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Dokumentenidentifikation DE10153246A1 05.06.2003
Titel Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen
Anmelder Prüfig, Jens, 33649 Bielefeld, DE
DE-Anmeldedatum 31.10.2001
DE-Aktenzeichen 10153246
Offenlegungstag 05.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse F16B 45/00
IPC-Nebenklasse A47G 29/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Zum Aufhängen von leichten Gegenständen an einer mit einer Tapete versehenen Wand ist es bekannt dünne Stecknadeln zu verwenden, die entweder durch ein zu befestigendes Papierbild hindurch etwa parallel zu einer Wand hinter die Tapete eingesteckt werden oder aber an die in bereits in eine Wand eingesteckten Zustand die aufzuhängenden Gegenstände mittels Schlaufen angehängt werden. Nachteilig an einer solchen Aufhängevorrichtung ist, dass eine Nadel nur senkrecht zu einer Wand belastet wird, so dass eine Tapete leicht aufreißen und der aufgehängte Gegenstand zu Boden fallen kann.

Andere bekannte Aufhängevorrichtungen bestehen aus einfachen Nägeln, die senkrecht bis leicht nach oben abgewinkelt in Wände eingeschlagen werden, wobei sich insbesondere bei dünnen Gipswänden das Problem einstellt, dass solche Nägel in Einschlagrichtung keinen ausreichenden Halt finden und in ein Nagelloch hineinrutschen oder aber auch sehr leicht wieder herausgezogen werden können, so dass sich keine befriedigende Befestigung eines Gegenstandes an einer Wand herstellen lässt. Weiterhin hinterlässt diese Aufhängevorrichtung ein unschönes Loch in einer Wand, wenn der Gegenstand später abgehängt oder umplatziert werden soll.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung zum Aufhängen von leichten Gegenständen an einer mit einer Tapete versehenen Wand zur Verfügung zu stellen, die eine ausreichend große Haltekraft für einen aufzuhängenden Gegenstand aufweist aber keine Beschädigung der Wand hervorruft.

Die Lösung dieser Aufgabe wird in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebene technische Lehre vermittelt.

Dadurch, dass die Vorrichtung aus mindestens drei Teilstücken und diese verbindenden Verbindungsbereichen besteht, wobei ein erstes Teilstück als dünne Nadel ausgebildet ist, an dem sich ein erster krückstockartig gebogener Verbindungsbereich anschließt, wird beim Einstecken dieser Nadel in die mit einer Tapete versehene Wand in der Tapete nur eine nur sehr kleine Einstichstelle erzeugt, die beim Entfernen der Vorrichtung nahezu unsichtbar bleibt oder durch leichtes überstreichen mit einem Fingernagel unsichtbar gemacht werden kann. Von diesem Verbindungsbereich erstreckt sich ein zweites Teilstück in eine gerade oder schräg nach unten gerichtete Richtung und ein drittes Teilstück, welches über einen zweiten Verbindungsbereich an der Vorrichtung angeordnet ist, erstreckt sich in eine gerade oder schräg nach oben gerichtete Richtung und endet in einer Auflagerfläche für einen aufzuhängenden Gegenstand, wobei diese oberhalb des ersten Verbindungsbereichs platziert ist. Diese Konstruktion erlaubt es die in der Wand hinter einer Tapete steckende dünne Nadel mit einer seitlichen Kraft zu beaufschlagen und so eine Reaktionskraft zu erzeugen, die die Haltekraft der Vorrichtung wesentlich vergrößert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich mit und in Kombination aus den nachfolgenden Unteransprüchen.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das untere Ende des zweiten Teilstücks und/oder ein dortiger Verbindungsbereich bei einer Belastung der Auflagerstelle mit einer Gewichtskraft eines Gegenstandes auf die Oberfläche einer Tapete anlegbar ausgebildet, so dass eine senkrecht zur Tapete wirkende Kraft hervorgerufen wird, die wiederum eine entgegen der Gewichtskraft eines Gegenstandes wirkende Reibungskraft erzeugt, so dass das Gewicht eines Gegenstandes nicht nur von dem als dünne Nadel ausgebildeten ersten Teilstück sondern auch von dem unteren Ende des zweiten Teilstücks oder dem dortigen Verbindungsbereichs aufgenommen werden kann, so dass die Tragfähigkeit der Vorrichtung wesentlich gesteigert wird.

Vorteilhaft ist hierbei eine Ausführungsform bei der die Teilstücke und die Verbindungsbereiche so zueinander ausgerichtet sind, dass ein Auflagepunkt auf einer Tapete seitlich einer unterhalb der Tapete steckenden dünnen Nadel liegt. Hierdurch wird erreicht, dass die Abstützung der Vorrichtung auf einer Wand unabhängig ist von der möglichen Verformung einer Tapete durch das als dünne Nadel ausgebildete erste Teilstück der Vorrichtung.

