art und Weise einer Deformation unter einer großen Last unterziehen kann und eine Spannungskonzentration gemildert werden kann.

Ferner entwickelt sich bei dem herkömmlichen Band die Streckung im Verlaufe der Verwendung, und die gesamte Länge des Bandes wird oft größer. Dieses Problem kann durch Minimierung der Streckung in Längsrichtung des synthetischen Fasergewirks (Bandlängsrichtung) gelöst werden, was aus der normalen Last während der normalen Verwendung resultiert.

Im Allgemeinen ist die normale Last auf in etwa 10% der garantierten Festigkeit festgelegt. Daher behält die vorliegende Erfindung die Streckung in Bandlängsrichtung auf einen geringen Level bei, wobei die Streckung in Längsrichtung derart limitiert wird, dass diese nicht größer als 1,5% bei einer Last von 10% der garantierten Festigkeit ist.

Die Polyesterfaser und die Nylonfaser sind als synthetisches Fasergewirk des herkömmlichen Förderbandes verwendet worden. Einige dieser Fasern weisen eine Streckung bei der 10%-Last auf, welche in etwa so hoch ist wie die der vorliegenden Erfindung, jedoch ist die Streckung im Allgemeinen größer. Insbesondere ist die Streckung der Nylonfaser größer.

Andererseits ist die Streckung im Bruch des synthetischen Fasergewirks des herkömmlichen Förderbandes beträchtlich geringer als diejenige des Förderbandes der vorliegenden Erfindung, und wobei diese insbesondere geringer bei Polyesterfasern ist. In der Vergangenheit war es leicht, andere Fasern mit einer großen Streckung im Bruch zu erhalten, jedoch war in diesem Fall die Streckung bei der 10%-Last ebenso groß.

Jedoch kann eine bestimmte spezifische Faser, wie beispielsweise das hohe Streckungspolyester und das hohe Streckungsnylon, welche gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden, und welche nicht bei herkömmlichen Förderbändern verwendet worden sind, die Streckung bei der 10%-Last begrenzt werden, und wobei die Streckung im Bruch auf einen hohen Level verbleibt. Daher können es beide ermöglichen, dass diese in zufriedenstellender Art und Weise betrieben werden.

Beispiele und vergleichende Beispiele:

(a) Förderbänder der vorliegenden Erfindung (Beispiele 1 bis 7), welche die Materialien verwenden, die in Tabelle 1 für die synthetischen Fasergewirke aufgeführt sind, welche die Verstärkungsschicht bilden, und herkömmliche Förderbänder (vergleichende Beispiele 1 und 2) aufgeführt sind, und einem Biegelauftest sowie einem Lauftest jeweils unterzogen werden.

Ursprünglich war das synthetische Fasergewirk von Beispiel 6 unter Verwendung von Kettfäden produziert worden, welche durch abwechselnde Anordnung der Garne von herkömmlichen Polyester und Garnen von herkömmlichen Nylon erzielt worden sind, wobei das synthetische Fasergewirk von Beispiel 7 unter Verwendung von Kettfäden hergestellt wurde, welches durch gemischtes Verdrillen von herkömmlichen Polyesterfasern und herkömmlichen Nylonfasern erhalten worden ist, und wobei die synthetischen Fasergewirke der weiteren Beispiele und vergleichenden Beispiele Fasern verwenden, welche durch Verdrillen der Fasern der Materialien für Kettfäden erhalten worden sind, die in Tabelle 1 aufgeführt sind.

Die Gewirkstruktur bzw. Faserstruktur des synthetischen Fasergewirks war das sogenannte Einhorn-Geflecht bzw. Unicorn-Gewirk, welches in Fig. 6 für alle Beispiele und vergleichende Beispiele gezeigt ist.

