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Dokumentenidentifikation DE10155181A1 05.06.2003
Titel Vorrichtung zum Aufnehmen von Mal-und Bastelutensilien
Anmelder Weisse, Renate, Dipl.-Phys. Dr., 10777 Berlin, DE
Erfinder Weisse, Renate, Dipl.-Phys. Dr., 10777 Berlin, DE
Vertreter Weisse und Kollegen, 42555 Velbert
DE-Anmeldedatum 12.11.2001
DE-Aktenzeichen 10155181
Offenlegungstag 05.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse A47D 3/00
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Aufnehmen von Mal- und Bastelutensilien, enthaltend einen Kasten mit einer Mehrzahl von Fächern und eine Arbeitsfläche, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche zwischen oder neben den Fächern angeordnet ist und in der Ebene liegt, die durch die oberen Kanten der Seitenwände der Fächer definiert ist.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichung zum Aufnehmen von Mal- und Bastelutensilien, enthaltend einen Kasten mit einer Mehrzahl von Fächern und eine Arbeitsfläche.

Insbesondere Kindern fällt es schwer Mal- und Bastelutensilien, wie Papier, Stifte, Schere, Kleber, Malfarben und dergleichen in einer Art und Weise aufzubewahren, daß die Utensilien nicht verloren gehen, beschädigt werden oder andere Gegenstände beschmutzen oder beschädigen.

Stand der Technik

Es ist bekannt, Tische mit einer oder mehreren Schubladen auszustatten, in welchen die Utensilien aufbewahrt werden können. Die Schubladen können jedoch beim Arbeiten an dem Tisch nicht geöffnet bleiben, weil sie sonst stören würden. Auch sind die Utensilien in den Schubladen üblicherweise nicht sortiert. Es gibt Schubladeneinsätze (Besteckkästen), mit denen der Inhalt der Schubladen sortiert untergebracht werden kann. Diese Schubladeneinsätze sind jedoch nicht für größere Papierbögen z. B. des Formats A4 geeignet.

Auch nehmen Tische mit einer Vielzahl von Schubladen viel Raum ein und können nicht ohne weiteres transportiert werden. Zum Transport von Mal- und Bastelutensilien wird üblicherweise eine Federtasche oder -dose verwendet. In solchen Federtaschen findet aber nur eine begrenzte Menge an Utensilien Platz. Es sind auch Federtaschen bekannt, in denen Papier untergebracht werden kann. In diesen Federtaschen werden die Mal- und Bastelutensilien mittels Gummilaschen an ihrem Platz gehalten. Für Kinder ist es aber häufig lästig, die Utensilien wieder zurück in ihre Lasche zu stecken, was wiederum zu unerträglichem und nicht hinnehmbaren Chaos führt.

Offenbarung der Erfindung

Entsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, in welcher Mal- und Bastelutensilien auf geordnete, leicht zugängliche und für Kinder einfache Weise untergebracht werden können, ohne daß Behältnisse die Arbeitsfläche bedecken.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer eingangs genannten Vorrichtung dadurch gelöst daß die Arbeitsfläche zwischen oder neben den Fächern angeordnet ist und in der Ebene liegt, die durch die oberen Kanten der Seitenwände der Fächer definiert ist.

Das Arbeiten auf dieser Arbeitsfläche wird dementsprechend nicht durch Behälter gestört. Die Fächer können nicht umkippen oder verrutschen. Die Größe der Fächer kann an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Es können auch Unterfächer in einem Fach vorgesehen sein, die eine weitere Sortierung erlauben. In den Fächern können auch Halterungen, Griffe, Klemmen und dergleichen vorgesehen sein, mit denen die Utensilien gehaltert werden.