Durch die leicht schräge Anordnung der Teilstücke wird weiterhin erreicht, dass von der Gewichtskraft des Gegenstandes in dem ersten Verbindungsbereich eine Biege- und Torsionskraft erzeugt wird, die in dem ersten Teilbereich eine seitliche Reaktions- bzw. Haltekraft hervorruft, so dass das als dünne Nadel ausgebildete erste Teilstück der Vorrichtung eine wesentlich gesteigerte Belastung aufnehmen kann.

Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung einteilig aus einer mehrfach gebogenen Nadel ausgeführt, wobei die geraden Abschnitte die Teilstücke und die gebogenen Abschnitte die Verbindungsbereiche bilden. Durch diese extrem einfache Ausführungsform der Vorrichtung lässt sich auf sehr wirtschaftliche Art und Weise eine einfach zu bedienende Vorrichtung zur Verfügung stellen, die mit einer hohen Gewichtskraft eines Gegenstandes belastet werden kann, ohne dass die Vorrichtung aus einer Wand herausreißen kann und ohne dass tiefe Nagellöcher erzeugt werden müssen.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfinderischen Vorrichtung für etwas schwerere Gegenstände ist im ersten Verbindungsbereich mit einem nach unten gerichteten Stützarm versehen, der das zweite Teilstück bildet und weist weiterhin einen nach oben gerichteten Haltearm mit einer Auflagefläche auf, der über einen zweiten Verbindungsbereich an dem Stützarm oder im Bereich des ersten Verbindungsbereichs angeordnet ist. Eine solche Vorrichtung lässt sich vorteilhafterweise als Schweißkonstruktion herstellen oder aber als zusammengesetztes Teil aus einer metallischen Nadel mit einem sich daran krückstockartig gebogenen Verbindungsbereich, dem sich die anderen beiden Teilstücke und Verbindungsbereiche als einteilig ausgeführtes Kunststoffteil anschließen.

Nachfolgend sich zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine räumliche Darstellung der Vorrichtung in einer Vorderansicht,

Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht in einer Einbausituation und

Fig. 3 eine Skizze einer zweiten Vorrichtung für schwerere Gegenstände.

Die Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an einer mit einer Tapete versehenen Wand besteht im Wesentlichen aus drei Teilstücken 1; 2; 3; 11; 12, 13 und diese verbindenden Verbindungsbereichen 4; 5; 14; 15, wobei ein erstes Teilstück 1; 11 als dünne Nadel ausgebildet ist, an die sich ein erster krückstockartig gebogener Verbindungsbereich 4; 14 anschließt. An diesen Verbindungsbereich 4; 14 schließt sich ein zweites Teilstück 2; 12 an, welches sich in eine gerade oder leicht schräge nach unten gerichtete Richtung erstreckt und etwa eine Länge aufweist, die 3/4 bis 4/5 der Länge des ersten Teilstückes 1; 11 entspricht. Ein drittes Teilstück 3; 13 ist über einen zweiten Verbindungsbereich 5; 15 an dem zweiten Teilstück 2; 12 angeschlossen und erstreckt sich in eine schräg nach oben gerichtete Richtung bis oberhalb des ersten Verbindungsbereich 4; 14 und ist dort mit einer Auflagerfläche 6,16 zum Aufsetzen von Gegenständen wie beispielsweise den Rahmen von Bildern, versehen.

Eine erste Ausführungsform der Vorrichtung ist als einteilig ausgebildete und mehrfach gebogene Nadel ausgeführt, wobei das mit einer Spitze 7 versehene erste Teilstück 1 durch eine Einstichstelle 9 in der Tapete 8 teilweise bis in die Wand 10 hinein eingeführt wird. An den sich aus der Wand 10 bzw. der Einstichstelle 9 der Tapete 8 herausstreckender Verbindungsbereich 4, der krückstockartig nach unten umgebogen ist, schließt sich als zweites Teilstück 2 ein weiterer gerader Teilbereich der Nadel an, die dann ein weiteres Mal krückstockförmig, jetzt schräg nach oben umgebogen ist, wobei sich an diesen Verbindungsbereich 5 das dritte Teilstück 3 der Vorrichtung anschließt, welches wiederum als gerader Nadelabschnitt ausgeführt ist, der an seinem Ende mit einer Auflagerfläche 6 versehen ist.

