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Dokumentenidentifikation EP1147362 15.05.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1147362
Titel SCHLAGBOLZENHALTERUNG FÜR EINE HANDFEUERWAFFE
Anmelder Heckler & Koch GmbH, 78727 Oberndorf, DE
Erfinder MURELLO, Johannes, D-78652 Deisslingen, DE
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 50001704
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 27.01.2000
EP-Aktenzeichen 009036476
WO-Anmeldetag 27.01.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/EP00/00645
WO-Veröffentlichungsnummer 0000045113
WO-Veröffentlichungsdatum 03.08.2000
EP-Offenlegungsdatum 24.10.2001
EP date of grant 09.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2003
IPC-Hauptklasse F41A 19/13

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schlagbolzenhalterung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche Schlagbolzenhalterung ist aus der GB 803 034 A bekannt.

Der Einfachheit halber wird bei Lagebezeichnungen in der nachfolgenden Beschreibung durchgehend von der normalen Gebrauchslage einer Handfeuerwaffe mit horizontaler Seelenachse (Lauf-Mittelachse) ausgegangen, wobei die Schußrichtung nach "vorne" weist. Die Schlagbolzen-Mittelachse fällt in aller Regel mit dieser Seelenachse zusammen.

Bei Handfeuerwaffen sollte der Schlagbolzen gelegentlich inspiziert werden, um eine etwaige Stauchung oder einen Riß feststellen zu können. Diese können sich dann bilden, wenn der Schlagbolzen durch eine Herstellungsungenauigkeit nicht ordnungsgemäß gehärtet ist, oder wenn er etwa durch Eindringen eines sich verklemmenden Sandkornes auf eine zu harte Unterlage aufgetroffen ist. Solche Fehler treten zwar äußerst selten auf, können aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

Auch wenn eine Waffe ins Wasser gefallen oder sehr stark verschmutzt ist, sollte der Schlagbolzen entfernt werden, um ihn selbst und seine Führungsbohrung reinigen zu können.

Der Schlagbolzen wird im allgemeinen nur vom Büchsenmacher oder von Fachpersonal ausgebaut, soweit sich der Ausbau nicht ohnehin im Rahmen des üblichen Zerlegens der Waffe ergibt. Bei modernen Schnellfeuergewehren ist es dem Soldaten sogar ausdrücklich untersagt, Einzelteile, wie den Schlagbolzen, auszubauen. Der Soldat darf nämlich seine Waffe nur in dem Maße zerlegen, wie es zu normaler Reinigung und Pflege unbedingt erforderlich ist.

Ferner ist eine Schlagbolzenhalterung bekannt, die einen Querschieber aufweist (DE-PS 741 616). Dieser Querschieber benötigt jedoch eine Führung, deren Herstellung teuer ist. Aus der DE 196 05 851 A1 ist ferner ein Querschieber bekannt, der als Schlagbolzensicherung dient.

Die Anmelderin hat jedoch eine Selbstlade-Handfeuerwaffe erfunden und gleichzeitig mit vorliegender Erfindung zum Patent angemeldet (deutsche Patentanmeldung Nr. 199 03 327.7 "Verschlußvorrichtung für eine Handfeuerwaffe", Aktenzeichen der Anmelderin H0473-084-DEPOOSk), bei welcher der Verschlußkopf in zwei unterschiedlichen Lagen einbaubar ist, um wahlweise den Patronenauswurf nach rechts oder links erfolgen zu lassen. Der Inhalt jener Patentanmeldung wird durch die obige Bezugnahme ausdrücklich in die vorliegenden Unterlagen mit aufgenonmmen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieser Handfeuerwaffe ist es erforderlich, beim Umsetzen des Verschlußkopfes den Schlagbolzen zu entnehmen. Bei einer herkömmlichen Schlagbolzenhalterung wäre hierzu ein Werkzeug nötig. Außerdem kämen Kleinteile frei (etwa ein Federring), die leicht verloren gehen oder bei unsachgemäßem Einbau beschädigt werden könnten.