Vorzugsweise ist ein Deckel vorgesehen, mit dem die Fächer verschließbar sind. Dadurch kann Verschmutzung vermieden werden und die Anordnung kann mit Inhalt transportiert werden. Der Deckel kann sich vom Seitenrand des Kastens bis zum Rand der Arbeitsfläche erstrecken. Er kann mittels eines Scharniers am Kastenrand befestigt sein. Dann kann er zum Rand des Kastens hin aufgeklappt werden, ohne den Arbeitenden zu stören.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind auf jeder Seite der Arbeitsfläche Fächer mit gleichem Gesamtvolumen angeordnet, die mit jeweils einem Deckel gleicher Größer verschließbar sind. Dann bleibt der Kasten auch bei geöffneten Deckeln im Gleichgewicht und kann nicht umkippen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Beine oder Stützen auf der Unterseite des Kastens angeordnet. Dann kann stellt die Anordnung einen eigenen Arbeitsplatz dar. Vorzugsweise bilden die Beine oder Stützen bei Nichtbenutzung der Vorrichtung und beim Transport den Deckel bilden. Dadurch erfüllen die Beine eine Doppelfunktion, was zu Materialersparnissen und Gewichtsreduzierung der gesamten Anordnung führt. Die Beine können an der Unterseite oder seitlich am Kasten anschraubbar sein. Sie können auch auf andere Weise lösbar befestigt sein. Dann kann die Anordnung als Tischmodell oder alleinstehend verwendet werden. Durch Austauschen der Beine kann die Höhe variiert werden.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung sind die Beine oder Stützen an dem Kasten angelenkt. Dann können sie einfach weggeklappt werden, wenn die Anordnung auf einem Tisch angeordnet werden soll oder wenn sie verstaut oder transportiert werden soll.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in der Arbeitsfläche ein Schlitz von wenigstens 1 cm Breite vorgesehen. Durch den Schlitz kann Müll, Papierreste, Klebereste etc. durch einfaches Schieben durch den Schlitz beseitigt werden, wo es anzuraten ist, Papierkorb darunter zu stellen. Vorzugsweise ist aber an der Unterseite des Schlitzes ein Müllbeutel vorgesehen. Der Müllbeutel kann waschbar und wiederverwendbar sein. Das kann ein ab- und auswaschbarer Kunststoffbeutel sein oder aber auch ein Stoffbeutel. Zum Befestigen eignen sich alle gängigen Befestigungsmethoden, die ein einfaches Lösen gestatten, wie Magnete, Klettverschlüsse, Klemmen und dergleichen. Es ist auch denkbar einen Kasten unterhalb des Schlitzes anzubringen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Bohrung vorgesehen, welche sich von einer Seitenwand des Kastens bis zu dem Schlitz erstreckt und welche eine Durchmesser aufweist, der groß genug zur Aufnahme eines Stiftes ist, wobei am Schlitzseitigen Ende der Bohrung ein Anspitzer vorgesehen ist. Der Anspitzer kann einfach an der Bohrung an der Innenseite des Schlitzes angeklebt sein. Er kann aber auch in einer Halterung sitzen, die es ermöglicht, den Anspitzer oder seine Klinge auszutauschen. Dabei bietet es sich an, die Halterung so auszugestalten, daß der Anspitzer fest darin sitzt und nicht ohne weiteres herausgenommen werden kann.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist unterhalb der Arbeitsfläche eine Aufnahme für Papier vorgesehen. Die Aufnahme kann von einer Schublade gebildet sein. Es ist aber auch jede andere Papieraufnahme, die aus der Kopierer- und Druckertechnik bekannt ist, denkbar. Die Schublade öffnet vorzugsweise auf der hinten gelegenen Seite der Anordnung, die dem Arbeitenden abgewandt ist. Dadurch wird der Zugang für den Arbeitenden erschwert und planloses Herausnehmen verhindert.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Arbeitsfläche einen Spalt auf, der die Arbeitsfläche mit der Aufnahme für Papier verbindet, wobei der Spalt wenigstens so groß ist, daß das Papier dort hindurch befördert werden kann ohne zu knicken. Der Spalt ermöglicht es dem Arbeitenden, kleine Papiermengen zu entnehmen, ohne daß der gesamte Papiervorrat zugänglich wird.

Der Spalt kann an einem kleinen Teil seiner Länge eine Aufweitung aufweisen. Durch diese Aufweitung wird das Ergreifen und die Entnahme des Papiers erleichtert. Die Aufnahme kann die Größe etwa eines großen Daumens haben.

Vorzugsweise ist der Spalt mit einem Deckel oder einer Klappe verschließbar. Die Oberseite des spaltverschließenden Deckels oder der Klappe liegt vorzugsweise in der Ebene der Arbeitsfläche. Dadurch wird eine einheitliche Arbeitsfläche gebildet und eine Verschmutzung des Papiervorrats vermieden.

