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Dokumentenidentifikation DE10052370C2 05.06.2003
Titel Elektrofotografische Druckvorrichtung
Anmelder Schott Glas, 55122 Mainz, DE
Erfinder Schultheis, Bernd, 55270 Schwabenheim, DE;
Jung, Dieter, 57567 Daaden, DE;
Lattermann, Birgit, 64560 Riedstadt, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 20.10.2000
DE-Aktenzeichen 10052370
Offenlegungstag 29.05.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse G03G 15/22
IPC-Nebenklasse G03G 15/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrofotografische Druckvorrichtung mit einer Entwicklereinheit und einem Fotoleiter, wobei der durch eine Transferzone bewegte Fotoleiter ein elektrisch aufgeladenes Tonerbild direkt oder über ein oder mehrere Transfermedien in der Transferzone auf ein, die Transferzone passierendes und mittels Lademittel entgegengesetzt zum Tonerbild aufgeladenes, mittels einer Transportvorrichtung durch die Transferzone transportiertes Substrat überträgt.

Eine derartige Druckvorrichtung ist aus der EP 901 051 A1 bekannt. Hierbei ist das Lademittel für das Substrat vor der eigentlichen Transferzone angeordnet. Die Ladung hat ein der Ladung des Tonerbildes auf dem Fotoleiter entgegengesetztes Potential, um den Transfer des Tonerbildes auf das Substrat zu gewährleisten.

Bei dem Transfervorgang erfolgt keine vollständige Übertragung des Toners. Es muss jedoch angestrebt werden, eine möglichst hohe Übertragungsrate zu erzielen, damit klare, konturenscharfe Druckbilder erzeugt werden können.

Dabei muss sichergestellt werden, dass die zu bedruckende Oberfläche des Substrates in ausreichendem Maße elektrostatisch aufgeladen wird. Insbesondere bei flächigen Substraten mit größerer Wandungsstärke kommt es dann zu ungenügenden Aufladungen, wenn das Substrat aus einem elektrisch schlecht leitenden Material besteht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine elektrofotografische Druckvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der eine effektive Übertragung des Toners auf die Substratoberfläche stattfindet, unabhängig von der Materialstärke des Substrates und von deren chemischen Beschaffenheit.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Lademittel in Transportrichtung des Substrates vor der Transferzone ein Primär-Lademittel und in Transportrichtung des Substrates hinter der Transferzone ein Sekundär-Lademittel aufweist, die beide untereinander gleich gepolt sind und die beide auf die zu bedruckende Oberfläche des Substrates gerichtet sind, und dass der Abstand des Primär-Lademittels von dem Sekundär-Lademittel in Transportrichtung des Substrates kleiner ist als die Erstreckung der zu bedruckenden Fläche des Substrates in dessen Transportrichtung.

Bei dieser Anordnung wird das Substrat zunächst dem Primär-Lademittel zugeführt. Es kann dann an seiner zu bedruckenden Fläche elektrostatisch aufgeladen werden. Anschließend wird das Substrat durch die Transferzone geführt. Dabei erfolgt dann ein Tonerauftrag auf die zu bedruckende Oberfläche.

Bei fortschreitendem Transport verlässt das Substrat das Primärlademittel. Abhängig von der Größe des Substrates und des Druckbildes kann es dann dabei vorkommen, dass der Tonerübertrag auf das Substrat noch nicht abgeschlossen ist. Das Sekundär-Lademittel verhindert dann einen Ladungsabfall, indem es das Substrat nachlädt. Auf diese Weise kann eine gleichmäßige und effektive Übertragung des Tonermaterials über den gesamten Beschichtungsvorgang hinweg sichergestellt werden.