Ausgehend von dieser Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schlagbolzenhalterung zu finden. Vorzugsweise soll diese Schlagbolzenhalterung ohne Werkzeug und einfach gelöst und angebracht werden können und möglichst keine verlierbaren Kleinteile aufweisen.

Obige Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, also dadurch, daß bei der eingangs genannten Schlagbolzenhalterung ein Schieber vorgesehen ist, der sich quer zum Schlagbolzen erstreckt, längsverschieblich an diesem angebracht und zusätzlich in federnden Eingriff mit dem Verschluß bringbar ist.

Die FR 2 609 538 (MANURHIN) betrifft eine Einrichtung mit umsetzbarem Schlagbolzen, so daß für Zentral- und Randfeuerpatronen jeweils derselbe Schlagbolzen verwendbar ist. Der Schlagbolzen wird durch einen Querstift gehalten, der gegenüber dem Schlagbolzen längsverschieblich ist, aber fest und ungefedert in der Waffe sitzt.

Die DE 334 448 C (WALTHER) betrifft einen zum Schlagbolzen querverlaufenden, längsbeweglichen Haltestift, der über einen Blattfederabschnitt einstückig mit dem Auszieher verbunden ist. Der Haltestift selbst sitzt aber fest und ungefedert im Verschluß der Waffe.

Durch Überwinden der Federkraft, die den Schieber in Eingriff hält, kann dieser gelöst und dann zusammen mit dem Schlagbolzen entfernt werden; letzeres deshalb, weil der Schieber außerdem mit dem Schlagbolzen verbunden ist - allerdings so, daß der Schlagbolzen seine zum Auslösen eines Schusses notwendige Längsbewegung durchführen kann.

Der Schieber könnte beispielsweise aus einem Federstift bestehen, der ein Langloch im Schlagbolzen durchsetzt und beiderseits dessen aufgebogen ist.

Zum Überwinden der Federkraft ohne Werkzeug ist der Schieber hinlänglich frei zugänglich angebracht, so daß einfach mit dem Finger gegen diesen gedrückt werden kann. Ist der Schieber dann gelöst, hängt er noch am Schlagbolzen und kann deshalb nicht verlorengehen.

Die Federkraft kann beispielsweise von der Schlagbolzenfeder herrühren, die den Schlagbolzen nach hinten drückt, damit er nicht ständig vorne aus dem Stoßboden des Verschlusses heraussteht. Der Schlagbolzen hat dabei einen Vorsprung, der durch die Wirkung der Schlagbolzenfeder gegen den Schieber gedrückt wird und dabei diesen nach hinten belastet (Anspruch 2). Der Begriff "Vorsprung" ist hier in weitestem Sinne zu verstehen. So wäre etwa auch das vordere Ende des obenerwähnten Langloches im Schlagbolzen ein solcher Vorsprung.

Zum Lösen des Schiebers kann das Eindrücken des Schlagbolzens beitragen, um so die von der Schlagbolzenfeder ausgeübte Vorspannung aufzuheben.

Bei manchen Waffen, insbesondere bei der obengenannten Selbstladewaffe, bei welcher der Patronenauswurf umgestellt werden kann, ist ein Ausstoßer oder Ausstoßerstift vorgesehen, der den Verschluß parallel zum Schlagbolzen durchsetzt. Dieser Ausstoßer muß beim Umstellen des Patronenauswurfes umgesetzt werden, also ebenso wie der Schlagbolzen ausgebaut und dann an der entsprechenden Stelle wieder eingebaut werden.

Der Schieber kann quer zur Längs-Mittelachse translationsbeweglich sein, ist aber bevorzugt als Drehschieber ausgestaltet und angeordnet (Anspruch 3). Sollte der Drehschieber sich bei zusammengebauter Waffe durch einen Fehler aus seinem Eingriff in den Verschluß lösen oder sollte der Verschluß versehentlich mit nicht ordnungsgemäß eingebautem Drehschieber in der Waffe eingesetzt werden, dann steht der Schieber nicht seitlich über den Verschluß hinaus, wie ein translationsbeweglicher Schieber. Er kann deshalb auch nicht etwa eine Ladehemmung hervorrufen.