Vorzugsweise sind Mittel zum Aufnehmen von Papier in Form eines angeschrägten Stapels vorgesehen. Die Mittel können von der papieraufnehmenden Schublade gebildet sein, wobei eine Seitenwand der Schublade angeschrägt ist oder eine schräge Trennwand vorgesehen ist. Die Aufnahme einzelner Blätter wird durch die so erzeugte Stapelform erleichtert. Vorzugsweise sind Mittel zum Nachschieben des Papiers vorgesehen. Die Mittel können von einer oder mehreren elastischen Elementen unterhalb des Papierstapels gebildet sind, die eine Kraft auf den Papierstapel ausüben. Solche elastische Elemente können Federn oder Gummis sein, die den Papierstapel nach oben drücken und somit das Aufnahmeende des Stapels näher an den Aufnahmespalt heranschiebt.

Vorzugsweise ist eines der Fächer wasserdicht ausgebildet oder bildet eine kippsichere Aufnahme für einen wasserdichten Behälter. Wasser wird beim Malen mit Wasserfarben benötigt und stellt eine häufige Quelle für kleinere "Unfälle" dar, die durch eine kippsichere Wasseraufnahme umgangen wird. Auch feuchte Lappen oder dergleichen können in derartigen Behältern oder Fächern untergebracht werden.

Vorzugsweise sind eine oder mehrere Befestigungsvorrichtungen in wenigstens einem der Fächer vorgesehen zum Befestigen einer Schnur oder eines elastischen Elements zum Befestigen der in den Fächern befindlichen Utensilien, derart, daß das Arbeiten damit nur auf der Arbeitsfläche ermöglicht wird. Eine mit einer Schnur angebundene Schere zum Beispiel kann nicht verloren gehen und ist so immer an seinem Platz. Die Utensilien können aber auch mit einer hochklappbaren Feder befestigt werden, wie dies häufig mit Kugelschreibern im Kundenbereich von Banken oder dergleichen der Fall ist.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung weist einen Griff oder eine Schlaufe zum Anheben und Transportieren auf. Weiterhin können Verbindungsmittel zum Verbinden zweier oder mehrerer Kästen zur Herstellung eines Verbunds aus Arbeitsplätzen vorgesehen sein. Geschwisterkinder oder Kindergärten haben Bedarf für eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Durch die Befestigung der Vorrichtungen miteinander wird der zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt und es entsteht eine Verrutschsichere einheitliche Arbeitsfläche. Die Kästen können dabei nebeneinander, gegenüberliegend oder auch im Zick-Zack miteinander verbunden werden.

Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ausführungsbeispiele sind nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Arbeitsfläche mit seitlich angeordneten Fächern

Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung einer Arbeitsfläche mit seitlich angeordneten, verschließbaren Fächern und Müllspalt als Tischmodell

Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung einer Arbeitsfläche mit seitlich angeordneten, verschließbaren Fächern, Müllspalt und Papierschlitz als selbststehendes Modell

Fig. 4 ist eine andere Perspektive des Modells aus Fig. 3

Fig. 5 zeigt die Schublade zu dem Modell aus Fig. 3 und 4

Fig. 6 zeigt den Schnappverschluß zum Befestigen der Beine am Tischkörper für das Modell nach Fig. 3

Fig. 7 ist eine Draufsicht auf das Modell nach Fig. 3

Fig. 8 ist eine perspektivische Darstellung einer Arbeitsfläche mit seitlich angeordneten, verschließbaren Fächern, Müllspalt und Papierschlitz als Tischmodell

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In Fig. 1 ist mit 10 eine Mal- und Bastelkiste mit integrierter Arbeitsfläche 12 bezeichnet. Die rechteckige Arbeitsfläche 12 hat das Format A2 und ist zwischen zwei kastenförmigen Aufbewahrungseinrichtungen 14 und 16 angeordnet. Die Aufbewahrungseinrichtungen sind in Fächer unterteilt. Die Fächer 18, 20 und 22 auf der in Fig. 1 rechten Seite der Arbeitsfläche 12 haben alle die gleiche Breite und unterschiedliche Länge. In dem Fach 18 finden kleinere Bastelutensilien wie Radiergummis oder Klebefilmrollen platz. Im Fach 20 kann ein Wasserfarben-Malkasten und im Fach 22 können Stifte, z. B. Buntstifte untergebracht werden.

Die Fächer auf der in Fig. 1 linken Seite der Arbeitsfläche haben teilweise eine unterschiedliche Breit. Fach 24 ist ein langes aber schmales Fach und eignet sich für langstielige Pinsel oder Lineale. Die Fächer 26 und 28 sind entsprechend schmaler und eignen sich für kleine kurze Wachsmalstifte oder kleine Bastelscheren und Klebestifte. In den übrigen Fächern können Schablonen und weitere Stifte oder Bastelutensilien untergebracht werden.