Die Einwirkung des Primär- und/oder Sekundärlademittels kann dabei kontaktgebunden oder kontaktlos stattfinden. Beispielsweise kann eine Ladebürste über die zu bedruckende Fläche gleiten oder eine Laderolle auf dieser abrollen. Besonders gute Ladeergebnisse lassen sich im kontaktlosen Ladeverfahren unter Verwendung einer Primär- bzw. einer Sekundär-Ladecorona erreichen. Als kontaktlose Lademittel lassen sich auch Ladungssprühköpfe mit Piezoeffekt- Ladungserzeugern einsetzen. Gemäß einer bervorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Primär- und/oder Sekundärcorona als Flächencorona ausgebildet sind, die sich über die gesamte, sich quer zur Transportrichtung erstreckende Breite der zu bedruckenden Fläche des Substrates und zumindest teilweise über die Fläche in Transportrichtung erstrecken.

Mittels dieser Anordnung kann das Substrat großflächig geladen werden, wodurch ein schneller Ladungseintrag möglich wird. Damit können dann auch hohe Substrat-Vorschubgeschwindigkeiten gefahren werden.

Eine mögliche Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass die Primär-Ladecorona und/oder die Sekundär-Ladecorona einen Coronendrahthalter aufweisen, an dem mehrere nebeneinander angeordnete Coronendrähte gespannt gehalten sind und dass die Coronendrähte auf ein einheitliches elektrisches Potential gelegt sind. Dadurch, dass alle Coronendrähte auf einem einheitlichen Potential gehalten sind, kann ein gleichmäßiges elektrostatisches Spannungsbild erzeugt werden. Dabei kann es auch insbesondere vorgesehen sein, dass die Coronendrahthalter in ein Gehäuse eingebaut sind und gegenüber diesem elektrisch isoliert sind, dass das Gehäuse auf Gegenpotential gelegt ist und das das Gehäuse den Fotoleiter und/oder das Transfermedium gegenüber den Coronendrähten abschirmt. Das Gehäuse verhindert, dass die Coronendrähte das Ladungsbild auf der Bildtrommel bzw. auf der Transferwalze beeinflusst.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Coronendrähte als Einzeldrähte ausgebildet sind, die an einem ihrer Enden ein Federelement aufweisen, über das der Coronendraht an einen ersten Coronendrahthalter angehangen ist und dass das andere Ende des Coronendrahtes an einem gegenüberliegenden Coronendrahthalter befestigt ist. Damit kann sichergestellt werden, dass alle Coronendrähte einheitlich aufgespannt sind. Es wird dadurch verhindert, dass sie unterschiedlich stark durchhängen, wodurch ein uneinheitliches Ladungsbild auf der Substratoberfläche entstehen würde.

Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass wenigstens zwei der nebeneinander angeordneten Coronendrähte von einem durchgehenden Drahtstück gebildet ist, der jeweils an den Coronendrahthaltern umgelenkt ist, und dass die Coronendrähte einheitlich vorgespannt sind.

Um einen kontinuierlich einheitlichen Tonerübertrag zu gewährleisten, kann es vorgesehen sein, dass die Primär- und die Sekundär-Ladecorona das Substrat auf ein Potential mit gleichem Vorzeichen laden, wobei die Potentialhöhen auf der Oberfläche des Substrats sich um nicht mehr als 50% des größeren Potentialwertes unterscheiden.

Wenn sowohl der Primär- als auch der Sekundärcorona jeweils ein eigenes Netzteil zugeordnet ist, dann lässt sich eine schnelle Flächenaufladung erreichen. Diese kann noch dadurch verbessert werden, wenn vorgesehen ist, dass der Primär- und/oder der Sekundärcorona jeweils mehrere Netzteile zugeordnet sind, die jeweils eine Gruppe von Coronendrähten mit Spannung versorgt.

Das Spannungspotential beträgt typisch zwischen 1 und 10 kV. Hierbei ist es dann besonders vorteilhaft, wenn vorgesehen ist, dass die Primär- und die Sekundärcorona- Spannung getrennt voneinander einstellbar sind.

Damit sichergestellt ist, dass das Substrat beim Durchlauf durch die Transferzone stets zumindest von einer Ladecorona geladen wird, ist es vorgesehen, dass der Abstand der Primär-Ladecorona von der Sekundär-Ladecorona in Transportrichtung kleiner ist als die Erstreckung der zu bedruckenden Fläche des Substrates in diese Richtung.