Als nächstes wurde der Biegelauftest durch eine Biegelauftestvorrichtung durchgeführt, welche in Fig. 2 gezeigt ist. Jedes Bandteststück 4 wurde um ein Paar von Laufrollen 5 geführt und durch eine Biegerolle 6 gedrückt. Die Streckung bei einer 10%-Last der garantierten Festigkeit des Bandes und die Streckung im Bruch wurden gemessen, nachdem jedes Teststück 5.000.000 Durchläufe bzw. Umdrehungen vorgenommen hat. Diese Teststücke, welche eine geringe Änderung vor und nach dem Test darstellen bzw. aufweisen, haben eine geringe Bandstreckung aufgewiesen.

Die Testbedingungen waren wie folgt:

Bandgeschwindigkeit: 230 m/min

Bandspannungsfestigkeit: 1/15 der Bandbruchfestigkeit

Durchmesser der Laufrollen: 500 mm

Durchmesser der Biegerolle: 315 mm

Der Lauftest wurde unter Verwendung einer Lauftestvorrichtung durchgeführt, welche in Fig. 3 gezeigt ist. Jede der Teststücke 7 wurde um ein Paar von Laufrollen 8 geführt und wurde durch eine Biegerolle 9 gedrückt. Ein Vorsprung 10 war an einer der Laufrollen 8 vorgesehen. Dieser Vorsprung 10 simulierte die äußeren Einwirkungen, welche auftreten können. Die Festigkeit des Bandes wurde gemessen, nachdem das Band rotiert wurde und wobei das Abtastverhältnis der Festigkeit vor und nach dem Test bestimmt wurde. Diese Bänder, welche ein geringes Verschlechterungsverhältnis aufwiesen, waren schwer einer Beschädigung zu unterziehen.

Die Testbedingungen waren wie folgt:

Bandgeschwindigkeit: 150 m/min

Bandspannungsstärke: 1/15 der Bandbruchfestigkeit

Durchmesser der Laufrollen: 600 mm

Durchmesser der Biegerolle: 600 mm

Höhe des Vorsprungs: 45 mm

Tabelle 1 stellt die Materialien der Fasern dar, welche in den Beispielen und vergleichenden Beispielen verwendet worden sind, wobei die Eigenschaften der rohen Garne vor der Haftlösungsbehandlung, die Behandlungsbedingungen der Haftlösung und die Eigenschaften der Garne nach der Haftlösungsbedingung aufgezeigt werden. Die Haftlösungsbehandlung wurde unter Verwendung unter Resorcinformalin-Gummilatex (RFL) durchgeführt, und wobei eine Wärmebehandlung der Garne in dieser Lösung an den Temperaturen und unter den Spannungen durchgeführt wurde, welche in Tabelle 1 aufgeführt sind.

Tabelle 2 stellt die Eigenschaften der Synthetikfasergewirke in Bandlängsrichtung vor dem Test, deren Eigenschaften nach dem Biegelauftest und deren Eigenschaften nach dem Lauftest dar.

Tabelle 1
Tabelle 2

(b) Förderbänder sind durch Bildung der Verstärkungsschicht durch ein Reifengewirk und durch Anordnung von Leintuch unterhalb der Verstärkungsschicht (Beispiele 8 bis 11) hergestellt worden, und wobei der Biegelauftest und der Lauftest in der gleichen Art und Weise wie bei dem Gegenstand (a) durchgeführt worden sind. Ein Gewirk aus einem ebenen Gewirk, welches aus Nylonfasern hergestellt ist, wurde als Leinwand bzw. Leintuch verwendet.

Tabelle 3 stellt die Eigenschaften der verwendeten Fasern, die Eigenschaften der Rohgarne vor der Haftlösungsbehandlung, die Behandlungsbedingung der Haftlösung und die Eigenschaften der Garne nach der Haftlösungsbehandlung in den Beispielen 8 bis 11 dar. Verstärkungsformalin-Gummilatex (RFL) wurde als Haftlösung verwendet, und die Garne wurden in diese Lösung eingetaucht und bei einer Temperatur und unter Spannung wärmebehandelt, wie in Tabelle 3 gezeigt.

Tabelle 4 stellt die Eigenschaften des Reifengewirks in Bandlängsrichtung vor dem Test, dessen Eigenschaften nach dem Biegelauftest und dessen Eigenschaften nach dem Lauftest in den Beispielen 8 bis 11 dar.