Die Mal- und Bastelkiste ist so ausgestaltet, daß die oberen Ränder der Fächer, d. h. die oberen Ränder der Zwischenwände 30 und der Seitenwände 32, 34 und 36 in einer Ebene liegen, die mit der Oberfläche der Arbeitsfläche 12 zusammenfällt. Dadurch wird ein Kind beim Arbeiten nicht gestört, indem Kisten und Behälter auf der Arbeitsfläche stehen. Auch können die Behälter nicht umfallen. Sie sind aber trotzdem noch in unmittelbarer Reichweite für das Kind. Alle Utensilien sind übersichtlich geordnet und ohne Schubladen im Blickfeld für Kinder, die dadurch entsprechend Anregungen für weiteres Basteln und Malen erhalten. Bei entsprechend größerer Dimensionierung ist die Anordnung auch für Erwachsene geeignet. Die Anordnung ist so ausgestaltet, daß Sie auf einen Tisch gelegt werden kann. Auch für die Aufbewahrung von Konstruktionsmaterial wie Lego oder Fischertechnik ist die Anordnung geeignet. Je nach Verwendung ist die Anordnung aus Holz oder aus Kunststoff gefertigt.

In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Anordnung umfasst einen komplett umlaufenden Rahmen 40. Ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind innerhalb des Rahmens Fächer 42, 44, 46 und 48, 50, 52 seitlich von einer Arbeitsplatte 54 angeordnet. Die Fächer 42, 44, 46 sind auf der in Fig. 2 linken Seite der Arbeitsplatte 54 angeordnet. Die Fächer 48, 50 und 52 sind auf der in Fig. 2 rechten Seite der Arbeitsplatte angeordnet. Alle Fächer haben die gleiche Breite. Fach 42 hat die gleiche Länge wie Fach 48. Fach 50 hat die gleiche Länge wie Fach 44 und Fach 52 hat die gleiche Länge wie Fach 46. Die aus den Fächern gebildeten Fachleisten sind mit Klappen 56 und 58 verschlossen. Die Klappen sind mit einem (nicht dargestellten) Schließ- und Rastmechanismus versehen, damit sie nicht von allein aufgehen, wenn sie transportiert werden. In der Klappe 56 ist innen ein Gummi 60 angetackert. Das Gummi dient der Aufnahme eines Lineals. Am vorderen Teil 64 des umlaufenden Randes 40 ist ein Griff 62 vorgesehen. Damit kann die Anordnung transportiert werden. Weiterhin ist im vorderen Teil 64 des umlaufenden Rands 40 eine Bohrung 66 vorgesehen. Die Bohrung 66 mündet in einem (nicht dargestellten) Bleistift-Anspitzer, der in einem Gehäuse 68 lösbar gehaltert ist. Das Gehäuse ist so ausgebildet, daß es die Bleistift-Reste aufnehmen kann. Es kann von Zeit zu Zeit entfernt werden, um die Bleistift-Reste zu entsorgen.

Im hinteren Teil der Arbeitsfläche ist eine rechteckige Öffnung 70 vorgesehen. Die Öffnung 70 ist mit einer nach vorne öffnenden Klappe 72 verschließbar. Die Klappenoberseite bildet bei verschlossener Klappe eine Ebene mit der Oberfläche der Arbeitsfläche 54. An der Kante der Klappe ist eine kleine Gummileiste vorgesehen um einen gleichmäßigen Abschluß der Klappe zu erreichen. Die geschlossene Klappe bildet also einen Teil der zur Verfügung stehenden Arbeitsfläche. In der Öffnung ist ein herausnehmbarer Müllbeutel oder Müllbehälter angeordnet. Wenn die Arbeitsfläche mit Materialresten verschmutzt ist, so können diese geöffneter Klappe einfach durch die Öffnung 70 in den Müllbeutel geschoben werden, ohne daß Teile der Materialreste auf dem Weg zum Papierkorb verstreut werden. Der Müllbeutel oder Müllbehälter ist wiederverwendbar ausgestaltet. Ein Müllbeutel kann zum Beispiel ein waschbarer Stoffsack sein, der mittels Magneten, Klettverschluß oder Klemmen in der Öffnung befestigt wird. Als Müllbehälter eignet sich besonders gut ein Spülmaschinen-geeigneter, auswaschbarer Plastikbehälter. Bei Verschleiß der Müllbeutel oder Müllbehälter können diese auf einfache Weise ausgetauscht werden.