Das Gewicht eines aufzuhängenden Gegenstandes erzeugt nun eine abwärts gerichtete Kraft, die eine parallele Wirkungslinie zum nadelförmig ausgebildeten ersten Teilstück 1 aufweist, wodurch Momente erzeugt werden, die zumindest den ersten Verbindungsbereich 4 auf Biegung und Torsion beanspruchen, welche in das erste Teilstück 1 weitergeleitet und dort in die Tapete 8 und die Wand 10 eingeleitet werden. Als Reaktion hierauf steigen die erreichbaren Haltekräfte deutlich an, da das erste Teilstück 1 nicht nur senkrecht nach außen und unten sondern auch seitlich belastet wird.

Eine weitere Reaktion der Vorrichtung bei Aufbringen einer vertikal nach unten gerichteten Kraft besteht in der elastischen Verformung der Vorrichtung die derart erfolgt, dass ein Bereich um den zweiten Verbindungsbereich 5 herum auf einer Tapete 8 zur Anlage kommt und dadurch ein Teilbetrag der senkrechten Kraft abstützen kann. Die leicht schräge Umbiegung des zweiten Teilstücks 2 wie auch des dritten Teilstücks 3 erlaubt es, den Auflagerpunkt des zweiten Verbindungsbereiches 5 seitlich neben dem als dünne Nadel ausgebildeten ersten Teilstück 1 zu platzieren, so dass eine von der Nadel erzeugte Verformung der Tapete 8 keinen Einfluss auf die gewünschte Funktion nehmen kann.

Eine zweite Ausführung der Vorrichtung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, besitzt ebenfalls ein als dünne Nadel ausgebildetes erstes Teilstück 11, mit einem sich daran anschließenden krückstockartig gebogenen Verbindungsbereich 14, wobei das zweite Teilstück 12 als nach unten gerichteter Stützarm ausgebildet ist, der im belasteten Zustand der Vorrichtung ebenfalls auf der Tapete 8, vorteilhafterweise neben dem ersten Teilstück 11, zur Anlage kommt. Das dritte Teilstück 13 ist über einen zweiten Verbindungsbereich 15 als nach oben gerichteter Haltearm mit einer Auflagerfläche 16 ausgebildet, die sich ebenfalls über den ersten Verbindungsbereich 14 der Vorrichtung erstreckt, wobei auch hier das als nach oben gerichteter Haltearm ausbildete dritte Teilstück 13 und das als nach unten gerichteter Stützarm ausgebildete Teilstück 12 abweichend von einer Senkrechten einen leichten Winkelversatz aufweisen kann, so dass auch hier im ersten Verbindungsbereich 14 Biege- und Torsionskräfte erzeugt werden, die den gewünschten Effekt hervorrufen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufhängen von Gegenständen an einer mit einer Tapete versehenen Wand, mit einer dünnen Nadel und einer Auflagerfläche für den Gegenstand, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus mindestens drei Teilstücken (1; 2; 3; 11; 12; 13) und diese verbindenden Verbindungsbereichen (4; 5; 14; 15) besteht, wobei ein erstes Teilstück (1; 11) als dünne Nadel ausgebildet ist, an die sich ein erster krückstockartig gebogener Verbindungsbereich (4; 14) anschließt, von dem sich ein zweites Teilstück (2; 12) in eine gerade oder schräg nach unten gerichtete Richtung erstreckt und ein drittes Teilstück (3; 13) über einen zweiten Verbindungsbereich (5; 15) angeschlossen ist und sich gerade oder schräg in eine nach oben gerichtete Richtung erstreckt und in einer Auflagerfläche (6; 16) endet, die oberhalb des ersten Verbindungsbereiches (4; 14) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende des zweiten Teilstücks (2; 12) und/oder ein dortiger Verbindungsbereich (5) bei Belastung der Auflagerstelle (6; 16) mit einer Gewichtskraft elastisch auf die Oberfläche einer Tapete (8) anlegbar ausgeführt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgebildet ist, dass ein Anlagepunkt auf einer Tapete (8) seitlich über dem ersten Teilstück (1; 11) platziert ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Gewichtskraft des Gegenstandes in dem ersten Verbindungsbereich (4; 14) eine Biege- und Torsionskraft und in dem ersten Teilbereich (1; 11) eine seitliche Reaktions- bzw. Haltekraft erzeugbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sei einteilig aus einer mehrfach gebogenen Nadel besteht, wobei die geraden Abschnitte die Teilstücke (1; 2; 3) und die gebogenen Abschnitte die Verbindungsbereiche (4; 5) bilden.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass sich an dem ersten Verbindungsbereich (14) als zweites Teilstück (12) ein nach unten gerichteter Stützarm und als drittes Teilstück (13) über einen zweiten Verbindungsbereich (15) ein nach oben gerichteter Haltearm mit Auflagerfläche (16) anschließt.






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