Tabelle 3
Tabelle 4

Wie vorstehend beschrieben, stellt die vorliegende Erfindung ein Förderband bereit, dessen synthetisches Fasergewirk die Verstärkungsfaser bildet und eine Streckung im Bruch von zumindest 25% in Bandrichtung sowie eine Streckung von nicht mehr als 1,5% bei einer Last von 10% der garantierten Festigkeit aufweist. Daher weist das Förderband die folgenden hervorragenden Effekte auf.

(1) Da die Streckung bei einer 10%-Last der garantierten Festigkeit nicht größer als 1,5% ist, ist die Streckung des Bandes während der Verwendung gering. Selbst wenn das Förderband über einen langen Zeitraum verwendet wird, ist daher die Streckung der gesamten Länge des Bandes gering, und folglich ist ein Kürzerschneiden des Bandes und eine Justierung der Maschinenlänge kaum erforderlich. Ferner kann der Hub der Aufnahmevorrichtung reduziert werden.

(2) Obwohl die Streckung bei der 10%-Last gering ist, ist die Streckung im Bruch zumindest 25% groß. Daher kann das Band leicht gegen jegliche anomale Deformation gedreht werden, welche auftritt, wenn äußere Einwirkungen, wie beispielsweise an den Rollen anhaftende Elemente und fallende transportierende Elemente, zwischen den Rollen und dem Förderband auftreten, wobei die Spannungskonzentration gering ist. Daher ist das Förderband nahezu frei von derartigen Problemen, wie einem direkten Schnitt und einem frühen Schnitt bzw. Riss aufgrund der Ermüdung, welche aus der Wiederholung der Spannungskonzentration resultiert.

(3) Aus diesen Gründen ist die Wartung und die Inspektion des Förderbandes gemäß der vorliegenden Erfindung einfach, und wobei die Anzahl der Arbeiter sowie die Kosten für die Wartung und Inspektion reduziert werden kann.


Anspruch[de]

1. Förderband, welches eine Verstärkungsschicht (1) eines synthetischen Fasergewirkes aufweist, welche zwischen einer oberen Flächenabdeckung (2) und einer unteren Flächenabdeckung (3) eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verlängerung am Bruch des synthetischen Fasergewirkes in einer Bandlängsrichtung zumindest 25% beträgt, und wobei eine Verlängerung bei einer Last von 10% einer garantierten Festigkeit nicht höher als 1,5% ist.

2. Förderband gemäß Anspruch 1, wobei die Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes Garne sind, die auch hochverlängerte Polyesterfasern aufweisen.

3. Förderband nach Anspruch 1, wobei die Kettfäden des synthetischen Fasergewirkes Garne sind, welche hochverlängerte Nylonfasern aufweisen.

4. Förderband nach Anspruch 1, wobei das synthetische Fasergewirke ein Gewirke ist, welches durch abwechselnde Anordnung von einem bis zu drei Kettfäden einer Polyesterfaser und einem bis zu drei Kettfäden einer Nylonfaser erhalten wird.

5. Förderband nach Ansprüch 1, wobei der Kettfaden des synthetischen Fasergewirkes ein gemischt verdrillter Garn einer Polyesterfaser und einer Nylonfaser ist.

6. Förderband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Kettfaden des synthetischen Fasergewirkes einer haftenden Lösungsbehandlung bei Temperaturen von nicht weniger als 200º ausgesetzt wird.

7. Förderband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Kettfaden des synthetischen Fasergewirkes einer haftenden Lösungsbehandlung unter einer festgelegten Spannung von nicht größer als 0,2 g/Denier ausgesetzt ist.

8. Förderband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das synthetische Fasergewirke eine Faserstruktur aufweist, bei der die Kettfäden (15) und die Schussfäden (16) linear angeordnet sind, und wobei diese durch verschlungene Garne (17) umschlungen und verwebt sind.

9. Förderband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das synthetische Fasergewirke synthetische Fasern nach Art eines Stoffes sind.







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