Auf der Unterseite der Anordnung befinden sich Gumminoppen 74, 78 um das Wegrutschen der Anordnung zu vermeiden. Bei Nichtbenutzung können die Klappen 58, 60 und 72 geschlossen werden und die Anordnung z. B. auch in senkrechter Position verstaut werden. Die Stifte können aufgrund der Fächer nicht durcheinandergeraten. Die Breite der Fächer ist kleiner als die Stiftlänge, so daß die Stifte auch nicht kreuz und quer liegen, sonder immer im wesentlichen in einer Richtung.

In den Fig. 3, 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Auch hier ist eine Arbeitsplatte 80, Fächer 82 und ein umlaufender Rand 84 wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 vorhanden. Die vorderen Fächer 86 und 88 auf jeder Seite sind mit einem herausnehmbaren, spülmaschinenfesten Plastikbecher versehen, der gerade die Abmessungen des Fachs hat, damit er nicht umkippen kann. In dem Plastikbecher kann Wasser zum Malen mit Wasserfarben vorgesehen sein oder ein feuchter Lappen zum abwischen von Feuchtigkeit und Flecken. Die übrigen Fächer sind wiederum für Stifte und dergleichen vorgesehen. Im Gegensatz zu dem mit Fig. 2 beschriebenen Ausführungsbeispiel befindet sich hier die Klappe 90 mit der für Müll vorgesehenen Öffnung 92 auf der Vorderseite der Arbeitsfläche 80. Dies ist besonders in Fig. 3 zu sehen. Die Öffnung öffnet ebenfalls zur Arbeitsfläche 80 hin. Bei dieser Ausführungsform bildet die Klappenoberfläche die Hauptarbeitsfläche. Die in Fig. 2 mit 66 und 68 bezeichnete und beschriebene Anspitzeranordnung lässt sich dann aber so anordnen, daß die Bohrung 94 in der Öffnung 92 mündet und das Gehäuse 96 nach unten offen ist, so daß die Bleistift-Reste in den in Fig. 4 dargestellten Müllbeutel 98 fallen. Dadurch erübrigt sich das entleeren des Gehäuses 96.

Die Beine 100, 102, 104 der in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigten Anordnung sind flach ausgebildet. Die Länge der Beine entspricht einer halben Länge der Arbeitsfläche 80. Durch lösen einer weiter unten näher beschriebenen Schnappverbindung können die Beine um ca. 270 Grad um eine Achse geklappt werden und bilden dann einen Teil eines Deckels. Den anderen Teil des Deckels bildet das um 270 Grad um die Achse 108geklappte Bein 102. Die Fächer auf der gegenüberliegenden Seite der Arbeitsfläche werden analog mit den beiden weiteren Beinen verschlossen.

Die Schnappverbindung ist in Fig. 6 als Detail näher dargestellt. Dabei greift ein federnder Schnapparm 110 unter den Rand 84 und hält so das Bein in seiner Position. Zum Lösen wird der Schapparm 110 nach unten in Richtung des Pfeils 112 gedrückt.

In der Arbeitsfläche 80 befindet sich ein weiterer, mit 114 bezeichneter Spalt. Der Spalt weist eine Aufweitung 116 auf. Der Spalt 114 ist etwas breiter als ein A4 Bogen Papier. Der Spalt 114 ist mit einer nach vorne öffnenden Klappe 118 verschließbar. Die Klappe erstreckt sich über die gesamte Breite der Arbeitsfläche 80. Neben dem Spalt 114 sind kleine Fächer 120 und 122 vorgesehen. In den Fächern sind Haken vorgesehen, an denen zum Beispiel eine Schere mit einer Schnur angebunden werden kann.

In dem umlaufenden Rand 84 ist im hinteren Teil eine Öffnung 124. Die Öffnung ist für eine Schublade 126 vorgesehen, die in Fig. 5 im Detail dargestellt ist. Die Schublade weist auf dem Boden Federelemente 128, 130 auf. Mit den Federelementen wird ein Papierstapel nach oben geschoben, sodaß das oberste Blatt Papier des Papierstapels immer eine gewünschte Höhe hat. Das oberste Blatt kann bei eingeschobener Schublade durch den Spalt 114 ergriffen und herausgezogen werden. Dabei wird das Ergreifen durch die Aufweitung 116 erleichtert. In der Schublade 126 sind über die ganze Breite zwei Schrägwände 132 und 134 vorgesehen. Die Schrägwände 132 und 134 bringen den Papierstapel in eine angeschrägte Lage, sodaß das Ergreifen des obersten Blatts erleichtert wird. Gegebenenfalls ist auch eine solche Schrägwand ausreichend. Im vorliegenden Beispiel hat die Schublade etwa die Breite des Papierstapels. Das vordere Ende 136 liegt dann zwischen den Seitenwänden der Fächer 122 und 120. Die Lage der Schublade 126 in eingeschobenen Zustand ist in Fig. 7 dargestellt.