Um zu verhindern, dass sich das Substrat über die Transportvorrichtung entlädt, kann es vorgesehen sein, dass das Substrat unter Zwischenlage eines Isolators auf die Transportvorrichtung aufgelegt ist. Die Zwischenlage besteht aus einem isoliertem hochdurchschlagfestem Kunststoff-Material (z. B. Polyimid, Poyamid, Epoxidharz, Hartpapier, Bakelit). Für den industriellen Einsatz muß diese besonders verschleißfest sein. Denkbar sind auch Auflagen aus Keramik-Material (z. B. Al2O3) oder dünnem Glas.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in Seitendarstellung und im Schnitt eine Vorrichtung zum elektrostatischen Bedrucken von insbesondere plattenförmigen Substraten 30. Das Substrat 30 ist unter Zwischenlage eines Isolators 17 auf eine Transportvorrichtung 25 aufgelegt. Die Transportvorrichtung 25 kann beispielsweise ein linear verschiebbarer Tisch oder ein Förderband sein. Dem Substrat 30 sind als Lademittel eine Primär-Ladecorona 16 und eine Sekundär-Ladecorona 18 zugeordnet. Diese bringen eine Ladung in die Oberfläche des Substrates 30 ein.

Die Primär- und die Sekundär-Ladecorona 16 und 18 sind im Wesentlichen ähnlich aufgebaut, wobei die Primär-Ladecorona eine größere Bauweise besitzt. Die Primär- und die Sekundär-Ladecorona 16 und 18 sind als Flächencoronen ausgebildet. Sie weisen jeweils einen Coronendrahthalter 16.1, 18.1 auf. Der Coronendrahthalter besitzt im Wesentlichen zwei zueinander paralle Kämme, zwischen denen Coronendrähte 16.2, 18.2 gespannt sind. Dabei sind die Coronendrähte 16.2, 18.2 an ihren Enden an den Zinken des Coronendrahthalters 16.1, 18.1, angehangen. Jeder Coronendraht 16.2, 18.2 weist an einem seiner Enden ein Federelement auf. Am anderen Ende ist eine Schlaufe vorgesehen. Mit der Schlaufe kann der Coronendraht 16.2, 18.2 in einen Kamm des Coronendrahthalters 16.1, 18.1 eingehangen werden. Das Ende des Coronendrahtes 16.2, 18.2, welches das Federelement aufweist, kann an dem gegenüberliegenden Kamm angehangen werden. Dabei wird über das Federelement eine Spannung des Coronendrahtes 16.2, 18.2 im Coronendrahthalter 16.1, 18.1 erreicht. Da jedem Coronendraht 16.2, 18.2 ein gleiches Federelement zugeordnet ist, ist auch die Zugspannung in jedem einzelnen der Coronendrähte 16.2, 18.2 gleich. Damit wird erreicht, dass die Coronendrähte 16.2, 18.2 einheitlich straff gespannt sind. Wie die Zeichnung erkennen lässt, ist die primäre Ladecorona 16 im Mittenbereich des Coronendrahthalters 16.1, 18.1 geteilt. Hier ist eine Isolation vorgesehen. Damit werden zwei Sektionen von Coronendrähten 16.2, 18.2 gebildet.

Jede dieser Sektion wird ein Netzteil zugeordnet, das die Coronendrähte 16.2, 18.2 mit Strom versorgt. Der Sekundär-Ladecorona 18 ist ebenfalls ein Netzteil zugeordnet. Der Coronendrahthalter 16.1, 8.1 ist in einem Gehäuse 16.3, 18.3 untergebracht. Das Gehäuse 16.3, 18.3 weist einen Deckabschnitt auf, an den sich umlaufend eine in Richtung auf das Substrat 30 vorstehende Seitenwand 16.4 anschließt.