Der Drehmittelpunkt des Drehschiebers ist aus demselben Grund möglichst zentral im Verschluß gewählt, so daß der Drehschieber um den Schlagbolzen drehbar ist (Anspruch 4).

Nun muß der Schlagbolzen bei festsitzendem Drehschieber in seiner Längsrichtung beweglich sein, um eine Patrone zünden zu können. Damit der Drehschieber diese Längsbewegung nicht behindert, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung (Anspruch 5) vorgesehen, daß der Schlagbolzen mit einem Längenabschnitt mit verkleinertem Durchmesser eine zu diesem Durchmesser passend bemessene Bohrung des Drehschiebers durchsetzt. An den Enden des Längenabschnitts ist jeweils ein Absatz mit vergrößertem Durchmesser vorgesehen, der nicht durch die Bohrung hindurch kann.

Zur Herstellung wäre es möglich, den Schlagbolzen zu teilen, ein Teil in die Bohrung des Drehschiebers einzuführen und dann der Schlagbolzen zusammenzubauen.

Bevorzugt ist jedoch (Anspruch 6) das Material des Drehschiebers durch bleibende Verformung oder durch federnde Verformung an den verkleinerten Querschnitt des Längenabschnitts angepaßt, wodurch sich eine besonders einfache Montage und eine zuverlässige Unverlierbarkeit ergibt. Zum Erleichtern der federnden oder plastischen Verformung sind radiale Schlitze ausgebildet, die von der Bohrung des Drehschiebers ausgehen.

Der Drehschieber kann Durchbrüche oder axiale Vorsprünge aufweisen, die in Vorsprünge am Verschluß eingreifen. Bevorzugt (Anspruch 7) sind jedoch am Drehschieber Umfangslaschen ausgebildet, die sich radial nach außen erstrekken, in jeder Drehlage des Schiebers innerhalb des Verschlußquerschnitts liegen und in der Sicherungslage am Verschluß angebrachte Vorsprünge von vorne hintergreifen. Hierdurch ist eine möglichst groß bemessene, aber auch möglichst einfache Ausbildung des Drehschiebers erreichbar, so daß er ohne weiteres ergreifbar ist, aber in keiner Lage die Funktion des Verschlusses beeinträchtigen kann.

Dadurch ist es auch möglich, den Drehschieber aus einer Federblechscheibe zu bilden (Anspruch 8), die etwa durch Ausstanzen besonders kostengünstig hergestellt werden kann.

Diese Federblechscheibe ist bevorzugt bezüglich der Hochachse symmetrisch (Anspruch 9). Dies ist besonders vorteilhaft bei einer Waffe mit wählbarer Patronenauswurfrichtung, da dort der Ausstoßer wahlweise auf der einen oder anderen Seite im Verschluß sitzt. Die genannte Symmetrie hat darüber hinaus den Vorteil, daß ein falscher Zusammenbau wegen der etwa falsch orientierten Federblechscheibe nicht möglich ist. Wegen der Symmetrie der Federblechscheibe ist es nämlich gleichgültig, mit welcher Ihrer Oberflächen sie nach vorne oder nach hinten weist.

Bevorzugt (Anspruch 10) weist die Federblechscheibe zwei nach unten stehende kurze Umfangslaschen und eine mittig nach oben stehende lange Umfangslasche auf. Die lange Umfangslasche greift - von vorne her und unter Federspannung der Federblechscheibe - in eine Rastvertiefung ein, die an der Vorderseite eines Vorsprunges des Verschlußträgers ausgebildet ist. Zum Entrasten muß die lange Umfangslasche nur mit dem Finger von hinten her nach vorne gedrückt werden, um nach vorne aus der Rast herausgehoben zu werden. Eine schräge Belastung der langen Umfangslasche mit dem Finger des Benutzers dreht dann die Federblechscheibe so weit, daß sie von allen Vorsprüngen freikommt.