In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches als Tischmodell ohne Beine und mit breiter Papier-Schublade 142 ausgeführt ist. In diesem alternativen Ausführungsbeispiel sind keine Fächer analog zu den Fächern 122 und 120 vorgesehen. Dann kann die Schublade über die gesamte Breite der Arbeitsfläche ausgeführt werden.

In der Schublade sind dann Reduzierstücke 140 vorgesehen, die eine seitliche Führung des Papierstapels bilden.

Alle Ausführungsbeispiele eignen sich in genau dieser Form auch für die Verwendung mit Konstruktionselementen wie Lego oder Fischer-Technik, als Näh- und Stickkasten, zur Verwendung mit Backzutaten (Weihnachtskekse und Belag) oder als Werkzeugkiste.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichung zum Aufnehmen von Mal- und Bastelutensilien, enthaltend einen Kasten mit einer Mehrzahl von Fächern und eine Arbeitsfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche zwischen oder neben den Fächern angeordnet ist und in der Ebene liegt, die durch die oberen Kanten der Seitenwände der Fächer definiert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Deckel zum Schließen wenigstens eines Teils der Fächer.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel sich vom Seitenrand des Kastens bis zum Rand der Arbeitsfläche erstreckt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel mittels eines Scharniers am Kastenrand befestigt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Beine oder Stützen auf der Unterseite des Kastens.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beine oder Stützen bei Nichtbenutzung der Vorrichtung und beim Transport den Deckel bilden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beine an der Unterseite oder seitlich am Kasten anschraubbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beine oder Stützen an dem Kasten angelenkt sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Arbeitsfläche ein Schlitz von wenigstens 1 cm Breite vorgesehen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Schlitzes ein Müllbeutel vorgesehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Müllbeutel waschbar und wiederverwendbar ist.
  12. 12. Vorrichung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch eine Bohrung, welche sich von einer Seitenwand des Kastens bis zu dem Schlitz erstreckt und welche eine Durchmesser aufweist, der groß genug zur Aufnahme eines Stiftes ist, wobei am Schlitzseitigen Ende der Bohrung ein Anspitzer vorgesehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Arbeitsfläche eine Aufnahme für Papier vorgesehen ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme von einer Schublade gebildet ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade auf der hinten gelegenen Seite der Anordnung, die dem Arbeitenden abgewandt ist, öffnet.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche einen Spalt aufweist, der die Arbeitsfläche mit der Aufnahme für Papier verbindet, wobei der Spalt wenigstens so groß ist, daß das Papier dort hindurch befördert werden kann ohne zu knicken.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt an einem kleinen Teil seiner Länge eine Aufweitung aufweist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt mit einem Deckel oder einer Klappe verschließbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des spaltverschließenden Deckels oder der Klappe in der Ebene der Arbeitsfläche liegt.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, gekennzeichnet durch Mittel zum Aufnehmen von Papier in Form eines angeschrägten Stapels.
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel von der papieraufnehmenden Schublade gebildet sind, wobei eine Seitenwand der Schublade angeschrägt ist oder wenigstens eine Schräge Trennwand vorgesehen ist.
  22. 22. Vorrichung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Nachschieben des Papiers vorgesehen sind.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel von einer oder mehreren elastischen Elementen unterhalb des Papierstapels gebildet sind, die eine Kraft auf den Papierstapel ausüben.
  24. 24. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Fächer wasserdicht ausgebildet ist oder eine kippsichere Aufnahme für einen wasserdichten Behälter bildet.
  25. 25. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Befestigungsvorrichtungen in wenigstens einem der Fächer zum Befestigen einer Schnur oder eines elastischen Elements zum Befestigen der in den Fächern befindlichen Utensilien, derart, daß das Arbeiten damit nur auf der Arbeitsfläche ermöglicht wird.
  26. 26. Vorrichung nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Griff oder eine Schlaufe zum Anheben und Transportieren.
  27. 27. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Verbindungsmittel zum Verbinden zweier oder mehrerer Kästen zur Herstellung eines Verbunds aus Arbeitsplätzen.






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