Die Primär- und die Sekundär-Ladecorona 16 und 18 werden gegenüberliegend der zu bedruckenden Substratfläche 30 angeordnet. Damit können sie direkt auf die Oberfläche des Substrates 30 einwirken. Im Bereich zwischen der Primär- und der Sekundär-Ladecorona 16 und 18 ist ein Transfermedium 22 einer elektrofotografischen Einheit angeordnet. Das Transfermedium 22 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Walzenkörper ausgebildet. Es kann jedoch auch als endlos umlaufendes Band ausgestaltet sein. Das Transfermedium 22 steht mit dem Substrat 30 im Bereich einer Kontaktzone 24 in Verbindung. In dem Transfermedium 22 ist eine Ladecorona 23 zugeordnet. Diese lädt die Oberfläche des Transfermediums 22 auf, wobei die Ladung eine zur Ladung des Substrates entgegengesetzte Polung aufweist.

Bei entsprechender Ausgestaltung des Fotoleiters 20 kann auch auf das Transfermedium 22 verzichtet werden.

Die elektrofotografische Einheit weist auch eine Entwicklereinheit 10 auf, die in bekannter Weise aufgebaut ist. In der Entwicklereinheit 10 ist ein Toner, beispielweise ein keramischer Toner oder ein theromplastischer oder duromerischer Kunststoff- Toner bevorratet. Die Entwicklereinheit 10 besitzt eine Entwicklertrommel 15, über die der Toner einem Fotoleiter 20 zugeleitet wird. Der Fotoleiter 20 ist walzenförmig ausgebildet und steht im Bereich einer Kontaktzone 21 im linienförmigen Eingriff mit dem Transfermedium 22.

Oberhalb des Fotoleiters 20 ist eine Belichtungsvorrichtung 11 vorgesehen, die eine fotoempfindliche Schicht des Fotoleiters in bekannter Weise belichtet. Es entsteht hierdurch ein latentes elektrostatisches Ladungsbild. Infolge dieses Ladungsbildes können über elektrostatische Vorgänge Tonerteilchen von der Entwicklertrommel 15 auf die äußere Leiterschicht des Fotoleiters 20 aufgebracht werden. Die Tonerteilchen werden im Bereich der Kontaktzone 21 auf das Transfermedium 22 übertragen. Eventuell noch an dem Fotoleiter 20 anhaftende Tonerreste werden mittels einer Reinigungseinheit 14, die sich an die Kontaktzone 21 anschließt, entfernt. Ein an die Reinigungseinheit 14 anschließendes Löschlicht entlädt die fotoempfindliche Schicht des Fotoleiters. Diese fotoempfindliche Schicht wird dann mittels einer Ladecorona 12 wieder auf eine einheitliche Ladungsstruktur gebracht, so dass sie von der Belichtungsvorrichtung 11 erneut mit einem elektrostatischen Ladungsbild versehen werden kann. Während des Druckbetriebes wird das Substrat 30 mittels der Transportvorrichtung 25 gleichförmig linear verschoben. Dabei rollt das Transfermedium 22 entweder passiv oder angetrieben auf der zu bedruckenden Fläche des Substrates 30ab. Dabei wird der Toner, welches sich auf dem Transfermedium 22 befindet, in der Transferzone 24 auf das Substrat 30 übertragen. Dieser Übertrag findet insbesondere deswegen statt, weil die primäre und die sekundäre Ladecorona eine vollflächige Aufladung der Substrat-Oberfläche wirken. Wie bereits oben erwähnt, ist diese Ladung entgegengesetzt gepolt zu der Ladung, die auf dem Transfermedium 22 vorliegt, so dass ein zuverlässiger Tonerübertrag mit hohem Wirkungsgrad stattfinden kann.