Der Gegenstand der Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels und der beigefügten Zeichnung noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

  • Fig. 1 eine Seitenansicht des Verschlusses eines Schnell feuergewehres, der mit der erfindungsgemäßen Schlagbolzenhalterung ausgestattet ist,
  • Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Verschluß der Fig. 1,
  • Fig. 3 eine Ansicht des Verschlusses der Fig. 1 von hinten her aus der Richtung des Pfeiles A, bei verriegelter Schlagbolzenhalterung, und
  • Fig. 4 eine Ansicht wie in Fig. 3, jedoch bei entriegelter Schlagbolzenhalterung.

In der Zeichnung ist ein Verschluß gezeigt, der aus einem Verschlußträger 1 und einem Verschlußkopf 3 gebildet ist. Verschlußträger 1 und Verschlußkopf 3 weisen mittig eine Längsbohrung auf, in der ein Schlagbolzen 5 sitzt, der von einer Schlagbolzenfeder 7 nach hinten gedrückt wird.

Parallel zum Schlagbolzen 5 ist ein Ausstoßer 9 vorgesehen, der auf der linken Seite neben dem Schlagbolzen 5 den Verschluß 1, 3 durchsetzt. Am äußersten Rand des Verschlußkopfes 3 ist vorne rechts eine Auszieherkralle 11 angebracht.

Der Schlagbolzen 5 hält einen nicht näher bezeichneten Steuerbolzen in seiner Lage. Wird der Schlagbolzen 5 entfernt, kann der Steuerbolzen entnommen werden und der Verschlußkopf 3 kann vom Verschlußträger 1 abgenommen werden. Beim erneuten Zusammenbau kann der Verschlußkopf 3 in zwei unterschiedlichen Lagen eingebaut werden, und zwar entweder mit der Auszieherkralle 11 links und dem Ausstoßer 9 rechts (Patronenauswurf nach links) oder, wie gezeigt, mit der Auszieherkralle 11 rechts und dem Ausstoßer 9 links (Patronenauswurf nach rechts). Anschließend wird der Steuerbolzen wieder eingesetzt und mit dem Schlagbolzen 5 gesichert.

Zur Befestigung des Schlagbolzens 5 weist dieser an seinem hinteren Ende einen Längenabschnitt 17 auf, der nach vorne durch einen Absatz 19 und nach hinten durch eine Verdickung 21 begrenzt ist, die beide einen größeren Durchmesser aufweisen als der Längenabschnitt 17.

Eine insgesamt etwa Y-förmige, ebene Sicherungsscheibe 23 aus Federblech weist im Schnittpunkt ihrer Schenkel eine Bohrung auf. Dabei werden die Schenkel von zwei kurzen 27 und einer langen 29 Umfangslasche gebildet. Die Mittellinie der langen Umfangslasche 29 liegt auf der Hochachse der Waffe und bildet eine Symmetrieachse für die Sicherungsscheibe 23. Von der Bohrung der Sicherungsscheibe 23 gehen radial drei kurze Schlitze 25 aus, zwischen denen Materialzungen stehenbleiben, die aus der Ebene der Sicherungsscheibe 23 herausfedern können. Konzentrisch zur Bohrung weist die Y-förmige Sicherungssscheibe 23 im Bereich der Verbindungsstelle ihrer drei Schenkel einen Abschnitt mit kreisbogenförmiger Umfangskante 31 auf.

Die Sicherungsscheibe 23 wird mit ihrer Bohrung von hinten her auf die Verdickung 21 aufgepreßt. Die Materialzungen zwischen den Schlitzen 25 weichen dann federnd aus und lassen die Verdickung 21 durch die (an sich zu kleine) Bohrung hindurchtreten. Auf dem Längenabschnitt 17 federn die Materialzungen zurück, so daß die Sicherungsscheibe 23 mit ihrer Bohrung den Längenabschnitt 17 mit geringem Spiel umschließt, also unverlierbar auf dem Schlagbolzen 5 befestigt ist, aber dessen begrenzte Axialbewegung nicht behindert.

Die Sicherungsscheibe 23 kann eine Sicherungslage oder eine Freigabelage einnehmen. Die Sicherungslage ist in Fig. 3 gezeigt. In ihr ist der Schlagbolzen 5 im Verschlußträger 1 befestigt. Die Freigabelage ist in Fig. 4 gezeigt. In ihr ist die Sicherungsscheibe 23 in ihrer Ebene um einen Winkel von 45° gegenüber der Sicherungslage verdreht und zusammen mit dem Schlagbolzen 5 abnehmbar.

An der Rückseite des Verschlußträgers 1 sind drei Vorsprünge 13, 15 angeordnet, die komplementär zu den Umfangslaschen 27, 29 der Sicherungsscheibe 23 ausgebildet sind. Jeder der beiden unteren Vorsprünge 13 weist eine Umfangsnut auf. Beide Umfangsnuten sind radial nach innen offen und weisen etwa den selben Radius um den Schlagbolzen 5 auf. In Umfangsrichtung ist der Abstand zwischen den beiden unteren Vorsprüngen 13 so bemessen, daß in der Freigabelage des Sicherungsbleches 23 eine kurze Umfangslasche 27 innerhalb dieses Abstandes verbleibt und nach hinten herausgehoben werden kann. In der Sicherungslage hingegen greifen die radial äußersten Enden der beiden kurzen Umfangslaschen 27 in die Umfangsnuten der unteren Vorsprünge 13 ein.

Ein der langen Umfangslasche 29 zugeordneter oberer Vorsprung 15 weist eine nach vorne weisende Fläche, in der nach hinten eine Vertiefung eingebracht ist, die das Ende der langen Umfangslasche 29 aufnehmen kann. Der Grund der Vertiefung liegt etwa in der Ebene der hinteren Seitenkanten der Umfangsnuten in den unteren Vorsprüngen 13.

Die Umfangsabmessung des oberen Vorsprunges 15 ist so gewählt, daß die lange Umfangslasche 29 in der Freigabelage des Sicherungsblechs 23 vor dem oberen Vorsprung 15 seitlich herausgetreten ist und die Sicherungsscheibe 23 mit dem Schlagbolzen 5 aus dem Verschlußträger 1 entnommen werden kann.

In der Sicherungslage hingegen sitzt die lange Umfangslasche 29 (gegebenenfalls mit Federvorspannung) in der Vertiefung des oberen Vorsprunges 15. Die Seitenflächen dieser Vertiefung verhindern es formschlüssig, daß die Sicherungsscheibe 23 ungewollt gedreht wird.

Wenn jedoch die lange Umfangslasche 29 von hinten her mit dem Finger (federnd) nach vorne gebogen bzw. gedrückt wird, dann verläßt sie den Eingriff in die Vertiefung und kann um 45° im Uhrzeigersinn oder gegen diesen verschwenkt werden. So gelangt die Sicherungsscheibe 23 in ihre Freigabelage, in der alle Umfangslaschen 27, 29 von den entsprechenden Vorsprüngen 13, 15 freikommen.

Die Sicherungsscheibe 23 ist nicht nur ihrerseits unverlierbar, weil sie am Schlagbolzen 5 unlösbar befestigt ist. Das aus Scheibe 23 und Schlagbolzen 5 geschaffene Bauteil ist außerdem derart sperrig, daß es (im Gegensatz zum Schlagbolzen 5 allein) nicht ohne weiteres verloren gehen kann.

Bei einer Bewegung des Verschlusses 1, 3, die besonders im Dauerfeuer intensiv und anhaltend sein kann, treten keine Kraftkomponenten in Umfangsrichtung auf. Es besteht insoweit keine Gefahr, daß die Rastvertiefung im oberen Vorsprung 15 ausleiert. Ferner ist die Masse der Sicherungsscheibe 23, die etwa aus dünnem Federblech oder einer dünnen federnden Kunststoffplatte besteht, so gering, daß die lange Umfangslasche 29 nicht infolge von Massenkräften aus der Rastvertiefung im oberen Vorsprung 15 herausspringt. Sicherheitshalber kann aber der Boden dieser Rastvertiefung so weit vor der Ebene liegen, die durch die Umfangsnuten in den unteren Vorsprüngen 13 definiert ist, daß die lange Umfangslasche 29 mit kräftiger Vorspannung in ihrer Rastvertiefung sitzt.