Wie die Zeichnung erkennen lässt, ist der Abstand in Transportrichtung zwischen der Primär- und der Sekundär-Ladecorona 16 und 18 kleiner gewählt als die Erstreckung des Substrates in dieser Richtung. Damit ist sichergestellt, dass das Substrat 30 beim gesamten Durchlauf durch die Transferzone 24 ständig geladen wird. Wenn das Substrat den Ladungsbereich der Primär-Corona 16 verlässt, so steht es auf jeden Fall in Verbindung mit dem Ladungsbereich der Sekundär-Ladecorona 18.

Im Folgenden werden einige Beispiele angeführt, die bevorzugte Anwendungen der vorstehend beschriebenen Vorrichtung näher erläutern:

  • 1. Bedrucken von plattenförmigen Glas-, Glaskeramik- oder keramischen Werkstoffen mit keramischen Tonern zu Dekorationszwecken. Der Toner wird nach dem Bedrucken in der Regel vorfixiert und anschließend bei Temperaturen zwischen 500 und 1000° Celsius eingebrannt. Anwendungsbeispiele sind: dekorierte Glaskeramik-Kochflächen, dekorierte Glaskeramik-Kaminschichtscheiben, dekorierte Glasprodukte wie Herdvorsatzscheiben, Bedienpaneels, Duschkabinengläser, Glasschilder, Glastüren, Glasfliesen, Möbelgläser, dekorierte Keramik-Artikel wie Fliesen etc.
  • 2. Bedrucken von plattenförmigen Kunststoff-Werkstoffen oder Glas- bzw. glaskeramischen Werkstoffen mit thermoplastischen und/oder duroplastischen Tonern zu Dekorationszwecken. Der Toner wird nach dem Bedrucken in der Regel vorfixiert und anschließend bei Temperaturen von 120 bis 200° Celsius vorzugsweise bei 150 bis 180° Celsius eingebrannt. Anwendungsbeispiele sind: dekorierte Kunststoff-Oberflächen aus Thermoplasten oder duroplastischen Materialien, wie beispielsweise Kunststoffoberflächen im Möbel- oder Hausgerätebereich, Tischplatten, Fassadenplatten oder Glas-Werkstoffe wie beispielsweise Schilder.
  • 3. Bedrucken von Glas-, Glaskeramik- oder Kunststoff-Oberflächen zur gezielten Modifikation der Oberflächeneigenschaften, beispielsweise zur Bedruckung von elektrisch leitfähigen Schichten, zur Oberflächenhärtung oder dergleichen. Danach schließen sich in der Regel ebenfalls Temperprozesse zum Einbrennen, Sintern etc. an.

Mit dieser Anordnung können insbesondere plattenförmige Werkstoffe effektiv bedruckt werden. Fertigungsbedingte leichte Unebenheiten in der Substrat- Oberfläche werden durch die erfindungsgemäße Anordnung ausgeglichen. Zum Ausgleich von Oberflächen-Unebenheiten kann auch das Transfermedium noch mit einer flexiblen Beschichtung versehen sein, die auf die Oberfläche des Substrates aufgesetzt ist. Ebenso kann die Oberfläche des Fotoleiters 20 mit eine flexiblen Beschichtung versehen sein. Dann lässt sich der Fotoleiter 20 ohne Verwendung eines Transfermediums 22 direkt auf die Oberfläche des Substrates 23 aufsetzen.

Mit der Aufladung von der zu bedruckenden Seite wird erreicht, dass eine Tonerübertragung weitgehend unabhängig vom Substrat-Material und von der Materialdicke erfolgt. Durch Anpassung der Coronaspannung kann ggf. eine individuelle Anpassung an das Substratmaterial und an die Materialdicke erfolgen.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrofotografische Druckvorrichtung mit einer Entwicklereinheit und einem Fotoleiter, wobei der durch eine Transferzone bewegte Fotoleiter ein elektrisch aufgeladenes Tonerbild direkt oder über ein oder mehrere Transfermedien in der Transferzone auf ein die Transferzone passierendes und mittels Lademittel entgegengesetzt zum Tonerbild aufgeladenes, mittels einer Transportvorrichtung durch die Transferzone transportiertes Substrat überträgt, dadurch gekennzeichnet,