Anspruch[de]
  1. Schlagbolzenhalterung an einem Verschluß (1) für eine Handfeuerwaffe, der von einem Schlagbolzen (5) durchsetzt ist, mit einem Schieber (23), der verschieblich am Schlagbolzen (5) angebracht ist und sich quer zu diesem erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (23) längsverschieblich ist und in federnden Eingriff mit dem Verschluß (1) bringbar ist.
  2. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagbolzen (5) mittels einer Schlagbolzenfeder (7) nach hinten belastet ist und einen Vorsprung (19) aufweist, der unter der Last der Schlagbolzenfeder (7) gegen den Schieber (23) andrückbar ist.
  3. Schlagbolzenhalterung nach einem der vorstehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber als Drehschieber (23) ausgebildet ist.
  4. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (23) um den Schlagbolzen (5) drehbar ist.
  5. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagbolzen (5) einen beiderseits jeweils durch einen vorspringenden Absatz (19, 21) begrenzten Längenabschnitt (17) mit verkleinertem Durchmesser aufweist, und daß der Drehschieber (23) mit einer Öffnung versehen ist, die den Längenabschnitt (17) mit geringem Spiel umgreift.
  6. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von der Öffnung des Drehschiebers (23) radiale Schlitze (25) ausgehen, die federnd oder bleibend verformbare Materialzungen begrenzen.
  7. Schlagbolzenhalterung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (23) radial vorspringende Umfangslaschen (27, 29) aufweist, welche am Verschluß (1) befindliche Vorsprünge (13, 15) von vorne her hintergreifen, und daß die Vorsprünge (13, 15) in Umfangsrichtung soweit begrenzt sind, daß die Umfangslaschen (27, 29) bei verdrehtem Drehschieber (23) zwischen den Vorsprüngen (13, 15) liegen.
  8. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber aus einer Federblechscheibe (23) gebildet ist.
  9. Schlagbolzenhalterung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (23) in eingebautem Zustand zu einer die Schlagbolzenachse schneidenden Vertikalen symmetrisch ausgebildet ist.
  10. Schlagbolzenhalterung nach den Ansprüchen 8 und 9,dadurch gekennzeichnet, daß die eingebaute Federblechscheibe (23) mit zwei jeweils schräg nach unten weisenden kurzen Umfangslaschen (27) jeweils in entsprechende Umfangsnuten in zwei unteren Verschlußvorsprüngen (13) eingreift, und mit einer nach oben weisenden langen Umfangslasche (29) in eine Rastvertiefung in einem oberen Verschlußvorsprung (15) einfällt.
Anspruch[en]
  1. A firing pin holder on a bolt (1) for a shoulder arm, which is penetrated by a firing pin (5), having a slide (23) which is displaceably mounted on the firing pin (5) and extends at right angles thereto,

    characterised in that the slide (23) is longitudinally displaceable and can be brought into sprung engagement with the bolt (1).
  2. A firing pin holder according to Claim 1,

    characterised in that the firing pin (5) is loaded to the rear by means of a firing pin spring (7) and comprises a projection (19) which can be forced against the slide (23) under the load of the firing pin spring (7).
  3. A firing pin holder according to one of the preceding Claims,

    characterised in that the slide is constructed as a revolving slide (23).
  4. A firing pin holder according to Claim 3,

    characterised in that the revolving slide (23) is rotatable around the firing pin (5).
  5. A firing pin holder according to Claim 4,

    characterised in that the firing pin (5) comprises a longitudinal portion (17) bounded on either side by a protruding shoulder (19, 21) in each case and having a reduced diameter,

    and in that the revolving slide (23) is provided with an opening which encloses the longitudinal portion (17) with slight clearance.
  6. A firing pin holder according to Claim 5,