    dass das Lademittel in Transportrichtung des Substrates (30) vor der Transferzone (24) ein Primär-Lademittel und in Transportrichtung des Substrates (30) hinter der Transferzone (24) ein Sekundär-Lademittel aufweist, die beide untereinander gleich gepolt und die beide auf die zu bedruckende Oberfläche des Substrats (30) gerichtet sind, und

    dass der Abstand des Primär-Lademittels von dem Sekundär-Lademittel in Transportrichtung des Substrates (30) kleiner ist als die Erstreckung der zu bedruckenden Fläche des Substrates (30) in dessen Transportrichtung.
  2. 2. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Primär- und Sekundär-Lademittel eine Primär-Ladecorona (16) und eine Sekundär-Ladecorona (18), eine Primär- und Sekundär-Ladebürste, ein Primär- und Sekundär-Ladungssprühkopf oder eine Primär- und Sekundär-Laderolle verwendet sind.
  3. 3. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch, dass sich die durch die Ladungen des Primär- und des Sekundär-Lademittels auf der Oberfläche des Substrates erzeugten Potentiale um nicht mehr als 50% des größeren Potentials unterscheiden.
  4. 4. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Primär- und das Sekundär-Lademittel von getrennten Stromversorgungen gespeist sind.
  5. 5. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär- und Sekundär-Lademittel getrennt voneinander einstellbar sind.
  6. 6. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (30) unter Zwischenlage eines Isolators (17) auf der Transportvorrichtung (25) aufgelegt ist.
  7. 7. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (17) aus einem hoch isolierendem, hochdruckschlagfestem Kunststoff-Material besteht.
  8. 8. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (17) aus abriebfestem und mechanisch belastbarem keramischem oder silikatischem Material, wie Al2O3, besteht.
  9. 9. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär- und/oder Sekundärcorona (16 und 18) als Flächencoronen ausgebildet sind, die sich über die gesamte, sich quer zur Transportrichtung erstreckende Breite der zu bedruckenden Fläche des Substrates (30) und zumindest teilweise über dessen Fläche in Transportrichtung erstrecken.
  10. 10. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Primär-Ladecorona (16) und/oder die Sekundär-Ladecorona (18) einen Coronendrahthalter (16.1, 18.1) aufweisen, an dem mehrere nebeneinander angeordnete Coronendrähte (16.2, 18.2) gespannt gehalten sind und

    dass die Coronendrähte (16.2, 18.2) auf ein einheitliches elektrisches Potential gelegt sind.
  11. 11. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Coronendrahthalter in ein Gehäuse (16.3, 18.3) eingebaut sind und gegenüber diesem elektrisch isoliert sind,

    dass das Gehäuse (16.3, 18.3) auf ein Gegenpotential gelegt ist und

    dass das Gehäuse (16.3, 18.3) den Fotoleiter (20) und/oder das Transfermedium gegenüber den Coronendrähten (16.2, 18.2) abschirmt.
  12. 12. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Coronendrähte (16.2, 18.2) als Einzeldrähte ausgebildet sind, die an einem ihrer Enden ein Federelement aufweisen, über das der Coronendraht (16.2, 18.2) an einen ersten Coronendrahthalter (16.1, 18.1) angehangen ist und

    dass das andere Ende des Coronendrahtes (16.2, 18.2) an einem gegenüberliegenden Coronendrahthalter (16.2, 18.2) befestigt ist.
  13. 13. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,

    dass wenigstens zwei der nebeneinander angeordneten Coronendrähte (16.2, 18.2) von einem durchgehenden Drahtstück gebildet sind, die jeweils an den Coronendrahthaltern (16.1, 18.1) umgelenkt sind, und

    dass die Coronendrähte (16.2, 18.2) einheitlich vorgespannt sind.
  14. 14. Elektrofotografische Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Primär- und/oder der Sekundärcorona (16, 18) jeweils mehrere Netzteile zugeordnet sind, die jeweils eine Gruppe von Coronendrähten mit Spannung versorgen.






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