    characterised in that radial slits (25), which delimit elastically or permanently deformable tongues of material, start from the opening of the revolving slide (23).
  7. A firing pin holder according to one of Claims 3 to 6,

    characterised in that the revolving slide (23) comprises radially protruding circumferential tongues (27, 29), which engage from the front behind projections (13, 15) situated on the bolt (1),

    and in that the projections (13, 15) are delimited in the circumferential direction as far as the circumferential tongues (27, 29) lie between the projections (13, 15) when the revolving slide (23) is twisted.
  8. A firing pin holder according to Claim 7,

    characterised in that the revolving slide is formed from a spring sheet steel disk (23).
  9. A firing pin holder according to Claim 7 or 8,

    characterised in that in the installed state the revolving slide (23) is constructed symmetrically to a vertical that intersects the firing pin axis.
  10. A firing pin holder according to Claims 8 and 9,

    characterised in that the installed spring sheet steel disk (23) engages in each case by two short circumferential tongues (27), which each point diagonally downwards, in corresponding circumferential grooves in two longer bolt projections (13), and with an upwardly pointing long circumferential tongue (29) engages in a detent recess in an upper bolt projection (15).
Anspruch[fr]
  1. Fixation de percuteur sur une culasse (1) traversée par un percuteur (5), pour une arme de poing, avec un coulisseau (23) qui est monté sur le percuteur (5) de façon coulissante et qui s'étend transversalement à celui-ci, caractérisée en ce que le coulisseau (23) peut coulisser longitudinalement et peut être mis en prise élastique avec le percuteur (1).
  2. Fixation de percuteur, selon la revendication 1, caractérisée en ce que le percuteur (5) est sollicité vers l'arrière au moyen d'un ressort de percuteur (7) et comporte une partie en saillie (19) qui peut être pressée contre le coulisseau (23) sous la sollicitation du ressort de percuteur (7).
  3. Fixation de percuteur, selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le coulisseau se présente comme tiroir tournant (23).
  4. Fixation de percuteur, selon la revendication 3, caractérisée en ce que le tiroir tournant (23) peut être tourné autour du percuteur (5).
  5. Fixation de percuteur, selon la revendication 4, caractérisée en ce que le percuteur (5) comporte un segment longitudinal (17) avec un diamètre réduit, limité des deux côtés par un gradin en saillie respectif (19, 21) et que le tiroir tournant (23) est pourvu d'un orifice qui enveloppe le segment longitudinal (17) avec un jeu faible.
  6. Fixation de percuteur, selon la revendication 5, caractérisée en ce que des fentes radiales (25), qui limitent des lames de matériau déformables de façon permanente ou élastique, partent de l'ouverture du tiroir tournant (23).
  7. Fixation de percuteur, selon les revendications 3 à 6, caractérisée en ce que le tiroir tournant (23) comporte des pattes périphériques en saillie de façon radiale (27, 29), lesquelles viennent en prise par l'avant derrière des saillies (13, 15) se trouvant sur la culasse (1) et que les saillies (13, 15) sont limitées dans une direction circonférentielle dans une mesure telle que les pattes périphériques (27, 29) se trouvent entre les saillies (13, 15) dans le cas d'un tiroir tournant (23) tourné à fond.
  8. Fixation de percuteur, selon la revendication 7, caractérisée en ce que le tiroir tournant est formé à partir d'un disque de tôle élastique (23).
  9. Fixation de percuteur, selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que le tiroir tournant (23), à l'état installé, est conformé symétriquement par rapport à une verticale coupant l'axe du percuteur.
  10. Fixation de percuteur, selon les revendication 8 et 9, caractérisée en ce que le disque de tôle élastique (23), installé, s'engrène par deux pattes périphériques courtes, tournées en oblique vers le bas, dans des rainures périphériques correspondantes présentes dans deux saillies inférieures de la culasse (13) et s'engage dans une encoche d'encliquetage présente dans une saillie supérieure de la culasse (15) par une attache périphérique longue (29) tournée vers le haut.






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